| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 |
Zusammengefasster Lagebericht
| 2.1 | Grundlagen des Konzerns | 87 |
| Geschäftsmodell | 87 | |
| Konzernstruktur | 89 | |
| Konzernstrategie | 91 | |
| Steuerungssystem | 102 | |
| Forschung und Entwicklung | 103 | |
| Wichtigste immaterielle Ressourcen | 104 | |
| 2.2 | Wirtschaftsbericht | 109 |
| Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen | 109 | |
| Geschäftsverlauf | 110 | |
| Wirtschaftslage | 112 | |
| Mitarbeiter*innen | 122 | |
| 2.3 | Risiko- und Chancenbericht | 123 |
| Risiko- und Chancenmanagementsystem | 124 | |
| Internes Kontrollsystem | 127 | |
| Darstellung von Risiken | 129 | |
| Darstellung von Chancen | 134 | |
| 2.4 | Prognosebericht | 136 |
| Künftige gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Situation | 136 | |
| Künftige Entwicklung des Konzerns | 137 | |
| Gesamtaussage des Vorstands der Zalando SE | 138 | |
| 2.5 | Erklärung zur Unternehmensführung | 140 |
| Corporate Governance | 140 | |
| Entsprechenserklärung | 140 | |
| Dualistisches System der Unternehmensführung | 141 | |
| Vorstand | 142 | |
| Aufsichtsrat | 145 | |
| Zielgröße der Frauenbeteiligung im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG | 153 | |
| Hauptversammlung und Investor Relations | 154 | |
| Unternehmensführungspraktiken | 155 | |
| 2.6 | Übernahmerechtliche Angaben nach den §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht | 158 |
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| 2.7 | Ergänzende Lageberichterstattung zum Jahresabschluss der Zalando SE | 163 |
| Geschäftstätigkeit | 163 | |
| Wirtschaftslage der Zalando SE | 163 | |
| Risiken und Chancen | 168 | |
| Ausblick | 168 | |
| 2.8 | Nachhaltigkeitserklärung | 169 |
| Allgemeine Angaben | 169 | |
| Umweltinformationen | 209 | |
| Sozialinfomationen | 257 | |
| Governance-Informationen | 300 | |
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2.1Grundlagen des Konzerns 2.1.1Geschäftsmodell Unsere Vision ist es, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen. Bei der Realisierung dieser aktualisierten Vision setzen wir auf unsere E-Commerce-Plattformlösungen, die wir über die vergangenen 16 Jahre entwickelt haben. Was 2008 als in Berlin ansässiger Online-Shop für Schuhe begann, hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer führenden europäischen E-Commerce-Plattform für Mode und Lifestyle entwickelt. Wir verbinden Kund*innen und Lifestyle-Marken miteinander und bieten mit einem kuratierten Angebot an aktuellen Modetrends ein Einkaufserlebnis aus einer Hand. Wir wollen unsere Kund*innen durch einen hohen Personalisierungsgrad inspirieren und jedem*r eine passende Auswahl bieten. Mit unserem Mode- und Lifestyle-Angebot, das Kleidung, Schuhe, Accessoires und Beauty- Produkte umfasst, bedienen wir über 50 Millionen aktive Kund*innen in 25 Märkten in ganz Europa. Das Sortiment umfasst weltbekannte, internationale Marken ebenso wie lokale Labels. Unser auf die lokalen Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot adressiert die unterschiedlichen Kundenwünsche in jedem der 25 Märkte, die wir bedienen. Unser europaweites Logistik- netzwerk mit 13 Logistikzentren ermöglicht eine schnelle und reibungslose Belieferung unserer Kund*innen in ganz Europa. Um den Shopping-Bedürfnissen unserer Kund*innen gerecht zu werden, bieten wir ihnen ein vielfältiges Angebot, das von Mode, Kids & Family sowie Designer und Sport, über Beauty bis hin zu unserer Lounge by Zalando und Pre-owned reicht. Das Ökosystem-Modell ist eine strategische Weiterentwicklung unseres aktuellen Plattform- modells. Es ermöglicht uns, einen noch größeren Anteil des wachsenden Mode- und Lifestyle E-Commerce-Marktes zu bedienen sowie die Beziehungen zu unseren Kund*innen und Partner weiter zu vertiefen, indem wir sie bei der Lösung vieler weiterer Herausforderungen unterstützen. Dafür fokussieren wir unsere Kompetenzen auf die zwei Kundengruppen: B2C (Business-to-Consumer) und B2B (Business-to-Business). Im B2C-Bereich werden wir nicht nur zur ersten Anlaufstelle für Mode und Lifestyle für unsere Kund*innen, sondern auch für personalisierte Inhalte, Inspiration und Unterhaltung – ein Erlebnis, das weit über die reine Transaktion hinausgeht. Um dies zu erreichen, liegt der Fokus auf hochwertigen Angeboten, die sich entlang der gesamten Customer Journey als Unterscheidungsmerkmal für Kund*innen und Markenpartner hervorheben und ein qualitativ hochwertiges Einkaufserlebnis bieten. Für uns bedeutet dies, dass unsere Kund*innen auf Zalando ihre begehrtesten Modemarken finden und wir ihnen mit innovativen digitalen Lösungen ganz reale Probleme wie die Suche nach der richtigen Größe und Passform abnehmen. Qualität heißt auch, dass wir unsere Kund*innen befähigen, fundierte Entscheidungen zu treffen, etwa bei nachhaltiger oder adaptiver Mode. Ebenso investieren wir in ein qualitativ hochwertiges Sortiment, das in jedem Markt, den wir bedienen, lokale Relevanz hat. Unseren Kund*innen möchten wir nicht nur das bestmögliche Einkaufserlebnis bieten, sondern sie in ihrem Lifestyle noch umfassender begleiten. Deshalb haben wir Bereiche wie Sport und Kids & Family zu eigenständigen Kategorien aufgewertet. 19 Ehemals Wholesale- und Offprice-Geschäft 20 Partnerprogramm und Connected Retail 21 Zalando Marketing Services wurde in Zalando Partner Marketing Services umbenannt, um unseren Partnern ein einheitliches und konsistentes Erlebnis über die verschiedenen Partnerangebote hinweg zu bieten.
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Unser Ziel ist es, eine Lifestyle Destination zu schaffen, die inspirierend und unterhaltsam ist und es unseren Kund*innen ermöglicht, souveräne Kaufentscheidungen zu treffen. Ein integraler Bestandteil unseres B2C-Geschäftsmodells sind unsere Markenpartnerschaften. Wir arbeiten weiter mit unseren Partnern daran, neue und innovative Wege zu finden, um unsere Kund*innen mit den relevantesten Marken, Artikeln und Inhalten zu verbinden. Hierzu kombinieren wir unser Retail-Geschäft 19 mit dem Partnergeschäft 20 sowie wertsteigernden Partnerdienstleistungen wie unserem Bereich Zalando Partner Marketing Services 21 (ZMS), der verschiedene Marketing-Dienste für Marken anbietet. Im B2B-Bereich öffnen wir unsere Logistik-, Software- und Service-Infrastruktur, um das E- Commerce-Geschäft von Marken und Handelspartnern zu stärken – auf und außerhalb der Zalando Plattform. Mit Zalando Fulfilment Solutions (ZFS) bieten wir unseren Markenpartnern bereits eine B2B-Logistikdienstleistung, die ihnen die Nutzung unseres europäischen Logistiknetzwerks ermöglicht, mit dem sie ihre Kundenreichweite, den Komfort und die Kundenzufriedenheit erhöhen können. ZFS trägt auch zur Verringerung der Komplexität und der Versandkosten bei und beseitigt für Partner, die über Zalando verkaufen, die Herausforderungen im Zusammenhang mit grenzüberschreitendem E-Commerce. 2023 haben wir die B2B-Marke ZEOS, kurz für Zalando E-Commerce Operating System, eingeführt. Mit ZEOS Fulfilment (einschließlich ZFS und Multi-Channel-Fulfilment [MCF]) entwickeln wir ein Betriebssystem für die Mode- und Lifestyle-Branche, das es Marken und Handelspartnern ermöglicht, ihre Multichannel-Verkäufe in ganz Europa über eine einheitliche Plattform zu steuern. Unsere Partner können so die Kompetenzen nutzen, die Zalando in den vergangenen 16 Jahren entwickelt hat, um das Erlebnis für Kund*innen und das Partner- geschäft voranzutreiben – darunter Technologie und Logistik. ZEOS Fulfilment kann Bestellungen abwickeln, die über neun große E-Commerce-Plattformen sowie markeneigene Online-Shops getätigt werden. Zur Beschleunigung der Ökosystem-Strategie investieren wir weiter in unsere Technologie- kompetenz. 2023 starteten wir den Zalando Assistant, der durch die umfangreichen Sprachmodelle des KI-Forschungs- und -Anwendungsunternehmens OpenAI unterstützt wird. Nach mehreren Monaten erfolgreicher Kooperation haben sich die beiden Unternehmen jetzt verpflichtet, auch künftig eng zusammenzuarbeiten und gemeinsame innovative generative KI- Lösungen für die Modebranche zu entwickeln. Außerdem ist geplant, unsere bestehenden Technologiestandorte durch eine neue Präsenz in der chinesischen Hightech-Metropole Shenzhen zu stärken. Mit dem ergänzenden Standort in China nutzen wir die lokale Expertise im Bereich Social Commerce. Dieses Wissen kombinieren wir mit unserem tiefen Verständnis für den europäischen Markt, um unseren Kund*innen in Europa personalisierte Inspiration und Unterhaltung anzubieten. Zalando und ABOUT YOU möchten ihre Kräfte bündeln. Durch den geplanten Zusammen- schluss ihrer verschiedenen Angebote im B2C- und B2B-Bereich können Zalando und ABOUT
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YOU die individuellen Bedürfnisse von Kund*innen und Partnern noch gezielter bedienen und einen größeren Anteil des europäischen Marktes für Mode- und Lifestyle-E-Commerce abdecken. Für nähere Information siehe Abschnitt 2.1.3 Konzernstrategie. 2.1.2Konzernstruktur Leitung und Kontrolle Die Steuerung des Zalando-Konzerns erfolgt durch das 2008 gegründete oberste Mutterunternehmen Zalando SE. In der Zalando SE mit Sitz in Berlin, Deutschland, sind alle Leitungsfunktionen gebündelt. Die Umsätze des Konzerns werden fast ausschließlich von der Zalando SE erwirtschaftet. Zalando umfasst neben dem Mutterunternehmen 58 Tochterunternehmen, die u. a. in den Bereichen Logistikdienstleistungen, Kundenservice, Zahlungsverkehr, Produktdarstellung, Werbung, Marketing, Softwareentwicklung, Integrationsdienstleistungen und Eigenmarken tätig sind. Die Zalando SE übt entweder direkt oder indirekt vollständige Beherrschung über alle Tochterunternehmen aus. Ergänzende Angaben zum Jahresabschluss der Zalando SE sind im Abschnitt 2.7 Ergänzende Lageberichterstattung zum Jahresabschluss der Zalando SE dargestellt. Der Vorstand der Zalando SE setzte sich aus fünf Mitgliedern zum Bilanzstichtag zusammen, denen die gemeinsame Verantwortung für die Steuerung des Konzerns obliegt. Robert Gentz (Mitgründer, Co-CEO) ist verantwortlich für die gesamte Strategie, wobei er sich besonders auf das B2C-Wachstumsfeld konzentriert: den Ausbau der ersten Anlaufstelle für qualitativ hochwertiges Mode- und Lifestyle-Shopping und Inspiration. David Schröder (Co-CEO) ist mitverantwortlich für die Unternehmensstrategie, mit einem Fokus auf den Ausbau des B2B- Betriebssystems, um das E-Commerce in ganz Europa – sowohl auf als auch außerhalb der Zalando-Plattform – zu unterstützen und unsere einzigartigen Technologie- und Infrastruktur- kapazitäten weiterzuentwickeln. Dr. Sandra Dembeck (CFO) leitete im Berichtszeitraum und bis zum Ende ihrer Amtszeit am 28. Februar 2025 die Bereiche Finanzen und Corporate Governance bis zum 28. Februar 2025. Co-CEO David Schröder wird für eine Übergangszeit die CFO Aufgaben auf Vorstandsebene übernehmen. David Schneider (Mitgründer) kümmert sich schwerpunktmäßig um die gruppenweite Partner-Strategie und fokussiert sich auf den Ausbau der Partnerbeziehungen im B2C- und B2B-Geschäft. Dr. Astrid Arndt (CPO, Corporate Functions) leitet den Bereich People & Organisation (P&O) beim Aufbau einer vielfältigen und inklusiven Unternehmenskultur und stärkt unsere zentralen Unternehmensfunktionen, um die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Ökosystem-Strategie zu schaffen. Der Aufsichtsrat, bestehend aus neun Mitgliedern, bestellt nicht nur den Vorstand, sondern berät diesen auch regelmäßig und überwacht die Geschäftsführung. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für unser Unternehmen wird der Aufsichtsrat direkt eingebunden. Insbesondere prüft der Aufsichtsrat den (Konzern-)Abschluss und Lagebericht und berichtet über die Abschlussprüfung an die Hauptversammlung. Unser Aufsichtsrat setzt sich aus langfristigen Investor*innen, Mitarbeiter*innen und unabhängigen Expert*innen zusammen. Für nähere Informationen zum Aufsichtsrat wird auf 2.5.5 Aufsichtsrat verwiesen.
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Segmente des Konzerns Im Einklang mit unserer weiterentwickelten Konzernstrategie, das führende E-Commerce- Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen, fokussieren wir unsere Kompetenzen auf zwei Kundengruppen: B2C (Business-to-Consumer) und B2B (Business-to-Business). Wir haben unsere Steuerung und Entscheidungsfindung von einer Ausrichtung nach Absatzkanälen (Fashion Store und Offprice) auf eine Unterscheidung zwischen dem B2C Segment und dem B2B Segment verlagert. Ab dem ersten Quartal 2024 wurde unsere externe Berichterstattung entsprechend angepasst, um diese beiden operativen Segmente abzubilden. Das B2C-Segment umfasst den Großteil unseres Geschäfts mit den zugehörigen Dienstleistungen, darunter unser Partnergeschäft und ZMS. Das B2B-Segment umfasst Dienstleistungen, über die wir unseren Partnern die passenden B2B-Produkte bereitstellen, mit denen sich ihre Geschäftsanforderungen auf und abseits unserer Zalando Plattform bedienen lassen (d. h. ZEOS Fulfilment inkl. ZFS und MCF, Tradebyte und Highsnobiety). Sowohl die mit externen Geschäftspartnern erzielten Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge als auch die konzerninternen Transaktionen zwischen unseren Segmenten werden separat an den Hauptentscheidungsträger berichtet. Daher enthält die Segmentberichterstattung weiterhin eine Überleitungsspalte, um von den Werten der Geschäftssegmente (einschließlich interne als auch externe Transaktionen) auf die Werte des Konzerns (lediglich externe Transaktionen) überzuleiten. Der Vorstand misst die Leistung der Segmente anhand der Umsatzerlöse und des bereinigten EBIT, die für die Segmentberichterstattung auf die gleiche Weise definiert werden wie für den Konzernabschluss.
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2.1.3Konzernstrategie Wir bauen das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt auf Zalando hat seine Strategie weiterentwickelt. Unsere Vision ist es, das führende E-Commerce- Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt rund um unsere zwei wichtigsten Wachstumsfelder aufzubauen: Business-to-Consumer (B2C) und Business-to-Business (B2B). Wir sehen darin die nächste logische Entwicklungsstufe, mit der wir unsere bisherige Plattformstrategie (Zalando als „Starting Point for Fashion“) hinter uns lassen, um einen noch größeren Teil des Mode- und Lifestyle-Marktes abzudecken und unsere Kunden- und Partnerbeziehungen auf der Zalando-Plattform und darüber hinaus zu vertiefen. Zalando ist heute ein bedeutender Treffpunkt für Modebegeisterte und Lifestyle-Marken in Europa. Unsere Plattform bringt jedes Jahr mehr als 50 Millionen Fashion- und Lifestyle- Kund*innen mit über 6.000 Marken zusammen, von weltweit bekannten Marken bis zu lokalen Lieblingen und Beauty-Spezialisten. Wir verbinden all diese grandiosen Marken auf einer einzigen Plattform und mit einem großen europäischen Logistiknetzwerk für Mode und Lifestyle. Darauf sind wir stolz. Mit dem Übergang von einem plattformbasierten Geschäftsmodell zu einem Ökosystem- Ansatz bildet die weitere Stärkung der Wachstumsfelder B2C und B2B – sowohl von ihrem Umfang als auch ihrer Wirkung her – einen besonderen Schwerpunkt. Gleichzeitig verstehen wir uns weiterhin als Wegbereiter, um die Zukunft der Modebranche insgesamt nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Im B2C-Bereich machen wir Zalando zur ersten Anlaufstelle für qualitativ hochwertiges Mode- und Lifestyle-Shopping und Inspiration. Wir setzen weiter auf Qualitätsangeboten als Differenzierungsmerkmal, um unseren Kund*innen in jeder Hinsicht das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten. Wir werden künftig immer mehr Lifestyle-Bedürfnisse unserer Kund*innen bedienen. Hierzu verbessern und erweitern wir unsere Kategorien und Angebote, beispielsweise in den wachsenden Bereichen Sport und Kids & Family. Gleichzeitig setzen wir entschlossen unseren Weg fort, Zalando zunehmend von einem eher transaktionsorienterten Kundenerlebnis zu einem Unternehmen weiterzuentwickeln, das auf Schritt und Tritt personalisierte Inhalte, Inspiration und Unterhaltung bietet. Im B2B-Bereich konzentrieren wir uns auf die Entwicklung eines Betriebssystems für die Mode- und Lifestyle-Branche, das es Marken und Handelspartnern ermöglicht, ihr gesamtes E-Commerce-Geschäft auf dem komplexen europäischen Markt über und außerhalb von Zalando abzuwickeln. Europa birgt ein enormes, noch unerschlossenes E-Commerce- Potenzial. Mit den Möglichkeiten im B2B-Bereich vergrößern wir unser langfristiges Wertschöpfungspotenzial beträchtlich und können die einzigartigen Kompetenzen nutzen, die wir über die vergangenen 16 Jahre aufgebaut haben. Bereits heute erzielt unser B2B-Geschäft einen Umsatz von 1,0 Mrd. EUR. Immer mehr Marken nehmen unser attraktives Lösungspaket aus Logistik, Software und Dienstleistungen in Anspruch. ZEOS wird zukünftig weiter an Fahrt aufnehmen und eine Fülle weiterer Win-Win-Möglichkeiten für Kund*innen und Marken eröffnen.
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Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion sind Kernelemente unserer Strategie und wir nutzen sie, um einen Wettbewerbsvorteil bei der Gewinnung von Kund*innen und Markenpartnern zu schaffen. Unsere weiterentwickelte Strategie, die auf unserer do.MORE-Strategie aufbaut, verankert Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion in allen Bereichen unserer Geschäfts- tätigkeit. Sie zielt darauf ab, unseren Kund*innen fundierte Kaufentscheidungen zu ermöglichen, die im Einklang mit ihren Werten stehen, und unsere Partner dabei zu unterstützen, ihre Nachhaltigkeitsambitionen zu verfolgen und sich erfolgreich an das sich rasch verändernde regulatorische Umfeld anzupassen. Wir setzen uns für eine verantwortungsvolle Beschaffungspraxis in unserer Wertschöpfungs- kette ein, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen weiter zu fördern, und arbeiten mit unseren Partnern zusammen, damit sie sich wissenschaftlich fundierte Ziele (Science Based Targets, SBTs) setzen und im Einklang mit unseren Nachhaltigkeitszielen agieren. Unsere Bemühungen stützen sich auf zwei langfristige Ambitionen. Erstens haben wir die Ambition, Netto-Null-Emissionen bis 2040 für unsere eigene Geschäftstätigkeit und Eigenmarken und bis 2050 für unsere gesamte Wertschöpfungskette zu erreichen. Zweitens möchten wir Arbeitskräfte durch menschenwürdige Arbeit weiter stärken, indem wir die Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit als auch bei unseren Partnern weiter vertiefen. Darüber hinaus werden wir unsere Einkaufspraktiken und Systeme für Vergütungsmanagement bei unseren Eigenmarken bis 2028 weiterentwickeln. Ergänzend hierzu treiben wir unsere Initiativen zur Kreislaufwirtschaft durch unseren Secondhand-Bereich und die Programme zur Reduzierung von Verpackungsabfällen voran und verbessern die Überwachung der Lieferkette im Hinblick auf verantwortungsvolle Praktiken. Darüber hinaus wollen wir noch gezielter „inclusive by design“ sein und die Vielfalt unserer Kund*innen, Partner und Teams würdigen, da Inklusivität Innovation vorantreibt und die Kundenbeziehungen in den verschiedenen europäischen Märkten weiter vertieft. Dieser integrierte Ansatz bringt unser Unternehmenswachstum mit messbaren Zielen im Bereich Umwelt, Soziales und Governance (ESG) in Einklang und versetzt uns in die Lage, marktspezifische, nachhaltigkeitsbezogene Herausforderungen anzugehen und gleichzeitig die zunehmende Kundennachfrage nach nachhaltiger und inklusiver Mode zu bedienen. Finanzielle Chance Wir haben den strategischen Grundstein für die Realisierung einer Vision gelegt, die über den Rahmen herkömmlicher B2C-Modelle hinausgeht. Wir erwarten, dass wir in allen Dimensionen profitieren werden, wenn sich der strukturelle Wandel hin zum Online-Shopping in Europa beschleunigt. Unser Finanzprofil vereint unsere Marktgröße, starkes Wachstum und erwiesene Ertragskraft – langfristig haben wir uns vorgenommen, rund 15 % des europäischen Fashion-Marktes mit einem derzeit geschätzten Volumen von 450 Mrd. EUR abzudecken. Europa bietet also weiterhin enormes Potenzial. Unser klares Ziel lautet, unser starkes Wachstum fortzusetzen und dabei auf unser langfristiges Ziel einer bereinigten EBIT-Marge von 10 bis 13 % (im Verhältnis zum Umsatz) hinzuarbeiten. Gleichzeitig wird uns die starke 22 OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024. 23 Europäische Kommission, Januar 2025. 24 Deutsche Bundesbank: Monatsbericht, Januar 2025. 25 OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024. 26 BEVH-Pressemitteilung, Januar 2025. 27 Textilwirtschaft, Januar 2025.
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Cashflow-Generierung finanzielle Flexibilität für Investitionen in organische und anorganische Wertsteigerungsmöglichkeiten für unser Unternehmen und unsere Aktionär*innen verschaffen. Marktumfeld Die Weltwirtschaft blieb 2024 stabil. Der Inflationsrückgang wirkte sich positiv aus und führte zu einem Anstieg der realen Haushaltseinkommen und -ausgaben. Die Wirtschaftstätigkeit in Europa belebte sich im Berichtsjahr weiter. Das Wachstum im Euroraum betrug 0,8 % und wird im kommenden Jahr durch die Erholung der Binnennachfrage, bessere Finanzierungs- bedingungen und günstigere Energie- und Rohstoffpreise voraussichtlich weiter anziehen. 22 Das Verbrauchervertrauen im Euroraum hat sich moderat verbessert, von –16,0 zu Jahres- beginn auf –14,5 Punkte zum Jahresende. 23 Die deutsche Wirtschaft schrumpfte 2024 erneut. Das BIP sank nach einem Rückgang um 0,3 % im Jahr 2023 um weitere 0,2 %. Hauptgründe waren der stärkere Wettbewerb in wichtigen Exportmärkten, hohe Energiekosten, das erhöhte Zinsniveau und ein unsicherer Wirtschafts-ausblick. 24 Es wird jedoch eine Erholung mit einem BIP-Wachstum um 0,7 % im Jahr 2025 und 1,2 % im Jahr 2026 erwartet, getragen von steigenden Realeinkommen, einer sukzessiven Erholung privater Investitionen und einer besseren Exportnachfrage. 25 Der E- Commerce-Absatz im Bekleidungssegment (Kleidung und Schuhe) stieg in Deutschland 2024 leicht um 0,2 % auf 18,6 Mrd. EUR einschließlich Umsatzsteuer 26, während der Absatz im deutschen stationären Modeeinzelhandel stagnierte. 27 Strategischer Fortschritt Ziel unserer Strategie für den B2C- und B2B-Markt ist es, unsere Kunden- und Partner- beziehungen zu vertiefen, indem wir diese Wachstumsfelder integrieren und uns von einem Plattform-Modell zu einem vernetzten Ökosystem weiterentwickeln. Insgesamt hat Zalando mit der Ökosystem-Strategie die Weichen gestellt, um mit einem ganzheitlichen, qualitäts- orientierten und nachhaltigen E-Commerce-Ökosystem die zunehmenden Marktchancen zu nutzen. Business-to-Consumer (B2C) Im B2C-Bereich haben wir uns das Ziel gesetzt einen größeren Anteil des 450 Mrd. EUR europäischen Mode- und Lifestyle-Marktes abzudecken. Zalando bediente im Jahr 2024 europaweit mehr als 50 Millionen aktive Kund*innen. Das sind etwa 10 % der relevanten europäischen Bevölkerung, sodass es noch erheblichen Spielraum für die Gewinnung neuer Kund*innen gibt. Unser Ziel ist es, quantitativ mehr aktive Kund*innen zu gewinnen und qualitativ unsere Kundenbeziehungen zu vertiefen, indem wir die Qualität, Relevanz und Bandbreite der Mode- und Lifestyle-Angebote von Zalando, einschließlich Fashion, Beauty, Pre-owned, Lounge by Zalando, Designer, sowie unserer Angebote in den Kategorien Sport und Kids & Family steigern. Mit dem weiterentwickelten Treueprogramm Zalando Plus belohnen wir Kund*innen für ihre Loyalität. Zalando setzt weiter auf Innovation und Exzellenz.
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Damit stellen wir sicher, dass jede Interaktion mit unseren Kund*innen maßgeschneidert, inspirierend und wirkungsvoll ist - damit unsere Kund*innen Spaß auf der Zalando Plattform haben und sich bei der Wahl ihrer Mode und ihres Lebensstils wohl fühlen. Unsere Markenpartnerschaften und unser Plattform-Ansatz bilden weiterhin die Basis unserer Geschäftsstrategie. Durch diese engen Partnerschaften sind wir in der Lage, unseren Kund*innen ein kuratiertes Sortiment zu bieten und entscheidende Vorteile für Kund*innen, Partner und Zalando zu schaffen. Tausende global bekannte, lokal relevante und aufstrebende Marken haben dieses Jahr Partnerschaften mit uns geschlossen, um ihr Geschäft voranzutreiben. Zalandos Geschäftsmodelle – Retail- und Partnergeschäft – haben sich erneut als Wachstumstreiber erwiesen. Das Retail-Modell bleibt eine wichtige Säule unserer Sortimentsstrategie und sichert den Kund*innen in ganz Europa ein „Must-Have“-Sortiment. Unser Partnergeschäft ermöglicht Marken und Handelspartnern den Verkauf über Zalando, wobei sie die volle Kontrolle über Angebot, Inhalt und Preisgestaltung behalten. Gleichzeitig können sie ihr Wachstum und ihre internationale Ausdehnung vorantreiben. Das Partnergeschäft verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 ein starkes Wachstum und steuerte 34,3 % (Vorjahr: 33,6 %) zum GMV von Zalando bei. Zalando Partner Marketing Services (ZMS), die 360°-Retail-Media-Einheit von Zalando, bietet erweiterte Marketingdienst- leistungen. Mit kundenzentrierten Analysen und Kampagnen entlang der gesamten Customer Journey will ZMS seine Partner dabei unterstützen, die steigende Nachfrage nach ansprechenden und inspirierenden Kundenerlebnissen zu bedienen. 2024 betrug der Anteil des ZMS-Umsatzes am GMV von Zalando etwa 1,4 % (Vorjahr: 1,3 %). Unsere B2C-Strategie konzentriert sich auf drei strategische Wachstumspfeiler: 1) Qualität als Differenzierungsmerkmal, 2) Ausbau des Lifestyle-Angebots und 3) inspirierendes und unterhaltsames Einkaufserlebnis. Dieser Ansatz wird die Kundenbindung erhöhen, den Umsatz steigern und zu mehr Aktivitäten auf unserer Plattform führen. Qualität als Differenzierungs- merkmal fördert die Treue unserer Kund*innen, während der Ausbau des Lifestyle-Angebots den Umsatz pro Kund*in und den „Share of Wallet“ erhöht. Inspirierende Inhalte laden zum längeren Verweilen auf unserer Website ein. Dies wirkt sich positiv auf unsere Kennzahlen und Werbeeinnahmen aus. Zusammen schaffen wir mit diesen Pfeilern die Voraussetzung für nachhaltiges Wachstum mit erheblichem Potenzial für weitere Skalierung und geschäftlichen Erfolg. Im Einklang mit unserer Ökosystem-Strategie hat Zalando im Herbst 2024 eine neue Markenpositionierung mit Fokus auf Qualität, Lifestyle und Inspiration vorgestellt. In ihrem Mittelpunkt steht das Ziel, das Stilbewusstsein unserer Kund*innen zu stärken und ihre sich wandelnden Bedürfnisse zu erfüllen. Die Neugestaltung wurde im Rahmen der Kampagne „Was ziehe ich an?“ eingeführt und umfasst eine aktualisierte visuelle Markenidentität und eine eigens entwickelte Schriftart, die die Barrierefreiheit verbessert. Qualität als Differenzierungsmerkmal Der erste Wachstumspfeiler der B2C-Wachstumsstrategie liegt in der Differenzierung durch Qualität, um die Kundengewinnung und -bindung zu stärken. Qualität betrifft jede Phase der Customer Journey: das Angebot eines relevanten Sortiments, maßgeschneiderte digitale Inhalte, die Möglichkeit, bei jedem Einkauf eine nachhaltige und inklusive Wahl zu treffen,
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sowie personalisierten Komfort mit dem Ziel, unseren Kund*innen das bestmögliche Einkaufserlebnis für Mode und Lifestyle zu bieten und uns als eine vertrauenswürdige europäische Marke zu etablieren. Qualität als Differenzierungsmerkmal bringt eine Fülle von Vorteilen mit sich: Kund*innen haben Zugang zu mehr als 6.000 Marken, 11.000 exklusiven Produkten und 300 Hot Drops. Partner verbinden wir in unserem Partnergeschäft mit über 50 Millionen aktiven Kund*innen in 25 Märkten, und Zalando profitiert von der größeren Skalierbarkeit, Flexibilität und einem margensteigerndem Plattformgeschäft. 2024 ist Zalando bei der Stärkung des Markenportfolios und der Verbesserung des Kundenerlebnisses ein großes Stück vorangekommen. Wir haben unser Sortiment um Markenpartner wie NNormal, Fjällräven, Marine Serre, Dyson und Hoka Lifestyle ergänzt und damit unser Angebot weiter diversifiziert und unseren Kund*innen Inhalte geboten, die sie begeistern. Zudem haben Kapselkollektionen wie Calvin Klein x Jeremy Allen White noch mehr Kund*innen auf unsere Plattform gezogen und ihnen noch mehr Gründe gegeben, Zalando regelmäßig zu besuchen. Für ein noch besseres digitales Erlebnis haben wir unsere Größenempfehlungen anhand der Körpermaße auf Kund*innen in Spanien, Frankreich und Italien ausgeweitet, sodass dieses Tool jetzt in sechs Märkten zur Verfügung steht. Dies wurde durch eine personalisierte „virtuelle Umkleidekabine“ ergänzt, sodass Kund*innen nun einen 3D-Avatar auf der Grundlage ihrer individuellen Körpermaße erstellen können, mit dem sie treffsicherer die für sie richtige Größe finden. Die neue Funktion, die zunächst in einem Testlauf in 14 europäischen Märkten mit einer kuratierten Auswahl von Leviְ’s-Produkten eingeführt wurde, ermöglicht es den Kund*innen, in einer virtuellen Anprobe zu sehen, wie gut ihnen ein Levi’s- Kleidungsstück aus einer kuratierten Auswahl für Damen und Herren passt. Darin spiegeln sich Zalandos laufende Bemühungen wider, auf die Unzufriedenheit mit klassischen Umkleide- kabinen, ungenauen Größentabellen und komplizierten Retourenprozessen zu reagieren. Unser Logistiknetzwerk wurde um einen neuen Standort in der Nähe von Paris erweitert. Dadurch profitieren Kund*innen in Frankreich und den Nachbarländern seit Oktober von einem lokalisierten Angebot und besseren Service. Auch in anderen Märkten haben wir den Lieferkomfort verbessert, etwa in Schweden, wo die Lieferzeit für die meisten Artikel auf ein bis zwei Tage verkürzt werden konnte. Das Treueprogramm Zalando Plus wurde 2024 zu einem punktebasierten Angebot weiterentwickelt, das Kund*innen für ihre Treue belohnt. Bei dem neuen gebührenfreien Modell können angemeldete Kund*innen durch Einkäufe und andere Aktionen, wie zum Beispiel das Abonnieren von Newslettern, Punkte sammeln. Mit den gesammelten Punkten können vier verschiedene Level und die damit verbundenen Vorteile, wie Geburtstags- gutscheine oder der Zugang zu exklusiven Events, freigeschaltet werden. Das neue Konzept wurde nach erfolgreichen Tests in Spanien Ende des Jahres auch in Frankreich und Österreich eingeführt. Das Treueprogramm wird 2025 in mehr Märkten ausgerollt.
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Ausbau des Lifestyle-Angebots Der zweite Wachstumspfeiler der B2C-Wachstumsstrategie von Zalando liegt auf einer stärkeren Positionierung als Anlaufstelle für Lifestyle-Angebote, indem wir den Lifestyle- Entscheidungen der Menschen folgen und weitere Bereiche aufbauen, die ihren Lifestyle- Bedürfnissen entsprechen. Das Unternehmen erweitert bestehende Kategorien zu eigenen Angebotswelten, die durch ein breiteres Sortiment, personalisierte Inspirationselemente und höchsten Komfort ein ansprechendes Einkaufserlebnis bieten. Hierzu zählen insbesondere die Bereiche Sport, der als Lifestyle und im sozialen Leben unserer Kund*innen eine immer wichtigere Rolle spielt, sowie Kids & Family, wo Zalando die vielfältigen Bedürfnisse bedienen kann, wenn Kinder heranwachsen und eigene Lifestyle-Interessen entwickeln. Außerdem sollen Zalandos bestehende Angebotswelten auf mehr europäische Länder ausgeweitet werden. Zalando hat die Angebotswelt für Designermarken weiter aufgewertet. Für den neuen Auftritt haben wir die britisch-japanische Musikerin und Schauspielerin Rina Sawayama als neue Botschafterin für das Designer-Angebot gewonnen. Durch die Zusammenarbeit mit Rina Sawayama unterstreicht Zalando seinen Fokus auf ein außergewöhnliches Kundenerlebnis und eine Inspirationsquelle für Modeliebhaber*innen. Zalando hat auch gemeinsam mit der italienischen Traditionsmarke Aspesi eine exklusive Kapselkollektion gestaltet, die unter dem Namen „Cinema Club“ gelauncht wurde – eine Hommage an das italienische Kino. Neu auf Zalando findet sich auch die Luxusmarke Helmut Lang mit einem exklusiven Debüt-Editorial gestylt von Peter Do, dem Kreativdirektor der Marke. Im Beauty-Bereich hat Zalando sein Angebot um prestigeträchtige Kosmetik- und Beauty- Marken aus dem Luxusbereich erweitert. Zusätzlich wurde innerhalb unserer Angebotswelt Beauty ein Luxus-Hub eröffnet: ein hochwertiges digitales Umfeld, in dem sich diese Produkte optimal präsentieren können. Bei der Beauty-Erweiterung gab es zudem mehrere spannende Marken-Neuzugänge wie zum Beispiel Sol de Janeiro und Dyson. Außerdem haben wir daran gearbeitet, unser digitales Einkaufserlebnis noch inspirierender zu gestalten, zum Beispiel durch kostenlose Proben für Beauty-Produkte, die nach einem erfolgreichen Start in Österreich auch in Deutschland eingeführt wurden. Kund*innen können zwei Probegrößen von Produkten zu ihrer Bestellung hinzufügen, wenn diese einen Mindestbestellwert erreicht hat. Damit ermöglichen wir unseren Kund*innen, Produkte noch einfacher zu entdecken und auszuprobieren. Den „Summer of Sports“ mit sportlichen Großereignissen nutzte Zalando, um seine Lifestyle- Strategie mit speziellen Kampagnen in europäischen Metropolen voranzutreiben. Sportbegeisterte konnten sich unter anderem auf Sportikonen wie Robert Lewandowski und David Alaba freuen. Die Initiative unterstreicht Zalandos laufende Bemühungen, sein Angebot zu erweitern und eine wichtige Lifestyle-Destination zu werden. Lounge by Zalando trug erneut zum GMV-Wachstum bei. Wir haben unsere Lieferzeiten, Größen- und Passformfunktionen sowie Personalisierungsleistungen verbessert. All dies führte zu einem höheren GMV pro Kund*in. Eine einfachere Navigation und ein optimiertes Nutzererlebnis trugen ebenfalls zu einer höheren Kundenaktivität mit entsprechend positiven Ergebnissen bei. Wir freuen uns, dass Kund*innen neben unserem speziellen Online-Pre-
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owned-Angebot auch die Möglichkeit nutzen, Pre-owned-Artikel, die in den meisten der 15 Zalando Outlets erhältlich sind, anzuprobieren und zu kaufen. Inspiration und Unterhaltung Der dritte Wachstumspfeiler der B2C-Wachstumsstrategie liegt auf der Integration von personalisierten, inspirierenden und unterhaltsamen Inhalten in das Einkaufserlebnis. Zalando nutzt Daten und Technologie für die Entwicklung ansprechender Inhalte. Damit bauen wir auf die Übernahme von Highsnobiety im Jahr 2022 und dem Start von „Stories on Zalando“ im Jahr 2023 auf. Zusätzliche inspirierende Inhalte und soziale Funktionen werden die Aktivitäten unserer Kund*innen erhöhen und sie dazu anregen, mehr Zeit in der App zu verbringen. Dadurch können wir mehr Werbeeinnahmen von Marken und Partnern generieren. Zalando hat „Storys auf Zalando” weiter ausgebaut, der Content-Hub, der kuratierte modische und kulturelle Trends in visuellen Formaten, zum Beispiel Kurzvideos, bietet. Ein neues Feature auf der Plattform ermöglicht es Kund*innen, Mode aus der Sicht ihrer Lieblingsikonen und Trendsetter*innen zu entdecken. Influencer*innen wie Caro Daur, Linda Tol und Jordan Anderson teilen jetzt exklusive Inhalte und präsentieren kuratierte Sortimente. Dies zeigt, wie wichtig es uns ist, bei jeder Begegnung mit Zalando ein einheitliches, inspirierendes Erlebnis zu bieten. Im Jahr 2024 hat Zalando seinen KI-gestützten Assistenten in alle 25 Märkte gebracht. Der Zalando Assistant bietet durch intuitive Text- und Sprachabfragen personalisierte Modeberatung in der jeweiligen Landessprache. Der Assistent, der auf Zalandos eigenen KI- Modellen und den umfangreichen Sprachmodellen von OpenAI basiert, versteht den Kontext, wie Ort, Wetter und Anlass, und kann dadurch passende Empfehlungen geben. Zu den neuen Funktionen gehören Sprachdialog und die Integration des Tools Trend Spotter, mit dem Nutzer*innen jede Woche aktuelle Fashion-Trends verfolgen können. Zalando und OpenAI werden ihre erfolgreiche Partnerschaft weiterführen und gemeinsam noch mehr generative KI- Lösungen für die Modebranche entwickeln. Trend Spotter ist inzwischen in allen Märkten verfügbar und wurde um vier neue Städte – Amsterdam, London, Warschau und Zürich – erweitert, sodass jetzt insgesamt 10 europäische Modemetropolen abgedeckt werden. Kund*innen können hier jede Woche aufkommende Trends entdecken, alles basierend auf Zalandos eigenen Daten. Der Trend Spotter vermittelt Einblicke darüber, warum bestimmte Artikel lokal oder europaweit im Trend liegen. So entsteht ein lokalisiertes und dynamisches Einkaufserlebnis. Im Rahmen seines Fokus auf Technologie hat Zalando generative KI dazu genutzt, die Erstellung von Produkt-Hintergrundbildern zu skalieren, um so Inhalte zu verbessern, Kosten zu senken und die Kundenaktivität zu erhöhen. Darüber hinaus wird ein neues Technologie- zentrum in Shenzhen entstehen. Mit dem Standort in China wird Zalando die lokale Expertise im Bereich Social Commerce nutzen und diese mit seinem tiefen Verständnis des europäischen Marktes kombinieren, um seinen Kund*innen noch mehr personalisierte Inspiration und Unterhaltung anzubieten.
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Business-to-Business (B2B) Zalando öffnet seine Logistik-, Software- und Service-Infrastruktur für Marken und Handelspartner, um deren E-Commerce-Transaktionen zu unterstützen – sowohl auf als auch außerhalb der Zalando Plattform. Innerhalb ZEOS Fulfilment, der im Herbst 2023 eingeführte B2B-Geschäftsbereich, arbeitet Zalando an einem Betriebssystem für den E-Commerce und wird seine einzigartigen Fähigkeiten weiter für Marken und Handelspartner aus den Bereichen Mode und Lifestyle verfügbar machen. Das Angebot konzentriert sich auf drei Bereiche: Logistik, Software und Dienstleistungen. Logistik umfasst die physische Infrastruktur, d.h. die 13 auf Mode spezialisierten Logistikzentren, 20 Rückgabezentren, 40 lokale Transportdienstleister und mehr als 160 lokalisierte Liefer- und Rückgabeoptionen, auf die Marken zurückgreifen können. Software bezeichnet die darauf aufbauenden digitalen Dienste. Mit denen können Marktplätze wie Otto oder ABOUT YOU integriert und mit einem europäischen Netz von Transportdienst- leistern verbunden werden und geben Marken und Handelspartnern Einblicke und Empfehlungen zur Steuerung ihres Geschäfts. Der dritte Bereich, Dienstleistungen, umfasst zusätzliche externe Angebote, die künftig angebunden werden können, beispielsweise von Content-Produzenten oder Finanzierungsdiensten. Diese drei Ebenen greifen nahtlos ineinander, können aber den Bedürfnissen der Marken entsprechend flexibel und einzeln genutzt werden. 2024 haben wir unsere Multi-Channel-Fulfilment-Lösung um weitere Märkte und Vertriebskanäle, einschließlich der Onlineshops unserer Markenpartner, erweitert und so mehr Geschäftsvolumen und neue Partner gewonnen. Das ZEOS-Multi-Channel-Geschäft ist inzwischen auf über 40 Partner angewachsen. Mit an Bord sind unter anderem der britische Modehändler NEXT, der mit ZEOS Fulfilment einen Vertrag über die Abwicklung der Online- Direktbestellungen für große Teile Kontinentaleuropas geschlossen hat. Weitere Partner sind der weltweit tätige US-Uhrenhersteller Timex Group, die belgische Damenbekleidungsmarke LolaLiza sowie die spanische Schuhmarke Camper, bekannt für innovative Designs. Außerdem haben wir die Schweiz als neuen Markt aufgenommen, sodass wir jetzt insgesamt 12 Märkte bedienen. ZEOS Fulfilment deckt nun neun große Marktplätze ab, darunter Otto sowie ABOUT YOU, und ermöglicht die Abwicklung von Bestellungen, die über diese Plattformen und zusätzlich auch die eigenen Onlineshops der Partner getätigt werden. Diese Erweiterung macht das Angebot für Zalandos Partner noch wertvoller. ZEOS Fulfilment bietet außerdem ein attraktives und wachsendes Portfolio an Software- und Servicelösungen, die von unseren internen Produkt- und Ingenieurteams entwickelt werden. Neue Softwareprodukte werden in Pilotversuchen getestet, wie beispielsweise ein Replenishment-Assistent, der Partner berät, welche Bestände in unserem Logistiknetzwerk wann aufgefüllt werden sollten. Dazu gehört auch Tradebyte, das mehr als 1.000 Marken mit über 90 europäischen Marktplätzen verbindet. Deren neue Tool-Suite TB.360 zeigt den Marken ein umfassendes Bild ihres Unternehmens und vereinfacht die Komplexität des Marktes. Sie ermöglicht es ihnen, effizienter und rentabler zu arbeiten und ihre Marketingstrategien zu optimieren – alles von einem Ort aus.
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Übernahme von ABOUT YOU Am 11. Dezember 2024 gaben wir unsere Absicht bekannt, ein freiwilliges Übernahmeangebot zum Erwerb der ABOUT YOU-Gruppe abzugeben. Vorstand und Aufsichtsrat von ABOUT YOU haben beschlossen, den Aktionär*innen die Annahme des Angebots zu empfehlen. Die geplante Transaktion fügt sich nahtlos in unsere Strategie ein, das führende E-Commerce- Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen. Im B2C-Bereich wird die Gruppe eine Zwei-Marken-Strategie verfolgen und Kund*innen sowie Partnern unverwechselbare Einkaufserlebnisse bieten, die ihre besonderen Bedürfnisse bedienen. Im B2B-Bereich wird SCAYLE von ABOUT YOU das Zalando E-Commerce Operating System (ZEOS) ergänzen und es Marken und Handelspartnern noch besser ermöglichen, ihre Multi- Channel-Verkäufe in ganz Europa über eine einheitliche Plattform mit der entsprechenden Logistik-, Software- und Service-Infrastruktur zu steuern. Da beide Unternehmen derselben Branche angehören, bietet der Zusammenschluss erhebliche Wertschöpfungspotenziale, unter anderem in den Bereichen B2B, Logistik, Zahlungsabwicklung und der kommerziellen Zusammenarbeit. Zalando strebt beim Gruppen-EBIT längerfristig signifikante Synergien in Höhe von rund 100 Mio. EUR pro Jahr an. Der Abschluss der Transaktion wird im Sommer 2025 erwartet und steht unter dem Vorbehalt der erforderlichen regulatorischen Freigaben. Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion sind Kernelemente unserer weiterentwickelten Strategie und integraler Bestandteil all unserer Geschäftsbereiche, um einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Der Übergang zu einer nachhaltigeren, gerechteren und barrierefreieren Zukunft kann nur in gemeinsamer Anstrengung erreicht werden. Diversität und Inklusion 2024 haben wir uns dazu verpflichtet, noch mehr zu tun, um „inclusive by design“ zu sein. Dahinter steht die Überzeugung, dass Diversität und Inklusion (D&I) bessere Innovationen hervorbringen, tiefere Kundenbeziehungen ermöglichen und sich positiv auf die gesamte Branche auswirken. Unsere do.BETTER-Strategie umfasst 12 D&I-Ambitionen und Ziele, die sich auf vier Säulen stützen: Mitarbeiter*innen, Führungskräfte, Kund*innen und Partner. Zalando hat sich verpflichtet, eine inklusive Unternehmenskultur für unsere Mitarbeiter*innen zu schaffen, die Verantwortung unserer Führungskräfte für D&I sowie deren Vielfalt zu fördern, unseren Kund*innen inklusive Erlebnisse und Inhalte zu bieten und gemeinsam mit unseren Partnern D&I in der gesamten Modebranche voranzutreiben. Mitarbeiter*innen Unser Ziel lautet, einen inklusiven Arbeitsplatz mit Chancengleichheit für alle zu schaffen. Um unser „Frauen in Tech-Berufen“ Ziel von 40 bis 60 % Frauenanteil in Tech-Berufsfeldern zu erreichen, haben wir 2024 einen neuen Tech-Lenkungsausschuss eingerichtet und die Verantwortung für die Umsetzung und Fortschrittsüberwachung zusammen an leitende Führungskräfte in P&O und Tech übertragen. Für eine effektivere Planung und Durchführung unserer Initiativen haben wir zudem ein eigenes Kernteam gebildet, das die strategische Richtung des „Zalando Women’s Network“ vorgibt. Um Menschen mit Schwerbehinderung oder gleichgestellte Mitarbeiter*innen direkt zu unterstützen, haben wir im Berichtsjahr in Berlin und Erfurt eigene Inklusionsbeauftragte für Menschen mit Behinderung ernannt, die 28 Inklusive der Vorstandsebene. Highsnobiety Gesellschaften sind in diese Kennzahl und dieses Ziel nicht inkludiert.
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sich aktiv für Inklusivität einsetzen. Die Employee Resource Groups (ERGs) sind eine weitere wichtige Maßnahme, um eine respektvolle und inklusive Unternehmenskultur zu gewährleisten. 2024 haben unsere ERGs zahlreiche Events organisiert, um das Zusammengehörigkeitsgefühl und einen offenen und transparenten Dialog bei Zalando zu fördern. Mit Veranstaltungen anlässlich des Black History Month, des Internationalen Frauentags und des Ramadan boten sich im Jahr viele Möglichkeiten, um in Inklusionsfragen miteinander ins Gespräch zu kommen. Führungskräfte Unser klares Bekenntnis zu Frauen in Führungspositionen zeigt sich in dem Ziel, den Frauenanteil in den obersten fünf Führungsebenen (einschließlich Vorstand) auf jeweils 40 bis 60 % zu erhöhen. Wir bieten deshalb Frauen, die für eine Beförderung in Betracht kommen, mit TripleSteps ein maßgeschneidertes Entwicklungsprogramm mit persönlichen Coachings, Sponsor*innen, Job Shadowing und Möglichkeiten zum Austausch mit Kolleg*innen an. Zum 31. Dezember 2024 lag der durchschnittliche Frauenanteil auf allen fünf Führungsebenen mit 36,9 % unter der von uns festgelegten Zielgröße. Wir haben uns daher erneut verpflichtet, unser Ziel im Jahr 2025 auf allen fünf Führungsebenen zu erreichen. 28 Kund*innen Wir setzen uns auch weiter für Vielfalt und Inklusion ein, verbessern die Barrierefreiheit und bieten unseren Kund*innen eine einladende Atmosphäre, in der sie sich selbst entdecken und ausdrücken können. Wir bieten unseren Programmierer*innen, Produktdesigner*innen, Spezialist*innen und Designer*innen von Eigenmarken spezielle interne Schulungen zu Barrierefreiheit und adaptiver Mode an. Wir haben zudem die Vielfalt unserer Kund*innen in unseren Inhalten, Kampagnen und unserem Storytelling gefeiert. 2024 haben wir unser Modesortiment mit adaptiver Sportbekleidung sowie adaptiver Mode und adaptiven Schuhen für Kinder erweitert. Mit dieser Kollektion der Zalando-Eigenmarken stellen wir sicher, dass Kinder unabhängig von ihren physischen Möglichkeiten Zugang zu modischer, funktionaler und bequemer Kleidung haben. Die Inspiration für unsere Kollektion kam direkt aus der Behinderten-Community. Dabei waren die Anregungen von Eltern und Betreuer*innen von Kindern mit Behinderungen von unschätzbarem Wert für uns. Partner Zalandos strategischer Fokus liegt darauf, ein diverses Partner-Portfolio aufzubauen und ein Partner der Wahl für Marken zu sein, die aus unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen stammen. Um Diversität und Innovation in der Modebranche weiter voranzutreiben, haben wir 2024 ein sechsmonatiges Accelerator-Programm für kleine Black-owned Brands gestartet. Ziel des Programms ist es, kleinen Black-owned Brands im Modebereich die nötigen Fertigkeiten zur Ausweitung ihres Geschäfts auf große E-Commerce-Plattformen wie Zalando mitzugeben. Im vergangenen Jahr haben wir unsere auf D&I ausgerichtete Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern ausgeweitet und Kooperationen mit mehreren neuen Partnern aufgenommen. Mittlerweile führen wir mehr als 600 adaptive Kleidungsstücke von Zalandos Eigenmarken und Markenpartnern, wie Tommy Hilfiger, Nike, Friendly Shoes und unseren Neuzugängen aus dem Jahr 2024, darunter ausgewählte Artikel von BOSS, Adidas, JanSport und Skechers. Mit Marken wie Andrew Fitzsimons legen wir einen Fokus auf Produkte zur
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Repräsentation für LGBTQIA+ im Bereich Beauty. Ebenso bieten wir Marken für alle Hauttypen und Hauttöne an. „black|Up“ ist zum Beispiel eine Black-owned Kosmetikmarke, die sich auf Make-up für dunkle Hauttöne spezialisiert hat. Weitere Black-owned Brands auf Zalando sind Bouclème, Danessa Myricks Beauty und Freya + Bailey. Nachhaltigkeit Angesichts Zalandos Bestreben eine führende Position im E-Commerce-Ökosystem im europäischen Mode-und Lifestyle-Markt aufzubauen, sehen wir unsere Rolle darin, Fortschritte bei unseren Kund*innen, Markenpartnern, Herstellern, Innovator*innen, Regulierungs- behörden und unseren Mitarbeiter*innen als Wegbereiter und Vermittler voranzutreiben. Wir wollen unsere Stärken nutzen, um Modemarken und Lieferanten bei der Erreichung ihrer Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen. Gleichzeitig wollen wir unsere Kund*innen befähigen, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen, qualitativ hochwertige Artikel zu kaufen und ein Sortiment sowie Marken zu wählen, die mit ihren Werten übereinstimmen und ihre Zufriedenheit erhöhen. Wir sind davon überzeugt, dass eine breitere Transformation der Branche nur mit Investitionen in Technologie und Prozesse gelingen kann. In diesem Zusammenhang sind wir bestrebt, Innovator*innen der Branche durch den Zugang zu Kund*innen, Marken und Finanzierung bei ihren Skalierungsmaßnahmen zu helfen. Darüber hinaus unterstützen und befürworten wir auf politischer Ebene die Schaffung eines EU-weit einheitlichen Regulierungsrahmens, der das Vertrauen und den Schutz von Verbraucher*innen stärkt, Wettbewerbsgleichheit gewährleistet und vor unfairen Wettbewerbspraktiken schützt. Unsere Bemühungen stützen sich auf zwei langfristige Ambitionen für Nachhaltigkeit. Erstens haben wir die Ambition, Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen bis 2040 für unsere eigene Geschäftstätigkeit und Eigenmarken und bis 2050 für unsere gesamte Wertschöpfungskette zu erreichen. Ergänzend zu diesen Bestrebungen treiben wir unsere Initiativen zur Kreislaufwirtschaft im Secondhand-Bereich voran und führen umfassende Programme zur Reduzierung von Verpackungsabfällen durch. Zweitens wollen wir Arbeitnehmer*innen durch menschenwürdige Arbeit weiter stärken. Dafür vertiefen wir die Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und bei unseren Partnern und entwickeln unsere Einkaufspraktiken und Systeme für Vergütungsmanagement bei unseren Eigenmarken bis 2028 weiter. Seit der Bekanntgabe unserer Netto-Null-Ambition im März 2024 haben wir unsere Netto-Null- Ziele der Science Based Targets Initiative (SBTi) zur Beurteilung vorgelegt und mit der Entwicklung eines Übergangsplans für den Klimaschutz begonnen. Außerdem haben wir die Lernplattform FASHION LEAP FOR CLIMATE mit der Aufnahme neuer Partner wie ASOS, Selfridges Group, Boozt und Cascale weiter ausgebaut. Die teilnehmenden Markenpartner können auf der Plattform kostenlose Möglichkeiten zum Peer-Learning nutzen und erhalten eine schrittweise Anleitung zur Messung von Emissionen und zur Festlegung ambitionierter Reduktionsziele. Die Einbeziehung unserer Markenpartner wird weiterhin entscheidend dafür sein, dass wir unsere eigene Netto-Null-Ambition erreichen. Im Mai 2024 traten wir zusammen mit anderen führenden Marken und Handelspartnern der Initiative „The Fashion ReModel“ bei, um kreislauforientierte Geschäftsmodelle in großem 29 GMV wird auf Grundlage der Stornierungen und Retouren nachträglich angepasst und daher können die Vorjahreszahlen von vorherigen veröffentlichten Berichten abweichen.
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Maßstab zu realisieren. Die Initiative wird von der Ellen MacArthur Foundation durchgeführt, einer internationalen NGO, welche sich das Ziel gesetzt hat, den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen. Um einen Übergang in der gesamten Modebranche zur Kreislaufwirtschaft voranzubringen, arbeiten wir darüber hinaus weiterhin mit der Graduate Fashion Foundation zusammen, um eine kostenlose „Circularity Masterclass“ für angehende Modedesigner*innen zu schaffen. Dieses Programm zielt darauf ab grundlegendes Wissen über die Kreislaufwirtschaft zu fördern und Begeisterung dafür zu wecken und wurde als Bildungsergänzung an sechs Universitäten in fünf europäischen Ländern eingeführt. Mit dem Ziel, zukünftig ein vollständig geschlossenes System für alle Intralogistikkartons zu erreichen, führten wir außerdem im Laufe des Jahres wiederverwendbaren Kartons in weiteren Logistik- und Rückgabezentren in unserem Netzwerk ein. 2.1.4Steuerungssystem Wir verwenden verschiedene Indikatoren, um unsere Leistung in Einklang mit unseren Konzernzielen zu messen. Dadurch konzentrieren wir uns weiter auf top-line-Wachstum und die Verbesserung der Profitabilität und tätigen gleichzeitig Investitionen, um künftige Wachstumschancen zu ergreifen. Die wichtigsten Kennzahlen (KPIs) werden aus der Prognose unseres Vorstands und der Konzernplanung abgeleitet. Im Rahmen der Konzernplanung werden unsere Finanzkennzahlen kontinuierlich überwacht und monatlich mit unserem Budget verglichen. Zu unseren für die Steuerung der Konzernleistung wesentlichen Kennzahlen gehören GMV (Bruttowarenvolumen), Umsatz, bereinigte(s) EBIT(-Marge) und Capex. Der Vorstand steuert das Unternehmen auf Konzern- sowie Segmentebene. Das GMV ist definiert als Wert aller Waren einschließlich Umsatzsteuer, die nach Stornierungen und Retouren verkauft wurden – dynamisch berichtet29. Es enthält keine B2B-Umsätze (z. B. ZEOS Fulfilment) und keine anderen B2C-Umsätze (z. B. Partnergeschäftsprovisionen, ZMS und Servicegebühren wie Expressliefergebühren). Diese sind nur im Umsatz enthalten. Während das GMV zum Zeitpunkt der Kundenbestellung erfasst wird, wird der Umsatz zum Zeitpunkt der Übertragung der Verfügungsgewalt über die zugesagten Waren oder Dienstleistungen erfasst. Im Gegensatz zu unserem EBIT ist das bereinigte EBIT als EBIT vor anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, vor Restrukturierungskosten, vor akquisitionsbezogenen Aufwendungen und vor wesentlichen nicht operativen Einmaleffekten definiert. Die Capex sind definiert als die Summe der Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und in immaterielle Vermögenswerte ohne Auszahlungen für den Erwerb von Unternehmen.
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Wir verwenden neben diesen wesentlichen finanziellen KPIs auch eine Reihe weiterer wichtiger Kennzahlen zur Steuerung unseres Unternehmens. — Aktive Kund*innen: Aktive Kund*innen sind die Anzahl von Kund*innen, die in den letzten 12 Monaten (bezogen auf den Stichtag) mindestens eine Bestellung aufgegeben haben (ungeachtet von Retouren). Die Anzahl von Kund*innen, die ihre Bestellungen vollständig storniert haben, ist darin nicht berücksichtigt. — Anzahl der Bestellungen: Die Anzahl der Bestellungen entspricht der Anzahl der im Berichtszeitraum von Kund*innen aufgegebenen Bestellungen (ungeachtet von Stornierungen oder Retouren). Eine Bestellung wird an dem Tag berücksichtigt, an dem der*die Kund*in die Bestellung aufgibt. Die Anzahl aufgegebener Bestellungen kann von der Anzahl ausgelieferter Bestellungen abweichen, da sich Bestellungen am Ende des Berichtszeitraums auf dem Transportweg befinden können oder möglicherweise storniert wurden. — Durchschnittliches GMV pro aktivem*r Kund*in: Das durchschnittliche GMV pro aktivem*r Kund*in entspricht dem Durchschnittswert aller Waren einschließlich Umsatzsteuer, die in den letzten 12 Monaten (bezogen auf den Stichtag) nach Stornierungen und Retouren an aktive Kund*innen verkauft wurden. — Durchschnittliche Bestellungen pro aktivem*r Kund*in: Die durchschnittlichen Bestellungen pro aktivem*r Kund*in sind die Anzahl der Bestellungen der letzten 12 Monate (bezogen auf den Stichtag) geteilt durch die Anzahl aktiver Kund*innen. — Durchschnittliche Warenkorbgröße: Die durchschnittliche Warenkorbgröße entspricht dem GMV (einschließlich des Bruttowarenvolumens aus unserem Partnergeschäft) nach Stornierungen und Retouren, einschließlich Umsatzsteuer, geteilt durch die Anzahl an Bestellungen in den letzten 12 Monaten (bezogen auf den Stichtag). 2.1.5Forschung und Entwicklung Wir entwickeln zentrale Software-Bestandteile unserer Plattform selbst. Die Entwicklung bezieht sich auf einen arbeitsintensiven Software-Entwicklungsprozess, der auf das Hinzufügen neuer Funktionalitäten und/oder die Verbesserung der bestehenden Systemlandschaft durch wichtige Systemfunktionalitäten entlang der gesamten Wertschöpfungs- und Prozesskette abzielt. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Technologieplattform die Unternehmensstrategie unterstützt und auf die operativen Prozesse und Systeme abgestimmt ist. Die Entwicklungstätigkeiten werden bei Zalando von verschiedenen Teams von Entwickler*innen für den B2C- und B2B-Bereich durchgeführt. Im B2C-Bereich bietet Zalando ein Multimarken-Einkaufserlebnis für Mode- und Lifestyle- Produkte. Im B2B-Bereich nutzt Zalando seine eigene Logistikinfrastruktur, Software und Dienstleistungen, um Marken und Einzelhändler bei der Steuerung und Skalierung ihrer gesamten E-Commerce-Verkäufe auf und außerhalb der Zalando-Plattform zu unterstützen. Im Geschäftsjahr 2024 erfassten wir aktivierungsfähige Entwicklungskosten in Höhe von 83,7 Mio. EUR (Vorjahr: 74,5 Mio. EUR), wobei sich ein Teil in Höhe von 46,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR) noch in Entwicklung befindet. Wir haben weiterhin in unsere Technologieplattform investiert. Das umfasste die fortlaufende Verbesserung und 30 IIRC Integrated Reporting Framework, Januar 2021, und WICI Intangibles Reporting Framework, September 2016.
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kontinuierliche Innovation bestehender Produkte und Prozesse zur Verwirklichung unserer Vision, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle- Markt aufzubauen. Zalando betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Unsere Software-Entwicklungsabteilungen optimieren die bestehenden Angebote und arbeiten daran, innovative Produkte im Markt zu etablieren. Dementsprechend nimmt Forschung eine untergeordnete Rolle ein und folglich bestehen Forschungskosten nur in unwesentlicher Höhe. 2.1.6Wichtigste immaterielle Ressourcen Unser Berichtsansatz In diesem Abschnitt berichten wir über unsere wichtigsten immateriellen Ressourcen gemäß Artikel 19 Absatz 1 der Richtlinie 2013/34/EU (Bilanzrichtlinie) in der durch die Richtlinie (EU) 2022/2464 (CSRD-Richtlinie) geänderten Fassung, d. h. jene immateriellen Ressourcen, von denen unser Geschäftsmodell grundlegend abhängt. Wir erläutern, in welcher Weise unser Geschäftsmodell grundlegend von diesen Ressourcen abhängt und inwiefern diese Ressourcen eine Wertschöpfungsquelle für Zalando darstellen. Zalando definiert und klassifiziert immaterielle Ressourcen unter Berücksichtigung der Rahmenkonzepte des IIRC und der WICI.30 Immaterielle Ressourcen sind definiert als alle nicht monetären Ressourcen ohne physische Substanz, die allein oder zusammen mit anderen Ressourcen kurz-, mittel- oder langfristig einen positiven oder negativen Einfluss auf den Wert von Zalando haben können. Hierbei kann es sich um in unserer Konzernbilanz angesetzte oder nicht angesetzte immaterielle Ressourcen handeln. Für weitere Einzelheiten zu den angesetzten immateriellen Ressourcen verweisen wir auf die Abschnitte 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung und 3.5.7 (11.) Immaterielle Vermögenswerte. Wir haben immaterielle Ressourcen in drei Hauptkategorien gruppiert: — Sozial- und Beziehungskapital, — Geistiges Kapital und Organisationskapital, — Humankapital. Unser Geschäftsmodell wird in Abschnitt 2.1.1 Geschäftsmodell näher beschrieben. Unsere Vision ist es, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt rund um unsere zwei wichtigsten Wachstumsfelder aufzubauen: Business-to- Consumer (B2C) und Business-to-Business (B2B). Die weiterentwickelte Vision baut auf unseren E-Commerce-Plattformlösungen auf, die wir über die vergangenen 16 Jahre entwickelt haben. Sie ermöglicht uns, einen größeren Teil des wachsenden E-Commerce- Marktes für Mode und Lifestyle zu bedienen und unsere Kunden- und Partnerbeziehungen zu vertiefen. 31 Zalando, Strategie-Update 2024, März 2024.
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Wir haben die wichtigsten immateriellen Ressourcen ermittelt, von denen unser Geschäftsmodell grundlegend abhängt: unsere Kund*innen und Partner, unsere Plattformlösungen und unser Logistiknetzwerk sowie unsere Mitarbeiter*innen. Kurzfristig haben diese immateriellen Ressourcen bereits zur Wertschöpfung von Zalando im Geschäftsjahr 2024 beigetragen und werden auch weiterhin dazu beitragen, dass wir die im Ausblick für das nächste Jahr (siehe Abschnitt 2.4.2 Künftige Entwicklung des Konzerns) formulierten Ziele erreichen. Sie sind zudem aber auch wichtige Ressourcen bei der Umsetzung unserer weiterentwickelten Vision, die von zentraler Bedeutung für unsere mittelfristigen Prognosen und unsere langfristige Ambition sind.31 Deshalb werden wir im Rahmen unserer definierten Wachstumsinitiativen kontinuierlich in diese Bereiche investieren. Wir haben unsere immateriellen Ressourcen in die drei oben dargestellten Kategorien eingeordnet. Zwischen den verschiedenen Kategorien gibt es jedoch immer Überschneidungen. Die Klassifizierung ist daher ermessensbehaftet und beruht auf unserem Verständnis der verschiedenen Kategorien und deren Merkmalen sowie den Merkmalen unserer immateriellen Ressourcen. Außerdem entsteht Wertschöpfung in einem Unternehmen in den meisten Fällen nicht durch eine einzelne Ressource. Sie ist das Ergebnis des Zusammenspiels zwischen immateriellen und materiellen Ressourcen innerhalb des dynamischen Systems eines großen Konzerns wie Zalando. Folglich bestehen grundsätzliche Abhängigkeiten zwischen den Ressourcen, und unser Geschäftsmodell beruht darauf, dass alle unsere Ressourcen erfolgreich zusammenwirken. Es ist daher nicht sinnvoll, einzelne positive oder negative Auswirkungen dieser Ressourcen auf Zalandos Wertschöpfung isoliert zu quantifizieren. Sozial- und Beziehungskapital: unsere Kund*innen und Partner Mit einem Sortiment internationaler Marken und lokaler Label bedienen wir derzeit mehr als 50 Millionen aktive Kund*innen in 25 Märkten. Die vielfältigen Angebote umfassen Mode, Kids & Family, Designer und Sport, Beauty, Lounge by Zalando sowie Pre-owned. Unsere Kund*innen kaufen im Durchschnitt fünfmal pro Jahr bei Zalando ein und geben jährlich rund 295 EUR auf unserer Plattform aus. Auch wenn derzeit etwa 10 % der relevanten europäischen Bevölkerung bereits Zalando-Kund*innen sind und unsere Marke Zalando wertschätzen, besteht noch enormes Potenzial, unseren Marktanteil zu vergrößern. Unser Ziel ist es, quantitativ mehr aktive Kund*innen zu gewinnen und qualitativ unsere Kunden- beziehungen zu vertiefen, indem wir die Qualität, Relevanz und Bandbreite der Mode- und Lifestyle-Angebote von Zalando steigern. Dies wirkt sich unmittelbar auf unser GMV und die Umsatzerlöse im B2C-Segment aus und unterstützt so kurz-, mittel- und langfristig unsere Wachstums- und Profitabilitätsziele. Derzeit macht das B2C-Segment 100 % unseres GMVs und über 90 % unserer Umsatzerlöse aus. Es trägt daher in erheblichem Maße zum zukünftigen Wachstum bei. Um die Anzahl aktiver Kund*innen zu erhöhen, investieren wir in die Bindung bestehender, die Reaktivierung inaktiver und die Gewinnung neuer Kund*innen. Im Einklang mit unserer Ökosystem-Strategie haben wir im Herbst 2024 eine neue Markenpositionierung mit Fokus auf Qualität, Lifestyle und Inspiration vorgestellt. In ihrem Mittelpunkt steht das Ziel, das Stil- und
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Selbstbewusstsein unserer Kund*innen zu stärken und ihre sich wandelnden Bedürfnisse zu erfüllen. Die Neugestaltung wurde im Rahmen der Kampagne „Was ziehe ich an?“ eingeführt und umfasst eine aktualisierte visuelle Markenidentität und eine eigens entwickelte Schriftart, die die Barrierefreiheit verbessert. Außerdem haben wir 2024 unser Treueprogramm Zalando Plus weiterentwickelt, das 2025 auf mehr Märkte und Kund*innen ausgeweitet wird. Hierbei wurde die kostenpflichtige Mitgliedschaft zu einem gebührenfreiem Modell mit einem punktebasierten Angebot aktualisiert, das Kund*innen für ihre Treue belohnt. Weitere Informationen über unser neues Treueprogramm sind dem Abschnitt 2.1.3 Konzernstrategie und 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung zu entnehmen. Im Bereich der Kundenbindung wollen wir uns durch Qualität differenzieren. Qualität betrifft jede Phase der Customer Journey, indem wir ein relevantes Sortiment, ein maßgeschneidertes digitales Erlebnis, nachhaltige und inklusive Auswahlmöglichkeiten sowie personalisierten Komfort bieten, mit dem Ziel, das bestmögliche Einkaufserlebnis in den Bereichen Mode und Lifestyle zu bieten und eine vertrauenswürdige europäische Marke zu sein. Wir konzentrieren uns darauf, Inhalte in den Handel zu integrieren, indem wir personalisierte Inspiration und Unterhaltung bieten. Zalando nutzt Daten und Technologie, um ansprechende Inhalte zu erstellen, aufbauend auf der Übernahme von Highsnobiety im Jahr 2022 und der Einführung von „Stories on Zalando“ im Jahr 2023. Unsere Markenpartnerschaften und unser Plattformansatz bleiben essentiell für unsere Geschäftsstrategie. Diese engen Partnerschaften ermöglichen es uns, unseren Kund*innen ein kuratiertes Sortiment anzubieten und erhebliche Vorteile für Kund*innen und Partner sowie für Zalando zu schaffen. Bei der Bereitstellung personalisierter und inspirierender Inhalte sind wir grundsätzlich auf die Daten angewiesen, die wir von unseren Kund*innen und Partnern erheben. Wir bauen unsere Daten- und Analysekapazitäten laufend weiter aus, um sicherzustellen, dass wir fundierte Kaufentscheidungen ermöglichen können. Ebenso wichtig ist es uns, die Datenqualität weiter zu verbessern und unsere Systeme und Daten durch zusätzliche Investitionen in den Schutz vor Datenschutzverletzungen und einer Weitergabe an Unbefugte zu schützen. Zalando unterliegt sowohl europäischen als auch nationalen Datenschutzvorschriften und verfolgt Änderungen der Gesetzgebung genau, um die regulatorischen Anforderungen ordnungsgemäß umzusetzen. Die gesetzmäßige Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von Daten ist für uns von grundlegender Bedeutung, da sie sowohl für die Daten unserer Partner als auch insbesondere für unsere Kund*innen und deren Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen von wesentlicher Bedeutung ist. Weitere Informationen über Verbraucher*innen und Endnutzer*innen enthält der Abschnitt 2.8.3 Sozialinformationen (ESRS S1–S4) unserer Nachhaltigkeitserklärung. Geistiges Kapital und Organisationskapital: unsere Plattformlösungen und unser Logistiknetzwerk In den vergangenen 16 Jahren hat Zalando ein innovatives digitales Einkaufserlebnis erschaffen, das Kund*innen und Partner miteinander verbindet und den Kern unseres Geschäftsmodells darstellt. Wir entwickeln zentrale Software-Bestandteile unserer Plattform selbst. Hierbei handelt es sich um einen laufenden Prozess, der durch das Hinzufügen neuer Funktionalitäten und die Verbesserung der bestehenden Systemlandschaft gekennzeichnet ist. Dadurch wird sichergestellt, dass unsere Technologieplattform unsere Strategie
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unterstützt und auf die operativen Prozesse und Systeme abgestimmt ist. Im Geschäftsjahr 2024 aktivierten wir Entwicklungskosten in Höhe von 83,7 Mio. EUR. Sie betrafen hauptsächlich die kurz- bis mittelfristige Sicherstellung eines hochmodernen digitalen Erlebnisses, etwa durch die Einführung eines KI-gestützten Fashion Assistant. Außerdem arbeiten wir weiter daran, unseren Kund*innen ganz reale Probleme, wie die Suche nach der richtigen Größe und Passform, abzunehmen. Hierzu nutzen wir eine KI-basierte Größenempfehlungsfunktion, die von dem 2020 übernommenen Züricher Tech-Hub Fision entwickelt wurde und Kund*innen dabei hilft, die richtige Größe und Passform basierend auf ihren eigenen Körpermaßen zu finden. Mittel- bis langfristig wollen wir generative KI noch stärker einzusetzen, um das Kundenerlebnis weiter zu verbessern. Darüber hinaus werden wir durch den zügigen Aufbau unseres neuen Technologiezentrums in China auf die dortige Expertise im Bereich Social Commerce zurückgreifen. Mit unserem europaweiten Logistiknetzwerk können wir unsere Kund*innen von 13 Logistikzentren aus schnell und reibungslos beliefern. Beim Aufbau dieser Infrastruktur haben wir verschiedene Standorte sorgfältig begutachtet, um jene auszuwählen, die unsere Bedürfnisse am besten erfüllen. Dadurch stellen wir sicher, dass wir in der Nähe unserer Kund*innen sind, um diese noch schneller beliefern zu können. Darüber hinaus werden die Logistikzentren zu einem Netzwerk verbunden, das eine flexible Kapazitätsplanung und Verlagerung von Kapazitäten zwischen den Zentren ermöglicht. Wir können fast jede*n Kund*in, jeden Markt und jeden Partner von jedem Zentrum in unserem Netzwerk aus bedienen. Die Basis hierfür bildet unser selbst entwickeltes Logistikmanagementsystem, das wir in der dritten Version in unseren neuesten Logistikzentren in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland eingeführt haben oder noch einführen werden. Dieses Netzwerk stellen wir im B2B-Bereich all unseren Marken und Handelspartnern auf oder außerhalb der Zalando Plattform zur Verfügung und dient ihnen als zentraler Wegbereiter für ihre E-Commerce-Transaktionen. Im Jahr 2023 haben wir die Marke ZEOS eingeführt. ZEOS Fulfilment ist ein Betriebssystem für die Mode- und Lifestyle-Branche, das es Marken und Handelspartnern ermöglicht, ihre Multi-Channel-Geschäfte in ganz Europa über eine einheitliche Plattform zu steuern. ZEOS Fulfilment kann Bestellungen abwickeln, die über neun große E-Commerce-Plattformen sowie markeneigene Online-Shops getätigt werden. Rund 10 % der Umsatzerlöse von Zalando entfallen bereits auf das B2B-Segment. Wir gehen davon aus, dass ZEOS Fulfilment weiter an Fahrt aufnehmen und Kund*innen und Marken eine Fülle weiterer, für alle Seiten profitable Chancen eröffnen wird. Mittelfristig wird B2B daher überproportional zum angestrebten Umsatzwachstum des Konzerns beitragen. Die Modebranche befindet sich derzeit im Wandel. Als Unternehmen wollen wir zu diesem Transformationsprozess beitragen, indem wir eine nachhaltigere Zukunft der Modebranche als Wegbereiter aktiv vorantreiben. Unsere Organisationsstruktur ermöglicht uns ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und stärkt so die Resilienz unseres Geschäftsmodells. Langfristig haben wir die Ambition, Netto-Null-Treibhausgas-Emissionen bis 2040 für unsere eigene Geschäftstätigkeit und Eigenmarken und Netto-Null-Emissionen bis 2050 für die gesamte Wertschöpfungskette des Konzerns zu erreichen (siehe 2.1.3 Konzernstrategie). Weitere Informationen über Innovation und zu Partnerschaften sind dem Abschnitt 2.8.4 Governance- Informationen (ESRS G1) unserer Nachhaltigkeitserklärung zu entnehmen.
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Humankapital: unsere Mitarbeiter*innen Unsere Mitarbeiter*innen nehmen eine Schlüsselrolle ein, indem sie die Schaffung und Erweiterung unsere Ressourcen ermöglichen, und tragen damit zur Wertgenerierung für das Unternehmen bei. Gegenwärtig hat Zalando über 15.000 direkt Beschäftigte. Eine weitaus größere Zahl ist bei unseren Partnern, Lieferanten und Dienstleistern indirekt für unser Unternehmen tätig. Rund 3.000 Mitarbeiter*innen arbeiten in unseren Tech-Abteilungen am Ausbau unserer technologischen Kapazitäten. Mehr als 5.500 Mitarbeiter*innen in unseren Logistikzentren in Deutschland sorgen für den Lieferkomfort unserer Kund*innen im B2C- Geschäft und treiben unser B2B-Geschäft voran. Auch wenn der größte Teil unserer Mitarbeiter*innen (rund 7.800) in Berlin arbeitet, haben wir eine sehr vielfältige Belegschaft, die sich aus rund 140 verschiedenen Nationen zusammensetzt. Rund 47 % unserer Mitarbeiter*innen und 37 % unserer Führungskräfte sind Frauen. Wir möchten einen inklusiven Arbeitsplatz mit Chancengleichheit für alle schaffen. Das beginnt bereits bei unseren Einstellungsrichtlinien, um eine integrative Einstellung zu gewährleisten und potenzielle Vorurteile zu reduzieren. Diese Vision bestimmt auch, wie wir einen modernen und inklusiven Arbeitsplatz physisch gestalten. Darüber hinaus gibt sie klare Leitlinien vor, welches Verhalten wir von unseren Mitarbeiter*innen erwarten (unser Ethikkodex), legt die arbeitsbezogenen Standards fest, an die sich wir und unsere Geschäftspartner halten müssen (unser Verhaltenskodex), und definiert die Grundsätze unserer Unternehmenskultur, die uns bei täglichen Entscheidungen leiten (unser Founding Mindset). Schließlich haben wir eine Richtlinie zum Bereich Beförderung und Entwicklung eingeführt. Sie beruht auf dem Instrument des Feedbacks, um regelmäßig die Arbeitsleistung fair und transparent zu beurteilen und individuelle Entwicklungswege zu definieren. Wir haben Zalando als eine attraktive Marke für Fach- und Führungskräfte positioniert. Dies gewährleistet, dass wir Zugang zu Fähigkeiten, Kompetenzen und Kenntnissen haben, die wir zur Umsetzung unserer Geschäftsmodelle benötigen. Weitere Informationen zu unserer Unternehmensführung sind dem Abschnitt 2.8.4 Governance-Informationen (ESRS G1) unserer Nachhaltigkeitserklärung zu entnehmen. Unsere Vision, eine Modeplattform zu sein, die alle willkommen heißt, beinhaltet nicht nur die Festlegung von Standards für unsere eigenen Mitarbeiter*innen, sondern auch die Verpflichtung, ein Unternehmen aufzubauen, in dem Respekt und inklusives Verhalten selbstverständlich sind. Daran knüpft auch unsere Ambition an, Arbeitnehmer*innen weiter durch menschenwürdige Arbeit zu stärken. Dafür vertiefen wir die Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und bei unseren Partnern und entwickeln unsere Einkaufspraktiken und Systeme für Vergütungsmanagement bei unseren Eigenmarken bis 2028 weiter. Diese Ambitionen werden unser Geschäftsmodell unterstützen, indem sie mögliche negative Auswirkungen für Zalando im Zusammenhang mit den Arbeitskräften unseres Unternehmens und unserer Partner reduzieren. Weitere Informationen über unsere eigenen Arbeitskräfte und die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette enthält der Abschnitt 2.8.3 Sozialinformationen (ESRS S1–S4) unserer Nachhaltigkeitserklärung. 32 OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024. 33 OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024. 34 Europäische Zentralbank, Januar 2025. 35 Deutsche Bundesbank: Monatsbericht, Januar 2025. 36 OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024. 37 Europäische Kommission, Januar 2025.
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2.2Wirtschaftsbericht 2.2.1Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft blieb stabil, während die Inflation weiter zurückging. Der Welthandel belebt sich. Die geringere Inflation stützt die Realeinkommen und Ausgaben der privaten Haushalte. Allerdings liegt das Verbrauchervertrauen in vielen Ländern immer noch unter dem Vor- Pandemie-Niveau. Die Arbeitsmarktlage hat sich mittlerweile entspannt, die Arbeitslosen- quoten liegen immer noch in der Nähe ihrer historischen Tiefstände. Die Realzinsen sind weiterhin erhöht, sinkende Nominalrenditen lösen jedoch eine frühzeitige Erholung der Wohnungs- und Kreditmärkte aus. In vielen Industrie- und Schwellenländern sinkt die Inflation trotz des anhaltenden Preisauftriebs im Dienstleistungssektor in Richtung der Zielwerte. 32 Das weltweite BIP lag 2024 bei 3,2 %, für 2025 wird ein leichter Anstieg auf 3,3 % prognostiziert. Im Euroraum war die BIP-Wachstumsrate 2024 mit 0,8 % geringer, wobei nach Angaben der OECD für 2025 eine leichte Verbesserung auf 1,3 % erwartet wird. 33 In den letzten zwei Jahren ist die Sparquote der privaten Haushalte im Euroraum stark angestiegen, was auf eine Kombination aus steigenden Realeinkommen, höheren Immobilienzinsen und negativen Effekten auf das Realvermögen zurückzuführen ist. Durch die stark gestiegenen Bruttoeinkommen infolge des Lohnwachstums und höheren Nichterwerbseinkommens konnten die privaten Haushalte mehr Geld zur Seite legen. Die höheren Realzinsen machen das Sparen wieder attraktiver und veranlassen die Haushalte, ihre Ersparnisse zu erhöhen. Der Rückgang des Realvermögens, beispielsweise durch sinkende Immobilienpreise, schafft zusätzliche Sparanreize für private Haushalte, um sich vorsorglich gegen wirtschaftliche Unsicherheiten finanziell abzusichern. 34 Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) ist das BIP in Deutschland im Jahr 2024 um 0,2 % gesunken, nachdem es im Jahr 2023 bereits um 0,3 % geschrumpft war. Dieser weitere Rückgang der Wirtschaftsleistung war auf mehrere wesentliche Faktoren, darunter den stärkeren Wettbewerb in wichtigen Exportmärkten, die anhaltend hohen Energiekosten und das hohe Zinsniveau, zurückzuführen. 35 Die jährliche Verbraucherpreisinflation im Euroraum lag im Dezember 2024 bei 2,4 %. Damit nähert sie sich dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank von 2 % an und liegt deutlich unter dem Höchstwert von 10,6 % im Oktober 2022. 36 Das Verbrauchervertrauen in der Region hat sich leicht erholt, von –16,0 zu Jahresbeginn auf –14,5 Punkten zum Jahresende. Trotz dieses Fortschritts bleibt der Wert aber unterhalb des seit 2000 37 erfassten langfristigen Durchschnitts von –11,7 Punkten. Nach zwei Rezessionsjahren sind auf dem deutschen Online-Modemarkt Anzeichen einer Erholung erkennbar. 2024 stiegen die E-Commerce-Umsätze für Bekleidung und Schuhe um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr auf einen Gesamtwert von 18,6 Mrd. EUR einschließlich 38 BEVH-Pressemitteilung, Januar 2025. 39 Textilwirtschaft, Januar 2025.
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Umsatzsteuer. 38 Nach einer Zeit zweistelliger Rückgänge stellt dies eine positive Trendwende für die Branche dar. Der stationäre Handel in Deutschland beendete das Jahr mit einem Nullwachstum. 39 2.2.2Geschäftsverlauf 2024 war ein Jahr der Erholung und der Rückkehr zum Wachstum. Bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie sinkende Inflation und steigende Löhne stützten den Konsum. Dieser positive Trend schlug sich branchenweit in höheren Konsumausgaben nieder, wobei vor allem die Ausgaben für Online-Käufe nach zwei schwierigen Jahren wieder zunahmen. Nach den Herausforderungen des Jahres 2023 kehrte Zalando 2024 erfolgreich auf den Wachstumspfad zurück. Die konsequente Ausrichtung auf eine optimierte Bestandsverwaltung und die daraus resultierenden besseren Abverkaufsquoten wirkten sich günstig auf unsere Bruttogewinnmarge im Jahr 2024 aus. Das Management unserer Kostenpositionen bildete auch 2024 einen Schwerpunkt, sodass die Fulfilmentkosten weiter zurückgingen. Gleichzeitig haben wir unsere Marketinginvestitionen an die höhere Nachfrage angepasst. Der Anteil der Marketingkosten hat entsprechend zugenommen. Es ist uns gelungen, unseren aktiven Kundenstamm im Jahresvergleich um 4,5 % auf einen neuen Rekordwert von 51,8 Mio. aktiven Kund*innen zum Ende des Jahres 2024 (Vorjahr: 49,6 Mio.) zu erhöhen. Im Rahmen unserer aktualisierten Strategie, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen, haben wir weiterhin gezielt in strategische Wachstumsinitiativen investiert. Dazu zählen die Weiterentwicklung unseres Treueprogramms, die Aufwertung bestimmter Kategorien, beispielsweise Zalando Sports, und die kontinuierliche Erweiterung des Kundenerlebnisses über die reine Transaktion hinaus. Unser Ziel ist es, die Suche nach Mode zu einer Quelle für Inspiration und Unterhaltung zu machen. Darüber hinaus investieren wir weiter in unser europäisches Logistiknetzwerk, das unser zukünftiges Wachstum im B2C- und B2B-Bereich unterstützt. Anfang Oktober nahmen wir unser neues Logistikzentrum in der Nähe von Paris in Betrieb. 2026 folgt ein weiteres Lagerzentrum bei Frankfurt, das unser Wachstum mittelfristig unterstützen wird. Der B2B- Bereich setzt seinen Kurs eines zweistelligen Umsatzwachstums mit ZFS als wichtigstem Umsatzträger fort. Im Jahr 2024 haben wir weitere Vertriebskanäle in ZEOS aufgenommen. Diese Erweiterung macht das Angebot für unsere Partner noch wertvoller. Mit dem ZEOS Multi-Channel-Fulfillment decken wir nun neben dem eigenen E-Commerce-Kanal neun Marktplätze ab. Dank unserer Fokussierung auf bestimmte strategische Wachstumsmöglichkeiten beendeten wir das erste Jahr unserer Ökosystem-Strategie mit einem GMV-Wachstum von 4,5 % gegenüber dem Vorjahr auf 15,3 Mrd. EUR (Vorjahr: 14,6 Mrd. EUR). Der Konzern verzeichnete Umsatzerlöse in Höhe von 10,6 Mrd. EUR (Vorjahr: 10,1 Mrd. EUR), was einen Anstieg um 4,2 % gegenüber 2023 darstellt. 2024 steigerten wir das bereinigte EBIT deutlich auf 511,1 Mio. EUR (Vorjahr: 349,9 Mio. EUR). Das entspricht einer verbesserten bereinigten EBIT- Marge von 4,8 % (Vorjahr: 3,5 %).
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Mit unseren Markenpartnerschaften eröffnen wir unseren Kund*innen eine Welt voller Möglichkeiten. Aus diesem Grund ist unsere Plattformstrategie weiterhin ein integraler Bestandteil unserer Ökosystem-Strategie. Durch eine Kombination aus unserem Retail- und Partnergeschäft wollen wir Einzelhändlern und Marken den Zugang zu unserer Plattform erleichtern. Die Einbeziehung unserer Partner bei der Festlegung und Umsetzung bedeutender Emissionsreduktionsziele ist entscheidend dafür, dass wir unsere eigene Netto-Null-Ambition erreichen. Im Jahr 2024 setzten wir unsere Arbeit zur Reduzierung der Scope-3-Treibhaus- gasemissionen fort. Um unsere Bemühungen zu verstärken, haben wir neue Partner wie ASOS, Selfridges Group, Boozt und Cascale in unsere Initiative FASHION LEAP FOR CLIMATE aufgenommen. Die Online-Lernplattform unterstützt Markenpartner bei der Festlegung wissenschaftlich fundierter Ziele zur Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus haben wir Science Based Targets in alle Vertragsverhandlungen mit Verpackungs- lieferanten als verbindliches Kriterium integriert. Im März 2024 haben wir die Umstellung von Kunststoff- auf Papierversandtaschen weiter vorangebracht und die Verwendung von Einwegplastik in der eigenen Geschäftstätigkeit erheblich reduziert. Darüber hinaus haben wir weitere Schritte zur Anwendung der Grundsätze der Kreislaufwirtschaft in der Stufe „Den Kreislauf schließen“ unternommen. Um ein geschlossenes System für alle Intralogistikboxen zu erreichen, führten wir das System wiederverwendbarer Kartonboxen 2024 in weiteren Logistik- und Rückgabezentren in unserem Netzwerk ein. Dadurch konnten die Verpackungen um 1.614 Tonnen reduziert werden. Die Umsetzung soll bis 2025 in den meisten Logistik- und Rückgabezentren abgeschlossen sein. Wir möchten „inclusive by design“ sein und legen den Fokus auf Qualitätsangebote als Differenzierungsmerkmal entlang der gesamten Customer Journey für Kund*innen und Markenpartner, die ihnen ein hochwertiges Einkaufserlebnis bietet. Für uns bedeutet dies auch, dass wir unsere Kund*innen befähigen, fundierte Kaufentscheidungen bei adaptiver Mode zu treffen. 2024 boten wir unseren Programmierer*innen, Produktdesigner*innen, Spezialist*innen und Designer*innen von Eigenmarken spezielle Schulungen zu Barrierefreiheit und adaptiver Mode an. Darüber hinaus haben wir unser Modeangebot mit adaptiver Trainingskleidung sowie adaptiver Mode und adaptiven Schuhen für Kinder erweitert und unsere Zusammenarbeit mit Markenpartnern im D&I-Bereich ausgebaut. Mittlerweile führen wir mehr als 600 adaptive Kleidungsstücke von Zalandos Eigenmarken und Markenpartnern, darunter Tommy Hilfiger, Nike, Friendly Shoes, BOSS, Adidas und Skechers. Wir möchten ein Sortiment anbieten, in dem sich alle Haut- und Haartypen wiederfinden. Bisher haben wir 57 Marken aufgenommen, die aus der Schwarzen Community stammen oder sich an Schwarze Menschen richten. „black|Up“ ist zum Beispiel eine Black-owned Kosmetikmarke, die sich auf Make-up für dunkle Hauttöne spezialisiert hat. 2024 haben wir zudem ein Accelerator-Programm für Black-owned Brands gestartet. Damit unterstützen wir gezielt kleine Black-owned Modemarken, die auf große E-Commerce-Plattformen wie Zalando expandieren möchten. 40 Ehemals Wholesale- und Offprice-Geschäft.
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2.2.3Wirtschaftslage Finanzielle Entwicklung des Konzerns Wie oben beschrieben war 2024 ein Jahr mit gedämpftem BIP-Wachstum, niedrigerer Inflation und höheren verfügbaren Realeinkommen. Die Online-Ausgaben für Mode profitierten von der allgemeinen Entwicklung des Online-Handels, der nach zwei schwierigen Jahren erstmals wieder zugelegt hat. Zalando ist im ersten Umsetzungsjahr seiner Ökosystem-Strategie die Rückkehr zu Wachstum gelungen. Das GMV stieg um 4,5 %. Der Umsatz folgte diesem Trend und lag im Jahresvergleich um 4,2 % höher. Im Rahmen der Bestandsverwaltung haben wir unser saisonales Angebot durch gezielte Auswahl stärker kuratiert und so die Abverkaufs- quoten verbessert. Dies spiegelte sich in den besseren Ergebnissen im Retail-Geschäft 40 wider, das 2024 ein positives Wachstum verzeichnete und zur höheren Bruttogewinnmarge des Konzerns beitrug. Gleichzeitig setzte sich die starke Entwicklung unseres Partner- geschäfts fort. Effizienzsteigerungen im Bereich Logistik hatten ebenfalls einen Anteil daran, dass wir die bereinigte EBIT-Marge trotz höherer Marketingausgaben verbessern konnten. Insgesamt ist es uns gelungen, unsere Profitabilität zu erhöhen. Dies äußert sich in einem deutlichen Anstieg des bereinigten EBIT auf 511,1 Mio. EUR (Vorjahr: 349,9 Mio. EUR) und der bereinigten EBIT-Marge auf 4,8 % (Vorjahr: 3,5 %). Das Periodenergebnis belief sich auf 251,1 Mio. EUR (Vorjahr: 83,0 Mio. EUR).
| Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | ||||||||||
| in Mio. EUR | 2024 | In % vom Umsatz | 2023 | In % vom Umsatz | Verände- rung | |||||
| GMV | 15.296,2 | 144,7 % | 14.631,0 | 144,2 % | 0,4 pp | |||||
| Umsatzerlöse | 10.572,5 | 100,0 % | 10.143,1 | 100,0 % | 0,0 pp | |||||
| Umsatzkosten | -6.270,5 | -59,3 % | -6.212,7 | -61,3 % | 1,9 pp | |||||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.302,0 | 40,7 % | 3.930,4 | 38,7 % | 1,9 pp | |||||
| Fulfillmentkosten | -2.418,4 | -22,9 % | -2.458,3 | -24,2 % | 1,4 pp | |||||
| Marketingkosten | -979,2 | -9,3 % | -752,5 | -7,4 % | -1,8 pp | |||||
| Verwaltungskosten | -513,3 | -4,9 % | -490,8 | -4,8 % | 0,0 pp | |||||
| Sonstige betriebliche Erträge | 20,9 | 0,2 % | 20,6 | 0,2 % | 0,0 pp | |||||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -20,1 | -0,2 % | -58,5 | -0,6 % | 0,4 pp | |||||
| EBIT | 391,9 | 3,7 % | 190,9 | 1,9 % | 1,8 pp | |||||
| Anteilsbasierte Vergütungen | 82,4 | 0,8 % | 83,0 | 0,8 % | 0,0 pp | |||||
| Akquisitionsbezogene Aufwendungen | 30,5 | 0,3 % | 19,4 | 0,2 % | 0,1 pp | |||||
| Einmaleffekte | 6,3 | 0,1 % | 24,2 | 0,2 % | -0,2 pp | |||||
| Restrukturierungskosten | 0,0 | 0,0 % | 32,4 | 0,3 % | -0,3 pp | |||||
| Bereinigtes EBIT | 511,1 | 4,8 % | 349,9 | 3,5 % | 1,4 pp |
41 Die Aussagen zur Quartalsentwicklung von GMV und Umsatz sind ungeprüft.
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Die wichtigsten Kennzahlen haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
| Kennzahlen | ||||||
| 2024 | 2023 | Veränderung | ||||
| Leistungsindikatoren | ||||||
| Bruttowarenvolumen (GMV*) (in Mio. EUR) | 15.296,2 | 14.631,0 | 4,5 % | |||
| Umsatzerlöse (in Mio. EUR) | 10.572,5 | 10.143,1 | 4,2 % | |||
| Bereinigtes EBIT (in Mio. EUR) | 511,1 | 349,9 | 46,0 % | |||
| Bereinigte EBIT-Marge (in %) | 4,8 | 3,5 | 1,4 pp | |||
| EBIT (in Mio. EUR) | 391,9 | 190,9 | >100 % | |||
| EBIT-Marge (in %) | 3,7 | 1,9 | 1,8 pp | |||
| Capex (in Mio. EUR) | -206,9 | -263,2 | -21,4 % | |||
| Aktive Kund*innen (LTM**) (in Mio.) | 51,8 | 49,6 | 4,5 % | |||
| Anzahl Bestellungen (in Mio.) | 251,0 | 244,8 | 2,5 % | |||
| Durchschnittliches GMV* pro aktivem*r Kund*in (LTM**) (in EUR) | 295,4 | 295,2 | 0,1 % | |||
| Durchschnittliche Bestellungen pro aktivem*r Kund*in (LTM**) | 4,8 | 4,9 | -1,9 % | |||
| Durchschnittliche Warenkorbgröße (LTM**) (in EUR) | 60,9 | 59,8 | 2,0 % |
pp = Prozentpunkte Für den Geschäftsbericht gilt: Bei Prozentangaben und Zahlen können Rundungsdifferenzen auftreten. *) Das GMV (Gross Merchandise Volume, zu Deutsch: Bruttowarenvolumen) ist definiert als Wert aller Waren einschließlich Umsatzsteuer, die nach Stornierungen und Retouren an Kund*innen verkauft wurden – dynamisch berichtet. Es enthält keine B2B-Umsätze (z. B. ZEOS Services) und keine anderen B2C-Umsätze (z. B. Partnergeschäftsprovisionen, ZMS und Servicegebühren wie Expressliefergebühren). Diese sind nur im Umsatz enthalten. GMV wird bezogen auf den Zeitpunkt der Kundenbestellung erfasst. Aufgrund der dynamischen Berichterstattung von GMV können die Vorjahreszahlen von vorherigen veröffentlichten Berichten abweichen. **)LTM = last twelve months, berechnet auf Grundlage der letzten 12 Monate. Ertragslage 41
| GMV-Entwicklung nach Quartalen (2020–2024) |
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| Umsatzentwicklung nach Quartalen (2020–2024) |
Unser GMV stieg 2024 um 4,5 % auf 15.296,2 Mio. EUR (Vorjahr: 14.631,0 Mio. EUR), bedingt durch günstige saisonale Handelsmuster und eine erfolgreiche Nachfragegenerierung für unsere Lifestyle-Angebote, wie zum Beispiel im Sportbereich und bei Kids & Family. Hinzu kam die allgemeine Stabilisierung der Online-Verkäufe. Zum 31. Dezember 2024 belief sich die Anzahl aktiver Kund*innen auf 51,8 Millionen, im Vergleich zu 49,6 Millionen im Vorjahr. Das entspricht einer Zunahme um 4,5 %. Das GMV pro aktivem*r Kund*in blieb mit 295,4 EUR (+0,1 %) im Wesentlichen stabil. Die durchschnittliche Warenkorbgröße stieg 2024 um 2,0 % auf 60,9 EUR und kompensierte die geringere durchschnittliche Anzahl von Bestellungen pro aktivem*r Kund*in von 4,8 (–1,9 % ggü. 2023). Darüber hinaus beobachten wir, dass Kund*innen unser vielfältiges Angebot in den Bereichen Fashion, Beauty, Designer, Sports, Kids & Family, Lounge by Zalando und Pre- owned annehmen. Der Umsatz erhöhte sich um 4,2 % auf 10.572,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10.143,1 Mio. EUR) aufgrund einer positiven Entwicklung des GMV in unserem Retail-Geschäft, eines kontinuierlich wachsenden Partnergeschäfts und eines starken Umsatzwachstums im B2B- Bereich. Im Jahr 2024 konnten wir den Anteil unseres Partnergeschäfts am GMV um weitere 6,7 % steigern. Damit liegt der GMV-Anteil des Partnergeschäfts jetzt bei 34,3 % im Vergleich zu 33,6 % im Vorjahr. Der Unterschied zwischen GMV und Umsatzentwicklung ist durch unser Partner-Geschäftsmodell bedingt, in dem die Verkaufspreise vollständig in der GMV-Kennzahl abgebildet werden, wohingegen die Umsatzerlöse nur die Provisionserträge auf die Verkaufspreise beinhalten. Zudem werden die Umsatzerlöse aus der Bereitstellung von ZMS sowie aus unserem B2B-Segment einschließlich Zalando Fulfilment Solutions (ZFS) und unserem neu eingeführten Multi-Channel-Geschäft zwar in den Umsatzerlösen, aber nicht im GMV berücksichtigt. Die Umsatzkosten stiegen im Jahresvergleich nur leicht um 0,9 % von 6.212,7 Mio. EUR auf 6.270,5 Mio. EUR. Die Optimierung der Bestandsverwaltung führte zu besseren
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Abverkaufsquoten, mit positivem Einfluss auf die Bruttogewinnmarge, die sich gegenüber dem Vorjahr auf 40,7 % (Vorjahr: 38,7 %) verbesserte. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Fulfilmentkosten 2024 im Verhältnis zum Umsatz um 1,4 Prozentpunkte von 24,2 % auf 22,9 %. Dies ist auf eine verbesserte Wirtschaftlichkeit von Bestellungen, unter anderem bezogen auf eine höhere durchschnittliche Warenkorbgröße und Kostensenkungen sowie auf die Skalierung unseres ZEOS Fulfilment-Geschäfts, zurückzuführen. Die Marketingaufwendungen stiegen um 226,7 Mio. EUR auf 979,2 Mio. EUR. Somit ergibt sich ein Marketingkostenverhältnis von 9,3 %, was einen Anstieg um 1,8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Wir haben die Investitionen in Performance Marketing strategisch erhöht, um die bessere Umsatzdynamik zu nutzen. Darüber hinaus haben wir mehrere wichtige Kampagnen gestartet, um die Nachfrage anzukurbeln und die Markenbekanntheit zu erhöhen. Die Verwaltungskosten stiegen von 490,8 Mio. EUR im Jahr 2023 auf 513,3 Mio. EUR im Jahr 2024. Grund hierfür sind einmalige akquisitionsbezogene Aufwendungen, insbesondere Beratungshonorare im Zusammenhang mit dem laufenden Übernahmeangebot für ABOUT YOU, sowie Einmaleffekte aus der Bewertung von Vermögenswerten aus Nutzungsrechten. Im Verhältnis zum Umsatz blieben die Verwaltungskosten mit 4,9 % stabil. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 20,1 Mio. EUR (Vorjahr: 58,5 Mio. EUR). Hauptgrund hierfür sind die mit dem „Programm“ im Jahr 2023 verbundenen Kosten, welche die Aufwendungen für Abfindungszahlungen und bezahlte Freistellungen sowie angefallene Beratungskosten umfassten. Basierend auf einer verbesserten Bruttogewinnmarge und Kosteneffizienz erzielten wir 2024 ein deutlich besseres bereinigtes EBIT (EBIT vor Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, vor Restrukturierungskosten, vor akquisitionsbezogenen Aufwendungen und vor wesentlichen nicht operativen Einmaleffekten) in Höhe von 511,1 Mio. EUR (Vorjahr: 349,9 Mio. EUR). Die EBIT-Bereinigungen in Höhe von 119,2 Mio. EUR (Vorjahr: 159,1 Mio. EUR) resultieren hauptsächlich aus anteilsbasierten Vergütungen, den höheren akquisitionsbezogenen Aufwendungen infolge des ABOUT YOU- Übernahmeangebots sowie Effekten aus der Bewertung von Vermögenswerten aus Nutzungsrechten, die nicht mehr für unser eigenes Geschäft genutzt werden sollen (im Vorjahreszeitraum auch aus Restrukturierungskosten für unser „Programm“). Die bereinigte EBIT-Marge verbesserte sich auf 4,8 % (Vorjahr: 3,5 %). Unser Finanzergebnis 2024 in Höhe von –23,9 Mio. EUR (Vorjahr: –38,0 Mio. EUR) enthält im Wesentlichen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von 93,4 Mio. EUR (Vorjahr: 85,6 Mio. EUR) sowie Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 75,7 Mio. EUR (Vorjahr: 46,5 Mio. EUR). Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf das höhere Anlagevolumen in Euro zurückzuführen, das sich auf die Zinserträge aus Geldmarktfonds und Einlagen auswirkte. 42 Weitere Informationen können den Abschnitten 2.1.2 Konzernstruktur und 2.1.3 Konzernstrategie entnommen werden.
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Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von –116,9 Mio. EUR (Vorjahr: –69,9 Mio. EUR) umfassen laufende Steuern in Höhe von –144,4 Mio. EUR (Vorjahr: –78,5 Mio. EUR) bei einem Ergebnis vor Steuern von 368,0 Mio. EUR (Vorjahr: 152,9 Mio. EUR) sowie latente Steuern in Höhe von 27,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,5 Mio. EUR). Das Periodenergebnis des Konzerns belief sich auf 251,1 Mio. EUR (Vorjahr: 83,0 Mio. EUR). Ergebnisse nach Segmenten Die Segmentergebnisrechnung unseres Konzerns stellt sich wie folgt dar:
| Konzern-Segmentergebnisrechnung 2024 | ||||||||||
| in Mio. EUR | B2C | B2B | Summe | Überleitung | Summe Konzern | |||||
| GMV | 15.296,2 | – | 15.296,2 | 0,0 | 15.296,2 | |||||
| (Vorjahr) | (14.631,0) | – | (14.631,0) | (0,0) | (14.631,0) | |||||
| Umsatzerlöse | 9.657,7 | 952,6 | 10.610,3 | -37,8 | 10.572,5 | |||||
| (Vorjahr) | (9.301,8) | (854,4) | (10.156,2) | (-13,1) | (10.143,1) | |||||
| davon zwischen den Segmenten | 0,0 | 37,8 | 37,8 | -37,8 | 0,0 | |||||
| (Vorjahr) | (0,0) | (13,1) | (13,1) | (-13,1) | (0,0) | |||||
| Bereinigtes EBIT | 488,7 | 22,8 | 511,5 | -0,4 | 511,1 | |||||
| (Vorjahr) | (310,8) | (39,2) | (349,9) | (0,0) | (349,9) | |||||
| Bereinigte EBIT-Marge | 5,1 % | 2,4 % | 4,8 % | – | 4,8 % | |||||
| (Vorjahr) | (3,3 %) | (4,6 %) | (3,4 %) | – | (3,5 %) | |||||
| Anteilsbasierte Vergütungen | 74,2 | 8,2 | 82,4 | 0,0 | 82,4 | |||||
| (Vorjahr) | (76,7) | (6,3) | (83,0) | (0,0) | (83,0) | |||||
| Akquisitionsbezogene Aufwendungen | 14,0 | 16,5 | 30,5 | 0,0 | 30,5 | |||||
| (Vorjahr) | (1,8) | (17,6) | (19,4) | (0,0) | (19,4) | |||||
| Einmaleffekte | 6,3 | 0,0 | 6,3 | 0,0 | 6,3 | |||||
| (Vorjahr) | (24,2) | (0,0) | (24,2) | (0,0) | (24,2) | |||||
| Restrukturierungskosten | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||||
| (Vorjahr) | (31,5) | (0,9) | (32,4) | (0,0) | (32,4) | |||||
| EBIT | 394,2 | -1,9 | 392,3 | -0,4 | 391,9 | |||||
| (Vorjahr) | (176,5) | (14,4) | (190,9) | (0,0) | (190,9) |
Im Einklang mit unserer weiterentwickelten Strategie, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen, fokussieren wir unsere Kompetenzen auf zwei Gruppen von Kund*innen: B2C und B2B. Ab dem ersten Quartal 2024 wurde unsere externe Berichterstattung entsprechend angepasst, um diese beiden operativen Segmente abzubilden. 42
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Das B2C-Segment, das den Großteil unseres Geschäfts abdeckt, umfasst unser Retail- Geschäft (den ehemaligen Fashion Store und Offprice) sowie unsere Plattformdienstleistung ZMS. Das GMV im B2C-Segment stieg im Gesamtjahr 2024 um 4,5 %, gestützt durch eine erfolgreiche Nachfragegenerierung für unsere Lifestyle-Angebote, wie zum Beispiel im Sportbereich und bei Kids & Family, günstige saisonale Handelsmuster sowie einen stabilisierenden Trend bei den Online-Verkäufen. Der Umsatz stieg um 3,8 % auf 9.657,7 Mio. EUR und lag damit um 0,7 Prozentpunkte unter der GMV-Wachstumsrate, da der Anteil des Partnergeschäfts weiter wuchs und sich im Geschäftsjahr 2024 auf 34,3 % des B2C-GMV erhöhte (Vorjahr: 33,6 %). Unser Marketing- bereich, ZMS, schafft durch ansprechende Werbeformate Verbindungen zwischen Marken und Verbraucher*innen. Der Umsatz von ZMS stieg auf 1,4 % (2023: 1,3 %) des B2C-GMV. Darin spiegelt sich wider, dass die Partner nach den in der gesamten Branche verhaltenen Marketingausgaben im Jahr 2023 wieder mehr in Marketing investierten. Unsere Bruttogewinnmarge im B2C-Segment stieg deutlich um 2,3 Prozentpunkte auf 43,5 %. Hierzu trugen vor allem das optimierte Bestandsmanagement mit einem höheren Abverkauf unserer Retail-Bestände sowie das anhaltende Wachstum unseres Partner- geschäfts bei. In Kombination mit den niedrigeren Fulfilmentkosten ermöglichte uns dies, die Investitionen in Marketing zu erhöhen. Unser bereinigtes EBIT verbesserte sich 2024 auf 488,7 Mio. EUR im Vergleich zu 310,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte EBIT- Marge lag bei 5,1 % (Vorjahr: 3,3 %). Das B2B-Segment umfasst unsere B2B-Dienste, die wir unseren Partnern auf und außerhalb unserer Zalando-Plattform anbieten. B2B-Produkte beinhalten unsere Marke ZEOS (einschließlich ZFS, unser Multi-Channel-Geschäft) sowie Tradebyte und Highsnobiety. Wie oben erwähnt, trägt B2B nicht zum GMV bei. Der Umsatz im B2B-Segment stieg – erneut stärker als der Konzernumsatz – um 11,5 % auf 952,6 Mio. EUR (Vorjahr: 854,4 Mio. EUR), wobei ZFS der größte Wachstumstreiber war. Die Bruttogewinnmarge im B2B-Segment lag bei 11,6 % (Vorjahr: 12,6 %). Das B2B-Segment verzeichnete 2024 ein bereinigtes EBIT von 22,8 Mio. EUR im Vergleich zu 39,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die bereinigte EBIT-Marge betrug 2,4 % (Vorjahr: 4,6 %) und verzeichnete somit aufgrund von Vorlaufinvestitionen einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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Finanzlage Die verkürzte Kapitalflussrechnung des Konzerns ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Verkürzte Kapitalflussrechnung | ||||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||||
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 654,1 | 949,5 | ||||
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | -269,8 | -320,7 | ||||
| Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -325,6 | -123,6 | ||||
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | 58,8 | 505,2 | ||||
| Wechselkursbedingte und sonstige Veränderung des Finanzmittelbestands | -4,2 | 3,2 | ||||
| Verfügbarer Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode | 2.533,2 | 2.024,8 | ||||
| Verfügbarer Finanzmittelbestand am 31. Dezember | 2.587,8 | 2.533,2 | ||||
| Frei verfügbarer Cashflow | 379,4 | 683,8 |
Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschafteten wir einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 654,1 Mio. EUR. Positive Effekte ergaben sich aus unserem betrieblichen Ergebnis (unter Berücksichtigung, dass unser Periodenergebnis nicht zahlungswirksame Aufwendungen wie Abschreibungen und anteilsbasierte Vergütungen umfasst), die durch die Entwicklung unseres Nettoumlaufvermögens teilweise ausgeglichen wurden. Im Vergleich zum Vorjahr begründete sich die Abnahme des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 295,4 Mio. EUR vor allem aus der unterschiedlichen Entwicklung des Nettoumlaufvermögens im Jahr 2023 im Vergleich zum Berichtszeitraum und Effekten wie der Rückerstattung von Umsatzsteuerforderungen in Polen im Vorjahr, die sich in der Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Schulden widerspiegelte. Diese Effekte wurden teilweise durch die positive Entwicklung unseres betrieblichen Ergebnisses ausgeglichen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit wurde vorwiegend vom Capex in Höhe von 206,9 Mio. EUR (Vorjahr: 263,2 Mio. EUR) beeinflusst. Dieser umfasst in erster Linie Investitionen in die Logistikinfrastruktur, die die Logistikzentren in Deutschland, Frankreich und Polen betreffen, sowie Investitionen in selbst entwickelte Software. Darüber hinaus erwarben wir ABOUT YOU-Aktien. Im Einklang mit unserer Absichtserklärung am 11. Dezember 2024 gaben wir ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für bis zu 100 % des Aktienkapitals von ABOUT YOU mit einem Bar-Angebotspreis von 6,50 EUR pro Aktie ab. Die zu übertragende Gegenleistung wird sich somit auf ca. 1,14 Mrd. EUR belaufen und wird vollständig aus dem uns zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Finanzmittel- bestand finanziert. Bis zum 31. Dezember 2024 haben wir an der Börse bereits ca. 5,63 % der Aktien von ABOUT YOU für insgesamt 67,9 Mio. EUR erworben, was sich in unserem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit im Jahr 2024 widerspiegelt. Anlässlich des Übernahmeangebots zahlte Zalando Anfang 2025 einen Betrag von 403,0 Mio. EUR auf ein
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Treuhandkonto mit Verfügungsbeschränkung ein. Wir haben diesen börslich erworbenen Anteil um weitere 1.356.641 Aktien auf 6,36 % bis zum Zeitpunkt des Ablaufs der ersten Annahmefrist am 17. Februar 2025 erhöht. Infolgedessen verringerte sich unser frei verfügbarer Cashflow um 304,4 Mio. EUR auf 379,4 Mio. EUR (Vorjahr: 683,8 Mio. EUR). Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit umfasste im Wesentlichen Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 134,5 Mio. EUR (Vorjahr: 128,1 Mio. EUR), Auszahlungen für den Rückerwerb eigener Aktien in Höhe von 99,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) im Rahmen unseres Aktienrückkaufprogramms sowie den Rückerwerb von Wandelanleihen in Höhe von 95,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Insgesamt befanden sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit 2.587,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 2.533,2 Mio. EUR) weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Kreditlinie Am 20. Mai 2022 haben wir mit einer Gruppe von Banken eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 1.250,0 Mio. EUR abgeschlossen. Die Kreditlinie kann in Euro in Anspruch genommen und für allgemeine Unternehmenszwecke (einschließlich Akquisitionen) sowie für Garantien genutzt werden. 2024 wurde die Kreditlinie bis zum 20. Mai 2029 verlängert. Sie kann bis auf 1.500,0 Mio. EUR erhöht werden. Zum 31. Dezember 2024 war ein Betrag in Höhe von 148,4 Mio. EUR (Vorjahr: 99,6 Mio. EUR) für Bankgarantien und Akkreditive in Anspruch genommen worden. Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns wird in folgender verkürzter Bilanz dargestellt.
| Aktiva | ||||||||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||||||||
| Langfristige Vermögenswerte | 2.532,3 | 31,7 % | 2.540,5 | 32,6 % | -8,2 | -0,3 % | ||||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 5.451,6 | 68,3 % | 5.249,2 | 67,4 % | 202,4 | 3,9 % | ||||||
| Gesamtvermögen | 7.983,9 | 100,0 % | 7.789,7 | 100,0 % | 194,2 | 2,5 % | ||||||
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| Passiva | ||||||||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||||||||
| Eigenkapital | 2.665,3 | 33,4 % | 2.373,1 | 30,5 % | 292,2 | 12,3 % | ||||||
| Langfristige Schulden | 1.328,5 | 16,6 % | 1.890,4 | 24,3 % | -561,9 | -29,7 % | ||||||
| Kurzfristige Schulden | 3.990,2 | 50,0 % | 3.526,2 | 45,3 % | 464,0 | 13,2 % | ||||||
| Gesamtkapital | 7.983,9 | 100,0 % | 7.789,7 | 100,0 % | 194,2 | 2,5 % | ||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 120 |
Unser Gesamtvermögen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 2,5 % auf 7.983,9 Mio. EUR erhöht. Sachanlagen, Nettoumlaufvermögen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind die wesentlichen Bilanzpositionen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassten Zugänge zu Sachanlagen in Höhe von 109,5 Mio. EUR (Vorjahr: 217,5 Mio. EUR), die in erster Linie unsere Logistikzentren in Deutschland, Frankreich und Polen betrafen. Die Effekte wurden durch planmäßige Abschreibungen ausgeglichen. Der Anstieg der finanziellen Vermögenswerte auf 143,4 Mio. EUR (Vorjahr: 85,2 Mio. EUR) ist hauptsächlich auf den Erwerb von Aktien von ABOUT YOU zurückzuführen (67,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024). Weitere Zugänge in Höhe von insgesamt 84,2 Mio. EUR (Vorjahr: 74,8 Mio. EUR) entfallen auf aktivierte Entwicklungskosten sowie geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögenswerte. Wir entwickeln zentrale Bestandteile der bei Zalando eingesetzten Software selbst. So werden beispielsweise Bestell- und Logistikprozesse durch eigenentwickelte Software unterstützt. Die Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte war im Wesentlichen auf einen Anstieg der Vorräte sowie der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zurückzuführen. Die Vorräte erhöhten sich im Geschäftsjahr 2024 infolge des höheren Wareneingangs um 7,6 % auf 1.549,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.440,9 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmittel- äquivalente stiegen um 2,2 % auf 2.587,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2.533,2 Mio. EUR). Nähere Informationen zur Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente können dem Abschnitt „Finanzlage“ unter 2.2.3 Wirtschaftslage entnommen werden. Das Eigenkapital stieg um 12,3 % mit einem Buchwert von 2.665,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 2.373,1 Mio. EUR). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus unserem positiven Gesamtergebnis in der Periode. Die Entwicklung wurde teilweise durch den Rückkauf eigener Aktien (99,5 Mio. EUR) im Rahmen unseres Aktienrückkaufprogramms kompensiert. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Berichtszeitraum von 30,5 % zum Jahresanfang auf 33,4 % zum 31. Dezember 2024. Der Rückgang unserer langfristigen Schulden um 561,9 Mio. EUR auf 1.328,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 ergibt sich aus dem teilweisen Rückkauf der Wandelanleihen der Tranche A mit einem Nennbetrag von 100,0 Mio. EUR sowie der Umgliederung der verbleibenden Wandelanleihen der Tranche A in die kurzfristigen Schulden, da diese am 6. August 2025 fällig werden. Davon abgesehen ist die Entwicklung unserer kurzfristigen Schulden im Wesentlichen durch den Anstieg der sonstigen kurzfristigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten beeinflusst. Teilweise gegenläufig wirkte sich die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden aus, die um 1,3 % auf 2.745,1 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 2.782,0 Mio. EUR) zurückgingen. Ferner wurden Lieferantenforderungen gegen Zalando in Höhe von insgesamt 639,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 an verschiedene Factoring-Anbieter übertragen (Vorjahr: 590,1 Mio. EUR). Diese Salden wurden unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden erfasst.
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Das Nettoumlaufvermögen, welches sich aus Vorräten sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden zusammensetzt, stieg von –441,8 Mio. EUR im Vorjahr auf –269,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024. Gesamtaussage Der Vorstand blickt positiv auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2024. In einem sich verbessernden, aber weiterhin schwachen Marktumfeld ist es uns gelungen, zu Wachstum zurückzukehren und unsere Margen deutlich zu verbessern. In dem ersten Jahr, in dem wir mit der Umsetzung unserer weiterentwickelten Strategie begonnen haben, ein Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle- Markt auf und außerhalb von Zalando aufzubauen, fokussierten wir uns auf die Stärkung der Wachstums- felder B2C und B2B mit dem Ziel, Zalando zur ersten Anlaufstelle für qualitativ hochwertige Mode, Lifestyle-Shopping und Inspiration zu machen und den Ausbau des operativen B2B- Geschäfts voranzutreiben, welches E-Commerce in ganz Europa sowohl auf als auch außerhalb der Zalando-Plattform unterstützt. Am 10. Oktober 2024 hob Zalando die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 an, um die bessere Entwicklung im dritten Quartal und den branchenweit starken Start in die Herbst-/ Wintersaison abzubilden. Wir haben das Wachstum des Bruttowarenvolumens auf eine Spanne zwischen 3 % und 5 % (ursprüngliche Prognose: 0 % bis 5 %) und das prognostizierte Umsatzwachstum auf eine Spanne von 2 % bis 5 % (ursprüngliche Prognose: 0 % bis 5 %) eingeengt. Die Erwartungen für das vierte Quartal blieben im Wesentlichen unverändert. Das erwartete bereinigte EBIT wurde gegenüber der ursprünglichen Prognose von 380 Mio. EUR bis 450 Mio. EUR auf einen Wert zwischen 440 Mio. EUR und 480 Mio. EUR angehoben. Darüber hinaus wurden die geplanten Investitionsausgaben für das Gesamtjahr auf rund 200 Mio. EUR gesenkt, verglichen mit der vorherigen Prognose von 250 Mio. EUR bis 350 Mio. EUR. Nach einem besser als erwarteten vierten Quartal 2024 veröffentlichte Zalando am 15. Januar 2025 die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2024. Aufgrund des starken und vom Marketing getriebenen Kundenwachstums und eines besseren Abverkaufs wurde ein bereinigtes EBIT von 510 Mio. EUR erwartet, womit die Prognose des Unternehmens (440-480 Mio. EUR) übertroffen wurde. Am 11. Dezember 2024 gaben wir unsere Absicht bekannt, ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für bis zu 100 % des Aktienkapitals von ABOUT YOU abzugeben. Der Angebotspreis für die Aktien beläuft sich auf 1,1 Mrd. EUR in bar. Die Transaktion wird langfristig mit einem jährlichen Synergiepotenzial von rund 100 Mio. EUR zum Konzern-EBIT beitragen. Zalando und ABOUT YOU gehören derselben Branche an. Durch den Zusammen- schluss können wir erhebliche Synergien unter anderem in den Bereichen B2B, Logistik, Zahlungsabwicklung und der kommerziellen Zusammenarbeit erschließen. Die Transaktion fügt sich nahtlos in die Ökosystem-Strategie von Zalando ein. Die Strategie zielt darauf ab, entlang der beiden Wachstumsfelder B2C und B2B das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen und die Beziehungen zu Kund*innen 43 Werkstudent*innen, Praktikant*innen und Auszubildende sind in der Mitarbeiterzahl nicht enthalten.
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und Partnern zu vertiefen. Nähere Informationen zu dieser Transaktion sind dem Abschnitt „Finanzlage“ unter 2.2.3 Wirtschaftslage zu entnehmen. Mit einem GMV-Wachstum von 4,5 % und einem Umsatzwachstum von 4,2 % lagen wir am Ende des Jahres im oberen Bereich der GMV- und Umsatzprognosen. Mit einem bereinigten EBIT von 511,1 Mio. EUR übertrafen wir unsere Prognose (440–480 Mio. EUR) um mehr als 30 Mio. EUR. Die Investitionsausgaben betrugen 206,9 Mio. EUR; dies deckt sich mit unserer aktualisierten Prognose von rund 200 Mio. EUR. 2.2.4Mitarbeiter*innen Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter*innen ging im Laufe des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 485 (3 %) von 15.793 auf 15.309 Mitarbeiter*innen zurück. 43 44 Die Wirksamkeitsaussage ist von der inhaltlichen Prüfung des zusammengefasssten Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen.
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2.3Risiko- und Chancenbericht Das Erkennen und Ergreifen von Chancen sowie die Reduzierung von Risiken sind wesentlich für den anhaltenden Erfolg unseres Unternehmens. Bei Zalando definieren wir Chancen und Risiken als Ereignisse, die bei ihrem Eintritt zu positiven oder negativen Abweichungen von unseren Unternehmenszielen führen. Im aktuellen Prognosezeitraum haben wir keine Risiken identifiziert, die für sich genommen oder in ihrer Gesamtheit betrachtet den Fortbestand von Zalando gefährden könnten. Als großes, internationales Unternehmen sind wir makroökonomischen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken und Chancen ausgesetzt. Im vorliegenden Risiko- und Chancenbericht wird ein Überblick über das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) gegeben. Weiterhin werden die für uns als am relevantesten erachteten Risiken und Chancen dargestellt. Der Vorstand der Zalando SE trägt die Gesamtverantwortung für die Entwicklung und Aufrechterhaltung eines wirksamen RMS und internen Kontrollsystems (IKS) für Zalando. Das RMS und das IKS werden von der internen Revision überwacht, die in den Gesamtprozess integriert ist. Darüber hinaus werden für jedes dieser Systeme in regelmäßigen Abständen externe Qualitätsbewertungen durchgeführt. Als Ergebnis dieser unterschiedlichen Überprüfungen, Bewertungen und Berichte in Bezug auf das RMS und das IKS sind dem Vorstand keine Umstände bekannt, welche die Angemessenheit oder die Wirksamkeit dieser Systeme wesentlich einschränken. 44 45 Diese Methode simuliert unterschiedliche Ergebnisse unter Verwendung zufälliger (ganzzahliger) Variablen aus der ausgewählten Verteilungsfunktion, die das Risiko beschreibt.
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2.3.1Risiko- und Chancenmanagementsystem Der Vorstand hat das Risikomanagement-Team damit beauftragt, das RMS gemäß dem Enterprise Risk Management Standard des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) sowie den Vorgaben des Prüfungsstandards 981 des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) zu implementieren. Die strategischen Grundsätze für die Entwicklung, Implementierung und Aufrechterhaltung des RMS des Zalando-Konzerns sind in der Risikomanagementrichtlinie von Zalando, ergänzt durch das Risikomanagementhandbuch, zusammengefasst. Das RMS legt die Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse sowie die Prozesse und die erforderliche Dokumentation innerhalb der Organisation fest, um Risiken und Chancen zu identifizieren, zu bewerten, zu steuern und darüber zu berichten. In das RMS ist das Modell der Risikotragfähigkeit eingebunden. Dabei wird das Risikoportfolio des Konzerns unter Anwendung einer Monte-Carlo-Simulation 45 aggregiert, um Zalandos Gesamtrisikoposition zu ermitteln. Das Ergebnis wird anschließend dem Risikokapital, bestehend aus der Liquidität und dem Eigenkapital, des Unternehmens gegenübergestellt. Bei unzureichendem Risikokapital wird der Vorstand sofort informiert, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Unser RMS setzt sich aus den folgenden Elementen zusammen:
| Elemente des RMS | ||||
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| Betriebsabläufe | ||||
| Reputation & Nachhaltigkeit | ||||
| Risikomanagementsystem | ||||
| Finanzielle Berichterstattung | Märkte, Wettbewerb & Strategie |
Risiko & Chancen Kultur RMS Ziele RMS Organisation Risiko & Chancen Identifizierung RMS Überwachung & Verbesserung Risiko & Chancen Kommunikation Risiko & Chancen Steuerung Risiko & Chancen Bewertung
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Das RMS gibt den Rahmen für unsere Risikokultur vor. Es ermöglicht die systematische Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken und Chancen und deren wirksame Kommunikation. Wir verbessern und optimieren unser RMS kontinuierlich, indem wir es an die Standards des COSO, des IDW oder an Best Practices anpassen. Dementsprechend leiten wir unsere halbjährlichen Risikozyklen mit der Sitzung des Risikoausschusses ein, in dem die wichtigsten Schwerpunktthemen für den nächsten Risikozyklus festgelegt werden. Der Risikoausschuss setzt sich aus Vertreter*innen der oberen Führungsebene verschiedener Geschäfts- und Governance-Bereiche zusammen, die die wichtigsten Risikotreiber aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aufzeigen und diskutieren. Dadurch erreichen wir eine fachübergreifende Sicht auf die Risikosituation von Zalando. Die ermittelten Risikotreiber werden dem Vorstand vorgelegt, damit er sich dazu äußern, bei Unklarheiten nachfragen und sich weiteren Kontext hinsichtlich der Relevanz für Zalando geben lassen kann. Als Nächstes hält das Risikomanagement-Team einzelne Detailsitzungen oder Risikoworkshops ab, in denen die Risiken eingehend untersucht werden. 2024 haben wir zudem eng mit unserem Nachhaltigkeits- und D&I Team zusammengearbeitet, um uns zur Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) Methodik abzustimmen und sicherzustellen, dass die relevantesten Risiken des CSRD-Rahmenwerks in der Risikolandschaft des Unternehmens angemessen abgebildet werden. Ziele des RMS Der Hauptzweck des RMS besteht darin, Risiken, die den Fortbestand von Zalando gefährden oder die Realisierung unserer strategischen Ziele verhindern könnten, frühzeitig zu identifizieren, die für Entscheidungsträger*innen notwendige Transparenz bezüglich Risiken und Chancen herzustellen, die Risiko- und Chancenkultur zu fördern und ein gemeinsames Verständnis von Risiken und Chancen innerhalb des Unternehmens aufzubauen. Dadurch sollen Entscheidungsträger*innen wertvolle Informationen zu Risiken und Chancen erhalten. Identifikation und Überwachung von Risiken und Chancen Die Identifizierung und Bewertung von Risiken und Chancen erfolgt unter Einsatz verschiedener Methoden wie Workshops und Self-Assessments sowohl (i) im Rahmen des Tagesgeschäfts durch den*die Risiko- und Chancenverantwortliche*n als auch (ii) in den halbjährlichen Risikozyklen zusammen mit dem Risikomanagement-Team. Um neue Risiken schnell zu erkennen und darauf zu reagieren, haben wir ein Ad-hoc- Berichterstattungsverfahren eingerichtet, wodurch das Risikomanagement-Team und der Vorstand anlassbezogen über aktuelle Risikoereignisse und bedeutende Änderungen der Wesentlichkeit von Risiken informiert werden. Die systematische Identifizierung und effiziente Nutzung von Chancen in unseren verschiedenen Geschäftsbereichen sind wichtige Elemente, um künftig weiter erfolgreich zu sein sowie ein starkes und profitables Wachstum zu sichern. Die Berichterstattung über Chancen ist daher ein wichtiger Bestandteil unseres RMS.
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Bewertung von Risiken und Chancen Alle identifizierten Einzel-Risiken und -Chancen werden hinsichtlich ihrer Eintritts- wahrscheinlichkeit und ihrer potenziellen Auswirkung bewertet. Wahrscheinlichkeit und Auswirkung werden einzeln für jedes Risiko bzw. jede Chance über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet. Die identifizierten Einzel-Risiken und -Chancen werden aggregiert, um unsere Gesamtrisikoposition zu ermitteln und sie zur Bewertung unserer Risikotragfähigkeit der Liquidität und dem Eigenkapital gegenüberzustellen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit stellt die Wahrscheinlichkeit dar, mit der eine bestimmte Auswirkung eines Risikos oder einer Chance innerhalb eines Jahres eintreten könnte. Die Bewertung der möglichen Auswirkung erfolgt mittels quantitativer oder qualitativer Skalen. Die quantitative Skala bezieht sich auf die potenzielle finanzielle Auswirkung auf den Gewinn (EBIT). Die qualitative Skala berücksichtigt die Auswirkung auf unsere Reputation. Sofern vorhanden, werden Risiken, die sich im Umfang von mehr als 225 Mio. EUR (netto) auf das EBIT auswirken, von uns als geschäftskritische Risiken eingestuft und separat überwacht, da sie die Erreichung unserer strategischen Ziele und/oder den Fortbestand von Zalando gefährden könnten. Bei der Bewertung von Einzel-Risiken berücksichtigen wir sowohl Brutto- als auch Nettorisiken. Das Bruttorisiko stellt das inhärente Risiko vor Berücksichtigung risikominimierender Maßnahmen dar. Demgegenüber ist das Nettorisiko das nach Betrachtung aller risikomindernden Maßnahmen verbleibende Restrisiko. In diesem Bericht stellen wir ausschließlich die Nettorisikobewertung dar. Auf Basis der jeweiligen Kombination aus Wahrscheinlichkeit und Auswirkung werden Risiken und Chancen als gering, moderat, signifikant, wesentlich oder kritisch eingestuft. Die wichtigsten Risiken und Chancen werden in diesem Bericht ausführlich beschrieben. 46 Die Angemessenheit und Effektivität des nichtfinanziellen Kontrollsystems der Nachhaltigkeitserklärung und des Performance Managements waren nicht Gegenstand der Prüfung des zusammengefassten Lageberichts.
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Risiko- und Chancenmatrix Steuerung von Risiken und Chancen Risiko- und Chancenverantwortliche sind dafür zuständig, wirksame Maßnahmen zur Minimierung von Risiken und zur Ergreifung von Chancen innerhalb ihres Verantwortungs- bereichs zu definieren und umzusetzen und Risiken und Chancen effektiv und letztlich im besten Geschäftsinteresse von Zalando zu steuern. Je nach Art und Bewertung der Risiken können die Risikoverantwortlichen nach Abwägung der entsprechenden Kosten und Nutzen unterschiedliche Risikostrategien oder eine Kombination mehrerer Strategien zur Reduzierung des Risikos anwenden. Hierzu zählen die Risikovermeidung, -minimierung, die Übertragung eines Risikos (auf Dritte) oder die Risikoakzeptanz. 2.3.2Internes Kontrollsystem Zusätzlich zum unternehmensweiten RMS haben wir ein internes Kontrollsystem basierend auf dem allgemein anerkannten COSO-Rahmenwerk und den Anforderungen des vom IDW herausgegebenen Prüfungsstandards 982 eingerichtet. Ziele des IKS 46 Das IKS ermöglicht es uns, hinreichende Sicherheit hinsichtlich der Erreichung der strategischen, operativen, finanziellen und Compliance-Ziele des Unternehmens zu erlangen. Dies erfolgt durch die Identifizierung von Risiken innerhalb unserer wesentlichen Geschäftsprozesse und die Implementierung risikomindernder Kontrollen. Das IKS erstreckt sich auf zahlreiche Geschäftsprozesse und beinhaltet sowohl die finanzielle als auch die 47 Die Angemessenheit und Effektivität des nichtfinanziellen Kontrollsystems der Nachhaltigkeitserklärung und des Performance Managements waren nicht Gegenstand der Prüfung des zusammengefassten Lageberichts.
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nichtfinanzielle Berichterstattung. Die nichtfinanzielle Berichterstattung umfasst die Nachhaltigkeitserklärung und Aspekte aus dem Performance Management. Kontrollumfeld, Risikobewertung und Kontrollaktivitäten 47 Ziel des IKS ist die Identifizierung, Bewertung und Steuerung operativer Risiken, die sich signifikant auf den ordnungsgemäßen Inhalt und die angemessene Darstellung des Einzel- und Konzernabschlusses inklusive der Managementberichterstattung sowie auf die jährliche Nachhaltigkeitserklärung auswirken könnten. Das IKS stellt die Richtigkeit der finanziellen und nichtfinanziellen Berichte durch die Einbettung direktiver, präventiver, überwachender und aufdeckender Kontrollmaßnahmen in die verschiedenen Prozesse sicher, die einen maßgeblichen Einfluss auf die finanziellen und nichtfinanziellen Berichte haben. Die Kontrollmaßnahmen gewährleisten einen zuverlässigen und belastbaren Prozess bei der Erstellung der Berichte. Dabei werden die Prozesse, die für die finanzielle und nichtfinanzielle Berichterstattung relevanten Risiken sowie die Kontrollen zur Minderung dieser Risiken analysiert, beurteilt und dokumentiert. In einer prozessübergreifenden Risikokontrollmatrix sind relevante Kontrollen inklusive Beschreibung und Art der Kontrolle, Häufigkeit der Kontrollausführung, gemindertes Risiko sowie die jeweils verantwortliche Person definiert. Die implementierten Kontroll- mechanismen wirken prozessübergreifend und greifen somit häufig ineinander. Diese Mechanismen umfassen u. a. die Festlegung von Grundsätzen und Verfahrensweisen, die Definition von Prozessabläufen und Kontrollen sowie die Einführung von Freigabe- und Prüfkonzepten und die Formulierung von Richtlinien. Verbesserung und Kommunikation Das IKS wird fortlaufend aktualisiert und die Kontrolllandschaft wird unter Heranziehung einer standardisierten Risikokontrollmatrix an die sich verändernden Prozesse angepasst. Die Wirksamkeit der Kontrollen wird jährlich entweder durch eine Funktionsprüfung, einen strukturierten Selbstbewertungsprozess oder eine Kombination aus beidem beurteilt. Die Vorstufe dafür bildet eine detaillierte risikobasierte Vorstudie (Scoping). Die Überwachung des IKS obliegt dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss, denen die Ergebnisse mindestens einmal pro Jahr vorgelegt werden.
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2.3.3Darstellung von Risiken Die Einzelrisiken, die Teil der Risikolandschaft von Zalando sind, wurden unter Anwendung einer Monte-Carlo-Simulation zusammengefasst, um das Gesamtrisiko von Zalando zu ermitteln. Im Ergebnis haben wir keine Risiken identifiziert, die für sich genommen oder insgesamt betrachtet den Fortbestand der Zalando SE gefährden könnten. Die folgende Risikoübersicht und die Risikomatrix geben einen Überblick über die wichtigsten Risiken, die die Gesamtrisikosituation von Zalando am stärksten beeinflussen.
| Übersicht Risikocluster | ||||||||||
| 2024 | 2023 | |||||||||
| ID – Risikocluster | Bewertung | Auswirkung | Wahrschein- lichkeit | Auswirkung | Wahrschein- lichkeit | |||||
| 1. Zunehmende Cyberbedrohungen | Signifikant | Hoch | Mittel | Hoch | Mittel | |||||
| 2. Marktumfeld und Wettbewerb | Signifikant | Hoch | Mittel | Hoch | Mittel | |||||
| 3. Klimawandelbezogene Risiken | Signifikant | Hoch | Mittel | Hoch | Hoch | |||||
| 4. Unserem Geschäftsmodell inhärente Risiken | Signifikant | Hoch | Gering | Hoch | Gering | |||||
| 5. Digitales Nutzererlebnis (neu) | Signifikant | Hoch | Mittel | - | - | |||||
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| Risikomatrix: Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung | ||||||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 130 |
Die wichtigsten Veränderungen bei den in der Risikoübersicht oben aufgeführten Risiken werden im Folgenden grob erläutert: — Die klimawandelbezogenen Risiken wurden 2024 unter Berücksichtigung zusätzlicher Datenpunkte zu den Auswirkungen extremer Wetterereignisse neu bewertet, um die Korrelation zwischen diesen Ereignissen und ihren Auswirkungen auf die Verkaufszahlen zu ermitteln. Die Ergebnisse dieser Detailanalyse haben dazu geführt, dass die finanzielle Auswirkung dieses Risikos deutlich geringer eingestuft wurde und das Risiko nicht mehr als „wesentlich“, sondern als „signifikant“ bewertet ist. — Mit dem Rückgang der klimawandelbezogenen Risiken ist das Risiko von Cyberdrohungen an die erste Stelle in unserem Risikouniversum gerückt. Das Risiko wurde neu bewertet, um den Schaden zu berücksichtigen, der durch einen möglicherweise erfolgreichen Cyberangriff verursacht werden könnte. Ein solcher Angriff könnte signifikante Umsatzverluste, die Nichtverfügbarkeit wesentlicher Dienste und Datenverluste nach sich ziehen. — Das Risiko Marktumfeld und Wettbewerb sowie die unserem B2C-Geschäftsmodell inhärenten Risiken sind im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2023 stabil geblieben. — Das Risiko, dass es nicht gelingt, ein attraktives digitales Nutzererlebnis zu bieten, wird nun als „signifikant“ eingestuft und gehört somit zu den wichtigsten Einzelrisiken. Bei der Neubewertung des Risikos hat das Unternehmen berücksichtigt, dass die Durchführung der geplanten Initiativen rund um Inspiration und Unterhaltung das Nutzererlebnis und die Benutzerfreundlichkeit der Plattform erheblich beeinträchtigen könnten. Das ist besonders dann der Fall, wenn neue Funktionen nicht ausreichend entwickelt oder getestet wurden, um ein ansprechendes und reibungsloses digitales Erlebnis unserer Nutzer*innen sicherzustellen. Das Aufgreifen neuester Trends und Technologien als Innovationsvorreiter der Branche ist von zentraler Bedeutung für unseren weiteren Geschäftserfolg, bringt aber auch inhärente Risiken mit sich. Als ein in vielen Ländern tätiges Unternehmen unterliegen wir gesamtwirtschaftlichen, marktbezogenen und geopolitischen Entwicklungen. Die im Folgenden beschriebenen externen Entwicklungen erachten wir als besonders relevant für Zalando, da sie die wichtigsten Risiken von Zalando beeinflussen oder kurz-, mittel- oder langfristig zu neuen Risiken führen können. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick für 2025 bleibt herausfordernd und ist von erhöhter Unsicherheit geprägt, zu der die politische Instabilität in Europa, die hartnäckige Kerninflation, das hohe Zinsniveau und ein drohender Handelskrieg zwischen den USA und China beitragen. Diese Faktoren können zu höheren Betriebskosten für Unternehmen sowie sinkenden Haushaltseinkommen und einem schwächeren Konsumklima beitragen, das sich nicht vor Ende 2025 aufhellen dürfte. Für den Modemarkt insgesamt wird 2025 jedoch ein moderates Wachstum, insbesondere im mittleren und unteren Preissegment sowie im Recommerce- Bereich, erwartet. Darüber hinaus bestehen potenzielle kurz- und mittelfristige Risiken aufgrund globaler geopolitischer Instabilität infolge von Ereignissen wie dem Ukraine-Krieg oder dem
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anhaltenden Nahostkonflikt. Die Energiemärkte sind besonders anfällig für solche Risiken. Sollten sich die Spannungen zuspitzen und die Risiken eintreten, würde dies die Lieferkettenstörungen möglicherweise weiter verstärken und die Verbrauchernachfrage weiter dämpfen. Wir beobachten, dass sich auf EU-Ebene strengere und komplexere regulatorische Anforderungen ergeben, die Unternehmen eine stärkere soziale Verantwortung auferlegen, insbesondere ab einer bestimmten Größe oder Marktrelevanz. Gleichzeitig werden in der Modebranche strengere Anforderungen an Produktqualität, -sicherheit und -nachhaltigkeit gestellt, während die Regulierungsbehörden zunehmend ihren Fokus auf die Schaffung eines sicheren digitalen Umfelds für Verbraucher*innen legen. Die Mode- und Lifestyle-Branche könnte sich von einem weniger strengen Rechtsrahmen zu einer stark regulierten Branche entwickeln, ähnlich wie die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Auch wenn hinter der europäischen Regulierung gutgemeinte Ziele stehen, werden die Richtlinien oft nicht einheitlich in nationales Recht umgesetzt. Für Zalando als europaweit tätiges Unternehmen entsteht dadurch ein hochkomplexes Umfeld. Im Folgenden geben wir einen kurzen Überblick über die fünf bereits genannten wichtigsten Risiken: Auswirkungen von Cyberangriffen auf Zalando Unseren Kund*innen, Partnern und Mitarbeiter*innen ein sicheres Erlebnis zu bieten, ist für Zalando von höchster Bedeutung. Auch 2024 haben wir unsere Tools und Prozesse zum Schutz unserer Daten verbessert. Dennoch bleiben Risiken für Zalandos Infrastruktur, Dienstleistungen, Anwendungen und Daten bestehen, einschließlich möglicher Unterbrechungen durch Cyberangriffe wie Denial-of-Service, Malware, Ransomware und bestätigte Datenschutzverletzungen. Die zunehmende Raffinesse der Bedrohungen erfordert eine laufende Analyse der Bedrohungsdaten (Threat Intelligence) sowie adaptive Maßnahmen, um unsere Kund*innen, Mitarbeiter*innen, Partner und unsere gesamte Organisation zu schützen. Damit dies gelingt, haben wir unsere Cybersicherheitskampagne weiterentwickelt und bieten unseren Mitarbeiter*innen ein vielfältiges Schulungsprogramm an, in dem sie lernen, Angriffen vorzubeugen und Vorfälle unverzüglich zu melden. Gleichzeitig fördern wir die Weiterqualifizierung unseres Teams, damit es gegen neue Bedrohungen gewappnet ist und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Damit stärken wir unsere Fähigkeit, Angriffe zu erkennen und ihre Auswirkungen zu minimieren. Darüber hinaus haben wir eine Reihe von Cyberkrisensimulationen durchgeführt, mit denen wir unsere Führungskräfte auf richtiges Verhalten bei einem schwerwiegenden Cybersicherheitsvorfall vorbereiten.
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Marktumfeld und Wettbewerb Auch wenn 2025 ein Wachstum in der Modebranche erwartet wird, dürfte der starke Wettbewerb innerhalb des Online-Segments sowie aus dem Offline-Segment in absehbarer Zukunft anhalten. Der Grund dafür ist, dass Unternehmen aufgrund des schwierigen makroökonomischen Umfelds und der geopolitischen Instabilität um die potenziell sinkenden Konsumausgaben der Verbraucher*innen für Mode konkurrieren. Starke Konkurrenz kommt von in den europäischen Online-Modemarkt eindringenden E-Commerce-Unternehmen aus China und Südostasien, die Ultra-Fast-Fashion zu Billigpreisen anbieten, und von lokal führenden Multimarkenanbietern von Mode im unteren und mittleren Preissegment. Neuer Wettbewerb ist durch den Recommerce-Trend entstanden, der voraussichtlich einen erheblichen Anteil der Verbraucherausgaben für Mode erobern wird. Als Folge der fragmentierten, wettbewerbsintensiven E-Commerce-Landschaft in Europa erwarten wir, dass Umsatz und Profitabilität der Unternehmen durch die anhaltende Kosteninflation unter Druck geraten werden. Außerdem rechnen wir damit, dass alle Modeanbieter aufgrund der schwachen Nachfrage und überhöhten Lagerbestände verstärkte verkaufsfördernde Maßnahmen und Rabattaktionen zum Abbau von Überbeständen durchführen werden. Um uns vom Ultra-Fast-Fashion-Segment klar abzugrenzen, setzen wir als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb weiter auf unsere Stärken: Wir möchten die Bedürfnisse unserer Kund*innen und Partner mit unseren B2C- und B2B-Angeboten bestmöglich bedienen und ihnen in einem nahtlos integrierten Ökosystem ein ganzheitliches Einkaufserlebnis mit personalisierten Inhalten, Inspiration und Unterhaltung bieten. Klimawandelbezogene Risiken Der Jahreszeitenwechsel, verstanden als Abfolge typischer Wettermuster, löst auch einen Wechsel in den Kleiderschränken Europas aus, der sich in den Frühjahr-/Sommer- und Herbst-/Winter-Kollektionen ausdrückt. Mit den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels verschwimmen die Jahreszeiten, die Übergänge sind unberechenbarer geworden. Unberechenbare oder schwankende Nachfragemuster erschweren eine gezielte Planung von Kampagnen und Produkt-Launches und stellen eine Herausforderung für die Bestandsverwaltung dar. Häufig entstehen Überbestände, die mit starken Preisnachlässen abgebaut werden müssen. Der Klimawandel äußert sich zudem in extremen Wetterereignissen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Mit dem weltweiten Temperaturanstieg werden Häufigkeit und Intensität der Regenfälle in Europa voraussichtlich zunehmen. Beispiele sind die großflächigen Überschwemmungen, von denen mehrere Regionen im spanischen Valencia im Oktober und November 2024 betroffen waren, sowie das Hochwasser in Italien im Mai 2023. Diese extremen Wetterereignisse beeinträchtigen unser Geschäft und stellen eine Gefahr für unsere Logistikstandorte dar, da es aufgrund von Ausfällen unserer eigenen oder öffentlichen Infrastruktur zu potenziellen Störungen unseres Logistikbetriebs kommen kann.
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Der Klimawandel kann weitreichendere Störungen in unseren Lieferketten auslösen, etwa durch Beeinträchtigungen in den Herstellerländern, in wichtigen Häfen oder in der Schifffahrt, sodass sich der Transport oder die Produktion fertiger Produkte verzögert und/oder Engpässe bei Rohstoffen wie Baumwolle entstehen. Diese Störungen können zu Preiserhöhungen führen und die Frist für den Abverkauf der jeweiligen Produkte in der Zalando App und Web verkürzen. Es wird erwartet, dass das milde Wetter und die verlängerten Jahreszeiten zukünftig anhalten werden, was die Vorhersagbarkeit saisonaler Veränderungen erschwert. Um diese klimawandelbedingten Risiken abzumildern, begegnet Zalando der wetterbedingten Unsicherheit mit flexibleren Beschaffungs- und Planungsprozessen sowie der Erweiterung seiner Produktpalette in saisonunabhängigen Bereichen. Unserem B2C-Geschäftsmodell inhärente Risiken Mit seiner weiterentwickelten Strategie hat sich Zalando das Ziel gesetzt, ein europäisches Ökosystem aufzubauen, in dem Nutzer*innen Lifestyle-Angebote in Fashion, Sport, Beauty und anderen Bereichen wahrnehmen können. Das Ziel ist es, eine attraktive Plattform zu schaffen, mit der wir relevant bleiben und unseren Wettbewerbsvorteil stärken. Angesichts der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist das Kaufverhalten bei Mode sehr viel zurückhaltender geworden. Die beste Strategie, um dauerhaft die Aufmerksamkeit unserer Kund*innen zu gewinnen, liegt unserer Ansicht nach darin, sie mit inspirierenden Storys passend zu unserem Angebot und einem eindrucksvollen Einkaufserlebnis zu begeistern. Ebenso wichtig wird das Angebot eines ausgewogenen Sortiments sein. Durch laufende Verbesserungen unserer Destinationen für Kund*innen und Markenpartner erfüllen wir unser Versprechen, eine Quelle der Inspiration für Mode, Wertschöpfung für unsere Partner und Interaktion mit Kund*innen zu sein. Wir arbeiten darauf hin, ein Umfeld zu schaffen, in dem unsere Partner die Kund*innen mit maßgeschneiderten Marketingkampagnen direkt ansprechen und ihre Produkte auf einzigartige Weise auf Zalando platzieren können. Hierfür bieten wir ihnen die Flexibilität, Inhalte zu erstellen, die zu ihrem Markenauftritt und ihren einzigartigen Bedürfnissen passen. Gleichzeitig verbessern wir das Einkaufserlebnis unserer Kund*innen durch Inspiration, indem wir ihnen neue Anregungen in Sachen Mode geben und auf interaktive Art und Weise zeigen, was es Neues gibt und was in Kürze erscheinen wird. Dadurch können wir unseren Partnern bedeutende Wachstumschancen und Möglichkeiten zur Kundenbindung eröffnen und gleichzeitig die Beziehungen zu unseren Kund*innen und Partnern weiter vertiefen. Werden die oben beschriebenen erforderliche Änderungen nicht durchgeführt oder die vorgenannten Maßnahmen nur unzureichend umgesetzt, kann dies zur Abwanderung von Kund*innen und Partnern und in der Folge zu Umsatzeinbußen für Zalando führen.
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Digitales Nutzererlebnis Damit Zalando und seine Partner in der Modebranche relevant bleiben, ist es wichtig, Online- Shop und App fortlaufend anzupassen und mit innovativen Funktionen für einen zeitgemäßen und ansprechenden Auftritt zu sorgen. Durch unsere Fokussierung auf ein nahtloses Entdeckungs- und Einkaufserlebnis wollen wir unsere Position als Anlaufstelle für Mode und Lifestyle festigen, die sich nicht nur durch ein relevantes und attraktives Sortiment auszeichnet, sondern auch ein herausragendes Erlebnis für die Nutzer*innen bietet. Unser Ziel ist es, unsere Kund*innen mit neuen Funktionen an uns zu binden und sie zu häufigeren Besuchen und letztlich zu Käufen auf unserer Plattform zu inspirieren. Technische Probleme bei der Entwicklung neuer Funktionen können das Nutzererlebnis stören, insbesondere wenn versehentlich Fehler oder Ineffizienzen in die Plattform eingebracht werden. Dies kann ebenfalls Umsatzeinbußen zur Folge haben und das Vertrauen unserer Kund*innen beeinträchtigen. Auch wenn solche Probleme schnell erkannt und gelöst werden, kann die laufende Einführung neuer Funktionen und weiterer Innovationen die Anfälligkeit für solche Ereignisse erhöhen. Im Abschnitt 2.3.4 Darstellung von Chancen beschreiben wir Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die geschäftlichen und strategischen Ziele von Zalando positiv zu beeinflussen. 2.3.4Darstellung von Chancen Unter Zugrundelegung der Definition einer Chance als positive Abweichung von geplanten Werten haben wir keine wesentlichen Chancen identifiziert, die uns dabei helfen könnten, unsere Ziele deutlich zu übertreffen. Jenseits der Wesentlichkeitsgrenze gelten unsere wichtigsten Initiativen wie die Vertiefung von Kundenbeziehungen und die Befähigung von Partnern und Kund*innen auf unserer Plattform weiterhin als Haupttreiber, die uns in die Lage versetzen, Chancen zu ergreifen, und zu unseren Wachstumszielen beitragen. Projekte für Inspiration und Unterhaltung Die neue Generation von Online-Shopper*innen möchte sich auf ihrer Customer Journey von neuen Mode- und Lifestyle-Angeboten inspirieren lassen und legt Wert darauf, dass diese Angebote attraktiv und unterhaltsam als Erlebnisse präsentiert werden, die sie ansprechen und einbeziehen. Da es in Europa derzeit keine Anlaufstelle gibt, die das Entdecken und Einkaufen von Mode auf hochwertige Weise und nahtlos integriert ermöglicht, nutzen unsere Kund*innen Zalando oft nur für das Einkaufserlebnis, während sie sich ihre Inspiration in verschiedenen sozialen Medien, abgekoppelt von den Einkaufsplattformen, holen. Die schnelle Veränderung des Verhaltens von Online-Konsument*innen, das vor allem von dem zunehmenden Einfluss des Social Commerce angetrieben wird, eröffnet Chancen. Unsere Vision lautet, das führende Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt zu werden, in dem Inspiration und Unterhaltung nahtlos mit dem Einkaufserlebnis der Kund*innen verschmelzen.
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Um dies zu ermöglichen, hat Zalando beschlossen, seine Technologiekapazitäten durch zusätzliche Investitionen und die Eröffnung eines neuen Technologiezentrums in Shenzhen zu stärken. Mit diesen Initiativen möchten wir die Herausforderung, Zalando von einer Shopping- Plattform zu einer integrierten Plattform zum Entdecken und Einkaufen von Mode weiterzuentwickeln, erfolgreich angehen. Loyalität wird belohnt – das neue Treueprogramm Bei allem, was wir tun, stehen unsere Kund*innen im Mittelpunkt. Um unsere Wertschätzung zu zeigen und die Beziehung zu unseren Kund*innen zu vertiefen, haben wir unser Bonusprogramm weiterentwickelt. Das neue punktebasierte Programm belohnt Kund*innen nicht nur für ihre Käufe, sondern auch für andere Aktivitäten auf unserer Plattform. Mit diesem Ansatz möchten wir ein Erlebnis schaffen, das jede Interaktion honoriert und Vorteile passend zum Kundenverhalten bietet. Alle Kund*innen mit einem Konto bei Zalando können dieses kostenlose Treueprogramm nutzen und mit den gesammelten Punkten verschiedene Level erreichen sowie die damit verbundenen Vorteile freischalten. Je mehr Punkte die Kund*innen sammeln, desto mehr Vorteile stehen ihnen offen. Auf diese Weise erhalten sie mit zunehmender Interaktion Zugriff auf exklusive Prämien. Mit diesem Treueprogramm möchten wir unsere Kund*innen für ihr Vertrauen und ihre Treue wertschätzen sowie belohnen und so längere und tiefere Beziehungen fördern. 48 Quelle: OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024. 49 Quelle: OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024.
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2.4Prognosebericht — Das Umsatzwachstum wird im europäischen Modehandel 2025 erwartungsgemäß gering bleiben, wobei geopolitische Instabilität und konjunkturelle Schwankungen die Hauptrisikofaktoren sind. — Der private Konsum im Euroraum wird, unterstützt durch Reallohnsteigerungen, die hohe Sparquote der privaten Haushalte und den weiteren Anstieg der real verfügbaren Einkommen, voraussichtlich anziehen. — Zalando’s langfristiges Ziel ist es, seinen Marktanteil im Mode-Segment weiter auszubauen. — Für 2025 erwarten wir ein GMV- und Umsatz Wachstum von 4 % bis 9 %; das bereinigte EBIT wird voraussichtlich zwischen 530 Mio. EUR und 590 Mio. EUR liegen. — Unser Ausblick für das Jahr 2025 spiegelt unsere Ambition wider, das Wachstum zu beschleunigen, während wir gleichzeitig unsere Profitabilität im Blick behalten. 2.4.1Künftige gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Situation Die Weltwirtschaft hat sich im Berichtsjahr trotz konjunktureller Unterschiede zwischen verschiedenen Ländern und Branchen als widerstandsfähig erwiesen. Die Inflation ist stetig zurückgegangen und nähert sich in den meisten Ländern den Zielwerten der Zentralbanken an. Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich etwas entspannt, wobei die Arbeitslosenquoten immer noch in der Nähe historischer Tiefstände liegen. Es bestehen aber auch Risiken. Die bedeutendsten Risiken sind unter anderem die mögliche Eskalation geopolitischer Spannungen, die Möglichkeit einer widererwartend länger anhaltenden Inflation und die Gefahr einer plötzlichen und erheblichen Korrektur der Bewertungen an den Finanzmärkten. Die OECD erwartet einen Anstieg des globalen BIP-Wachstums von 3,2 % im Jahr 2024 auf jeweils 3,3 % in den Jahren 2025 und 2026. Dieses Wachstum wird durch die sinkende Inflation, stetige Beschäftigungszuwächse und die geldpolitische Lockerung gestützt, die die Nachfrage antreiben werden. Der positive Ausblick wird allerdings durch moderate Herausforderungen, die sich aus den Sparmaßnahmen in den Haushalten vieler Länder ergeben, etwas gedämpft. Das europäische BIP-Wachstum soll im Zuge einer Erholung der Binnennachfrage von 0,8 % im Jahr 2024 auf 1,3 % im Jahr 2025 und 1,5 % im Jahr 2026 steigen. Der private Konsum wird erwartungsgemäß von dem Lohnwachstum in robusten Arbeitsmärkten und dem kontinuierlichen Anstieg der real verfügbaren Einkommen profitieren, wobei die Nachfrage bei wichtigen Handelspartnern zunehmen wird. Die deutsche Wirtschaft wird sich voraussichtlich erholen. Erwartet wird ein Wachstum von 0,7 % im Jahr 2025 und 1,2 % im Jahr 2026, auch getragen von steigenden Realeinkommen, einer sukzessiven Erholung privater Investitionen und einer besseren Exportnachfrage. Die politischen Unsicherheiten könnten jedoch das Vertrauen der Anleger*innen beeinträchtigen. 48 Die Inflation im Euroraum lag 2024 bei 2,4 % und wird voraussichtlich stetig auf 2,1 % im Jahr 2025 und weiter auf 2,0 % im Jahr 2026 sinken, was in erster Linie auf einen moderaten Rückgang der Inflation im Dienstleistungssektor zurückzuführen ist. 49 50 Prozentuale Veränderungen, Volumen (Preise 2015); Quelle: OECD-Wirtschaftsausblick, Dezember 2024. 51 Quelle: McKinsey: The State of Fashion 2025.
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Die nachfolgende Tabelle zeigt die tatsächlichen (bis 2024) und die von der OECD prognostizierten (2025–2026) Wachstumsraten des privaten Konsums für den Zeitraum von 2022 bis 2026. 50
| Wachstumsraten des privaten Konsums nach Ländern | ||||||||||
| Historische Daten | Prognose | |||||||||
| 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | ||||||
| Eurozone | 4,9 | 0,7 | 0,9 | 1,3 | 1,5 | |||||
| Deutschland | 5,6 | -0,2 | 0,4 | 0,9 | 1,1 | |||||
| Schweiz | 4,3 | 1,5 | 1,5 | 1,5 | 1,6 | |||||
| Spanien | 4,8 | 1,8 | 2,7 | 2,4 | 1,8 | |||||
| Frankreich | 3,2 | 0,9 | 0,8 | 1,2 | 1,5 | |||||
| Italien | 5,0 | 1,0 | -0,1 | 0,7 | 1,1 |
Für die europäische Modebranche (Nicht-Luxusgüter) wird für 2025 eine jährliche Wachstumsrate zwischen 2 % und 4 % erwartet. Der Ausblick für 2025 ist jedoch weiter von Unsicherheit geprägt, wobei das Konsumklima, geopolitische Instabilität und konjunkturelle Schwankungen weiter die größten Risikofaktoren für das künftige Wachstum der Branche darstellen. 51 2.4.2Künftige Entwicklung des Konzerns Anfang 2024 haben wir unsere Vision kommuniziert, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen. Wir nutzen unsere bisherige erstklassige E-Commerce-Plattformstrategie, die wir in den letzten 16 Jahren entwickelt haben, um unsere weiterentwickelte Strategie zu realisieren und uns von einer Retail- Mentalität zu einem Ökosystem zu entwickeln. Dieses Ökosystem ist unabhängig davon, wer diese Produkte besitzt und verkauft sowie Kund*innen und Marken verbindet. Im Jahr 2025 werden wir in unseren beiden Segmenten B2C und B2B weiter wachsen. Dafür entwickeln wir uns zur ersten Anlaufstelle für qualitativ hochwertiges Mode- und Lifestyle- Shopping und bieten Inspiration und Unterhaltung im B2C-Bereich, während wir gleichzeitig unser Betriebssystem im B2B-Bereich skalieren, um den E-Commerce von Marken in ganz Europa sowohl auf als auch außerhalb der Zalando-Plattform zu unterstützen. Das erwartete strukturelle Wachstum des Online-Modemarktes wird unsere Umsatzentwicklung im Jahr 2025 weiter unterstützen. Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2025 basiert auf der Konzernplanung für die gesamte Zalando-Gruppe und berücksichtigt die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie Chancen und Risiken. Unsere Prognose berücksichtigt keine Auswirkungen auf die erwartete Konsolidierung infolge des öffentlichen Übernahmeangebots für ABOUT YOU, dessen Abschluss im Sommer 2025 erwartet wird. 52 Laut Definition umfasst das GMV keine B2B-Umsätze. Daher bezieht sich unsere GMV-Prognose auf Konzernebene ausschließlich auf das B2C- Segment, d. h., das Konzern-GMV entspricht dem B2C-GMV. 53 Zalando investiert auf Konzernebene in Logistik und Technologie und unterteilt diese Investitionen nicht nach B2C- und B2B-Segment.
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Im Jahr 2024 hat sich das makroökonomische Umfeld aufgrund niedrigerer Inflationsraten und des Wachstums des realen verfügbaren Einkommens leicht verbessert. Die Ausgaben im E- Commerce-Bereich sind wieder ins Positive gedreht und begannen sich nach zwei schwierigen Jahren zu erholen. Im ersten Jahr der Umsetzung unserer weiterentwickelten Strategie konnten wir durch eine starke Umsatzentwicklung wieder Wachstum erzielen. Wir haben erhebliche Fortschritte beim bereinigten EBIT erzielt, was zu einer deutlichen Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge geführt hat. Für das Geschäftsjahr 2025 prognostiziert Zalando eine Beschleunigung des Wachstums mit einem GMV auf Konzernebene zwischen 15,9 Mrd. EUR und 16,7 Mrd. EUR. was einer Wachstumsrate zwischen 4 % und 9 % gegenüber 2024 entspricht. Unser B2B-Segment trägt nicht zum GMV bei. 52 Wir gehen davon aus, dass das Umsatzwachstum auf einem ähnlichen Niveau wie das GMV Wachstum liegen wird, was einem Umsatzwachstum auf Konzernebene von 4 % bis 9 % (11,0 Mrd. EUR bis 11,5 Mrd. EUR) im Jahr 2025 entspricht. In unseren Segmenten prognostizieren wir, dass das Umsatzwachstum in B2B das Umsatzwachstum in B2C deutlich übertreffen wird. Des Weiteren erwarten wir, dass das B2C- Umsatzwachstum geringfügig unter der Umsatzwachstumsrate des Konzerns liegen wird. Wir behalten unseren Fokus auf eine konzernweite Profitabilität bei und erwarten ein bereinigtes EBIT auf Konzernebene in Höhe von 530 Mio. EUR bis 590 Mio. EUR, was einer bereinigten EBIT-Marge von 4.8 % bis 5.1 % entspricht. Wir werden weiterhin in Logistik und Technologie investieren, um unser langfristiges Wachstumsziel zu erreichen, und planen in diesem Zusammenhang Capex in Höhe von etwa 180 Mio. EUR bis 280 Mio. EUR in 2025. 53
| Ausblick 2025 | ||
| GMV | 4 % bis 9 % | |
| Umsatzerlöse | 4 % bis 9 % | |
| Bereinigtes EBIT | 530 Mio. EUR bis 590 Mio. EUR | |
| Capex | 180 Mio. EUR bis 280 Mio. EUR |
2.4.3Gesamtaussage des Vorstands der Zalando SE Der Vorstand ist mit der Geschäftsentwicklung im Jahr 2024 äußerst zufrieden. Unter besseren, aber weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen, die von einem niedrigen BIP-Wachstum und anhaltenden politischen Spannungen geprägt sind, konnten wir auf den Wachstumspfad zurückkehren und unsere Profitabilität steigern.
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2024 war das erste Jahr der Umsetzung unserer weiterentwickelten Strategie, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt zu werden. Unser Retail-Geschäft hat sich gut entwickelt, das Partnergeschäft ist ebenfalls weiter gewachsen, was sich in seinem höheren Anteil am GMV widerspiegelt. Die Nachfrage bei ZMS ist ebenfalls gestiegen, sodass der Geschäftsverlauf im B2C-Segment insgesamt positiv war. Der Umsatz im B2B-Segment stieg erneut stärker als der Konzernumsatz, wobei ZFS der größte Umsatztreiber war. Das 2023 eingeführte Angebot von Multi-Channel-Fulfilment- Dienstleistungen legte ebenfalls kräftig zu, wenn auch in kleinem Maßstab. Während wir mit ZEOS im Logistikbereich bereits gut positioniert sind, werden wir uns noch stärker auf unsere Software- und Service-Infrastruktur fokussieren. Wir investieren weiterhin gezielt in strategische Wachstumsinitiativen, die unsere aktualisierte Strategie zur Schaffung des führende E-Commerce-Ökosystems für den Mode- und Lifestyle- Markt unterstützen. Dazu zählen die Weiterentwicklung unseres Treueprogramms, die Aufwertung von Angeboten, beispielsweise bei Zalando Sports, und die kontinuierliche Erweiterung des Kundenerlebnisses über die reine Transaktion hinaus. Unser Ziel ist es, die Suche nach Mode zu einer Quelle für Inspiration und Unterhaltung zu machen. Darüber hinaus investieren wir weiter in unser europäisches Logistiknetzwerk, das unser zukünftiges Wachstum im B2C- und B2B-Bereich unterstützt. Anfang Oktober nahmen wir unser neues Logistikzentrum in der Nähe von Paris in Betrieb. 2026 wird ein weiteres Lagerzentrum bei Frankfurt dazukommen, das unser Wachstum mittelfristig unterstützen wird. Zalando hat eine klare Vision, nämlich das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen. Dabei wollen wir nicht nur die erste Anlaufstelle für Discovery Shopping für Mode und Lifestyle sein, sondern möchten auch Händlern in ganz Europa Zalandos einzigartiges E-Commerce-Betriebssystem ZEOS mit einer umfassenden Logistik-, Software- und Service-Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Wir haben über 50 Millionen aktive Kund*innen in ganz Europa und sind in 25 Märkten vertreten. Auf Basis der Erfahrungen der vergangenen Jahre und Monate, insbesondere in Bezug auf die Anpassung an ein volatiles Umfeld, und indem wir die Beziehungen zu Kund*innen und Partnern weiter vertiefen, sind wir zuversichtlich, langfristig mehr als 15 % des Modemarkts bedienen zu können. 2025 wird unser Schwerpunkt darauf liegen, das Wachstum zu beschleunigen und gleichzeitig unsere Margen weiter zu verbessern. Bei den in diesem Lagebericht enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen handelt es sich um Einschätzungen des Vorstands, die dieser zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahres- abschlusses nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen hat. Diese Aussagen sind naturgemäß mit einigen Risiken und Unsicherheiten behaftet. Wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen, können die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Prognosen abweichen. 54 Die Erklärungen zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB sind ungeprüfter Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts.
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2.5Erklärung zur Unternehmensführung 54 Der Vorstand und der Aufsichtsrat geben hiermit die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f und 315d HGB und wie in Grundsatz 23 des Deutschen Corporate Governance Kodex festgelegt ab. 2.5.1Corporate Governance Unter Corporate Governance wird das System zur Leitung und Überwachung eines Unternehmens verstanden. Es umfasst die Struktur aller maßgeblichen Vorschriften, Prozesse und Verfahren. Wir sind der Überzeugung, dass eine gute Unternehmensführung die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg bildet. Sie gewährleistet, dass unser Unternehmen auf transparente, effektive und verantwortungsvolle Weise zu nachhaltigem Erfolg geführt wird. Eine gute Unternehmensführung schafft bei unseren Aktionär*innen, Partnern, Mitarbeiter*innen und allen anderen Interessenträger*innen Vertrauen in unser Unternehmen. Unser Streben nach Nachhaltigkeit und unsere Bemühungen zur Förderung von Diversität und Inklusion (D&I) sind integraler Bestandteil unserer Corporate Governance. Weitere Informationen zu den Aktivitäten unseres Unternehmens in den Bereichen Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion finden sich im Abschnitt 2.8 Nachhaltigkeitserklärung. Wir überwachen unsere Corporate-Governance-Bemühungen laufend und berücksichtigen die im Deutschen Corporate Governance Kodex enthaltenen Empfehlungen und Anregungen. 2.5.2Entsprechenserklärung Vorstand und Aufsichtsrat der Zalando SE haben zu den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG im Dezember 2024 folgende Erklärung abgegeben, die auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht worden ist: Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zalando SE haben die letzte jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ im Dezember 2024 abgegeben. Der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zalando SE erklären gemäß § 161 AktG Folgendes: Die Zalando SE hat den vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz am 27. Juni 2022 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 28. April 2022 (DCGK) seit Abgabe der letzten jährlichen Entsprechenserklärung im Dezember 2023 mit der nachfolgend erläuterten Ausnahme der Empfehlung G.7 entsprochen. Die
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Zalando SE entspricht und wird auch in Zukunft dem DCGK mit der nachfolgend erläuterten Ausnahme der Empfehlung G.7 entsprechen. Abweichung von Empfehlung G.7 des DCGK Gemäß der Empfehlung G.7 Satz 1 des DCGK soll der Aufsichtsrat für jedes Vorstandsmitglied für das jeweils bevorstehende Geschäftsjahr die Leistungskriterien für alle variablen Vergütungsbestandteile festlegen, wobei als Leistungskriterien neben operativen Zielen vor allem strategische Ziele gelten sollen. Das neue Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands, das am 18. Mai 2024 in Kraft getreten ist (Vergütungssystem 2024), erfüllt alle Empfehlungen des DCGK. Insbesondere knüpfen alle variablen Vergütungskomponenten unter dem Vergütungssystem 2024 an die Erreichung von Leistungskriterien an. Das Vergütungssystem 2024 gilt für alle ab dem 18. Mai 2024 abgeschlossenen Vorstandsanstellungsverträge. Es wurde bereits im Rahmen des Neuabschlusses der Vorstandsanstellungsverträge für vier der fünf Vorstandsmitglieder angewendet, mit Wirkung zum 1. September 2024, zum 1. Oktober 2024 bzw. zum 1. Januar 2025. Der Vorstandsanstellungsvertrag des weiteren Vorstandsmitglieds läuft zum 28. Februar 2025 aus. Wir beabsichtigen, auch für alle künftigen Vorstandsanstellungsverträge, die nach der Abgabe dieser Entsprechenserklärung abgeschlossen werden, allen Empfehlungen des DCGK gemäß dem Vergütungssystem 2024 zu entsprechen. Für die Vergütung, die bis zur Geltung der jeweiligen neuen Vorstandsanstellungsverträge bzw. bis zum Auslaufen des Vertrages zum 28. Februar 2025 gewährt wurde und wird, galt bzw. gilt das Vergütungssystem für den Vorstand, das am 1. Juni 2021 in Kraft getreten ist (Vergütungssystem 2021). Für die unter dem Vergütungssystem 2021 gewährte Vergütung bleibt die Abweichung von der Empfehlung G.7 bestehen, da eine der zwei variablen Komponenten unter dem Vergütungssystem 2021, der Zalando Ownership Plan (ZOP), keine konkreten Leistungskriterien vorsieht. Der ZOP ist eine aktienbasierte Vergütungs- komponente, die als solche an die Aktienkursentwicklung gekoppelt ist, um die Ausrichtung an den Interessen der Aktionär*innen zu gewährleisten. Die andere variable Vergütungs- komponente unter dem Vergütungssystem 2021, der langfristige Incentive Plan (LTI), der den größten Anteil an der Gesamtvergütung ausmacht, ist ebenfalls aktienbasiert und ist zudem an die Erreichung bestimmter strategischer Leistungskriterien einschließlich finanzieller und ESG- Kriterien geknüpft. 2.5.3Dualistisches System der Unternehmensführung Unser Unternehmen ist eine europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea – SE) mit Sitz in Berlin, Deutschland. Mit einem Vorstand und einem Aufsichtsrat verfügt unser Unternehmen in Übereinstimmung mit geltendem deutschen und europäischen Aktienrecht über ein dualistisches System der Unternehmensführung. Die Geschäftsführung unseres Unternehmens obliegt ausschließlich dem Vorstand. Der Aufsichtsrat überwacht die Arbeit des Vorstands, berät ihn und bestellt die Vorstands- mitglieder. Beide Organe sind hinsichtlich ihrer Kompetenzbereiche und Mitglieder strikt
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voneinander getrennt. Sie arbeiten jedoch eng und vertrauensvoll zum Wohle des Unternehmens zusammen. Die Zusammensetzung, Kompetenzen und Prozesse von Vorstand und Aufsichtsrat sind im Wesentlichen durch das AktG, SEAG, die europäische SE-Verordnung, unsere Satzung und die Geschäftsordnung des jeweiligen Organs festgelegt. Die Satzung des Unternehmens und die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats können auf unserer Unternehmenswebsite eingesehen werden. 2.5.4Vorstand Zusammensetzung Im Geschäftsjahr 2024 hat Zalando die Verantwortungsbereiche innerhalb seines Vorstandsteams angepasst, um seine aktualisierte Konzernstrategie effektiv umzusetzen. Mitgründer Robert Gentz führt die Leitung des Unternehmens als Co-CEO fort. Mitgründer David Schneider wird den Ausbau der Partnerbeziehungen im B2C- und B2B-Geschäft vorantreiben. Er hat entschieden, sich als Vorstandsmitglied voll auf diesen Bereich zu fokussieren, und hat seine Position als Co-CEO an David Schröder, den bisherigen COO des Unternehmens, übergeben. Dr. Astrid Arndt wurde für einen Zeitraum von vier Jahren, beginnend am 1. September 2024 und endend am 31. August 2028, als Mitglied des Vorstands wiederbestellt. Um eine starke Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Ökosystem-Strategie zu schaffen, hat sie als Chief People Officer das zusätzliche Mandat erhalten, Zalandos zentrale Unternehmensfunktionen zu stärken. Chief Financial Officer Dr. Sandra Dembeck war im Berichtszeitraum und wird bis zum Ablauf ihrer Amtszeit am 28. Februar 2025 Mitglied des Vorstands sein.
| Zusammensetzung des Vorstands | ||||||
| Name | Titel | Letzte Bestellung zum | Bestellt bis | |||
| Robert Gentz | Co-Chief Executive Officer (co-CEO) | 1. Januar 2025 | 30. November 2027 | |||
| David Schröder | Co-Chief Executive Officer (co-CEO) | 1. Oktober 2024 | 30. November 2027 | |||
| Dr. Sandra Dembeck | Chief Financial Officer (CFO) | 1. März 2022 | 28. Februar 2025 | |||
| David Schneider | Mitgründer, Strategic Partnerships | 1. Oktober 2024 | 30. November 2027 | |||
| Dr. Astrid Arndt | Chief People Officer, Corporate Functions (CPO) | 1. September 2024 | 31. August 2028 |
Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder unseres Vorstands und stellt sicher, dass alle Vorstandsmitglieder über die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die für die ordnungsgemäße Erfüllung ihrer Aufgaben und Zuständigkeiten erforderlich sind. Während Qualifikation und die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens im Hinblick auf die Zusammensetzung des Vorstands die entscheidenden Kriterien sind, misst der Aufsichtsrat der Diversität eine hohe Bedeutung bei. Unter Diversität verstehen wir im weitesten Sinne die Kombination individueller Identitäten und Erfahrungen, einschließlich Geschlecht, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Lebens- erfahrung und Hintergrund (beispielsweise sozialer oder akademischer Hintergrund).
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Der Aufsichtsrat strebt an, dabei die verschiedenen Kernkompetenzbereiche des Geschäftsmodells möglichst angemessen zu berücksichtigen. Zudem berücksichtigt der Aufsichtsrat insbesondere die folgenden Aspekte: — Der Vorstand als Ganzes sollte über angemessene Führungserfahrung verfügen. — Der Vorstand als Ganzes sollte, sofern möglich, über Kenntnisse und ausgewogene Erfahrung auf der Grundlage verschiedener Schulungen und beruflicher Hintergründe, insbesondere in den Bereichen Mode, Technologie und E-Commerce, sowie über internationale Erfahrung verfügen. — Der Vorstand als Ganzes sollte, sofern möglich, über langjährige Erfahrung in den Bereichen Strategie, Finanzen und Personalführung verfügen. — Der Aufsichtsrat strebt eine ausgewogene Geschlechtervertretung im Vorstand an und hat eine entsprechende Zielgröße gemäß § 111 Abs. 5 AktG festgelegt (siehe Abschnitt 2.5.6 Zielgröße der Frauenbeteiligung im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG). — Vorstandsmitglieder sollten bei ihrer Wahl nicht älter als 65 Jahre sein. Zum 31. Dezember 2024 lag der Frauenanteil im Vorstand bei 40 %, womit eine ausgewogene Geschlechtervertretung im Vorstand gewährleistet ist. Auch die weiteren Kriterien des Diversitätskonzepts des Unternehmens sind durch die aktuelle Zusammensetzung des Vorstands erfüllt. Unser Aufsichtsrat und unser Vorstand arbeiten eng zusammen, um eine langfristige Nachfolgeplanung für die Zusammensetzung des Vorstands sicherzustellen. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, Positionen im Vorstand mit den am besten geeigneten Kandidat*innen zu besetzen. Er steht in fortlaufendem Kontakt mit dem Vorstand und beobachtet die Mitglieder des Senior Managements von Zalando sowie entsprechende Talente auf dem Arbeitsmarkt, um Kandidat*innen zur Besetzung von Vorstandspositionen zu identifizieren und zu fördern. Dr. Sandra Dembeck ist Non-Executive Director bei der Exor N.V., Niederlande. Im Übrigen nehmen die Mitglieder des Vorstands der Zalando SE keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen in Deutschland oder im Ausland wahr. Aufgaben Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die unabhängige und sorgfältige Geschäftsführung unseres Unternehmens mit dem Ziel, nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens, stimmt diese mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Dies umfasst auch Zalandos integrierte Nachhaltigkeitsstrategie, die unsere Ambition, die Modebranche als Wegbereiter insgesamt nachhaltiger und gerechter zu machen, darlegt, sowie die Diversitäts- und Inklusionsstrategie des Unternehmens, die die Vielfalt aller unserer Mitarbeiter*innen, Führungskräfte, Kund*innen und Partner fördert.
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Der Vorstand erstellt die Quartalsmitteilungen, den Halbjahres- und Geschäftsbericht des Unternehmens, den Jahresabschluss der Zalando SE, den Konzernabschluss der Zalando- Gruppe sowie den zusammengefassten Lagebericht der Zalando SE und der Zalando-Gruppe. Darüber hinaus hat der Vorstand ein Risikomanagementsystem sowie ein internes Kontrollsystem eingeführt, die unter Abschnitt 2.3 Risiko- und Chancenbericht näher erläutert werden. Zudem stellt er die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und der internen Unternehmensrichtlinien sicher und kümmert sich um deren konzernweite Einhaltung (Compliance). Der Aufsichtsrat hat für den Vorstand eine Geschäftsordnung festgelegt, die die Zusammenarbeit innerhalb des Vorstands weiter konkretisiert und die Zuständigkeit für die verschiedenen Geschäftsbereiche auf die Vorstandsmitglieder verteilt. Ungeachtet ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Unternehmensführung führen die einzelnen Vorstandsmitglieder den ihnen jeweils zugewiesenen Geschäftsbereich in eigener Verantwortung. Unsere beiden Co-Vorstandsvorsitzenden Robert Gentz und David Schröder koordinieren gemeinsam sämtliche Verantwortungsbereiche des Vorstands. Sie stellen sicher, dass alle Geschäftsbereiche einheitlich und entsprechend den vom Vorstand insgesamt festgelegten und genehmigten Zielvorgaben gemanagt werden. Alle Vorstandsmitglieder arbeiten kollegial zusammen und unterrichten sich gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Verantwortungsbereichen. Sitzungen des Vorstands finden regelmäßig, in der Regel wöchentlich, statt. Zwischen den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats erfolgt ein stetiger, konstruktiver Austausch. Insbesondere wird der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig, üblicherweise alle zwei Wochen, über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens und anderer Konzernunternehmen unterrichtet, und der Vorstand berät sich mit ihm über die Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement. Bei wichtigen Anlässen und bei geschäftlichen Angelegenheiten, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie die Leitung unseres Unternehmens von Bedeutung sein können, informiert der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich. Zudem tauschen sich unsere CFO und die Vorsitzende des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats regelmäßig, d. h. monatlich, zu den Prüfungsausschuss betreffenden Angelegenheiten aus. Der Vorstand fördert Strukturen, die einen konstruktiven und offenen Austausch mit den Mitarbeiter*innen des Unternehmens und deren Vertreter*innen zum Wohle unseres Unternehmens und unserer Mitarbeiter*innen begünstigen. Interessenkonflikte Jedes Vorstandsmitglied muss Interessenkonflikte unverzüglich gegenüber dem Aufsichtsrat offenlegen. Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen oder Konzernunternehmen einerseits und den Vorstandsmitgliedern sowie ihnen nahestehenden Unternehmen und Personen andererseits haben den bei Geschäften mit fremden Dritten maßgeblichen Standards zu entsprechen; wesentliche Geschäfte bedürfen der Zustimmung des Aufsichtsrats und müssen, soweit gesetzlich vorgeschrieben, offengelegt werden.
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Vergütung Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024, der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG und das derzeit gültige Vergütungssystem für den Vorstand sind auf unserer Unternehmenswebsite veröffentlicht. Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 ist im Abschnitt 1.3 Vergütungsbericht dieses Geschäftsberichts enthalten. 2.5.5Aufsichtsrat Unser Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, von denen sechs Vertreter*innen der Anteilseigner*innen und drei Vertreter*innen der Arbeitnehmer*innen sind. Die Vertreter*innen der Anteilseigner*innen im Aufsichtsrat werden von der Hauptversammlung gewählt, die dabei nicht an Wahlvorschläge gebunden ist. Die Beteiligung von Vertreter*innen der Arbeitnehmer*innen im Aufsichtsrat und das entsprechende Verfahren für ihre Bestellung richten sich nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften sowie der in Einklang mit den Bestimmungen des SE-Beteiligungsgesetzes (SEBG) getroffenen Beteiligungsvereinbarung. Zusammensetzung Unser Aufsichtsrat hat sich Ziele für seine Zusammensetzung gesetzt. Allgemein betrachtet strebt unser Aufsichtsrat eine Zusammensetzung an, welche die spezifischen Anforderungen des Unternehmens berücksichtigt und sicherstellt, dass der Vorstand in kompetenter und qualifizierter Weise überwacht, beaufsichtigt und beraten wird. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats soll über die Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die für die ordnungsgemäße Erfüllung seiner Aufgaben und Zuständigkeiten erforderlich sind, und soll sicherstellen, dass es genügend Zeit für die Erfüllung seiner Aufgaben hat. Das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats als Ganzes umfasst Branchenkenntnisse (insbesondere in den Bereichen Mode, Technologie und Handel), Finanzkenntnisse sowie Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Aufsicht, Innovation und Nachhaltigkeit. Die Aufsichtsratsmitglieder sollten als Gruppe mit dem Sektor, in dem das Unternehmen tätig ist, vertraut sein. Mindestens ein Mitglied des Aufsichtsrats muss über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied des Aufsichtsrats über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Darüber hinaus berücksichtigt der Aufsichtsrat auch weitere Kernkompetenzen seiner Mitglieder, die für aktuelle und künftige Geschäftsmodelle unseres Unternehmens relevant sind. Auch wenn die Qualifikation nach wie vor das entscheidende Kriterium für die Zusammensetzung unseres Aufsichtsrats ist, ist er bestrebt, den internationalen Charakter unseres Geschäfts angemessen zu berücksichtigen. Zugleich achtet der Aufsichtsrat auf Diversität, insbesondere im Hinblick auf eine Vielfalt an Berufserfahrung, Know-how, kulturellen und Bildungshintergründen sowie in der Altersstruktur. Um dem internationalen Charakter des Unternehmens Rechnung zu tragen, sollte der Aufsichtsrat grundsätzlich mindestens zwei internationale Mitglieder haben. Die Aufsichtsratsmitglieder sollten bei ihrer Wahl nicht älter als 70 Jahre sein. Die Mitglieder unseres Aufsichtsrats sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern unseres Unternehmens aus dem Bereich Online-Plattformen
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ausüben. Es dürfen höchstens zwei ehemalige Vorstandsmitglieder Mitglied im Aufsichtsrat sein. Darüber hinaus sollen gemäß Empfehlung C.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex mindestens vier Vertreter*innen der Anteilseigner*innen im Aufsichtsrat unabhängig vom Unternehmen und vom Vorstand und gemäß Empfehlung C.9 des Deutschen Corporate Governance Kodex mindestens zwei Vertreter*innen der Anteilseigner*innen unabhängig von einem*r ggf. beherrschenden Anteilseigner*in sein. Dies entspricht nach Auffassung des Aufsichtsrats einer angemessenen Anzahl unabhängiger Vertreter*innen der Anteilseigner*innen. Der Aufsichtsrat strebt eine ausgewogene Geschlechtervertretung im Aufsichtsrat an. Er hat seine Verpflichtung zu einer ausgewogenen Geschlechtervertretung bekräftigt und beschlossen, die Zielgröße von mindestens 40 % Frauen und mindestens 40 % Männern für den Aufsichtsrat (was einer Mindestanzahl von vier weiblichen und vier männlichen Mitgliedern entspricht) bis zum 31. Dezember 2027 aufrechtzuerhalten (siehe Abschnitt 2.5.6 Zielgröße der Frauenbeteiligung im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG). Kandidat*innen, die wahrscheinlich mit einem erhöhten Maß an Interessenkonflikten konfrontiert sein würden, sollten der Hauptversammlung nicht zur Wahl vorgeschlagen werden. Die übliche Begrenzung der Dauer der Mitgliedschaft in unserem Aufsichtsrat beträgt 12 Jahre. Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass eine derartige Zusammensetzung die unabhängige und effiziente Beratung und Beaufsichtigung des Vorstands sicherstellt. Bei seinen Vorschlägen an die Hauptversammlung im Hinblick auf die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern berücksichtigt der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats die oben erläuterten Ziele zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2024 erfüllte die durch den Aufsichtsrat gesetzten Ziele für die Zusammensetzung in jeder Hinsicht; insbesondere ist das erforderliche Know-how im Aufsichtsrat vertreten, und es wurden die Ziele des Diversitätskonzepts erreicht. Die nachfolgende Übersicht stellt das Kompetenzprofil unseres Aufsichtsrats sowie die Beur- teilung der Unabhängigkeit der Vertreter*innen der Anteilseigner*innen im Aufsichtsrat dar.
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| Zusammensetzung des Aufsichtsrats | ||
| Name des Aufsichtsrats- mitglieds | Nationalität | |
| Kelly Bennett | Kanadisch | |
| Jennifer Hyman | US-amerika- nisch | |
| Niklas Östberg | Schwedisch | |
| Anders Holch Povlsen | Dänisch | |
| Mariella Röhm-Kottmann | Deutsch | |
| Susanne Schröter-Crossan | Deutsch | |
| Matti Ahtiainen | Finnisch | |
| Jade Buddenberg | Deutsch | |
| Anika Mangelmann | Deutsch | |
*) Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und Abschlussprüfung gemäß § 107 Abs. 4 Satz 3 und § 100 Abs. 5 AktG **) Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung gemäß § 107 Abs. 4 Satz 3 und § 100 Abs. 5 AktG ***) In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex berücksichtigt der Aufsichtsrat grundsätzlich nicht die Unabhängigkeit der Vertreter*innen der Arbeitnehmer*innen.
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Die nachfolgende Übersicht zeigt sämtliche aktuellen Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen, welche von Mitgliedern unseres Aufsichtsrats in Deutschland und im Ausland zusätzlich wahrgenommen werden.
| Aktuelle und vergangene Mandate des Aufsichtsrats | ||
| Name des Aufsichtsrats- mitglieds | Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren inländischen oder ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen | |
| Kelly Bennett (Vorsitzender) | – | |
| Jennifer Hyman | The Estée Lauder Companies Inc., USA (Mitglied des Verwaltungsrats) | |
| Niklas Östberg | trivago N.V., Deutschland (Mitglied des Verwaltungsrats) | |
| Anders Holch Povlsen | Heartland A/S und verschiedene Gesellschaften der Heartland- Gruppe (einschließlich Unternehmen der Bestseller-Gruppe sowie Intervare A/S und deren Tochtergesellschaften) sowie bei Gesellschaften mit Familienbezug (Mitglied des Verwaltungsrats) | |
| J.Lindeberg AB,Schweden (Mitglied des Verwaltungsrats) | ||
| Donau Agro Invest P/S, Dänemark (Mitglied des Verwaltungsrats) | ||
| Mariella Röhm-Kottmann (Stellvertretende Vorsitzende) | Siltronic AG, Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats) | |
| Bis März 2024: - ZF India Pvt. Ltd., Indien (Vorsitzende des Verwaltungsrats) - Compagnie Financière de ZF SAS, Frankreich (Vorsitzende des Aufsichtsrats) - ZF Services España, S.L., Spanien (Mitglied des Verwaltungsrats) | ||
| Susanne Schröter-Crossan | HelloFresh SE, Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats) | |
| Matti Ahtiainen | – | |
| Jade Buddenberg | – | |
| Anika Mangelmann | – |
Aufgaben Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Geschäftsführung unseres Unternehmens. Der Vorstand stimmt sich mit dem Aufsichtsrat im Hinblick auf die Strategie, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikosituation, das Risikomanagement und die Compliance unseres Unternehmens ab. Der Aufsichtsrat arbeitet zum Wohle des Unternehmens eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammen. Er ist der Unternehmenskultur und dem Founding Mindset des Unternehmens verpflichtet. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der Zalando SE und der Zalando-Gruppe werden unter Berücksichtigung des Bestätigungs- vermerks des unabhängigen Abschlussprüfers vom Aufsichtsrat geprüft und festgestellt bzw. gebilligt. Darüber hinaus billigt der Aufsichtsrat den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns des Vorstands sowie den Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung.
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Zudem überwacht er die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und der internen Unternehmensrichtlinien (Compliance). Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und legt die Vorstandsvergütung auf Grundlage des von der Hauptversammlung genehmigten Vergütungssystems fest. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, die auf unserer Unternehmenswebsite veröffentlicht wurde. Sie regelt die Arbeitsweise und Aufgabenteilung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse. Der Aufsichtsrat hält mindestens eine Sitzung im Kalendervierteljahr ab. Weitere Sitzungen werden einberufen, wenn dies erforderlich ist. Unser Aufsichtsrat tagt regelmäßig auch ohne den Vorstand. Ausschüsse Der Aufsichtsrat verfügte im Geschäftsjahr 2024 entsprechend seiner Geschäftsordnung über vier reguläre Ausschüsse: den Prüfungsausschuss, den Vergütungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den D&I- und Nachhaltigkeitsausschuss. Die Ausschüsse bestehen jeweils aus mindestens drei Mitgliedern. Der*Die jeweilige Vorsitzende der einzelnen Ausschüsse berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Ausschusstätigkeiten. Prüfungsausschuss Der Prüfungsausschuss überwacht den Rechnungslegungs- und Berichterstattungsprozess. Er befasst sich intensiv mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss der Zalando SE sowie dem zusammengefassten Lagebericht. Auf Grundlage des Bestätigungsvermerks des unabhängigen Abschlussprüfers spricht der Prüfungsausschuss Empfehlungen hinsichtlich der Feststellung des Jahresabschlusses und der Billigung des Konzernabschlusses aus. Zudem gibt er Empfehlungen an den Aufsichtsrat zum Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns ab. Außerdem prüft und erörtert der Prüfungsausschuss den Jahres- und Halbjahresbericht sowie die Quartalsmitteilungen und die vom Abschlussprüfer vorgenommene prüferische Durchsicht des Jahres- und Halbjahresberichts vor ihrer Veröffentlichung. Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Ferner überwacht der Prüfungsausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems einschließlich des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie des Risikomanagements. Er ist auch zuständig für Angelegenheiten von strategischer Bedeutung, sofern der Aufsichtsrat dem Prüfungsausschuss die entsprechende Befugnis übertragen hat. Der Prüfungsausschuss beaufsichtigt den Prüfungsprozess und ist insbesondere für die Bestellung des gesetzlichen Abschlussprüfers und die Überwachung der Prüfungsqualität zuständig. Er erörtert die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer sowie dessen Feststellungen und gibt insoweit Empfehlungen an den Aufsichtsrat. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses bespricht den Prüfungsfortschritt regelmäßig mit dem Abschlussprüfer und erstattet dem Prüfungsausschuss darüber Bericht. Der Prüfungsausschuss berät sich regelmäßig, auch ohne den Vorstand, mit dem Abschlussprüfer.
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| Mitglieder des Prüfungsausschusses bis 5. September 2024 | ||
| Mariella Röhm-Kottmann (Vorsitzende) | ||
| Matti Ahtiainen | ||
| Susanne Schröter-Crossan | ||
| Niklas Östberg | ||
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| Mitglieder des Prüfungsausschusses seit 5. September 2024 | ||
| Mariella Röhm-Kottmann (Vorsitzende) | ||
| Matti Ahtiainen | ||
| Susanne Schröter-Crossan | ||
| Kelly Bennett |
Gemäß § 107 Abs. 4 und § 100 Abs. 5 AktG muss mindestens ein Mitglied des Prüfungs- ausschusses über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied des Prüfungsausschusses über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Laut Empfehlung D.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme bestehen und der Sachverstand auf dem Gebiet Abschlussprüfung in besonderen Kenntnissen und Erfahrungen in der Prüfung der Finanzberichterstattung. Zur Rechnungslegung und Abschlussprüfung gehören auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung. Sowohl Mariella Röhm-Kottmann, Vorsitzende unseres Prüfungsausschusses, als auch Susanne Schröter-Crossan, Mitglied des Prüfungsausschusses, verfügen über den erforderlichen Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Mariella Röhm-Kottmann ist Diplom-Wirtschaftsingenieurin, hat das deutsche Wirtschaftsprüfer- und Steuerberaterexamen abgelegt und weist eine langjährige Berufserfahrung als Audit-Partnerin bei einer Big4-Wirtschaftsprüfungsgesellschaft auf. In ihrer derzeitigen Position als Chief Financial Officer der Sunlight Group Energy Storage Systems Industrial and Commercial Société Anonyme überwacht Mariella Röhm-Kottmann die Finanzgeschäfte, Strategie und ESG-Initiativen des Unternehmens. In ihrer vorherigen Position als Senior Vice President Finance der ZF Friedrichshafen AG verantwortete sie insbesondere für den Gesamtkonzern das externe und interne Rechnungswesen, das ESG-Reporting, das Risikomanagement- und interne Kontrollsystem sowie die globalen Shared Services. Mariella Röhm-Kottmann ist unabhängiges, die Anteilseigner*innen vertretendes Mitglied des Aufsichtsrats. Susanne Schröter-Crossan ist Diplom-Kauffrau und hat einen Master in Business Administration. Seit März 2024 leitet Susanne Schröter-Crossan als Chief Financial Officer die Finanzabteilung der Sennder Technologies GmbH. Von Juli 2020 bis März 2023 war sie Chief
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Financial Officer der LEG Immobilien SE und verantwortete dort die Bereiche Investor Relations, Finance & Controlling, Portfoliomanagement und Accounting & Taxes. Seit Mai 2021 ist Susanne Schröter-Crossan Mitglied des Aufsichtsrats der HelloFresh SE und ist dort Mitglied des Prüfungsausschusses. In diesen Positionen ist sie regelmäßig in vielfältige rechnungslegungs- und abschlussprüfungsbezogene Themen involviert. Das Prüfungsausschussmitglied Matti Ahtiainen verfügt über den erforderlichen Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung. Nach seinem Abschluss an der Helsinki School of Economics begann er seine berufliche Karriere als Accountant. In den letzten Jahren war Matti Ahtiainen in verantwortungsvollen Positionen in Finanzabteilungen verschiedener Unternehmen tätig, in denen er Fachkenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme gewonnen hat. Vergütungsausschuss Der Vergütungsausschuss befasst sich mit sämtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Vorstandsvergütung. Dies umfasst insbesondere die Zuständigkeit für das Vorstands- vergütungssystem des Unternehmens sowie die Höhe und Angemessenheit der Vorstandsvergütung. Der Vergütungsausschuss beurteilt die Leistung der Vorstandsmitglieder regelmäßig. Darüber hinaus unterstützt er den Aufsichtsrat bei der jährlichen Planung bezüglich Führungspositionen für die zwei Führungsebenen unterhalb des Vorstands und diesbezüglichen wesentlichen Änderungen sowie im Hinblick auf den entsprechenden Vergütungsrahmen für diese Positionen. Der Vergütungsausschuss gibt dem Aufsichtsrat Empfehlungen für seine Entscheidungsfindung. Der Vorsitzende des Vergütungsausschusses, Kelly Bennett, ist unabhängiges, die Anteilseigner*innen vertretendes Mitglied des Aufsichtsrats.
| Mitglieder des Vergütungsausschusse |
| Kelly Bennett (Vorsitzender) |
| Anika Mangelmann |
| Anders Holch Povlsen |
| Susanne Schröter-Crossan |
Nominierungsausschuss Der Nominierungsausschuss setzt sich ausschließlich aus Vertreter*innen der Anteils- eigner*innen zusammen. Er erstellt die Vorschläge des Aufsichtsrats für die Haupt- versammlung hinsichtlich der Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern unter Berücksichtigung der konkreten Ziele des Aufsichtsrats zu seiner Zusammensetzung. Auf Grundlage eines Zielprofils erstellt der Nominierungsausschuss eine Auswahlliste der verfügbaren Kandidat*innen, mit denen er strukturierte Interviews durchführt. Darin versucht er zu bestimmen, ob die betreffenden Kandidat*innen geeignet sind und ob ihnen ausreichend Zeit zur Verfügung steht, um die Pflichten eines Aufsichtsratsmitglieds mit der gebotenen Sorgfalt zu erfüllen. Er empfiehlt daraufhin dem Aufsichtsrat eine*n Kandidat*in zur Billigung mit einer Erläuterung seiner Empfehlung. Darüber hinaus überprüft der Nominierungsausschuss
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beabsichtigte Nebentätigkeiten der Vorstandsmitglieder, einschließlich Vorstands- und Aufsichtsratsmandate, und erteilt die erforderliche Zustimmung.
| Mitglieder des Nominierungsausschusses |
| Kelly Bennett (Vorsitzender) |
| Anders Holch Povlsen |
| Niklas Östberg |
D&I- und Nachhaltigkeitsausschuss Unser D&I- und Nachhaltigkeitsausschuss unterstützt den Vorstand und den Aufsichtsrat bei Maßnahmen in Bezug auf Diversität und Inklusion sowie Nachhaltigkeit als Teil der Konzernstrategie. Er soll die enge Einbindung des Aufsichtsrats in diese Bereiche und die damit verbundene Berichterstattung sicherstellen.
| Mitglieder des D&I- und Nachhaltigkeitsausschusses |
| Susanne Schröter-Crossan (Vorsitzende) |
| Jade Buddenberg |
| Jennifer Hyman |
| Mariella Röhm-Kottmann |
Schulungen Wir sind der Überzeugung, dass eine gute Unternehmensführung ein in hohem Maße ausgeprägtes Bewusstsein für die gesetzlichen Anforderungen voraussetzt. Die Aufsichtsratsmitglieder übernehmen die Verantwortung dafür, an für die Erfüllung ihrer Pflichten notwendigen Schulungen oder Weiterentwicklungsmaßnahmen teilzunehmen, und werden dabei vom Unternehmen unterstützt. Neue Mitglieder des Aufsichtsrats werden mit einem Onboarding unterstützt, das Themen wie Aufgaben, Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats, interne Organisation und Aufgaben der Ausschüsse des Aufsichtsrats, Interessenkonflikte und Eigengeschäfte von Führungskräften sowie Einblicke in unser Geschäftsmodell beinhaltet. Im Geschäftsjahr 2024 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Schulung zu Nachhaltigkeitsthemen, den entsprechenden Berichtspflichten und der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). Kelly Bennett als Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde hinsichtlich der jährlichen Governance Roadshow geschult, die Anfang des Jahres stattfand, um Governance-bezogene Themen mit institutionellen Anlegern zu besprechen. Ferner erhielt Mariella Röhm-Kottmann eine rechtliche Schulung zur Versammlungsleitung der Hauptversammlung.
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Selbstbewertung Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig die Wirksamkeit der Erfüllung seiner eigenen Tätigkeiten und der Tätigkeiten seiner Ausschüsse. Im Dezember 2024 erhielten die Aufsichtsratsmitglieder einen Fragebogen, um das Effizienzniveau im Rahmen einer Selbstbewertung zu überprüfen. Der Fragebogen hat insbesondere die Informationsversorgung des Aufsichtsrats, die Struktur und Effizienz der Sitzungen, die Organisation und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats, die Zusammensetzung des Aufsichtsrats, seine Nachfolgeplanung sowie den Informationsstand zu bestimmten Schwerpunktthemen, mit denen sich der Aufsichtsrat beschäftigt, zum Gegenstand. Es wurden keine nennenswerten Unzulänglichkeiten im Rahmen der Selbstbewertung identifiziert. Interessenkonflikte Jedes Aufsichtsratsmitglied hat dem Aufsichtsrat Interessenkonflikte offenzulegen, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratungs- oder Organfunktion bei Kund*innen, Lieferanten, Kreditgebern, Kreditnehmern oder sonstigen Dritten entstehen können. Bei wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten in der Person eines Aufsichtsratsmitglieds soll das betreffende Mitglied sein*ihr Amt niederlegen. Vergütung Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024, der Vermerk des Abschlussprüfers gemäß § 162 AktG und die jüngsten Beschlüsse der Hauptversammlung zur Vergütung des Aufsichtsrats gemäß § 113 AktG wurden auf unserer Unternehmenswebsite veröffentlicht. Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2024 ist in diesem Geschäftsbericht enthalten. 2.5.6Zielgröße der Frauenbeteiligung im Aufsichtsrat, im Vorstand und in den Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß §§ 76 Abs. 4 und 111 Abs. 5 AktG Bei Zalando legen wir unternehmensweit hohen Wert auf Diversität und Inklusion und sind überzeugt, dass nur eine vielfältige und integrative Kultur sicherstellt, dass wir die besten Talente anwerben und unseren Kund*innen gerecht werden können. Wir streben eine ausgewogene Geschlechtervertretung in unseren Führungspositionen an. Eine ausgewogene Vertretung ist definiert als 40/60-Korridor, d. h., Zalando strebt einen Frauen- und Männeranteil zwischen 40 % und 60 % an. Der Aufsichtsrat hat seine Verpflichtung, weiterhin eine ausgewogene Geschlechtervertretung innerhalb der Spanne von 40 bis 60 % anzustreben, bis zum 31. Dezember 2027 verlängert. Für die vier Führungsebenen unterhalb des Vorstands hat sich Zalando für jede Führungsebene zu einem Korridor zwischen 40 und 60 % bis zum 31. Dezember 2025 verpflichtet. Danach beabsichtigen wir, diese Zielgröße auf eine zusätzliche Führungsebene (Senior Team Lead) anzuwenden, um den Anteil von mindestens 40 bis 60 % Frauen bis zum 31. Dezember 2027 aufrechtzuerhalten bzw. zu steigern.
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Zum 31. Dezember 2024 stellt sich der Frauenanteil wie folgt dar: — 55,6 % im Aufsichtsrat, — 40 % im Vorstand, — 45,5 % in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands (SVPs), — 32,6 % in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands (VPs), — 33,3 % in der dritten Führungsebene unterhalb des Vorstands (Directors) und — 38 % in der vierten Führungsebene unterhalb des Vorstands (Heads). 2.5.7Hauptversammlung und Investor Relations Auf der innerhalb der ersten sechs Monate eines Geschäftsjahres stattfindenden Hauptversammlung können unsere Aktionär*innen ihre Rechte ausüben. Jede*r Aktionär*in ist berechtigt, an der Hauptversammlung teilzunehmen, sich zu Gegenständen der Tagesordnung zu äußern sowie entsprechende Fragen und Anträge zu stellen. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Hauptversammlung vom 24. Mai 2023 ermächtigte den Vorstand des Unternehmens, die Abhaltung einer virtuellen Hauptversammlung für einen Zeitraum von zwei Jahren nach der Eintragung der neuen Regelung in § 16a der Satzung in das Handelsregister vorzusehen. Die Hauptversammlung beschließt insbesondere über die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats und die Bestellung des Abschlussprüfers. Darüber hinaus beschließt sie sämtliche Satzungsänderungen. Die Hauptversammlung beschließt grundsätzlich mit beratendem Charakter über die Billigung des vom Aufsichtsrat vorgelegten Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder, über die konkrete Vergütung des Aufsichtsrats und mit empfehlendem Charakter über die Billigung des Vergütungsberichts für das vorausgegangene Geschäftsjahr. Der Vorstand legt der Hauptversammlung den Jahres- und den Konzernabschluss der Zalando SE sowie den zusammengefassten Lagebericht vor. Die nächste Hauptversammlung findet am 27. Mai 2025 statt und wird virtuell abgehalten. Die Einberufung und alle maßgeblichen Unterlagen werden auf der Unternehmenswebsite veröffentlicht. Wir fokussieren uns auf einen kontinuierlichen, transparenten und vertrauensvollen Austausch mit allen Kapitalmarktteilnehmer*innen. Über sämtliche maßgeblichen Geschäfts- entwicklungen informiert unser Investor Relations-Team regelmäßig auf unserer Unternehmenswebsite. Alle wichtigen Termine können dem Finanzkalender auf unserer Unternehmenswebsite entnommen werden. Bei kapitalmarktbezogenen Fragen steht unser Investor Relations-Team per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung.
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2.5.8Unternehmensführungspraktiken Das Corporate Compliance-Team von Zalando ist dafür zuständig, Compliance-Risiken aus Verstößen gegen Gesetze, Konzernrichtlinien und ethische Geschäftsstandards konzernweit zu überwachen, zu steuern, zu dokumentieren und zu melden. Unser Compliance- Managementsystem umfasst das Richtlinienmanagement, eine Helpdesk-Funktion, das Whistleblowing-Management (einschließlich damit verbundener Untersuchungen, falls erforderlich), Geschäftspartnerprüfungen und Compliance-bezogene Schulungen. Außerdem führt das Corporate Compliance-Team auch die mit der Risikobewertung und -steuerung im Bereich der Geschäftspartner-Compliance verbundenen Aufgaben aus. Somit werden rechtliche und ethische Risiken, die durch unseren Ethik- und Verhaltenskodex sowie die damit verbundenen Richtlinien abgedeckt sind, nun zentral innerhalb des Bereichs Corporate Governance gesteuert. Unsere konzernweite Richtlinienlandschaft ist um zwei grundlegende Richtlinien herum aufgebaut: unseren Ethikkodex und unseren Verhaltenskodex. Der Ethikkodex von Zalando beschreibt die Standards, an die wir uns als Unternehmen halten. Der Kodex baut auf unseren Grundwerten Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen und Fairness auf und dient uns so als grundlegende Richtlinie für unsere Interaktionen im Arbeitskontext. Er legt verpflichtende Standards für und klare Erwartungen an ein professionelles, ethisches und verantwortungsvolles Verhalten fest. Unser Ethikkodex verlangt von allen Mitarbeiter*innen Gesetzestreue und legt zudem unsere Erwartungen im Hinblick auf Diversität und Inklusion, respektvolles Verhalten und die Vermeidung von Interessenkonflikten dar. Die Förderung einer Kultur der offenen Aussprache, im Rahmen derer Mitarbeiter*innen sich aktiv einbringen und Bedenken äußern oder potenzielle Compliance-Verstöße melden können, stellt einen wesentlichen Teil der Kultur von Zalando dar. Diese Erwartungshaltung wird ergänzt durch das Versprechen, all diejenigen, die in gutem Glauben einen Vorfall melden, vor negativen Konsequenzen zu schützen. Der Kodex wurde allen Mitarbeiter*innen in zahlreichen Sprachen zur Verfügung gestellt und ist auf unserer Unternehmenswebsite abrufbar. Er verpflichtet zudem jede*n Mitarbeiter*in dazu, die in unseren internen Richtlinien, Grundsätzen und Verfahren festgelegten Datenschutzstandards einzuhalten. Der Schutz personenbezogener Daten und die gesetzmäßige Erhebung, Verarbeitung und Nutzung dieser Daten sind für Zalando von grundlegender Bedeutung, da sie nicht nur für die Daten in Bezug auf unsere Mitarbeiter*innen und Partner wesentlich sind, sondern vor allem für unsere Kund*innen und deren Vertrauen in unsere Produkte und Dienstleistungen. Dieses Vertrauen unserer Kund*innen ist die Grundlage für langfristige Kundenbeziehungen. Daher stellt Zalando sicher, dass regelmäßig Datenschutzschulungen für Mitarbeiter*innen stattfinden, und hat Datenschutzgrundsätze entwickelt, die Bewusstsein und Leitlinien für eine datenschutz- konforme Ausgestaltung und Führung des Geschäfts schaffen. Wir stellen unseren Mitarbeiter*innen eine speziell dafür vorgesehene Online-Ressource zur Verfügung, die Leitlinien dazu enthält, wie Zalando mit Mitarbeiterdaten umgeht, und darlegt, welche Rechte Mitarbeiter*innen hinsichtlich ihrer mit Zalando geteilten personenbezogenen Daten haben. Spezialisierte Datenschutzfunktionen werden darauf geschult, sämtliche Geschäftsbereiche mittels Leitlinien und Standards zu unterstützen, um sicherzustellen, dass konzernweit
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angemessene Schutzmaßnahmen bestehen. Zalando unterliegt europäischen und nationalen Datenschutzvorschriften und verfolgt Änderungen der Gesetzgebung genau, um die regulatorischen Anforderungen ordnungsgemäß umzusetzen. Im Berichtszeitraum haben wir unser Konzept fortgesetzt, außerhalb der Zentrale angesiedelte Enabler lokaler Gesellschaften als Compliance-Multiplikator*innen für Compliance-Themen und als zusätzliche, lokale Ansprechpartner*innen für das zentrale Corporate Compliance- Team einzusetzen. Dies schafft ein besseres Verständnis für die Herausforderungen, die sich lokal ergeben, und trägt dazu bei, fundierte Lösungen voranzubringen, indem (potenzielle) Barrieren bei der Suche nach Unterstützung zum Thema Compliance abgeschafft werden. Da für uns intern ethisches Verhalten eine Selbstverständlichkeit darstellt, führt dies auch zu vergleichbaren Ansprüchen gegenüber unseren externen Partnern. Daher legt der Verhaltenskodex von Zalando die Standards fest, an die sich unsere Geschäftspartner halten müssen. Er betrifft die Bereiche Menschenrechte, einschließlich Lieferketten-Compliance und Arbeitsrechte, Umweltschutz, faires und ethisches Geschäftsgebaren, Monitoring und Umgang mit Beschwerden. Unser Verhaltenskodex ist auf unserer Unternehmenswebsite veröffentlicht. Er gilt für alle Geschäftspartner, einschließlich der Lieferanten, Dienstleister, Plattformpartner, Händler, Berater und Vermittler, der Zalando SE und sämtlicher Tochterunternehmen. Wir erwarten von jedem einzelnen unserer Geschäftspartner die Anerkennung der in unserem Verhaltenskodex enthaltenen Standards sowie das Bestehen angemessener Managementsysteme und Due-Diligence-Verfahren. Zalando führt für bestimmte Gruppen von Geschäftspartnern oder bei Hinweisen auf potenzielle Compliance-Risiken eine Geschäftspartnerprüfung durch (Sanktions- listenscreening, Abgleich mit der Compliance-Datenbank sowie Überprüfung negativer Berichterstattung, im Falle von Auffälligkeiten gefolgt von einer detaillierten Überprüfung durch das Corporate Compliance-Team). Unsere Compliance-Schulung umfasst unseren Ethikkodex, Verhaltenskodex und Konzernrichtlinien, einschließlich Richtlinien zur Korruptionsbekämpfung, z. B. unsere Konzernrichtlinie über Zuwendungen, Geschenke, Veranstaltungen und Ausgaben. Für unsere Mitarbeiter*innen mit Führungsverantwortung halten wir die Schulung als Präsenz- veranstaltung bzw. über Videochat-Lösungen ab. Im Rahmen der Schulungen werden sämtliche Fragen zu relevanten Themen im Detail erörtert. Ein hoher Wissensstand unserer Führungskräfte, insbesondere im Hinblick auf unsere internen Richtlinien, ist für uns erstrebenswert, da diese Mitarbeiter*innen mit Führungsverantwortung Vorbilder sein sollen. Mitarbeiter*innen ohne Führungsverantwortung werden im Rahmen von E-Learnings für Compliance-relevante regulatorische Vorschriften sensibilisiert. Die E-Learnings sind verpflichtend für alle Mitarbeiter*innen, die eine Zalando-E-Mail-Adresse haben (mit Ausnahme definierter Rollen mit geringen Compliance-Risiken in der Logistik und den Stores). Jeder verpflichtenden Schulung folgt alle zwei Jahre eine verpflichtende Auffrischung. Die Mitarbeiter*innen erhalten eine automatische Erinnerung zur Erfüllung ihrer Trainings- verpflichtung. Erfüllen Mitarbeiter*innen ihre Pflichten nicht, wird der*die jeweilige Vorgesetzte informiert und regelmäßig erinnert, bis die Schulung abgeschlossen wurde.
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Im Berichtszeitraum wurden 30 Compliance Basics-Präsenzschulungen durchgeführt. 2023 waren es 46 Schulungen. Die Reduzierung unseres Trainingsangebotes beruht auf dem Wechsel zu webbasierten Trainings als Standardlösung, was uns einen größeren Teilnehmerkreis ermöglicht. Insgesamt absolvierten 4.759 Mitarbeiter*innen die Compliance- Basics-E-Learning-Kurse (2023: 4.988), davon waren 2.561 Mitarbeiter*innen der Zalando SE (2023: 2.785). Zur Vereinfachung der Meldung potenzieller Compliance-Verstöße an das Corporate Compliance-Team stehen verschiedene Kommunikationskanäle zur Verfügung. Verstöße können unter anderem in mehreren Sprachen und auf Wunsch anonym über ein Whistleblowing-Tool eines Drittanbieters gemeldet werden. Der anonyme und geschützte Meldekanal steht sowohl Mitarbeiter*innen als auch Dritten zur Verfügung (weitere Informationen hierzu finden sich in Verfahren, mit denen Bedenken geäußert werden können unter ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens in dem Abschnitt 2.8 Nachhaltigkeits- erklärung). Alle eingehenden Meldungen, die die Kriterien für einen potenziellen Compliance- Verstoß erfüllen, werden vom Corporate Compliance-Team untersucht; ist eine eingehende Meldung als schwerwiegender potenzieller Compliance-Verstoß einzuordnen, übernimmt ein Compliance-Panel die Entscheidung über Konsequenzen. Das Panel setzt sich aus erfahrenen Führungskräften und unserer Chief People Officer zusammen. Informationen zu aufgedeckten Compliance-Verstößen, wichtige Aktualisierungen von Verfahren oder Richtlinien werden mindestens vierteljährlich dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats berichtet. Darüber hinaus erhält er Informationen über die Teilnahmequote an Schulungen. Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex Unser Unternehmen folgt freiwillig den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex mit einer einzigen Ausnahme: Laut Anregung A.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex sollte der Vorstand im Fall eines Übernahmeangebots eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, in der die Aktionär*innen über das Übernahmeangebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen. Die strikte Befolgung dieser Anregung ist unseres Erachtens nicht im besten Interesse des Unternehmens und seiner Interessen- träger*innen. Die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung ist eine organisatorische Herausforderung und könnte die Implementierung notwendiger gesellschaftsrechtlicher Maßnahmen als Reaktion auf ein Übernahmeangebot verzögern. Daher würden wir eine außerordentliche Hauptversammlung lediglich auf Einzelfallbasis in geeigneten Situationen einberufen. 55 Die übernahmerechtlichen Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB sind Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts und bilden zugleich einen Teil der Erklärung zur Unternehmensführung mit der Entsprechenserklärung.
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2.6Übernahmerechtliche Angaben nach den §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht 55 Nachfolgend sind die nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB erforderlichen Angaben aufgeführt und erläutert. Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals Im Hinblick auf die Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals wird auf die Angabe 3.5.7 (20.) Eigenkapital im Anhang verwiesen. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen Die Zalando SE hielt zum Ende des Berichtsjahres 4.738.381 eigene Aktien, aus denen ihr gemäß § 71b AktG keine Rechte zustehen. Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 hielt Anders Holch Povlsen indirekt eine Beteiligung am Kapital der Zalando SE, die die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat. Informationen zur Höhe der vorstehend genannten Beteiligungen am Unternehmen sind unter 1.4 Die Zalando-Aktie – 2024 im Rückblick zu finden. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und die Änderung der Satzung Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands auf der Grundlage der Art. 9 Abs. 1, Art. 39 Abs. 2 und Art. 46 SE-Verordnung, §§ 84, 85 AktG und § 7 Abs. 4 der Satzung für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren. Wiederbestellungen sind zulässig. Der Aufsichtsrat ist berechtigt, die Bestellung eines Vorstandsmitglieds aus wichtigem Grund zu widerrufen (siehe Art. 9 Abs. 1, Art. 39 Abs. 2 SE-Verordnung, § 84 AktG für nähere Informationen). Gemäß § 7 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Anzahl der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat bestimmt. Änderungen der Satzung beschließt die Hauptversammlung. Soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen entgegenstehen, ist gemäß § 20 Abs. 2 der Satzung für Änderungen der Satzung eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen oder, sofern mindestens die Hälfte des Aktienkapitals vertreten ist, eine einfache Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen erforderlich. Nach § 12 Abs. 5 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ist der Aufsichtsrat befugt, die Fassung der Satzung anzupassen, um einer Erhöhung des Grundkapitals aus genehmigtem Kapital oder dem Ablauf des Ermächtigungszeitraums Rechnung zu tragen.
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Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder eigene Aktien zurückzukaufen Nach teilweiser Ausübung einer entsprechenden Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Juni 2020 durch Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat vom 13. Juni 2022 ist der Vorstand noch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital des Unternehmens in der Zeit bis zum 22. Juni 2025 einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 99.254.719,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 99.254.719 neuen auf den*die Inhaber*in lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Den Aktionär*innen ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionär*innen in den in der Ermächtigung erläuterten Fällen auszuschließen. Die insgesamt aufgrund der Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien dürfen weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung noch zum Zeitpunkt ihrer Ausübung 20 % des Grundkapitals überschreiten. Die vorgenannte 20 %-Grenze umfasst (i) unter Bezugsrechtsausschluss veräußerte eigene Aktien sowie (ii) Aktien, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und/oder Optionsrechten bzw. -pflichten auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 23. Juni 2020 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionär*innen ausgegeben worden sind. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien nehmen ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Soweit gesetzlich zulässig kann der Vorstand jedoch vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats bestimmen, dass die neuen Aktien ab Beginn eines bereits vergangenen Geschäftsjahres, für das zum Zeitpunkt der Aktienemission kein Beschluss der Hauptversammlung zur Verwendung des Jahresüberschusses vorlag, dividendenberechtigt sind. Das Grundkapital der Zalando SE ist um bis zu 3.053.650,00 EUR durch die Ausgabe von bis zu 3.053.650 neuen auf den*die Inhaber*in lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2014). Das Bedingte Kapital 2014 ist ausschließlich zur Erfüllung der Bezugsrechte zu verwenden, die Arbeitnehmer*innen unseres Unternehmens sowie Mitgliedern der Führungsgremien und Arbeitnehmer*innen von verbundenen Unternehmen des Unternehmens im Sinne von §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit dem Aktienoptionsprogramm 2014 gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung des Unternehmens vom 3. Juni 2014, geändert durch die Hauptversammlungen am 11. Juli 2014, 23. Juni 2020 und 18. Mai 2022, gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Bezugsrechte gemäß dem Aktienoptionsprogramm 2014 gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Juni 2014, geändert durch die Hauptversammlungen am 11. Juli 2014, 23. Juni 2020 und 18. Mai 2022 ausgegeben wurden, die Inhaber*innen der Bezugsrechte ihre Rechte ausüben und das Unternehmen keine eigenen Aktien zur Erfüllung der Bezugsrechte verwendet. Das Grundkapital der Zalando SE ist um bis zu 3.001.764,00 EUR gegen Bar- bzw. Sacheinlagen durch die Ausgabe von bis zu 3.001.764 auf den*die Inhaber*in lautenden neuen Stückaktien mit einem Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR zur Erfüllung der Bezugsrechte auf Aktien des Unternehmens bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Das Bedingte Kapital 2016 dient lediglich der Erfüllung von gemäß dem Beschluss der
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Hauptversammlung des Unternehmens vom 31. Mai 2016, geändert durch den Beschluss unserer Hauptversammlung vom 18. Mai 2022, einmalig oder mehrmals – teilweise als Komponente von Wertsteigerungsrechten – gewährten Bezugsrechten. Die neuen Aktien sind entweder gegen eine Barzahlung in Höhe des niedrigsten Ausgabepreises im Sinne des § 9 Abs. 1 AktG zu beziehen oder gegen eine Einbringung der Vergütungsansprüche der Teilnehmer*innen gemäß den ihnen gewährten Wertsteigerungsrechten, die gemäß der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016, geändert durch den Beschluss der Hauptversammlung des Unternehmens vom 18. Mai 2022, gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Bezugsrechte oder Wertsteigerungsrechte mit Bezugsrechten gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2016, geändert durch den Beschluss der Hauptversammlung des Unternehmens vom 18. Mai 2022, ausgegeben wurden, die Inhaber*innen von Bezugsrechten ihre Rechte ausüben und das Unternehmen keine eigenen Aktien oder Barzahlungen zur Erfüllung der Bezugsrechte gewährt. Die Bezugsaktien werden zum niedrigsten Ausgabepreis von 1,00 EUR ausgegeben. Das Grundkapital der Zalando SE ist um bis zu 1.522.269,00 EUR durch die Ausgabe von bis zu 1.522.269 neuen auf den*die Inhaber*in lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019). Das Bedingte Kapital 2019 dient ausschließlich der Erfüllung der Bezugsrechte, die Mitgliedern des Vorstands des Unternehmens im Zusammenhang mit dem Long-Term Incentive 2018 gemäß dem Beschluss unserer Hauptversammlung vom 22. Mai 2019 unter Tagesordnungspunkt 7, geändert gemäß dem Beschluss unserer Hauptversammlung vom 18. Mai 2022, gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als die Inhaber*innen der gewährten Bezugsrechte ihre Rechte, Aktien des Unternehmens zu beziehen, ausüben und das Unternehmen keine eigenen Aktien oder Barzahlungen zur Erfüllung der Bezugsrechte gewährt. Die neuen Aktien aus dem bedingten Kapital werden zum Mindestausgabebetrag gemäß § 9 Abs. 1 AktG ausgegeben. Das Grundkapital ist um bis zu 75.199.787,00 EUR durch die Ausgabe von bis zu 75.199.787 neuen auf den*die Inhaber*in lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Aktien an die Inhaber*innen/Gläubiger*innen von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder einer Kombination aus diesen Instrumenten, die gemäß der in der Hauptversammlung am 23. Juni 2020 unter Tagesordnungspunkt 11b) beschlossenen Ermächtigung in der Zeit bis zum 22. Juni 2025 vom Unternehmen oder einem nachgeordneten Konzernunternehmen des Unternehmens ausgegeben werden und die ein Wandlungs- oder Optionsrecht auf neue auf den*die Inhaber*in lautende Stückaktien des Unternehmens gewähren oder eine Wandlungs- oder Optionspflicht oder eine Option vorsehen, die den*die Emittent*in zur Lieferung von Aktien berechtigt, soweit sie gegen Bareinlagen ausgegeben werden. Die neuen Aktien werden jeweils zum Wandlungs- bzw. Optionspreis ausgegeben, der gemäß dem zuvor genannten Ermächtigungsbeschluss festgelegt wird. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Wandlungs- oder Optionsrechte ausgeübt werden, Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllt werden oder eine Option, die den*die Emittent*in zur Lieferung von Aktien berechtigt, ausgeübt wird und die Erfüllung nicht auf sonstige Weise erfolgt. Der Vorstand ist ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhungen festzulegen. 56 Der Begriff „LTI 2021“ beinhaltet sämtliche Planregelungen im Rahmen des Vergütungssystems 2021, unabhängig vom Gewährungszeitpunkt, d. h. die Planregelungen mit den Bezeichnungen LTI 2021, LTI 2021/2022, LTI 2023 und LTI 2024.
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Die neuen Aktien aus dem Bedingten Kapital 2014, dem Bedingten Kapital 2016, dem Bedingten Kapital 2019 und dem Bedingten Kapital 2020 nehmen ab Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, am Gewinn teil. Ungeachtet dessen nehmen die neuen Aktien ab Beginn des dem Geschäftsjahr ihrer Entstehung vorausgehenden Geschäftsjahres am Gewinn teil, wenn die Hauptversammlung noch keinen Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns des dem Geschäftsjahr ihrer Entstehung vorausgehenden Geschäftsjahres gefasst hat. Der Vorstand ist gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 23. Juni 2020 ermächtigt, bis zum 22. Juni 2025 eigene Aktien zu jedem zulässigen Zweck bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz des Unternehmens befinden oder ihm nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen. In Ergänzung dazu ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 22. Juni 2025 eigene Aktien durch Einsatz von Derivaten zu erwerben. Alle Aktienerwerbe unter Einsatz von Derivaten sind dabei auf Aktien in einem Umfang von höchstens 5 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert geringer ist – zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals beschränkt. Wegen der jeweiligen Einzelheiten der Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wird auf die Beschlussvorschläge von Vorstand und Aufsichtsrat zu den Tagesordnungspunkten 8 und 9 unserer Hauptversammlung vom 23. Juni 2020 verwiesen, die am 15. Mai 2020 im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden sind. Entschädigungsvereinbarungen des Unternehmens, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmer*innen getroffen sind Die Long-Term Incentives LTI 2018, LTI 2019, LTI 2021 56 und das Rolling Long-Term Incentive LTI 2024 sehen eine Ablösungsmöglichkeit von den Aktienoptionsrechten des Vorstands im Falle eines Change-of-Control-Ereignisses vor. Der Aufsichtsrat und der Vorstand sind berechtigt, die Aufhebung der ausstehenden erdienten Optionen gegen eine Zahlung durch das Unternehmen zu verlangen. Zum Zeitpunkt eines Kontrollwechsels noch nicht erdiente Optionen des LTI 2018, des LTI 2019, des LTI 2021 und des Rolling LTI 2024 können nach Ermessen des Aufsichtsrats durch ein neues, wirtschaftlich gleichwertiges Programm ersetzt werden.
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Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen Die wesentlichen Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen, betreffen die revolvierende Kreditfazilität, die Wandelanleihen, verschiedene Reverse- Factoring-Verträge sowie Einzelverträge in den Bereichen B2B-Fulfilment-Services, Logistikdienstleistungen Dritter und Verpackungen. Für den Fall eines Kontrollwechsels sehen diese für den*die Kreditgeber*in das Recht zur Kündigung und vorzeitigen Fälligstellung der Rückzahlung bzw. für Factoring-Anbieter das Recht zur Kündigung oder Neuverhandlung der Vertragskonditionen vor. Für den Fall eines Kontrollwechsels ist jede*r Anleihegläubiger*in berechtigt, alle oder einzelne seiner*ihrer Schuldverschreibungen, die noch nicht gewandelt oder zurückgezahlt wurden, fällig zu stellen. Wenn ein*e Anleihegläubiger*in die Schuldverschreibungen kündigt, müssen wir die Schuldverschreibungen am Kontrollerwerbsstichtag zurückzuzahlen.
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2.7Ergänzende Lageberichterstattung zum Jahresabschluss der Zalando SE Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Zalando SE wurden zusammengefasst. Die folgenden Erläuterungen basieren auf dem Jahresabschluss der Zalando SE, der nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes in Verbindung mit Art. 61 EU-VO 2157/2001 aufgestellt wurde. 2.7.1Geschäftstätigkeit Die Zalando SE ist das Mutterunternehmen der Zalando-Gruppe. Ihr Sitz ist die Konzernzentrale in Berlin. Das Unternehmen betreibt eine europäische Online-Plattform für Mode und Lifestyle und verbindet Kund*innen, Marken und Partner. Die Geschäftstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Entwicklung, Beschaffung, Vermarktung, den Handel und den Provisionsverkauf von Waren verschiedener Art, insbesondere Bekleidung und Schuhe, sowie damit verbundene Dienstleistungen für Kund*innen und Partner. Weitere Aufgaben umfassen das Management der Online-Destinationen, das Personalmanagement, die IT, das Finanzmanagement sowie das Risikomanagement. Die Zalando SE wird als Konzernobergesellschaft durch ihren Vorstand vertreten, der für die Ausrichtung des Konzerns zuständig ist und die Strategie des Unternehmens bestimmt. Der Jahresabschluss der Zalando SE wird nach deutschem Handelsrecht aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Daraus ergeben sich Unterschiede bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Unterschiede betreffen vor allem die Rückstellungen, das Anlagevermögen, Finanzinstrumente und latente Steuern. Darüber hinaus hat die Zalando SE umfangreiche Liefer- und Leistungsbeziehungen mit ihren Tochterunternehmen. Die erbrachten Leistungen umfassen im Wesentlichen Logistik- und Vertriebsdienstleistungen, Content-Erstellung, Kundenservice sowie Einkaufsdienstleistungen, Verwaltungsdienstleistungen, Zahlungsdienste und IT-Dienstleistungen. 2.7.2Wirtschaftslage der Zalando SE Die Ertragslage der Zalando SE wird in folgender verkürzter Gewinn- und Verlustrechnung nach Aufwandsarten innerhalb des Unternehmens dargestellt. 2024 war für die E-Commerce- Modebranche ein Jahr der Erholung und der Rückkehr zum Wachstum. Günstigere wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie sinkende Inflation und steigende Löhne sorgten für ein besseres Konsumklima. Dieser positive Trend schlug sich in höheren Konsumausgaben nieder, insbesondere im Online-Handel. Nach einem schwierigen Jahr 2023 hat sich Zalando erfolgreich auf die veränderte Dynamik eingestellt und ist 2024 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Um diese Chancen weiter zu nutzen und die eigene Marktposition zu festigen, hat Zalando im März 2024 seine weiterentwickelte Strategie vorgestellt. Ziel ist es, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt rund um
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die beiden Wachstumsfelder B2C (Business-to-Consumer) und B2B (Business-to-Business) aufzubauen. Unsere strategischen Initiativen haben wir auf unsere drei B2C- Wachstumsbereiche ausgerichtet: Differenzierung durch Qualität, Ausbau des Lifestyle- Angebots sowie Inspiration und Unterhaltung. Im B2B-Bereich entwickeln wir mit ZEOS ein europaweites E-Commerce-Betriebssystem für die Mode- und Lifestyle-Branche. Durch diese Maßnahmen konnten wir unseren Umsatz steigern und unser Betriebsergebnis deutlich verbessern.
| Gewinn- und Verlustrechnung der Zalando SE gemäß HGB (Kurzform) | ||||||||||
| in Mio. EUR | 2024 | In % vom Umsatz | 2023 | In % vom Umsatz | Verände- rung in Prozent- punkten | |||||
| Umsatzerlöse | 10.272,6 | 100,0 % | 9.859,4 | 100,0 % | 0,0 pp | |||||
| Aktivierte Eigenleistungen | 65,7 | 0,6 % | 54,3 | 0,6 % | 0,1 pp | |||||
| Sonstige betriebliche Erträge | 186,5 | 1,8 % | 291,0 | 3,0 % | -1,1 pp | |||||
| Materialaufwand | -5.254,3 | -51,1 % | -5.318,2 | -53,9 % | 2,8 pp | |||||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 5.270,5 | 51,3 % | 4.886,6 | 49,6 % | 1,7 pp | |||||
| Personalaufwand | -642,1 | -6,3 % | -661,9 | -6,7 % | 0,5 pp | |||||
| Abschreibungen | -80,3 | -0,8 % | -84,1 | -0,9 % | 0,1 pp | |||||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.321,6 | -42,1 % | -4.126,4 | -41,9 % | -0,2 pp | |||||
| Betriebliches Ergebnis | 226,5 | 2,2 % | 14,1 | 0,1 % | 2,1 pp | |||||
| Finanzergebnis | 10,3 | 0,1 % | 27,3 | 0,3 % | -0,2 pp | |||||
| Ergebnis vor Steuern | 236,8 | 2,3 % | 41,4 | 0,4 % | 1,9 pp | |||||
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -77,6 | -0,8 % | -39,7 | -0,4 % | -0,4 pp | |||||
| Sonstige Steuern | -6,4 | -0,1 % | -1,9 | 0,0 % | 0,0 pp | |||||
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 152,8 | 1,5 % | -0,2 | 0,0 % | 1,5 pp | |||||
| Betriebliches Ergebnis Marge | 2,2 % | – | 0,1 % | – | 2,1 % |
Die Umsatzerlöse, als wichtigste Kennzahl der Zalando SE, erhöhten sich im Berichtszeitraum um 413,2 Mio. EUR auf 10.272,6 Mio. EUR. Der Anstieg um 4,2 % war auf die leicht anziehende Kundennachfrage und die gestiegene Anzahl aktiver Kund*innen im Jahr 2024 zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren die positive Entwicklung unseres Retail-Geschäfts, ein kontinuierlich wachsendes Partnergeschäft und ein starkes Umsatzwachstum im B2B- Bereich. Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus der Währungsumrechnung, der Auflösung von Rückstellungen und Konzernverrechnungen. Der Materialaufwand verringerte sich um 63,9 Mio. EUR auf 5.254,3 Mio. EUR. Die Optimierung der Bestandsverwaltung führte zu höheren Abverkaufsquoten mit positivem Einfluss auf die Bruttogewinnmarge. Insgesamt erzielte das Unternehmen im Geschäftsjahr
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2024 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von 5.270,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4.886,6 Mio. EUR). Der Personalaufwand sank 2024 um 19,9 Mio. EUR auf 642,1 Mio. EUR, hauptsächlich beeinflusst durch den Rückgang der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeiter*innen um 254 von 6.292 im Vorjahr auf 6.038 Mitarbeiter*innen. Die Abschreibungen sind um 3,8 Mio. EUR gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fulfilmentkosten und Marketingaufwendungen. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 195,2 Mio. EUR ergibt sich in erster Linie durch einen Anstieg in diesen Aufwandskategorien. Die Fulfilmentkosten stiegen langsamer als der Umsatz. Dies ist auf eine verbesserte Wirtschaftlichkeit von Bestellungen bezogen auf eine höhere durchschnittliche Warenkorbgröße und Kostensenkungen sowie auf die Skalierung unseres ZEOS Fulfilment- Geschäfts zurückzuführen. Die Marketingausgaben sind gestiegen, weil wir die Investitionen in Performance Marketing strategisch erhöht haben, um die verbesserte Umsatzdynamik zu nutzen. Darüber hinaus haben wir mehrere wichtige Kampagnen gestartet, um die Nachfrage anzukurbeln und die Markenbekanntheit zu erhöhen. Das betriebliche Ergebnis in Höhe von 226,5 Mio. EUR stieg um 2,1 Prozentpunkte des Umsatzes, sodass es solide ausfiel. Dies war vor allem auf den Rückgang des Materialaufwands und des Personalaufwands zurückzuführen. Das Finanzergebnis enthält im Berichtszeitraum im Wesentlichen einen Zinsaufwand in Höhe von 102,6 Mio. EUR (Vorjahr: 92,7 Mio. EUR) und Zinserträge in Höhe von 108,1 Mio. EUR (Vorjahr: 67,6 Mio. EUR), Erträge aus langfristigen Ausleihungen in Höhe von 21,5 Mio. EUR (Vorjahr: 24,4 Mio. EUR), Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 30,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) sowie Erträge aus Gewinnabführungen in Höhe von 30,8 Mio. EUR (Vorjahr: 33,2 Mio. EUR) und Aufwendungen aus Verlustübernahmen in Höhe von 24,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. EUR). In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind die latenten Steuern sowie die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag erfasst. Sie umfassen Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag. Der Körperschaftsteuersatz für den Veranlagungszeitraum 2024 betrug unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags wie im Vorjahr 15,8 %. Der maßgebliche Gewerbesteuersatz lag bei 14,7 % (Vorjahr: 14,8 %). Laufende und latente Steuern sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Latente Steuern | 19,3 | 4,5 | ||
| Laufende Steuern im Inland | -96,9 | -44,2 | ||
| Summe | -77,6 | -39,7 | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 |
Vermögenslage und Finanzlage Die Vermögenslage der Zalando SE wird in folgender verkürzter Bilanz dargestellt:
| Aktiva | ||||||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||||||
| Langfristige Vermögensgegenstände | 2.181,2 | 33,2 % | 2.113,3 | 34,5 % | 67,9 | |||||
| Umlaufvermögen | 4.287,6 | 65,3 % | 3.943,9 | 64,5 % | 343,7 | |||||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 38,6 | 0,6 % | 21,7 | 0,4 % | 16,8 | |||||
| Aktive latente Steuern | 58,2 | 0,9 % | 38,9 | 0,6 % | 19,3 | |||||
| Gesamtvermögen | 6.565,6 | 100,0 % | 6.117,9 | 100,0 % | 447,7 | |||||
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| Passiva | ||||||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||||||
| Eigenkapital | 2.051,0 | 31,2 % | 1.915,8 | 31,3 % | 135,2 | |||||
| Rückstellungen | 715,2 | 10,9 % | 633,8 | 10,4 % | 81,4 | |||||
| Verbindlichkeiten | 3.772,8 | 57,5 % | 3.554,9 | 58,1 % | 217,9 | |||||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 26,7 | 0,4 % | 13,5 | 0,2 % | 13,2 | |||||
| Gesamtkapital | 6.565,6 | 100,0 % | 6.117,9 | 100,0 % | 447,7 |
Das Gesamtvermögen der Zalando SE hat um 7,3 % zugenommen. Das Vermögen der Zalando SE setzt sich vornehmlich aus Finanzanlagen und Umlaufvermögen, insbesondere Wertpapieren und Zahlungsmitteln, Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Vorräten und Forderungen, zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital sowie kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrafen im Geschäftsjahr 2024 in erster Linie die Finanzanlagen (367,3 Mio. EUR), die im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen (172,2 Mio. EUR) umfassen, Anteile an verbundenen Unternehmen (115,6 Mio. EUR) und Beteiligungen (79,6 Mio. EUR) sowie immaterielle Vermögenswerte (80,2 Mio. EUR). Investitionen in Tochterunternehmen wurden vor allem zur Finanzierung von Infrastruktur sowie für die Ausweitung der Geschäftstätigkeit der Tochterunternehmen getätigt. Die Zunahme der Beteiligungen ist auf unseren Erwerb von Aktien von ABOUT YOU zurückzuführen, die wir zum 31. Dezember 2024 mit 79,6 Mio. EUR bilanzierten. Die Abgänge umfassen im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen (262,1 Mio. EUR) und wiesen daher einen Nettorückgang auf. Haupttreiber für den Anstieg des Umlaufvermögens im Geschäftsjahr 2024 waren konzerninterne Forderungen (369,7 Mio. EUR) und das Vorratsvermögen (175,2 Mio. EUR). Die Zahlungsmittel und Wertpapiere sind um 266,7 Mio. EUR gesunken. Der Anstieg der Vorräte ist hauptsächlich auf den höheren Wareneingang zurückzuführen. Das Vorratsvermögen beinhaltete hauptsächlich Waren für das operative Kerngeschäft der
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Zalando SE. Der Anstieg der konzerninternen Forderungen entfällt größtenteils auf Forderungen aus konzerninternem Factoring. Der Saldo erhöhte sich infolge der späteren Zahlungen. Dabei wurde eine Verlängerung des Zeitraums, für den Rückstellungen für Retouren gebildet werden, berücksichtigt. Die Eigenkapitalquote beträgt 31,2 % (Vorjahr: 31,3 %). Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen um 299,3 Mio. EUR auf 4.488,0 Mio. EUR, hauptsächlich bedingt durch die höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und konzerninternen Verbindlichkeiten. Diese wurden durch die geringeren Verbindlichkeiten aus Wandelanleihen, die sich aus dem teilweisen Rückkauf mit einem Nennbetrag von 100,0 Mio. EUR ergaben, teilweise ausgeglichen. Dieser Posten beinhaltet zum 31. Dezember 2024 insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, konzerninterne Verbindlichkeiten, die Wandelanleihe, Rückstellungen für Ansprüche aus Retouren sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Fulfilmentkosten und Marketingaufwendungen. Ferner wurden im Rahmen von Reverse-Factoring-Vereinbarungen Lieferantenforderungen gegen Zalando in Höhe von insgesamt 639,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 590,1 Mio. EUR) an verschiedene Factoring-Anbieter übertragen. Der Ausweis dieser Positionen erfolgt in der Bilanz unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Im Hinblick auf die Liquiditätssituation und die finanzielle Entwicklung der Zalando SE verweisen wir auf die finanzielle Entwicklung der Zalando-Gruppe, die im Wesentlichen die finanzielle Entwicklung der Zalando SE widerspiegelt. Die Zalando SE verantwortet das Cashmanagement der Zalando-Gruppe. Zalando hat im Geschäftsjahr 2024 einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 62,9 Mio. EUR (Vorjahr: 599,4 Mio. EUR) erwirtschaftet. Neben dem Periodenergebnis von 152,8 Mio. EUR wirkten sich der Anstieg des Vorratsvermögens und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen maßgeblich auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2024 im Wesentlichen durch Kapitalerhöhungen in Tochterunternehmen geprägt, die für Investitionen in die Logistikinfrastruktur verwendet wurden, sowie durch Investitionen in erworbene und selbst geschaffene Software. Darüber hinaus erwarben wir Anteile an ABOUT YOU im Wert von 79,6 Mio. EUR. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit umfasste im Wesentlichen Auszahlungen für den Rückerwerb eigener Aktien in Höhe von 99,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) im Rahmen unseres Aktienrückkaufprogramms sowie den Rückerwerb von Wandelanleihen in Höhe von 95,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Der Finanzmittelbestand setzte sich aus Bank- und Kassenbeständen sowie Festgeldanlagen bei Kreditinstituten und Geldmarktfonds zusammen.
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Die Zalando SE war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.7.3Risiken und Chancen Die Geschäftsentwicklung der Zalando SE unterliegt im Wesentlichen den gleichen operativen Risiken und Chancen wie die des Konzerns. An den operativen Risiken der Tochter- unternehmen partizipiert die Zalando SE in vollem Umfang. Die Aussagen zur Gesamt- bewertung der Risikosituation des Konzerns durch den Vorstand gelten daher auch als Zusammenfassung der Risikosituation der Zalando SE. Die nach § 289 Abs. 5 HGB geforderte Beschreibung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems für die Zalando SE erfolgt im Risiko- und Chancenbericht des Konzerns. 2.7.4Ausblick Aufgrund der Verflechtungen der Zalando SE mit den Konzernunternehmen und ihres Gewichts im Konzern wird auf die für den Konzern getroffenen Aussagen zur Intensität und Richtung der Umsatzentwicklung verwiesen. Die dort getroffenen Aussagen spiegeln im Hinblick auf Trends und Intensität der erwarteten Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen auch die Erwartungen für das Mutterunternehmen wider. Berlin, 5. März 2025 Robert GentzDavid Schröder David SchneiderDr. Astrid Arndt
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2.8Nachhaltigkeitserklärung 2.8.1Allgemeine Angaben Grundlagen für die Erstellung Diese zusammengefasste nichtfinanzielle Konzernerklärung (im Folgenden auch „Nachhaltigkeitserklärung“) wurde zur Erfüllung der Anforderungen der Richtlinie (EU) 2022/2464 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD) und des Artikels 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (im Folgenden „EU-Taxonomie“ oder „EU-Taxonomie Verordnung“) sowie zur Erfüllung der Anforderungen der §§ 315b und 315c Handelsgesetzbuch (HGB) an eine nichtfinanzielle Konzernerklärung und der §§ 289b bis 289e HGB an eine nichtfinanzielle Erklärung der Zalando SE aufgestellt. Die zusammengefasste nichtfinanzielle Erklärung bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024. Gemäß § 289b und § 315b HGB hat die Zalando SE als Mutterunternehmen für die Zalando SE und den Zalando-Konzern eine nichtfinanzielle (Konzern-)Erklärung zu erstellen. Die folgenden Inhalte stellen die zusammengefasste nichtfinanzielle Konzernerklärung für das Geschäftsjahr 2024 für die Zalando SE und die Zalando-Gruppe dar (nachfolgend „Zalando“). Gemäß § 289d HGB erfolgte die Erstellung der nichtfinanziellen Konzernerklärung unter Zugrundelegung der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) als Rahmenwerk. Da alle beschriebenen Aspekte für die Zalando SE und den Konzern gleichermaßen gelten, erfolgte keine gesonderte Anwendung eines Rahmenwerks i.S.d. § 289d HGB für das Mutterunternehmen. Der Inhalt dieser Erklärung beruht auf den Ergebnissen einer doppelten Wesentlichkeitsanalyse (Double Materiality Assessment, DMA), die 2024 gemäß den Vorgaben der CSRD und der ESRS durchgeführt wurde. Die Erklärung behandelt Themen, die für unsere Interessenträger*innen relevant sind oder zu deren Angabe Zalando aufgrund nationaler Vorschriften verpflichtet ist. Die Nachhaltigkeitserklärung enthält daher Angaben zu den Aspekten Umweltbelange, Arbeitnehmerbelange, Sozialbelange, Achtung der Menschenrechte sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Weiterhin kommen wir den Offenlegungspflichten der EU-Taxonomie-Verordnung nach.
| Übersicht HGB-Aspekte und ESRS-Themen | ||
| HGB-Aspekt | ESRS-Thema | |
| Umweltbelange | ESRS E1 Klimawandel ESRS E2 Umweltverschmutzung ESRS E3 Wasserressourcen ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | |
| Arbeitnehmerbelange | ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | |
| Sozialbelange | ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer | |
| Achtung der Menschenrechte | ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | |
| Bekämpfung von Korruption und Bestechung | ESRS G1 Unternehmensführung Allgemeine Angaben: GOV-1 | |
| Weitere | Innovation und Partnerschaften | |
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Die Nachhaltigkeitserklärung wurde auf konsolidierter Basis nach den gleichen Grundsätzen wie der Konzernabschluss erstellt. Die konsolidierten quantitativen Umwelt-, Sozial- und Governance (Environmental, Social and Governance, ESG)-Daten umfassen somit das Mutterunternehmen Zalando SE und die von Zalando SE beherrschten Tochterunternehmen. Die Anzahl der im Konsolidierungskreis eingeschlossenen Tochtergesellschaften belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 58 (Vorjahr: 58). Assoziierte Unternehmen und Gemeinschafts- unternehmen sind nicht in die konsolidierten ESG-Kennzahlen einbezogen. Sofern nicht anders angegeben, erfolgt die Konsolidierung aller quantitativen ESG-Kennzahlen gemäß den vorstehenden Grundsätzen. Gegebenenfalls abweichende Regelungen sind den nachhaltigkeitsbezogenen Rechnungslegungsmethoden zu entnehmen, die bei den jeweiligen ausgewiesenen Kennzahlen in den Abschnitten E, S und G aufgeführt sind. Wir steuern die Auswirkungen, Risiken und Chancen (Impacts, Risks and Opportunities, IROs) aktiv durch unsere Tätigkeiten und passen unsere Konzernstrategie regelmäßig unseren Prioritäten sowie Veränderungen der wirtschaftlichen, finanziellen und regulatorischen Rahmenbedingungen an. Unsere Konzepte, Maßnahmen und Ziele gelten grundsätzlich für die gesamte Zalando-Gruppe. In Fällen, in denen sich Konzepte, Maßnahmen oder Ziele nur auf eine bestimmte Aktivität oder Geschäftseinheit beziehen oder bestimmte Aktivitäten oder Geschäftseinheiten ausgeschlossen sind, wird dies in der Nachhaltigkeitserklärung klar dargelegt. Die Nachhaltigkeitserklärung deckt die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette wie folgt ab: — Vorgelagerte Wertschöpfungskette: Beschaffung von Rohstoffen, Herstellung und Produktion (wir besitzen selbst keine Herstellungs- oder Produktionsanlagen), Verpackungslieferanten und Markenpartner. — Nachgelagerte Wertschöpfungskette: Logistik und Transport, Nutzungsphase der Kund*innen (zu Kund*innen zählt jede Person, die Produkte auf unseren Websites oder in unseren Outlets kauft), Ende der Lebensdauer und Kreislaufwirtschaft, Einbindung von Kund*innen und Plattformpartnern. Der Umfang unserer DMA für die vor- und/oder nachgelagerte Wertschöpfungskette ist dem nachfolgenden Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen zu entnehmen. Das Ausmaß, in dem Daten über die Wertschöpfungskette in Konzepte, Maßnahmen, Ziele und Kennzahlen einbezogen sind, wird unter den jeweiligen Angabepflichten ausführlich dargestellt. Die ermittelten Kennzahlen, die Grundlage für die Erstellung, der daraus resultierende Genauigkeitsgrad und die geplanten Maßnahmen zur künftigen Verbesserung der Genauigkeit werden in der nachhaltigkeitsbezogenen Rechnungslegungsmethode neben der jeweiligen Kennzahl erläutert. Für einige Kennzahlen ziehen wir Bewertungen und Schätzungen heran. Beispielsweise verwenden wir bei einigen Kategorien der Scope-3-Emissionen, aufgrund der schwierigen Datenverfügbarkeit, Sektordurchschnittsdaten oder Schätzungen. Die Transparenz in die Tier-2 bis Tier-4-Lieferanten entwickelt sich in der gesamten Modebranche nach und nach weiter. Die Auswirkungen in der Nutzungsphase der Kund*innen werden anhand verfügbarer Studien geschätzt. Zur Ergebnisunsicherheit jeder Kennzahl geben wir die Quellen der
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Schätzungen bekannt, die zur Unsicherheit beitragen. Die von uns verwendeten Schätzungen und Beurteilungen überprüfen wir regelmäßig anhand unserer Erfahrungswerte, Entwicklungen in der ESG-Berichterstattung und verschiedener weiterer Faktoren. Neben der Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, wurden die Kennzahlen nicht zusätzlich durch eine externe Stelle geprüft. Wir haben nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, eine bestimmte Information, die sich auf geistiges Eigentum, Know-how oder die Ergebnisse von Innovationen bezieht, auszulassen. Verweise auf zusätzliche Informationen in anderen Teilen des Lageberichts, im Konzernabschluss und Konzernanhang stellen die Interkonnektivität zwischen der Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Finanzberichterstattung dar. Werden Pflichtangaben über eine Angabe in einem anderen Teil im Lagebericht erfüllt, ist dies als „Aufnahme von Informationen mittels Verweis“ gekennzeichnet. Wir nehmen die folgenden Übergangsbestimmungen der ESRS in Anspruch: — Bestimmte Informationen über unsere Wertschöpfungskette wurden nicht angegeben, wenn zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine qualitativ hochwertigen Daten verfügbar waren. Dies betrifft ESRS S2, da wir derzeit keine Informationen in dieser Detailtiefe haben und uns somit nur begrenzte Daten zu einzelnen Gruppen von Arbeitskräften in der gesamten Wertschöpfungskette vorliegen. Aufgrund der Komplexität der Lieferkette in der Modebranche beziehen wir unsere Informationen vorwiegend über (lokale) Organisationen und Multi-Stakeholderinitiativen. Sie liefern uns Erkenntnisse darüber, welche Gruppen von Arbeitskräften einem besonderen Risiko bestimmter Arten von Rechtsverstößen in der Branche ausgesetzt sind, sodass wir entsprechende Due- Diligence-Verfahren durchführen können. Diese Bewertungen haben zwar keinen direkten Bezug zu einzelnen Unternehmen und/oder Arbeitskräften, helfen uns jedoch bei der Identifizierung wesentlicher Risiken. Unser Ziel ist es, im Laufe der Zeit immer besser zu verstehen, welche wesentlichen Auswirkungen unsere Geschäftstätigkeit auf die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette hat. — Wir legen für das erste Jahr der Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung keine Vergleichsdaten vor, außer in Fällen, in denen Daten in den vergangenen Jahren in unserer Kapitalmarktkommunikation veröffentlicht wurden und vergleichbar sind, d. h. in Umfang und Methodik den Zahlen des Berichtsjahres entsprechen. Diese Vergleichswerte werden neben den Daten des Berichtsjahres angegeben. Den am 11. Dezember 2024 unterzeichneten Kaufverträgen mit der Otto GmbH & Co KG und Aktieselskabet af und der bekanntgegebenen Absichtserklärung folgend, haben wir am 20. Januar 2025 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der ABOUT YOU Holding SE, Hamburg (ABOUT YOU), für den Erwerb von bis zu 100 % des Aktienkapitals abgegeben. Der Vollzug des Erwerbs von ABOUT YOU-Aktien im Rahmen des öffentlichen Übernahmeangebots sowie durch die beiden Kaufverträge stehen zum Zeitpunkt der Genehmigung der Veröffentlichung dieses Berichts weiter unter dem Vorbehalt kartell- und
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aufsichtsrechtlicher Genehmigungen. Für zusätzliche Informationen, verweisen wir auf den Abschnitt 3.5.8 (11.) Ergebnisse nach der Berichtsperiode im Konzernanhang. Die geplante Akquisition von ABOUT YOU wird voraussichtlich Auswirkungen auf unsere künftige Nachhaltigkeitserklärung haben. Governance Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane Zalando ist eine europäische Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin, Deutschland. Mit einem Vorstand und einem Aufsichtsrat verfügt unser Unternehmen in Übereinstimmung mit geltendem deutschen und europäischen Aktienrecht über ein dualistisches System der Unternehmensführung. Die Geschäftsführung der Zalando SE obliegt ausschließlich dem Vorstand. Zum 31. Dezember 2024 setzt sich unser Vorstand aus fünf Mitgliedern zusammen: Robert Gentz (Co-CEO und Mitgründer), David Schröder (Co-CEO), Dr. Sandra Dembeck (CFO), David Schneider (Mitgründer, strategische Partnerschaften) und Dr. Astrid Arndt (CPO, zentrale Unternehmensfunktionen). Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder unseres Vorstands und stellt sicher, dass diese über die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Auch wenn die Qualifikation der Mitglieder und die spezifischen Anforderungen von Zalando weiterhin das Hauptkriterium bilden, achtet der Aufsichtsrat gleichzeitig auf Diversität. Unter Diversität verstehen wir im weitesten Sinne die Kombination individueller Identitäten und Erfahrungen, einschließlich Geschlecht, Nationalität, ethnischer Zugehörigkeit, Lebenserfahrung und Hintergrund (beispielsweise sozialer oder akademischer Hintergrund). Unser Aufsichtsrat strebt an, dabei die verschiedenen Kernkompetenzbereiche, die für unser Geschäftsmodell relevant sind, möglichst angemessen zu berücksichtigen. Der Vorstand als Ganzes sollte über angemessene Führungserfahrung und, sofern möglich, über Kenntnisse und ausgewogene Erfahrung auf der Grundlage verschiedener Schulungen und beruflicher Hintergründe, insbesondere in den Bereichen Mode, Technologie und E-Commerce, sowie über internationale Erfahrung verfügen. Darüber hinaus sollte der Vorstand als Ganzes mehrjährige Erfahrung in den Bereichen Strategie, Finanzen und Personalführung aufweisen. Die Vorstandsmitglieder sollten bei ihrer Wahl nicht älter als 65 Jahre sein. Unser Aufsichtsrat strebt eine ausgewogene Geschlechtervertretung im Vorstand an. Zum 31. Dezember 2024 lag der Frauenanteil im Vorstand bei 40 %, womit der von uns festgelegte Zielkorridor von 40 % bis 60 % erreicht wurde. Weitere Informationen sind dem Abschnitt ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens unter 2.8.3 Sozialinformationen zu entnehmen. Unser Vorstand verfügt über eine Reihe von Fähigkeiten und Sachkenntnissen, die für den Umgang mit Zalandos wesentlichen nachhaltigkeitsbezogenen IROs entscheidend sind. Robert Gentz ist für die gesamte Strategie von Zalando verantwortlich, wobei er sich besonders auf unser B2C-Wachstumsfeld konzentriert: den Aufbau der ersten Anlaufstelle für qualitativ hochwertiges Mode- und Lifestyle-Shopping und Inspiration. David Schröder ist mitverantwortlich für die Unternehmensstrategie, mit einem Fokus auf dem Aufbau eines B2B- Betriebssystems für E-Commerce in ganz Europa – sowohl auf als auch außerhalb der Zalando-Plattform – und auf die Weiterentwicklung unserer einzigartigen Fähigkeiten und
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Infrastruktur. David Schneider fokussiert sich auf den Aufbau konzernweiter strategischer Partnerbeziehungen im B2C- und B2B-Geschäft. Dr. Sandra Dembeck leitet die Bereiche Finanzen und Corporate Governance. Dr. Astrid Arndt verantwortet den Bereich People & Organisation (P&O) und Corporate Affairs. Sie leitet die Personal- und Organisationsteams für eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur und stärkt die zentralen Unternehmens- funktionen, um die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Ökosystem-Strategie zu schaffen. Diese gebündelten Fachkenntnisse und Kompetenzen sind ein wichtiger Faktor, um unsere Netto-Null-Ambition für THG-Emissionen zu erreichen. Sie ermöglichen uns auch, die Stärkung von menschenwürdiger Arbeit in der Lieferkette voranzutreiben, weitere Initiativen zur Kreislaufwirtschaft zu unterstützen, Nachhaltigkeitsthemen in das Einkaufserlebnis unserer Kund*innen einzubinden und die Einhaltung neuer Nachhaltigkeitsbestimmungen zu gewährleisten. Durch die Verknüpfung dieser vielfältigen Fähigkeiten mit unseren wesentlichen IROs schaffen wir eine solide Ausgangsbasis, um unsere Nachhaltigkeits- strategie zu einem festen Bestandteil unserer Konzernstrategie zu machen, Innovation zu fördern und langfristigen Wert für alle Interessenträger*innen zu schaffen. Unser Aufsichtsrat ist für die Überwachung und Beratung des Vorstands verantwortlich. Er besteht aus neun Mitgliedern, von denen sechs Vertreter*innen der Anteilseigner*innen und drei Vertreter*innen der Arbeitnehmer*innen sind. Unser Aufsichtsrat strebt eine Zusammensetzung an, welche die spezifischen Anforderungen des Unternehmens berücksichtigt und sicherstellt, dass der Vorstand in kompetenter und qualifizierter Weise überwacht, beaufsichtigt und beraten wird. Jedes Mitglied soll über die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, die für die ordnungs- gemäße Erfüllung der Aufgaben erforderlich sind, und soll sicherstellen, dass es diesen Aufgaben genügend Zeit widmet. Das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats als Ganzes umfasst Branchenkenntnisse (insbesondere in den Bereichen Mode, Technologie und Handel), Finanzkenntnisse sowie Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Aufsicht, Innovation und Nachhaltigkeit. Die Aufsichtsratsmitglieder sollten als Gruppe mit dem Sektor, in dem wir tätig sind, vertraut sein. Mindestens ein Mitglied muss über Sachverstand auf dem Gebiet der Rechnungslegung und mindestens ein weiteres Mitglied über Sachverstand auf dem Gebiet der Abschlussprüfung verfügen. Darüber hinaus berücksichtigt der Aufsichtsrat auch weitere Kernkompetenzen seiner Mitglieder, die für aktuelle und künftige Geschäftsmodelle unseres Unternehmens relevant sind. Auch wenn die Qualifikation nach wie vor das entscheidende Kriterium für die Zusammensetzung unseres Aufsichtsrats darstellt, ist er bestrebt, die internationale Ausrichtung unseres Geschäfts angemessen zu berücksichtigen. Zugleich legt der Aufsichtsrat besonderen Wert auf Diversität, insbesondere in Bezug auf Berufserfahrung und Fachwissen, kulturellen und Bildungshintergrund sowie hinsichtlich der Altersstruktur. Der Aufsichtsrat sollte mindestens zwei internationale Mitglieder haben und strebt eine ausgewogene Geschlechtervertretung an. Zum 31. Dezember 2024 betrug der Frauenanteil im Aufsichtsrat 55,6 %. Die Aufsichtsratsmitglieder sollten bei ihrer Wahl nicht älter als 70 Jahre sein. Die Mitglieder unseres Aufsichtsrats sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei großen Wettbewerbern unseres Unternehmens aus dem Bereich Online-Plattformen ausüben. Es dürfen höchstens zwei ehemalige Vorstandsmitglieder Mitglied im Aufsichtsrat sein.
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Darüber hinaus sollen gemäß Empfehlung C.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex mindestens vier Vertreter*innen der Anteilseigner*innen im Aufsichtsrat unabhängig vom Unternehmen und vom Vorstand und gemäß Empfehlung C.9 des Deutschen Corporate Governance Kodex mindestens zwei Vertreter*innen der Anteilseigner*innen unabhängig von einem*r ggf. beherrschenden Anteilseigner*in sein. Der Aufsichtsrat hält diese Anzahl unabhängiger Vertreter*innen der Anteilseigner*innen für angemessen. Zum 31. Dezember 2024 sind fünf der sechs Vertreter*innen der Anteilseigner*innen (83 %) als unabhängig einzustufen. Die derzeitige Zusammensetzung entspricht nach Auffassung des Aufsichtsrats seinen festgelegten Zielen für die Zusammensetzung. Der Aufsichtsrat verfügt über ein breit gefächertes Fachwissen, das für den Umgang mit unseren Herausforderungen und Chancen im Bereich der Nachhaltigkeit unerlässlich ist, insbesondere in Bereichen wie kreislauforientierte Mode, digitaler Handel, Lieferkettenmanagement, soziale und ökologische Auswirkungen des Modeeinzelhandels, ESG-Berichterstattung sowie Skalierung von ESG-bezogenen Geschäftspraktiken. Dieses gebündelte Know-how ermöglicht es uns, Nachhaltigkeit in unsere digitale Plattform zu integrieren, unsere Initiativen zur Kreislaufwirtschaft auszuweiten, die Emissionen in der Logistik anzugehen, auf nachhaltigere Produktangebote umzustellen, Nachhaltigkeitsaspekte in die Finanzplanung einzubeziehen und Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil zu nutzen, während wir gleichzeitig Marken auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit unterstützen. Im aktuellen Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Schulung zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und zur CSRD. Die nachfolgende Tabelle stellt das Kompetenzprofil unseres Aufsichtsrats sowie die Be- urteilung der Unabhängigkeit der Vertreter*innen der Anteilseigner*innen im Aufsichtsrat dar:
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| Zusammensetzung des Aufsichtsrats | ||
| Name des Aufsichtsrats- mitglieds | Nationalität | |
| Kelly Bennett | Kanadisch | |
| Jennifer Hyman | US-amerika- nisch | |
| Niklas Östberg | Schwedisch | |
| Anders Holch Povlsen | Dänisch | |
| Mariella Röhm-Kottmann | Deutsch | |
| Susanne Schröter-Crossan | Deutsch | |
| Matti Ahtiainen | Finnisch | |
| Jade Buddenberg | Deutsch | |
| Anika Mangelmann | Deutsch | |
*) Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung und Abschlussprüfung gemäß § 107 Abs. 4 Satz 3 und § 100 Abs. 5 AktG **) Sachverstand auf dem Gebiet Rechnungslegung gemäß § 107 Abs. 4 Satz 3 und § 100 Abs. 5 AktG ***) In Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex berücksichtigt der Aufsichtsrat grundsätzlich nicht die Unabhängigkeit der Vertreter*innen der Mitarbeiter*innen. Weitere Informationen über die Zusammensetzung und die Zuständigkeiten des Vorstands und des Aufsichtsrats sind Abschnitt2.5 Erklärung zur Unternehmensführung unseres zusammengefassten Lageberichts zu entnehmen. Informationen über Nachhaltigkeitsaspekte, die von Zalandos Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen behandelt wurden 2023 haben wir das Team Nachhaltigkeit mit dem Team Diversität und Inklusion (D&I) zusammengelegt (Sustainability, Diversity & Inclusion, (SDI)-Team) und in den Bereich Corporate Development eingegliedert, mit dem Ziel beide Themenfelder in die Konzernstrategie zu integrieren. Das Team wird jetzt von der Senior Vice President (SVP) Corporate Development geleitet, die direkt an Vorstandsmitglied und Co-CEO Robert Gentz berichtet. Das SDI-Team legt die Gesamtrichtung fest und arbeitet parallel mit den Teams in den Geschäftseinheiten – von Nachhaltigkeit in der Logistik bis hin zur Produktnachhaltigkeit – an der Umsetzung der strategischen Ziele. Diese Bemühungen werden insbesondere von drei Governance-Organen unterstützt: dem Senior Executive Team von Zalando (das aus SVPs besteht), dem Vorstand und dem D&I- und Nachhaltigkeitsausschuss des Aufsichtsrats.
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Die SVPs konkretisieren die strategischen Ambitionen in Form von jährlichen Zielen und überwachen die IROs. Im Jahr 2024 waren die folgenden Ebenen für die Ziele und Ambitionen im Bereich SDI zuständig: — CPO – Ziele für den Bereich P&O des Unternehmens. — SVPs – Ziele und Ambitionen rund um SDI, Netto-Null für THG-Emissionen und menschenwürdige Arbeit. Die SVPs werden monatlich über Ziele und Projektfortschritte informiert und tauschen sich in monatlichen Besprechungen mit Co-CEO David Schröder über Strategien zum Vorantreiben der Nachhaltigkeitsziele aus. Dieser Prozess wird vom Finanzteam geleitet, das die Ziele und Projekte im Bereich SDI zusammenführt. Den Zielverantwortlichen obliegt die Umsetzung des Ziels. Sie befassen sich mit den Herausforderungen des Projektaufbaus und werden durch ihre direkten Mitarbeiter*innen über die Kapazitäten und Fähigkeiten des Teams laufend informiert. So können sie beurteilen, ob die Fähigkeiten der Projektteams mit den beabsichtigten Auswirkungen in Bezug auf SDI übereinstimmen. Auf der Grundlage dieser Bewertung können sie feststellen, ob das vorhandene Fachwissen ausreicht oder ob zusätzliche Spezialist*innen erforderlich sind, um die Wirksamkeit des Projekts zu erhöhen. Das zweite Governance-Organ ist unser Vorstand, der für die Gesamtstrategie von Zalando, einschließlich der SDI-Ambitionen, verantwortlich ist. Die Mitglieder nehmen einmal im Quartal an den oben genannten monatlichen Meetings teil. Darüber hinaus erhalten sie vierteljährliche Berichte vom Finanzteam, die Updates zu den SDI-Ambitionen enthalten, und führen halbjährliche Ziel- und Ambitionsüberprüfungen mit detaillierten Bewertungen der Erfolge und zukünftigen Pläne durch. Die halbjährliche Überprüfung der erzielten SDI-Fortschritte wird gemeinsam mit Robert Gentz (Co-CEO) durchgeführt. Der D&I- und Nachhaltigkeitsausschuss unterstützt den Vorstand und den Aufsichtsrat bei der Planung des Strategierahmens für alle konzernweiten Maßnahmen im Bereich SDI. Der Ausschuss führt halbjährlich Zielüberprüfungen durch, mit denen er zur Entwicklung dieser Strategien beiträgt. In 2024 haben wir unsere Konzernstrategie weiterentwickelt. Diese wurde vom Vorstand formal genehmigt. In diesem Kontext wurden verschiedene IROs erörtert, insbesondere diejenigen mit Bezug zu unserer Netto-Null-Ambition (Reduktion der THG-Emissionen sowie die Rolle der Kreislaufwirtschaft und die Ersetzung von Materialien) und menschenwürdige Arbeit (mit Fokus auf die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette). Um diese Themenfelder in unsere Strategie aufzunehmen, wurden die IROs in die entsprechenden Diskussionsrunden der drei Governance-Organe des Unternehmens eingebunden. Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme In das Vergütungssystem für unseren Vorstand werden Nachhaltigkeitsaspekte einbezogen. Darin spiegelt sich das Engagement der Vorstandsmitglieder für eine nachhaltige Unternehmensführung wider, die die Vergütung von Führungskräften an langfristiger Wertschöpfung unter Berücksichtigung von ESG-Zielen ausrichtet. Das Vergütungssystem wurde 2024 aktualisiert und gilt für alle nach dem 18. Mai 2024 geschlossenen Anstellungsverträge unserer Vorstandsmitglieder. Die Anstellungsverträge der
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Vorstandsmitglieder, die zu Beginn des Berichtsjahres galten, basierten auf dem 2021 in Kraft getretenen früheren Vergütungssystem. Diese Anstellungsverträge enthielten ebenfalls nachhaltigkeitsbezogene Ziele, die unter 1.3 Vergütungsbericht, Tabelle „Auf dem Vergütungssystem 2021 basierende Vergütungsstruktur“ näher erläutert sind (Aufnahme von Informationen mittels Verweis: ESRS 2 GOV-3 Absatz 29). In der Folge wurden alle Anstellungsverträge unserer Vorstandsmitglieder von dem alten auf das neue Vergütungssystem umgestellt. Im Geschäftsjahr 2024 wurde der Anstellungsvertrag unseres Vorstandsmitglieds Dr. Astrid Arndt (CPO) um weitere vier Jahre verlängert. Die Anstellungsverträge unserer Vorstandsmitglieder David Schröder (Co-CEO) und David Schneider (Mitgründer) wurden im Zuge ihres Rollenwechsels im Vorstand auf das neue Vergütungssystem umgestellt. Der Anstellungsvertrag unseres Mitgründers und Co-CEOs Robert Gentz wurde mit rechtlicher Wirkung vom 1. Januar 2025 ebenfalls auf das aktuelle Vergütungssystem umgestellt. Der Anstellungsvertrag mit unserer früheren CFO Dr. Sandra Dembeck ist als letzter verbliebener Anstellungsvertrag nach dem bisherigem Vergütungssystem am 28. Februar 2025 ausgelaufen. Er wurde nicht verlängert, da Dr. Sandra Dembeck nach Ende ihrer regulären Amtszeit auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Weitere Einzelheiten über das bisherige und das aktuelle Vergütungssystem von Zalando und seine Verknüpfungen zu den ESG-Zielen sowie die nachhaltigkeitsbezogenen Leistungsziele in den Anstellungsverträgen unserer Vorstandsmitglieder sind im Vergütungsbericht unter 1.3 Vergütungsbericht beschrieben. Die Hauptmerkmale der Incentive-Pläne des Unternehmens für den Vorstand beinhalten eine Kombination aus finanziellen und ESG-bezogenen Leistungszielen. Die Ziel-Gesamtvergütung des überarbeiteten Vergütungssystems setzt sich wie folgt zusammen: Die Festvergütung hat einen Anteil von ca. 10 % bis ca. 30 % an der Ziel-Gesamtvergütung. Sie besteht aus dem Grundgehalt und Nebenleistungen (letztere in Höhe von bis zu ca. 1 % der Ziel- Gesamtvergütung). Das Zalando Growth Incentive 2024 (ZGI) hat einen Anteil von ca. 10 % bis ca. 30 % und das Rolling Long-Term Incentive 2024 (LTI) einen Anteil von ca. 60 % an der Ziel-Gesamtvergütung. Der LTI ist ein langfristiger Incentive-Plan, auf dessen Grundlage Mitgliedern des Vorstands virtuelle Aktienoptionen gewährt werden. Die Optionen im Rahmen des LTI werden jährlich zugeteilt und haben einen Leistungszeitraum von drei Jahren. Während des Leistungszeitraums müssen bestimmte finanzielle und ESG-bezogene Ziele erreicht werden. Die ESG-Ziele umfassen unter anderem die Reduzierung von THG-Emissionen und die Erhöhung der D&I bei Zalando. Für jeden Leistungszeitraum des LTI definiert der Aufsichtsrat spezifische ESG-bezogene Ziele. Die ESG-Ziele müssen ambitioniert, messbar und transparent sein und auf den jeweils geltenden ESG-Strategien von Zalando basieren. Wie oben erläutert, haben unsere Vorstandsmitglieder David Schröder, David Schneider und Dr. Astrid Arndt im Geschäftsjahr 2024 Anstellungsverträge unter dem neuen Vergütungssystem für den Vorstand abgeschlossen. Dementsprechend wurden diesen drei
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Vorstandsmitgliedern virtuelle Aktienoptionen im Rahmen des LTI mit den folgenden spezifischen ESG-Zielen zugeteilt: — Nachhaltigkeit: 1) Reduzierung der THG-Emissionen in den Scopes 1 und 2 um jährlich 5 % bis zum Ende des Leistungszeitraums (im Vergleich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022) (Gewichtung 25 %) und 2) Reduzierung der Scope-3-THG-Emissionen um jährlich 3 % bis zum Ende des Leistungszeitraums (im Vergleich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022) (Gewichtung 25 %). Diese Ziele stehen im Einklang mit unserer Netto-Null- Ambition. Weitere Informationen sind dem Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel unter 2.8.2 Umweltinformationen zu entnehmen. — D&I: Erreichung von einem Anteil von 40 bis 60 % Frauen in den vier obersten Führungsebenen des Unternehmens unterhalb vom Vorstand (Gewichtung 50 %). Dieses Ziel steht im Einklang mit unserem „Ziel für Frauen in Führungspositionen“. Weitere Informationen sind dem Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens unter 2.8.3 Sozialinformationen zu entnehmen. Die ESG-bezogenen Leistungskennzahlen werden anhand eines ESG-Modifiers berücksichtigt, der zu einer Anpassung der im Rahmen des LTI ausübbaren Optionen um den Faktor 0,8 bis 1,2 führen kann und somit direkte Auswirkungen auf die variable Gesamtvergütung hat. Der von ESG-Zielen abhängige Prozentsatz der variablen Vergütung kann variieren. Auf der Grundlage, dass 60 % der Ziel-Gesamtvergütung auf das LTI entfällt, würde sich die Ziel-Gesamtvergütung um insgesamt 12 % erhöhen, wenn alle ESG-Kriterien vollumfänglich erfüllt werden. Da die Nichterreichung der ESG-Ziele auch eine negative Anpassung zur Folge hat, können insgesamt bis zu 24 % der Ziel-Gesamtvergütung direkt von der ESG-Zielerreichung beeinflusst werden (unter der Annahme, dass die finanziellen Ziele zu 100,0 % erreicht werden). Da die Nachhaltigkeitsziele (Reduktion der THG- Emissionen) in den ESG-Modifiern für die virtuellen Aktienoptionen, die den Vorstandsmitgliedern im Rahmen des LTI im Geschäftsjahr 2024 gewährt wurden, mit 50,0 % gewichtet werden, können 12,0 % der Gesamt-Zielvergütung von der Erfüllung der ESG-Ziele mit THG-Emissionsreduktionsvorgaben beeinflusst werden. Im Geschäftsjahr 2024 betrug der in unserer Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Anteil variabler Vergütungsbestandteile, die von ESG-Zielen abhängen, 13,4 %. Davon entfallen 6,7 % auf Nachhaltigkeitsziele und 6,7 % auf D&I-Ziele. Die Bedingungen der Incentive-Pläne, darunter auch die nachhaltigkeitsbezogenen Ziele, werden vom Aufsichtsrat gebilligt. Die Festlegung ambitionierter finanzieller und ESG- bezogener Leistungsziele obliegt dem Aufsichtsrat. In seinen Zuständigkeitsbereich fällt auch die Überprüfung und (ggf.) Anpassung dieser Ziele, um sie an unseren strategischen Zielsetzungen und Verpflichtungen zur Nachhaltigkeit auszurichten. Diese Angaben spiegeln unseren ganzheitlichen Ansatz bei der Einbeziehung von Nachhaltigkeit in die Vergütungs- rahmen für Führungskräfte wider. Mit diesem Ansatz stellen wir sicher, dass die Unternehmensführung einen Anreiz erhält, sowohl finanzielle als auch ESG-bezogene Ziele zu erfüllen.
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Die Mitglieder unseres Aufsichtsrats erhalten entsprechend der Ziffer G.18 des Deutschen Corporate Governance Kodex eine rein funktionsbezogene Festvergütung. Eine erfolgsorientierte Vergütung sowie finanzielle oder nichtfinanzielle Leistungskriterien sind nicht vorgesehen. Für weitere Einzelheiten verweisen wir auf unseren Vergütungsbericht unter 1.3 Vergütungsbericht. Erklärung zur Sorgfaltspflicht Die folgende Tabelle zeigt, wie und wo die Anwendung der wichtigsten Aspekte und Schritte des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht in unserer Nachhaltigkeitserklärung Berücksichtigung findet:
| Erklärung zur Sorgfaltspflicht | ||||||
| Kernelemente der Sorgfaltspflicht | Beschreibung | P a r a g r a p h s | Absätze in der Nachhaltigkeitserklärung | Referenz | ||
| a) Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell | Erläutert die Struktur und Zuständigkeiten des Vorstands und des Aufsichtsrats von Zalando, einschließlich ihrer Rolle bei der Überwachung von Nachhaltigkeitsaspekten. Legt dar, wie diese Organe über Nachhaltigkeitsthemen unterrichtet werden und sich damit befassen. Beschreibt Zalandos Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette und erklärt, wie Nachhaltigkeit darin integriert wird. | ESRS 2 GOV-1: Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane | 172 | |||
| ESRS 2 GOV-2: Informationen über Nachhaltigkeitsaspekte, die von Zalandos Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen behandelt wurden | 175 | |||||
| SBM-1: Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette | 182 | |||||
| b) Einbindung betroffener Interessen- träger*innen in alle wichtigen Schritte der Sorgfaltspflicht | Erläutert, wie Zalando verschiedene Interessengruppen, darunter Kund*innen, Markenpartner, Lieferanten, Mitarbeiter*innen, Investor*innen und lokale Gemeinschaften, einbezieht. Beschreibt die konkreten Prozesse zur Einbeziehung der Mitarbeiter*innen, wie Umfragen und Feedback-Mechanismen. Informiert über die Zusammenarbeit mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, einschließlich Kooperationen mit Organisationen wie der International Labour Organization (ILO) BetterWork und der Fair Wear Foundation (FWF). | SBM-2: Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 186 | |||
| S1-2: Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens | 269 | |||||
| S1-3: Verfahren, mit denen Bedenken geäußert werden können | 270 | |||||
| S2-2/3: Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette: Auswirkungen, Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Bedenken geäußert werden können | 279 | |||||
| c) Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen | Erläutert den Prozess der doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) von Zalando, einschließlich der Herangehensweise bei der Ermittlung und Priorisierung der IROs. Gibt einen Überblick über die identifizierten wesentlichen IROs mit Angaben zu den jeweiligen Zeithorizonten und dem Grad der Verantwortlichkeit. | IRO-1: Ermittlung und Bewertung der wesentlichen IROs | 190 | |||
| SBM-3: Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 198 | |||||
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| Erklärung zur Sorgfaltspflicht | ||||||
| Kernelemente der Sorgfaltspflicht | Beschreibung | P a r a g r a p h s | Absätze in der Nachhaltigkeitserklärung | Referenz | ||
| d) Maßnahmen gegen diese negativen Auswirkungen | Beschreibt konkrete Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die Auswirkungen auf Zalandos Mitarbeiter*innen zu adressieren, wie die Einrichtung von Arbeitszeitmanagement-Systemen und Initiativen zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Legt dar, mit welchen Maßnahmen den Auswirkungen in der Wertschöpfungskette gegengesteuert wird, einschließlich des Beitritts zur FWF und Mitgliedschaft in Branchenverbänden. | E1-3: Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten | 225 | |||
| E2-2: Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | 239 | |||||
| E5-2: Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | 247 | |||||
| S1-4: Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens | 271 | |||||
| S2-4: Maßnahmen und Mittel in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | 282 | |||||
| G1-3: Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung | 304 | |||||
| e) Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und Kommunikation der Art und Weise der Bewältigung der Auswirkungen | Erläutert, wie Zalando Kennzahlen nutzt, um die Leistung und Effektivität in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte zu bewerten. Beschreibt die Nachverfolgung der Wirksamkeit von Konzepten und Maßnahmen anhand von Zielen und erläutert, wie diese Ziele festgelegt und überwacht werden. | E1-4: Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel | 227 | |||
| E1-5: Energieverbrauch und Energiemix | 232 | |||||
| E1-6: THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen | 233 | |||||
| E3-4: Kennzahlen für unseren Wasserverbrauch | 242 | |||||
| E5-3: Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | 250 | |||||
| E5-4: Ressourcenzuflüsse | 251 | |||||
| E5-5: Ressourcenabflüsse | 253 | |||||
| S1-5: Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens | 274 | |||||
| S1-11: Soziale Absicherung | 263 | |||||
| S1-14: Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit | 265 | |||||
| S1-15: Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben | 263 | |||||
| S1-17: Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten | 268 | |||||
| G1-4: Fälle von Korruption oder Bestechung | 305 |
Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung Angesichts der erstmaligen Anwendung der ESRS haben wir eine eigene Projektgruppe mit der Vorbereitung der zugrunde liegenden Bewertungen, Strukturen und Prozesse, die es uns ermöglichen, die Anforderungen der ESRS umzusetzen und über unsere Nachhaltigkeits- aspekte zu berichten, betraut. Die Governance-Mechanismen für die Berichterstattung über Projektfortschritte, anstehende Maßnahmen und kritische Sachverhalte umfassten wöchentliche Statusberichte an die Projektsponsoren über den Portfoliomanagementprozess der Zalando-Gruppe, monatliche Sitzungen des CSRD-Lenkungsausschusses sowie vierteljährliche Statusberichte an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats. Darüber hinaus wurde die SVP Corporate Development im Rahmen des Zielüberprüfungsprozesses monatlich über den Projektfortschritt und die nächsten Maßnahmen informiert. Diese Berichterstattung
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erfolgte auf Basis der neu eingerichteten Strukturen für SDI und unserer Governance- Mechanismen, die im Abschnitt „Informationen über Nachhaltigkeitsaspekte, die von Zalandos Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen behandelt wurden“ näher erläutert sind. Schließlich wurden das SDI-Team und für das Projekt relevante Mitarbeiter*innen im Rahmen unserer Portfolio-Berichterstattung im Bereich SDI monatlich über den aktuellen Stand des Projekts informiert. Während der Projektphase wurden die folgenden Risiken identifiziert: — Ressourcenengpässe: Es wurden Prozesse eingerichtet, die möglichen personalbedingten Ressourcenengpässen entgegenwirken. Mit diesen Maßnahmen soll sichergestellt werden, dass das Projekt über den gesamten Lebenszyklus hinweg angemessen unterstützt wird. — Unklarheiten bei der Auslegung: Bei der Auslegung der ESRS bestehen erhebliche Unklarheiten, insbesondere im Hinblick auf die Umsetzung der Standards bei Zalando. Das CSRD-Projektteam hat deshalb frühzeitig Kontakt mit den Abschlussprüfer*innen aufgenommen, um Projektmeilensteine und Auslegungen abzustimmen und damit für Klarheit zu sorgen. — Technische Risiken: Durch die erstmalige Anwendung und Prüfung der ESRS-Kennzahlen entstehen neue Risiken im Zusammenhang mit Prüfungsfeststellungen, die dazu führen könnten, dass die Definitionen von Kennzahlen oder deren Umsetzung geändert werden müssen. Zur Risikominimierung stand das CSRD-Projektteam in einem aktiven Austausch mit den Abschlussprüfer*innen, um auslegungswürdige Sachverhalte zu klären. Dadurch wurde sichergestellt, dass die wichtigsten Anforderungen zu den Kennzahlenmethoden vor den Jahresabschlussarbeiten überprüft wurden. Ziel des CSRD-Projektteams war es, die Risiken mithilfe strategischer Prozesse und einem offenen Austausch mit den Abschlussprüfer*innen zu adressieren, um einen angemessenen Projektverlauf und dessen Einhaltung zu gewährleisten. Im Laufe der Erstellung unserer Nachhaltigkeitserklärung haben wir außerdem mehrere interne Reviewrunden durchgeführt, um umfassendes Feedback einzuholen und abzustimmen. Dies umfasste das Feedback der SVPs, Vice Presidents (VPs), des Lenkungsausschusses und des Vorstands. 2024 starteten wir ein Projekt mit dem Ziel, das bestehende interne Kontrollsystem (IKS) zu überarbeiten und um nichtfinanzielle Informationen und neue Prozesse zur Steuerung der Risiken im Zusammenhang mit den Kennzahlen in der Nachhaltigkeitserklärung zu erweitern. Das IKS umfasst präventive, überwachende und aufdeckende Kontrollmaßnahmen und Validierungsschritte, die es uns ermöglichen, operative Risiken mit Auswirkungen auf den Inhalt und die Darstellung unserer Nachhaltigkeitserklärung zu identifizieren, zu bewerten und zu steuern. Unser IKS ist in verschiedene Prozesse eingebunden, die die nichtfinanzielle Berichterstattung maßgeblich beeinflussen. Allgemeine Informationen über unser IKS können Abschnitt 2.3.2 Internes Kontrollsystem unseres Risiko- und Chancenberichts entnommen werden.
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Strategie Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette Konzernstrategie Im Einklang mit unserer weiterentwickelten Strategie fokussieren wir zukünftig unsere Kompetenzen auf zwei Gruppen von Kund*innen: B2C (Business-to-Consumer) und B2B (Business-to-Business). Unsere Vision ist es, auf Grundlage dieser beiden Wachstumssäulen das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestylemarkt aufzubauen. Dabei setzen wir auf unsere branchenführenden E-Commerce-Plattformlösungen, die wir über die letzten 16 Jahre entwickelt haben. Nähere Informationen können den unter 2.1.2 Konzernstruktur erläuterten Segmenten des Konzerns und der unter 2.1.3 Konzernstrategie des zusammengefassten Lageberichts erläuterten Konzernstrategie entnommen werden. Im Geschäftsjahr 2024 waren bei Zalando durchschnittlich 15.309 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 15.793) beschäftigt (ohne Auszubildende und Werkstudent*innen). Weitere Informationen über unsere eigenen Arbeitskräfte sind dem Abschnitt ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens unter 2.8.3 Sozialinformationen zu entnehmen. Die Gesamtumsatzerlöse von Zalando nach IAS 1.82(a) betragen 10.572,5 Mio. EUR, die in unserem Konzernabschluss 2024 ausgewiesen und unter 3.5.7 (1.) Umsatzerlöse im Konzernanhang näher erläutert sind. Wertschöpfung durch Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion Im Jahr 2023 haben wir den do.MORE-Strategiezyklus abgeschlossen, in dem wir erhebliche Fortschritte bei der Reduzierung von THG-Emissionen, den Menschenrechten und der Kreislaufwirtschaft erzielt haben. Unsere gemachten Fortschritte, Herausforderungen sowie Lehren und die daraus gewonnenen Erkenntnisse der letzten Jahre waren dabei die Basis für die Planung der nächsten Schritte auf unserem Weg dahin, unsere Organisation und unsere Partner weiter zu befähigen, den Wandel in unserer Branche und darüber hinaus voranzutreiben. Zusätzlich zu unserer do.MORE-Strategie sind wir bestrebt, sicherzustellen, dass unser Unternehmen und unsere Kultur die große Vielfalt unserer Kund*innen widerspiegeln. In unserer do.BETTER-Strategie aus 2021 haben wir entsprechende Ziele festgelegt, um einen Arbeitsplatz zu schaffen, an dem Respekt und integratives Verhalten eine Selbstverständlichkeit sind. Gleichzeitig haben wir uns vorgenommen, ein inklusives Sortiment und repräsentative Inhalte für unsere Kund*innen zu schaffen. Unsere do.BETTER-Strategie ist in die vier Säulen Mitarbeiter*innen, Führungskräfte, Kund*innen und Partner aufgeteilt. Jede Säule ist für unser Wachstum, unseren Lernprozess und unsere Wirkung gleichermaßen wichtig. Mit unserer do.BETTER-Strategie haben wir 12 D&I-Ambitionen und Ziele rund um diese vier Säulen festgelegt und arbeiten auf diese hin. Wir setzen uns dafür ein, eine inklusive Unternehmenskultur für unsere Mitarbeiter*innen zu schaffen, die Verantwortung unserer Führungskräfte für D&I sowie deren Vielfalt zu fördern, unseren Kund*innen inklusive Erlebnisse und Inhalte zu bieten und gemeinsam mit unseren Partnern D&I in der gesamten Modebranche voranzutreiben. Der do.BETTER-Strategiezyklus endete Ende 2024, eine Überarbeitung ist für 2025 geplant.
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Strategieweiterentwicklung Nachhaltigkeit und D&I sind Kernbereiche unserer Strategie und integraler Bestandteil aller Geschäftsmodelle, um einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Damit entwickeln wir unsere bisherige do.MORE-Strategie weiter und verankern Nachhaltigkeit noch stärker in unseren Betriebs- und Entscheidungsprozessen. Unsere Ambition ist es, als Wegbereiter, die Zukunft der Modebranche insgesamt nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Daran arbeiten wir, indem wir unsere Plattform so weiterentwickeln, dass — unsere Kund*innen fundierte Entscheidungen treffen, indem sie aus einem Sortiment und Marken auswählen können, die mit ihren Werten übereinstimmen. — unsere Partner dabei unterstützt werden, ihre Nachhaltigkeitsambitionen zu verfolgen und sich an das verändernde regulatorische Umfeld anzupassen. — Innovationen gefördert werden, um negative Umwelt- und soziale Auswirkungen in der gesamten Branche zu reduzieren. Um unserem Anspruch gerecht zu werden, gehen wir über unsere bisherige do.MORE- Strategie hinaus. Dazu verankern wir Nachhaltigkeit in allen Bereichen unserer weiterentwickelten Konzernstrategie und unserer Geschäftsaktivitäten: — Wir haben zwei wichtige langfristige Nachhaltigkeitsambitionen festgelegt: – Netto-Null-Emissionen bis 2040 für unsere eigene Geschäftstätigkeit und Eigenmarken und Netto-Null-Emissionen bis 2050 für die verbleibenden Emissionen in unserer Wertschöpfungskette (einschließlich der Emissionen unserer Modemarkenpartner sowie Emissionen im Zusammenhang mit Verpackung und Transport). Gegenwärtig haben wir keine Netto-Null-Ziele für das Geschäftsjahr 2024 festgelegt. Im März 2024 haben wir jedoch angekündigt, dass wir Netto-Null- THG-Emissionen im Einklang mit den Kriterien der Science Based Targets Initiative (SBTi) anstreben. Die entsprechenden Ziele wurden der SBTi zur Beurteilung vorgelegt. Sobald die Netto-Null-Ziele feststehen (von der SBTi validiert wurden), werden wir sie im ersten Halbjahr 2025 bekannt geben. Weitere Informationen über unsere Netto-Null-Ambition sind dem Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel unter 2.8.2 Umweltinformationen zu entnehmen. – Weitere Stärkung der Arbeitskräfte durch menschenwürdige Arbeit. Dafür vertiefen wir die Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und bei unseren Partnern und entwickeln unsere Einkaufspraktiken und Systeme für Vergütungsmanagement bei unseren Eigenmarken bis 2028 weiter. Weitere Informationen über unsere Ambition für menschenwürdige Arbeit finden sich im Abschnitt Ziele in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette unter 2.8.3 Sozialinformationen.
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Um diese Ambitionen zu erreichen, berücksichtigt unsere Arbeit im Bereich SDI die Auswirkungen unserer Produkte, Dienstleistungen, Märkte und Kundensegmente auf die Nachhaltigkeit: — Mode und Bekleidung: Unser Kerngeschäft, einschließlich unserer Eigenmarken und Markenpartner, hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und auf soziale Aspekte, die sich durch die gesamte Wertschöpfungskette ziehen. Wir verbessern kontinuierlich die Überwachung unserer Lieferkette, um unsere langfristigen Nachhaltigkeitsziele weiter voranzubringen und verantwortungsvolle Praktiken in der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten. Wir arbeiten mit unseren Markenpartnern zusammen, damit ihre Praktiken mit unseren langfristigen Nachhaltigkeitszielen im Einklang stehen, und ermutigen sie, Science Based Targets (SBTs) festzulegen. — Initiativen zur Kreislaufwirtschaft: Wir verbessern unsere Kreislaufwirtschaft durch unser Secondhand-Geschäft und setzen weiterhin Programme zur Reduzierung von Verpackungsabfällen um, um unsere langfristigen Nachhaltigkeitsziele zu unterstützen: – Secondhand-Geschäft: Unser wachsendes Segment der Pre-owned-Mode trägt zu unseren Zielen der Kreislaufwirtschaft und zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Bekleidung bei. – Verpackung (generiert keine Umsätze, trägt aber wesentlich zur Nachhaltigkeit bei): Im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie haben wir Initiativen für alternative Verpackungen ergriffen, die weniger Abfall produzieren und besser recycelbar sind. — Märkte: Wir sind in unterschiedlichen europäischen Märkten tätig, die jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit haben. Unsere Herangehensweise an die einzelnen Märkte wird bestimmt von Faktoren wie der lokalen Verfügbarkeit von erneuerbarer Energie, der Infrastruktur für Recycling und der Einstellung der Kund*innen gegenüber Mode, die bestrebt ist, unsere Auswirkungen auf die Umwelt und auf soziale Aspekte zu verbessern. — Kundensegmente: Unsere Kundenbasis erstreckt sich über verschiedene Gruppen und Kaufgewohnheiten mit unterschiedlicher Affinität zu nachhaltigeren Angeboten. Wir möchten noch mehr tun, um „inclusive by design“ zu sein. Dahinter steht die Überzeugung, dass mehr D&I bessere Innovationen hervorbringt, tiefere Kundenbeziehungen ermöglicht und sich positiv auf die gesamte Branche auswirkt. Wir entwickeln unsere Strategien laufend weiter, um die wachsende Nachfrage nach nachhaltiger und inklusiver Mode zu erfüllen. Diese wesentlichen Produkte, Dienstleistungen, Märkte und Kundensegmente sowie unsere jüngsten Weiterentwicklungen der Strategie betreffen unmittelbar unsere Nachhaltigkeitsaspekte, da sie unsere Umweltauswirkungen, unsere gesellschaftliche Verantwortung und unsere Unternehmensführungspraktiken beeinflussen und mitgestalten. Bei der Entwicklung unserer Angebote und Strategien wird es uns weiterhin ein Anliegen sein, in allen Bereichen unserer Geschäftstätigkeit für ein Gleichgewicht zwischen Unternehmenswachstum und unseren Nachhaltigkeits- und Inklusionszielen zu sorgen.
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Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette Im B2C-Bereich bieten wir ein Multimarken-Einkaufserlebnis für Mode- und Lifestyle-Produkte. Mit diesem Angebot, das Kleidung, Schuhe, Accessoires und Beauty-Produkte umfasst, bedienen wir über 50 Millionen aktive Kund*innen in 25 Märkten. Im B2B-Bereich öffnen wir unsere Logistik-, Software- und Service-Infrastruktur, um das E-Commerce-Geschäft von Markenpartnern und -händlern zu stärken – auf und außerhalb der Zalando Plattform. Unsere eigene Geschäftstätigkeit umfasst das Mutterunternehmen Zalando SE und deren Tochterunternehmen, die unter anderem in den Bereichen Logistikdienstleistungen, Kundenservice, Zahlungsverkehr, Produktdarstellung, Werbung, Marketing, Softwareentwicklung, Integrationsdienstleistungen und Eigenmarken tätig sind. Unser Eigenmarkengeschäft beinhaltet das Design und Branding der Artikel, während die Produktion an externe Herstellungsbetriebe ausgelagert ist. Für nähere Informationen zu unserem Geschäftsmodell verweisen wir auf Abschnitt 2.2.1 Geschäftsmodell in unserem zusammengefassten Lagebericht. Um die Ressourcen für unsere Geschäftstätigkeit zu sammeln, zu entwickeln und zu sichern, arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, die über langjährige technische Expertise auf ihrem jeweiligen Gebiet verfügen. Das Eigenmarkenteam mit Produkt-, Beschaffungs-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsexpert*innen steuert das Geschäft hauptsächlich von Berlin aus, mit regionalen Beschaffungsbüros in Portugal und China. Unsere vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette umfasst Markenpartner, Lieferanten, Logistikanbieter und Kund*innen als wichtigste Wirtschaftsakteure. Bei der Produktbeschaffung und -entwicklung besteht eine enge Kooperation mit Markenpartnern und Lieferanten. Außerdem arbeiten wir im Vertrieb mit Logistikanbietern zusammen und bedienen unsere Kund*innen direkt über unsere E-Commerce-Plattform. Wir verfügen über mehrere Wertschöpfungsketten, zu denen unter anderem die Eigenmarken und das Partnerprogramm für Drittmarken gehören. Nachfolgend werden nur die wichtigsten Wertschöpfungsketten behandelt. Unsere wichtigsten Wertschöpfungsketten umfassen 11 Tätigkeitsbereiche im Produktlebenszyklus: — Design: Unsere Eigenmarken und Markenpartner entwerfen Produkte nach den Kriterien Material, Look, Stil und Qualität. — Rohstoffe: Unsere Eigenmarken und Markenpartner arbeiten bei der Beschaffung und Verarbeitung von Rohstoffen mit Lieferanten zusammen. — Herstellung von Materialien und Bestandteilen: Die Hersteller verarbeiten Fasern zu Garn und Garn zu Stoffen. — Produktherstellung: Unsere Eigenmarken und Markenpartner arbeiten bei der Herstellung der Produkte mit Lieferanten und Fabriken zusammen. — Beschaffung und Einkauf: Wir präsentieren unseren Kund*innen die Kreationen tausender Marken. — Transport: Unsere Logistikpartner befördern die Produkte zu unseren Logistik- und Rückgabezentren.
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— Fulfilment: Unsere Produkte werden in Logistikzentren gelagert und auf Kundenbestellungen hin ausgeliefert. — Vertrieb: Die Produkte werden von unseren Logistikpartnern und den Logistikdienstleistern unserer Markenpartner an unsere Kund*innen ausgeliefert oder in unseren Outlets verkauft. — Verwendung: Unsere Kund*innen tragen, pflegen und reparieren ihre Produkte. — Wiederverwendung: Unsere Kund*innen können Produkte als Second-Hand-Ware in ausgewählten Märkten über „Pre-owned by Zalando“ anbieten. — Schließen des Kreislaufs: Wir investieren in führende Technologien, um wirksame Lösungen der Kreislaufwirtschaft in großem Umfang zu ermöglichen, erhöhen den Anteil an recycelten Materialien in unserem Produktsortiment und befassen uns mit neuen Ansätzen, wie wir Kund*innen und Partner auf diesem Weg besser unterstützen können. Interessen und Standpunkte der Interessenträger Zwischen unseren wichtigsten Interessenträger*innen und unserem Unternehmen bestehen enge Beziehungen und Wechselwirkungen. Unsere Interessenträger*innen umfassen Investor*innen, Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Lieferanten, Behörden, Verbände, Medien und Nichtregierungsorganisationen (non-governmental organisations, NGOs) sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene. Insbesondere in den letzten drei Jahren ist ein Trend zu erkennen, dass wir in unseren Hauptversammlungen eine erhöhte Anzahl an Fragen zum Themenfeld SDI erhalten. Unsere bisherige nichtfinanzielle Erklärung und unsere erste jährliche Nachhaltigkeitserklärung nach den ESRS geben Interessenträger*innen einen Überblick über unsere ESG-Aktivitäten, die Ergebnisse dieser Aktivitäten, unsere Leistung und unsere Ziele in den verschiedenen ESG-Bereichen. Diese Bemühungen zielen darauf ab, Vertrauen zu schaffen und auf die Anliegen der Menschen in unserem Umfeld einzugehen. Uns ist bewusst, dass es viele Themen gibt, die unseren Interessenträger*innen wichtig sind. Das haben wir aus dem Austausch mit ihnen mitgenommen, und unsere doppelte Wesentlichkeitsanalyse 2024 hat es bestätigt. Unsere Kund*innen sowie Lieferanten, ob Markenpartner oder direkte Lieferanten, erwarten von uns jederzeit ethisches Handeln. Weitere Fokusthemen unserer Interessenträger*innen sind Kreislaufwirtschaft und Menschenrechte, insbesondere Lohngerechtigkeit, Verhinderung von Kinder- und Zwangsarbeit und digitale Sicherheit. Weitere Informationen über die Einbeziehung der Interessenträger*innen sind dem Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen zu entnehmen. 2024 haben wir die Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessenträger*innen unserer Branche fortgesetzt, um komplexe Fragestellungen in den Bereichen Umwelt, Menschenrechte und D&I zu diskutieren und anzugehen. Unsere Partnerschaften stellen wir in dem Abschnitt Unternehmensspezifische Informationen: Innovation und Partnerschaften unter 2.8.4 Governance-Informationen näher vor. Die Einbeziehung von Interessenträger*innen hat bei uns einen hohen Stellenwert. Sie hilft uns bei der Gestaltung unserer Nachhaltigkeitsmaßnahmen, -projekte und -prozesse und stellt die Transparenz unserer Kommunikation sicher. Bedenken und Anliegen werden regelmäßig an die betreffenden Geschäftseinheiten und den D&I- und Nachhaltigkeitsausschuss weitergegeben.
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Das Feedback von Interessenträger*innen ist für unsere Entscheidungen und unsere Strategiefestlegung von zentraler Bedeutung. Bei den Recherchen im Vorfeld unserer weiterentwickelten Strategie signalisierten uns ihre Rückmeldungen beispielsweise, dass die bisherigen Maßnahmen für SDI zu allgemein waren und nicht genügend in die Tiefe gingen. Als Reaktion darauf haben wir unseren Ansatz überarbeitet, um die Ressourcen auf wirkungsvolle Bereiche zu konzentrieren. Dementsprechend werden wir uns im kommenden Strategiezyklus auf drei wichtige Ambitionen konzentrieren: 1) Netto-Null-THG-Emissionen, 2) menschenwürdige Arbeit und 3) unsere Rolle als Wegbereiter. Zwar sind die Inputs unserer Markenpartner und das Kundenfeedback sehr wichtig für uns, allerdings sind auch die Erkenntnisse, Perspektiven, Ideen und die Unterstützung von NGOs und Branchenverbänden unverzichtbar für unsere Zielerreichung. Mit ihrer Hilfe können wir aktuelle Probleme adressieren, für die Zukunft planen und hohe Standards aufrechterhalten. Bei jeder neuen Strategieentwicklung wurde der Ansatz zur Einbeziehung der Interessenträger*innen überarbeitet und an die weiterentwickelten strategischen Ziele angepasst. Darüber hinaus erfordern Gesetzesänderungen, wie das EU-Lieferkettengesetz (Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD), engere Verbindungen zwischen Zalando und den lokalen Interessenträger*innen, was zu einer Anpassung unserer derzeitigen Interessenträgerliste führen könnte. Wir stehen im Austausch mit Politik und Aufsichtsbehörden, die die Rahmenbedingungen, Leitlinien und Anreize zur Förderung von Nachhaltigkeit und Transparenz gestalten. Durch die Zusammenarbeit erhalten wir wichtige Einblicke in neue Regelungen, die es uns ermöglichen, unsere Strategien und operativen Tätigkeiten anzupassen. Umgekehrt bringen wir unsere technische und operative Expertise ein. Die laufende Zusammenarbeit mit allen Interessenträger*innen ist eine wesentliche Voraussetzung für positive, bleibende Veränderungen.
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Derzeit beziehen wir die folgenden Interessenträger*innen ein:
| Einbeziehung der Interessenträger*innen | ||||
| Warum wir in den Dialog treten | Wie wir in den Dialog treten | Wichtige behandelte Themen und Anliegen | ||
| Kund*innen Die Einbeziehung von Kund*innen hilft uns, ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und Markttrends zu antizipieren. Es ist entscheidend, dass der Handel eine Vorreiterrolle bei den Auswirkungen auf die Umwelt und soziale Aspekte übernimmt. Programme zum besseren Verständnis der Kundenwünsche ermöglichen uns die Vorhersage von Präferenzen und die Anpassung an kulturelle Bedürfnisse. Wir gewährleisten die Produktqualität, Sicherheit und Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Richtlinien zum Schutz unserer Kund*innen. | • Fragen und Rückmeldungen unserer Kund*innen über die Kanäle der Kundenbetreuung • Nutzung von Programmen zum besseren Verständnis der Kundenwünsche und kultureller Besonderheiten • Einsatz digitaler Tools für bessere Einblicke in Verbrauchertrends | • Klimawandel • Governance und Unternehmensführung, Ethik, Transparenz • Menschenrechte • Innovationskraft • Ökologische und soziale Leistung des Produkts • Produktqualität und -sicherheit | ||
| Markenpartner Durch die gezielte Zusammenarbeit mit unseren Markenpartnern können wir Kundenbedürfnisse und Markttrends antizipieren und sicherstellen, dass wir zum richtigen Zeitpunkt das richtige Produkt anbieten. | • Fragen, Rückmeldungen und Anfragen von Markenpartnern, die wir per E-Mail und bei Besprechungen erhalten • Markenpartner-Tage • Kunden- und Branchenkonferenzen und - veranstaltungen • Kooperationen und fortlaufender Dialog über alle Kolleg*innen, die im direkten Kontakt mit Partnern stehen | • Klimawandel • Governance und Unternehmensführung, Ethik, Transparenz • Menschenrechte • Innovationskraft • Soziale und ökologische Leistung von Produkten • Produktqualität und -sicherheit • Verantwortungsvolle Beschaffung und Nachverfolgbarkeit | ||
| Lieferanten Wir sehen unsere Lieferanten als Partner und in unserer Zusammenarbeit einen Hebel für beiderseitige Wertschöpfung durch einen offenen Dialog und lieferantenbasierte Innovation. Durch die Einbeziehung unserer Lieferanten stellen wir sicher, dass diese hohe Standards in Bezug auf Unternehmensethik, Achtung der Menschenrechte und Umweltschutz einhalten. Wir fördern ihre Zukunftsfähigkeit durch eine aktive Zusammenarbeit, indem wir die Einhaltung der sich schnell verändernden regulatorischen Anforderungen verlangen. Dadurch unterstützen wir sie dabei, ihre eigenen Angebote zu verbessern und ihre Ziele zu erreichen. | • Bewertungen • Lieferantenaudits • Kooperationen zur Leistungsverbesserung • Multistakeholder-Initiativen • Lieferantenveranstaltungen: Kapazitätsaufbau, Diskussion über relevante Themen • Direkte Zusammenarbeit mit den für Lieferantenbeziehungen zuständigen Führungskräften | • Klimawandel • Synthetische Fasern • Menschenrechte • Innovationskraft • Verfügbarkeit von Rohstoffen • Verantwortungsvolle Beschaffung und Nachverfolgbarkeit | ||
| Mitarbeiter*innen Wir fördern einen offenen Dialog und Teamgeist, um Entwicklungsinitiativen und innovative Ideen zu identifizieren, die unser Unternehmen voranbringen. Wir schützen unsere Mitarbeiter*innen vor Repressalien, Einschüchterung, Bedrohungen und negativen Auswirkungen auf ihr Beschäftigungsverhältnis, wie Kündigung, Rückstufung oder Einkommensverlusten. Wir können unsere Ziele nur durch Geschlossenheit und in einem Arbeitsumfeld erreichen, in dem jede*r sein*ihr Potenzial entfalten kann. | • Vierteljährliche Besprechungen • Vierteljährliche Umfragen zu Engagement und Unternehmenskultur • Regelmäßige D&I-Umfragen • Förderung einer horizontalen, offenen Feedback-Kultur zwischen Mitarbeiter*innen, Kolleg*innen und dem Führungsteam • Team für strategische Arbeitnehmerbeziehungen, Zalando Employment Participation (ZEP) und Betriebsräte | • Ambitionen, Maßnahmen und Bedenken in Bezug auf SDI • Personalentwicklung • Gesundheit, Sicherheit und Wohlergehen der Mitarbeiter*innen • Verpflichtende Compliance- Schulungen zu Unternehmens- führung und Ethik | ||
| Investor*innen und Aktionär*innen Unser aktiver Dialog mit den Kapitalmärkten sorgt für Transparenz und hilft uns bei der Verbesserung unserer Berichterstattungsverfahren. Unsere etablierten Beziehungen zu Anleiheinvestor*innen, Finanzinstituten und Ratingagenturen sichern uns Mittel für Investitionen. Durch die Bereitstellung zeitnaher, umfassender Informationen ermöglichen wir Investor*innen und Aktionär*innen, fundierte Entscheidungen zu treffen, und fördern sichere, transparente und dauerhafte Beziehungen. | • Hauptversammlung • Jährliche Konferenzen und Roadshows für Investor*innen • Telefonkonferenzen und Finanzberichte zu den Quartalsergebnissen • Informationsgespräche mit Analyst*innen auf der Verkaufsseite • Konferenzen (auch mit Schwerpunkt auf ESG-Themen) mit Investor*innen und anderen finanziellen Interessenträger*innen | • Klimawandel • D&I • Personalentwicklung • Wirtschaftliche Leistung • ESG-Management • Governance, Unternehmens- führung, Ethik, Transparenz • Menschenrechte • Innovationskraft • Soziale und ökologische Leistung von Produkten • Verfügbarkeit von Rohstoffen • Lieferkettenmanagement • Wasserbewirtschaftung • Biologische Vielfalt | ||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 |
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| Einbeziehung der Interessenträger*innen | ||||
| Warum wir in den Dialog treten | Wie wir in den Dialog treten | Wichtige behandelte Themen und Anliegen | ||
| Lokale Gemeinschaften Die Pflege eines offenen Dialogs kultiviert positive Beziehungen und fördert die Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften und Wohnvierteln bei Initiativen und Anliegen, die den örtlichen Bevölkerungsgruppen zugutekommen, zur Erhaltung lokaler Ökosysteme beitragen und die nachhaltige Existenzsicherung unterstützen. | • Programme zur Einbeziehung der Menschen vor Ort, z. B. unser Design-Academy-Projekt, das in Zusammenarbeit mit VORN – The Berlin Fashion Hub junge Marken und Designer*innen mit Branchenexpert*innen verbindet • Laufender Dialog mit lokalen Behörden und Organisationen • Ehrenamtliches Engagement von Mitarbeiter*innen in lokalen sozialen Projekten durch Corporate-Volunteering- Programme über die Organisation für ehrenamtliches Engagement vostel.de. Wir bieten unseren Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, sich 16 Stunden pro Jahr ehrenamtlich zu engagieren. • Lokale Partner (NGOs, z. B. Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit (GSJ) – Berlin, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Ukraine-Hilfe Berlin) oder Kooperationen (z. B. Berlin Social Academy) • Geld- und Sachspenden an gemeinnützige Organisationen in Berlin | • Zusammenarbeit mit europäischen Gemeinschaften und der Stadt Berlin, um die Transformation in der Modebranche voranzubringen und das Wissen über Innovationen in der Mode zu verbessern • Klimawandel • D&I • Entwicklung der lokalen Gemeinschaften • Humanitäre Hilfe | ||
| Staatliche Stellen und Aufsichtsbehörden Die Zusammenarbeit mit externen Partnern ist ein wesentliches Element, um uns Impulse zu geben und unserem Anspruch gerecht zu werden, als verantwortungsvolles Unternehmen mit gutem Beispiel voranzugehen. Nur durch gemeinsames Handeln können Regulierungs- und Gesetzgebungsentscheidungen effektiv beeinflusst werden. Wir pflegen den Kontakt zu lokalen Regierungen und Aufsichtsbehörden, um die sich verändernden Rahmenbedingungen zu verstehen und ihre Bedenken aufzugreifen, sodass für beide Seiten sinnvolle Lösungen formuliert werden können. | Wir arbeiten u. a. mit folgenden Stellen und Organisationen zusammen: • Internationale Arbeitsorganisation (ILO) Better Work • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) • CDP (formerly the Carbon Disclosure Project) | • Klimawandel • Governance, Unternehmensführung, Ethik, Transparenz • Menschenrechte • Soziale und ökologische Leistung von Produkts • Produktqualität und -sicherheit • Verantwortungsvolle Beschaffung und Nachverfolgbarkeit | ||
| Innovator*innen und Partner Wir schließen Innovationspartnerschaften, um unsere internen Kompetenzen zu erweitern und neue Potenziale und Chancen zu erkunden. Durch unsere Kooperationen haben wir Zugang zu den neuesten Trends und bauen ein weltweites Innovationsökosystem auf, mit dem wir unsere Bemühungen schneller voranbringen können. Wir unterstützen Innovator*innen und Partner mit Fach- und Branchenwissen sowie Best Practices und helfen ihnen so, mit ihren Innovationen schneller erfolgreich zu sein. Diese Zusammenarbeit stärkt das beiderseitige Wachstum. | • Globales Netzwerk von Accelerator*innen und Inkubator*innen • Partnerschaften mit Innovator*innen, Accelerator*innen und der Wissenschaft • Nähe zu disruptiven und digitalen Trends • Möglichkeiten für gemeinsame Kreativität und Innovationen | • Klimawandel • Innovationskraft • Soziale und ökologische Leistung von Produkten • Produktqualität und -sicherheit | ||
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Auswirkungen, Risiken und Chancen Ermittlung und Bewertung der wesentlichen IROs Anfang 2024 haben wir unsere erste DMA abgeschlossen. Dieses umfassende Rahmenwerk ermöglicht es uns, ESG-bezogene IROs zu beurteilen und offenzulegen. Der DMA-Ansatz geht über die klassische Wesentlichkeitsanalyse hinaus, da sie die Wesentlichkeit aus zwei Perspektiven betrachtet: Die Inside-out-Perspektive gibt Auskunft über die Auswirkungen des unternehmerischen Handelns auf Umwelt, Gesellschaft und die Wirtschaft, während die Outside-in-Perspektive die Risiken und Chancen von Nachhaltigkeit für das Unternehmen beleuchtet. Um unsere Unternehmensleistung mit den Erwartungen unserer Interessenträger*innen und der Gesellschaft als Ganzes in Einklang zu bringen, bietet die DMA ein tiefgreifendes Verständnis der verschiedenen Perspektiven. Die Ergebnisse der DMA sind zusammen mit dem Feedback von Interessenträgern in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, von Organisationen der Zivilgesellschaft, von Branchenakteuren, Regulierungsbehörden und Investor*innen und von durchgeführten Forschungsarbeiten in die Bewertung der Ausrichtung unserer strategischen Ziele eingeflossen. Wir werden unsere Bewertung regelmäßig aktualisieren, um Veränderungen in unserer Geschäftstätigkeit und in den äußeren Rahmenbedingungen zu berücksichtigen. Bei der Durchführung der DMA stützten wir uns auf unsere Due-Diligence-Verfahren. Sie umfasste die Ermittlung, Bewertung und Priorisierung der Auswirkungen, die Einbeziehung der Interessenträger*innen sowie die nachstehend beschriebenen systematischen Schritte. Bei der Ermittlung der IROs haben wir die Informationen aus unseren operativen Prozessen einbezogen. Diese IROs wurden anschließend in der DMA berücksichtigt. Beispiele für Prozesse, in deren Rahmen wir IROs in Bezug auf Umwelt und Gesellschaft identifizierten, sind die folgenden: — Audit-/Prüfungsprozesse (intern, Kund*innen, Lieferanten, Behörden) — Einkaufsprozesse — Vertriebs- und Marketingprozesse — Dialog mit Interessenträger*innen — Bewertung von Menschenrechtsrisiken — Bewertung von Klima- und Naturrisiken Im Rahmen der DMA haben wir 16 Nachhaltigkeitsaspekte ermittelt, die für unsere Interessengruppen wesentlich sind. Sie stellen die für unsere Geschäftstätigkeit und Unternehmensleistung wesentlichen Nachhaltigkeitsfaktoren dar, die kurzfristig (< 1 Berichtsjahr), mittelfristig (bis zu 5 Jahre) oder langfristig (> 5 Jahre) potenzielle Auswirkungen haben können. Unsere letzte Wesentlichkeitsanalyse wurde im Jahr 2019 durchgeführt. Nach der Verabschiedung der finalen ESRS haben wir seit 2023 den DMA- Ansatz angewandt, um ein tiefergehendes Verständnis für die Interessen und Anliegen unserer wichtigsten Interessenträger*innen erlangen zu können. Schritt 1: Identifizierung einer Long- und Shortlist von Themen Als Ausgangsbasis für unsere DMA 2024 unterzogen wir über 150 ESG-Themen einer gründlichen Überprüfung. Die Zusammenstellung der Themen erfolgte auf der Grundlage gesetzlicher Vorgaben, insbesondere des ESRS 1, sowie externer Berichte, darunter
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Branchen- und globale Risikoberichte, Veröffentlichungen von Wettbewerbern und Verbraucherorganisationen, ESG-Berichtsrahmenwerken, unserer vorherigen Wesentlichkeitsanalyse sowie Beiträgen von Mitarbeiter*innen. Diese Themen wurden sorgfältig kategorisiert und gruppiert, um eine komprimierte Themenliste für eine detailliertere Analyse zu erhalten. Schließlich wurden daraus 20 Themen abgeleitet, die im Hinblick auf ihre Wesentlichkeit für uns bewertet wurden. Schritt 2: Detaillierte Identifizierung der IROs Wir führten eine detaillierte Analyse unserer Wertschöpfungskette durch, um die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit sowie die Risiken, Chancen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit den ermittelten Nachhaltigkeitsthemen zu beurteilen. Dabei bewerteten wir die primären Aktivitäten und Auswirkungen in unserer gesamten Wertschöpfungskette und in der eigenen Geschäftstätigkeit. Gemeinsam ermittelten unsere internen Teams die Umwelt-, Sozial- und Governance-IROs. Insbesondere analysierten wir die wichtigsten bezogenen Materialien, die Produktion von Rohstoffen, die Herstellungsverfahren und unsere Hauptbeschaffungsregionen. Wir überprüften unser Geschäftsmodell auch dahingehend, dass keine signifikanten Unterschiede zwischen den jeweiligen Segmenten vorliegen, die zusätzliche Schritte in der Wesentlichkeitsanalyse erforderlich gemacht hätten. Außerdem ordneten wir die IROs in unserer Wertschöpfungskette nach Zeithorizont und unserer Rolle hinsichtlich der Auswirkungen oder Risiken und Chancen. Schritt 3: Bewertung der IROs Die IROs wurden anhand der in den ESRS definierten Kategorien bewertet. Die Wesentlichkeit der Auswirkungen berücksichtigt die Wahrscheinlichkeit und den Schweregrad der Auswirkungen; die finanzielle Wesentlichkeit berücksichtigt die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß möglicher finanzieller Effekte. Im Fall möglicher negativer Auswirkungen auf die Menschenrechte hat der Schweregrad der Auswirkungen Vorrang vor ihrer Wahrscheinlichkeit. Bewertungsmethode für die Wesentlichkeit der Auswirkungen: Die Auswirkungen wurden nach ihrem Schweregrad und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt und bewertet. Der Schweregrad wird von Faktoren wie Ausmaß, Umfang und Unabänderlichkeit der Auswirkungen, wie in ESRS 1 dargelegt, bestimmt. Der Schweregrad und die Wahrscheinlichkeit der – positiven und negativen – Auswirkungen wurden jeweils auf einer Skala von 1 (gering) bis 5 (hoch) bewertet (siehe Tabellen unten).
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| Wesentlichkeit der Auswirkungen | Bewertungsskala für negative Auswirkungen | |
| Wahrscheinlichkeit | ||
| Eintrittswahr- scheinlichkeit | ||
| 5 | > 75 % | Das Auswirkungs- szenario tritt einmal jährlich oder häufiger auf |
| 4 | > 50 – 75 % | Das Auswirkungs- szenario tritt alle ein bis zwei Jahre auf |
| 3 | > 25 – 50 % | Das Auswirkungs- szenario tritt alle zwei bis vier Jahre auf |
| 2 | > 10 – 25 % | Das Auswirkungs- szenario tritt alle vier bis zehn Jahre auf |
| 1 | > 0 – 10 % | Das Auswirkungs- szenario tritt alle zehn Jahre oder seltener auf |
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| Wesentlichkeit der Auswirkungen | Bewertungsskala für positive Auswirkungen | |
| Wahrscheinlichkeit | ||
| Eintrittswahr- scheinlichkeit | ||
| 5 | > 75 % | Das Auswirkungsszenario tritt einmal jährlich oder häufiger auf |
| 4 | > 50 – 75 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle ein bis zwei Jahre auf |
| 3 | > 25 – 50 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle zwei bis vier Jahre auf |
| 2 | > 10 – 25 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle vier bis zehn Jahre auf |
| 1 | > 0 – 10 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle zehn Jahre oder seltener auf |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Bewertungsmethode für die finanzielle Wesentlichkeit: Gemäß ESRS 1 haben Unternehmen finanzielle Effekte im Zusammenhang mit Nachhaltigkeitsaspekten zu berücksichtigen, die nicht – oder noch nicht – im Abschluss enthalten sind, jedoch kurz-, mittel- oder langfristig einen wesentlichen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage, die Zahlungsströme, den Zugang zu Finanzmitteln oder die Kapitalkosten des Unternehmens haben könnten, wie Humankapital oder natürliches Kapital. Die Risiken und Chancen wurden nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Ausmaß möglicher finanzieller Effekte beurteilt und bewertet. Um die Zusammenhänge zwischen den Auswirkungen und Abhängigkeiten und den zugehörigen Risiken und Chancen nachvollziehbar zu machen, haben wir diese Elemente einander gegenübergestellt. Dabei wurden die Abhängigkeiten jeder Auswirkung ermittelt und systematisch daraufhin analysiert, wie sie spezifische Risiken oder Chancen auslösen könnten. Die verwendeten Skalen wurden aus unserem Risikomanagementsystem (RMS) übernommen und sind in den nachstehenden Tabellen zusammengefasst.
| Finanzielle Wesentlichkeit | Bewertungsskala für Risiken | |||
| Wahrscheinlichkeit | Ausmaß | |||
| Risiko | ||||
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß des potenziellen finanziellen Effekts | |||
| 5 | > 75 % | Das Auswirkungsszenario tritt einmal jährlich oder häufiger auf | 5 | |
| 4 | > 50 – 75 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle ein bis zwei Jahre auf | 4 | |
| 3 | > 25 – 50 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle zwei bis vier Jahre auf | 3 | |
| 2 | > 10 – 25 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle vier bis zehn Jahre auf | 2 | |
| 1 | > 0 – 10 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle zehn Jahre oder seltener auf | 1 |
NPS: Net Promoter Score
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| Finanzielle Wesentlichkeit | Bewertungsskala für Chancen | |
| Wahrscheinlichkeit | ||
| Eintrittswahrscheinlichkeit | ||
| 5 | > 75 % | Das Auswirkungsszenario tritt einmal jährlich oder häufiger auf |
| 4 | > 50 % – 75 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle ein bis zwei Jahre auf |
| 3 | > 25 % – 50 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle zwei bis vier Jahre auf |
| 2 | > 10 % – 25 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle vier bis zehn Jahre auf |
| 1 | 0 % – 10 % | Das Auswirkungsszenario tritt alle zehn Jahre oder seltener auf |
NPS: Net Promoter Score Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos oder einer Chance wird für kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte ermittelt und von äußerst unwahrscheinlich bis nahezu sicher (0–100 %) eingestuft. Die Bewertung der Risiken und Chancen zur Feststellung der doppelten Wesentlichkeit ist teilweise in unseren Risikomanagementprozess integriert. Um wesentliche Risiken oder Chancen, die sich auf die Stabilität von Zalando auswirken könnten, proaktiv zu steuern, haben wir ein umfassendes RMS eingerichtet. Das RMS legt die Rollen, Zuständigkeiten und Prozesse innerhalb der Organisation fest, mit denen Risiken und Chancen identifiziert, bewertet, gesteuert und berichtet werden. Es fördert eine risikobewusste Unternehmenskultur, indem das Risikomanagement in unsere allgemeineren Geschäftsprozesse eingebettet wird und Governance, Kontrolle und Berichterstattung eine geschlossene Einheit bilden. Innerhalb dieses Rahmenwerks hat das Governance- und Risikoteam die wesentlichen Risiken aus der DMA überprüft und wichtige Risiken in den jährlichen Risikobewertungszyklus aufgenommen. Das RMS schätzt die potenziellen Auswirkungen dieser Risiken ein. Um eine eingehende Beurteilung zu gewährleisten, werden dabei die Interessenträger*innen aus verschiedenen Geschäftseinheiten eingebunden. Die Einbettung dieses Prozesses in das allgemeine Risikomanagement-Rahmenwerk ermöglicht es uns, die Maßnahmen zur Risikominderung abzustimmen und Chancen zu nutzen, die einen Einfluss auf unsere operative und finanzielle Leistungsfähigkeit haben könnten. Weitere Informationen über unser RMS sind dem Abschnitt 2.3 Risiko- und Chancenbericht in unserem zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen.
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Wir priorisieren nachhaltigkeitsbezogene Risiken nicht gesondert von anderen Risiken. Alle in unserem RMS erfassten Risiken – unabhängig davon, ob es sich um finanzielle, operative oder nachhaltigkeitsbezogene Risiken handelt – werden anhand des gleichen Rahmenwerks mit Fokus auf ihre möglichen finanziellen Effekte oder ihre Auswirkungen auf unsere Reputation bewertet. Die wichtigsten Risiken weisen wir nach ihrer Wahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen auf unsere finanzielle Leistungsfähigkeit aus. Dadurch wird sichergestellt, dass Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigt werden, sobald sie bestimmte finanzielle Schwellenwerte erreichen. Gemäß den Anforderungen des HGB müssen Unternehmen nicht nur über wesentliche Aspekte berichten, sondern auch die entsprechenden Risiken angeben, die mit ihrer eigenen Geschäftstätigkeit oder ihren Geschäftsbeziehungen, Produkten und Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die in § 289c Absatz 2 HGB genannten fünf Aspekte haben oder haben werden. Derzeit sehen wir keine wesentlichen Risiken gemäß § 289c Absatz 3 Nr. 3 und Nr. 4 HGB, die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die fünf Aspekte haben oder haben werden. Die Bewertung der IROs wurde von unserem SDI-Team überprüft, was den DMA-Prozess unterstützt hat. Die vorläufigen Ergebnisse wurden an die internen Interessenträger*innen übermittelt, um ihre Zuverlässigkeit bestätigen zu lassen. Seit 2023 arbeiteten wir bei der Vorbereitung unserer DMA aktiv mit Interessenträger*innen zusammen, bei denen davon auszugehen ist, dass sie von den Auswirkungen unserer Tätigkeiten betroffen sind, und die einen erheblichen Einfluss darauf haben, dass wir unsere Nachhaltigkeitsziele erreichen. Die Interessenträger*innen wurden in zwei Gruppen untergliedert: betroffene Interessenträger*innen und Nutzer*innen von Nachhaltigkeitserklärungen. Zu den betroffenen Interessenträger*innen zählen in erster Linie Lieferanten, Mitarbeiter*innen, lokale Gemeinschaften, die breitere Gesellschaft und die Umwelt. Die Nutzer*innen von Nachhaltigkeitserklärungen umfassen im Wesentlichen Kund*innen, Investor*innen und Regulierungsbehörden. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Interessengruppen bei der Präzisierung und Bewertung der IROs haben wir umfassende Erkenntnisse über ihre wichtigsten Anliegen erlangt. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Art der Einbeziehung der verschiedenen Interessengruppen und die wesentlichen Ergebnisse daraus für unsere DMA.
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| Einbeziehung der Interessenträger*innen in die DMA | ||
| Interessengruppe | Art der Einbeziehung | |
| Finanzmarkt- teilnehmer*innen | Qualitative Bewertung Einzelgespräche | |
| Interne Mitarbeiter*innen und Expert*innen für SDI | Workshops in den Dimensionen E, S und G | |
| Lieferanten | Qualitative Bewertung Einzelgespräche (direkt) | |
| Geschäfts- partner | Qualitative Bewertung Einzelgespräche (direkt) | |
| Zivilgesellschaft und NGOs | Qualitative Bewertung Einzelgespräche (direkt) |
In den Interviews erhielten wir einen umfassenden Einblick in die Sichtweisen der Interessenträger*innen. Diese Perspektiven sind wesentlich für die Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unserer Entscheidungsprozesse. Unsere Markenpartner stellten in ihrem Feedback die wichtigsten Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit heraus und machten deutlich, dass Klimawandel und Biodiversität wesentliche Themenfelder für sie sind. Sie verwiesen auf die Chancen, die sich für uns daraus ergeben, dass wir mit Initiativen wie der Kennzeichnung nachhaltigerer Produkte und dem Kreislaufansatz für Verpackungen positive Veränderungen vorantreiben würden. Bedenken wurden hinsichtlich der Risiken in der Lieferkette im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels und der Dynamik in der Kundennachfrage geäußert. Die Gespräche mit Lieferanten haben uns aufschlussreiche Erkenntnisse vermittelt, welche Herausforderungen und Chancen in Bezug auf Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette bestehen. Darin wurde betont, wie wichtig es sei, die Klimaauswirkungen aus Transport und Retouren zu verringern, die Produktqualität zu verbessern und sich für bessere Arbeitsbedingungen einzusetzen. Als potenzielle Risiken nannten unsere Lieferanten Margendruck und die Einhaltung neuer Vorschriften. In den Gesprächen mit unserem Investor-Relations-Team wurden Transparenz und Kennzahlen zur Messung der ESG-Leistung als wichtige Aspekte für unsere Investor*innen herausgestellt. Sie betonten die Wichtigkeit der Veröffentlichung von Daten zu Klimazielen, Lieferkettenmanagement und Erhaltung der Biodiversität, um Anlagerisiken entgegenzuwirken. NGOs hoben die Berücksichtigung sozialer Auswirkungen, insbesondere im Hinblick auf schutzbedürftige Mitarbeitergruppen und Arbeitspraktiken, hervor. Sie empfahlen Maßnahmen zur Verbesserung des sozialen Dialogs und der Tarifverhandlungen und zur Förderung einer
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verantwortungsbewussten Beschaffungspraxis. Sie zeigten auf, welche Möglichkeiten uns offenstehen, durch Sozialmarketinginitiativen den Schutz von Menschenrechten voranzutreiben. Festlegung von Schwellenwerten und Definition wesentlicher Aspekte Die Wesentlichkeit eines ESG-Themas bemisst sich für uns danach, welche Auswirkungen unsere Tätigkeiten auf die Umwelt und die Menschen in der Wertschöpfungskette haben. Ein ESG-Thema ist unter finanziellen Gesichtspunkten wesentlich, wenn es finanzielle Effekte auf das Unternehmen nach sich zieht. Dies ist der Fall, wenn dadurch Risiken oder Chancen entstehen können, die kurz-, mittel- oder langfristig einen Einfluss auf die aktuelle Situation, die zukünftige Entwicklung, die Finanzlage, die Zahlungsströme, den Zugang zu Finanzmitteln und die Kapitalkosten und somit auf den Unternehmenswert von Zalando haben (oder wenn ein solcher Einfluss zu erwarten ist), die jedoch zum Abschlussstichtag nicht in der Finanzberichterstattung erfasst sind. Die mit den vorstehenden Methoden ermittelten endgültigen IRO-Bewertungen reichen von mindestens 1 bis höchstens 25. Der Schwellenwert für die Wesentlichkeit der Auswirkungen wurde auf 11,5 und der Schwellenwert für die finanzielle Wesentlichkeit auf 11 festgelegt. Das bedeutet, dass alle IRO-Bewertungen oberhalb dieser Werte und das ihnen zugeordnete ESRS-Thema als wesentlich gelten. Dadurch wird gewährleistet, dass nur die wichtigsten Aspekte behandelt werden, die strategisch mit den Zielen des Unternehmens und den Erwartungen der Interessenträger*innen im Einklang stehen. Weitere Informationen über die Anwendung der Wesentlichkeit von Informationen sind unter den jeweiligen Angabepflichten aufgeführt. Die wesentlichen Themen sind in drei Hauptkategorien unterteilt. Unsere Konzepte, Maßnahmen, Ziele und Kennzahlen im Zusammenhang mit diesen wesentlichen Themen werden in den jeweiligen Kapiteln (E, S und G) unserer Nachhaltigkeitserklärung erläutert. Biologische Vielfalt und Ökosysteme Wir haben keine Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und Ökosysteme als wesentlich ermittelt. Gemäß ESRS 1.29 erfüllen wir jedoch die Angabepflicht im Zusammenhang mit ESRS E4 IRO-1. Wir haben die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme und die damit verbundenen Risiken und Chancen in Bezug auf unsere eigene Geschäftstätigkeit sowie innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette ermittelt und bewertet. Die Bewertung umfasste eine Analyse der Abhängigkeiten von der biologischen Vielfalt und von Ökosystemen sowie deren Leistungen und wurde durch einen externen Bericht gestützt, der Einblicke in die biologische Vielfalt und in Ökosystemdienstleistungen bot. Es wurden dieselben Bewertungskriterien und -skalen wie oben dargestellt angewandt. Wir haben Übergangsrisiken identifiziert und bewertet, darunter Reputations-, Regulierungs- und Marktrisiken im Zusammenhang mit dem Verlust der biologischen Vielfalt sowie physische Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der biologischen Vielfalt und den Ökosystemen. Wir haben systemische Risiken insofern berücksichtigt, als negative Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und die Ökosysteme die Verfügbarkeit relevanter
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Ökosystemdienstleistungen, wie Rohstoffe für die Produktion, gefährden oder es zu Reputationseffekten kommen kann. Ein Treiber dafür könnte beispielsweise die Einführung invasiver oder gebietsfremder Arten durch Aktivitäten in unserer Wertschöpfungskette sein. Wir haben keine direkten Konsultationen mit den betroffenen Gemeinschaften zur Nachhaltigkeitsbewertung gemeinsam genutzter biologischer Ressourcen und Ökosysteme durchgeführt. Einzelheiten über die aktive Zusammenarbeit mit Interessenträger*innen, bei denen davon auszugehen ist, dass sie von den Auswirkungen unserer Tätigkeiten betroffen sind, können den vorstehenden Angaben über die Einbeziehung der Interessenträger*innen entnommen werden. Standorte in Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität: Als Online-Händler und -Plattform für Mode mit Fokus auf E-Commerce, Logistikdienstleistungen und Kundenservice haben wir uns auf die Bewertung der eigenen Bürostandorte, Logistik- und Rückgabezentren – die von uns, in unserem Auftrag oder von Dritten betrieben werden – sowie auf jene Standorte in unserer Wertschöpfungskette konzentriert, die mit der Produktion (Tier 1) unserer Eigenmarken zusammenhängen. Basierend auf unserer Bewertung, die auf den Natura-2000- Schutzgebieten, UNESCO-Welterbestätten und Schlüsselgebieten der biologischen Vielfalt (Key Biodiversity Areas, KBA) beruhte, haben wir keine Standorte in Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität identifiziert. Für das Jahr 2024 haben wir noch nicht bewertet, ob wir über Standorte in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität verfügen; eine solche Bewertung ist jedoch für 2025 geplant. Auf dieser Grundlage sind wir zu dem Schluss gekommen, dass zum derzeitigen Zeitpunkt keine Maßnahmen zur Minderung von Risiken in Bezug auf Gebiete mit schutzbedürftiger Biodiversität notwendig sind. Liste der ESRS-Angabepflichten In unserer Nachhaltigkeitserklärung haben wir die in den ESRS enthaltenen Angabepflichten befolgt. Wir verweisen diesbezüglich auf den Index – Liste der ESRS-Angabepflichten im Anhang. Außerdem haben wir eine tabellarische Liste aller Datenpunkte beigefügt, die sich aus anderen in Anlage B von ESRS 2 aufgeführten EU-Rechtsvorschriften ergeben. Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell Wir haben die Relevanz der nachhaltigkeitsbezogenen IROs nach ihren Bruttoauswirkungen bewertet. Bei diesem Ansatz fließen unsere Managementpraktiken nicht in die Bewertung ein. In den folgenden Kapiteln, in denen die einzelnen ESG-Dimensionen behandelt werden, erläutern wir unsere Managementpraktiken zur Steuerung unserer wesentlichen IROs. Die nachstehende Wesentlichkeitsmatrix bietet einen Überblick zu den Ergebnissen der DMA, kategorisiert nach den Dimensionen der Wesentlichkeit der Auswirkungen und der finanziellen Wesentlichkeit.
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| Wesentlichkeitsmatrix | ||
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| Finanzielle Wesentlichkeit | ||
| Sozialbelange | ||
| Governance-Belange | ||
| Unternehmensspezifische Belange | ||
| ■ | Wesentlich | |
| ■ | Nicht wesentlich | |
| Wesentlichkeit der Auswirkungen | ||
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| ESRS E1 Klimawandel: Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel und Energie ESRS E2 Umweltverschmutzung: Luftverschmutzung, Wasserverschmutzung, Bodenverschmutzung, Besorgniserregende Stoffe, Besonders besorgniserregende Stoffe, Mikroplastik ESRS E3 Wasserressourcen ESRS E5 Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft: Ressourcenzuflüsse und Ressourcenabflüsse ESRS E5 Ressourcennutzung & Kreislaufwirtschaft: Abfall ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens: Arbeitsbedingungen, sonstige arbeitsbezogene Rechte ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens: Gesundheitsschutz und Sicherheit ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens: Gleichbehandlung (D&I), Entwicklung ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens: Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette: Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle, sonstige arbeitsbezogene Rechte | ||
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Tabellarische Liste der wesentlichen IROs Die detaillierten Ergebnisse der DMA sind in der untenstehenden Tabelle in der Reihenfolge der ESRS aufgeführt. Die wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte sind in Übereinstimmung mit den ESRS in Themen, Unterthemen und Unter-Unterthemen gegliedert. Die Tabelle zeigt das Ausmaß unserer Verantwortlichkeit und die zugehörigen Auslöser für alle wesentlichen IROs. Für jede ermittelte Auswirkung haben wir geprüft, ob sie Risiken oder Chancen nach sich ziehen, insbesondere Risiken oder Chancen aus Abhängigkeiten von wichtigen Ressourcen wie natürlichem, Human- oder Finanzkapital. Darüber hinaus haben wir bei dieser Bewertung nicht nur Risiken und Chancen berücksichtigt, die in direktem Zusammenhang mit den ermittelten Auswirkungen stehen, sondern auch solche, die sich aus Abhängigkeiten von Ressourcen ohne unmittelbar erkennbare Auswirkungen ergeben. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken und Chancen, die unabhängig von spezifischen Auswirkungen entstehen – beispielsweise die allgemeinere Markt- oder Ressourcendynamik –, in unserer Analyse ebenfalls erfasst werden. Dieser umfassende Ansatz hilft uns dabei, potenzielle Risiken und Chancen mit und ohne direkten Bezug zu den Auswirkungen zu ermitteln, und ermöglicht uns ein tiefes Verständnis unseres Nachhaltigkeitsumfelds. Die Tabelle enthält die Angaben zum Grad der Verantwortlichkeit für die jeweiligen wesentlichen IROs. Diese Verantwortlichkeit wird in die Kategorien „verursacht“, „beigetragen“ oder „in Verbindung stehend“ eingeteilt. Die Auslöser können in Faktoren innerhalb unseres Einflussbereichs, unserer Geschäftsbeziehungen oder unserer Abhängigkeiten von externen Ressourcen begründet liegen. In der Tabelle orientieren sich die Zeithorizonte an ESRS 1 und werden in „tatsächlich“ (0–1 Jahr) für unmittelbare, bereits eingetretene Auswirkungen und „potenziell“ (1–5 Jahre oder mehr als 5 Jahre) für längerfristige, prognostizierte oder erwartete Auswirkungen unterteilt.
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| Übersicht der wesentlichen IROs | ||
| Wesent- liches Unterthema | Wesentliches Unter-Unterthema | |
| ESRS E1 Klimawandel | ||
| Klimaschutz | - | |
| Klimaschutz; Anpassung an den Klima- wandel | - | |
| Anpassung an den Klima- wandel; Energie | - | |
| ESRS E2 Umweltverschmutzung | ||
| Luft-, Wasser- und Bodenver- schmutzung; Besorgnis- erregende Stoffe; Besonders besorgnis- erregende Stoffe; Mikroplastik | - | |
| ESRS E3 Wasserressourcen | ||
| Wasser | Wasserverbrauch; Wasserentnahme; Ableitung von Wasser | |
| [Risiken – eigene Geschäftstätigkeit] Wasserknappheit könnte zur begrenzten Verfügbarkeit von Rohstoffen (z. B. Baumwolle) führen und sich negativ auf die Herstellung und Verarbeitung bei Geschäftspartnern und Lieferanten auswirken. Der daraus resultierende Anstieg der Produktpreise kann aufgrund der wahrscheinlich höheren Beschaffungskosten ein Risiko für die Vermögens- und Finanzlage darstellen. | ||
| ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | ||
| Ressourcen- zu- und - abflüsse i.Z.m. Produkten & Dienstleist- ungen | - | |
| Ressourcen- abflüsse i.Z.m. Produkten & Dienstleist- ungen | - | |
| Ressourcen- abflüsse i.Z.m. Produkten & Dienstleist- ungen | - | |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Übersicht der wesentlichen IROs | ||
| Wesent- liches Unterthema | Wesentliches Unter-Unterthema | |
| Ressourcen- zu- und - abflüsse i.Z.m. Produkten & Dienst- leistungen | - | |
| Abfall | - | |
| [Risiken – eigene Geschäftstätigkeit] Zalandos Produktretouren, Überbestände und Outlets und der damit verbundene Abfall erhöhen die Kosten und könnten Reputationsrisiken im Zusammenhang mit dem Recycling nicht verkaufter Produkte nach sich ziehen. | ||
| ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens | ||
| Arbeitsbe- dingungen; Sonstige arbeits- bezogene Rechte | Sichere Beschäf- tigung; Arbeits- zeit; Ange- messene Entloh- nung; Kinder- & Zwangsarbeit; Soziale Absicherung; Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz | |
| Sozialer Dialog; Vereinigungsfrei- heit;Tarifverhand- lungen; Verein- barkeit Berufs- & Privatleben | ||
| Gesund- heitsschutz und Sicherheit | Gesund- heitsschutz und Sicherheit; Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben | |
| [Risiken – eigene Geschäftstätigkeit] Fehlende Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben und begrenzte flexible Arbeitszeitmodelle können einen Burnout der Mitarbeiter*innen zur Folge haben und ihre Produktivität verringern. Unzureichende Präventionsmaßnahmen, wie keine angemessene Schulung und persönliche Schutzausrüstung, können zu arbeitsbedingten Verletzungen und Todesfällen führen. | ||
| Gleich- behandlung (D&I); Entwicklung | Weiterbildung und Kompetenz- entwicklung | |
| Gleichstellung Geschlechter & gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Beschäftigung & Inklusion von Menschen mit Behinderungen; Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz; Vielfalt | ||
| Gleichstellung Geschlechter & gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz; Vielfalt | ||
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Übersicht der wesentlichen IROs | ||
| Wesent- liches Unterthema | Wesentliches Unter-Unterthema | |
| Mitarbeiter- zufrieden- heit und -bindung | Gleichstellung Geschlechter & gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Beschäftigung & Inklusion von Menschen mit Behinderungen; Vielfalt | |
| ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | ||
| Arbeitsbe- dingungen; Gleichbe- handlung und Chancen- gleichheit für alle; Sonstige arbeitsbe- zogene Rechte | Sichere Beschäf- tigung; Arbeits- zeit; Angemess- ene Entlohnung; Sozialer Dialog; Vereinigungsfrei- heit; Tarifver- handlungen; Vereinbarkeit Berufs- & Privatleben; Gesundheits- schutz & Sicherheit; Kinder- & Zwangsarbeit | |
| Kinder- & Zwangsarbeit; Arbeitszeit; Ange- messene Entloh- nung; Gesund- heitsschutz & Sicherheit; Maßnahmen gegen Gewalt & Belästigung am Arbeitsplatz; Gleichstellung Geschlechter & gleicher Lohn für gleiche Arbeit; Sichere Beschäftigung | ||
| ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer | ||
| Infor- mations- bezogene Auswirk- ungen (einschließ- lich Daten- schutz) | Zugang zu (hochwertigen) Informationen | |
| Datenschutz; Zugang zu (hochwertigen) Informationen | ||
| Zugang zu (hochwertigen) Informationen | ||
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Übersicht der wesentlichen IROs | ||
| Wesent- liches Unterthema | Wesentliches Unter-Unterthema | |
| Persönliche Sicherheit | Gesund- heitsschutz und Sicherheit; Persönliche Sicherheit; Kinderschutz | |
| [Risiken – eigene Geschäftstätigkeit] Unzureichende Produktsicherheitsstandards (z. B. im Hinblick auf Materialien in Beauty-Produkten und Bekleidung) könnten zu Geldstrafen oder Reputationsschäden führen. | ||
| Soziale Inklusion | Nicht- diskriminierung; Zugang zu Produkten und Dienstleistungen; Verantwortliche Vermarktungs- praktiken | |
| [Chancen – eigene Geschäftstätigkeit] Mit einem vielfältigen Partnerportfolio bedient Zalando unterversorgte Verbrauchersegmente und erhöht seinen Marktanteil. | ||
| ESRS G1 Unternehmensführung | ||
| Tierschutz | - | |
| Politisches Engagement & Lobby- tätigkeiten; Manage- ment Be- ziehungen zu Lieferan- ten, einschl. Zahlungs- praktiken | - | |
| Unterneh- menskultur | - | |
| Korruption & Bestechung; Schutz von Hinweis- geber*innen (Whistle- blowers); Unterneh- menskultur | Vermeidung und Aufdeckung ein- schließlich Schulung; Vorkommnisse | |
| Politisches Engage- ment & Lobby- tätigkeiten | - | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Übersicht der wesentlichen IROs | ||
| Wesent- liches Unterthema | Wesentliches Unter-Unterthema | |
| Unternehmensspezifische Informationen – ESRS 2 | ||
| Innovation und Partner- schaften | - | |
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Aktuelle finanzielle Effekte Für das Geschäftsjahr 2024 haben wir keine finanziellen Effekte der wesentlichen Risiken und Chancen auf unsere Finanzlage, unsere Ertragslage oder unsere Zahlungsströme festgestellt. Ferner ermittelten wir keine wesentlichen Risiken und Chancen, bei denen im nächsten Berichtszeitraum ein erhebliches Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte der im zugehörigen Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten besteht. Bewertung der Widerstandsfähigkeit des Unternehmens Wir haben die Widerstandsfähigkeit unserer Strategie und unseres Geschäftsmodells in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte bewertet. Dabei legten wir einen besonderen Schwerpunkt auf unsere Fähigkeit, wesentliche Risiken kurz-, mittel- und langfristig zu bewältigen und wesentliche Chancen nutzen zu können. Die wichtigsten Elemente bei der Bewertung unserer Widerstandsfähigkeit sind: — Anpassung an den Klimawandel: Unsere zukünftige Netto-Null-Ambition bis 2040 (eigene Geschäftstätigkeit und Eigenmarken) und 2050 (gesamte Wertschöpfungskette) ist ein Beleg unserer langfristigen Planung im Bereich der Klimaresilienz. Wir investieren in erneuerbare Energie, in Prozessverbesserungen und in kreislauforientierte Geschäftsmodelle, um unseren THG-Fußabdruck zu verringern und uns an eine CO2-arme Wirtschaft anzupassen. — Widerstandsfähigkeit der Lieferkette: Unser Programm und unsere Maßnahmen zur Verbesserung von Produktionsstätten schaffen Bedingungen, die Umweltrisiken in unserer Lieferkette mindern sollen. — Übergang zur Kreislaufwirtschaft: Mit unseren Investitionen in Pre-owned-Mode, innovative Materialien und Partnerschaften mit Organisationen haben wir eine gute Ausgangsbasis geschaffen, um von der Umstellung auf stärker kreislauforientierte Geschäftsmodelle zu profitieren. — Regulatorische Bereitschaft: Wir bereiten uns proaktiv auf bevorstehende EU-Rechtsakte wie die Ökodesign-Verordnung für die umweltgerechte Gestaltung von Produkten und die CSDDD vor und stärken so unsere langfristige regulatorische Resilienz. — Kundenbindung: Unsere Strategie, Kund*innen in die Lage zu versetzen, verantwortungsvolle Kaufentscheidungen zu treffen, passt zu den sich wandelnden
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Kundenpräferenzen für Mode, die einen positiven Beitrag zu Umwelt- und Sozialthemen leistet. Dies unterstützt unsere langfristige Marktposition. Die Bewertung der Widerstandsfähigkeit findet Eingang in unsere laufende Strategieentwicklung und Anpassung unseres Geschäftsmodells. Dadurch stellen wir sicher, dass wir mit dem sich wandelnden Nachhaltigkeitsumfeld erfolgreich Schritt halten können. Unsere Herangehensweise an die wesentlichen IROs Klimawandel: Der Klimawandel ist eines der wesentlichsten Themen für unsere Geschäftstätigkeit und unsere Wertschöpfungskette, da er die Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg beeinflusst – von der Herstellung über den Transport und Vertrieb bis hin zur Nutzung. Physische Klimarisiken können Störungen in der Logistik verursachen und die Verfügbarkeit sowie die Preise von Rohstoffen beeinflussen. Gleichzeitig haben wir als eines der größten europäischen Handelsunternehmen die Chance, Nachhaltigkeit in der Modebranche durch Investitionen in neue innovative Fasern, umweltschonende Produkte und innovative Verpackungslösungen voranzutreiben. Wichtige Risiken ergeben sich auch aus klimabezogenen Veränderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen und aus Vorgaben für Emissionsreduktionen. Weitere Informationen sind dem Abschnitt ESRS E1 Klimawandel unter 2.8.2 Umweltinformationen zu entnehmen. Umweltverschmutzung: Branchenspezifische Prozesse können die Wasserqualität beeinträchtigen. Beispiele hierfür sind das von synthetischen Fasern abgesonderte Mikroplastik und die Verwendung von Pestiziden und Düngemitteln beim Baumwollanbau, die Boden und Wasser verunreinigen können. Als Gegenmaßnahmen haben wir Compliance- Programme für Chemikalien eingeführt, die darauf abzielen, schädliche Einleitungen zu minimieren. Anknüpfend an unser Ziel zur Kreislaufwirtschaft sind wir bestrebt, durch die Beschaffung alternativer Chemikalien und Fasern und durch das Recycling gebrauchter Kleidungsstücke unsere Umweltauswirkungen zu reduzieren und die Qualität von Bekleidung zu verbessern. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt ESRS E2 Umweltverschmutzung unter 2.8.2 Umweltinformationen. Wasserressourcen: Für unsere Geschäftstätigkeit sind wir auf die kontinuierliche Verfügbarkeit von Wasser angewiesen. Wasserknappheit und Probleme mit der Wasserqualität sind bereits heute sichtbar. Wasser ist in der eigenen Geschäftstätigkeit und in der gesamten Wertschöpfungskette von zentraler Bedeutung: von dem Anbau von Baumwolle über die Pflege von Kleidungsstücken bis hin zum Betrieb unseres Unternehmens. 2024 führten wir unsere erste Bewertung des Wasserrisikos durch, zunächst für die eigene Geschäftstätigkeit. Auf Grundlage der Ergebnisse dieser Bewertung soll eine Strategie entwickelt werden. Weitere Informationen sind dem Abschnitt ESRS E3 Wasserressourcen unter 2.8.2 Umweltinformationen zu entnehmen. Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft: Als Online-Händler für Mode sind wir von Rohstoffen wie Baumwolle, Polyester und Leder abhängig und somit anfällig für das langfristig geringere Angebot infolge des Klimawandels. Kurz- bis mittelfristig sind wir zur Einhaltung neuer Vorschriften wie der Ökodesign-Verordnung verpflichtet und sind bestrebt, unsere Nutzung von recycelten Materialien zu erhöhen, unsere Abhängigkeit von primären 57 Adaptive Mode ist Kleidung, die speziell für Menschen mit einer Behinderung – sei es dauerhaft oder vorübergehend – entwickelt wurde und zusätzliche Funktionen bietet, die das Anziehen erleichtern.
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Ressourcen zu verringern und so unsere Widerstandsfähigkeit zu verbessern. Bei Zalando sehen wir diese Herausforderungen als Chance, innovative Geschäfts- und Kundentypen nach kreislaufwirtschaftlichen Grundsätzen zu entwickeln. Weitere Informationen sind dem Abschnitt ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft unter 2.8.2 Umweltinformationen zu entnehmen. Arbeitskräfte des Unternehmens und Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette: Unsere Richtlinien, Konzepte und Verfahren haben Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter*innen und die Arbeitskräfte in unseren Wertschöpfungsketten. Wir beziehen beide Gruppen in unsere Sorgfaltspflichten zur Achtung der Menschenrechte, unsere Risikobewertungen und unsere Richtlinien in Bezug auf Menschenrechte und moderne Sklaverei ein. Unsere Bemühungen zielen darauf ab, ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld zu fördern, stabile Arbeitsplätze zu schaffen, Beschwerdemechanismen einzurichten und Kinder- und Zwangsarbeit in unserer Wertschöpfungskette zu verhindern. Wir priorisieren Maßnahmen, die positive Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter*innen und die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette haben. Hierzu zählen der Aufbau einer loyalen, diversen und qualifizierten Arbeitskraft, die Verbesserung von Gesundheits- und Sicherheitsstandards und die Verbesserung von Beschäftigungspraktiken unserer Lieferanten. Im Hinblick auf die Gleichstellung der Geschlechter und die Inklusion von Menschen mit Behinderung haben wir verschiedene Maßnahmen umgesetzt und den Betriebsrat tief in unserem Unternehmen verankert. Unsere Mitarbeiternetzwerke, sogenannte Employee Resource Groups (ERGs), dienen unseren vielfältigen Mitarbeiter*innen als Sprachrohr für die Platzierung ihrer Anliegen. Darüber hinaus sind wir Mitglied in mehreren Organisationen, die uns bei der Umsetzung von Best Practices helfen. Weitere Informationen sind den Abschnitten ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens und ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette unter 2.8.3 Sozialinformationen zu entnehmen. Verbraucher*innen und Endnutzer*innen: Unsere wichtigsten Auswirkungen auf Verbraucher*innen umfassen die Gewährleistung der Produktsicherheit und die Verbesserung der Zufriedenheit mit dem Einkaufserlebnis. Dies erreichen wir, indem wir aktuelle, relevante und qualitativ hochwertige Informationen, wie Rückgabebedingungen und ausführliche Produktbeschreibungen, zur Verfügung stellen. Unser Ziel ist es, Kund*innen fundierte Entscheidungen zu ermöglichen, indem wir ihnen ein Sortiment und Marken bieten, die zu ihren Werten passen. Dies beinhaltet die Ansprache eines diversen und inklusiven Kundenstamms, indem wir ein breites Spektrum an Größen, Kosmetik für verschiedene Hauttöne und eine adaptive Mode 57 anbieten. Dabei sind uns die Reputationsrisiken im Zusammenhang mit „Pinkwashing“ durchaus bewusst. Wir bekennen uns zur Inklusion und möchten eine Plattform sein, bei der sich jede*r willkommen fühlt. Zur Verwirklichung dieser Vision bedienen wir mit unserem Sortiment Gruppen, die bisher ausgeschlossen waren, und legen einen Fokus auf Barrierefreiheit und eine inklusive Nutzererfahrung. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer unter 2.8.3 Sozialinformationen.
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Unternehmensführung: Wir legen Wert auf eine ehrliche und transparente Unternehmensführung, bei der die Wahrung des Schutzes von Kundendaten und die Sicherstellung verantwortungsvoller Marketing- und Lobbytätigkeiten besondere Schwerpunkte bilden. Für unsere Beziehungen zu Lieferanten ist unser Verhaltenskodex maßgeblich, dessen Einhaltung durch risikobasierte Bewertungen sichergestellt wird. Als Handelsunternehmen sind wir hohen ethischen Tierschutzstandards verpflichtet. Weitere Informationen über unsere Unternehmensführung sind dem Abschnitt ESRS G1 Unternehmensführung unter 2.8.4 Governance-Informationen zu entnehmen. Innovation und Partnerschaften: Der Übergang zu einer nachhaltigeren und gerechteren Modebranche erfordert eine strategische Zusammenarbeit im gesamten Ökosystem. Als wichtiger Akteur im europäischen E-Commerce-Markt für Mode verstehen wir uns als „Wegbereiter“, der Fortschritte bei den Interessenträger*innen durch strategische Kooperationen mit verschiedenen Organisationen aktiv vorantreibt. Diese Partnerschaften sind unverzichtbar, um Innovationstrends aufzugreifen, das Ökosystem zu erweitern und Nachhaltigkeitsziele schneller umzusetzen, vor allem in Bereichen wie innovativen Materialien, Dekarbonisierung der Lieferkette und kreislauforientierten Geschäftsmodellen. Mit unserer Rolle als Wegbereiter und Bindeglied in der Branche möchten wir systemische Veränderungen fördern sowie unsere Widerstandsfähigkeit und unsere Wettbewerbsposition verbessern. Weitere Informationen über Innovation und Partnerschaften sind dem Abschnitt Unternehmensspezifische Informationen unter 2.8.4 Governance-Informationen zu entnehmen.
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2.8.2Umweltinformationen Angaben nach Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung In dem 2018 veröffentlichten Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums hat sich die Europäische Kommission das Ziel gesetzt, Kapitalströme in nachhaltige Investitionen umzulenken. In diesem Zusammenhang wurde ein standardisiertes Klassifizierungssystem – die EU-Taxonomie – eingeführt, das Kriterien zur Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit wirtschaftlicher Aktivitäten definiert. Unternehmen, die der Nachhaltigkeitsberichterstattung oder der konsolidierten Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß der Richtlinie 2013/34/EU unterliegen, sind auch zur Berichterstattung nach der EU-Taxonomie-Verordnung (Verordnung (EU) 2020/852) verpflichtet. Unternehmen müssen daher ihre nichtfinanziellen Angaben um die Art und den Umfang ihrer als ökologisch nachhaltig klassifizierten wirtschaftlichen Aktivitäten erweitern. Gemäß Artikel 8 der EU-Taxonomie-Verordnung müssen berichterstattende Unternehmen den Anteil ihres Umsatzes, ihrer Investitionsausgaben (CapEx) und ihrer Betriebsausgaben (OpEx) in Verbindung mit taxonomiefähigen und taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten angeben. Um als taxonomiekonform zu gelten, muss eine taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeit die folgenden in Artikel 3 der EU-Taxonomie-Verordnung festgelegten Kriterien erfüllen. Die Wirtschaftstätigkeit: — muss gemäß den Artikeln 10 bis 16 einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung eines oder mehrerer der Umweltziele des Artikels 9 leisten; — darf nicht zu einer in Artikel 17 bestimmten erheblichen Beeinträchtigung eines oder mehrerer der Umweltziele des Artikels 9 führen; — muss unter Einhaltung des in Artikel 18 festgelegten Mindestschutzes ausgeübt werden; und — muss den technischen Bewertungskriterien im Sinne eines wesentlichen Beitrags zu Umweltzielen und der Einhaltung des Grundsatzes der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen gemäß Artikel 10 Abs. 3, Artikel 11 Abs. 3, Artikel 12 Abs. 2, Artikel 13 Abs. 2, Artikel 14 Abs. 2 oder Artikel 15 Abs. 2 entsprechen. Wir haben mit der Berichterstattung gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung sowie den ergänzenden delegierten Rechtsakten im Jahr 2021 begonnen. Auf Basis unserer ersten Bewertung haben wir das Leasing von Vermögenswerten, etwa Bürogebäuden, Outlets und Logistikzentren, als einzige wesentliche taxonomiefähige Wirtschaftstätigkeit in unserem Konzern identifiziert (Wirtschaftstätigkeit 7.7, in Anhang I der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 aufgeführt), über deren Taxonomiefähigkeit wir berichtet haben. 2022 haben wir das Reporting um die Prüfung der Taxonomiekonformität der Tätigkeiten innerhalb der Zalando-Gruppe erweitert. Im Jahr 2022 wurde die Delegierte Verordnung (EU) 2022/1214 zur Änderung der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 in Bezug auf Wirtschaftstätigkeiten in bestimmten Energiesektoren und der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 in Bezug auf besondere Offenlegungspflichten für diese Wirtschaftstätigkeiten angewandt. Wir haben Anhang I und Anhang II bewertet, die die Liste von Wirtschaftstätigkeiten im Hinblick auf die ersten beiden Umweltziele sowie die damit verbundenen technischen Bewertungskriterien und den Grundsatz der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen teilweise angepasst haben. 58 CapEx wird gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung als Vermögenszuwachs definiert, was sich von unserem KPI Capex unterscheidet, der als Zahlungen für Vermögenswerte definiert ist.
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Wir üben keine der neuen Tätigkeiten aus und sind von den Änderungen der technischen Bewertungskriterien nicht betroffen. Des Weiteren veröffentlichte die Europäische Kommission 2023 die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2485 zur Änderung der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 durch die Festlegung zusätzlicher technischer Bewertungskriterien sowie die Delegierte Verordnung (EU) 2023/2486 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2020/852 durch die Festlegung von Wirtschaftstätigkeiten und damit verbundener technischer Bewertungskriterien für die verbleibenden vier Umweltziele. Wie bereits 2023 haben wir 2024 keine wesentliche Tätigkeit im Rahmen der neuen Verordnungen identifiziert. Unser Ansatz für die Bewertung der Wirtschaftstätigkeiten gemäß der EU-Taxonomie- Verordnung im Geschäftsjahr 2024 wird nachfolgend genauer erläutert. Unser Ansatz Im Rahmen unserer Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2024 sind wir verpflichtet, die Konformität unserer taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten in Bezug auf die sechs Umweltziele zu bewerten: — Klimaschutz — Anpassung an den Klimawandel — die nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen — der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft — Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung — der Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme Wir haben die Bewertungen der Wirtschaftstätigkeiten für alle sechs Umweltziele aktualisiert. Diese Überprüfung ergab keine Änderung unserer bisher identifizierten wesentlichen taxonomiefähigen Wirtschaftstätigkeiten. Daher beschränkt sich unsere Berichterstattung weiterhin auf die CapEx im Zusammenhang mit dem Leasing unserer Gebäude sowie die zugehörigen OpEx (in Anhang I der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139 aufgeführte Wirtschaftstätigkeit 7.7). Im Geschäftsjahr 2024 hat sich die Anzahl der von uns gemieteten Gebäude erhöht, was zu Zugängen zu den Vermögenswerten aus Nutzungsrechten in Höhe von 62,6 Mio. EUR (Vorjahr: 213,5 Mio. EUR) führte. Dies ist aus Sicht der Zalando-Gruppe wesentlich und wird deshalb als taxonomiefähige CapEx ausgewiesen. Die Zugänge beziehen sich im Wesentlichen auf ein neues Logistikzentrum in Frankreich sowie ein neues Bürogebäude und neue Outlets in Deutschland. Die Gesamt-CapEx haben wir als Summe der Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Vermögenswerten aus Nutzungsrechten (ohne Neubewertungen) im Geschäftsjahr berechnet, wie sie im Konzernanhang unter 3.5.7 (11.) Immaterielle Vermögenswerte, 3.5.7 (12.) Sachanlagen und 3.5.7 (13.) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten ausgewiesen sind. 58 Die Zugänge zu den Vermögenswerten aus Nutzungsrechten gemäß Konzernanhang von 97,3 Mio. EUR (Vorjahr: 231,2 Mio. EUR) enthalten auch Neubewertungen von 34,7 Mio. EUR (Vorjahr: 17,7 Mio. EUR),
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die nicht in den Gesamt-CapEx enthalten sind. Die Gesamt-CapEx im Geschäftsjahr 2024 belaufen sich daher auf 258,8 Mio. EUR (Vorjahr: 507,3 Mio. EUR), was zu taxonomiefähigen („EL“) CapEx von 24,2 % (Vorjahr 42,1 %) führt. Der signifikante Rückgang des CapEx ist auf geringere Zugänge zu den Sachanlagen sowie zu den Vermögenswerten aus Nutzungsrechten zurück zu führen. Für unsere angemieteten Gebäude haben wir OpEx in Höhe von 12,5 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2024 ermittelt (Vorjahr: 12,5 Mio. EUR), welche für die Instandhaltung und Reparatur sowie die tägliche Wartung dieser Vermögenswerte anfielen. Die gesamten Betriebsausgaben im Jahr 2024 belaufen sich auf 199,4 Mio. EUR (Vorjahr: 182,6 Mio. EUR) und beziehen sich auf nicht aktivierte Entwicklungskosten, Kosten für kurzfristige Leasingverhältnisse, Kosten für Instandhaltung und Reparatur sowie Kosten der täglichen Wartung von Vermögenswerten. Neben der Wirtschaftstätigkeit 7.7 haben wir keine anderen wesentlichen CapEx, OpEx und im Sinne der Taxonomie relevanten Umsätze identifiziert. Für diese Beurteilung haben wir eine Wesentlichkeitsschwelle von jeweils 1,0 % der CapEx, OpEx und Umsatzerlöse zugrunde gelegt. Eine Wirtschaftstätigkeit weisen wir nur dann als taxonomiefähig aus, wenn sie mindestens einen dieser Schwellenwerte erfüllt. Die Gesamtwerte für CapEx, OpEx und Umsatz haben wir ohne Anwendung einer Wesentlichkeitsschwelle berechnet. Der angegebene Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten entspricht daher den im Geschäftsjahr 2024 insgesamt ausgewiesenen Umsatzerlösen des Konzerns nach IAS 1.82(a) in Höhe von 10.572,5 Mio. EUR (Vorjahr: 10.143,1 Mio. EUR), die in unserem Konzernabschluss 2024 ausgewiesen und unter 3.5.7 (1.) Umsatzerlöse im Konzernanhang näher erläutert sind. Wir haben die gesamten berechneten taxonomiefähigen CapEx und OpEx dem Umweltziel Klimaschutz zugeordnet. Darüber hinaus wurde nur eine einzige Wirtschaftstätigkeit ermittelt, für die taxonomiefähige CapEx und OpEx berechnet wurden. Damit wurden Doppelzählungen ausgeschlossen. Des Weiteren haben wir den Anteil unserer CapEx bewertet, der die Kriterien für eine Einstufung als ökologisch nachhaltig erfüllt und somit als CapEx in Verbindung mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten ausgewiesen werden kann. Diese Bewertung basierte auf den in Artikel 3 der EU-Taxonomie-Verordnung aufgeführten Kriterien. Da sich unsere CapEx ausschließlich auf den Erwerb von Output beziehen, setzten wir uns mit den Eigentümern der jeweiligen Gebäude in Verbindung, um die relevanten Informationen einzuholen. Die erhaltenen Angaben zu den technischen Bewertungskriterien reichten sowohl unter dem Gesichtspunkt eines wesentlichen Beitrags als auch im Hinblick auf die Einhaltung des DNSH-Grundsatzes nicht aus, um die Bewertung durchzuführen. Daher konnten wir im Geschäftsjahr 2024 keine taxonomiefähigen CapEx im Zusammenhang mit dem Leasing unserer Gebäude als taxonomiekonforme CapEx ausweisen. Dies gilt entsprechend für die zugehörigen OpEx. Da wir keine taxonomiefähigen Umsatzerlöse identifiziert haben, konnten wir außerdem auch keine taxonomiekonformen Umsatzerlöse berechnen.
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Tätigkeiten in den Bereichen Kernenergie und fossiles Gas | ||
| Tätigkeiten im Bereich Kernenergie | ||
| 1 | Das Unternehmen ist im Bereich Erforschung, Entwicklung, Demonstration und Einsatz innovativer Stromerzeugungsanlagen, die bei minimalem Abfall aus dem Brennstoffkreislauf Energie aus Nuklearprozessen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | |
| 2 | Das Unternehmen ist im Bau und sicheren Betrieb neuer kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung mithilfe der besten verfügbaren Technologien tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | |
| 3 | Das Unternehmen ist im sicheren Betrieb bestehender kerntechnischer Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Prozesswärme — auch für die Fernwärmeversorgung oder industrielle Prozesse wie die Wasserstofferzeugung — sowie bei deren sicherheitstechnischer Verbesserung tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | |
| Tätigkeiten im Bereich fossiles Gas | ||
| 4 | Das Unternehmen ist im Bau oder Betrieb von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | |
| 5 | Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung mit fossilen gasförmigen Brennstoffen tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | |
| 6 | Das Unternehmen ist im Bau, in der Modernisierung und im Betrieb von Anlagen für die Wärmegewinnung, die Wärme/Kälte aus fossilen gasförmigen Brennstoffen erzeugen, tätig, finanziert solche Tätigkeiten oder hält Risikopositionen im Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten. | |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| CapEx-Anteil aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind | ||
| 2024 | Jahr | |
| Wirtschafts- tätigkeiten | Code | |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| CapEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomie- konform) (A.1) | ||
| Davon ermögli- chende Tätigkeiten | ||
| Davon Übergangs- tätigkeiten | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Erwerb von und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | |
| CapEx taxonomie- fähiger, aber nicht ökolo- gisch nach- haltiger Tätigkeiten (nicht taxo- nomie- konforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| A. CapEx taxonomie- fähiger Tätigkeiten (A.1+A.2) | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| CapEx nicht taxonomie- fähiger Tätigkeiten | ||
| Gesamt | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) | ||
| Klimaschutz (J/N) | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| OpEx-Anteil von Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind | ||
| 2024 | Jahr | |
| Wirtschafts- tätigkeiten | Code | |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| OpEx ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomie- konform) (A.1) | ||
| Davon ermögli- chende Tätigkeiten | ||
| Davon Übergangs- tätigkeiten | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Erwerb von und Eigentum an Gebäuden | CCM 7.7 | |
| OpEx taxonomie- fähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomie- konforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| A. OpEx taxonomie- fähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| OpEx nicht taxonomie- fähiger Tätigkeiten | ||
| Gesamt | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) | ||
| Klimaschutz (J/N) | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Anteil des Umsatzes aus Waren oder Dienstleistungen, die mit taxonomiekonformen Wirtschaftstätigkeiten verbunden sind | ||
| 2024 | Jahr | |
| Wirtschafts- tätigkeiten | Code | |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| A.1 Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | ||
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomie- konform) (A.1) | ||
| Davon ermögli- chende Tätigkeiten | ||
| Davon Übergangs- tätigkeiten | ||
| A.2 Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | ||
| Umsatz taxonomie- fähiger, aber nicht ökolo- gisch nach- haltiger Tätigkeiten (nicht taxonomie- konforme Tätigkeiten) (A.2) | ||
| A. Umsatz taxonomie- fähiger Tätigkeiten (A.1 + A.2) | ||
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | ||
| Umsatz nicht taxonomie- fähiger Tätigkeiten | ||
| Gesamt | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| DNSH-Kriterien („Keine erhebliche Beeinträchtigung“) | ||
| Klimaschutz (J/N) | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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Umweltinformationen (ESRS E1–E5) Die folgenden Abschnitte adressieren Zalandos Managementpraktiken und -leistungen in Bezug auf Klimawandel, Umweltverschmutzung, Wasser und Ressourcenverbrauch sowie Fragen der Kreislaufwirtschaft. Highsnobiety ist aufgrund seines besonderen Geschäftsmodells als Medien- und kuratierte Einzelhandelsplattform nicht in den Maßnahmen und Zielen enthalten, die in den folgenden Abschnitten näher beschrieben werden. Es bleibt jedoch mit Zalandos allgemeinen SDI-Ambitionen und -Konzepten konform. Nähere Informationen zu Highsnobiety können den im Abschnitt 2.1.2 Konzernstruktur des zusammengefassten Lageberichts erläuterten Segmenten des Konzerns entnommen werden. Logistik- und Nicht-Logistikstandorte, die sich während des Geschäftsjahres im Bau befinden, werden bei den nachfolgenden Betrachtungen und Berechnungen ebenfalls nicht berücksichtigt. ESRS E1 Klimawandel Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme Informationen darüber, wie klimabezogene Erwägungen in die Vergütung der Mitglieder der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane einbezogen werden, sind unter Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme im Abschnitt 2.8.1 Allgemeine Angaben zu finden. Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell — Resilienzanalyse und Planung der Klimaszenarien Die im Juni 2022 durchgeführte und in 2024 aktualisierte Resilienzanalyse basiert auf unserer Klimaszenarioplanung. Die Analyse erstreckte sich sowohl auf die direkten und indirekten Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit (Scope 1 und 2) als auch auf die indirekten Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3). Risiken, bei denen die Resilienzanalyse eine Überschreitung der Schwellenwerte für finanzielle Wesentlichkeit ergab, wurden weiter in unseren Risikomanagementprozess integriert. Die Analyse erstreckte sich auf unsere gesamte Wertschöpfungskette: die vorgelagerte Wertschöpfungskette (Design, Produktion von Rohstoffen, Herstellungsprozesse), die eigene Geschäftstätigkeit (Beschaffung und Einkauf sowie Fulfilment), die nachgelagerte Wertschöpfungskette (Transport, Produktnutzung und Behandlung am Ende der Lebensdauer). Bei der Analyse wurden wesentliche physische Risiken, einschließlich klimabedingter Gefahren im Zusammenhang mit Temperatur, Wasser, Wind und Boden, berücksichtigt. Darüber hinaus wurden mögliche politische und rechtliche Entwicklungen, technologische Umwälzungen, Marktveränderungen und reputationsbezogene Ereignisse bewertet, um festzustellen, inwieweit wir Übergangsrisiken ausgesetzt sind. Weitere Informationen sind unter Auswirkungen, Risiken und Chancen im Abschnitt 2.8.1 Allgemeine Angaben zu finden. Die Klimaresilienz unserer Geschäftstätigkeit wurde durch Untersuchung der klimabedingten Übergangsrisiken sowie der physischen Risiken und Chancen gemäß den Empfehlungen der Task-Force „klimabezogene Finanzinformationen“ (Task Force on Climate-Related Financial Disclosures, TCFD) ermittelt. In die Analyse sind Faktoren wie die Verfügbarkeit neuer Technologien, regulatorische Entwicklungen, makroökonomische Trends, Erwartungen der
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Kund*innen und das allgemeine Geschäftsumfeld, einschließlich Maßnahmen unserer Wettbewerber, eingeflossen. Für die Szenarioanalysen verwendeten wir zwei unterschiedliche Verläufe der weltweiten THG-Emissionen. Im Einzelnen waren dies Szenario 2.6 (globaler Temperaturanstieg bis 1,5 °C) und Szenario 8.5 (mit einem Anstieg von 4 °C) der Representative Concentration Pathways (RCP) des Fünften Sachstandsberichts des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (Weltklimarat, Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC, AR5). Die Szenarien berücksichtigten Temperatur, Niederschlag und Anzahl der heißen Tage. Sie wurden an die jeweiligen geographischen Bedingungen angepasst. Die potenziellen Auswirkungen auf Handelsunternehmen wurden über drei Zeithorizonte bewertet: bis 2025 (kurzfristig), bis 2030 (mittelfristig) und bis 2050 (langfristig). Parameter wie Anstieg der monatlichen Durchschnittstemperaturen, Niederschlagsmengen und Anzahl der extrem heißen Tage (über 35 °C) wurden analysiert und die Ergebnisse für Deutschland mithilfe der Modellierungstools der Weltbank bestätigt. Die 2022 durchgeführte klimabezogene Szenarioanalyse identifizierte klimabedingte Risiken und Chancen und ermöglichte uns so eine bessere Strategieplanung. Gleichzeitig machte sie durch eine funktionsübergreifende Beurteilung möglicher geschäftlicher Auswirkungen deutlich, welche Investitionen für eine wissenschaftsbasierte Netto-Null-Ambition notwendig sind. Zu den physischen Risiken zählten Absatz- und Prognosestörungen infolge geänderter Witterungsverhältnisse, extreme Wetterereignisse, die sich negativ auf den Umsatz auswirken, Unterbrechungen in der Lieferkette durch Rohstoffengpässe, operationelle Risiken in den Logistikzentren und Stores sowie logistische Verzögerungen infolge von Unwettern. Die Übergangsrisiken sind mit der Volatilität der Energiemärkte verbunden, die zu einer Verknappung erneuerbarer Energien und erhöhten Betriebskosten durch steigende Energiepreise führt. Dies kann auch zu Reputationsrisiken aufgrund möglicherweise verfehlter Emissionsreduktionsziele und veränderter Kundenpräferenzen führen. Auch wenn Unsicherheiten bestehen bleiben — insbesondere bei den finanziellen, reputationsbezogenen und strategischen Analysen —, vertrauen wir aufgrund der qualitativen Bewertung der Wahrscheinlichkeit und der Größenordnung der potenziellen Auswirkungen weiterhin auf unsere Fähigkeit, uns durch strategische Investitionen anzupassen, indem wir SBTs festlegen, die mit unserer Netto-Null-Ambition zur Emissionsreduktion in Einklang stehen und unsere Logistik durch die Integration erneuerbarer Energie verbessern. Wir planen für 2025 eine Überarbeitung der klimabezogenen Szenarioanalyse, um neue Daten und Trends zu berücksichtigen. Weitere Informationen zu unseren Zielen und Ambitionen in Bezug auf den Klimawandel sind dem Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit der Eindämmung des Klimawandels und der Anpassung an seine Folgen zu entnehmen. Unsere Geschäftstätigkeiten, einschließlich Produktion, Vertrieb, Transport und Verkauf von Waren, tragen maßgeblich zu unserem THG-Fußabdruck bei. Unsere Unternehmensstrategie 2024–2028 (siehe Abschnitt 2.1.3 Konzernstrategie des zusammengefassten Lageberichts) spiegelt unsere Fähigkeit wider, uns an klimabezogene Risiken und Chancen anzupassen. Ein zentrales Element dieser Strategie ist die Einführung des neuen B2B-Geschäftsmodells ZEOS Fulfilment, das das Potenzial unserer bestehenden Logistikservices maximiert. Mit ZEOS Fulfilment wollen wir ein Betriebssystem für Mode und Lifestyle in Europa schaffen, das es Marken und Handelspartnern ermöglicht, ihr Multi-Channel-Geschäft über Zalando europaweit
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auf einer einzigen Plattform zu betreiben. Um dies zu erreichen, haben wir zunächst den Zugang zu unserer umfangreichen und gut ausgebauten Logistik-, Software- und Service- Infrastruktur geöffnet. ZEOS Fulfilment zielt darauf ab, Überbestände in der Branche zu verringern, die Zustellentfernung für Pakete zu verkürzen und Kundenbestellungen über mehrere Plattformen zusammenzulegen. Damit rückt das Angebot von Dienstleistungen stärker in den Vordergrund, was zu langfristiger Effizienz und einem verbesserten THG- Management beiträgt. Weitere Informationen über unsere Strategie finden sich im Abschnitt Strategie unter 2.8.1 Allgemeine Angaben. Unsere spezifischen Tätigkeiten und Emissionen werden in den nachfolgenden Abschnitten Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel und THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2, 3 sowie THG-Gesamtemissionen erörtert. Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen IROs Bei der Ausübung unserer Geschäftstätigkeit werden über unsere Wertschöpfungskette Emissionen in die Atmosphäre freigesetzt. Um zu verstehen, welche Einflussfaktoren die größte Auswirkung haben, berechnen wir jährlich die von uns verursachten THG-Emissionen unter Anwendung des GHG Protocol (GHGP) als maßgeblichen Bilanzierungsstandard. Dadurch stellen wir sicher, dass all unsere Tätigkeiten überprüft und in die Schätzungen unserer Auswirkungen auf den Klimawandel einbezogen werden. Weitere Informationen über die überprüften Tätigkeiten können dem nachfolgenden Abschnitt THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2, 3 sowie THG-Gesamtemissionen entnommen werden. Um die physischen Risiken zu identifizieren und zu bewerten, denen wir ausgesetzt sein könnten, haben wir die Ergebnisse der 2022 durchgeführten Klimaresilienzanalyse sowie die jährlichen klimabezogenen Risikoanalysen, die in unseren Risikoprozess integriert sind, berücksichtigt. Physische Risiken umfassen Temperaturänderungen, Hitzewellen und Extremwetterereignisse wie Hochwasser oder Dürre, die Auswirkungen auf den Logistikbetrieb und die Wertschöpfungskette haben und zu potenziellen finanziellen Verlusten führen können. Unser Governance- und Risikoteam ermittelt, bewertet und berichtet halbjährlich über klimabezogene Risiken. Dies erfolgt mithilfe verschiedener Methoden wie Workshops, Self- Assessments und Ad-hoc-Berichterstattungsverfahren. Außerdem sieht der Prozess eine enge Zusammenarbeit mit dem SDI-Team vor. Wie im vorstehenden Abschnitt zur Resilienzanalyse ausgeführt, haben wir gemäß den TCFD- Empfehlungen eine erste Bewertung unserer Exposition gegenüber dem Klimawandel vorgenommen. Die Bewertung untersuchte längere Zeithorizonte und wurde 2022 durchgeführt, um ein besseres Verständnis für die potenziellen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu gewinnen. Wir verknüpfen kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte nicht ausdrücklich mit der erwarteten Lebensdauer unserer Vermögenswerte, da wir in erster Linie im Handelsgeschäft tätig sind und nur über begrenzte materielle Vermögenswerte verfügen. Unsere strategische Planung konzentriert sich auf kurzfristige Horizonte, die in der Regel vier Jahre umfassen. Dennoch berücksichtigen wir die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels. Bei der Bewertung, inwieweit unsere Geschäftstätigkeiten den ermittelten Klimagefahren ausgesetzt und anfällig für diese sein können, berücksichtigten wir die Wahrscheinlichkeit und
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das Ausmaß der Auswirkungen. Die geografischen Koordinaten sowie das volle Ausmaß und die Dauer der Gefahren sind nicht in die Bewertung eingeflossen. Zur Ermittlung und Bewertung der Übergangsrisiken und Chancen für unser Unternehmen zogen wir neben den Ergebnissen der Klimaresilienzanalyse von 2022 Faktoren wie die Verfügbarkeit neuer Technologien, regulatorische Entwicklungen, makroökonomische Trends, Erwartungen der Kund*innen und das allgemeine Geschäftsumfeld, einschließlich Maßnahmen unserer Wettbewerber, heran. Bei der Bewertung, inwieweit unsere Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten den ermittelten klimabezogenen Übergangsereignissen ausgesetzt und anfällig für diese sein können, berücksichtigten wir die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß der Auswirkungen. Die im Jahr 2022 durchgeführte Analyse des 1,5-°C-Klimaszenarios diente als Grundlage zur Beurteilung der Kompatibilität unseres Geschäftsmodells mit einer klimaneutralen Wirtschaft. Wir haben keine Vermögenswerte oder Geschäftsaktivitäten identifiziert, die inhärent mit einer klimaneutralen Wirtschaft unvereinbar sind. Die analysierten Klimaszenarien berücksichtigten sowohl Übergangs- als auch physische Risiken. Wir haben nur begrenzt hoch-emissionsintensive Vermögenswerte, da Transport- und Herstellungsprozesse mit höheren gebundenen THG-Emissionen größtenteils außerhalb unserer direkten Geschäftstätigkeit liegen. Obwohl keine inkompatiblen Tätigkeiten oder Vermögenswerte identifiziert wurden, konzentrieren wir erhebliche Anstrengungen auf unsere Netto-Null-Ambition, um die Ausrichtung unseres Unternehmens auf eine klimaneutrale Wirtschaft sicherzustellen. Um unsere Netto-Null-Ambition zu erreichen, müssen wir die Energieeffizienz verbessern, den Einsatz erneuerbarer Energien in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und unserer Wertschöpfungskette erhöhen, den Anteil kohlenstoffärmerer Materialien erhöhen, die Geschäftseffizienz steigern und gleichzeitig zirkuläre Geschäftsmodelle skalieren. Für die Erstellung unseres Konzernabschlusses 2024 treffen wir in Übereinstimmung mit den Szenarien, die zur Ermittlung klimabedingter physischer und Übergangsrisiken verwendet werden, auch Annahmen über die erwarteten Entwicklungen und Bedingungen des Klimawandels und, darauf basierend, die erwarteten Auswirkungen auf unsere Cashflows. Wir haben jedoch festgestellt, dass der Klimawandel keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss oder die bei der Erstellung des Geschäftsberichts und des Konzernabschlusses getroffenen Schätzungen und Annahmen hat. Unsere klimabezogene Szenarioanalyse beruhte auf zwei Emissionsverläufen zur Bewertung der potenziellen Auswirkungen der physischen und Übergangsrisiken und Chancen: dem RCP 2.6 und dem RCP 8.5 aus dem fünften Sachstandsbericht (AR5) des IPCC. Weitere Informationen sind dem vorstehenden Abschnitt Resilienzanalyse und Planung der Klimaszenarien zu entnehmen.
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Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel Der Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sind von entscheidender Bedeutung für die Widerstandsfähigkeit unserer Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette. Ziel unseres Klimakonzepts ist es, die Ermittlung, die Bewertung, das Management und die Verbesserung unserer wesentlichen Auswirkungen und Risiken in Bezug auf den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel anzugehen. Durch Umsetzung der Ziele und Managementgrundsätze dieses Konzepts wollen wir die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäftsmodells gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels verbessern und langfristige Nachhaltigkeit und Wertschöpfung für unsere Interessenträger*innen sicherstellen. Unser Klimakonzept gilt für die eigene Geschäftstätigkeit und unsere Wertschöpfungskette. Die oberste Zuständigkeit für die Überwachung klimabezogener Aspekte liegt bei unserem Vorstandsmitglied Robert Gentz (Co-CEO). Der Co-CEO ist die höchste Entscheidungsinstanz für klimabezogene Themen. In unserem Klimakonzept beschreibt der Begriff „Klimaschutz“ alle Bemühungen, mit denen wir die Ziele des Übereinkommens von Paris im Zusammenhang mit unseren Auswirkungen auf Klima und Natur unterstützen, sowie die Festlegung von Vorgaben im Einklang mit dem SBTi- Rahmenwerk. Dies betrifft sowohl unsere eigenen Maßnahmen zur Reduzierung der Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen (unsere eigene Geschäftstätigkeit und Wertschöpfungskette), einschließlich der Ambition, die Klimaschutzmaßnahmen unserer Partner zu ermöglichen, als auch die laufende Zusammenarbeit mit Partnern, die aktiven Klimaschutz betreiben. Unsere übergeordneten Leitbilder und Managementgrundsätze für den Klimaschutz lauten: — Reduzierung der THG-Emissionen: Wir haben uns verpflichtet, unsere THG-Emissionen zu minimieren. Dies erreichen wir durch die Umsetzung strenger Reduktionsziele auf Grundlage neuester Erkenntnisse der Klimawissenschaft. Hierzu gehört die Anwendung von Best Practices im Bereich der Emissionsüberwachung und -berichterstattung ebenso wie die Ermittlung kosteneffizienter Technologielösungen für Pilotprojekte, eine flächendeckende Implementierung sowie die Einbeziehung von Interessenträger*innen, um Praktiken mit geringerer THG-Intensität zu unterstützen. — Verbesserung der Energieeffizienz: Die Optimierung des Energieverbrauchs durch den Einsatz energieeffizienter Technologien und Prozesse hat bei all unseren Tätigkeiten Vorrang. Beispiele für Maßnahmen in diesem Bereich sind regelmäßige Energieaudits, die Aufrüstung von Anlagen auf effizientere Modelle und die Förderung von energiesparendem Verhalten der Mitarbeiter*innen, um den Gesamtenergieverbrauch zu senken. — Fortsetzung des Umstiegs auf erneuerbare Energiequellen: Wir arbeiten daran, unseren Anteil an erneuerbaren Energiequellen beim Energieverbrauch zu erhöhen. Diese Ambition umfasst sowohl unseren eigenen Bezug von erneuerbarer Energie als auch die Unterstützung unserer Partner, ihren Einsatz von erneuerbarer Energie zu steigern. „Anpassung an den Klimawandel“ bezieht sich auf unseren Vorgang der Anpassung an den tatsächlichen und den erwarteten Klimawandel und dessen Auswirkungen. Darunter fallen alle Maßnahmen, mit denen wir unsere Tätigkeiten, Strategien und Verfahren so anpassen, dass negative Klimaauswirkungen minimiert und potenzielle Chancen genutzt werden können. Das
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umfasst das Management physischer Risiken, wie extremer Wetterereignisse und langfristiger Veränderungen der Klimamuster, aber auch das Verständnis, wie diese Änderungen unsere Wertschöpfungskette, unsere Geschäftstätigkeit und die Kund*innen beeinträchtigen können. Unsere übergeordneten Leitbilder und Managementgrundsätze für die Anpassung an den Klimawandel lauten: — Bewertung der Klimarisiken: Im Rahmen unseres jährlichen Risikomanagementprozesses für die eigene Geschäftstätigkeit und unsere Wertschöpfungskette bewerten wir regelmäßig klimabezogene Risiken und entwickeln Strategien, um diese Risiken wirksam zu steuern und zu mindern. — Verbesserung von nachhaltigen und klimaresilienten Praktiken: Wir sind bestrebt, die Resilienz unserer Infrastruktur und Wertschöpfungskette durch die Zusammenarbeit mit Lieferanten zu verbessern. Damit wollen wir Klimarisiken entgegenwirken, die Kontinuität sicherstellen und nachhaltige Praktiken und Technologien fördern. Darüber hinaus ist die Anpassung an den Klimawandel ein fester Bestandteil unserer strategischen Planungs- und Entscheidungsprozesse. Bei allen Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel liegt unser besonderes Augenmerk darauf, nachhaltige Praktiken in der eigenen Geschäftstätigkeit und in unserer Wertschöpfungskette zu ermöglichen. Dazu gehören die verantwortungsvolle Beschaffung von Materialien, die Reduzierung von Abfall, die Förderung von Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft und die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Partnern, um nachhaltige Praktiken in der gesamten Wertschöpfungskette voranzubringen. Durch die Einbeziehung der Interessenträger*innen, einschließlich Mitarbeiter*innen, Kund*innen und Lieferanten, schaffen wir ein Bewusstsein und ein gemeinsames Engagement für Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel. Die Leitbilder unseres Klimakonzepts und unsere Managementgrundsätze bestimmen unser Engagement mit Mitarbeiter*innen und Partnern in Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wir binden Mitarbeiter*innen und Partner kontinuierlich durch interne Schulungen ein, damit innerhalb Zalando das Bewusstsein und die Verantwortung für Mode wächst, die verantwortungsvoller produziert, „konsumiert“ und verkauft wird. Die Zusammenarbeit mit Zulieferern, die sich wie wir für Nachhaltigkeit einsetzen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir werden gemeinsam mit unseren Lieferanten die Einführung weniger THG-intensiver Praktiken fördern und unterstützen. Dies umfasst die Reduzierung von THG-Emissionen, einen geringeren Ressourceneinsatz, die Festlegung von SBTs und die Minimierung des Abfallvolumens. Wir beziehen bevorzugt Materialien und Produkte, die unsere Umweltauswirkungen verringern, unter anderem durch die Auswahl von Rohstoffen aus nachhaltigerer Herkunft im Einklang mit unserem Konzept zur Kreislaufwirtschaft. Weitere Informationen über unseren Ansatz für alternative Materialien und Beschaffung sind dem Abschnitt ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft zu entnehmen.
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Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten Ziel unseres Klimakonzepts ist die Dekarbonisierung der eigenen Geschäftstätigkeit (Scope-1- und Scope-2-Emissionen) und unserer Wertschöpfungskette (Scope-3-Emissionen) gemäß unseren SBTs. Die nachstehend beschriebenen Maßnahmen zeigen unsere wichtigsten Initiativen, mit denen wir Energieeffizienz und den Umstieg auf erneuerbare Energieträger sowie die Dekarbonisierung unserer Wertschöpfungskette als Ziele des Klimakonzepts unterstützen. Die THG-Emissionsreduktionen, die wir mit unseren Dekarbonisierungsmaßnahmen für die eigene Geschäftstätigkeit und unsere Wertschöpfungskette erreicht haben, werden im Abschnitt THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2, 3 sowie THG-Gesamtemissionen beschrieben. Die erwarteten Reduktionen der THG-Emissionen aus unseren Tätigkeiten sind dem Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel zu entnehmen. Uns ist bewusst, dass die Umsetzbarkeit unserer Klimamaßnahmen von der Verfügbarkeit und dem wirksamen Einsatz finanzieller, technologischer und personeller Ressourcen abhängt. Investitionen in erneuerbare Energie, Energie- und Ressourceneffizienzmaßnahmen und nachhaltige Infrastruktur sind zentrale Elemente unserer Klimastrategie. Solche Investitionen sind nur möglich, wenn hierfür ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und sie mit unseren operativen Prioritäten vereinbar sind. Die in den Abschnitten über Klimawandel, Wasser, Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft beschriebenen Maßnahmen betreffen auch einige der ermittelten klimabezogenen physischen Risiken und Übergangsrisiken, wie Betriebs- und Logistikstörungen, Beschaffung alternativer Materialien und Volatilität am Energiemarkt. Wir beabsichtigen, diese Risiken im Rahmen unseres allgemeinen Risikomanagementprozesses und der Übergangsplanung für unsere Netto-Null-Ambition weiter zu bewerten. 1. Dekarbonisierung der eigenen Geschäftstätigkeit Im Jahr 2024 machten die Scope-1- und Scope-2-Emissionen weniger als 1,0 % unserer THG- Gesamtemissionen aus. Die THG-Emissionen in diesen Kategorien werden hauptsächlich durch die Beheizung der Büros, Outlets und Logistikzentren, die vollständig von Zalando betrieben werden, verursacht. Unsere wichtigsten Maßnahmen zur Dekarbonisierung unserer Tätigkeiten und zur Erreichung unserer SBTs werden nachstehend erläutert. Sechs Logistikzentren, die in dem für den ESRS E1 einschlägigen Anwendungsbereich („ESRS E1 Scope“: Financial Control plus Operational Control) enthalten sind, sind von unserem GHGP- Anwendungsbereich („GHGP Scope“) in Bezug auf die Dekarbonisierungsmaßnahmen aufgrund fehlender operativer Kontrolle ausgenommen. Weitere Informationen zu unserem ESRS E1-Anwendungsbereich und GHGP-Anwendungsbereich finden sich unter „Methode für die Zielfestlegung“ im Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel. — Wärme: Die meisten wärmebedingten Emissionen entstehen in unserem Logistiknetzwerk. Einige Standorte sind bereits voll elektrifiziert; an der Elektrifizierung zusätzlicher Standorte wurde 2024 weitergearbeitet. Hierzu gehörte unter anderem die Ersetzung von Gaskesseln durch Wärmepumpen in den Bürobereichen von drei unserer Logistikzentren in Polen. Das Bauprojekt wird Ende 2024 abgeschlossen sein. Die Auswirkungen unserer
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eigenen Geschäftstätigkeit wurden in unserer THG-Bilanz für 2024 berücksichtigt und werden auch in den folgenden Zeiträumen berücksichtigt. — Strom: Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist eine wichtige Maßnahme, die mit der Senkung unseres gesamten Strom- und Energieverbrauchs einhergeht. Seit 2018 und unserem Beitritt zur RE100-Initiative beziehen wir 100,0 % unseres Stroms aus erneuerbaren Energien. Hierzu zählt auch die laufende Stromerzeugung aus den Photovoltaikanlagen in unseren Logistikzentren in Lahr, Rotterdam und Verona. Der Bezug von erneuerbarem Strom ist eine Ambition, die wir jedes Jahr aufs Neue anstreben. Sie bleibt auf absehbare Zeit eine Säule der Dekarbonisierungsstrategie für Scope 1 und Scope 2. — Effizienz: Unser Energiemanagementsystem ist nach der Norm ISO 50001 zertifiziert. Darüber hinaus führen wir jährlich verschiedene Initiativen an bestimmten Logistik- und Nicht-Logistikstandorten durch, um unsere Effizienz weiter zu steigern. Dies beinhaltet: – Umstellung auf LED-Beleuchtung in der Verwaltung und in Gemeinschaftsräumen. – Optimierung der Lüftungstechnik durch den Vermieter oder den Betreiber. 2. Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette: Verpackung und Zustellung auf der letzten Meile Im Jahr 2024 standen wir mit unseren Zulieferern von Verpackungen und Partnern für die Zustellung auf der letzten Meile weiter in engem Kontakt, um sie bei der Festlegung eigener Emissionsreduktionsziele gemäß SBTi-Kriterien zu unterstützen. Diese Initiative wird zu unserem Ziel für 2025 „Festlegung von SBTs bei den Zulieferern“ sowie zu unserer Netto-Null- Ambition beitragen. Beides wird im Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel näher beschrieben. Im Fokus der Verhandlungen standen vor allem Partner, die mit ihren Emissionen einen beträchtlichen Anteil am THG- Fußabdruck des Unternehmens haben. Darüber hinaus wurden SBTs bereits in allen Vertragsverhandlungen mit unseren Verpackungszulieferern als verbindliches Kriterium festgelegt. Wir haben SBTs als Kriterium für die Partner für die Zustellung auf der letzten Meile eingeführt und damit begonnen, die Umsetzung häufiger und genauer zu überwachen, um daraus individuelle Maßnahmen abzuleiten. 3. Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette: Zusammenarbeit mit Markenpartnern bei den SBTs Die meisten unserer Emissionen fallen unter Scope 3 und konzentrieren sich auf eine Kategorie: die Emissionen aus Produkten, die wir kaufen und an Kund*innen weiterverkaufen (70,0 %). Wenn unsere Markenpartner sich eigene Emissionsreduktionsziele setzen und erreichen, tragen sie dazu bei, dass wir unsere Scope-3-Emissionen in den kommenden Jahren im Einklang mit unserer Netto-Null-Ambition weiter reduzieren. Im Jahr 2024 wurde unsere Zusammenarbeit mit Markenpartnern, die über unsere Kanäle verkaufen, intensiviert. Wir haben die Lernplattform FASHION LEAP FOR CLIMATE (LEAP), die wir 2022 gemeinsam mit den Online-Händlern ABOUT YOU und YOOX NET-A-PORTER ins Leben gerufen haben, weiter ausgebaut. Die teilnehmenden Markenpartner können dort kostenlose Möglichkeiten zum Peer-Learning nutzen und erhalten eine schrittweise Anleitung zur Messung von Emissionen und zur Festlegung ambitionierter Reduktionsziele. Im Jahr 2024 haben wir zusammen mit unseren LEAP-Partnern:
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— Methoden getestet, einschließlich persönlicher LEAP-Nachbetreuung, um die verbleibenden Barrieren bei der Festlegung von Klimazielen besser zu verstehen und Marken bei den nächsten Schritten zu unterstützen. — 19 weitere Zalando-Marken für das Programm gewonnen. — Die Initiative auf die gesamte Modebranche ausgeweitet, indem wir neue Handelspartner gewonnen und uns mit umfassenderen Branchenbemühungen abgestimmt haben. Insbesondere haben sich 2024 ASOS, Selfridges Group, Boozt und Cascale der Initiative als Partner angeschlossen. Diese Initiative ist innerhalb unserer langfristigen Dekarbonisierungsstrategie für die Wertschöpfungskette ein wichtiger Baustein, um unseren Markenpartnern Anreize für einen aktiven Klimaschutz zu geben. Die Einbeziehung unserer Markenpartner bei der Festlegung und Umsetzung bedeutender Emissionsreduktionsziele wird weiterhin entscheidend dafür sein, dass wir unsere eigene Netto-Null-Ambition erreichen. Mit FASHION LEAP FOR CLIMATE positionieren wir uns als Wegbereiter für Klimaschutz in der gesamten Modebranche. 4. Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette: Programm zur Verbesserung von Produktionsstätten Zusammen mit den Kooperationspartnern Apparel Impact Institute (Aii) und RESET Carbon haben unsere Eigenmarken das Programm zur Verbesserung von Produktionsstätten in 2024 auf 18 Tier-1- und Tier-2-Lieferanten ausgeweitet. Hierbei handelt es sich um Hersteller von Textilien, Polyurethan sowie Leder- und Schuhwaren in China, Bangladesch, Indien und der Türkei. 2023 hatten 12 Partner in der Lieferkette das erste Jahr des Programms erfolgreich abgeschlossen. Das Programm konzentriert sich auf die Entwicklung und Durchführung standortspezifischer Aktionspläne zur Reduzierung der THG-Emissionen und des Wasserverbrauchs, vor allem in Produktionsstätten mit Nassverfahren, die besonders viel Wasser und Energie verbrauchen. Die Pläne stellen robuste Umweltmanagementsysteme in den Fabriken sicher. Daneben beinhalten sie Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz, die Umstellung auf umweltfreundlichere Kraftstoffe, eine stärkere Nutzung erneuerbarer Energie und die Verbesserung der Wasseraufbereitung und dadurch eine Reduzierung der Einleitungen von Abwasser. Gemeinsam mit Aii und RESET Carbon werden wir die Umsetzung des Aktionsplans weiter unterstützen und zum Aufbau solider Energiemanagementsysteme beitragen. Wir verfolgen die Fortschritte der 12 Produktionsstätten bei der Umsetzung der Aktionspläne aus dem ersten Jahr und überwachen unsere strategischen Lieferanten mit hohem THG-Ausstoß im Einklang mit der Netto-Null- Ambition unserer Eigenmarken. Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel 1. Ziele von Zalando für 2025 Bis Ende 2025 beabsichtigen wir, unsere kurzfristigen SBTs – die von der SBTi 2020 validiert wurden und ein Kernelement unserer vorherigen do.MORE-Strategie bilden – zur Verringerung der THG-Emissionen zu erreichen. Unsere Angaben zur Zielerreichung basieren auf dem THG- Inventar, das in der Spalte „2024 (GHGP scope)“ in der Tabelle E1-6 THG-Emissionen aufgeführt ist. Unsere aktuellen Ziele lauten:
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— Wir haben uns verpflichtet, die THG-Emissionen der Scopes 1 und 2 bis 2025 um 80,0 % gegenüber dem Basisjahr 2017 zu reduzieren. Wir haben uns zudem verpflichtet, die jährliche Beschaffung von Strom aus erneuerbaren Energien von 34,0 % im Jahr 2017 auf 100,0 % bis 2025 zu erhöhen. — Wir haben uns verpflichtet, die THG-Emissionen in Scope 3 von Produkten unserer Eigenmarken bis 2025 um 40,0 % pro Mio. Euro Bruttogewinn gegenüber dem Basisjahr 2018 zu reduzieren. Wir haben uns außerdem verpflichtet, dass sich 90,0 % unserer Partner (gemessen an Emissionen für eingekaufte Waren und Dienstleistungen, die auf unserer Plattform verkauft werden, sowie für Verpackungen und die Zustellung auf der letzten Meile) bis 2025 SBTs setzen. Ende 2024 sind wir auf gutem Weg, unsere Ziele für Scope 1 und 2 zu erreichen. Wir haben die THG-Emissionen in diesen Kategorien gegenüber dem Basisjahr 2017 um 82,0 % reduziert. Bei allen Scope-3-Zielen sind wir deutlich vorangekommen: — Die THG-Emissionen in Scope 3 von Produkten unserer Eigenmarken sind um 48,2 % (2023: 43,0 %) pro Mio. Euro Bruttogewinn gegenüber dem Basisjahr 2018 gesunken. — 70,5 % unserer teilnehmenden Zulieferer haben SBTs festgelegt, im Vergleich zu 64,8 % im Vorjahr. 2024 hatten Markenpartner, die für rund 70,0 % (2023: 65,2 %) unserer lieferantenbezogenen Emissionen im Jahr 2024 verantwortlich sind, SBTs gesetzt. Der Anteil der Verpackungspartner mit festgelegten SBTs stieg von 59,7 % im Vorjahr auf 74,5 %. Der Anteil der Last-Mile-Delivery-Partner mit festgelegten SBTs erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 59,6 % auf 76,9 %. Derzeit haben wir keine spezifischen Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS zur Minderung von physischen Risiken und Übergangsrisiken festgelegt, da unser Hauptaugenmerk weiterhin der Erreichung unserer THG-Emissionsreduktionsziele gilt.
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| Ziele und Umfang | ||
| Bezugswert und Basisjahr | ||
| Ziele für Scope-1- und Scope-2-THG-Emissionen | ||
| Absoluter Wert der Verringerung der THG- Emissionen, Scope 1 und Scope 2 | 27.413 Tonnen CO2e (2017) | |
| Absoluter Wert der Verringerung der Scope-1-THG- Emissionen | 4.687 Tonnen CO2e | |
| Absoluter Wert der Verringerung der Scope-2-THG- Emissionen (marktbezogen) | 22.725 Tonnen CO2e | |
| Ziele für Scope-3-THG-Emissionen – Eigenmarken | ||
| Intensitätswert | 100 Tonnen CO2e pro Mio. EUR (2018) | |
| Ziele für Scope-3-THG-Emissionen – weitere | ||
| Festlegung von SBTs bei Lieferanten (einschließlich für eingekaufte Waren und Dienstleistungen, die auf der Plattform verkauft werden, sowie für Verpackungen und die Zustellung auf der letzten Meile) | N/A |
Wir haben kein absolutes Ziel zur Reduktion der Scope-3-THG-Emissionen von Produkten unserer Eigenmarken festgelegt oder kommuniziert. Allerdings verlangt ESRS E1-4 bei der Angabe von Intensitätszielen eine Angabe von absoluten Werten. Um die Anforderungen von ESRS E1-4 zu erfüllen, geben wir daher einen Bezugswert von 228.161 Tonnen CO2e (ca. 8,0 % der gesamten Scope-3-THG-Emissionen) für das Basisjahr 2018 für die absoluten Scope- 3-THG-Emissionen von Produkten unserer Eigenmarken an. Bis 2025 erwarten wir, dass der absolute Wert gegenüber dem Basisjahr 2018 leicht erhöht sein wird. Dennoch gehen wir davon aus, dass wir unser Intensitätsziel erreichen werden, wie in der obigen Tabelle dargestellt. Ende 2024 liegt der Wert bei 222.734 Tonnen CO2e. 2. Netto-Null-Ambition von Zalando Gegenwärtig sind keine Netto-Null-Ziele für das Geschäftsjahr 2024 festgelegt. Im März 2024 haben wir jedoch angekündigt, dass wir Netto-Null-THG-Emissionen im Einklang mit den Kriterien der SBTi anstreben. Die langfristigen Emissionsreduktionsziele wurden entwickelt und der SBTi zur Beurteilung eingereicht. Sobald die Netto-Null-Ziele feststehen (von der SBTi validiert wurden), werden wir sie im ersten Halbjahr 2025 bekannt geben. Diese validierten und extern kommunizierten Netto-Null-Ziele werden dann die SBTs für 2025 ersetzen. Unsere Netto-Null-Ambition wurde wie folgt formuliert: „Wir wollen Netto-Null-Emissionen bis 2040 für unsere eigene Geschäftstätigkeit und Eigenmarken und Netto-Null-Emissionen bis 2050 für die verbleibenden Emissionen in unserer Wertschöpfungskette erreichen (einschließlich der
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Emissionen unserer Modemarkenpartner sowie Emissionen im Zusammenhang mit Verpackung und Transport).“ Methode für die Zielfestlegung Unsere kurzfristigen (2025) Emissionsreduktionsziele wurden im Einklang mit den Kriterien der SBTi entwickelt. Unsere Ziele umfassen Emissionen der Scopes 1, 2 und 3, wobei die Ziele des Scope 1 und die marktbasierten Ziele des Scope 2 auf der Methode der absoluten Emissionsminderung (absolute contraction methodology) der SBTi basieren. In Anlehnung an die Anforderungen des GHGP und der SBTi wurden die Ziele basierend auf einem Basis-THG- Inventar abgeleitet, das zum Zeitpunkt der Einreichung der SBTs entwickelt wurde und dem sogenannten ‘Operational Control Ansatz’ folgt („GHGP Scope“), anders als bei dem von ESRS E1 geforderten ‘Financial Control plus Operational Control Ansatz’ („ESRS E1 Scope“). Gemäß ESRS E1-6 müssen die Scope 1-und-2-THG-Emissionen zunächst die Emissionen der zu Rechnungslegungszwecken konsolidierten Zalandogruppe umfassen (Financial Control) und zusätzlich die Emissionen von Geschäftspartnern einbeziehen, über die Zalando operative Kontrolle hat (Operational Control). Die operative Kontrolle wird in Anhang 2 des delegierten Rechtsakts als die Situation definiert, „in der das Unternehmen in der Lage ist, die operativen Tätigkeiten und Beziehungen des Unternehmens, Standorts, Betriebs oder Vermögenswerts zu leiten“. Sechs Logistikzentren – die Teil der zu Rechnungslegungszwecken konsolidierten Zalandogruppe sind (d. h. Scope 1 und 2 nach ESRS E1-6) – sind in unserem GHGP- Anwendungsbereich („GHGP Scope“) dem vorgelagerten Transport und Vertrieb (Scope 3 Kategorie 4) zugerechnet. Daher decken unsere kurzfristigen (2025) Emissionsreduktionsziele für Scope 1 und 2 89,9 % (unter Berücksichtigung von standortbasierten Emissionen, 42,0 % unter Berücksichtigung von marktbasierten Emissionen) des unter E1-6 offengelegten THG- Inventars für das Geschäftsjahr 2024 („ESRS E1 Scope“) ab. Darüber hinaus schließt Zalando in Scope 3 Kategorie 1, Erworbene Waren und Dienstleistungen, Emissionen ein, die mit Waren in Zusammenhang stehen, die über Zalandos Partnergeschäft verkauft werden. Diese Emissionen wurden in unser Basis-THG-Inventar und die SBTs für 2025 integriert (d. h. enthalten in unserem „GHGP Scope“). Im „ESRS E1 Scope“ sind von diesen Emissionen gemäß den Vorgaben des ESRS E1 nur Anteile zu berücksichtigen, welche in Scope 3 Kategorien 11 und 12, ausgewiesen werden müssen. Eine Übersicht über beide THG-Inventare kann der Tabelle E1-6 THG-Emissionen entnommen werden. In die Entwicklung und Genehmigung dieser Ziele für 2025 wurden interne Interessenträger*innen in den Jahren 2019 und 2020 umfassend einbezogen, bevor sie bei der SBTi eingereicht wurden. Unser jährliches THG-Inventar und unsere Fortschritte im Hinblick auf die veröffentlichten Klimaziele werden jährlich berichtet, auch über das Carbon Disclosure Project (CDP). Damit die Ziele von Zalando repräsentativ sind, wurde das Basisjahr 2017 für unsere Ziele 2025 für Scope 1 und 2 auf Basis des neuesten während des Zielfestlegungsprozesses verfügbaren THG-Inventars ausgewählt. Dies spiegelt die durchschnittliche Leistung von Zalando wider. Die Methoden und Rahmenwerke, die wir bei der Festlegung unserer SBTs herangezogen haben, beruhen auf den grundsätzlichen Standpunkten des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) und den von der Internationalen Energieagentur (International Energy Agency) veröffentlichten Dekarbonisierungspfaden für Unternehmen. In Ermangelung
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sektorspezifischer Pfade wurde der globale sektorübergreifende Pfad der SBTi zugrunde gelegt. Durch den SBTi-Beurteilungsprozess hat die SBTi beurteilt, dass unsere Ziele für Scope 1 und Scope 2 mit den 1,5-Grad-Dekarbonisierungspfaden des IPCC im Einklang stehen. Die SBTi ist eine Organisation, die Unternehmen dabei unterstützt, wissenschaftlich basierte Klimaziele zu setzen. Die Ziele der SBTi sind weithin akzeptiert und gelten als „wissenschaftlich basiert“. Die Methode der SBTi unterliegt inhärenten Unsicherheiten hinsichtlich der zu Grunde gelegten wissenschaftlichen Erkenntnisse und zukunftsorientierten Annahmen zur Reduktion von THG-Emissionen, die zur Erreichung des 1,5 °C- Reduktionspfads erforderlich sind. Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zum Verlauf des Klimawandels könnten zu einer Änderung der SBTi-Methode und der Beurteilung führen, ob das Ambitionsniveau der Ziele ausreichend ist, um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen Die kurzfristigen Scope-3-Emissionsziele für das Jahr 2025 basieren auf zwei unterschiedlichen Ansätzen: Für die Emissionen unserer Eigenmarken haben wir einen Emissionsintensitätswert und für die Emissionen aus Produkten und Verpackungen der Modemarken und den letzte Meile-Transport-Services ein sogenanntes „Engagement“-Ziel in Bezug auf die Festlegung eigener SBTs definiert. Diese Scope-3-Ziele für 2025 sind SBTi- validiert, jedoch nicht mit einem Dekarbonisierungspfad zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C vereinbar. Bei unserem Engagement-Ziel haben wir uns im Rahmen unserer SBTs auf die größten Partner konzentriert, die am meisten zur Senkung unserer Scope-3- Emissionen beitragen können. Dazu zählen Markenpartner, Verpackungslieferanten und Partner für die Zustellung auf der letzten Meile, die 90 % der Emissionen unserer Zulieferer ausmachen. Wir haben uns verpflichtet, sie dabei zu unterstützen, bis Ende 2025 eigene SBTs festzulegen. Hierbei handelt es sich um ein quantitatives Engagement-Ziel, das die Kriterien der SBTi für die Einbeziehung von Lieferanten oder Kund*innen erfüllt. Es verpflichtet uns zur Angabe des Prozentsatzes der abgedeckten Emissionen aus den relevanten vor- und nachgelagerten Kategorien. Das Ziel beruht auf schlüssigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass die Emissionen in einem Ausmaß und Tempo gesenkt werden müssen, die dem Stand der Klimawissenschaft entsprechen. Indem wir unsere Partner dazu bewegen, bis 2025 eigene wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele festzulegen, wollen wir zum Klimaschutz in großem Maßstab beitragen. Im Jahr 2020, als die Ziele erstmals validiert und extern kommuniziert wurden, hatten sich Marken-, Verpackungs- und Last-Mile-Delivery- Partner, die für 34 % unserer lieferantenbezogenen Emissionen im Jahr 2020 verantwortlich waren, eigene SBTs gesetzt. Der Fortschritt wird jährlich gemessen und mit dem Vorjahr verglichen. Unsere derzeitigen Ziele umfassen Absolut-, Intensitäts- als auch Engagement-Ziele. Insbesondere bei unseren THG-Emissionsreduktionszielen für Scope 1 und Scope 2 sind Strom aus erneuerbaren Energien und die Umstellung der Heiztechnik die wichtigsten Hebel. Wir gehen davon aus, dass wir mit diesen wichtigsten Hebeln unsere Ziele für Scope 1 und Scope 2 bis zu 100,0 % erreichen werden. Unsere Scope-3-Emissionen stammen überwiegend aus den Herstellungsphasen der Mode- und Lifestyle-Produkte und den darin verwendeten Rohstoffen. Dies gilt sowohl für die Scope-3-Emissionen der Zalando-Eigenmarken als auch für die Emissionen im Zusammenhang mit den Produkten unserer Markenpartner. Bei einigen aktuellen Maßnahmen und vor allem bei unseren branchenweiten Bemühungen zur
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Dekarbonisierung unserer Wertschöpfungsketten gibt es die folgenden wichtigen Hebel, mit denen wir die Emissionen verringern können: — Materialsubstitution, Reduktionspotenzial von bis zu 10 %. — Energieeffizienz und erneuerbare Energie, Reduktionspotenzial von bis zu 60 %. — Kreislauforientierte Geschäftsmodelle und betriebliche Effizienzsteigerungen, Reduktionspotenzial von bis zu 5 %. Übergangsplan für den Klimaschutz Wir arbeiten aktiv an der Entwicklung eines Übergangsplans für den Klimaschutz und verpflichten uns, diesen Übergangsplan innerhalb der nächsten zwei Jahre zu veröffentlichen. Energieverbrauch und Energiemix Bei der Berechnung der Kennzahl „E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix“ berücksichtigen wir den Gesamtenergieverbrauch in der eigenen Geschäftstätigkeit. Dies umfasst den Verbrauch von Strom, Fernwärme und Kraftstoff in bzw. von Logistikzentren, Nicht- Logistikstandorten und Fahrzeugen. Der Kraftstoffverbrauch beinhaltet die Verbrennung von Kraftstoffen in der eigenen Geschäftstätigkeit: Erdgas und Öl für stationäre Heizungsanlagen, Benzin, Diesel, komprimiertes Erdgas (CNG), Flüssiggas (LPG) und verflüssigtes Erdgas (LNG) für Fahrzeuge. Die Kraftstoffdaten werden mit den vom ehemaligen britischen Department for Business, Energy & Industrial Strategy (BEIS) veröffentlichten Umrechnungsfaktoren in Megawattstunden (MWh) umgerechnet. Für den Strom- und Fernwärmeverbrauch werden (sofern verfügbar) die Daten der jeweiligen Versorgungsunternehmen herangezogen und ansonsten der Datenbestand der Association of Issuing Bodies für Strom und die standortbezogenen Daten für Fernwärme verwendet, um den Energiemix aus fossilen, erneuerbaren und nuklearen Quellen zu ermitteln. Wir sind ausschließlich in einem „klimaintensiven Sektor“ aktiv (Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft, NACE Abschnitt G – Einzelhandel). Somit entfällt unser Gesamtenergieverbrauch gänzlich auf klimaintensive Tätigkeiten. Da alle Geschäftstätigkeiten unter diese Klassifizierung fallen, entsprechen unsere „Nettoumsatzerlöse aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren“ der Summe der Umsatzerlöse im Konzernabschluss von Zalando. Dies gewährleistet eine umfassende Berichterstattung sowohl über unseren Energieverbrauch als auch über die generierten Umsätze. Dieselben Energieverbrauchsdaten werden bei der Berechnung der THG-Emissionen in Scope 1 und Scope 2 zugrunde gelegt.
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| Energieverbrauch und Energiemix | ||
| Einheit | ||
| Brennstoffverbrauch aus Kohle und Kohleerzeugnissen | MWh | |
| Brennstoffverbrauch aus Rohöl und Erdölerzeugnissen | MWh | |
| Brennstoffverbrauch aus Erdgas | MWh | |
| Brennstoffverbrauch aus sonstigen fossilen Quellen | MWh | |
| Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus fossilen Quellen | MWh | |
| Gesamtverbrauch fossiler Energie | MWh | |
| Anteil fossiler Quellen am Gesamtenergieverbrauch | % | |
| Verbrauch aus nuklearen Quellen | MWh | |
| Anteil des Verbrauchs aus nuklearen Quellen am Gesamtenergieverbrauch | % | |
| Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse | MWh | |
| Verbrauch aus erworbener oder erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen | MWh | |
| Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt | MWh | |
| Gesamtverbrauch erneuerbarer Energie | MWh | |
| Anteil erneuerbarer Quellen am Gesamtenergieverbrauch | % | |
| Gesamtenergieverbrauch | MWh | |
| Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen | MWh | |
| Energieerzeugung aus nicht-erneuerbaren Quellen | MWh | |
| Nettoumsatzerlöse aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren | Mio. EUR | |
| Gesamtenergieverbrauch aus Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren | MWh | |
| Energieintensität pro Nettoerlös | MWh/Mio. EUR | |
Wir legen für das erste Jahr der Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung keine Vergleichsdaten vor, außer in Fällen, in denen Daten bereits in Vorjahren veröffentlicht wurden und vergleichbar sind, d. h. in Umfang und Methodik den Zahlen des Berichtsjahres entsprechen. Da die Energieverbrauchsdaten für 2023 und 2024 aufgrund der Aggregation der Energiedaten für 2024 gemäß dem geltenden ESRS E1-Anwendungsbereich nicht direkt vergleichbar sind, legen wir die Energieverbrauchsdaten für 2023 nicht vor. THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen Es gab keine wesentlichen Änderungen bei der Definition des berichtenden Unternehmens und seiner vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette. Wir berechnen unsere THG-Emissionen unter Anwendung des GHGP als maßgeblichen Bilanzierungsstandard. Wir verwenden, sofern verfügbar, CO2-äquivalente Emissionsfaktoren in unserem THG-Inventar, um die THG des Kyoto-Protokolls zu berücksichtigen. Unsere Scope-3-Emissionen entsprechen 99,9 % und die Scope-1- und Scope-2-Emissionen 0,1 % unserer gesamten THG.
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Die Scope-1-Emissionen werden berechnet als die Summe der Emissionen aus 1) der mobilen Kraftstoffverbrennung in Betriebsfahrzeugen, 2) der stationären Kraftstoffverbrennung von Erdgas und Öl zur Beheizung unserer Logistikzentren und Bürogebäude und 3) Kältemittelverluste in unseren Logistikzentren und Bürogebäuden. Für die Scope-2-Emissionen wird sowohl der marktbezogene als auch der standortbezogene Wert berechnet (Zalando verwendet in seinem offiziellen THG-Inventar die marktbezogenen Scope-2-Emissionen). Zalando bezieht den Großteil seines Stroms über Ökostromverträge. Für weniger als 1 % des Stromverbrauchs erfolgt der Kauf ungebündelter Zertifikate innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums. Einige Bürogebäude werden mit Fernwärme beheizt. Dieser Verbrauch wird mit versorgerspezifischen Faktoren, sofern verfügbar, und Fernwärme-Emissionsfaktoren multipliziert. Die standortbezogenen Scope-2- Emissionen werden durch Multiplikation des Stromverbrauchs mit den landesspezifischen Emissionsfaktoren des Stromnetzes bzw. der Fernwärmeverbrauch mit den Emissionsfaktoren des Fernwärmenetzes (sofern verfügbar) ermittelt. Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen weisen wir für die konsolidierte Zalando-Gruppe aus. Wir haben keine Anlagen oder Vermögenswerte unter unserer operativen Kontrolle identifiziert, die nicht bereits vollständig in unseren Konzernabschluss einbezogen sind. Bei den Scope-3-Emissionen ziehen wir zur Berechnung der Emissionen in den einzelnen Scope-3-Kategorien verschiedene Methoden, Annahmen und Emissionsfaktoren heran. Weniger als 1 % der Scope-3-Emissionen werden mithilfe von Primärdaten berechnet. Die wichtigste Scope-3-Kategorie sind für uns die erworbenen Waren und Dienstleistungen (Kategorie 1). Die hierfür verwendete Methode wird nachfolgend näher erläutert. In unserem THG-Inventar sind die folgenden Scope-3-Kategorien erfasst: — Kategorie 1 – Erworbene Waren und Dienstleistungen — Kategorie 2 – Investitionsgüter — Kategorie 3 – Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie — Kategorie 4 – Vorgelagerter Transport und Vertrieb — Kategorie 5 – Abfallaufkommen in Betrieben — Kategorie 6 – Geschäftsreisen — Kategorie 7 – Pendelnde Arbeitnehmer — Kategorie 9 – Nachgelagerter Transport und Vertrieb — Kategorie 11 – Verwendung verkaufter Produkte — Kategorie 12 – Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer — Kategorie 15 – Investitionen
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Die für uns nicht relevanten und daher ausgeschlossenen Scope 3-Kategorien sind: — Kategorie 8 – Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter: Die Emissionen aus geleasten Wirtschaftsgütern sind bereits in Scope 1 und Scope 2 enthalten. — Kategorie 10 – Verarbeitung verkaufter Produkte: Wir verkaufen keine Zwischenprodukte zur Weiterverarbeitung. — Kategorie 13 – Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter: Wir verleasen keine Wirtschaftsgüter an Dritte, die nicht bereits in den Kategorien Scope 1 und Scope 2 berücksichtigt sind. — Kategorie 14 – Franchises: Wir unterhalten keine Franchises, sodass diese Kategorie für unsere Geschäftstätigkeit irrelevant ist. Kategorie 1 – Erworbene Waren und Dienstleistungen: Diese Kategorie umfasst alle vorgelagerten Emissionen aus der Herstellung der eingekauften und an uns gelieferten Produkte, einschließlich Gewinnung von Rohstoffen, Herstellung und Transport bis zum Tier-1- Lieferanten. Angesichts der Größe unseres Betriebs stellen diese Emissionen die wichtigste Kategorie der Scope-3-Emissionen (und der THG-Gesamtemissionen) dar. Darunter fallen auch die vorgelagerten Emissionen aus Verpackung und nicht produktbezogener Beschaffung. Die meisten dieser produktbezogenen Emissionen werden anhand von Daten zur physischen Aktivität, wie Produktmenge, Materialart und Produktgewicht (kg), berechnet. Dabei wird zuerst der Materialemissionsfaktor des Higg Materials Sustainability Index (Higg MSI) (ausgedrückt in kg/CO2) für die einzelnen Materialarten bestimmt. Schließlich werden die Produktmengen dann mit den Produktgewichten und anschließend mit den jeweiligen Higg MSI-Emissionsfaktoren multipliziert, um die Gesamtemissionen zu ermitteln. Bei den Emissionen aus Verpackungen verfolgen wir Verpackungsmengen und -materialien. Zur Berechnung der Emissionen wenden wir die Emissionsfaktoren von Defra (BEIS) nach Materialart an und multiplizieren diese mit der Menge. Die Emissionen aus nicht produktbezogenen Beschaffungsvorgängen berechnen wir mit einer ausgabenbasierten Methode wie folgt: Die nicht produktbezogene Beschaffung (in Euro, untergliedert in Warengruppen) wird mit den Emissionsfaktoren aus EXIOBASE multipliziert, einem Input- Output-Modell mit Umweltdaten (EEIO). Alle Werte, Ziele und die oben beschriebene Bilanzierungsmethode basieren auf Zalandos historischem Ansatz zur THG-Bilanzierung, der die Grundlage für die externe jährliche Berichterstattung und die Fortschrittsmessung hinsichtlich der kurzfristigen SBTs für 2025 bildet. Diese „GHGP scope“ Werte sind der Spalte „2024 (GHGP scope)“ in der nachstehenden Tabelle E1-6 THG-Emissionen zu entnehmen. In der Spalte „2024 (ESRS E1 scope)“ finden sich die Werte zum Anwendungsbereich gemäß ESRS E1 („Financial plus Operational Control“) und in Übereinstimmung mit den Anforderungen des GHGP wieder. Die Werte unterscheiden sich bei den folgenden Kategorien: — Scope 3 Kategorie 1: Emissionen aus verkauften Produkten aus unserem Partnergeschäft sind im „ESRS E1 scope“ ausgeschlossen. — Scope 3 Kategorie 11: Emissionen aus der Nutzungsphase der aus unserem Partnergeschäft vertriebenen Produkte sind im „ESRS E1 scope“ einbezogen. — Scope 3 Kategorie 12: Emissionen aus dem Ende der Lebensdauer der aus unserem Partnergeschäft vertriebenen Produkte sind im „ESRS E1 scope“ einbezogen.
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Informationen zu unserem „ESRS E1 Scope“ und „GHGP Scope“ in Bezug auf unsere Zielerreichung finden sich unter „Methode für die Zielfestlegung“ im Abschnitt Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel.
| E1-6 THG-Emissionen | ||||||
| Einheit | 2024 (GHGP scope) | 2024 (ESRS E1 scope) | ||||
| Scope-1-THG-Emissionen | ||||||
| Scope-1-THG-Bruttoemissionen | t CO2e | 4.417,3 | 6.510,7 | |||
| Prozentsatz der Scope-1-THG-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen | % | 0,0 | 0,0 | |||
| Scope-2-THG-Emissionen | ||||||
| Standortbezogene Scope-2-THG- Bruttoemissionen | t CO2e | 55.966,0 | 60.638,8 | |||
| Marktbezogene Scope-2-THG-Bruttoemissionen | t CO2e | 505,0 | 5.127,7 | |||
| Scope-3-THG-Emissionen | ||||||
| Gesamte Scope-3-THG-Bruttoemissionen | t CO2e | 4.484.812,9 | 3.463.574,5 | |||
| Erworbene Waren und Dienstleistungen | t CO2e | 3.773.605,6 | 2.540.840,0 | |||
| Investitionsgüter | t CO2e | 26.705,0 | 26.705,0 | |||
| Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie | t CO2e | 8.597,9 | 10.089,3 | |||
| Vorgelagerter Transport und Vertrieb | t CO2e | 312.677,0 | 305.512,0 | |||
| Abfallaufkommen in Betrieben | t CO2e | 768,4 | 768,4 | |||
| Geschäftsreisen | t CO2e | 3.173,0 | 3.173,0 | |||
| Pendelnde Arbeitnehmer | t CO2e | 7.559,0 | 7.559,0 | |||
| Vorgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter | t CO2e | 0,0 | 0,0 | |||
| Nachgelagerter Transport und Vertrieb | t CO2e | 6.123,0 | 5.972,0 | |||
| Verarbeitung verkaufter Produkte | t CO2e | 0,0 | 0,0 | |||
| Verwendung verkaufter Produkte | t CO2e | 285.358,7 | 487.127,3 | |||
| Behandlung von Produkten am Ende der Lebensdauer | t CO2e | 57.550,1 | 73.132,5 | |||
| Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter | t CO2e | 0,0 | 0,0 | |||
| Franchises | t CO2e | 0,0 | 0,0 | |||
| Investitionen | t CO2e | 2.696,0 | 2.696,0 | |||
| THG-Emissionen insgesamt | ||||||
| THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen) | t CO2e | 4.545.196,0 | 3.530.724,0 | |||
| THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen) | t CO2e | 4.489.735,0 | 3.475.213,0 | |||
Abweichend von der durch die ESRS vorgeschriebenen Struktur enthält die obenstehende Tabelle keine Angaben zu einem Basisjahr oder zu Etappenzielen, da die Veröffentlichung neuer langfristiger Ziele für das Jahr 2025 geplant ist.
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| Intensität der THG-Emissionen | ||
| Einheit | ||
| Intensität der THG-Emissionen, standortbezogen | t CO2e/Mio. EUR | |
| Intensität der THG-Emissionen, marktbezogen | t CO2e/Mio. EUR | |
| Nettoumsatzerlöse (im Konzernabschluss), die zur Berechnung der Intensität der THG-Emissionen verwendet werden | Mio. EUR | |
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| Biogene Emissionen | ||
| in tCO2e | 31. Dez. 2024 | |
| Biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse, die nicht in den Scope-1-THG-Emissionen enthalten sind | 43,0 | |
| Biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse, die nicht in den Scope-2-THG-Emissionen enthalten sind | 0,0 | |
| Biogene CO2-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse in der Wertschöpfungskette, die nicht in den Scope-3- THG-Emissionen enthalten sind | 0,0 | |
Wir beziehen den größten Teil unseres Stroms über Ökostromverträge, die sowohl unsere Logistikzentren als auch den Stromverbrauch der meisten Bürogebäude abdecken. Zur Abdeckung des Verbrauchs von grauem Strom an einigen Standorten und bei unseren Elektrofahrzeugen kaufen wir ungebündelte Herkunftsnachweise für die entsprechenden kWh, die auch Angaben zu den Attributen für die Energieerzeugung enthalten.
| Vertragliche Instrumente im Zusammenhang mit Scope-2-THG-Emissionen | ||
| 31. Dez. 2024 | ||
| Prozentualer Anteil des Energieverbrauchs, der auf marktbezogene Scope-2- THG-Emissionen im Zusammenhang mit vertraglichen Instrumenten entfällt | 77,4 | |
| Prozentualer Anteil des Energieverbrauchs, der auf marktbezogene Scope-2- THG-Emissionen im Zusammenhang mit gebündelten vertraglichen Instrumenten entfällt, mit Angaben zur Art der Energieerzeugung | 76,6 | |
| Wasserkraft | 50,0 | |
| Wind | 37,2 | |
| Sonne | 11,3 | |
| Nicht spezifiziert | 1,5 | |
| Prozentualer Anteil des Energieverbrauchs, der auf marktbezogene Scope-2- THG-Emissionen im Zusammenhang mit ungebündelten vertraglichen Instrumenten entfällt | 0,8 | |
Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate und Interne CO2-Bepreisung Im Jahr 2024 haben wir weder CO2-Zertifikate erworben noch Projekte zum Abbau von CO2 eingeleitet. Unser primärer Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Reduzierung unseres THG- Fußabdrucks durch Energieeffizienz, dem Umstieg auf erneuerbare Energien und auf Materialsubstitution. Wir wenden derzeit keine internen CO2-Bepreisungssysteme an.
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ESRS E2 Umweltverschmutzung Ermittlung und Bewertung der wesentlichen IROs im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Wir haben im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung fünf erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt und damit verbundene Risiken für die menschliche Gesundheit ermittelt. Diese Auswirkungen sind: — Wasserverschmutzung: Diese entsteht in der Materialverarbeitungsphase, insbesondere beim Färben, und durch den Einsatz von Wasser und Chemikalien. — Freisetzung von Mikroplastik: Synthetische Fasern tragen zur Freisetzung von Mikroplastik in den Waschvorgängen bei. Dadurch entstehen Risiken für die aquatischen Ökosysteme und die menschliche Gesundheit. — Luftverschmutzung: Sie wird verursacht durch fragmentierte Wertschöpfungsketten mit langen Transportwegen, was zu erhöhten Emissionen führt. — Bodenverschmutzung: Sie entsteht durch den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln beim herkömmlichen Anbau von Naturfasern, die Boden und Wasser verunreinigen. — Chemische Verschmutzung: In Prozessen wie Bleichen, Druck und Veredelung kommen oft schädliche Chemikalien zum Einsatz, die bei unsachgemäßer Handhabung in die Umwelt freigesetzt werden können. Wie die DMA ergab, treten die wesentlichen Umweltauswirkungen in den Produktions- und Vertriebsphasen auf, darunter bei der Gewinnung von Rohstoffen, bei der Herstellung von Textilien und beim Transport. Diese Phasen liegen außerhalb unserer direkten Geschäftstätigkeit. Die durch die eigene Geschäftstätigkeit verursachten Emissionen sind relativ unbedeutend. Beispielsweise sind die Emissionen unserer Logistikzentren in die Luft (ohne CO2) deutlich geringer als die Emissionen aus den Herstellungsprozessen. Ebenso ist das Mikroplastik, das im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit möglicherweise erzeugt wird, minimal im Vergleich zu dem Mikroplastik, das in der Nutzungsphase eines Modeprodukts über seine Lebensdauer hinweg anfällt. Wir überprüfen unsere Standorte nicht auf IROs im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung, da keiner der von uns betriebenen und unter unserer Kontrolle befindlichen Standorte Emissionsquellen hat, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 166/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Schaffung eines Europäischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters (E-PRTR-Verordnung) meldepflichtig sind. Betroffene Gemeinschaften entlang der Wertschöpfungskette wurden bei der Durchführung der DMA nicht direkt konsultiert. Weitere Informationen über die Einbeziehung der Interessenträger*innen in unsere DMA sind dem Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1 Allgemeine Angaben zu entnehmen. Unsere Angaben zur Umweltverschmutzung konzentrieren sich daher auf unsere Konzepte und Maßnahmen im Bereich des Chemikalienmanagements. Dementsprechend haben wir noch keine gruppenweiten Konzepte, Maßnahmen oder Ziele in Bezug auf die Verschmutzung von Luft, Wasser, Boden und Mikroplastik in Übereinstimmung mit den ESRS festgelegt. Für die eigene Geschäftstätigkeit werden keine Kennzahlen zur Umweltverschmutzung (Angabepflichten ESRS E2-4 und E2-5) ausgewiesen, da sie laut unserer DMA für Zalando unwesentlich sind.
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Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Zur Eindämmung der Auswirkungen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette und zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften haben wir ein Chemikalienmanagementsystem entwickelt. Es enthält die Liste eingeschränkt nutzbarer Substanzen (Restricted Substances List, RSL), auf deren Basis die chemischen Anforderungen und Grenzwerte für Schadstoffe in Produkten festgelegt werden. Bei den Eigenmarken beschränkt die Liste verbotener Substanzen in der Herstellung (Manufacturing Restricted Substances List, MRSL) den Einsatz von Chemikalien in den Produktionsprozessen. Sie entspricht den Vorgaben des ZDHC- Standards (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) zur vollständigen Eliminierung von Schadstoffen aus der Produktion. Weitere Informationen über unser Chemikalienmanagementsystem und die Maßnahmen zur Verringerung negativer Auswirkungen finden sich im Abschnitt ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer: persönliche Sicherheit unter 2.8.3. Sozialinformationen. Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Bei Zalando überwachen wir die Wirksamkeit unserer MRSL und RSL im Rahmen eines risikobasierten Due-Diligence-Programms. Unser Qualitätssicherungsteam lässt von akkreditierten externen Laboren während des gesamten Produktionszyklus regelmäßige Produkt- und Materialtests durchführen – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Weitere Informationen über unsere Qualitätskontrollen von Produkten und Materialien sind dem Abschnitt ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer – Maßnahmen in Bezug auf persönliche Sicherheit unter 2.8.3. Sozialinformationen zu entnehmen. Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung Wir beabsichtigen, die Konformität mit dem bestehenden regulatorischen Rahmenwerk sicherzustellen. Unsere Verpflichtungen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung sind darauf ausgerichtet, Schadstoffe in Produkten durch die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte zu verhindern. Weitere Informationen sind dem Abschnitt ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer – Ziele im Zusammenhang mit persönlicher Sicherheit unter 2.8.3. Sozialinformationen zu entnehmen.
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ESRS E3 Wasserressourcen Ermittlung und Bewertung der wesentlichen IROs im Zusammenhang mit Wasserressourcen Unser Geschäftsmodell ist auf den dauerhaften Zugang zu Wasser angewiesen. Bereits jetzt sehen wir bei unseren Tätigkeiten die Auswirkungen von Wasserknappheit und Risiken im Zusammenhang mit der Wasserqualität. In unsere DMA wurden zuvor bewertete klimabezogene Risiken und Chancen einbezogen, wie im Abschnitt Resilienzanalyse und Planung der Klimaszenarien unter ESRS E1 Klimawandel beschrieben. Unsere Klimaresilienzanalyse hat dazu beigetragen, wasserbezogene Risiken durch die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse, wie Hochwasser oder Dürren, in unserer Wertschöpfungskette und in der eigenen Geschäftstätigkeit zu ermitteln. Wichtige Risiken, die in die DMA übernommen wurden, sind u. a. Reputationsrisiken aus dem Wasserverbrauch in unserer Wertschöpfungskette, Risiken für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs infolge von Wasserknappheit, die die Verfügbarkeit von Rohstoffen beeinträchtigt, sowie Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit aufgrund der geringeren Wassersicherheit. Die Chancen liegen vor allem in der Möglichkeit, den Weg für gemeinsame Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit Wasser zu bereiten. Wir haben keine IROs im Zusammenhang mit Meeresressourcen ermittelt, da unser Geschäftsmodell nicht auf Meeresressourcen angewiesen ist. Wir haben unsere Vermögenswerte und Tätigkeiten nicht überprüft, um die IROs zu ermitteln. 2024 nahmen wir jedoch für die eigene Geschäftstätigkeit eine Bewertung der von Wasserrisiken betroffenen Gebiete vor. Diese Bewertung befasste sich insbesondere mit unseren direkten Auswirkungen auf den Wasserverbrauch in diesen Gebieten, die im folgenden Abschnitt näher dargelegt werden. Im Jahr 2024 führten wir für unsere Eigenmarken eine Bewertung der Wasserrisiken für die wichtigsten Tier-2-Anlagen (Nassverfahren) durch. Zukünftig wollen wir besonders auf die Auswirkungen unserer Eigenmarken, vor allem in Gebieten mit hohem Wasserstress, achten. Es wurden keine direkten Konsultationen mit betroffenen Gemeinschaften durchgeführt. Konzepte im Zusammenhang mit Wasserressourcen 2024 haben wir unser Wasserbewirtschaftungskonzept erstellt, in dem sich unsere Ambition widerspiegelt, kritische wasserbezogene Herausforderungen in der eigenen Geschäftstätigkeit und in unserer Wertschöpfungskette anzugehen. Dieses Konzept bildet die Grundlage für die Eindämmung des Wasserverbrauchs und der Umweltverschmutzung und zur Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Wasserressourcen. Wir sind bestrebt, unseren Ansatz für die Wasserbewirtschaftung im Einklang mit den Best Practices der Branche und den Erwartungen unserer Interessenträger*innen kontinuierlich zu erweitern und zu verfeinern. Die Wasserbewirtschaftung ist von entscheidender Bedeutung für die Widerstandsfähigkeit unserer Geschäftstätigkeit und unserer Lieferkette. Unser Wasserbewirtschaftungskonzept zielt darauf ab, unseren Wasserverbrauch und die von uns verursachte Wasserverschmutzung zu minimieren, gesetzliche Anforderungen einzuhalten und dafür zu sorgen, dass in der eigenen Geschäftstätigkeit und in unserer Wertschöpfungskette Wasserressourcen verantwortungsvoll genutzt werden.
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Unsere übergeordneten Leitbilder und Managementgrundsätze für den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser lauten: — Effiziente Wassernutzung: Wir sind bestrebt, unseren Wasserfußabdruck zu messen und Möglichkeiten zur Senkung des Wasserverbrauchs zu ermitteln, insbesondere in Gebieten mit begrenzter Verfügbarkeit von Wasser und hohem Wasserstress. Außerdem wollen wir die Wassereffizienz bei all unseren Tätigkeiten erhöhen und Best Practices für die Nutzung von Wasserressourcen in unserer Wertschöpfungskette fördern. Mögliche Maßnahmen könnten die Einführung wassersparender Technologien, die Optimierung von Prozessen zur Senkung des Wasserverbrauchs und die Förderung des verantwortungsvollen Umgangs mit Wasser unter den Mitarbeiter*innen umfassen. — Minimierung der Wasserverschmutzung: Wir wollen die wichtigsten Quellen für die Wasserverschmutzung und Möglichkeiten zu ihrer Minimierung ermitteln. Hierzu gehört auch, sicherzustellen, dass Abwasser vor der Einleitung aufbereitet wird, damit es die jeweiligen Umweltstandards erfüllt oder übertrifft. — Konformität mit Vorschriften: Wir werden aktiv die Einhaltung der für unsere Geschäftstätigkeit geltenden wasserbezogenen Vorschriften und Standards anstreben. Dabei beobachten wir regulatorische Änderungen und implementieren, soweit relevant, Due-Diligence-Verfahren. — Management von Risiken, Auswirkungen, Abhängigkeiten und Chancen in Bezug auf Wasserressourcen: Wir werden die wasserbezogenen Risiken und Auswirkungen im Zusammenhang mit unserer eigenen Geschäftstätigkeit und unserer Wertschöpfungskette regelmäßig bewerten und Strategien entwickeln, um diese wirksam zu steuern und zu mindern. Im Rahmen dieser Bewertung können wir auch Abhängigkeiten von Wasserressourcen in Übereinstimmung mit anerkannten Leitlinien und Rahmenwerken ermitteln. — Einbeziehung der Interessenträger*innen: Wir werden Interessenträger*innen einbeziehen, um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen, Bewusstsein aufzubauen und durch die Zusammenarbeit bei wasserbezogenen Initiativen die Minimierung des Wasserverbrauchs und der Wasserverschmutzung voranzutreiben. — Bessere Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen: Wir werden weiterhin nachhaltige Geschäftspraktiken, darunter Wassereffizienz und Vermeidung von Wasserverschmutzung, in die Gestaltung und Klassifizierung unserer Produkte und Dienstleistungen integrieren. Dies beinhaltet auch die Suche nach Materialien und Verfahren, die weniger Wasser verbrauchen und Abwasser verringern. Der Umfang unseres Wasserbewirtschaftungskonzepts 2024 umfasst: — Wasserbewirtschaftung und Ermittlung von Möglichkeiten zur Reduzierung des Wasserverbrauchs in unseren Logistikzentren und Büros; — Minimierung des Wasserverbrauchs und bessere Wasserbewirtschaftung, auch im Hinblick auf die Umweltverschmutzung und Wasseraufbereitung bei priorisierten Partnern in der Wertschöpfungskette unserer Eigenmarken. Auf Vorstandsebene liegt die oberste Zuständigkeit für die Überwachung von Umweltthemen, einschließlich Wasser, bei unserem Co-CEO Robert Gentz. Der Co-CEO ist die höchste Entscheidungsinstanz in allen Themen rund um Wasser.
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Unser Wasserbewirtschaftungskonzept und die damit verbundenen Initiativen, die 2024 erfolgte Bewertung der Wasserrisiken für unsere eigene Geschäftstätigkeit und die Berechnung des Wasserfußabdrucks stehen im Einklang mit den Grundsätzen der Alliance for Water Stewardship und dem CEO Water Mandate, Wasserstress und wasserbezogene Risiken zu ermitteln. Wir wollen uns noch stärker an diesen und anderen verwandten Grundsätzen und Zielen international anerkannter Standards zur Wasserbewirtschaftung orientieren, die uns als Richtschnur für unsere Bemühungen um eine nachhaltige Wassernutzung, eine Verminderung der Umweltverschmutzung und den Schutz von Wassereinzugsgebieten dienen. Unser derzeitiger Fokus liegt darauf, unsere Auswirkungen in Gebieten mit hohem Wasserverbrauch und Wasserstress zu verstehen und zu bewerten. Dies wird die Grundlage für zukünftige Konzepte für Gebiete mit hohem Wasserstress bilden. Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit der Wasserbewirtschaftung Unsere wichtigste Maßnahme ist das Programm zur Verbesserung von Produktionsstätten, mit dem wir die Fabriken in der Wertschöpfungskette unserer Eigenmarken dazu anhalten, ihre THG-Emissionen und Auswirkungen auf die Wasserressourcen zu verringern. Die teilnehmenden Produktionsstätten entwickeln und unterzeichnen Aktionspläne zur Verbesserung ihres Wasser- und Energiemanagements. Weitere Informationen über diese Initiative sind dem Abschnitt Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten unter ESRS E1 Klimawandel zu entnehmen. Ziele im Zusammenhang mit der Wasserbewirtschaftung Wir befinden uns derzeit noch in der Sondierungsphase und haben noch keine konkreten Ziele im Zusammenhang mit Wasserressourcen in Übereinstimmung mit den ESRS festgelegt. Wir berücksichtigen Wasserqualität und -quantität sowie Risiko- und Stresshebel. Anhand des Wasserverbrauchs werden wir die Wirksamkeit unseres Wasserbewirtschaftungskonzepts in Bezug auf die Wassermenge (für unsere eigene Geschäftstätigkeit) nachverfolgen. Da die effiziente Wassernutzung einen Schwerpunkt des Konzepts bildet, können wir durch die Überwachung des Verbrauchs den Fortschritt unserer Bestrebungen messen. 2024 wird das Basisjahr für künftige Bewertungen sein und uns als Bezugspunkt für unsere laufenden Verbesserungsmaßnahmen dienen. Kennzahlen für unseren Wasserverbrauch 2024 konzentrierten wir uns darauf, den Wasserfußabdruck unseres Unternehmens zu ermitteln und unsere Wasserrisiken zu bewerten. Zunächst berechneten wir die Wasserkennzahlen für die eigene Geschäftstätigkeit.
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| Wasserverbrauch | ||
| Einheit | ||
| Gesamtwasserverbrauch | m3 | |
| Anteile der Messergebnisse, die sich aus direkten Messungen ergeben | % | |
| Gesamtwasserverbrauch in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, einschließlich Gebieten mit hohem Wasserstress | m3 | |
| Gesamtvolumen des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers | m3 | |
| Gesamtvolumen des gespeicherten Wassers | m3 | |
| Wasserintensität | m3/Mio. EUR |
Unsere Angaben zum Wasserverbrauch basieren auf der Messung der Wasserentnahmen unserer Logistikzentren und Nicht-Logistikstandorte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit. Die Wasserentnahme wird anhand der Zählerstände oder aus Rechnungen ermittelt. In Fällen, in denen keine realen Daten zur Wasserentnahme verfügbar sind, beispielsweise an kleineren Bürostandorten, schätzen wir die Entnahme auf Basis vergleichbarer Räumlichkeiten und Flächen. Wasserverbrauch: Für jeden Logistik- und Nicht-Logistikstandort von Zalando werden die Wasserverbrauchswerte anhand der gemessenen Wasserentnahmedaten aus dem Wasserversorgungsnetz geschätzt: — Für Nicht-Logistikstandorte (z. B. Büroräume, Showrooms, Einzelhandelsflächen usw.): Der Wasserverbrauch wird auf 10 % der Wasserentnahme aus dem Versorgungsnetz geschätzt. Die Schätzung beruht hauptsächlich auf Daten aus der Literatur. Die Bandbreite wurde an die geografische Lage und die Art der Tätigkeiten in diesen Räumlichkeiten angepasst. Es handelt sich überwiegend um Tätigkeiten ohne intensive Wassernutzung, bei denen ein hoher Anteil des entnommenen Wassers in die Kanalisation zurückgeleitet wird. — Für Logistikstandorte (z. B. Logistikzentren): Der Wasserverbrauch wird auf 10 % der Wasserentnahme aus dem Versorgungsnetz geschätzt. Die Schätzung beruht hauptsächlich auf Daten aus der Literatur. Die Bandbreite wurde an die geografische Lage und Art der Tätigkeiten in diesen Räumlichkeiten angepasst. Schließlich wird aus der Summe des Wasserverbrauchs (in m3) aller Standorte in der eigenen Geschäftstätigkeit der Gesamtwasserverbrauch berechnet. Gesamtwasserverbrauch in Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind: Zur Ermittlung der Gebiete mit erhöhten Wasserrisiken verwenden wir einen zusammengesetzten Index, der mehrere wasserbezogene Risiken wie Quantität und Qualität physischer Risiken, regulatorische Risiken und Reputationsrisiken zusammen betrachtet und so eine umfassende Risikobewertung ermöglicht. Die Berechnung erfolgt mit dem Aqueduct Tool des World Resources Institute, das einen Wert für das Gesamtwasserrisiko auf einer Skala von „0“ (geringes Risiko) bis „5“ (sehr hohes Risiko) ausgibt. Sie wurde für 63 Logistik- und
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Nicht-Logistikstandorte durchgeführt. Von allen Zalando-Standorten wird nur unser Logistikzentrum in Lodz, Polen als ein Gebiet mit hohem Gesamtwasserrisiko eingestuft. Der Wasserverbrauch in den Gebieten, die von Wasserrisiken betroffen sind, wird aus der Summe des Wasserverbrauchs aller Standorte berechnet, die in Gebieten mit einem hohen oder sehr hohen Gesamtwasserrisiko (Werte von 3 bis 5) liegen. Gesamtvolumen des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers: Das gesamte zurückgewonnene und wiederverwendete Wasser ist die Menge an Wasser und Abwasser (behandelt oder unbehandelt), das innerhalb von Zalando mehr als einmal verwendet wurde, bevor es abgeführt wird. — Für Nicht-Logistikstandorte (z. B. Büroräume, Showrooms, Einzelhandelsflächen usw.): Es wird kein Wasser zurückgewonnen und wiederverwendet. — Für Logistikstandorte (z. B. Logistikzentren): Es wird kein Wasser zurückgewonnen und wiederverwendet. Gesamtvolumen des gespeicherten Wassers: Das Gesamtvolumen des gespeicherten Wassers entspricht der in Wasserspeichern zurückgehaltenen Wassermenge und wird aus der Summe aller gespeicherten Wassermengen an den Standorten in der eigenen Geschäftstätigkeit berechnet. — Für Nicht-Logistikstandorte (z. B. Büroräume, Showrooms, Einzelhandelsflächen usw.): Das ausgewiesene Volumen des gespeicherten Wassers entspricht der Speicherkapazität der Wassertanks an den einzelnen Standorten. — Für Logistikstandorte (z. B. Logistikzentren): Das ausgewiesene Volumen des gespeicherten Wassers entspricht der Speicherkapazität der Wassertanks an den einzelnen Standorten. Veränderungen des gespeicherten Wassers: Dies stellt die jährliche Differenz des in unseren Logistik- und Nicht-Logistikstandorten gespeicherten Wassers dar. Da 2024 das erste Jahr der Messung ist, wird der erste verfügbare Wert im Geschäftsjahr 2025 berichtet. Wasserintensität: Die Wasserintensität errechnet sich aus dem Gesamtwasserverbrauch der eigenen Geschäftstätigkeit, dividiert durch die Nettoumsatzerlöse von Zalando. Unsere Wasserintensität beträgt 2,2 m3/Mio. EUR. Der relativ niedrige Wert der Kennzahl Wasserintensität spiegelt den begrenzten Wasserverbrauch im direkten Betrieb wider. Im Rahmen unserer eigenen Geschäftstätigkeit üben wir keine wasserintensiven Tätigkeiten aus, da bei unseren Kernprozessen, wie Lagerhaltung, Nutzung von Büros und Showrooms, relativ wenig Wasser verbraucht wird. Uns ist bewusst, dass unsere vorgelagerte Wertschöpfungskette weitaus erheblichere Auswirkungen auf die Wasserressourcen hat. Dies betrifft insbesondere die Gewinnung von Rohstoffen, die Herstellung von Produkten sowie die nachgelagerten Aktivitäten im Zusammenhang mit der Produktverwendung.
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ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Ermittlung und Bewertung der wesentlichen IROs im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Zur Ermittlung der potenziellen Umweltauswirkungen im Zusammenhang mit der Kreislaufwirtschaft haben wir 2022 Lebenszyklusanalysen (life cycle assessments, LCAs) durchgeführt und diese im Jahr 2024 während der DMA aktualisiert. Sie umfassten verschiedene kreislauforientierte Geschäftsmodelle, wie Pre-owned, Rücknahmesysteme, Pflege und Reparatur und wiederverwendbare Verpackungen. Die Ergebnisse der LCAs machten deutlich, dass die Rohstoffgewinnung und -verarbeitung im Lebenszyklus eines Produkts den größten ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Diese Erkenntnisse bildeten unter anderem die Grundlage für unsere DMA, die 2024 abgeschlossen wurde, und unser neues Konzept zur Kreislaufwirtschaft. Bei den verwendeten Materialien sind wir stark von Baumwolle, Polyester und Leder abhängig, die die Hauptmaterialien der Mehrheit der Produkte unserer Eigenmarken und Markenpartner bilden. Durch die Integration nachhaltigerer Praktiken in unserer Wertschöpfungskette – von Einkauf und Design bis hin zu Logistik und Recommerce – stellen wir sicher, dass wir resilient bleiben und auf steigende umweltbezogene Herausforderungen vorbereitet sind. Gleichzeitig tragen wir mit dieser Einbettung von Nachhaltigkeit dazu bei, einen langfristigen Wert für unsere Interessenträger*innen zu schaffen. Nachfolgend stellen wir die einzelnen Geschäftseinheiten vor, die für das Management der IROs im Zusammenhang mit unserer Ressourcennutzung und unseren Initiativen zur Kreislaufwirtschaft verantwortlich sind. Im SDI-Team sind Mitarbeiter*innen eigens dafür abgestellt, die IROs im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft umfassend zu bewerten. Das Team gibt unsere strategische Richtung für den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft vor und entwickelt strategische Initiativen und Partnerschaften, die innovative Kreislaufkonzepte beschleunigen. Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Unser Konzept zur Kreislaufwirtschaft bildet ein übergeordnetes strategisches Rahmenwerk, um Fortschritte in der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, und dient uns als Grundlage für das Management unserer wesentlichen IROs. Das Konzept konzentriert sich auf drei Säulen: i) Kreislauforientierte Produkte, ii) Kreislauforientierte Geschäftsmodelle und iii) End-of-Life, die unsere wesentlichen Geschäftsaktivitäten abdecken. Um innovative Ansätze zu fördern, setzen wir unsere Bemühungen zur Unterstützung und Skalierung von Initiativen fort. Dabei bauen wir auf bisherigen strategischen Investitionen in Textil-zu-Textil-Recyclern auf. Weitere Informationen über unsere Innovationsstrategie sind dem Abschnitt Unternehmensspezifische Informationen: Innovation und Partnerschaften unter 2.8.4 Governance-Informationen zu entnehmen. Die Kreislaufwirtschaft ergänzt unsere Netto-Null-Ambition, die wir durch drei wichtige Dekarbonisierungshebel erreichen wollen: Materialsubstitution, Energie und kreislauforientierte Geschäftsmodelle. Das Kreislaufprinzip spielt vor allem bei der Materialverwendung und in zirkulären Modellen eine wichtige Rolle und bringt uns bei unserer Netto-Null-Ambition weiter voran. Darüber hinaus findet sich dieses Prinzip auch in anderen Aspekten unseres Ansatzes für Nachhaltigkeit wieder, beispielsweise in unserer Ambition für
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menschenwürdige Arbeit und D&I. Die Kreislaufwirtschaft ist sowohl im B2C- als auch im B2B-Bereich ein Bestandteil unserer Strategie. Unseren Kund*innen ermöglicht die Kreislaufwirtschaft ein besseres Einkaufserlebnis, welches sie darin unterstützt, umweltverträglichere Kleidung zu kaufen und zu tragen und sich über das, was sie kaufen, besser informiert zu fühlen. Im B2B-Bereich stärken kreislauforientierte Dienstleistungen unsere Rolle als Ökosystempartner für unsere Marken. Unser Konzept zur Kreislaufwirtschaft befasst sich eingehend mit der Abkehr von der Nutzung von Primärrohstoffen, insbesondere in den Säulen „Kreislauforientierte Produkte“ und „End- of-Life“. Die vermehrte Verwendung recycelter Materialien, vor allem in unseren Eigenmarken, bildet ein zentrales Element der Säule „Kreislauforientierte Produkte“. Unser Ziel ist es, recycelte Materialien in großem Maßstab zu verwenden. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf Baumwolle, künstlich hergestellten Zellulosefasern (MMCFs) und Polyester. In der Säule „End- of-Life“ prüfen wir unser Umfeld gerade genau, um festzulegen, in welchen wichtigen Bereichen wir unsere Branche unterstützen können. Der Anwendungsbereich unseres Konzepts zur Kreislaufwirtschaft erstreckt sich sowohl auf vor- als auch nachgelagerte Tätigkeiten und erfasst einen breiten Querschnitt interner und externer Interessenträger*innen, darunter Markenpartner, Zulieferer und Dritte. Innerhalb unseres SDI-Teams sind eigens abgestellte Mitarbeiter*innen für die Ausgestaltung und den Inhalt des Konzepts zuständig. Der VP für SDI trägt die Verantwortung dafür, dass das Konzept im gesamten Unternehmen wirksam umgesetzt wird. Unser Konzept zur Kreislaufwirtschaft wurde in enger Zusammenarbeit mit wichtigen externen Partnern, insbesondere der Ellen McArthur Foundation (EMF), entwickelt. Als Partner der EMF richten wir unsere Kreislaufstrategie an den Leitprinzipien der Stiftung aus. Neben der Zusammenarbeit mit externen Partnern trägt das Konzept zur Kreislaufwirtschaft auch die Handschrift der fachübergreifenden Teams innerhalb von Zalando, die aktiv in die Entwicklung einbezogen wurden. Dadurch wurde sichergestellt, dass wichtige Überschneidungsbereiche einheitlich geregelt wurden und die Rollenverteilung zwischen dem SDI-Team und den in den verschiedenen Geschäftsmodellen eingebetteten Teams klar definiert ist. Entsprechend der Richtung, die das Konzept zur Kreislaufwirtschaft vorgibt, haben wir mittels unseres Konzepts zur nachhaltigen Beschaffung verschiedene Mindestanforderungen an die Nachhaltigkeit und die Kreislauffähigkeit von Produkten festgelegt. Das Konzept informiert unsere Eigenmarken, Zulieferer, Agenten und Handelsgesellschaften (d. h. unsere Geschäftspartner) über die Mindeststandards für Umweltschutz und ethisches Geschäftsgebaren und dient ihnen als Orientierungshilfe. Dadurch stellen wir sicher, dass die von uns beschafften und verkauften Waren nachhaltigkeitsbezogene regulatorische Vorgaben und unsere eigenen Anforderungen erfüllen. Mit diesem Konzept wollen wir den Übergang zu einer fairen, nachhaltigen und kreislauforientierten Wirtschaft unterstützen und ein Ambitionsniveau definieren, das Marken anstreben sollten. Dieses Ambitionsniveau sowie Initiativen der Branche sollen sie auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit unterstützen. 59 Ungeprüft. Highsnobiety Gesellschaften waren aufgrund von fehlender Wesentlichkeit nicht eingeschlossen.
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Wir erwarten von allen Partnern, dass sie bestimmte Mindestanforderungen auf Produktebene erfüllen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Bestehen Zweifel, dass diese Anforderungen umgesetzt werden, können wir Nachweise verlangen, um uns davon zu überzeugen, dass die Mindestanforderungen auf Produktebene erfüllt werden. Produkte, die nicht den Mindestanforderungen des Konzepts entsprechen, werden, falls nötig, von unserer Plattform genommen. Zusätzlich zu unseren Konzepten zur Kreislaufwirtschaft und zur nachhaltigen Beschaffung sind Zalandos Logistikstandorte in unseren operativen Ländern für die Umsetzung eines Abfallmanagementansatzes verantwortlich und koordinieren diesen gegebenenfalls mit Logistikpartnern. Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft Reduzierung von Einwegplastik Im Rahmen unserer früheren Nachhaltigkeitsstrategie do.MORE wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, die Menge an Einwegplastikverpackungen zu reduzieren. Zu den wichtigsten Initiativen gehörten die Einführung papierbasierter Alternativen im Jahr 2021 und die Umstellung von Kunststoff- auf Papierversandtaschen. Die Umstellung auf Papierversandtaschen begann im Januar 2021 mit dem Ziel, die Versandtaschen aus Plastik im gesamten Netzwerk vollständig zu ersetzen. Bis Ende 2022 hatten wir die Papieralternativen teilweise eingeführt und den Anteil der Papierversandtaschen auf 76,2 % 59 erhöht. Außerdem haben wir im Oktober 2022 die Verwendung von Hohlraumfüllungen in den Sendungen aus unseren Logistikzentren vollständig eingestellt, mit Ausnahme von Lounge by Zalando. Zuvor wurden Kartonhohlräume mit Plastikmaterial befüllt, um die Produkte stabil und geschützt zu transportieren. Im Mai 2023 haben wir eine neue Spezifikation für Versandtaschen eingeführt und einen Ausschreibungsprozess gestartet, wodurch unser gesamtes Verpackungsportfolio umgestaltet wurde. Hierzu gehörte die Entwicklung eines umfassenden Pflichtenhefts, das darauf abzielte, eine lückenlose Einführung von Papierversandtaschen zu erreichen und gänzlich auf Kunststoffversandtaschen zu verzichten. Die Umstellung wurde im März 2024 abgeschlossen und hat zu einer deutlichen Reduzierung von Einwegplastik in unserem gesamten Portfolio beigetragen. 60 Ungeprüft. Highsnobiety Gesellschaften waren aufgrund von fehlender Wesentlichkeit nicht eingeschlossen.
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Vertragsanpassungen In allen Vertragsverhandlungen mit unseren Verpackungszulieferern haben wir die folgenden verbindlichen Maßnahmen festgelegt: — LCA: Die Zulieferer sind verpflichtet, in Zusammenarbeit mit uns die Durchführung einer LCA der Produkte gemäß der EU PEF (Product Environmental Footprint) zu unterstützen. — Forest Stewardship Council (FSC)-Zertifizierung: Zulieferer müssen für sämtliche Frischfasern (100,0 % oder gemischt) einen Nachweis über die Zertifizierung durch den FSC vorlegen. Dieser Nachweis muss den FSC-Chain-of-Custody-Zertifizierungscode und die FSC-Lizenznummer enthalten. — Dokumentation über die werkstoffliche Verwertbarkeit: Zulieferer haben auf schriftliche Anfrage die werkstoffliche Verwertbarkeit von Produkten nachzuweisen (z. B. Zertifizierung nach ISO 14021 als Nachweis für die selbst erklärte „Recyclingfähigkeit“). Diese strengen Anforderungen sind ab 2024 in allen neuen und verlängerten Verträgen mit Verpackungslieferanten eingeführt worden. Durch die Aufnahme dieser nachhaltigkeitsbezogenen Anforderungen in unsere vertraglichen Vereinbarungen wollen wir umfassende Erkenntnisse über die Umweltauswirkungen der einzelnen Verpackungsprodukte gewinnen, um fundierte Entscheidungen zu treffen und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren. Ebenso wollen wir sicherstellen, dass die in Verpackungen verwendeten Materialien aus verantwortlicher Forstwirtschaft stammen und unser Konzept zur Kreislaufwirtschaft durch die Reduzierung von Abfall und besserer Wiederverwendung von Materialien unterstützen. Wiederverwendbare Intralogistikboxen Wir haben ein Mehrwegsystem für Intralogistikboxen, insbesondere für mittlere und große Kartons, eingeführt. Diese dienen als Tertiärverpackung für den Transport zwischen allen Logistikstandorten, einschließlich der Logistikzentren für Lounge by Zalando und der Rückgabezentren. Das System wurde 2022 für unsere mittelgroßen Kartons in einigen Logistikzentren für Lounge by Zalando und Rückgabezentren eingeführt. Dadurch konnte in dem Jahr die Verwendung von 980 Tonnen neuer Boxen vermieden werden. 2023 wurden durch die Ausweitung der wiederverwendbaren Kartonboxen auch auf andere Logistik- und Rückgabezentren 3.000 Tonnen Verpackungsmaterial eingespart. 60 Im Jahr 2024 kamen weitere Logistik- und Rückgabezentren in unserem Netzwerk hinzu, sodass 1.614 Tonnen Verpackung durch den Einsatz wiederverwendbarer Kartonboxen vermieden wurden. Die Ausweitung umfasste die Standardisierung betrieblicher Abläufe und die Umverteilung der wiederverwendeten Boxen. Außerdem haben wir mit der Entwicklung eines Mehrwegkonzepts für unsere großen Intralogistikboxen begonnen. Das Projekt soll kontinuierlich weiter ausgebaut werden, bis für alle Intralogistikboxen ein geschlossenes Kreislaufsystem erreicht ist. Die vollständige Umsetzung wird voraussichtlich bis 2025 in 14 Logistik- und Rückgabezentren abgeschlossen sein, mit Plänen für eine zukünftige Erweiterung.
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Recommerce Mit Recommerce bieten wir Kund*innen die Möglichkeit, mit unserem Trade-in- und Pre- owned-Angebot, die Langlebigkeit von Mode zu fördern. Unser Trade-in-Service wurde im September 2020 eingeführt. Heute können Kund*innen in fünf Märkten (AT, DE, DK, NL, SE) per Trade-in Artikel aus früheren Einkäufen bei Zalando (Damen-, Herren- und Unisex-Bekleidung, Sportartikel, Schuhe und Taschen) an Zalando zurückverkaufen. Alle von Kund*innen eingeschickten Artikel werden in unserem Logistikzentrum von Expert*innen einzeln auf Echtheit und Qualität geprüft, um sicherzustellen, dass sie für den Weiterverkauf geeignet sind. Für jeden Artikel, der die Qualitätskontrolle bestanden hat, wird ein Betrag angeboten, den Kund*innen sich wahlweise in Form einer Zalando-Geschenkkarte (einlösbar in unserer App und unserem Online-Shop, einschließlich Pre-owned) ausstellen oder an eine Hilfsorganisation (Rotes Kreuz, humedica, WeForest) spenden lassen können. In unserem Pre-owned Store, der ebenfalls im September 2020 auf Zalando online ging und jetzt als laufende Initiative in 13 Märkten präsent ist, bieten wir die an uns per Trade-in zurückverkaufte Mode in einem eigenen Katalog an. Damit ist bei Zalando auch Secondhand- Shopping möglich. Die Bestellungen werden in einem Outbound-Logistikzentrum von Zalando abgewickelt, wo neue und gebrauchte Artikel nach Möglichkeit zusammen in einem Paket versendet werden. Wir verfolgen den Fortschritt über die Anzahl der Märkte, in denen Recommerce angeboten wird. Hinsichtlich des Marktumfangs unterscheiden wir zwischen (i) der Anzahl der Märkte, in denen Kund*innen Artikel an uns zurückverkaufen können (Trade-in, 2024 erhältlich in AT, DE, DK, NL, SE) und (ii) der Anzahl der Märkte, in denen Kund*innen Secondhand-Mode kaufen können (Pre-owned, 2024 erhältlich in 13 Märkten – AT, BE, CZ, DE, DK, ES, FI, FR, IE, IT, NL, PL, SE). Darüber hinaus bieten wir unseren Kund*innen die Möglichkeit, in ausgewählten Zalando Outlet-Standorten Secondhand-Kleidung zu kaufen. Im Jahr 2024 gab es an 11 Standorten einen eigenen Pre-owned Bereich, in dem Damen- und Herrenbekleidung aus zweiter Hand angeboten wurde (Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, Münster, Stuttgart, Ulm). Um das Einkaufserlebnis für unsere Kund*innen weiter zu verbessern, entwickeln wir derzeit ein verbessertes langfristiges Konzept, das unser Pre-owned-Angebot noch stärker in unsere Ladengeschäfte integriert. Ziel ist es, die Nachfrage nach Secondhand-Kleidung an den entsprechenden Zalando Outlet- Standorten besser zu bedienen.
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Bevorzugte Materialien für Eigenmarken Im Jahr 2024 legten wir eine Reihe bevorzugter Materialien für unser Eigenmarkengeschäft fest. Hierzu gehören organische, recycelte oder regenerative Materialien sowie verantwortungsvoll beschaffte Materialien wie markengeschützte MMCFs und von der Leather Working Group zertifiziertes Leder. Die Initiative für bevorzugte Materialien bei den Eigenmarken läuft bis 2033. Zu den wichtigsten Maßnahmen, mit denen 2024 die Verwendung bevorzugter Materialien in Eigenmarkenprodukten forciert wurde, zählten: — Verstärkte Nutzung organischer und regenerativer Materialien für Produkte aus Baumwolle — Verstärkte Nutzung recycelter Materialien für Produkte aus Polyester und Baumwolle — Verstärkte Nutzung von verantwortungsvoll beschafften Materialien für unsere Produkte, wie von der Leather Working Group zertifiziertem Leder, FSC-zertifizierten oder PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification) zertifizierten MMCF-Materialien und tierischen Fasern, die nach dem Responsible Wool Standard oder dem Responsible Mohair Standard zertifiziert sind. Ferner beziehen wir Materialien ein, die mit umweltverträglicheren Produktionsverfahren hergestellt werden. Weitere Informationen über die festgelegten Ziele für die verwendeten Materialien im Eigenmarkengeschäft sind dem nachfolgenden Abschnitt zu entnehmen. Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft 2024 bewerteten wir mithilfe von Methoden wie der LCA und dem Netto-Null- Reduktionsmodell die Materialauswahl für unsere Eigenmarken, um die Rohstoffe mit den größten Auswirkungen zu ermitteln. Die Bewertung ergab, dass Baumwolle und Polyester die stärksten Umweltauswirkungen haben und den größten Volumenanteil am Materialportfolio der Eigenmarken bilden. Daher haben wir die Festlegung von Zielen für Baumwolle und Polyester für unser Eigenmarkengeschäft sowie für Verpackungspapier priorisiert und uns dabei auf die mit diesen Materialien verbundenen Ressourcenzuflüsse konzentriert. Derzeit haben wir keine spezifischen Ziele für Ressourcenabflüsse und Abfälle in Übereinstimmung mit den ESRS festgelegt. Ziel für die Eigenmarken: Auf Grundlage der Ergebnisse der LCA und im Einklang mit unseren Konzepten zur Kreislaufwirtschaft und zur nachhaltigen Beschaffung haben wir uns verpflichtet, die Verwendung von Primär-Polyester und herkömmlicher Baumwolle bei unseren Eigenmarken bis 2033 komplett, d. h. von 1.429 Tonnen im Basisjahr 2024 auf 0 Tonnen, einzustellen. Wir werden diese durch bevorzugte Materialoptionen, darunter Recycling- Polyester und organische, regenerative und recycelte Baumwolle, ersetzen. Das Ziel bezieht sich auf das Gesamtgewicht an Polyester und Baumwolle in allen Eigenmarkenprodukten. Damit wird es uns möglich sein, weitreichende Auswirkungen zu erzielen. Es fügt sich in unsere allgemeineren Klima- und Ressourceneffizienzziele und unsere Netto-Null-Ambition ein. Wir konzentrieren uns auf diese Materialien, weil wir über unsere Eigenmarken direkte positive Veränderungen vorantreiben können. Bei der Zielfestlegung haben wir uns auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus der LCA gestützt.
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Das Eigenmarkenteam hat die Ziele in Abstimmung mit den kaufmännischen Abteilungen der Eigenmarken und dem SDI-Team entwickelt. Sie wurden von unserer VP Eigenmarken und Produktlieferung genehmigt. Ziel für Verpackungen: Unser jährliches Ziel lautet, dass unsere Verpackungen zu 100,0 % aus Recyclingpapier oder FSC-zertifiziertem Papier bestehen. Wir haben uns verpflichtet, 100,0 % unserer Verpackungen aus recycelten oder nachhaltigen Quellen (FSC- oder Blauer Engel-zertifizierte Quellen) zu beziehen. Dies steht im Einklang mit den Leitbildern unserer Konzepte zur Kreislaufwirtschaft und zur nachhaltigen Beschaffung, die eine Abkehr von Primärrohstoffen vorsehen. Dieses Ziel gilt für alle Verpackungen, die wir für unsere Endprodukte beschaffen, und wird als Gesamtgewicht angegeben. In den Anwendungsbereich fallen weltweit sowohl unsere eigene Geschäftstätigkeit als auch die vorgelagerte Beschaffung. Das Ziel ist in einem Zeitraum von einem Jahr zu erfüllen, d. h., das Basisjahr ist mit dem Zieljahr (2024) identisch. Das Ziel wird jährlich überprüft, um Veränderungen im Kreis der aktiven Zulieferer und die im jeweiligen Jahr bezogenen Produkte zu berücksichtigen. Grundlage für unsere Berechnungen sind die Spezifikationen des primären Materials, das mehr als 95 % des Gesamtgewichts des Produkts ausmacht. Ist das primäre Material FSC- zertifiziert, gehen wir davon aus, dass das Gesamtgewicht dieses Materials nachhaltig bezogen wurde. Bei recycelten Materialien wird nur der prozentuale Recyclinganteil am primären Material als nachhaltig bezogen berücksichtigt. Dieses Ziel beruht auf wissenschaftlichen Nachweisen; die Auswirkungen der Verpackungen wurden in den Lieferantenverträgen mithilfe von LCAs quantifiziert. Das Gewicht der Verpackungen ist in unserem SAP-System ersichtlich; die FSC-Zertifikate werden von den Zulieferern vorgelegt. Bis 2024 wurden 89,0 % unserer Verpackungen aus nachhaltigen Quellen oder recyceltem Material bezogen. Gemeinsam mit unseren Lieferanten werden wir daran arbeiten, die entsprechenden Dokumentationen zu sammeln, die die Herkunft der verbleibenden Materialien validieren. Bei der Festlegung unseres Ziels für Verpackungen beziehen wir wichtige interne und externe Interessenträger*innen, einschließlich Geschäftsleitung, Lieferanten und Umweltorganisationen, ein, um die Best Practices der Branche abzubilden. Als Mitglied der Canopy Pack4Good-Initiative haben wir mit Canopy zusammengearbeitet, um Ziele für eine nachhaltige Beschaffung zu definieren. Daraus ist unser Ziel entstanden, Verpackungen aus 100,0 % Recyclingpapier oder FSC-zertifiziertem Papier zu verwenden. Ressourcenzuflüsse Bei Zalando umfassen die Ressourcenzuflüsse alle Waren- und Materialeingänge an unseren Standorten, einschließlich Verpackungen. Dies umfasst Artikel aus verschiedenen Geschäftsbereichen: Fashion (einschließlich Retail- und Partnerbusiness) sowie alle Produktkategorien wie Eigenmarken, Lounge by Zalando, Zalando Outlets und Recommerce im B2C-Segment sowie ZEOS Fulfilment (einschließlich ZFS und Multi-Channel-Fulfilment) im B2B-Segment. Im Geschäftsfeld Recommerce werden die Verpackungen, jedoch nicht die
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Daten der Recommerce-Produkte selbst in die Berechnungen der Ressourcenzuflüsse einbezogen, da Letztere bereits im ersten Lebenszyklus des Produkts erfasst wurden. Alle Produktkategorien (Mode, Schuhe, Accessoires und Elektronik) werden zusammengefasst ausgewiesen. Die Kennzahlen zu den Ressourcenzuflüssen beziehen sich auf alle für die Herstellung der Produkte und Verpackungen verwendeten Produkte und Materialien. Die ausgewiesenen Daten geben den Originalzustand der Materialien (einschließlich Produkt- und Verpackungsgewicht und Materialzusammensetzung) zum Zeitpunkt ihrer Anlieferung wieder. Die Kennzahlen zu den Ressourcenzuflüssen wurden anhand aller verfügbaren Artikel- und Verpackungsdaten berechnet. Dazu zählen Gewicht, Materialzusammensetzung sowie Angaben über nachhaltig bezogene und recycelte Materialien. Dies umfasst Materialien, die extern zertifiziert oder lizenziert wurden oder markengeschützte Standards wie den Global Recycled Standard und den Global Organic Textile Standard erfüllen. Verpackungsmaterial gilt als nachhaltig bezogen, wenn es eine der folgenden Bedingungen erfüllt: i) der Lieferant stellt Material zur Verfügung, das speziell FSC-zertifiziert ist; ii) der Lieferant besitzt ein FSC- Zertifikat für sein Unternehmen, und Zalando schließt eine vertragliche Anforderung ein, dass alle gelieferten Materialien FSC-zertifiziert sein müssen; oder iii) die Verpackung ist mit FSC MIX oder FSC RECYCLED gekennzeichnet, was die Einhaltung der FSC- Nachhaltigkeitsstandards bestätigt. Die Daten zu nachhaltig bezogenen und recycelten Materialien durchlaufen einen automatisierten Validierungsprozess, um ihre Richtigkeit und Anwendbarkeit zu bestätigen. Außerdem wird mithilfe eines binären Klassifizierungssystems zwischen technischen und biologischen Materialien unterschieden. Doppelte Datenerfassung wird mit verschiedenen Mechanismen verhindert: (i) Eingabe eindeutiger Artikeldaten in die Berechnungsmethode, (ii) Sicherstellung der Datenvergleichbarkeit über verschiedene Kennzahlen hinweg, (iii) Vergleich der Ergebnisse der aggregierten Daten mit den Ergebnissen der THG-Bilanzierung und (iv) Prüfung der Ergebnisse auf doppelte Werte vor der Berechnung. Als Multimarken-Handelsplattform ist Zalandos Fähigkeit, produktbezogene Nachhaltigkeitsdaten zu erfassen, teilweise eingeschränkt. Wir wissen, dass viele unserer Partner erhebliche Schwierigkeiten haben, den Einsatz nachhaltig bezogener Materialien in ihrem eigenen Sortiment deutlich zu erhöhen. Grund dafür sind technologische Herausforderungen bei Innovationen, Preisaufschläge für viele dieser Materialien und die Bereitschaft der Kund*innen, für nachhaltige Produkte mehr zu bezahlen. Selbst wenn es unseren Partnern gelingt, diese Materialien erfolgreich in ihr Sortiment zu integrieren, sehen wir noch Herausforderungen im Informationsaustausch mit einer Multimarken- Handelsplattform wie Zalando. Gründe dafür sind das Fehlen einheitlicher Datenstandards, eine hohe Dynamik in der Regulatorik und komplexe Datenaustauschprozesse. Wir gehen davon aus, dass die Verwendung solcher Materialien in der gesamten Modeindustrie in den kommenden Jahren organisch zunehmen wird, da die regulatorischen Anforderungen an Ökodesign und Berichterstattung in Europa weiter zunehmen. Wir haben jedoch das Ziel, unsere Partner auf unserer Plattform weiterhin zu befähigen und zu ermutigen, nachhaltig gewonnene, recycelte Materialien und Designstrategien zu verwenden, die die Kreislaufwirtschaft unterstützen. Dies wollen wir durch unser Konzept zur nachhaltigen
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Beschaffung und unseren freiwilligen Rahmen für Kriterien für nachhaltige Produktstandards erreichen.
| Ressourcenzuflüsse | ||
| 2024 | ||
| Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten technischen und biologischen Materialien (in Tonnen) | 200.893,4 | |
| Gesamtgewicht der Produkte und technischen Materialien | 102.550,0 | |
| Gesamtgewicht der Produkte und biologischen Materialien | 98.343,3 | |
| Prozentualer Anteil biologischer Materialien, die nachhaltig beschafft werden | 26,0 | |
| Produkte | 3,8 | |
| Verpackungen | 85,9 | |
| Absolutes Gewicht der zur Herstellung der Produkte und im Rahmen der Dienstleistungen des Unternehmens verwendeten wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Zwischenprodukte und Materialien (in Tonnen) | 31.334,3 | |
| Produkte | 4.901,0 | |
| Verpackungen | 26.433,3 | |
| Prozentualer Anteil der wiederverwendeten oder recycelten sekundären Komponenten, Zwischenprodukte und Verpackungen und sekundären Materialien | 15,6 | |
| Produkte | 3,3 | |
| Verpackungen | 48,5 |
Ressourcenabflüsse Haltbarkeit: Nach der Durchführung einer umfassenden Marktanalyse und einer Reifegrad- beurteilung im Hinblick auf die Haltbarkeit stellten wir fest, dass für unsere Produktkategorien keine etablierten Methoden oder Branchendurchschnitte zu Vergleichszwecken verfügbar sind. Deshalb enthält die Nachhaltigkeitserklärung 2024 keine Angaben zur Haltbarkeit. Es werden weitere Analysen folgen, um zukünftige branchenspezifische Anforderungen an die Berichterstattung zu berücksichtigen. Wir können nachvollziehen, warum eine solche Kennzahl für die Branche und insbesondere für Kund*innen hilfreich ist. Die Branche ist jedoch bereits durch eine starke Fragmentierung der verwendeten Instrumente und Methoden gekennzeichnet, während wir gerade jetzt standardisierte Ansätze brauchen. Deshalb sind wir bestrebt, an einer branchenweiten Lösung zu arbeiten. Reparierbarkeit: Gegenwärtig gibt es kein etabliertes Bewertungssystem zur Beurteilung der Reparierbarkeit von Modeprodukten. Dies führt zu einem uneinheitlichen Ansatz bei der Bewertung, ob und wie einfach sich Kleidung und Accessoires reparieren lassen. Wir verfolgen aktiv die bevorstehenden regulatorischen Änderungen, darunter die Recht-auf-Reparatur- Richtlinie (EU) 2024/1799, die 2026 in Kraft tritt. Es ist zu erwarten, dass die Richtlinie die Einschätzung der Reparierbarkeit beeinflussen wird, jedoch variierend nach Schaden und betroffenem Produkt. Wir erwarten, dass die sektorspezifischen ESRS, die derzeit von der European Financial Reporting Advisory Group entwickelt werden, Orientierung bieten, wie die Reparierbarkeit von Modeprodukten zu beurteilen ist.
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Wir haben für unsere Eigenmarken die ersten Leitlinien zur Reparierbarkeit entwickelt. Ihr Fokus liegt auf der Förderung von Designelementen und Techniken, die die Reparierbarkeit der Produkte erleichtern. Hierzu gehören: — Ermöglichung zukünftiger Reparaturen und Änderungen, wie größere Saumzugaben und einfacherer Austausch defekter Teile wie Reißverschlüsse durch handelsüblichen Ersatz. — Höhere Modularität, sodass abgenutzte Teile wie Kragen und Gürtel ausgetauscht werden können. — Ermöglichung von Style-, Funktions- und Größenanpassungen durch Merkmale wie Zugbänder, anpassbare Seitennähte und Säume sowie zusätzliche Knöpfe oder elastische Elemente. Recycelbarer Anteil in Produkten: In den aktuellen Leitlinien zur Berichterstattung ist noch nicht definiert, wie der recycelbare Anteil von Modeprodukten zu ermitteln ist. Nach einer gründlichen Analyse bestehender Branchenstandards und Vorschriften in Bezug auf Recyclingfähigkeit und Kennzahlenmethoden haben wir die Möglichkeit geprüft, eine interne Kennzahl für die Recyclingfähigkeit von Produkten festzulegen. Wir sind jedoch zu dem Ergebnis gelangt, dass die verfügbaren Definitionen und Methoden nicht die qualitativen Merkmale (Qualitative Characteristics, QC) von Informationen gemäß ESRS 1 erfüllen. Insbesondere ist es uns nicht möglich, eine wahrheitsgetreue Darstellung zu gewährleisten (QC5–QC9) oder vergleichbare Daten im Zeitverlauf vorzulegen (QC10–QC12). Ziel der CSRD ist es, über alle Unternehmen hinweg eine standardisierte Nachhaltigkeitsberichterstattung zu erreichen, wobei erwartet wird, dass sektorspezifische Standards zu verlässlichen und vergleichbaren Informationen führen werden. Im Einklang mit dieser Zielsetzung haben wir die Recyclingfähigkeit von Produkten nicht in die Nachhaltigkeitserklärung aufgenommen, weil die derzeitigen Methoden unserer Ansicht nach nicht die erforderliche Transparenz und Einheitlichkeit gewährleisten. Recycelbarer Anteil in Produktverpackungen: Nach unserer derzeitigen Methodik gilt eine Produktverpackung als recycelbar, wenn sie zu 95 bis 100 % aus einem Material besteht, das bestimmte Kriterien für Recyclingprozesse erfüllt. Gemäß dem von der Zentralen Stelle Verpackungsregister definierten Mindeststandard bedeutet „werkstofflich verwertbar“, dass die Verpackung mit den verfügbaren industriellen Recyclingtechnologien sortiert und zu hochwertigen Rezyklaten verarbeitet werden kann. Dies umfasst eine Bewertung der Materialzusammensetzung der Verpackung, das Vorhandensein einer geeigneten Sortier- und Recyclinginfrastruktur und die Sicherstellung, dass die Verpackung nach dem Recycling Neuware in werkstofftypischen Anwendungen substituieren kann. Ein Material gilt für uns als recycelbar, wenn uns Eigenerklärungen von Lieferanten vorliegen oder wenn aus den Spezifikationen des Materials hervorgeht, dass es sich um Papier, Pappe oder Karton handelt und der Definition von „Faserstoff“ in dem oben genannten Standard entspricht. 2024 betrug der recycelbare Anteil in Produktverpackungen 95,9 %.
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Abfälle Im E-Commerce-Sektor für Mode stammen Abfälle vor allem aus zwei Quellen: Verpackungen und Textilabfällen. Bei Zalando haben wir uns verpflichtet, in beiden Bereichen aktiv zu werden und unsere Umweltauswirkungen zu verringern. — Verpackungen: Der überwiegende Teil unserer Abfälle (92 %) stammt aus Verpackungen, die bei Retouren anfallen, sowie aus internen Logistikprozessen. Die wichtigsten Hebel zur Reduzierung von Verpackungsabfällen sehen wir in einem optimierten Verpackungs- design und der Wiederverwendung von Intralogistikboxen, um die Notwendigkeit neuer Verpackungsmaterialien zu minimieren. Unser Abfall aus Verpackungen besteht aus Papier und Karton (83,7 % unseres gesamten Abfallaufkommens), Kunststoff (1,5 %), Holz (3,5 %) und gemischten Verpackungen (3,0 %). — Textilien: Unsere Multi-Channel-Strategie trägt durch ein optimiertes Bestandsmanagement positiv zur Abfallminimierung bei. Nicht verkaufte Lagerbestände werden auf verschiedenen Plattformen, beispielsweise über Lounge by Zalando und in den Outlets, angeboten. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeit, Restbestände an Organisationen wie humedica zu spenden oder an Handelspartner zu verkaufen. Dadurch stellen wir sicher, dass keine einwandfreien Waren – außer aus Gesundheits-, Hygiene- oder Sicherheitsgründen – vernichtet werden. Um unserer Sorgfaltspflicht vollumfänglich nachzukommen, arbeiten wir nur mit ausgewählten Hilfsorganisationen und Handelspartnern zusammen, die in der EU ansässig sind und somit denselben Rechtsvorschriften unterliegen. Infolgedessen beträgt der Textilabfall lediglich 0,26 % unseres gesamten Abfallaufkommens. 96,6 % unseres gesamten Abfallaufkommens werden recycelt, während nur 3,1 % verbrannt und lediglich 0,3 % durch Deponierung beseitigt werden. Abfallkategorisierung und Datenerfassung: Unsere Abfälle werden als gefährlich oder nicht gefährlich eingestuft. Beispiele für die beiden Kategorien sind: — Nicht gefährliche Abfälle (99,8 % des gesamten Abfallaufkommens) umfassen Papier, Karton, Metalle, Kunststoffverpackungen, biologisch abbaubare Küchenabfälle und nicht gefährliche Elektronikabfälle. — Gefährliche Abfälle (0,2 % des gesamten Abfallaufkommens) umfassen bestimmte Beauty-Produkte, gefährliche Elektronikabfälle und chemikalienhaltige Verpackungsmaterialien. Die Abfalldaten werden auf Standortebene erhoben. Die Abfallmengen und die Verwertungswege werden von unseren Entsorgungsunternehmen dokumentiert. Die Richtigkeit der Daten wird durch genaues Wiegen gewährleistet. Fehlende Daten werden anhand der Durchschnittswerte für ähnliche Standorte oder frühere Zeiträume geschätzt. Wir legen für das erste Jahr der Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung keine Vergleichsdaten vor, außer in Fällen, in denen Daten bereits in Vorjahren veröffentlicht wurden und vergleichbar sind, d. h. in Umfang und Methodik den Zahlen des Berichtsjahres entsprechen. Da die Abfalldaten für 2023 und 2024 aufgrund der Aggregation der Abfalldaten für 2024
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gemäß dem geltenden ESRS-Anwendungsbereich nicht direkt vergleichbar sind, legen wir für 2023 keine Werte vor. Erweiterte Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility – EPR): Im Rahmen unserer Verpflichtung zu einer verantwortungsvollen Abfallbewirtschaftung nehmen wir an EPR-Programmen teil. Wir arbeiten in unseren Märkten mit verschiedenen Organisationen für die Herstellerverantwortung (Producer Responsibility Organizations, PROs) zusammen, um eine sachgerechte Sammlung, Verwertung und Entsorgung der Produkte und Verpackungen sicherzustellen. Mit dieser Zusammenarbeit gewährleisten wir die Einhaltung der EPR-Bestim- mungen und unterstützen die Recyclinginfrastruktur. Zur Erfüllung unserer EPR-Verpflich- tungen legen wir den Behörden und PROs detaillierte Berichte vor, die einen transparenten Einblick in unsere Abfallbewirtschaftungsprozesse geben. Auch finanziell tragen wir über die EPR-Gebühren zu einer effizienten Produktentsorgung und -verwertung bei.
| Ressourcenabflüsse – Abfall | ||
| 2024 | ||
| Gesamtmenge des Abfallaufkommens (in Tonnen) | 33.340,1 | |
| Gesamtmenge der angefallenen gefährlichen Abfälle | 79,0 | |
| Gesamtmenge der angefallenen nicht gefährlichen Abfälle | 33.261,1 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die von der Beseitigung abgezweigt werden (in Tonnen) | 32.142,9 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die zur Vorbereitung zur Wiederverwendung von der Beseitigung abgezweigt werden | 174,4 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die zum Recycling von der Beseitigung abgezweigt werden | 31.007,9 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die für sonstige Verwertungsverfahren von der Beseitigung abgezweigt werden | 960,7 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung bestimmt sind (in Tonnen) | 1.118,2 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung durch Verbrennung bestimmt sind | 1.011,8 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung durch Deponierung bestimmt sind | 105,5 | |
| Nicht gefährliche Abfälle, die zur Beseitigung durch sonstige Arten der Beseitigung bestimmt sind | 0,9 | |
| Nicht recycelte Abfälle (in Tonnen) | 1.143,5 | |
| Prozentualer Anteil nicht recycelter Abfälle | 3,4 | |
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2.8.3Sozialinfomationen ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell und Interessen und Standpunkte der Interessenträger Unsere Arbeitskräfte umfassen ein breites Spektrum von Berufsgruppen und Kompetenzen. Dabei beschäftigen wir Arbeitskräfte in Overhead-Funktionen wie Finanzwesen, Personal, IT und Marketing, außerhalb des Overhead-Bereichs tätige Arbeitskräfte in unseren Logistikzentren, Outlets oder in der Kundenbetreuung sowie Fremdarbeitskräfte (bei Drittunternehmen unter Vertrag stehende Personen), die von wesentlichen Auswirkungen unserer Tätigkeiten betroffen sind. Deren Interessen, Ansichten und Rechte werden aktiv in unsere Strategie und unser Geschäftsmodell miteinbezogen. Im nachfolgendem Abschnitt, sind mit Mitarbeiter*innen im Sinne der ESRS-Definition Arbeitnehmer*innen gemeint, d. h. Personen, die direkt bei Zalando SE oder Tochterunternehmen angestellt sind, exklusive Fremdarbeitskräfte. Die meisten unserer Mitarbeiter*innen sind in Deutschland ansässig, sodass unsere Konzepte in erster Linie deutschem Recht entsprechen müssen. Dennoch achten wir genau darauf, dass die Rechtsvorschriften anderer Länder, in denen wir tätig sind, ebenfalls eingehalten werden. Dies gilt für andere EU-Mitgliedstaaten (z. B. Finnland, Schweden und Irland) ebenso wie für Drittstaaten. Unser Tätigkeitsschwerpunkt liegt in der EU. Ein geringer Anteil unserer Mitarbeiter*innen befindet sich in den USA (Highsnobiety) und China (Eigenmarken und technisches Zentrum), sodass verschiedene gesetzliche Rahmenwerke in diesen Regionen zu beachten sind. In diesem Abschnitt behandeln wir die folgenden Unterthemen: — Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen und Tarifverträge, Betriebsräte, Rechte der Mitarbeiter*innen auf Anhörung und Mitbestimmung — Sichere Beschäftigung — Soziale Absicherung — Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, Arbeitszeit — Gesundheitsschutz und Sicherheit — Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit — Angemessene Entlohnung — Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen — Diversität, Beseitigung von Diskriminierung — Weiterbildung und Kompetenzentwicklung — Verhinderung von Kinderarbeit und Zwangsarbeit Die tatsächlichen und potenziellen wesentlichen Auswirkungen auf unsere Arbeitskräfte, die im Rahmen unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse (DMA) ermittelt wurden, sind im Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1 Allgemeine Angaben dargestellt. Bei der Bestimmung unserer IROs haben wir alle Arbeitskräfte des Unternehmens berücksichtigt, die von wesentlichen Auswirkungen der unter unsere Angabepflichten fallenden Aktivitäten – d. h. der eigenen Geschäftstätigkeit – betroffen sein könnten. Die Angaben zu Fremdarbeitskräften werden in unserer nächsten Nachhaltigkeitserklärung für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht.
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Unsere DMA identifizierte wichtige Bereiche, in denen unsere Geschäftstätigkeit erhebliche negative Auswirkungen haben könnte. Dazu gehören faire Arbeitsbedingungen (Lohn, Arbeitszeit, Beschäftigungssicherheit), Sicherheit am Arbeitsplatz und Wohlergehen der Beschäftigten, Sozialleistungen, inklusive Ansätze (bzgl. Diversität, Nichtdiskriminierung, Inklusion von Menschen mit Behinderungen), Gleichstellung der Geschlechter und Zufriedenheit der Beschäftigten. Um diesen potenziellen negativen Auswirkungen entgegenzuwirken, haben wir umfassende Prozesse, Konzepte und Ziele festgelegt und umgesetzt, die Risiken mindern und positive Ergebnisse fördern. Wesentliche positive Auswirkungen auf unsere Arbeitskräfte haben wir im Bereich Weiterbildung und Kompetenzentwicklung ermittelt. Die folgenden Risiken und Chancen ergeben sich aus den Auswirkungen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit unseren Arbeitskräften: Risiken in Bezug auf Gewalt und Belästigung im Unternehmen, Risiken in Bezug auf Mitarbeiterrechte (einschließlich Tarifverhandlungen), Risiken in Bezug auf unzureichende Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, Risiken in Bezug auf fehlende D&I im Unternehmen sowie bei den Einstellungs- und Unterstützungsstrukturen, die rechtliche und rufschädigende Folgen haben könnten, sowie unzureichende Präventionsmaßnahmen in Form von Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitskräften, insbesondere in den Logistikzentren. Eine vollständige Auflistung findet sich im Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1 Allgemeine Angaben. Unser Ziel ist es, uns streng an die Gesetze und Vorschriften zum Schutz der Menschenrechte sowie an das Verbot von Zwangsarbeit und Kinderarbeit zu halten. Wir haben keine Risiken im Zusammenhang mit Menschenrechtsverletzungen festgestellt. Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und verpflichten uns, dafür zu sorgen, dass unseren Arbeitskräfte keine Menschenrechtsverletzungen widerfahren. Es gibt in unserem Unternehmen keine Anhaltspunkte für erhebliche Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter*innen, die sich aus unseren geplanten Maßnahmen für den Übergang zu einer umweltfreundlicheren, klimaneutralen Wirtschaft ergeben. Wir arbeiten derzeit aktiv an der Entwicklung eines Übergangsplans für den Klimaschutz und verpflichten uns, diesen Übergangsplan innerhalb der nächsten zwei Jahre zu veröffentlichen und umzusetzen. Soweit nicht anders angegeben, werden alle Kennzahlen über die Mitarbeiter*innen auf Basis der Zahl der Mitarbeiter*innen (Personen, die mit Zalando in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, das den nationalen Rechtsvorschriften oder Gepflogenheiten entspricht) am Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2024 ausgewiesen. Die in diesem Abschnitt angegebenen Daten für das Vorjahr 2023 sind ungeprüft. Teilzeitarbeit wird als Prozentsatz der Wochenarbeitszeit ausgedrückt. Anhand dieser Prozentsätze werden die Arbeitszeiten von Teilzeitkräften, sofern für die Kennzahlen erforderlich, in die entsprechenden Vollzeitäquivalente umgerechnet. Eine Teilzeitstelle mit 50 % der Wochenarbeitszeit entspricht beispielsweise einem Vollzeitäquivalent (VZÄ) von 0,5. Weiterführende Informationen finden sich unter 3.5.7 (10.) Personalaufwand im Konzernanhang.
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Die nachfolgenden Tabellen enthalten nähere Angaben zur Gesamtzahl unserer Mitarbeiter*innen, aufgegliedert nach Geschlecht, Vertragsart und Alter.
| Gesamtzahl der Mitarbeiter*innen nach Geschlecht und nach Art des Vertrags | ||||||||||||||||||||
| Weiblich | Männlich | Divers | Keine Angaben | Gesamtzahl der Mitarbeiter*innen | ||||||||||||||||
| Art des Vertrags | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | ||||||||||
| Unbefristet | 6.440 | 6.373 | 7.367 | 7.335 | 9 | 10 | 4 | 1 | 13.820 | 13.719 | ||||||||||
| Befristet | 1.060 | 886 | 917 | 774 | 4 | 2 | 4 | 1 | 1.985 | 1.663 | ||||||||||
| Abrufkräfte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | ||||||||||
| Vollzeit | 5.715 | 5.536 | 7.139 | 7.016 | 10 | 12 | 6 | 2 | 12.870 | 12.566 | ||||||||||
| Teilzeit | 1.785 | 1.723 | 1.145 | 1.093 | 3 | 0 | 2 | 0 | 2.935 | 2.816 | ||||||||||
| Gesamt | 7.500 | 7.259 | 8.284 | 8.109 | 13 | 12 | 8 | 2 | 15.805 | 15.382 | ||||||||||
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| Verteilung der Mitarbeiter*innen nach Altersgruppen | ||||||||||||||||||||
| Kategorie | Unter 30 Jahre alt | 30 bis 50 Jahre alt | Über 50 Jahre alt | |||||||||||||||||
| Jahr | Anzahl | % | Anzahl | % | Anzahl | % | ||||||||||||||
| 31. Dez. 2024 | 2.705 | 17,1 | 10.879 | 68,8 | 2.221 | 14,1 | ||||||||||||||
| 31. Dez. 2023 | 2.830 | 18,4 | 10.385 | 67,5 | 2.167 | 14,1 |
Die folgende Tabelle gibt Aufschluss über die Verteilung unserer Mitarbeiter*innen in Ländern, in denen wir mehr als 50 Beschäftigte haben, aufgegliedert nach Vertragsart. Die Definitionen von Mitarbeiter*innen mit unbefristeten Arbeitsverträgen, Mitarbeiter*innen mit befristeten Arbeitsverträgen, Abrufkräften und Voll- und Teilzeitkräften unterscheiden sich von Land zu Land. Für die Berechnung der Daten auf Länderebene verwenden wir die Definitionen gemäß den nationalen Rechtsvorschriften der Länder, in denen die Mitarbeiter*innen tätig sind. Abrufkräfte werden ohne ein garantiertes Minimum oder eine feste Anzahl von Arbeitsstunden angestellt. VZÄs umfassen alle Vollzeitstellen bei Zalando, während unter Teilzeitstellen alle Verträge mit einer kürzeren Wochenarbeitszeit als der Definition von „Vollzeit“ in dem jeweiligen Land fallen. Diese beträgt beispielsweise 40 Stunden in Deutschland, 35 Stunden in Frankreich, 37,5 Stunden in Finnland und 42 Stunden in der Schweiz.
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| Mitarbeiter*innen unterteilt nach Art des Vertrags und nach Region | ||
| Art des Vertrags | Unbefristet | |
| Region | 31. Dez. 2024 | |
| Deutsch- land | 13.020 | |
| Finnland | 147 | |
| Irland | 101 | |
| Italien | 67 | |
| Polen | 178 | |
| Schweden | 52 | |
| Groß- britannien | 107 | |
| Vereinigte Staaten | 48 | |
| Gesamt Mitarbei- ter*innen | 13.820 |
In der folgenden Tabelle geben wir einen Überblick über die Geschlechterverteilung nach Anzahl und prozentualem Anteil auf den fünf obersten Führungsebenen. Wir haben die Highsnobiety-Gesellschaften ausgeschlossen, da ihre Einbeziehung keine sichtbaren Auswirkungen auf die Geschlechterverteilung der Gruppen hat.
| Geschlechterverteilung auf der obersten Führungsebene | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weiblich | Männlich | Divers | Keine Angaben | |||||||||||||||||||||||||||||
| Kategorie | Zahl | % | Zahl | % | Zahl | % | Zahl | % | ||||||||||||||||||||||||
| 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | |||||||||||||||||
| Vorstand | 2 | 2 | 40,0 | 40,0 | 3 | 3 | 60,0 | 60,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | ||||||||||||||||
| SVP | 5 | 4 | 45,5 | 36,4 | 6 | 7 | 54,5 | 63,6 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | ||||||||||||||||
| VP | 14 | 16 | 32,6 | 40,0 | 29 | 24 | 67,4 | 60,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | ||||||||||||||||
| Director | 38 | 39 | 33,3 | 33,9 | 76 | 76 | 66,7 | 66,1 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | ||||||||||||||||
| Head | 174 | 145 | 38,0 | 35,6 | 284 | 262 | 62,0 | 64,4 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | ||||||||||||||||
| Gesamt | 233 | 206 | 36,9 | 35,6 | 398 | 372 | 63,1 | 64,4 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 | 0 | 0 | 0,0 | 0,0 |
Im Berichtszeitraum haben insgesamt 2.374 Mitarbeiter*innen Zalando verlassen. Die Mitarbeiterfluktuation lag im Berichtszeitraum bei 14,7 % (Vorjahr: 22,2 %). Für die Berechnung der Kennzahl werden alle Arten von Mitarbeiterabgängen, sowohl freiwilliges als auch unfreiwilliges Ausscheiden, herangezogen. Die Anzahl der Mitarbeiter*innen schwankt saison- und nachfragebedingt. Besonders im vierten Quartal während der Cyber Week und in der Vorweihnachtszeit haben wir einen erhöhten Personalbedarf, beispielsweise in den Logistikzentren, was Auswirkungen auf die Arbeitskräfte außerhalb des Overhead-Bereichs hat. Die Anzahl der Mitarbeiter*innen in Overhead-Funktionen ist stabil. Wir investieren jährlich in Kompetenzen, die für unsere
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strategischen Prioritäten notwendig sind, und verzeichnen dort eine Fluktuation mit den üblichen Ab- und Zugängen. Konzepte und Praktiken im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Unsere CPO ist als oberste Instanz dafür verantwortlich, die folgenden Konzepte im Einklang mit unserer Strategie und unserer Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeiter*innen in unsere operativen Tätigkeiten zu integrieren. Das interne Mitarbeiterportal von Zalando bietet Mitarbeiter*innen ein umfassendes Archiv, in dem sie alle Richtlinien und Konzepte finden. Vereinigungsfreiheit: Bei Zalando verpflichten wir uns, die Rechte unserer Mitarbeiter*innen auf Vereinigungsfreiheit, Gründung von Betriebsräten und Mitgliedschaft in Gewerkschaften zu wahren, die in den europäischen Ländern, in denen wir tätig sind, gesetzlich festgeschrieben sind. Die meisten unserer Mitarbeiter*innen sind in Deutschland beschäftigt. Als europäisches Unternehmen erkennen wir die unterschiedlichen Arbeitspraktiken in der EU an und stellen sicher, dass unsere Konzepte sowohl mit nationalen als auch EU-weiten Standards zu Rechten von Mitarbeiter*innen vereinbar sind. In Deutschland ist das Recht auf Vereinigungsfreiheit in Artikel 9 des Grundgesetzes verankert. Darüber hinaus ist die Vertretung durch Betriebsräte im deutschen Betriebsverfassungsgesetz sehr genau geregelt. Diese gesetzlichen Grundlagen gewährleisten, dass unsere Mitarbeiter*innen über die Rechte und Mittel verfügen, sich zu organisieren, vertreten zu werden und an den Entscheidungsprozessen innerhalb von Zalando mitzuwirken. Das freiwillige Programm Zalando Employee Participation (ZEP) ist eine zusätzliche Plattform für Mitarbeiter*innen, die nicht durch einen Betriebsrat vertreten sind. Sie bietet ihnen die Möglichkeit, unmittelbar mit der Geschäftsleitung in einen Dialog zu treten und sich bei Unternehmensentscheidungen einzubringen. Das strategische Team für Mitarbeiterbeziehungen unterstützt in transparenter Weise Mitarbeiter*innen, die ein informelles ZEP-Gremium oder einen Betriebsrat gründen möchten oder die Fragen zu Gewerkschaften und ihren Rechten als Mitarbeiter*innen haben. Durch eine enge tägliche Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass die Mitwirkung und Mitbestimmung von Mitarbeiter*innen einen zentralen Platz in unserem Unternehmen einnehmen. Wir haben eigene Regelungen festgelegt und mit unserem Vorstand vereinbart. Wir werden von 10 Betriebsräten an verschiedenen Standorten in Deutschland unterstützt. Diese Betriebsräte, die von unseren Mitarbeiter*innen gegründet, gewählt und besetzt werden, übernehmen eine wichtige Rolle in unseren Entscheidungsprozessen, vor allem in Angelegenheiten, die Mitarbeiter*innen unmittelbar betreffen. Sie sorgen dafür, dass Mitwirkung und Mitbestimmung zentrale Elemente unserer Unternehmenskultur bleiben. Auf Konzernebene und vor allem bei grenzüberschreitenden Sachverhalten wird die Mitarbeitervertretung durch unseren Europäischen Betriebsrat (European Works Council, EWC, ehemals International Employee Board) weiter gestärkt. Dessen Gründung basiert auf dem SE-Beteiligungsgesetz (SEBG). Dieses Gremium stellt sicher, dass die Sichtweisen der Mitarbeiter*innen aus allen Ländern unserer Geschäftstätigkeit gehört werden und in unsere
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europäischen und globalen Strategien Eingang finden. Darüber hinaus stellen die Vertreter*innen die Mitbestimmung der Mitarbeiter*innen im Aufsichtsrat sicher. In der folgenden Tabelle stellen wir dar, wie viel Prozent der gesamten Mitarbeiter*innen von Tarifverträgen abgedeckt sind. In dem Fall, dass wir über einen oder mehrere Tarifverträge im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verfügen, weisen wir den Gesamtprozentsatz der von diesem Tarifvertrag bzw. diesen Tarifverträgen abgedeckten Mitarbeiter*innen für jedes Land aus, in dem wir eine signifikante Zahl von Mitarbeiter*innen haben (d. h. mindestens 50 Mitarbeiter*innen nach Personenzahl, was mindestens 10 % der Gesamtzahl entspricht), und außerhalb des EWR den prozentualen Anteil der Mitarbeiter*innen, für die Tarifverträge gelten. Außerdem geben wir den Gesamtprozentsatz der Mitarbeiter*innen an, die von Mitarbeitervertreter*innen abgedeckt sind, mit Angaben auf Länderebene für jedes EWR- Land, in dem wir eine erhebliche Zahl von Mitarbeiter*innen haben.
| Tarifverträge | ||||||||
| Abdeckungs- quote | Tarifverträge je Land | Tarifverträge je Land (im EWR) | Tarifverträge je Land außerhalb des EWR | Mitarbeitervertreter *innen je Land (im EWR) | ||||
| 0-19 % | Deutschland | Deutschland | — | — | ||||
| 20-39 % | — | — | — | — | ||||
| 40-59 % | — | — | — | — | ||||
| 60-79 % | — | — | — | — | ||||
| 80-100 % | — | — | — | Deutschland |
Weniger als 1 % unserer Mitarbeiter*innen sind durch Tarifverträge abgedeckt. Sichere Beschäftigung: Unser Anspruch ist es, in den Ländern, in denen wir tätig sind, die für eine sichere Beschäftigung relevanten Rechtsvorschriften vollumfänglich zu beachten. Im Hinblick auf eine sichere Beschäftigung verfolgen wir zwei Ansätze, bei denen wir zwischen Overhead-Funktionen (die rund die Hälfte unserer Mitarbeiter*innen ausmachen) und Funktionen außerhalb des Overhead-Bereichs (hauptsächlich Funktionen in der Logistik und Funktionen mit Kontakt zu Kund*innen, auf die der restliche Anteil entfällt) unterscheiden. Mitarbeiter*innen in Overhead-Funktionen bieten wir im Allgemeinen unbefristete Verträge mit einer Probezeit von sechs Monaten für beide Seiten (Mitarbeiter*innen und Zalando) an, um diese langfristig an unser Unternehmen zu binden. In begrenzten Fällen und unter bestimmten Umständen, zum Beispiel bei Elternzeitvertretungen und/oder zur Abdeckung von Arbeitsspitzen, werden befristete Verträge abgeschlossen. Bei Stellen in der Kundenbetreuung außerhalb des Overhead-Bereichs haben die Mitarbeiter*innen zunächst einen befristeten Vertrag direkt mit Zalando, der nach einem Jahr erfolgreicher Zusammenarbeit in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt werden kann. In unseren Logistikzentren und Outlets ist es üblich, über eine externe Personalvermittlung zunächst einen befristeten Vertrag über sechs Monate abzuschließen. Nach einer positiven Leistungsbeurteilung und sofern die Geschäftslage es zulässt, können die Mitarbeiter*innen in ein direktes, befristetes Arbeitsverhältnis mit Zalando übernommen werden. Nach vier
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befristeten Arbeitsverträgen oder zwei Jahren haben Mitarbeiter*innen in diesen Positionen Anspruch auf einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Soziale Absicherung: Nach deutschem Recht haben alle Mitarbeiter*innen in Deutschland mit einer 5-Tage-Woche Anspruch auf mindestens 20 Arbeitstage bezahlten Urlaub. Wir gehen über diese gesetzliche Anforderung hinaus und bieten unseren Mitarbeiter*innen je nach Rolle und Betriebszugehörigkeit bei Zalando 27 bis 30 Urlaubstage. Mitarbeiter*innen außerhalb Deutschlands sichern wir die vollständige Einhaltung der jeweiligen lokalen arbeitsrechtlichen Bestimmungen zu und bieten ihnen bezahlten Urlaub und Sozialleistungen, die die nationalen Vorschriften erfüllen oder übertreffen. Darüber hinaus haben Mitarbeiter*innen von Zalando Anspruch auf Sonderurlaub bei besonderen persönlichen Ereignissen (wie Todesfällen im engen Familienkreis, Umzug, Heirat oder Geburt des eigenen Kindes) sowie Sonderurlaub oder Freistellung für die Pflege von erkrankten Familienangehörigen. Unsere Mitarbeiter*innen haben eine umfassende soziale Absicherung nach Maßgabe des lokalen Arbeitsrechts. Je nach Ländervorgaben setzt dies voraus, dass Mitarbeiter*innen und Arbeitgeber*innen Beiträge für die Arbeitslosenversicherung, Krankengeld, Schutz bei Arbeitsunfällen, Unterstützung bei Behinderung, Elternzeit und Ruhestand leisten müssen. Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben: Um eine reibungslose Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern, bieten wir Arbeitsplatzsicherheit, Unterstützung bei der Kinderbetreuung und Wiedereingliederungsprogramme an. Mitarbeiter*innen in Berlin haben durch Partnerschaften mit Tagesbetreuungsstätten und in unserer Kita auf unserem Firmengelände Zugang zu rund 100 Kindergartenplätzen. Außerdem steht allen Mitarbeiter*innen der Work-Life-Balance- Service des Fürstenberg Instituts offen, das bis zu fünf Tage Kinderbetreuung in Notfällen vermittelt. Diese Unterstützung ist in Situationen wie dem kürzlichen Kindergarten-Streik in Berlin unentbehrlich. Sie stellt sicher, dass Mitarbeiter*innen unvorhergesehene Probleme meistern und Berufs- und Privatleben trotzdem miteinander vereinbaren können. Der Prozentsatz der Mitarbeiter*innen, die Anspruch auf eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen haben, beträgt 100,0 %. In der folgenden Tabelle haben wir außerdem den Prozentsatz der anspruchsberechtigten Mitarbeiter*innen, die eine Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen in Anspruch genommen haben, nach Geschlecht aufgeschlüsselt.
| Arbeitsfreistellung aus familiären Gründen | ||||
| in % | 2024 | 2023 | ||
| Weiblich | 18,7 | 19,0 | ||
| Männlich | 11,5 | 11,4 | ||
| Divers | 6,7 | 17,9 | ||
| Keine Angaben | 0,0 | 0,0 | ||
| Gesamt | 14,9 | 15,0 |
Bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben differenzieren wir ähnlich wie bei unserem Ansatz für sichere Beschäftigung zwischen Overhead-Funktionen und Funktionen außerhalb des Overhead-Bereichs. Unsere Konzepte für Mitarbeiter*innen in Overhead-Funktionen
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setzen auf eine Kultur des Vertrauens und der Flexibilität. Mit diesem Ansatz geben wir Mitarbeiter*innen die Möglichkeit, die Verantwortung für ihre Aufgaben, Zuständigkeiten und Arbeitszeit selbst zu übernehmen. Dies fördert die Autonomie am Arbeitsplatz mit dem Ziel, die Zufriedenheit und Produktivität bei der Arbeit zu erhöhen. Gleichzeitig halten wir uns streng an die gesetzlichen Arbeitszeitbestimmungen (z. B. das Arbeitszeitgesetz, ArbZG) und achten darauf, dass alle Mitarbeiter*innen innerhalb der gesetzlichen Grenzen arbeiten. Unsere Mitarbeiter*innen außerhalb des Overhead-Bereichs, die in Logistikzentren, Outlets und in der Kundenbetreuung arbeiten, haben flexible Schichtpläne, um unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht werden. In unseren Logistikzentren arbeiten die Teams in drei Schichten (Früh-, Spät- und Nachtschicht). Die Dienstpläne werden normalerweise mit mehreren Wochen Vorlaufzeit bekannt gegeben, um angemessene Ruhezeiten zu ermöglichen. Zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben bieten wir Schichten für Eltern und flexible Regelungen an. Unsere Arbeitszeitvorschriften enthalten genaue Leitlinien für besondere Arbeitseinsätze, wie Bereitschaftsdienst und Wochenendarbeit. Bei diesen Regelungen, die von den Betriebsräten und den örtlichen Behörden genehmigt werden müssen, stehen das Wohl der Mitarbeiter*innen und die Vermeidung von Überstunden im Mittelpunkt. Wir bieten eine spezielle Vergütung für Bereitschaftsdienste an, die eine faire Behandlung aller Mitarbeiter*innen gewährleistet. Unsere jährliche Bewertung und Verbesserung der Planung für die Cyber Week zeigt, dass es uns wichtig ist, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Bedürfnissen der Mitarbeiter*innen und den geschäftlichen Anforderungen zu erreichen. Vereinbarung über mobiles Arbeiten: 2022 haben wir eine Vereinbarung über mobiles Arbeiten geschlossen. In diesem Arbeitsmodell können Mitarbeiter*innen in Overhead-Funktionen bis zu 60 % remote arbeiten, je nach Rolle und Vorgaben der internen Teams. Diese Vereinbarung wurde von den Betriebsräten, dem strategischen Team für Mitarbeiterbeziehungen und dem P&O-Führungsteam gemeinsam erarbeitet. Mitarbeiter*innen mit Behinderung wird zusätzliche Flexibilität geboten. Sie haben (aufgaben- oder rollenbezogen) die Möglichkeit, bis zu fünf Tage pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Gesundheitsschutz und Sicherheit: Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter*innen ist ein wesentlicher Faktor für unseren Erfolg. Wir verpflichten uns, ein in jeder Hinsicht sicheres und gesundes Arbeitsumfeld zu schaffen, und sind uns unserer besonderen Verantwortung bewusst, diese Rahmenbedingungen in den eigenen Logistikzentren sicherzustellen. Dies haben die Ergebnisse unserer DMA deutlich gezeigt. Die für die Logistikstandorte geltende Richtlinie für Gesundheit, Arbeitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz entspricht den Anforderungen der EU-Richtlinie (89/391/EWG), der Internationalen Organisation für Normung und der Transported Asset Protection Association. Sie definiert einen allgemeinen Ansatz für Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umweltschutz, um Personen, Zulieferer und Geschäftspartner zu schützen und Unfälle zu vermeiden. Die Richtlinie wurde von dem Director of Warehouse Operation und dem Director of Logistics Warehouses in Abstimmung mit den Teams Legal, Compliance und Governance und Risk genehmigt. Die Richtlinie wird allen neuen Mitarbeiter*innen während des Onboarding-
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Prozesses ausgehändigt. Außerdem werden jährliche Schulungen zu Gesundheitsschutz und Sicherheit für alle Mitarbeiter*innen durchgeführt. Die folgende Tabelle enthält Angaben über das Managementsystem für Gesundheit und Sicherheit für unsere Mitarbeiter*innen. Zur Ermittlung der Rate meldepflichtiger Arbeitsunfälle ziehen wir für unsere Highsnobiety-Gesellschaften eine Schätzung heran (38 Stunden wöchentliche Arbeitsstunden).
| Gesundheits- und Sicherheitsmanagement für Mitarbeiter*innen | ||
| Kategorie | 2024 | |
| Abdeckungsquote | ||
| Abdeckung im Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit (in %) | 100,0 | |
| Arbeitsbedingte Todesfälle | ||
| Zahl der Todesfälle, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Erkrankungen zurückzuführen sind (Mitarbeiter*innen und Fremdarbeitskräfte) | 0 | |
| Meldepflichtige Arbeitsunfälle | ||
| Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle | 984 | |
| Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle (pro 1 Mio. Arbeitsstunden) | 43,5 | |
Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Gemäß dem Entgelttransparenzgesetz sind Arbeitgeber*innen verpflichtet, den Median des Vergleichsentgelts von Beschäftigten des jeweils anderen Geschlechts in vergleichbaren Rollen anzugeben. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, haben wir einen Prozess eingerichtet, der unseren Mitarbeiter*innen eine Abfrage dieser Daten ermöglicht. Bei Bedarf können sich die Mitarbeiter*innen auch an unsere Betriebsratsmitglieder wenden, die ihnen die entsprechenden Auskünfte erteilen können. In der folgenden Tabelle geben wir das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle mit einer Aufschlüsselung der Mitarbeiter*innen in Overhead-Funktionen und außerhalb des Overhead- Bereichs an. Das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle entspricht der Differenz zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von männlichen Mitarbeitern und weiblichen Mitarbeiterinnen, ausgedrückt als Prozentsatz des durchschnittlichen Bruttostundenverdiensts von männlichen Mitarbeitern. Der Verdienst bezieht sich auf das Arbeitsentgelt von Voll- und Teilzeitkräften (einschließlich Werkstudent*innen und Auszubildenden) pro Stunde vor Steuer- und Sozialversicherungsabzügen, einschließlich Überstunden, Schichtzuschlägen, Zulagen, Bonuszahlungen und Provisionen. Mitglieder des Vorstands werden in diese Berechnungen nicht mit einbezogen. Detaillierte Informationen zur Vergütung der Mitglieder unseres Vorstands finden sich in der entsprechenden Beschreibung unter 1.3 Vergütungsbericht. Der Jahresdurchschnitt der Gesamtvergütung ist das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Mitarbeiter*innen (einschließlich Werkstudent*innen und Auszubildenden und ohne die am höchsten bezahlte Einzelperson und Mitglieder des Vorstands). Dafür berücksichtigen wir alle Zahlungen an Mitarbeiter*innen, bestehend aus
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dem Grundgehalt (garantierte, kurzfristige und unveränderliche Barvergütung) zuzüglich variabler Geld- und Sachleistungen (z. B. Barzulagen, Bonuszahlungen, Provisionen, Gewinnbeteiligungen, Firmenwagen, Versicherungen) sowie langfristiger Anreize (z. B. beizulegender Gesamtwert von Aktienoptionen, beschränkte Aktien, erfolgswirksame Aktien, Phantomaktien, Wertsteigerungsrechte und langfristige Barauszahlungen). Aufgrund der Einbeziehung leistungsbezogener Anreize unterliegt diese Kennzahl im Zeitverlauf Schwankungen.
| Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle | ||||||
| Durchschnitt der Gesamtvergütung | Geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle in % | |||||
| Kategorie | 2024 | 2024 | 2023 | |||
| Overhead-Funktion | - | 22,4 | 21,9 | |||
| Außerhalb des Overhead-Bereichs | - | 1,9 | 1,4 | |||
| Gesamt | 48,5 | 15,4 | 15,5 |
Die Vergütungsverhältnisse werden hauptsächlich durch die Verteilung der Mitarbeiter*innen zwischen niedriger und höher bezahlten Tätigkeiten, z. B. Stellen außerhalb des Overhead- Bereichs gegenüber den Tech-Jobfamilien, beeinflusst und sind daher branchen- und unternehmensspezifisch. Der unterschiedliche Männer- und Frauenanteil in den verschiedenen Positionen wirkt sich besonders auf das geschlechtsspezifische Verdienstgefälle aus, da er unmittelbaren Einfluss auf den Durchschnittsverdienst hat. Ebenso beeinflusst die relative Verteilung von männlichen und weiblichen Mitarbeiter*innen in den verschiedenen Ländern die Höhe des geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles. Die Berücksichtigung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen in den oben genannten gehaltsbezogenen Faktoren erklärt ca. 90 % des unbereinigten geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles. Daher ist für Zalando auch die Angabe des bereinigten geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles wichtig. Für Zalando insgesamt beträgt das bereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle 1,4 % (1,2 % im Vorjahr); in Bezug auf die Overhead-Funktionen 1,9 % (1,7 % im Vorjahr) und in Bezug auf Funktionen außerhalb des Overhead-Bereichs 0,2 % (0,2 % im Vorjahr). Das bereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle schließt Mitarbeiter*innen in Bereichen mit unvollständigen oder nicht vergleichbaren Berufsgruppen und -familien (z. B. Highsnobiety) aus. Die Berechnung des bereinigten geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles umfasst Grundgehalt, Aktienbeteiligung, Funktions- und Pendelzulagen, Bonuszahlungen, Schicht- und Bereitschaftszuschläge. Es berücksichtigt Unterschiede in den Berufsgruppen, Berufsfunktionen und dem Standort. Daher unterscheidet es sich von früher veröffentlichten bereinigten geschlechtsspezifischen Verdienstgefällen in Bezug auf Ergebnisse und Kontrollvariablen, d. h. zuvor wurde nur das Grundgehalt und die Aktienbeteiligung berücksichtigt, während zusätzlich Alter, Betriebszugehörigkeit und Art des Vertrags kontrolliert und auch Werkstudent*innen und Auszubildende einbezogen wurden. 61 Nähere Informationen zu Tradebyte und Highsnobiety können den unter 2.1.2 Konzernstruktur erläuterten Segmenten des Konzerns des zusammengefassten Lageberichts entnommen werden.
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Angemessene Entlohnung: Für unsere Kennzahlen zur angemessenen Entlohnung ziehen wir die Länder im EWR gemäß der Eurostat-Datenbank als Referenzwert heran. Für Länder außerhalb des EWR kann jeder Referenzwert verwendet werden, der die Kriterien der Initiative für nachhaltigen Handel erfüllt, einschließlich anwendbarer Referenzwerte, die an die Anker- Methode angeglichen sind, oder von der Wage Indicator Foundation oder dem Fair Wage Network bereitgestellt werden. Für diese Länder gibt es für verschiedene subnationale Gebiete unterschiedliche Referenzwerte für eine angemessene Entlohnung: U.S. Bureau of Labor Statistics, China average yearly wages und Hong-Kong average monthly wages. Praktikant*innen und Werkstudent*innen werden in diese Berechnungen nicht einbezogen. Keine/r unserer Mitarbeiter*innen erhält weniger als eine angemessene Entlohnung. Beschäftigung und Inklusion von Menschen mit Behinderungen: Wir engagieren uns, einen inklusiven Arbeitsplatz für Mitarbeiter*innen mit Behinderung unabhängig von ihrem offiziellen Status zu schaffen. Zur Verbesserung der Inklusion von Menschen mit Behinderung haben wir 2023 einen Aktionsplan für die Büros und die Mitarbeiter*innen in Berlin eingeführt. Dabei wurde die Barrierefreiheit der physischen Arbeitsbereiche, insbesondere in unserem neuen Bürogebäude in Berlin, überprüft und verbessert. Weitere wichtige Initiativen waren die Allyship-Programme, Maßnahmen zur Sensibilisierung der Führungskräfte und inklusive Einstellungsprozesse. Das Inklusionshandbuch für Menschen mit Behinderungen konzentriert sich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und ist ein Leitfaden für unsere Führungskräfte und Mitarbeiter*innen im Personalwesen, um inklusive Arbeitsumgebungen zu schaffen. Mit unserem Employee Assistance Programme (EAP) bieten wir Mitarbeiter*innen besondere Unterstützung im Zusammenhang mit ihrer Behinderung, etwa bei der Beantragung eines amtlichen Schwerbehindertenausweises in Deutschland. Diversität, Beseitigung von Diskriminierung: Wir haben eine deutliche Richtlinie gegen Diskriminierung, die in unserem Ethikkodex, siehe Abschnitt ESRS G1 Unternehmensführung unter 2.8.4 Governance-Informationen, dargelegt ist. Zalando do.BETTER: 2021 veröffentlichten wir unsere erste D&I-Strategie do.BETTER. Die Strategie wurde vom Vorstand genehmigt, um die Inklusivität im Arbeitsumfeld zu fördern und sicherzustellen, dass wir die von uns erreichten Gemeinschaften unterstützen. Die Strategie, die für alle Unternehmen der Zalando-Gruppe (mit Ausnahme der Tradebyte- und Highsnobiety-Gesellschaften) 61 gilt, konzentriert sich auf 12 Ambitionen und Ziele in den Dimensionen Mitarbeiter*innen, Führungskräfte, Kund*innen und Partnern. Der D&I- und Nachhaltigkeitsausschuss, dem alle Mitglieder der Geschäftsleitung angehören, wird in halbjährlichen Berichten über den aktuellen Stand unserer Ambitionen, Ziele und Erkenntnisse informiert. Er trifft sich regelmäßig, um die laufenden Initiativen zu unterstützen. Die Strategie ist sowohl auf unserer Unternehmenswebsite als auch auf dem internen Portal für Zalando-Mitarbeiter*innen veröffentlicht. Die do.BETTER-Strategie endete 2024.
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Fälle von Diskriminierung: Aus der folgenden Tabelle geht die Gesamtzahl der im Geschäftsjahr gemeldeten Fälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, hervor. Die Kennzahl wird berechnet aus der Summe aller im Berichtszeitraum erfassten Fälle, die als Diskriminierung oder (sexuelle) Belästigung und mögliche Menschenrechtsverletzung eingestuft wurden. Außerdem geben wir die Zahl der Beschwerden an, die über Kanäle, über die unsere Mitarbeiter*innen Bedenken äußern können (einschließlich Beschwerdemechanismen), und gegebenenfalls bei den nationalen Kontaktstellen der OECD- Leitsätze für multinationale Unternehmen im Zusammenhang mit den genannten Aspekten, mit Ausnahme der bereits oben gemeldeten Fälle, eingereicht wurden. Ferner geben wir den Gesamtbetrag der wesentlichen Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen infolge von Verletzungen im Zusammenhang mit sozialen Aspekten und Menschenrechten an.
| Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten | ||
| 2024 | ||
| Anzahl der Fälle von Diskriminierung | 0 | |
| Anzahl der Beschwerden, die über Kanäle, über die Mitarbeiter*innen des Unternehmens Bedenken äußern können, eingereicht wurden | 90 | |
| Anzahl der Beschwerden, die bei den nationalen Kontaktstellen für multinationale Unternehmen der OECD eingereicht wurden | 0 | |
| Gesamtbetrag der wesentlichen Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen infolge von Verletzungen im Zusammenhang mit sozialen Aspekten und Menschenrechtsfragen | 0 | |
| Anzahl der schwerwiegenden Probleme und Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Mitarbeiter*innen des Unternehmens, bei denen es sich um Verstöße gegen die Leitprinzipien der Vereinten Nationen und die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen handelt | 0 | |
| Gesamtbetrag der wesentlichen Geldbußen, Sanktionen und Schadenersatzzahlungen infolge von schwerwiegenden Problemen und Vorfällen in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Mitarbeiter*innen des Unternehmens | 0 | |
| Anzahl der schwerwiegenden Probleme und Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit den Mitarbeiter*innen | 0 | |
| Anzahl der schwerwiegenden Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte, in denen Zalando eine Rolle bei der Gewährleistung von Abhilfemaßnahmen für die Betroffenen übernommen hat | 0 | |
Die 90 Beschwerden, die wir im Geschäftsjahr 2024 von unseren Mitarbeiter*innen erhielten, bezogen sich hauptsächlich auf mögliche Ungleichbehandlung und die Arbeitskultur. Im Berichtszeitraum haben wir keine Fälle von schwerwiegenden menschenrechtsbezogenen Vorfällen in Bezug auf unsere Mitarbeiter*innen festgestellt. Entsprechend gab es keine Fälle, die möglicherweise einen Verstoß gegen die Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte, der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit oder der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen darstellen. Wir haben Richtlinien und Verfahren zur Verhinderung solcher Vorfälle eingerichtet. Weiterbildung und Kompetenzentwicklung: Wir bieten ein jährliches Budget für Weiterbildung, um die persönliche Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter*innen (ohne befristete Arbeitskräfte wie Werkstudent*innen oder Praktikant*innen) zu unterstützen. Dieses Budget kann entweder für unser internes Lernangebot oder, falls die erforderlichen Inhalte intern nicht verfügbar sind,
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für externe Weiterbildungsmöglichkeiten genutzt werden. Dieser Ansatz wurde von unserem Weiterbildungsteam konzipiert und vom P&O-Führungsteam genehmigt. Im Einklang mit den deutschen Regelungen zum Bildungsurlaub sieht unsere Bildungszeitrichtlinie vor, dass sich Mitarbeiter*innen in Deutschland für ihre persönliche und berufliche Weiterbildung freistellen lassen können. Je nach Bundesland haben unsere Mitarbeiter*innen Anspruch auf bis zu fünf Tage bezahlten Bildungsurlaub, in dem sie an Kursen oder Seminaren mit Bezug zu ihrer Arbeit oder persönlichen Interessen teilnehmen können. Unternehmenskultur: Die Prinzipien unseres Founding Mindset lassen sich in vier Kernwerten zusammenfassen: Kundenfokus, unternehmerisches Denken, Schnelligkeit und Teamgeist. Diese Werte unterstützen uns bei der Entscheidungsfindung und ermöglichen es unseren Mitarbeiter*innen, im Interesse unserer Kund*innen und Partner zu handeln. Unser Vorstand hat diese Prinzipien in enger Abstimmung mit einer breiten Gruppe von Führungskräften definiert. Sie gelten auf allen Ebenen von Zalando. Verhinderung von Kinder- und Zwangsarbeit: Unser Anspruch ist es, Gesetze und Vorschriften zum Schutz der Menschenrechte streng einzuhalten. In diesem Zusammenhang ist die Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie von Zalando, die wir im Abschnitt ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette beschreiben, auch für unsere eigenen Arbeitskräfte relevant. Darüber hinaus erläutert unser Ethikkodex unsere Grundwerte Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen und Fairness und definiert klare Erwartungen für ein professionelles, ethisches und verantwortungsvolles Verhalten aller Mitarbeiter*innen. Unsere Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen beschreibt zudem ausführlich den Umgang mit gemeldeten tatsächlichen oder vermuteten Compliance-Verstößen. Weitere Informationen sind dem Abschnitt ESRS G1 Unternehmensführung unter 2.8.4 Governance-Informationen zu entnehmen. Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und Interessen und Standpunkte der Interessenträger Wir verfügen über ein robustes Rahmenwerk für die Einbeziehung unserer Mitarbeiter*innen. Hierzu gehören unternehmensweite, fachübergreifende und bereichsspezifische Besprechungen auf verschiedenen Ebenen und andere Formate wie Betriebsversammlungen an Standorten mit betrieblicher Mitbestimmung. Diese Zusammenkünfte dienen als Forum für den Austausch über aktuelle Entwicklungen, die Einholung von Feedback und die Förderung eines Gemeinschaftsgefühls. Die meisten Besprechungen werden in einem hybriden Format abgehalten, damit alle Mitarbeiter*innen unabhängig von ihrem Standort daran teilnehmen können. Die unternehmensweiten Meetings werden normalerweise von einer/einem SVP oder einem Mitglied unseres Vorstands moderiert. Die vierteljährlichen Fragebögen zu Engagement und Unternehmenskultur sind ein wertvolles Instrument, um anonym Feedback über die Erfahrungen unserer Mitarbeiter*innen einzuholen. Sie behandeln Themen wie Zugehörigkeit, Fairness, Unterstützung, Gleichgewicht, Führung und allgemeine Stimmung und liefern uns sowohl quantitative als auch qualitative Erkenntnisse. Die quantitativen Kennzahlen, wie Beteiligung, Engagement und strategische Ausrichtung, geben einen wertvollen Einblick in die Gefühle und Wahrnehmungen der
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Mitarbeiter*innen. Außerdem können die Mitarbeiter*innen in den Freitextfeldern ausführliche Kommentare hinterlassen und uns mitteilen, wo sie unsere Stärken bzw. Verbesserungsmöglichkeiten sehen. Wir glauben, dass den Führungskräften eine entscheidende Rolle zufällt, ein positives und inspirierendes Arbeitsumfeld zu schaffen. Deshalb tragen sie bei uns auch die Verantwortung für die Umfrageergebnisse in ihren jeweiligen Teams. Nach einer Analyse der Umfragedaten auf verschiedenen Ebenen erstellen die Führungskräfte gemeinsam mit ihren Teams Aktionspläne für die Bereiche mit kritischem Feedback. Um D&I als Grundlage für unseren langfristigen Erfolg noch weiter voranzutreiben, müssen wir die Erfahrungen, die unsere Mitarbeiter*innen mit Inklusion machen, verstehen und verbessern. Deshalb haben wir 2024 eine zweite D&I-Umfrage unter allen Mitarbeiter*innen (außer in Italien und China sowie bei Highsnobiety aufgrund lokaler Datenschutzbestimmungen) gestartet, die an die D&I-Umfrage aus dem Jahr 2022 anknüpft. Wir erwarten, dass die Ergebnisse von den Führungskräften in D&I-Aktionspläne für ihre Geschäftseinheit umgesetzt werden. Wir ermutigen zu einer transparenten, offenen Feedback-Kultur zwischen Mitarbeiter*innen, Kolleg*innen und dem Führungsteam. Unser strategisches Team für Mitarbeiterbeziehungen unterstützt in transparenter Weise Mitarbeiter*innen, die ein informelles ZEP-Gremium oder einen Betriebsrat gründen möchten oder die Fragen zu Gewerkschaften und ihren Mitarbeiterrechten haben. Weitere Informationen finden sich auch im Abschnitt Vereinigungsfreiheit dieses Kapitels. Für nähere Informationen über unsere Menschenrechtsstrategie, die für alle Mitarbeiter*innen gilt und unseren Ethikkodex ergänzt, verweisen wir auf den Abschnitt ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette. Verfahren, mit denen Bedenken geäußert werden können Wenn Mitarbeiter*innen unangemessenes Verhalten widerfährt, sie sich diskriminiert oder belästigt fühlen, Fragen haben oder eine sensible Situation besprechen möchten oder ihnen ein Verhalten aufgefallen ist, das unserem Ethikkodex widerspricht, ermutigen wir sie, diese Bedenken zur Sprache zu bringen. In manchen Fällen kann es am besten sein, die betroffene Person direkt darauf anzusprechen. In anderen Fällen möchte die Person vielleicht lieber mit ihrer Führungskraft sprechen oder einen P&O Business Partner um Rat fragen. Wird ein*e Mitarbeiter*in Opfer oder Zeuge von direkter oder indirekter Diskriminierung, Belästigung oder Mobbing, kann das Corporate Compliance-Team, das für die konzernweite menschenrechtsbezogene Sorgfaltspflicht zuständig ist und das Compliance-Management- System der Zalando-Gruppe betreibt, kontaktiert und über ein geschütztes System eingeschaltet werden. Allen Mitarbeiter*innen steht zudem unser Whistleblowing-Tool zur Verfügung. Mitarbeiter*innen und externe Personen können über dieses Tool rund um die Uhr anonym Vorfälle melden. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich per E-Mail oder persönlich an das Corporate Compliance-Team zu wenden. Jede Meldung wird sofort untersucht und führt bei Bedarf zu entsprechenden Maßnahmen. Unseren Mitarbeiter*innen stehen weitere Kanäle zur Verfügung, über die sie Bedenken äußern können. Dazu zählen verschiedene Feedback-Sitzungen, Umfragen sowie Betriebsratssitzungen und abteilungsweite Besprechungen.
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Unser Corporate Compliance-Team hat Zugriff auf die über das Whistleblowing-Tool generierten Daten und analysiert diese, z. B. nach Geschäftseinheit, Art des Problems oder Standort, um besser zu verstehen, wo der Ursprung der Probleme liegt. Andere Verfahren, wie die regelmäßige anonyme und freiwillige D&I-Umfrage, helfen uns, Erkenntnisse über die Erfahrungen der Mitarbeiter*innen und ihre Wahrnehmungen in Bezug auf Inklusion und Zugehörigkeit zu gewinnen. Die Rückmeldungen, die wir in Umfragen und Feedback- Sitzungen erhalten, und die über unser Whistleblowing-Tool geäußerten Bedenken werden effizient gehandhabt. Unser Ethikkodex und die Speak-Up-Leitlinien verbieten ausdrücklich Maßnahmen gegen Personen, die Bedenken in gutem Glauben äußern. Die Leitlinien sind extern über unsere Website und über das interne Portal für Zalando-Mitarbeiter*innen zugänglich. Weitere Informationen sind dem Abschnitt ESRS G1 Unternehmensführung – Konzepte für die Unternehmensführung unter 2.8.4 Governance-Informationen zu entnehmen. Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Der folgende Abschnitt enthält eine zusammenfassende Beschreibung unserer Maßnahmen. Diese Maßnahmen sind dazu bestimmt, die in Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1. Allgemeine Angaben dargelegten wesentlichen Auswirkungen zu verringern. Um unsere Verpflichtung zu einer an ESG-Zielen ausgerichteten Unternehmensführung, vor allem gegenüber unseren Mitarbeiter*innen, zu unterstreichen, gibt der Aufsichtsrat der Geschäftsleitung mit dem Vergütungssystem für den Vorstand Anreize für diverse Führungsstile. Weitere Informationen sind unter Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme im Abschnitt 2.8.1 Allgemeine Angaben zu finden. 2024 durchgeführte Maßnahmen — Arbeitszeitmanagement: Zur Einhaltung der EU-Rechtsvorschriften und zur Verbesserung des Wohlbefindens unserer Mitarbeiter*innen entwickelt Zalando gerade ein neues Arbeitszeitmanagementsystem für die Overhead-Funktionen in Deutschland. Dieses System wird einen transparenteren Einblick in die Arbeitszeiten der Mitarbeiter*innen geben und so das Risiko unzulässiger Überstunden reduzieren und die Compliance verbessern. Es wurde ein eigenes Team für das Projekt abgestellt, das in 2025 abgeschlossen sein soll. Das System wird bei Zalando weltweit für alle Mitarbeiter*innen in Overhead-Funktionen eingeführt. Ein gesondertes Arbeitszeitmanagementsystem besteht bereits für unsere Mitarbeiter*innen außerhalb der Overhead-Bereiche, sodass eine umfassende Compliance und Unterstützung für alle Arbeitskräfte gewährleistet ist. — Ernennung eigener Inklusionsbeauftragter für Menschen mit Behinderung in Berlin und Erfurt: Diese feste Rolle fördert die Inklusion von Mitarbeiter*innen mit Behinderungen bei Zalando und gewährleistet, dass die gesetzlichen Pflichten gegenüber Menschen mit Schwerbehinderungen am Arbeitsplatz erfüllt werden. Sie stellen sicher, dass wir unserer Verpflichtung nachkommen, Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderungen zu unterstützen und ihre Weiterentwicklung zu fördern. — Um ein Umfeld der psychologischen Sicherheit am Arbeitsplatz zu fördern, haben wir das „Let’s talk about wellbeing“-Training für Führungskräfte fortgesetzt, das sich insbesondere mit der Sorgfaltspflicht, der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der Technik des aktiven Zuhörens befasst. Es soll Führungskräften das Wissen und das
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Selbstvertrauen vermitteln, um mit Kolleg*innen einfühlsam über ihr Wohlbefinden zu sprechen. Zusätzlich gibt es ein Netzwerk von Mitarbeiter*innen, die sich aktiv für ein gesundes Arbeitsumfeld einsetzen und in Notfällen Soforthilfe leisten. Das Programm der Mental Health First Aiders und Well-being Ambassadors wurde 2024 an unseren Standorten in Deutschland, Helsinki und Dublin ins Leben gerufen und wird 2025 fortgesetzt. — Unser Team für Gesundheitsschutz und Sicherheit in der Logistik überwacht die Daten zu Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, um durch Präventionsmaßnahmen arbeitsbedingten Verletzungen vorzubeugen. Dies betrifft alle Logistik-, Rückgabe- und Aufarbeitungszentren, die von uns oder in unserem Auftrag betrieben werden. Damit verschaffen wir uns einen Überblick über die Gesundheits- und Sicherheitsvorfälle in unserem Logistiknetzwerk und können nachverfolgen, welche Maßnahmen zur Verhinderung von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltvorfällen und der damit verbundenen Auswirkungen getroffen und welche Kontrollen nach dem Eintritt eines solchen Vorfalls durchgeführt wurden. Hierbei handelt es sich um langfristige Maßnahmen mit einer jährlichen Verpflichtung zur Reduzierung der Vorfälle. — Unser Weiterbildungsteam hat das Weiterbildungsangebot für Mitarbeiter*innen in Overhead-Funktionen zentralisiert. Ihnen steht ein breites Spektrum an Kursen zur Verfügung, die sich an den Zielen unseres Unternehmens orientieren. Zur Verbesserung ihres Kompetenzprofils und ihrer Chancen auf dem Arbeitsmarkt bieten wir unter anderem: – Sprachkurse für Deutsch als Fremdsprache von dem Niveau A1 bis C2 ohne zusätzliche Kosten. – das erste Inclusive-Leadership-Programm, das Führungskräften die notwendigen Kenntnisse und Methoden zur Leitung diverser und inklusiver Teams vermitteln soll. — Um das Bewusstsein für D&I bei unseren Mitarbeiter*innen zu verbessern, haben wir eine Schulung zu unbewussten Vorurteilen für alle Mitarbeiter*innen zur Pflicht gemacht. Außerdem haben wir 2024 im Nachgang eine D&I-Umfrage gestartet, um den Fortschritt zu messen, die Ergebnisse mit der Umfrage aus dem Jahr 2022 zu vergleichen und wertvolles Feedback zu sammeln, mit dem wir D&I bei Zalando noch stärker fördern können. An der Umfrage haben Mitarbeiter*innen an allen Standorten, außer in Italien und China sowie bei Highsnobiety aufgrund lokaler Datenschutzbestimmungen, teilgenommen. — Im Rahmen der Sensibilisierung für die Auswirkungen von Diskriminierung in unseren Logistikzentren nahmen die deutschen Standorte an einem verpflichtenden Workshop über die Rechte der Mitarbeiter*innen nach dem deutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und einem verpflichtenden E-Learning-Kurs zum AGG teil. Für unsere Mitarbeiter*innen in Berlin, Dortmund und Helsinki wurde das Equality- Allyship-Netzwerk gegründet. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe engagierter Mitarbeiter*innen, die sich aktiv für Inklusivität und die Abschaffung von Diskriminierung einsetzt.
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Langfristige, in Geschäftspraktiken verankerte Maßnahmen — Wir verpflichten uns, ein positives Arbeitsumfeld zu fördern, in dem das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter*innen einen hohen Stellenwert hat. Hierzu bieten wir die Möglichkeit an, das externe EAP (Mitarbeiter*innen-Unterstützungsprogramm) des Fürstenberg Instituts in Anspruch zu nehmen. Das umfassende Programm bietet unseren Mitarbeiter*innen und Personen aus ihrem Familien- und Freundeskreis vertrauliche psychosoziale Beratung in mehreren Sprachen. Das externe EAP hilft bei vielfältigen persönlichen und beruflichen Herausforderungen. Dazu zählen: – psychische Probleme (z. B. Stress, Angstzustände, Depression) – Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben (z. B. Zeitmanagement, Burn-out) – Beziehungsprobleme (z. B. Familie, Partnerschaft) – finanzielle Schwierigkeiten – Kinderbetreuung Für Mitarbeiter*innen außerhalb Deutschlands nutzen wir das globale Partnernetzwerk des Fürstenberg Instituts, damit ihnen ähnlich hochwertige externe EAP-Programme offenstehen. Auf unserem internen Portal für Zalando-Mitarbeiter*innen haben wir ausführliche Informationen über Anspruchsberechtigung, Kontaktdaten und Leitfäden zusammengetragen, die für alle zugänglich sind. — Um D&I in unserer Unternehmenskultur zu verankern, haben wir unsere Arbeitsweisen durchgängig an Best Practices angepasst und eine geeignete Governance-Struktur für unsere 11 Employee Resource Groups (ERGs) geschaffen. ERGs sind mitarbeitergeführte Gruppen, die sich auf der Grundlage gemeinsamer Identitäten oder Erfahrungen bilden. ERGs zielen darauf ab, sicherere Räume und Communities zu gestalten, in denen Kolleg*innen zusammenkommen, um ihre Erfahrungen zu diskutieren. Jede ERG hat eigene Sponsor*innen und robuste Governance-Strukturen. Diese Netzwerke befinden sich hauptsächlich in Berlin, arbeiten bei Bedarf aber auch mit unseren internationalen Standorten und den Kolleg*innen in Dortmund zusammen. ERGs machen unterrepräsentierte Gruppen sichtbarer und schaffen Strukturen zur Förderung von Diversität. — Um die Diversität unter unseren Mitarbeiter*innen, vor allem in Führungspositionen, zu stärken und sicherzustellen, dass unterrepräsentierte Gruppen im Unternehmen bleiben, gibt es bei uns langfristige Initiativen, die sich auf Verantwortung und berufliches Wachstum konzentrieren. Hierzu zählen Gremien zur Durchführung von Einstellungsgesprächen unter dem Aspekt der Diversität sowie messbare Ziele für Personaleinstellungen und Führungsteams, um wirkungsvolle Fortschritte zu erzielen. Für 2025 ist die Einführung verschiedener flexibler Arbeitszeitmodelle für unsere Mitarbeiter*innen in den Logistikzentren geplant, um die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu verbessern und mehr berufliche Möglichkeiten zu geben. Wir haben keine spezifischen Maßnahmen in Übereinstimmung mit den ESRS für die Unterthemen Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen und Tarifverträge, Betriebsräte, Rechte der Mitarbeiter*innen auf Anhörung und Mitbestimmung sowie Verhinderung von Kinderarbeit
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und Zwangsarbeit umgesetzt, da diese Bereiche in den bestehenden Rechtsrahmen umfassend geregelt sind. Durch Einhaltung der nationalen arbeitsrechtlichen Vorschriften und internationalen Normen beabsichtigen wir, diese Verpflichtungen vollumfänglich einzuhalten. Informationen darüber, wie wir die IROs im Zusammenhang mit diesen Unterthemen steuern, enthalten die vorstehenden Abschnitte Konzepte und Praktiken im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens, Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und Verfahren, mit denen Bedenken geäußert werden können. Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens Angelehnt an unsere Arbeitsbereiche haben wir eine Reihe von Ambitionserklärungen veröffentlicht, die uns als Maßstab dienen, wie weit wir mit unserer do.BETTER-Strategie vorangekommen sind. Ergänzend dazu haben wir messbare Ziele festgelegt, die darauf ausgerichtet sind, die Umsetzung voranzutreiben und die Verantwortlichkeit für Themen der sozialen Inklusion auf Vorstandsebene zu stärken. Ziel für Frauen in Tech-Berufen: 2020 haben wir uns verpflichtet, den Anteil von Frauen in den Tech-Berufsfeldern bis 2023 auf 40 bis 60 % zu erhöhen (Ende 2023 entfielen darauf 3.075 Stellen bei Zalando). Der Basiswert des Jahres 2020 betrug 16,4 %. 2023 lag der Frauenanteil in Tech-Berufen bei 25,9 %. Per 31. Dezember 2024 ist unser Frauenanteil in Tech-Berufen um 1,3 Prozentpunkte auf 27,2 % gestiegen (mit Ausnahme der Highsnobiety- Gesellschaften). Die Zielerreichung hängt sehr stark davon ab, dass wir geeignete Mitarbeiterinnen finden und die Fluktuation verringern. Aufgrund der Herausforderungen bei der Erfüllung unseres ursprünglichen Ziels haben wir das Ziel für Frauen in Tech-Berufen am Ende des ersten Halbjahres 2024 angepasst. Um eine nachhaltige Veränderung zu erreichen, werden wir uns zukünftig nicht mehr auf einen festen Zeitraum, sondern eine jährliche Steigerung konzentrieren. Der von uns angestrebte Anteil von 40 bis 60 % bleibt dabei unverändert. Unsere Strategie umfasst jetzt gezielte Einstellungs- und Bindungsmaßnahmen, die Förderung einer inklusiven Arbeitsplatzkultur und die Zusammenarbeit mit Partner-Organisationen. Mit diesem Plan gehen wir sowohl interne organisatorische Veränderungen als auch allgemeinere systemische Probleme an. Um wirksame Governance-Strukturen für dieses neue Ziel sicherzustellen, haben wir folgende Maßnahmen ergriffen: — Im August 2024 haben wir einen neuen Tech-Lenkungsausschuss eingerichtet und die Verantwortung für die Umsetzung und Fortschrittsüberwachung gemeinsam an unsere leitenden Führungskräfte in P&O und Tech übertragen. — Wir werden uns zudem auf drei Schwerpunktbereiche konzentrieren, für die wir feste Arbeitsgruppen gebildet haben: Einstellung und Bindung, interne Entwicklung sowie Unternehmenskultur und Engagement. Ziel für Frauen in Führungspositionen: Unser klares Bekenntnis zu Frauen in Führungspositionen zeigt sich in dem Ziel, den Frauenanteil in den obersten fünf Führungsebenen (einschließlich Vorstand) auf jeweils 40 bis 60 % zu erhöhen (mit Ausnahme der Highsnobiety-Gesellschaften). 62 § 154 SGB IX Pflicht der Arbeitgeber zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen.
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Das Ziel wurde 2019 veröffentlicht. Damals betrug der Frauenanteil in den obersten fünf Führungsebenen 29,1 % (Basiswert). Das Zieljahr 2023 wurde für die vier Führungsebenen unterhalb des Vorstands auf 2025 und für den Vorstand auf 2027 verlängert. Im Basisjahr 2019 waren 0,0 % Frauen im Vorstand vertreten, in der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands (SVPs) lag der Frauenanteil bei 33,3 %, in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands (VPs) waren es 22,6 %, in der dritten Führungsebene unterhalb des Vorstands (Directors) 33,3 % und in der vierten Führungsebene unterhalb des Vorstands (Heads) 30,0 %. Zum 31. Dezember 2024 lag der durchschnittliche Frauenanteil auf allen fünf Führungsebenen mit 36,9 % unter der von uns festgelegten Zielgröße. Es ist uns jedoch gelungen, den Frauenanteil im Berichtszeitraum auf 40,0 % im Vorstand, 45,5 % bei den SVPs, 32,6 % bei den VPs, 33,3 % bei den Directors und 38,0 % bei den Heads zu erhöhen (vgl. auch unsere Tabelle zur Geschlechterverteilung). Um mehr Frauen in leitenden Positionen zu gewinnen und zu binden, haben wir Strategien für die Bereiche Einstellung, Entwicklung, Beförderung und Arbeitsplatzkultur umgesetzt und überprüfen proaktiv die Zahlen für Beförderungen nach Geschlecht. Frauen, die für eine Beförderung in Betracht kommen, bieten wir mit TripleSteps ein maßgeschneidertes Entwicklungsprogramm mit persönlichen Coachings, Sponsor*innen, Job Shadowing und Möglichkeiten zum Austausch mit Kolleg*innen. Außerdem regen wir unsere Führungskräfte dazu an, mit ihren Mitarbeiter*innen durch regelmäßige Check-ins und „Engagement Talks“ im Gespräch zu bleiben, um Zufriedenheit und Engagement am Arbeitsplatz zu messen. Zur Unterstützung der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben bieten wir flexible Arbeitszeit- modelle und Familienberatung an. Wir sind bestrebt, die Fluktuation von Personal zu reduzieren. In einem regelmäßigen monatlichen Austausch mit den Fachbereichsleiter*innen beurteilen wir die Fortschritte, sprechen Herausforderungen an und suchen gemeinsam nach wirksamen Lösungen. Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderung: Zalando ist zur Einhaltung der Bestimmungen des Sozialgesetzbuchs Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen (SGB IX) 62 verpflichtet. Das bedeutet, dass an allen deutschen Standorten mindestens 5 % der Mitarbeiter*innen auf Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderungen entfallen müssen. Zum 31. Dezember 2024 sind 2,4 % (31. Dezember 2023: 2,5 %) der Mitarbeiter*innen von Zalando in Deutschland offiziell mit einer Schwerbehinderung anerkannt. Eine jährliche Ausgleichsabgabe ist zu zahlen, wenn der vorgeschriebene Beschäftigungsanteil von 5 % der Mitarbeiter*innen mit Schwerbehinderungen nicht erreicht wird. Ziele für Gesundheitsschutz und Sicherheit im Logistikbereich: Wir haben derzeit keine Ziele für Gesundheitsschutz und Sicherheit festgelegt, verpflichten uns jedoch, die arbeitsbedingten Erkrankungen und Unfälle jedes Jahr weiter zu verringern. Wir haben derzeit keine Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS festgelegt, die spezifisch die Unterthemen Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen und Tarifverträge, Betriebsräte, Rechte der Mitarbeiter*innen auf Anhörung und Mitbestimmung, sichere Beschäftigung, soziale Absicherung, Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, Arbeitszeit, angemessene
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Entlohnung, Beseitigung von Diskriminierung, Weiterbildung und Kompetenzentwicklung sowie Kinderarbeit und Zwangsarbeit adressieren, da wir bestrebt sind, die umfassenden gesetzlichen und internationalen Rahmenwerke für alle wesentlichen Mitarbeiter- und Menschenrechte einzuhalten und als Grundlage unseres Handelns zu achten. Dies gewährleistet, dass wir die maßgeblichen Standards einhalten und die Rechte der Mitarbeiter*innen wirksam schützen. Durch unsere Ausrichtung an diesen Rahmenwerken fokussieren wir uns dauerhaft auf Compliance und kontinuierliche Verbesserung. Informationen darüber, wie wir die IROs im Zusammenhang mit diesen Unterthemen steuern, enthalten die vorstehenden Abschnitte Konzepte und Praktiken im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens, Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und Verfahren, mit denen Bedenken geäußert werden können und Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens. ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell und Interessen und Standpunkte der Interessenträger Das Thema menschenwürdige Arbeit (Decent Work) ist eines der zwei strategischen Nachhaltigkeitsschwerpunkte in unserer weiterentwickelten Konzernstrategie. Menschenwürdige Arbeit bedeutet die Schaffung von Möglichkeiten für produktive Arbeit, gekennzeichnet durch Freiheit, Gleichbehandlung, Sicherheit und Würde. Der Fokus auf menschenwürdige Arbeit trägt entscheidend dazu bei, eine gerechte Behandlung von Arbeitskräften in unserer Lieferkette sicherzustellen. Menschenwürdige Arbeit ist auch Ausdruck unserer Verpflichtung, bei allen Aktivitäten im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit und in unserer Lieferkette die Menschenrechte zu achten. Wir sind von einer komplexen globalen Lieferkette abhängig, die erhebliche Risiken für Mitarbeiter*innen beinhalten kann. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen, die daran mitwirken unsere Produkte zu unseren Kund*innen zu bringen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen vorfinden und fair behandelt werden. Unsere DMA ergab potenzielle negative Auswirkungen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit, Kinderarbeit, Menschenhandel, nicht angemessener Entlohnung und zu langen Arbeitszeiten. Weitere Risiken ergeben sich aus der Verweigerung von Vereinigungsfreiheit und Tarifverträgen sowie der potenziellen Diskriminierung von schutzbedürftigen Gruppen, wie indigenen Völkern, Minderheiten, Wanderarbeiter*innen, sexuellen Minderheiten sowie Frauen und Kindern. Diese Risiken können ihren Ursprung in unzureichenden Governance- und Durchsetzungsstrukturen, z. B. Vorschriften zum Verbot von Kinderarbeit in Fabriken, haben. Die Aufdeckung solcher Risiken kann zudem durch unzureichende und ungenaue Daten zu den Arbeitskräften erschwert werden. Die Beschäftigung von Wanderarbeiter*innen, insbesondere Arbeitskräften mit irregulärem Status, erhöht das Risiko von Zwangsarbeit, während die Nichteinhaltung von Mindestlöhnen und fehlende solide Rahmenwerke zu großen Vergütungsgefällen beitragen können. Insbesondere fehlende Systeme für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit (Occupational Health and Safety) gefährden die Sicherheit der Arbeiter*innen.
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Zusätzlich zu unseren eigenen Risikobewertungen weisen Branchenberichte auf die folgenden potenziell problematischen Bereiche hin: — Baumwollanbau: Es besteht ein erhöhtes Risiko von Zwangsarbeit bei der Baumwollernte, insbesondere in bestimmten Regionen Zentralasiens. — Bekleidungsproduktion: Einige Länder in Süd- und Südostasien werden mit einem erhöhten Risiko für Kinder- und Zwangsarbeit in Bekleidungsfabriken eingestuft. — Schuhherstellung: Einige Regionen in Süd- und Südostasien werden mit Risiken von Kinderarbeit bei der Schuhherstellung in Verbindung gebracht. — Herstellung von Accessoires: Die Produktion von Accessoires wie Taschen und Schmuck kann in einigen Entwicklungsländern mit dem Risiko von Kinderarbeit in informellen Produktionsstätten einhergehen. Für unsere Eigenmarken, mit denen wir im Sektor Bekleidung, Accessoires und Schuhe tätig sind, haben wir ein erhebliches Risiko von Kinderarbeit in Indien und Bangladesch sowie ein erhebliches Risiko von Zwangsarbeit in Indien, Bangladesch, China und Vietnam ermittelt. Diesen Risiken wirken wir mit unseren umfassenden Due-Diligence-Verfahren entgegen. Wir stehen in einem aktiven Dialog mit Zulieferern, um ihre Einhaltung internationaler Arbeitsnormen zu gewährleisten, und arbeiten laufend an der Verbesserung der Transparenz und ethischer Geschäftsgebaren in unserer Wertschöpfungskette. Die Daten zu einzelnen Gruppen von Arbeitskräften in der gesamten Wertschöpfungskette sind begrenzt, da wir derzeit keine Informationen in dieser Detailtiefe haben. Aufgrund der Komplexität der Lieferkette in der Modebranche beziehen wir unsere Informationen zur Unterstützung unserer Due-Diligence-Verfahren vorwiegend über (lokale) Organisationen und Zusammenschlüsse von Interessenträger*innen. Sie liefern uns Erkenntnisse darüber, welche Gruppen von Arbeitskräften einem besonderen Risiko bestimmter Arten von Rechtsverstößen in der Branche ausgesetzt sind, sodass wir eine entsprechende Sorgfaltsprüfung durchführen können. Diese Bewertungen haben zwar keinen direkten Bezug zu einzelnen Unternehmen und/oder Arbeitskräften, helfen uns jedoch bei der Identifizierung wesentlicher Risiken. Unser Ziel ist es, im Laufe der Zeit immer besser zu verstehen, welche wesentlichen Auswirkungen unsere Geschäftstätigkeit auf die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette hat. Unser Ansatz für die Ermittlung wesentlicher IROs für die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette wird im Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1 Allgemeine Angaben beschrieben. Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Wir achten die Menschenrechte und bekennen uns zu verantwortungsvollen Arbeitspraktiken in unserer gesamten Lieferkette, wie sie im deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und in den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte niedergelegt sind. Dabei bauen wir auf unsere Richtlinien, Standards und Verfahren, die Auswirkungen, potenzielle Risiken und Chancen thematisieren und die Grundlage für unsere Nachhaltigkeitsziele und Ambitionen in diesem Bereich bilden.
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Wir wollen sicherstellen, dass unsere Geschäftspartner unsere Richtlinien zu Arbeitsrechten und ethischen Geschäftspraktiken einhalten, und erwarten dies auch. Wir haben Beschwerdemechanismen eingerichtet, um Mitarbeiter*innen und externen Mitgliedern unserer Lieferkette die Möglichkeit zu geben, Bedenken zu äußern und das Bewusstsein für Menschenrechte innerhalb von Zalando und unter unseren Partnern zu stärken. In bestimmten Bereichen behalten wir uns vor, die Einhaltung unserer ethischen Standards bei unseren Partnern durch Audits zu überprüfen. Bei der Erstellung unserer Richtlinien berücksichtigen wir unsere gesetzlichen Pflichten, etablierte Branchenstandards sowie die Erwartungen von Investor*innen, Kund*innen und anderen Interessenträger*innen. Die jeweiligen Richtlinien sind auf unserer Website transparent öffentlich einsehbar. Verhaltenskodex: Wir bauen starke Lieferantenbeziehungen auf, indem wir hohe ethische Erwartungen klar formulieren und Vertrauen und Integrität bei der Zusammenarbeit fördern. Diese Grundsätze sind in unserem Verhaltenskodex zusammengefasst, der auf unserer Unternehmenswebsite abgerufen werden kann. Der Verhaltenskodex legt die Standards fest, an die sich unsere Geschäftspartner halten müssen. Er gilt für alle Vertragspartner, einschließlich der Lieferanten, Dienstleister, Plattformpartner, Händler, Berater und Vermittler. Er beinhaltet die Themen Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umweltschutz, faires und ethisches Geschäftsgebaren, Monitoring und Umgang mit Beschwerden. Wir erwarten von allen Partnern die verbindliche Anerkennung und Einhaltung dieser Standards sowie das Bestehen von angemessenen Managementsystemen und Due-Diligence-Verfahren. Verstöße gegen den Verhaltenskodex führen zu Maßnahmen, die bis zur Beendigung der Geschäftsbeziehung führen können. Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie von Zalando: Unsere Grundsatzerklärung beruht auf internationalen Standards wie den Übereinkommen der ILO und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Sie bildet die Grundlage für das Management der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, die wir in unsere operativen Standards und Managementpraktiken einbetten. Die Grundsatzerklärung gilt für alle Aktivitäten von Zalando, für unsere Konzerngesellschaften und für Standorte, die in unserem Auftrag betrieben werden. Sie wird von unserm Co-CEO Robert Gentz gezeichnet und im Bereich Corporate Governance unter der Führung unserer SVP Corporate Governance/General Counsel umgesetzt. Darüber hinaus legt die Grundsatzerklärung die Erwartungen und Anforderungen fest, die wir gegenüber allen Geschäftspartnern in der Lieferkette haben, einschließlich Lieferanten, Dienstleistern, Plattform-Partnern, Händlern, Beratern, Vertretern und Subunternehmern. Unsere Menschenrechtsbeauftragte (Human Rights Officer) überwacht die in der Grundsatzerklärung dargelegten laufenden Aktivitäten und berichtet an den Vorstand. Wir bewerten regelmäßig die Wirksamkeit unseres Ansatzes und aktualisieren unsere Verfahren bei Bedarf. Hierfür nutzen wir die vorhandenen Datenbanken, um unsere Maßnahmen zur Risikominderung (wie Audits, Geschäftspartnerprüfungen und Untersuchungen) und deren Ergebnisse zu dokumentieren, um sie auf ihr Potential zur Risikominderung im konkreten Bereich zu bewerten. Eine solche Bewertung kann dann z. B. zusätzliche risikomindernde Maßnahmen in bestimmten Teilen unserer Lieferkette auslösen.
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Richtlinie zur Verhinderung und Bekämpfung von Kinderarbeit: 2023/2024 haben wir eine strenge Richtlinie zur Verhinderung und Bekämpfung von Kinderarbeit eingeführt, die unseren Verhaltenskodex und unsere Menschenrechtsstrategie ergänzt. Die Richtlinie auf Basis deutscher und internationaler Bestimmungen wurde in die Verträge mit den Geschäftspartnern unserer Eigenmarken aufgenommen. Sie legt unsere Erwartungen an diese Partner und deren Subunternehmer im Hinblick auf die Verhinderung, Aufdeckung und Bekämpfung von Kinderarbeit dar, um hier kontinuierliche Verbesserungen zu erreichen. Unsere Geschäftspartner müssen sich zur Abschaffung von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und anderen Formen der Kinderausbeutung verpflichten und schriftliche Regeln, Kontrollmechanismen und Schulungsprogramme einführen, die derartige Verstöße verhindern. Die Richtlinie behandelt auch Themen zu Arbeitszeiten, Maßnahmen im Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit sowie den Zugang zu Kinderbetreuung und Bildung. Die Umsetzung der darin beschriebenen Prozesse liegt in der Verantwortung unseres Eigenmarkenteams, überwacht auf VP-Ebene. Erklärung zu moderner Sklaverei: Unsere Erklärung zu moderner Sklaverei, die sich an internationalen Rahmenwerken wie den maßgeblichen ILO-Übereinkommen orientiert, ist Ausdruck unserer Verpflichtung, moderne Sklaverei in allen Aspekten unserer Geschäftstätigkeit und Lieferkette zu verhindern. Die Erklärung gemäß dem britischen Modern Slavery Act 2015 beschreibt unsere Maßnahmen, mit dem Ziel, Menschenrechtsverletzungen, einschließlich moderner Sklaverei, zu verhindern und abzustellen. Sie ist auf unserer Unternehmenswebsite veröffentlicht. Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette: Auswirkungen, Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Bedenken geäußert werden können Unser Due-Diligence-Programm unterstützt uns bei der Erfüllung unserer Sorgfaltspflicht und hilft uns, mögliche Verstöße gegen unsere Standards in der eigenen Geschäftstätigkeit, in unserer Lieferkette und bei Geschäftspartnern zu verhindern, zu identifizieren, zu verwalten und zu beheben. Das Programm wird in vier zyklischen Schritten umgesetzt: — Analyse: Der erste Schritt im Zyklus ist eine jährliche Analyse unserer direkten Vertragspartner dahingehend, wie sehr sie für Menschenrechtsrisiken exponiert sind (kategorisiert als geringes, mittleres, hohes oder sehr hohes Risiko). In begrenztem Umfang umfasst die Analyse auch Umweltrisiken, wobei eine ganzheitliche Risikobewertungsmethode für alle direkten Lieferanten auf der Grundlage ihres Standorts, ihrer Branche und unserer Geschäftsvolumen mit ihnen angewandt wird. — Priorisierung: Anhand der durch die Analyse der direkten Lieferanten erstellten Risikoprofile ergänzen wir die allgemeinen Risikoinformationen mit internen Erkenntnissen und Fachwissen, um Pläne für Prävention, Abhilfe und Risikomanagement zu priorisieren. Im Jahr 2024 haben wir unsere zweite menschenrechtliche Risikoanalyse unserer direkten Vertragspartner abgeschlossen, die dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) folgt. Anhand dieser Ergebnisse konnten wir die Maßnahmen gemäß dem nächsten Schritt unseres Due-Diligence-Programms priorisieren.
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— Management: Basierend auf den bewerteten und priorisierten Risiken setzen wir ein umfassendes, auf Lieferanten fokussiertes Risikomanagement ein, das an zwei Fronten arbeitet: proaktive Risikoprävention und reaktive Risikoidentifizierung und -minderung. — Bericht: Die Berichterstattung über die Prozesse und Ergebnisse für den jeweiligen Jahreszyklus erfolgt in Übereinstimmung mit dem LkSG und den Leitlinien der zuständigen Behörde (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, BAFA). Proaktives Management: Wie oben erläutert, dient unser Verhaltenskodex als einheitliche Grundlage für unsere vertraglichen Beziehungen. Um die Ausrichtung an unseren ethischen Standards zu überwachen, haben wir einen Tracking-Mechanismus implementiert, der den Umsetzungsstatus des Verhaltenskodex innerhalb unserer Vertragslandschaft bewertet. Durch Sozialaudits überprüfen wir die Einhaltung der Standards an den Standorten unserer direkten Dienstleister für Logistik und Kundenbetreuung. Eigenmarkenlieferanten werden verpflichtenden Sozialaudits auf Basis anerkannter Branchenstandards wie Sedex Members Ethical Trade Audit und Business Social Compliance Initiative unterzogen. 2024 haben wir 149 Sozialauditberichte von Tier-1-Lieferanten (31. Dezember 2023: 213) unserer Eigenmarken geprüft. 65 Sozialaudits wurden im Bereich Fulfilment (Kundenbetreuung und Logistikzentren) durchgeführt. Reaktive Risikoidentifizierung und Abhilfe Damit Arbeitskräfte und andere Interessenträger*innen wirksam Bedenken äußern können, bieten wir zwei Whistleblowing-Tools als Kanäle für die anonyme Meldung potenzieller Probleme und Vorfälle an. Die Tools stehen jeder externen Partei zur Verfügung und können über unsere Unternehmenswebsite aufgerufen werden. Eines davon ist das Tool SpeakUp, das außerdem in 42 Sprachen angeboten wird und als mobile App und über eine Hotline zugänglich ist. Zusätzlich können unsere Eigenmarken durch unsere Mitgliedschaft im International Accord for Health and Safety in the Garment and Textile Industry (ehemals International Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh) Beschwerden entgegennehmen, die über den eingerichteten Accord-Beschwerdemechanismus in den Fabriken in Bangladesch und Pakistan gemeldet werden. Alle Beschwerden, die die Lieferkette unserer Eigenmarken betreffen, werden ebenfalls in unserem Rahmenwerk für Abhilfemaßnahmen erfasst und bei dem Lieferanten entsprechend nachverfolgt. Wenn potenzielle Verstöße aufgedeckt werden, gehen wir ihnen systematisch nach und reagieren auf sie, um sicherzustellen, dass sie wirksam adressiert werden. Unser Untersuchungs- und Abhilfeprozess bietet internen Teams eine standardisierte Möglichkeit, potenzielle Verstöße gegen alle von uns festgelegten Standards zu prüfen und zu beheben. Alle Meldungen werden innerhalb von sieben Tagen nach Eingang bestätigt und die darin erhobenen Vorwürfe anschließend mit geeigneten Maßnahmen, einschließlich Audits und Befragungen, untersucht. Wenn sich der Verdacht auf einen Verstoß erhärtet, fordern wir unsere Geschäftspartner auf, geeignete Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. Deren Umsetzung gehen wir nach, um die
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Einhaltung unserer Standards zu gewährleisten. Wenn der Geschäftspartner sich nicht einbringt oder der Verstoß so schwerwiegend ist, dass er sofortige geschäftliche Konsequenzen erfordert, werden wir die Geschäftsbeziehung unterbrechen und schließlich beenden. Alle im Rahmen der Untersuchungen erhaltenen und gespeicherten Informationen werden vertraulich und nach geltenden Gesetzen und Vorschriften behandelt. Unsere Richtlinien, insbesondere unsere Richtlinie zur Untersuchung Dritter und unser Verhaltenskodex, verbieten ausdrücklich Maßnahmen gegen Personen, die Bedenken in gutem Glauben melden. Im Jahr 2024 leiteten wir 17 neue Untersuchungen zu mutmaßlichen Menschenrechtsverstößen in unserer Lieferkette ein: Eine führte zur Beendigung der Geschäftsbeziehungen (gegenüber zweien im Jahr 2023); in acht Fällen konnte ein Menschenrechtsverstoß in unserer Lieferkette nicht bestätigt werden (gegenüber sechs im Jahr 2023). Neun weitere Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen, darunter auch der Fall, der bereits zur Beendigung der Geschäftsbeziehung geführt hat, da die Umsetzung dieser Entscheidung noch andauert. Wir legen großen Wert auf die Möglichkeit anonymer Meldungen. Deshalb können wir nur begrenzt feststellen, woher die erhaltenen Meldungen kommen, und haben nur begrenzte Erkenntnisse darüber, welche Arbeitskräfte in der Lieferkette von unseren Meldekanälen Gebrauch machen. Um uns laufend weiter zu verbessern, bewerten wir bei allen Due-Diligence-Verfahren, einschließlich Beschwerde- und Abhilfemechanismen, die Wirksamkeit unserer Maßnahmen durch Datenanalysen, den Austausch mit Branchenkolleg*innen und die Zusammenarbeit mit Fachorganisationen. Im Rahmen unserer Datenanalysen vergleichen wir die Datenpunkte aus den Risikobewertungen, Untersuchungen und Abhilfemaßnahmen mit dem Vorjahr und überprüfen die Entwicklung der Auditergebnisse. Die über unsere Meldekanäle eingegangenen Beschwerden überwachen wir in vierteljährlichen Überprüfungszyklen und legen sie dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss unseres Aufsichtsrats vor. Bei dieser Überprüfung werden die eingegangenen Beschwerden unter anderem nach dem Rechtsgebiet und dem Schweregrad der Anschuldigung klassifiziert. So können wir Muster und Trends erkennen und entsprechend reagieren. Informationen darüber, wie wir Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette durch die Zusammenarbeit mit externen Interessenträger*innen und lokalen Organisationen einbeziehen, sind dem nachstehenden Abschnitt Maßnahmen und Mittel in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette zu entnehmen.
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Maßnahmen und Mittel in Bezug auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Wir wollen weiter zur Schaffung von Arbeitsplätzen mit menschenwürdigen Arbeits- bedingungen im Sektor Bekleidung, Accessoires und Schuhe beitragen. Hierzu entwickeln und setzen wir Initiativen um, die Arbeitskräfte stärken und ihre Lebensgrundlagen durch Höherqualifizierung und die Vermittlung zusätzlicher Kompetenzen verbessern. Diese Bemühungen richten sich sowohl an die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette als auch an unsere eigenen Mitarbeiter*innen. Unser Ziel ist es, sie für die Rechte von Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette, einschließlich Arbeitszeit und angemessener Entlohnung, zu sensibilisieren. Der folgende Abschnitt bietet eine zusammengefasste Beschreibung unserer Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme, mit denen wir die wesentlichen IROs im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Lieferkette wirksam aufgreifen: — Seit 2022 absolvieren unsere Eigenmarkenteams Schulungen über existenzsichernde Löhne, um das Bewusstsein für dieses zentrale Thema zu schärfen, das Auswirkungen auf Arbeitskräfte haben kann. Die Schulung besteht aus zwei Modulen: einem Grundkurs, an dem fast 200 Mitarbeiter*innen teilgenommen haben, und einem Aufbaukurs für direkt betroffene Mitarbeiter*innen in Einkauf und Beschaffung. Die Schulungen wurden von einem externen Dienstleister mit langjähriger Erfahrung in der Gewerkschaftsarbeit und der Modeindustrie durchgeführt. Die Lerninhalte umfassten grundlegende Begriffsbestimmungen, unterschiedliche Referenzwerte für existenzsichernde Löhne, zu beachtende Umsetzungshürden sowie fortschrittliche Tools (z. B. für die Kostenkalkulation) und Strategien zur Umsetzung des Gelernten bei den direkten Lieferanten. Nachdem alle betroffenen Mitarbeiter*innen an der Schulung teilgenommen haben, haben wir diese in 2024 vorerst abgeschlossen. Die Aufzeichnung des Kurses ist auf der Online-Schulungsplattform dauerhaft eingestellt und kann weiter genutzt werden. Eine Fortsetzung dieses Formats außerhalb der Online-Kurse ist derzeit nicht geplant. — Unser Qualifizierungsziel, das aus unserer früheren do.MORE-Strategie für den Zeitraum 2020–2023 übernommen wurde, haben wir im ersten Quartal 2024 erreicht. In Zusammenarbeit mit Shimmy Technologies und RISE (ehemals HERproject von BSR) haben wir die Weiterbildungsinitiativen auf die nachgelagerte Lieferkette erweitert, was den Arbeitskräften in zwei Fabriken in Bangladesch zugutekommt. Gegenstand der Schulungen waren IT-Kompetenz, Effizienz, Gleichstellung der Geschlechter, Finanzkompetenz, Kommunikation am Arbeitsplatz sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Dadurch konnten wir die Effizienz steigern, ein besseres Verständnis der End-to-End- Prozesse vermitteln und den Betrieb in den Fabriken optimieren. Außerdem wurde den Arbeitskräften wertvolles Wissen in Bezug auf Gleichstellung der Geschlechter, Gesundheit, Hygiene und Finanzplanung vermittelt, das sie in ihrem Alltag stärkt. Darüber hinaus möchten wir ein Wegbereiter sein, der sich nicht nur auf interne Projekte konzentriert, sondern unsere Arbeit auch nach außen trägt. Ein wichtiger Baustein ist die Zusammenarbeit mit Interessenträger*innen und lokalen Organisationen, die uns hilft, die Herausforderungen der Branche zu verstehen und Best Practices anzuwenden. Uns ist es wichtig, einen aktiven Dialog auf mehreren Ebenen zu pflegen: von Partnerschaften mit anderen Händlern und Markenkooperationen bis hin zur Zusammenarbeit mit externen Interessenträger*innen einschließlich staatlicher Stellen und NGOs. Wir beziehen legitime
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Interessengruppen ein, weil sie für Arbeitsrechte eintreten, wertvolles Fachwissen mitbringen und bei den lokalen Arbeitskräften, in der Zivilgesellschaft und/oder in den Gewerkschaftsorganisationen, denen sie angehören, oft eine hohe Bekanntheit haben. Ihre Glaubwürdigkeit hilft uns, sicherzustellen, dass wir Best Practices befolgen. Gleichzeitig schafft die Bekanntheit der NGOs unter den Arbeitskräften Vertrauen. Durch diese Zusammenarbeit gewinnen wir einen tieferen Einblick in die Bedürfnisse und Anliegen der Arbeitskräfte und können unsere Initiativen und Maßnahmen zielgenauer gestalten. Bei der Zusammenarbeit mit externen Partnern stellen wir sicher, dass alle kartellrechtlichen Vorschriften vollständig eingehalten werden. Wir beziehen Arbeitskräfte und deren Vertreter*innen direkt und indirekt durch unsere Zusammenarbeit mit den folgenden Initiativen ein: dem „Better Work“-Programm der ILO, dem International Accord for Health and Safety in the Garment and Textile Industry (ehemals International Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh), Cascale (ehemals Sustainable Apparel Coalition), dem Social & Labor Convergence Program (SLCP), Femnet e.V. und Action, Collaboration, Transformation (ACT). Wie unsere DMA ergab, besteht für uns, vor allem bei den Eigenmarken, ein branchenbedingt hohes Risiko von Kinderarbeit aufgrund der Länder, in denen Bekleidung hergestellt wird. Deshalb haben wir uns mit Save the Children zusammengeschlossen, um Best Practices für Präventions- und Abhilfemaßnahmen umzusetzen. Um identifizierte Risiken auf Sektorebene anzugehen, arbeiten wir auch mit anderen Handelsunternehmen, Branchenakteuren und Geschäftspartnern zusammen und beteiligen uns an Brancheninitiativen. Bei der Zusammenarbeit innerhalb der Branchen unterscheiden wir zwei wichtige Bereiche: 1) unsere Eigenmarken, bei denen wir uns darauf konzentrieren, was wir innerhalb von Zalando verändern können, und 2) Initiativen für Drittmarken, bei denen wir prüfen, welche Anforderungen wir für andere Marken auf unserer Plattform festlegen können. Eigenmarken: Im März 2024 sind wir der Fair Wear Foundation (FWF) beigetreten, um die Prozesse und Verfahren unserer Eigenmarken mit führenden Leitlinien zu menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten in der Modebranche in Einklang zu bringen. Die FWF bietet fachlich fundierte Unterstützung zur Verbesserung unserer Überwachungsverfahren bei Beschaffungs-, Einkaufs- und Menschenrechtsrisiken. 2024 haben wir in Zusammenarbeit mit der FWF verschiedene Workshops mit unseren Teams im Bereich Beschaffung und Einkauf, dem SDI-Team sowie dem Corporate Compliance-Team durchgeführt. Im Rahmen dieser Workshops wurde eine Gap-Analyse hinsichtlich der Abweichung unserer derzeitigen Prozesse im Vergleich zu Anforderungen aus dem FWF Brand Performance Check durchgeführt. Darauf basierend wurden Aktionspläne entwickelt, um festgestellte Defizite zu adressieren. Weitere Informationen über diese Partnerschaft sind dem Abschnitt über die Einbeziehung der Interessenträger*innen in Unternehmensspezifische Informationen: Innovation und Partnerschaften unter 2.8.4 Governance-Informationen zu entnehmen.
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Markenpartner: Wir nehmen zusammen mit anderen relevanten Handelsunternehmen an dem Roundtable für Händler der Initiative The Industry We Want (TIWW) teil. Ziel ist es, die Vorgaben und Empfehlungen für Lieferanten zu harmonisieren und ein branchenweit einheitliches Rahmenwerk zu schaffen, mit dem Modemarken menschenrechtliche Sorgfaltspflichtmaßnahmen quantifizierbar bewerten können. Dies ist Teil unserer langfristigen Strategie, um dem Bedarf an Orientierung und einheitlicher Berichterstattung in der Modebranche gerecht zu werden. Zu den Maßnahmen im Jahr 2024 gehörte die Teilnahme an Arbeitsgesprächen unter Federführung der TIWW, in denen sich die Handelsunternehmen zur Erarbeitung einer gemeinsamen Lösung verpflichtet haben. Ziele im Zusammenhang mit den Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette Wir haben noch keine messbaren Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS für die Arbeitskräfte in unserer Wertschöpfungskette festgelegt. Im Rahmen unserer übergeordneten Gesamtstrategie haben wir die Ambition, Arbeitskräfte durch menschenwürdige Arbeit weiter zu stärken. Dafür vertiefen wir die Sorgfaltspflicht in Bezug auf Menschenrechte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit und bei unseren Partnern und entwickeln unsere Einkaufspraktiken und Systeme für Vergütungsmanagement bei unseren Eigenmarken bis 2028 weiter. Die strategische Ambition zur Schaffung menschenwürdiger Arbeit wurde von unserem SDI- Team und unserem Vorstand aufgrund unserer Erfahrungen mit menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten festgelegt. Die konkrete Roadmap befindet sich derzeit in Entwicklung. Bei der Aktualisierung unserer Nachhaltigkeitsstrategie legten wir die Ambition verschiedenen Branchengruppen zur Prüfung vor und haben ihren Anwendungsbereich entsprechend angepasst. Die Standpunkte der Arbeitskräfte wurden durch Expert*innen, beispielsweise von NGOs und unserem neuen Partner FWF, vertreten und einbezogen. Damit diese Bemühungen zu echten Fortschritten führen, werden wir uns von der FWF in ihrem jährlichen Brand Performance Check daran messen lassen, inwieweit es uns gelingt, unseren Sorgfaltspflichten nachzukommen und unsere Einkaufspraktiken anzupassen und zu verbessern. Die Ergebnisse dieser Bewertung werden öffentlich zugänglich sein. 63 Pinkwashing bezeichnet eine Taktik, bei der sich Unternehmen als Unterstützer der LGBTQIA+-Community darstellen, um für Ziele zu werben, die häufig wenig oder gar nichts mit echter Gleichstellung oder Inklusion von LGBTQIA+ zu tun haben. Hierzu zählen auch Marketingstrategien, die LGBTQIA+-Themen in ihren Produkten oder Werbekampagnen aufgreifen.
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ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer Das folgende Kapitel umfasst vier Unterkapitel im Zusammenhang mit Verbraucher*innen und Endnutzer*innen (d. h. unseren Kund*innen): soziale Inklusion, informationsbezogene Auswirkungen, persönliche Sicherheit und Datenschutz. Jedes Unterkapitel ist in weitere Abschnitte gegliedert, die sich mit folgenden Themen befassen: unsere Strategie für das Management der im Rahmen unserer DMA ermittelten IROs, unsere relevanten Konzepte und Verfahren für die nachhaltigkeitsbezogenen Unterthemen sowie Maßnahmen und Ziele. Die potenziellen IROs im Zusammenhang mit unseren Verbraucher*innen und Endnutzer*innen, die im Rahmen unserer DMA ermittelt wurden, sind im Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1 Allgemeine Angaben dargestellt. Soziale Inklusion Wesentliche IROs und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell und Interessen und Standpunkte der Interessenträger Unser Ziel ist der Aufbau eines E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt. Dabei setzen wir auf Qualität als Differenzierungsmerkmal, um unseren Verbraucher*innen das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten. Dies umfasst den Ausbau des Angebots in bestehenden Kategorien, personalisierte Inspirations- und Unterhaltungselemente und eine noch bessere Bedienung der Lifestyle-Bedürfnisse von Verbraucher*innen. Mit den auf unserer Website und in den Outlets verfügbaren Informationen erreichen wir über 50 Millionen aktive Endnutzer*innen. Als Verbraucher*innen definieren wir jede*n, der oder die Produkte über unsere Websites oder Outlets kauft. Mit den verfügbaren Informationen kommen jedoch alle Menschen in Berührung, die unsere Website oder unsere Outlets besuchen. Wir haben keine bestimmten Gruppen von Endnutzer*innen ermittelt, die durch unsere Geschäftstätigkeit gefährdet sein können. Wir stellen sicher, dass wir diverse Produkte und Sortimente anbieten, die unsere Werte in Bezug auf D&I widerspiegeln. Unsere do.BETTER-Strategie konzentriert sich auf vier Säulen: Mitarbeiter*innen, Führungskräfte, Kund*innen und Partner. Um sicherzustellen, dass wir allen unseren Verbraucher*innen inklusive Erlebnisse und Inhalte bieten, befolgen wir das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Dabei berücksichtigen wir unter anderem Aspekte wie Alter, Behinderungen oder chronische Erkrankungen, Geschlecht und Geschlechtsidentität, ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung und sexuelle Orientierung. Unsere DMA ergab die folgenden IROs im Zusammenhang mit sozialer Inklusion: — Potenzielle positive Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Angebot eines vielfältigen und inklusiven Produktsortiments, das die Bedürfnisse häufig unterrepräsentierter Kundensegmente erfüllt. — Potenzielle Risiken – einschließlich diskriminierender Kommunikation, Produktdesign oder Inhalte auf unserer Website – aufgrund möglicher Diskrepanzen zwischen der Außendarstellung von D&I und internen Praktiken des „Pinkwashing“ 63. Dieses Risiko könnte im Fall von Pinkwashing-Vorwürfen Reputationsschäden nach sich ziehen. Solche
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Vorwürfe könnten sich negativ auf unsere Endnutzer*innen auswirken und zu einem Verlust der Kundenbindung führen. — Potenzielle Chancen im Zusammenhang mit der Förderung eines vielfältigen und inklusiven Produktsortiments durch ein breit gefächertes Portfolio von Partnern. Wir steuern unsere wesentlichen Risiken in unserem Risikomanagementsystem. Nähere Informationen hierzu enthält der Abschnitt Risikomanagement unter 2.8.1 Allgemeine Angaben. Konzepte im Zusammenhang mit sozialer Inklusion Wir wollen Verbraucher*innen und Endnutzer*innen ein sicheres, inklusives und repräsentatives Einkaufserlebnis bieten. Unsere diesbezüglichen Richtlinien haben wir in zwei Kategorien unterteilt, zum einen Compliance-Standards/allgemeine Antidiskriminierungsrichtlinien und zum anderen Leitlinien zum Schutz unseres Unternehmens, unserer Mitarbeiter*innen, unserer externen Talente und Geschäftspartner. Unsere Richtlinien werden alle zwei Jahre von unserem Corporate Compliance-Team aktualisiert und umfassen Folgendes: — Unser Ethikkodex beschreibt die Standards, an die wir uns als Unternehmen halten. Der Kodex beruht auf den menschenrechtlichen Grundwerten Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen und Fairness und legt klare Erwartungen an ein professionelles, ethisches und verantwortungsvolles Verhalten aller Mitarbeiter*innen fest. — Compliance-Standards für externe Mitarbeiter*innen (Überwachungsvorgaben, die mit keinen formalen Zielen verknüpft sind): Sie gelten für externe Anbieter und die Arbeitskräfte, die diese im Auftrag von Zalando beschäftigen. Ziel dieser Leitlinien ist es, ein sicheres Umfeld für Arbeitskräfte und Partner zu gewährleisten und gleichzeitig das erwartete Verhalten klarzustellen. Die Vorgaben betreffen alle Inhalte für unsere Plattformen und werden auf SVP-Ebene überwacht. Die Dokumente, die mithilfe der wesentlichen Teams entwickelt wurden, stehen unseren Mitarbeiter*innen, Anbietern und Partnern zur Verfügung. Ein Training hierzu ist Bestandteil des Onboardings. Die Standards tragen dazu bei, diskriminierendes oder beleidigendes Verhalten in der Produktion zu unterbinden. Für Eskalationen wurde ein Abhilfeprozess gemäß dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) eingerichtet. — Die auf unserem Verhaltenskodex und unseren Nachhaltigkeitsstandards basierenden Leitlinien für Produkte, Inhalte und Marken legen klar fest, welche Vorgaben Produkte, Inhalte und Markenpartner auf unserer Plattform erfüllen müssen. Sie gelten für alle Geschäftspartner und spiegeln nicht nur die gesetzlichen Anforderungen wider, sondern auch das, was wir für beleidigend oder unangemessen halten. Die Leitlinien entsprechen EU- und deutschen Rechtsvorschriften, einschließlich § 86a des Strafgesetzbuchs, und sind auf unserer Unternehmenswebsite veröffentlicht. Sie werden auf SVP-Ebene überwacht. 64 Modest Fashion bezeichnet Mode, die sich durch einen zurückhaltenden, körperverhüllenden Stil auszeichnet und vor allem aus religiösen oder kulturellen Gründen getragen wird.
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Leitlinien für Inhalte: Wir haben auch Leitlinien für die Content-Erstellung und Post- Produktionsprozesse, wie Fotografie und Retusche, entwickelt. Damit wollen wir sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter*innen einen Beitrag zu unseren Bemühungen leisten, unsere Plattformen repräsentativ und barrierefrei für Menschen mit Behinderungen zu gestalten. Dies beinhaltet: — Leitlinien für visuelle Inhalte und Post-Produktion — Leitlinien für die Content-Erstellung für adaptive Mode — Leitlinien für die Content-Erstellung für Modest Fashion 64 Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf soziale Inklusion Das Feedback von Verbraucher*innen fließt in unsere Entscheidungen ein. Hierzu stellen wir neben jedem Produkt einen Link bereit, über den rechtliche Bedenken anonym oder per E-Mail gemeldet werden können. Das Produkt- und Content-Forum (P&C) informiert Verbraucher*innen über Entscheidungen und ermöglicht die Einsichtnahme in Anfragen gemäß dem Gesetz über digitale Dienste (EU Digital Services Act, DSA). Entscheidungen werden innerhalb von 24 Stunden getroffen; ungelöste Fälle werden an das P&C- Eskalationskomitee weitergeleitet. Beschwerden werden anonym gemäß DSGVO behandelt. Obwohl keine Daten über die Wirksamkeit der Einbeziehung von Verbraucher*innen vorliegen, sammeln wir über Umfragen und Fokusgruppen Informationen von Verbraucher*innen aus schutzbedürftigen Gruppen. Der weitgehend automatisierte Prozess ist darauf ausgelegt, Beschwerden über ein automatisiertes System möglichst innerhalb von 30 Tagen zu behandeln. Maßnahmen in Bezug auf soziale Inklusion Auf die Inklusion und Repräsentation unserer Verbraucher*innen und Endnutzer*innen arbeiten wir mit Konzepten und Maßnahmen hin, die zur Verbesserung unserer Praktiken beitragen. Die einzelnen Maßnahmen und Konzepte sind das Ergebnis der formellen Erfassung und Umsetzung neuer Erkenntnisse, die wir in den letzten drei Jahren auf dem Weg zu unseren strategischen Zielen gewonnen haben. Um diese Arbeit abzuschließen, haben wir ein eigenes SDI-Team gebildet. Es legt die Strategie fest und unterstützt die Teams in den verschiedenen Funktionen, indem es ihnen Erkenntnisse aus Studien und Beiträgen aus der Community/von NGOs zu Verbraucher*innen und Partnern zur Verfügung stellt. Vier integrierte Teams arbeiten an der Durchführung der in der Strategie vorgesehenen Maßnahmen: — P&O-Team: Themen im Zusammenhang mit Personal und Unternehmenskultur — Design-, Marketing- und Content-Teams: Kundenerlebnis, Barrierefreiheit und Produktseiten — Marketing- und Kreativteams: Styling, Fotoaufnahmen, Kampagnen und soziale Medien — Beschaffungsteams: Design und Einkauf für unsere Eigenmarken In den folgenden Abschnitten fassen wir unsere Maßnahmen nach Handlungsfeldern zusammen und erläutern anhand konkreter Beispiele, wie wir auf die Inklusion unterrepräsentierter Gruppen hinarbeiten. Alle Maßnahmen sind in unserer dreijährigen do.BETTER-Strategie (2021 bis 2024) verankert, die in diesem Jahr endete. 65 Kulturelle Aneignung beschreibt die unangemessene oder nicht zugestandene Übernahme eines oder mehrerer Elemente einer Kultur oder Identität durch Angehörige einer anderen Kultur oder Identität. Dies kann besonders problematisch sein, wenn sich Mitglieder einer dominanten Kultur Elemente von marginalisierten Gruppen aneignen.
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Im Jahr 2024 wurden die folgenden Schulungen durchgeführt, um unseren Teams zu helfen, Repräsentation zu verbessern, und sicherzustellen, dass wir Menschen mit Erfahrungen außerhalb der eigenen Community mit Empathie begegnen: — Inklusive Produktion: Verbesserung der Inklusivität in den Prozessen der Zusammenarbeit zwischen den Teams — Inklusive Sprache: Verbesserung der Inklusivität der Botschaften und der Projektkommunikation durch die Arbeit mit Text und Sprache — Kulturelle Aneignung 65 in der Mode: Vermeidung kultureller Aneignung durch praxisnahes Lernen mit inspirierenden Materialien — Repräsentation in der Bildsprache: Sensibilisierung für die Verwendung von Stereotypen und deren Auswirkungen durch visuelle Analysen Angebot eines Sortiments für die Ansprache bisher ausgeschlossener Gruppen: Inklusion von Menschen mit Behinderung: Seit 2022 bieten wir unser eigenes Sortiment an adaptiver Mode über all unsere Eigenmarken an und nehmen das Sortiment von Markenpartnern (z. B. Tommy Hilfiger, Nike, Friendly Shoes) auf. Wir konzentrieren uns darauf, die Zugänglichkeit unserer Plattform weiter zu verbessern und Verbraucher*innen mit Behinderungen ein barrierefreies Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Dies erreichen wir durch eine geänderte Herangehensweise beim Design, die Verbreitung von Wissen über Barrierefreiheit in unserem Unternehmen und ausführliche Interviews mit Verbraucher*innen. Die Entwicklung inklusiver Produkte, digitale Barrierefreiheit, Forschung und Analysen sowie ein optimiertes Kundenerlebnis sind ebenfalls wesentliche Elemente dieser Fokusbereiche. Partnerschaften mit Organisationen wie All is for All, Moving Moods und Ottobock helfen den Teams, ein besseres Gespür für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen zu bekommen und unseren Designer*innen Methoden für das Design adaptiver Mode an die Hand zu geben. Durch die Partnerschaften mit VORN eG - The Berlin Fashion Hub, Valuable 500 und Making Space wollen wir Wissen weitergeben und Best Practices für eine authentische Repräsentation etablieren. Ethnische Inklusion: Wir wollen ein Sortiment anbieten, in dem sich alle Haut- und Haartypen wiederfinden. Deshalb haben wir gemeinsame Anstrengungen unternommen, um auf unserer Plattform mehr Mode anzubieten, die aus der Schwarzen Community stammt oder sich an diese richtet. Bisher haben wir erfolgreich 57 Marken zur Umsetzung dieses Ziels aufgenommen. black|Up ist zum Beispiel eine Black-owned Kosmetikmarke, die sich auf Make-up für dunkle Hauttöne spezialisiert hat. 2024 haben wir ein Accelerator-Programm für Black-owned Brands gestartet. Damit unterstützen wir gezielt kleine Black-owned Modemarken, die auf große E-Commerce-Plattformen wie Zalando expandieren möchten. LGBTQIA+-Inklusion: Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Erweiterung des Sortiments, in der sich die LGBTQIA+-Community wiederfindet, etwa mit der Aufnahme von Marken wie Andrew Fitzsimons und Shakeup Cosmetics. 2024 konnten Mitglieder der Community in unserer Kampagne „Their Time“ Einblicke in ihre persönliche Lebensgeschichte geben. Außerdem ist 66 SEO steht für „Search Engine Optimisation“ und hilft Suchmaschinen, den Inhalt einer Website zu verstehen und ihn mit Nutzer*innen zu verbinden, indem relevante, nützliche Ergebnisse basierend auf ihren Suchanfragen geliefert werden.
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uns wichtig, die LGBTQIA+-Community bei Werbe- und anderen Kampagnen, insbesondere im Pride Month, zu unterstützen. Gender-Inklusion: Unsere Eigenmarke YOURTURN bietet Unisex-Mode an, die zusammen mit dem Unisex-/genderfluiden Sortiment anderer Markenpartner auf einem eigenen Unisex-Hub präsentiert wird. Die Produktdetailseiten zeigen, wie die Artikel von allen Personen unabhängig von der Geschlechtsidentität getragen werden können. Größeninklusion: Unsere Eigenmarken bieten Kleidung in den Größen XXS bis XXL an, und einige Marken auf unserer Plattform haben sich auf Übergrößen spezialisiert. Verbraucher*innen können das Angebot nach „Sondergrößen“ (große Größen, Tall, Petite und Umstandsmode) filtern. Wir haben uns mit Marken wie Filling Pieces zusammengetan, um größenneutrale Kollektionen zu entwickeln, welche Modeartikel in den Größen XS-XXL und Schuhe in den Größen 35–46 umfassen. Religiöse Inklusion: Wir aktualisieren fortlaufend unseren Hub für Modest Fashion und verbessern die SEO 66-Auffindbarkeit. Hierfür haben wir Leitlinien entwickelt, um Bekleidung für Verbraucher*innen von Modest Fashion geeignet zu machen. Bei der Erstellung dieser Leitlinien hat uns das Studio Deborah Latouche unterstützt, um eine authentische Repräsentation zu gewährleisten. Mit Kampagnen rund um religiöse Feiertage wie Eid al-Fitr (das Fest des Fastenbrechens) wollen wir zeigen, dass wir die Vielfalt unserer Verbraucher*innen feiern. Allgemeine Inklusionspraktiken, darunter ein Zalando-weites D&I-Glossar, helfen unseren Teams bei der Produktion authentischer Inhalte, die alle Verbrauchergruppen repräsentieren. Diese Aktivitäten zur Inklusion werden von den im Abschnitt Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf soziale Inklusion beschriebenen Abhilfemaßnahmen begleitet, mit denen wir schnell reagieren können, wenn sich Verbraucher*innen und Endnutzer*innen gekränkt, unsicher oder ausgeschlossen fühlen. Die Wirksamkeit unserer Maßnahmen und Abhilfestrategien haben wir in einer Kundenumfrage gemessen, die wir 2021 und erneut im zweiten Quartal 2024 durchgeführt haben. Darüber hinaus überwachen wir die Anzahl der Anfragen und Beschwerden über unsere Kanäle zur Einbeziehung von Verbraucher*innen. Ziele im Zusammenhang mit sozialer Inklusion Zalando hat keine messbaren Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS für soziale Inklusion festgelegt. Im Rahmen unserer Verpflichtung zu Transparenz haben wir jedoch ausführliche D&I-Berichte über die Fortschritte in den einzelnen Schwerpunktbereichen unserer do.BETTER-Strategie veröffentlicht. Dieses Berichtsformat wird jetzt durch diese Nachhaltigkeitserklärung abgelöst. Angelehnt an unsere vier Arbeitsbereiche haben wir unsere Ambition veröffentlicht, die uns bei der Verfolgung unserer Strategie als Maßstab dient. Ergänzend dazu haben wir für jeden
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Arbeitsbereich einen Mechanismus zur Erstattung interner Berichte an unsere SVPs implementiert. Dadurch stellen wir sicher, dass unsere Initiativen die Umsetzung der Ziele vorantreiben und Themen der sozialen Inklusion eine Verantwortung auf Vorstandsebene sind. Siehe hierzu den Abschnitt Informationen über Nachhaltigkeitsaspekte, die von Zalandos Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen behandelt wurden unter 2.8.1. Allgemeine Angaben. Die SVPs erhalten monatliche Fortschrittsberichte. Damit wir mit unserem Angebot für Gruppen attraktiv sind, die bisher ausgeschlossen wurden, haben wir die folgende Ambition, mit der wir unseren Chancen und positiven Auswirkungen im Einklang mit unseren IROs Nachdruck verleihen: — Bis 2025 wollen wir ein vielfältiges Sortiment für unterrepräsentierte Gruppen anbieten, indem wir eine breite Produktauswahl und ein sorgfältig durchdachtes Einkaufserlebnis garantieren – in jeder Kategorie, zu jedem Preis, in jeder Größe und für jeden Stil. 2024 wurde diese Ambition überarbeitet, um die im Rahmen der DMA ermittelten IROs direkt aufzugreifen. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit und zur Gestaltung eines inklusiven Nutzererlebnisses in unserer App und unserem Online-Shop haben wir die folgende Ambition, um einem potenziellen Risiko gemäß unseren IROs entgegenzuwirken: — Bis 2025 wollen wir ein barrierefreies, relevantes und einladendes digitales Einkaufserlebnis für Verbraucher*innen aus unterrepräsentierten Gruppen ermöglichen und dieses regelmäßig von einem unabhängigen externen Gremium überprüfen lassen. Für den Dialog mit unterrepräsentierten Gruppen und ihre Einbeziehung in unsere Entscheidungsprozesse haben wir die folgende Ambition, mit der wir unsere Chancen und positiven Auswirkungen gemäß unseren IROs voranbringen: — Bis 2025 werden wir zum zentralen Punkt für Zusammenarbeit in der Modebranche und bringen Marken, Händler*innen, NGOs, Bildungseinrichtungen, lokale Vordenker*innen und Medienvertreter*innen zusammen, um unterrepräsentierten Stimmen in der Industrie gezielt mehr Unterstützung und Gehör zu verschaffen. Um unsere Verbraucher*innen authentisch zu repräsentieren, haben wir die Ambition, unsere Chancen und positiven Auswirkungen im Einklang mit unseren IROs noch besser zu entfalten: — Bis 2024 porträtieren und zelebrieren wir Diversität mit unserem Kundenerlebnis und unserer Kommunikation durch die Bildsprache und Narrative, die wir verwenden – und ermutigen und unterstützen unsere Partner, dasselbe zu tun. In diesem Zusammenhang haben wir Leitlinien für die Content-Erstellung und für Post-Produktionsprozesse, wie Fotografie und Retusche, entwickelt. Damit stellen wir ebenfalls sicher, dass unsere Mitarbeiter*innen einen Beitrag zu unseren Bemühungen leisten, unsere Plattformen repräsentativ und barrierefrei für Menschen mit Behinderungen zu gestalten.
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Informationsbezogene Auswirkungen Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell und Interessen und Standpunkte der Interessenträger Mit den auf unserer Website verfügbaren Informationen erreichen wir über 50 Millionen Verbraucher*innen und Endnutzer*innen. Wir haben ein Rahmenwerk festgelegt, das die Einhaltung von Rechtsvorschriften (für nachhaltigkeitsbezogene Produktaussagen, den DSA usw.) im Hinblick auf die Verlässlichkeit von Informationen gewährleistet. Außerdem arbeiten wir laufend daran, dass unsere Website für mobile Endgeräte geeignet und die Benutzeroberfläche barrierefrei ist. Unser Ansatz für die Ermittlung wesentlicher IROs für Verbraucher*innen und Endnutzer*innen wird im Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1 Allgemeine Angaben beschrieben. Die Angaben im Anwendungsbereich von ESRS 2 SBM-3 beziehen sich auf die Verbraucher*innen auf unserer Plattform. Als Risiko wurde eine erhöhte Aufmerksamkeit für die Kommunikation über Nachhaltigkeit in der Modebranche ermittelt, insbesondere hinsichtlich irreführender Aussagen und „Greenwashing“-Praktiken. Dieses Risiko könnte zu Klagen wegen eines Verstoßes gegen das europäische Verbraucherschutz- recht führen. Die von uns durchgeführte DMA ergab potenzielle positive Auswirkungen auf unsere Verbraucher*innen und Endnutzer*innen, indem wir ihnen zuverlässige, standardisierte Nachhaltigkeitsdaten auf der Basis externer Standards zur Verfügung stellen. Diese Transparenz ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen zu treffen, die zu ihren Werten passen. Mit der Förderung eines vielfältigen und inklusiven Produktsortiments möchten wir uns gegenüber anderen Wettbewerbern im Markt differenzieren. Konzepte im Zusammenhang mit informationsbezogenen Auswirkungen Unser Ziel ist es, dass die nachhaltigkeitsbezogenen Angaben auf Produktebene (d. h. die Produktaussagen) sowie alle zugehörigen Marketingmaßnahmen, Kampagnen und Inhalte zuverlässig und richtig informieren. Nachhaltigkeitsbezogene Produktaussagen werden nur dann verwendet und als Teil des Kundenerlebnisses präsentiert, wenn ausreichende und relevante validierte Daten vorliegen, die auf das Vorliegen externen Produktstandards und Zertifizierungen hinweisen. Als zweite Maßnahme führen wir stichprobenartige Überprüfungen dieser Produktaussagen durch. Dabei werden von unseren Partnern Nachweise und Zertifizierungen eingeholt und überprüft, um sicherzustellen, dass die Aussagen korrekt und wahrheitsgemäß ist. Diese Kontrollen beruhen auf einem risikobasierten Due-Diligence- Ansatz, den wir 2025 weiter ausbauen möchten. Dies wird auf SVP-Ebene überwacht. Außerdem haben wir sowohl intern als auch extern (für Partner) Leitfäden für die Kommunikation über Nachhaltigkeit erarbeitet, die gewährleisten, dass in allen nachhaltigkeitsbezogenen Marketingmaßnahmen, Kampagnen und Inhalten Greenwashing vermieden wird und alle geltenden Bestimmungen zu umweltbezogenen Produktaussagen (Green Claims) und Verbraucherschutzvorschriften eingehalten werden. Dies wird auf SVP- Ebene überwacht.
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Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf informationsbezogene Auswirkungen Über unser Customer Markets Insight Team beziehen wir die Verbraucher*innen regelmäßig ein. Neben der regelmäßigen Analyse von Kundenwahrnehmung und -zufriedenheit führen wir im Vorfeld geplanter Änderungen des Kundenerlebnisses auch gezielte Untersuchungen durch. Je nach Untersuchungsziel verwenden wir eine Kombination aus quantitativen und qualitativen, sowohl generativen als auch evaluativen Methoden. Verfahren zur Behebung negativer informationsbezogener Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können Wir halten die Vorschriften des DSA ein. Unser Ziel ist es, einen sicheren digitalen Raum zu schaffen, in dem die Grundrechte der Nutzer*innen geschützt werden, und Wettbewerbsgleichheit für alle Unternehmen herzustellen. Meldende Personen (Verbraucher*innen) können rechtswidrige Inhalte (Produkte, Bilder, Content usw.) direkt auf unserer Website melden. Dies erfolgt mit einem standardisierten Formular, in dem sie erklären, warum und was sie melden. Die Meldung wird in unserer DSA-Datenbank erfasst und dem zuständigen Team zugewiesen, das der Beschwerde nachgeht. Fachteams untersuchen die Meldung und entscheiden, ob das Produkt rechtswidrig ist. Diese Entscheidung wird der meldenden Person mitgeteilt. Die meldende Person ist nur dann zu einer Antwort berechtigt, wenn entschieden wurde, keine Beschränkungen aufzuerlegen. In diesem Fall kann die meldende Person die Entscheidung in einem anderen Verfahren/Formular anfechten. Eine solche Anfechtung wird auch an die Fachteams zurückverwiesen. Wenn ein Produkt aufgrund eines Verstoßes gegen den DSA von unserer Plattform entfernt wird, müssen wir alle Verbraucher*innen, die dieses Produkt innerhalb der letzten sechs Monate gekauft haben, über die Entscheidung informieren. Außerdem veröffentlichen wir auf unserer Unternehmenswebsite einen DSA-Transparenzbericht mit den Ergebnissen im Berichtszeitraum. Alle Fälle werden in der DSA-Datenbank der Europäischen Kommission erfasst. Nachhaltigkeitsbezogene Verbraucherbeschwerden: Gemäß dem DSA sind wir verpflichtet, Verbraucher*innen die Möglichkeit zu geben, mögliche Rechtsverstöße oder rechtliche Bedenken, darunter Umweltbedenken, zu melden. Dies betrifft beispielsweise Produkte oder produktbezogene Aussagen mit falschen, irreführenden oder fehlenden Umweltinformationen oder Produkte, die verpflichtende Ökodesign-Vorgaben nicht erfüllen. Solche Verbraucherbeschwerden werden von uns geprüft und untersucht und führen, falls erforderlich, dazu, dass die betreffenden Informationen überarbeitet oder entfernt werden, um ihre Richtigkeit und Rechtmäßigkeit sicherzustellen. Dies hat sich zu einem der wichtigsten Wege entwickelt, auf dem wir Beschwerden und Anfragen von Verbrauchern*innen im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit sammeln. Einige Beschwerden und Anfragen werden auch direkt an unsere Kundenbetreuung gerichtet. Nachhaltigkeitsbezogene Beschwerden oder Fragen leiten wir bei Bedarf für eine detailliertere Untersuchung an die zuständige Fachabteilung weiter.
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Maßnahmen in Bezug auf informationsbezogene Auswirkungen Für 2025 ist geplant, unsere Leitfäden zur Nachhaltigkeitskommunikation durch eine formelle Richtlinie zu ergänzen, in der die diesbezüglichen Anforderungen und Erwartungen festgelegt sind. Diese wird in den Onboarding-Prozess für Partner integriert und gilt auch für alle internen Mitarbeiter*innen, die an der Entwicklung von nachhaltigkeitsbezogenen Inhalten beteiligt sind. Ziele in Bezug auf informationsbezogene Auswirkungen Zalando hat keine Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS festgelegt, die spezifisch informationsbezogene Auswirkungen adressieren. 2024 haben wir jedoch damit begonnen, den Ansatz für unser Kundenerlebnis zu überarbeiten. Darin fließen unsere Erfahrungen aus dem Austausch mit Verbraucher*innen und unsere bisherige Arbeit zur Entwicklung von Produktstandards ein. Persönliche Sicherheit Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell und Interessen und Standpunkte der Interessenträger Die Gesundheit und das Wohlbefinden der Verbraucher*innen gehören für uns zu den wichtigsten Anliegen. Als Verbraucher*innen definieren wir jede*n, der oder die Produkte über unsere Websites oder Outlets kauft. Wir ergreifen notwendige Maßnahmen, um sie über unser Sortiment und ihren Einkauf zu informieren. Unser Qualitätssicherungsprogramm schützt sie vor physischen und chemischen Gefahren. Bei der Bestimmung unserer wesentlichen IROs haben wir alle Verbraucher*innen und Endnutzer*innen berücksichtigt, die von wesentlichen Auswirkungen der unter unsere Angabepflichten fallenden Aktivitäten betroffen sein könnten. Was die wesentlichen negativen Auswirkungen anbelangt, so können unzureichende Produktsicherheitsstandards zu einzelnen Vorfällen im Zusammenhang mit den von uns verkauften Waren führen. Diese Risiken könnten Geldstrafen oder Reputationsschäden nach sich ziehen. Konzepte im Zusammenhang mit Produktsicherheit und persönlicher Sicherheit Qualitätssicherungshandbuch (QSHB): Das QSHB enthält unter anderem die Anforderungen an die Produktkonformität sowie unsere vertraglichen Erwartungen an unsere Geschäftspartner. Das QSHB legt verbindliche Mindestvorgaben für produktbezogene Sorgfaltspflichten fest, einschließlich chemischer und physischer Produkteigenschaften sowie Kennzeichnungspflichten. Außerdem sind darin die Anzeige- und Meldepflichten festgelegt, die unsere internen Sicherheitsverfahren unterstützen. Wir arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen, um die Produktsicherheit zu gewährleisten, die Konformitätsanforderungen zu erfüllen und etwaige Korrekturmaßnahmen nach Maßgabe der EU- Produktsicherungsverordnung wirksam abzuwickeln. Das QSHB wird allen Geschäftspartnern halbjährlich übermittelt und auf einer internen Plattform hinterlegt, auf der es von den Partnern heruntergeladen werden kann. Es wird von internen und externen Expert*innen regelmäßig aktualisiert und von unserer SVP Corporate Governance & General Counsel genehmigt. Geschäftspartner erhalten von uns jedes Quartal einen „Corporate Compliance Newsletter“, in dem wir einen Compliance-Ausblick für die nächsten drei bis sechs Monate geben. Intern wird das QSHB an alle relevanten Funktionen verteilt. Die Einhaltung der QSHB-Anforderungen
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wird von Zalando kontinuierlich überwacht. Die entsprechenden Verfahren sind in internen Arbeitsanweisungen festgelegt und werden jährlich überprüft. Wir sichten relevante Informationen und bewerten die Auswirkungen externer Faktoren mit Schwerpunkt auf die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen und nehmen sie in unser QSHB auf. Wir stehen zudem im Austausch mit staatlichen Stellen, Verbraucherverbänden und Geschäftspartnern, um eine umfassende Compliance sicherzustellen und potenziellen Qualitätsabweichungen unverzüglich nachzugehen. Liste eingeschränkt nutzbarer Substanzen (Restricted Substances List, RSL): Wir haben eine RSL entwickelt, die Mindestanforderungen für chemische Parameter aller Produktgruppen regelt, um gesetzliche und andere rechtliche Vorgaben der Europäischen Kommission und nationalen Regulierungsstellen einzuhalten. Die RSL dient der Kontrolle der chemischen Konformität der angebotenen Produkte, zum Schutz der Umwelt, der Verbraucher*innen und Menschen in unserer Wertschöpfungskette. Die RSL enthält die zulässigen Grenzwerte für möglicherweise toxische oder schädliche Substanzen in den Endprodukten und ihrer Bestandteile, Materialien und Verpackungen. Die Liste gilt übergreifend für unsere Eigenmarken, unser Handels- und Partnersortiment. Alle Geschäftspartner müssen zudem über ein robustes Chemikalienmanagementsystem und über geeignete Due-Diligence- Prüfverfahren verfügen, die die Einhaltung der RSL und der maßgeblichen internationalen Normen und Rechtsvorschriften gewährleisten. Die RSL ist auf unserer Website veröffentlicht sowie dem QSHB als Anlage beigefügt. Die RSL wird von internen und externen Expert*innen regelmäßig aktualisiert und von unserer SVP Corporate Governance & General Counsel genehmigt. Bei den Eigenmarken regelt die von uns erstellte MRSL, welche Chemikalien und Stoffe im Herstellungsprozess nur eingeschränkt verwendet werden dürfen oder verboten sind. Sie entspricht den Vorgaben des ZDHC-Programms (Zero Discharge of Hazardous Chemicals) zur vollständigen Eliminierung von Schadstoffen aus der Produktion. Die MRSL wird regelmäßig überprüft und an die aktuellen beschränkten Substanzen und Grenzwerte angepasst. Die aktuelle Fassung der MRSL wird an unsere Lieferanten weitergegeben, um sicherzustellen, dass in der Herstellung nur sichere Substanzen verwendet werden. Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf persönliche Sicherheit Wir ermöglichen Verbraucher*innen und externen Nutzer*innen, wie Verbraucherverbänden und staatlichen Stellen, schnell und auf direktem Weg mit uns in Kontakt zu treten. Verbraucher*innen können Sicherheitsbedenken zu gekauften Produkten, Unfälle, chemische Gerüche oder allergische Reaktionen entweder der Kundenbetreuung melden, die Meldeoptionen auf jeder Produktwebsite bzw. über die App nutzen oder sich direkt an eine speziell eingerichtete Anlaufstelle für Produktsicherheitsanliegen wenden. Diese Möglichkeiten stehen im Einklang mit dem DSA und der europäischen Produktsicherheitsverordnung. Nützliche Informationen und Hilfestellung finden unsere Verbraucher*innen auch im FAQ-Bereich mit häufig gestellten Fragen.
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Verbraucher*innen können ihre Bedenken zudem jederzeit an die örtlichen Behörden melden. Gemeldete Bedenken werden von unseren internen Expert*innen umgehend untersucht und fließen in interne Maßnahmen des Sicherheitsmanagements ein. Im Falle eines bedenklichen Produkts, eines Produktsicherheitsrückrufs oder einer Sicherheitswarnung benachrichtigen wir umgehend alle Verbraucher*innen, die das Produkt im Online-Shop gekauft haben per E-Mail und hängen die entsprechenden Informationen bei Bedarf in unseren Outlets aus. Seit Dezember 2024 werden Sicherheitsmeldungen zusätzlich online auf unserer Website veröffentlicht. Online-Sicherheitsmeldungen sind auch für Verbraucher*innen ohne registriertes Kundenkonto zugänglich. Bei Kenntnisnahme, dass von einem im Umlauf befindlichen Produkt eine Gefahr ausgeht, benachrichtigen wir unverzüglich die betroffenen Geschäftspartner, die jeweiligen Hersteller und gegebenenfalls Importeure. Als registrierter Nutzer des europäischen Safety-Gate-Portals verpflichten wir uns, den nationalen Marktüberwachungsbehörden gefährliche Produkte zu melden, die bekanntermaßen in Verkehr gebracht oder auf dem Markt bereitgestellt wurden. Wir überwachen kontinuierlich öffentlich zugängliche Portale auf Produktsicherheitswarnungen, die unsere Produkte betreffen. Bei entsprechenden Hinweisen ergreifen wir unverzüglich Maßnahmen, um die betroffenen Produkte zu identifizieren und aus unserem Online-Angebot zu entfernen. Die Wirksamkeit der Zusammenarbeit mit Verbraucher*innen wird laufend überwacht und anhand unserer Compliance-Ziele bewertet. Sie wird anhand interner Kennzahlen gemessen, die zur Gewährleistung ihrer Wirksamkeit mindestens monatlich überprüft werden. Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können Nicht konforme Produkte und Sicherheitsprobleme lösen unverzüglich Korrekturmaßnahmen aus, zum Schutz unserer Verbraucher*innen und der Umwelt. Ist ein Produkt fehlerhaft oder wird aus Sicherheitsgründen zurückgerufen, haben Verbraucher*innen Anspruch auf Abhilfemaßnahmen wie Rückerstattung und werden entsprechend informiert. Unser Abhilfeprozess umfasst: — Identifizierung und Beurteilung: Wir bewerten Schweregrad und Ausmaß negativer Auswirkungen unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit, Rechtmäßigkeit und Konformität. Eine detaillierte Risikoanalyse hilft uns dabei, potenzielle Schäden und die Dringlichkeit zu verstehen. — Abhilfe und Korrekturmaßnahmen: Bei festgestellten Problemen handeln wir sofort und ergreifen erforderliche Korrekturmaßnahmen, um die Konformität des Produkts auf wirksame Weise herzustellen, wozu gegebenenfalls auch eine Rücknahme des Produkts vom Markt, ein Rückruf oder eine Sicherheitswarnung gehören kann. — Einhaltung behördlicher Vorschriften: Wir melden alle Korrektur- und Abhilfemaßnahmen an die zuständigen Behörden und führen eine ausführliche Dokumentation, damit Transparenz gewährleistet ist.
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— Kontinuierliche Verbesserung: Wir holen aktiv Feedback von Verbraucher*innen und Interessenträger*innen ein, um unsere Prozesse zu optimieren und langfristige Verbesserungen umzusetzen, damit künftige Probleme gar nicht erst auftreten. Wir bieten Verbraucher*innen und Endnutzer*innen mehrere Kanäle, über die sie uns ihre Bedenken oder Anliegen direkt mitteilen können. Die Tools werden von uns aktiv überwacht, um sicherzustellen, dass die angesprochenen Probleme effizient bearbeitet werden. — Seit Dezember 2024 ist gemäß der Verordnung (EU) 2023/988 eine zentrale Kontaktstelle für Produktsicherheit vorgeschrieben, an die sich Verbraucher*innen und Endnutzer*innen per E-Mail bei Produktsicherheitsanliegen wenden können. Eingehende Meldungen werden an den zuständigen Servicebereich weitergeleitet und zeitnah bearbeitet. — Mit den von uns eingerichteten Melde- und Abhilfeverfahren (DSA-Verordnung (EU) 2022/2065) ist es Verbraucher*innen und Endnutzer*innen möglich, rechtswidrige Inhalte über unsere Website oder über einen Link auf der Produktseite zu melden. Wir informieren Verbraucher*innen und Endnutzer*innen, welche Maßnahmen wir daraufhin ergriffen haben, und stellen sicher, dass die Mitteilungen spezifische Angaben enthalten, damit der Inhalt auffindbar ist. — Unsere Kundenbetreuung steht ebenfalls als Anlaufstelle für Verbraucher*innen und Endnutzer*innen über ein Formular auf der Website, in der App oder per E-Mail zur Verfügung. Sie unterstützt Verbraucher*innen bei allgemeinen Anliegen zu Produkten, Bestellungen, technischen Problemen als auch für Qualitäts- und Sicherheitsfragen. Unser Ethikkodex legt klare Erwartungen an ethisches Verhalten fest, das auf unseren Grundwerten Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen und Fairness beruht. Er gilt für uns alle – von neuen Mitarbeiter*innen bis zu den Unternehmensgründern – und unterstreicht die Wichtigkeit, in allen Situationen mit Integrität zu handeln. Unser Ethikkodex verbietet ausdrücklich Maßnahmen gegen Personen, die Produktsicherheitsbedenken in gutem Glauben über die vorgesehenen Kanäle zur Sprache bringen. Von unseren Führungskräften erwarten wir, dass sie genau zuhören, wenn Bedenken geäußert werden, und angemessene Maßnahmen ergreifen. Verstöße gegen den Ethikkodex können disziplinarische Maßnahmen bis hin zur Kündigung nach sich ziehen. Maßnahmen in Bezug auf persönliche Sicherheit Verfahren im Zusammenhang mit Zalandos RSL und der MRSL für Eigenmarken: Bei Zalando überwachen wir die Wirksamkeit unserer MRSL und RSL im Rahmen eines Due-Diligence- Programms aktiv mit einem risikobasierten Ansatz. Außerdem sind unsere Partner, Marken und Lieferanten unserer Eigenmarken vertraglich verpflichtet, anzugeben, ob ihre Produkte besonders besorgniserregende Stoffe (Substances of Very High Concern, SVHC) enthalten und ob SVHC in einer Konzentration von mehr als 0,1 Massenprozent (w/w) vorkommen. Werden bei Routinetests keine SVHC festgestellt, müssen Partner und Anbieter eine SVHC- Erklärung vorlegen. Unser Qualitätssicherungsteam lässt von akkreditierten externen Labors während des gesamten Produktionszyklus regelmäßige Produkt- und Materialtests durchführen – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Wir überwachen die Compliance-
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Performance für die Einhaltung von Vorschriften genau, um Trends oder wiederkehrende Probleme festzustellen, die möglicherweise zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern. Bei unseren Eigenmarken führen wir Qualitätskontrollen am Wareneingang sowie risikobasierte chemische und physische Tests vor der Auslieferung durch. Die Einhaltung der MRSL überprüfen wir durch regelmäßige Audits der Herstellungsprozesse bei den Lieferanten. Im Hinblick auf die RSL führen wir regelmäßig Stichprobenkontrollen der Endprodukte durch, die in unsere Lieferkette gelangen. Dies gilt auch für die Produkte unserer Markenpartner. Wir haben ein System für die Dokumentation und Untersuchung von Fällen der Nichtkonformität eingerichtet. Dadurch können wir den Ursachen auf den Grund gehen und sofort wirksame Korrekturmaßnahmen ergreifen. Unser Team sichtet regelmäßig die globalen Rechtsvorschriften und Branchenstandards, um sicherzustellen, dass unsere RSL und MRSL dem aktuellen Stand entsprechen und Best Practices widerspiegeln. Mit diesen Bemühungen wollen wir das Vorkommen schädlicher Stoffe sowohl in unseren Produkten als auch in den Herstellungsprozessen minimieren und die von uns angestrebte Nachhaltigkeit und Verbrauchersicherheit gewährleisten. Hierbei handelt es sich um eine laufende, langfristige Maßnahme. Ziele im Zusammenhang mit persönlicher Sicherheit Zalando hat keine Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS festgelegt, die spezifisch persönliche Sicherheit adressieren. Uns ist aber wichtig, die gesetzlichen Anforderungen und unsere Compliance-Standards hinsichtlich Produktsicherheit und Produktkonformität einzuhalten. Um dies zu erreichen, haben wir eine Berichtshierarchie festgelegt – angelehnt an Compliance-Management-Standards und bewährte Verfahren –, die sowohl monatlich als auch jährlich überprüft wird. Unsere internen Compliance-Standards sind auf die Compliance-Ziele des Unternehmens ausgerichtet und werden jährlich von unserem Vorstand geprüft. Diese Ziele sind in unsere Kontrollen zur Produktkonformität und unsere Risikomanagementverfahren eingebunden und strategisch verankert. Die Basiswerte für die Kennzahlen werden nach den gesetzlichen Vorgaben in der EU- Produktsicherheitsverordnung und dem EU-DSA festgelegt, die als feste Bezugsgrößen dienen. Unsere Verpflichtung zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen wird von den zuständigen Teams für die Prozesse und Verfahren rund um die Produktkonformität jährlich überprüft und abgestimmt.
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Datenschutz Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell und Interessen und Standpunkte der Interessenträger Um unseren Anspruch auf herausragenden Service, Vertrauen und tiefere Kundenbeziehungen zu erfüllen, müssen wir bestimmte rechtliche Anforderungen erfüllen, vor allem in Bezug auf Datenschutz und die Sicherheit von Kundendaten. Wir investieren dazu langfristig in diese Beziehungen und den Schutz unseres Unternehmens. Zalando setzt dabei darauf, Tools und Prozesse einzusetzen, die diese Anforderungen unterstützen. So beabsichtigen wir, sicherzustellen, dass wir die Erwartungen unserer Verbraucher*innen, Partner und Mitarbeiter*innen erfüllen. Eines dieser Tools ist unser Datenschutzportal, das alle registrierten Zalando- Verbraucher*innen in ihrem Kundenkonto aufrufen können. Das Datenschutzportal soll die Ausübung von Betroffenenrechten, wie z. B. die Datenauskunft oder das Löschen eines Kundenkontos, einfach und transparent machen. Unsere DMA ergab eine potenzielle negative Auswirkung im Zusammenhang mit einer unzureichenden Sicherheit der IT-Systeme, was zum Verlust personenbezogener Daten von Mitarbeiter*innen und Verbraucher*innen führen kann, sowie ein potenzielles Risiko von Cyberangriffen aufgrund möglicher Schwachstellen in den IT-Systemen und den Kontrollen. Konzepte im Zusammenhang mit Datenschutz Wir sind bestrebt, unseren Verbraucher*innen, Partnern und Mitarbeiter*innen durch die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen und ein umfassendes Rahmenwerk von Konzepten, Richtlinien und Verfahren ein hohes Maß an Datenschutz und Sicherheit zu bieten. Das Rahmenwerk behandelt die wesentlichen Auswirkungen und potenziellen Risiken auf Grundlage unseres Datenschutzstandards. Wir unterliegen europäischen und nationalen Datenschutzvorschriften und verfolgen Änderungen der Gesetzgebung genau, um die regulatorischen Anforderungen ordnungsgemäß umzusetzen. Eine der wichtigsten Rechtsvorschriften im Bereich des Datenschutzes ist die DSGVO, die den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre in der EU und im EWR regelt. Vorrangiges Ziel der DSGVO ist es, natürlichen Personen die Kontrolle über ihre personenbezogenen Daten zu geben und das regulatorische Umfeld für internationale Unternehmen durch eine einheitliche Rechtsanwendung in der EU zu vereinfachen. Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS): Das ISMS befasst sich mit dem Management der Cybersicherheit und technologiebezogener Risiken und gilt für alle Konzerngesellschaften. Unser ISMS beruht wie alle Managementprozesse auf dem Grundsatz, dass das System langfristig wirksam und effizient sein muss und sich an Veränderungen in der internen Organisation und in den externen Rahmenbedingungen anpasst. Die von uns implementierten Konzepte, Standards, Verfahren und Leitlinien für Cybersicherheit bilden zusammen ein Regelwerk für unsere operative Tätigkeit. Sie dienen dem Schutz unserer Daten und Systeme, um Risiken zu reduzieren, die Auswirkungen potenzieller Vorfälle zu minimieren
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und aktuelle und künftige rechtliche Verpflichtungen zu erfüllen. Unsere Dokumentation zu Cybersicherheit und Datenschutz umfasst vier Kernelemente: — Unser Vorstand hält in Konzepten den „Management Intent“ im Hinblick auf die für unsere Konzernstrategie und Zielsetzung notwendigen Anforderungen an Cybersicherheit und Datenschutz fest. — Standards liefern uns konkrete, quantifizierbare Vorgaben für Cybersicherheit und Datenschutz. — Verfahren (sogenannte „Kontrollaktivitäten“) legen die Vorgehensweisen oder Schritte fest, mit denen wir die Standards erfüllen oder umsetzen und die Kontrollziele erfüllen. — Leitlinien sind empfohlene zusätzliche Anleitungen. Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Datenschutz Die von uns veröffentlichte Datenschutzerklärung gibt Verbraucher*innen und Endnutzer*innen Transparenz darüber, wie Zalando Kundendaten verarbeitet. Die Erklärung kann über das Zalando Kundenkonto von Verbraucher*innen und Endnutzer*innen und auf unseren Plattformen aufgerufen werden. Die Datenschutzerklärung gilt für alle Leistungen und Services, die wir unseren Verbraucher*innen anbieten. Sie findet auf alle Websites, Apps und sonstige von uns angebotene Leistungen und Services Anwendung. Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken in Bezug auf Datenschutz äußern können Verbraucher*innen können ihre Bedenken in Bezug auf Datenschutz gegenüber unserem Team für Kundenbetreuung äußern. Dort gibt es eigene Datenschutz-Champions (Mitarbeiter*innen, die sich mit Datenschutzthemen besonders gut auskennen). Analog dazu unterstützt ein Team für die Partnerbetreuung unsere Geschäftspartner bei Themen oder Anliegen rund um den Datenschutz. Mitarbeiter*innen können Sicherheitsvorfälle über das interne Portal für Zalando-Mitarbeiter*innen melden, das rund um die Uhr von dem Security Operations Centre Analyst betrieben wird. Maßnahmen in Bezug auf Datenschutz Wir haben keine spezifischen Maßnahmen in Übereinstimmung mit den ESRS in Bezug auf Datenschutz umgesetzt, da wir über ein robustes IT-System verfügen, das das Risiko von Cyberangriffen reduziert. Ziele im Zusammenhang mit Datenschutz Wir haben uns verpflichtet, alle datenschutzrechtlichen Anforderungen der EU einzuhalten und haben derzeit keine spezifischen Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS in Bezug auf Datenschutz festgelegt.
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2.8.4Governance-Informationen (ESRS G1) ESRS G1 Unternehmensführung Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane Die Mitglieder unseres Vorstands und Aufsichtsrats bringen ein vielfältiges Spektrum an Kompetenzen mit, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensführung sind. Sie verfügen über Erfahrung und Sachverstand in der Unternehmensführung, insbesondere in den Bereichen Corporate Governance, Compliance, Unternehmenskultur und politisches Engagement sowie im Management von Lieferantenbeziehungen. Wir legen dem Vorstand und dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats vierteljährliche Berichte über wichtige Compliance- Themen vor. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrats informiert den gesamten Aufsichtsrat regelmäßig über die Tätigkeiten und Schlussfolgerungen des Prüfungsausschusses in Fragen der Corporate Governance und Unternehmensführung. Zentrale Themen sind im Allgemeinen die Auswertung der Daten von Compliance- Untersuchungen und mögliche Trends, die sich daraus abzeichnen. Diese Berichtsformate bieten der Compliance-Funktion die Möglichkeit, bei Bedarf weitere Schwerpunktthemen festzulegen. Ermittlung und Bewertung der IROs im Zusammenhang mit der Unternehmensführung Die potenziellen wesentlichen IROs im Zusammenhang mit unserer Unternehmensführung, die im Rahmen unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse ermittelt wurden, sind im Abschnitt Auswirkungen, Risiken und Chancen unter 2.8.1 Allgemeine Informationen dargestellt. Konzepte für die Unternehmensführung Unsere konzernweiten Richtlinien stehen im Einklang mit unserem Ethikkodex und den Grundsätzen unseres Founding Mindset. Die vierteljährlichen Umfragen zu Engagement und Unternehmenskultur geben regelmäßigen Einblick in die aktuelle Arbeitskultur und liefern uns sowohl quantitative als auch qualitative Erkenntnisse. Wir versprechen und erwarten von allen Mitarbeitenden ein Umfeld, in dem die Werte Wertschätzung, Schnelligkeit, unternehmerisches Denken und Eigenverantwortung aktiv umgesetzt werden. Deshalb werden alle Richtlinien so formuliert, dass sie schnelle und unabhängige Entscheidungsprozesse nicht behindern und dass die Betroffenen Verantwortung übernehmen und rasch handeln können. Bei den nachstehenden Richtlinien, die EU-Recht oder lokalen Rechtsvorschriften unterliegen, greift ein unternehmensweiter Genehmigungsprozess für Konzernrichtlinien. Das bedeutet, dass die Richtlinien von einem Mitglied des Vorstands, der SVP Corporate Governance/ General Counsel sowie von den beteiligten und betroffenen Teams, wie P&O, Tax, Indirect Procurement, Privacy und/oder Finance, genehmigt werden. Die Richtlinien gelten grundsätzlich für alle Unternehmen und Mitarbeiter*innen der Zalando-Gruppe. Wir kommunizieren die Konzernrichtlinien über verschiedene Kanäle wie das unternehmensweite Self-Service-Portal für Mitarbeiter*innen und das Intranet. In den verpflichtenden Compliance- Schulungen werden unseren Mitarbeiter*innen der Ethikkodex sowie die Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen, die Konzernrichtlinie über Zuwendungen, Geschenke, Veranstaltungen und Ausgaben und die Konzernrichtlinie zur Zeichnungsberechtigung nähergebracht. Neue Mitarbeiter*innen werden mit Beginn ihres Beschäftigungsverhältnisses für die Compliance-Schulung angemeldet. Alle zwei Jahre erfolgt ein Auffrischungskurs. Die
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Inhalte der Richtlinien werden unter anderem durch praxisnahe Beispiele, Informationen über Anlaufstellen für weitere Unterstützung oder zur Meldung von Compliance-Verstößen sowie relevante Links zu weiterführenden Ressourcen ergänzt. Funktionen mit häufigem Behördenkontakt oder Funktionen, denen Spielraum in den Verhandlungen mit Geschäftspartnern eingeräumt wird, werden als risikobehaftete Funktionen eingestuft. Dies betrifft beispielsweise die Unternehmensbereiche Einkauf, Vertrieb, Finanz- und Rechnungswesen und das Lieferkettenmanagement. Ethikkodex: Unser Ethikkodex beschreibt die Standards, denen wir als Unternehmen verpflichtet sind. Der Kodex beruht auf unseren Grundwerten Ehrlichkeit, Respekt, Vertrauen und Fairness und legt klare Erwartungen an ein professionelles, ethisches und verantwortungsvolles Verhalten aller Mitarbeiter*innen fest. Der Ethikkodex umfasst auch Inhalte, die von den jeweiligen Fachbereichen, wie Corporate Compliance, P&O, Datenschutz, Antitrust, Insider Compliance und Tax, hinzugefügt wurden. Unser Ethikkodex gilt für alle Mitarbeiter*innen, von Neueinsteiger*innen bis zu unseren Gründern. Er ist Bestandteil der Arbeitsverträge und wird über unsere CPO in konzernweiten Informationskampagnen kommuniziert. Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen: Unsere Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen beschreibt den allgemeinen Umgang mit gemeldeten tatsächlichen oder vermuteten Compliance-Verstößen, von der Entgegennahme der Meldung über die Vorabbewertung und die Untersuchungsphase bis hin zum Abschluss der Abhilfemaßnahmen. Interne Untersuchungen werden grundsätzlich vom Corporate Compliance-Team durchgeführt. Die in dieser Richtlinie festgelegten Abläufe und Grundsätze stellen einen Mindeststandard dar, der befolgt und eingehalten werden muss. Dies gilt für den Grundsatz der Unparteilichkeit ebenso wie für die Vorgabe, dass Untersuchungen zeitnah durchzuführen sind. In Fällen, in denen (auch lokale) Gesetze, Vorschriften oder sonstige Regelungen andere Standards verlangen, werden diese ebenfalls berücksichtigt. Speak-Up-Leitlinien: Die Speak-Up-Leitlinien enthalten Informationen über Kanäle, Prozesse und Grundregeln der eingerichteten Meldekanäle für interne und externe Hinweisgeber, die uns dabei helfen, mögliches Fehlverhalten zu ermitteln. Die Leitlinien umfassen den Abschnitt „Schutz von Hinweisgebern“ der Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen im Einklang mit der EU-Richtlinie 2019/1937. Deshalb wird in der Konzernrichtlinie auf die Leitlinien Bezug genommen. Konzernrichtlinie über Zuwendungen, Geschenke, Veranstaltungen und Ausgaben: Diese Richtlinie definiert einheitliche Regeln für die Gewährung und Annahme von Geschenken, Einladungen und Veranstaltungen, um die Einhaltung nationaler und internationaler Vorschriften zur Korruptionsbekämpfung sicherzustellen. Für die Mitglieder des Vorstands gelten die vom Aufsichtsrat gebilligten Spesenrichtlinien. In Tochterunternehmen, in denen es spezifische (lokale) Regelungen gibt, erfüllt der dort beschriebene Prozess den gleichen Zweck wie die Konzernrichtlinie über Zuwendungen, Geschenke, Veranstaltungen und Ausgaben. Da die Richtlinie auch die Buchung von Veranstaltungen betrifft, sind ihre Bestimmungen zusätzlich auch in das Buchungstool integriert.
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Konzernrichtlinie zur Zeichnungsberechtigung: In dieser Richtlinie ist festgelegt, welche Personen im Namen von Zalando Verträge unterzeichnen dürfen und wer das Unternehmen gegenüber Dritten bei der Begründung von Rechtsverhältnissen vertreten darf. Dazu gehören beispielsweise der Abschluss von Verträgen, das Eingehen von Verpflichtungen gegenüber Behörden oder einseitige Willenserklärungen. Bei Bedarf können in Absprache und mit Genehmigung des Corporate Compliance-Teams gesonderte Regelungen getroffen werden. Tierschutzrichtlinie: Wir verpflichten uns zu einem verantwortlichen Geschäftsverhalten und sind bestrebt, sicherzustellen, dass die von uns verkauften und beschafften Waren ethisch, sicher und umweltbewusst hergestellt wurden. Wir haben derzeit keine Ziele festgelegt oder Maßnahmen umgesetzt, die spezifisch den Tierschutz adressieren. Unsere Tierschutzrichtlinie, die auf unserer Unternehmenswebsite abgerufen werden kann, ergänzt jedoch unseren Verhaltenskodex und anderen Nachhaltigkeits- und Ethikstandards, die die Ausgangsbasis für die Einhaltung von sozialen und umweltspezifischen Standards und chemischen Vorschriften bilden. Sie gilt für alle unsere Geschäftspartner, einschließlich Zulieferern, Agenten, Handelsgesellschaften und Dienstleistern. Die Richtlinie listet alle Grundsätze auf, an die sich Geschäftspartner halten müssen, wenn sie Produkte aus Materialien tierischen Ursprungs zum Verkauf über Zalando anbieten. Sie wird durch regelmäßige Überprüfungen auf aktuellem Stand gehalten. Wir sind uns der gemeinsamen Verantwortung innerhalb der Modebranche bewusst und arbeiten mit Expertengruppen der Industrie zusammen, um laufende Forschungsvorhaben, die Entwicklung und Umsetzung von Tierschutznormen sowie Transparenz in der Wertschöpfungskette zu fördern. Management der Beziehungen zu Lieferanten Indirekte Beschaffung: Alle Geschäftspartner, mit denen wir zusammenarbeiten, müssen unseren Verhaltenskodex einhalten. Bei bestimmten Geschäftspartnern führen wir verpflichtende Compliance-Kontrollen durch, um rechtliche und ethische Risiken zu mindern. Im Rahmen einer Risikobewertung werden Anbieter nach Risiko eingestuft; Anbieter, von denen ein hohes Risiko ausgeht, verpflichten wir zur Unterzeichnung des Verhaltenskodex. Außerdem beurteilen wir Lieferanten im Hinblick auf Menschenrechte und Umweltrisiken nach dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und wirken so auf eine Anhebung der Standards bei indirekten Lieferanten hin. Wir haben kein allgemeines Konzept für Zahlungspraktiken, wie im nachstehenden Abschnitt Zahlungspraktiken näher erläutert wird. Unsere Beschaffungsrichtlinie und die Beschaffungsverfahren für Nicht-Handelswaren und Dienstleistungen gewährleisten Compliance, Effizienz und Wirtschaftlichkeit in unseren Beziehungen mit externen Anbietern. Unser Finanzteam unterstützt die Geschäftseinheiten bei der Suche nach Lieferanten sowie bei der Verhandlung und der Auftragsvergabe durch interne Systeme. Dies umfasst die Prozessteilschritte von der Bedarfsermittlung bis zum Vertragsmanagement sowie von der Bestellung bis zur Bezahlung mit Genehmigungsworkflows, das Vier-Augen-Prinzip und die Einbindung des Rechtsteams für eine engmaschige Überwachung und für regelkonforme Abläufe.
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Supplier Relationship Management (SRM): Wir verfügen über ein genormtes SRM-Konzept mit zugehörigen Leitlinien und einem Toolkit, das Einkäufer*innen dabei hilft, geeignete strategische Lieferanten in Abstimmung mit den jeweiligen Geschäftseinheiten zu identifizieren und gemeinsam zu managen. Die „Rahmenleitlinie für das SRM innerhalb des Lieferantenlebenszyklus“ umfasst vier Schritte: 1) Identifizierung der für das SRM relevanten Lieferanten, 2) Abstimmung und Kommunikation mit den jeweiligen Geschäftseinheiten, 3) Einbeziehung der für das SRM relevanten Lieferanten, 4) erneute Bewertung im Hinblick auf eine laufende Anpassung oder Aktualisierung. Je nach Anforderungen der verschiedenen Funktionen stellen wir Tools für die Datenerhebung, die Analyse und die laufende Überwachung unserer direkten Lieferanten bereit. Nachhaltigkeit im Rahmen der Partnerstrategie Uns ist es wichtig, die Nachhaltigkeit bei allen unseren Markenpartnern voranzubringen. Wir haben interne Prozesse und Best Practices für die Einbindung und Befähigung verschiedener Teilgruppen von Markenpartnern entwickelt, die in unseren strategischen Ansatz eingebettet sind. Damit diese Bemühungen im Einklang mit den ESRS stehen, wurden klare Kriterien für diese Teilgruppen festgelegt. Ziel ist es, anhand dieser Kriterien die unterschiedlichen Bedürfnisse aller unserer Partner*innen zu ermitteln. Dies gilt für Markenpartner, die am stärksten auf unsere Plattform angewiesen sind, ebenso wie für Partner mit etablierten Praktiken, die sich durch hohe Leistung und durch Engagement im Bereich Nachhaltigkeit auszeichnen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die in unserer Konzernstrategie beschriebenen Nachhaltigkeitsambitionen zu erreichen, die notwendigen Anstrengungen bei unseren Markenpartnern hervorzuheben und eine effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten. Gleichzeitig möchten wir Standards schaffen, die über die bereits hohen Maßstäbe des Verhaltenskodex und des Konzepts zur nachhaltigen Beschaffung hinausgehen, indem wir unsere Ressourcen auf Markenpartner konzentrieren, bei denen die Auswirkungen am größten sind. Dieser Ansatz steht nicht nur im Einklang mit den Anforderungen der ESRS, sondern unterstreicht auch unsere Ambitionen, positive Umwelt- und soziale Veränderungen in der E- Commerce-Branche voranzutreiben. Eigenmarken Wir glauben, dass mehr Transparenz ein Schlüssel für Veränderung ist und Unternehmen und Kund*innen eine Grundlage für fundierte Entscheidungen gibt, die zu einer besseren Modebranche für uns alle führen können. Deshalb legen wir unsere Liste der Lieferanten und ihrer Produktionsstätten schrittweise offen. Aufgrund der Größe und Vielfalt unseres Produktsortiments unterhalten unsere Eigenmarken (Anna Field, Even&Odd, Friboo, Pier One, YOURTURN, ZIGN) keine eigenen Produktionsstätten in unserer Wertschöpfungskette. Vielmehr arbeiten wir mit Lieferanten zusammen, die über langjährige Sachkenntnis auf ihrem jeweiligen Gebiet verfügen. Unser Eigenmarkenteam mit Produkt-, Beschaffungs-, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsexpert*innen steuert das Geschäft hauptsächlich von Berlin aus, mit regionalen Beschaffungsbüros in Portugal und China.
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Unser Konzept zur nachhaltigen Beschaffung ergänzt unseren Verhaltenskodex und unsere Nachhaltigkeitsstandards. Es definiert soziale, umweltbezogene und chemische Compliance- Vorgaben für alle Geschäftspartner, einschließlich der Partner für unsere Eigenmarken. Der Onboarding-Prozess für neue Lieferanten oder Produktionsstätten (Tier 1, Endfertigungswerk) umfasst neben unseren allgemeinen Geschäftsbedingungen auch Allgemeine Arbeitsanweisungen, die die Konformität in den folgenden Schwerpunktbereichen sicherstellen sollen: Menschenrechte und Umwelt (Ethik und Nachhaltigkeit), Recht und Finanzwesen, Produktkennzeichnung und Verpackung, Logistik, Produktsicherheit und Qualitätsmanagement. Die Allgemeinen Arbeitsanweisungen sind im Rahmen des Lieferantenauswahlverfahrens zu unterzeichnen und Bestandteil jedes Vertrags zwischen unseren Eigenmarken und ihren Lieferanten. Die laufende Zusammenarbeit erfolgt regelmäßig während des Jahres oder auf Ad-hoc-Basis, wenn konkreter Bedarf seitens des Lieferanten besteht. Alle Lieferanten/Produktionsstätten werden einer jährlichen Beurteilung unterzogen, um sicherzustellen, dass ihre Leistung mit unseren Zielen und unserer Geschäftsstrategie übereinstimmt. 2024 haben wir 149 Sozialauditberichte von Tier-1-Lieferanten (31. Dezember 2023: 213) unserer Eigenmarken geprüft und die Aufnahme von 0 Produktionsstätten bzw. Lieferanten abgelehnt (31 Dezember 2023: 5), weil sie die Auditanforderungen nicht erfüllt haben. Wir haben derzeit keine Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS festgelegt, die spezifisch das Management der Beziehungen zu Lieferanten adressieren. Unser Verhaltenskodex, unsere Beschaffungsrichtlinie und die Beschaffungsverfahren für Nicht-Handelswaren und Dienstleistungen sowie unser SRM definieren jedoch soziale und umweltbezogene Compliance-Vorgaben für alle Geschäftspartner. Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung Wir verfügen über ein ganzheitliches Compliance-Management-System, bestehend aus Richtlinien, Kommunikation, Schulungen, Prozessen und Überwachung, mit dem wir die Einhaltung aller Rechtsvorschriften zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung sicherstellen. Vorwürfe können über verschiedene Kanäle, beispielsweise auch über unser Whistleblowing-Tool, gemeldet werden. Die Aufdeckung von Korruption und Bestechung erfolgt mit dem in der Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen beschriebenen Prozess (siehe auch den vorstehenden Abschnitt Konzepte für die Unternehmensführung). Hinsichtlich der Verhinderung von Korruption und Bestechung haben wir zielgruppenspezifische Compliance-Pflichtschulungen entwickelt und eingeführt. Darin werden die Grundsätze des Ethikkodex und die einschlägige Konzernrichtlinie über Zuwendungen, Geschenke, Veranstaltungen und Ausgaben und die Konzernrichtlinie zur Zeichnungsberechtigung behandelt. Die Schulungen umfassen relevante Praxisbeispiele, interaktive Elemente, Links zu weiterführenden Ressourcen und Kontaktinformationen. Jede*r neue Mitarbeiter*in hat die Schulungen zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses zu absolvieren (Basic Schulungsprogramm) und wird automatisch zu einem Auffrischungskurs nach zwei Jahren angemeldet. Die Standardschulungen zur Compliance finden online statt. Mitarbeiter*innen mit Führungsverantwortung müssen jedoch an Compliance-Schulungen teilnehmen, die in Präsenz abgehalten werden (Lead Schulungsprogramm). Insgesamt haben
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3.561 Mitarbeiter*innen an den beschriebenen Compliance-Schulungen teilgenommen. Im Zusammenhang mit Bestechung wurden von den beschriebenen Schulungsprogrammen 74,8 % der risikobehafteten Funktionen abgedeckt. Erfasst sind jene Mitarbeiter*innen, bei denen aufgrund ihrer Aufgaben und Zuständigkeiten davon auszugehen ist, dass ein Korruptions- und Bestechungsrisiko besteht.
| Risikobehaftete Funktionen, die durch Schulungsprogramme abgedeckt sind | ||
| 31. Dez. 2024 | ||
| Prozentsatz der risikobehafteten Funktionen, die durch Schulungsprogramme abgedeckt sind (Basic) | 72,4 | |
| Prozentsatz der risikobehafteten Funktionen, die durch Schulungsprogramme abgedeckt sind (Lead) | 78,3 |
Fälle von Korruption oder Bestechung Unsere Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen beschreibt den Umgang mit gemeldeten tatsächlichen oder vermuteten Compliance-Verstößen von der Entgegennahme der Meldung über die Vorabbewertung und die Untersuchungsphase bis hin zum Abschluss der Abhilfemaßnahme. In Fällen von bestätigten Verstößen müssen die Abhilfemaßnahmen im Einklang mit unserem Verhaltenskodex, anderen Regelungen und Richtlinien sowie geltenden Rechtsvorschriften stehen. Alle Abhilfemaßnahmen sind angemessen und einheitlich unter Berücksichtigung der Tatsachen und Umstände des jeweiligen Einzelfalls durchzuführen. Hierzu zählen die Schwere des Compliance-Verstoßes, der Grad der persönlichen Beteiligung und weitere erschwerende oder mildernde Umstände, die in der Konzernrichtlinie über interne Untersuchungen aufgeführt sind. Diese Faktoren können auf einen größeren oder geringeren durch den Verstoß verursachten Schaden (z. B. finanziellen Verlust oder Reputationsschaden) oder eine größere oder geringere Schuld hinweisen. Die Abhilfemaßnahmen umfassen Weiterbildung, Systemüberwachung, Coaching, Beschränkung der Zeichnungsberechtigung und/oder der Zugriffsrechte für bestimmte IT-Systeme, mündliche und schriftliche Verwarnungen, Rückstufung, Versetzung, Freistellung von der Arbeit, Kündigung, Einleitung einer Schadensersatzklage und Strafanzeige. Alle Maßnahmen werden unter Beachtung der örtlich geltenden arbeitsrechtlichen Vorschriften, Regelungen und Arbeitsverträge durchgeführt. Da es im Jahr 2024 keine bestätigten Fälle von Korruption oder Bestechung gab, haben wir keine Aktionspläne zur Verhinderung von Bestechung oder Korruption. Wir haben keine spezifischen Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS in Bezug auf die Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung sowie den Schutz von Whistleblowern festgelegt, da wir die Einhaltung aller Rechtsvorschriften zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung sicherstellen.
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| Fälle von Korruption oder Bestechung | ||
| 2024 | ||
| Zahl der Verurteilungen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften | 0 | |
| Höhe der Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften | 0 | |
| Gesamtzahl der bestätigten Fälle von Korruption oder Bestechung | 0 | |
| Zahl der bestätigten Fälle, in denen Mitarbeiter*innen wegen Korruption oder Bestechung entlassen oder diszipliniert wurden | 0 | |
| Zahl der bestätigten Fälle in Bezug auf Verträge mit Geschäftspartnern, die aufgrund von Verstößen im Zusammenhang mit Korruption oder Bestechung beendet oder nicht verlängert wurden | 0 | |
Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten Unser Team für Öffentlichkeitsarbeit gehört zum Bereich Corporate Affairs, der seit September 2024 an unsere CPO berichtet. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird regelmäßig über regulatorische Entwicklungen und, sofern relevant, über unsere entsprechenden Tätigkeiten unterrichtet. Das Team ist auf EU-Ebene aktiv und führt Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland, Frankreich und Polen durch. Die wichtigsten abgedeckten Themen betreffen Technologie (z. B. DSA, Gesetz über digitale Märkte), Steuern, Zölle und Zahlungsverkehr (z. B. Zollreform und Umsatzsteuerreform) und Nachhaltigkeit (z. B. Ökodesign-Verordnung). Mit unseren Outreach-Aktivitäten setzen wir uns für Wettbewerbsgleichheit ein und plädieren beispielsweise für die Zusicherung seitens der EU, dass europäische Unternehmen gegenüber Wirtschaftsteilnehmern aus außereuropäischen Ländern nicht unfair benachteiligt werden und Kund*innen in der EU darauf vertrauen können, dass ihnen unabhängig vom Sitz des Unternehmens, bei dem sie ein Produkt gekauft haben, die gleichen Rechte zustehen. Wir tätigen keine direkten oder indirekten politischen Zuwendungen und leisten keine Spenden an politische Parteien oder gewählte Amtsträger. Derzeit haben wir keine spezifischen Konzepte, Maßnahmen oder Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS umgesetzt. Unsere Interessenvertretung ist im EU-Transparenzregister (Identifikationsnummer 877966419254-70), in Deutschland (R003005) und in Frankreich eingetragen.
| Ausgaben für Lobbytätigkeiten | ||
| in EUR | 2024 | |
| Betrag interner und externer Ausgaben für Lobbytätigkeiten | 608.212,0 | |
| Interne Ausgaben für Lobbytätigkeiten | 508.457,0 | |
| Externe Ausgaben für Lobbytätigkeiten | 99.755,0 | |
| Betrag, der für die Mitgliedschaft in Lobbyorganisationen gezahlt wurde | 125.827,0 | |
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Zahlungspraktiken Wir haben kein übergeordnetes Konzept für unsere Zahlungspraktiken, da alle Zahlungsbedingungen in Lieferantenverträgen vereinbart werden und nicht alle unsere Lieferanten auf Vertragsbasis arbeiten. Bei der Erstellung von Konzepten für Zahlungspraktiken unterscheiden wir zwischen Lieferanten und Prozessen für die Bereiche (direkter) Handel und (indirekte) Beschaffung. Die Standardzahlungsbedingungen für Lieferanten können von 30 bis 90 Tagen variieren und werden individuell verhandelt. Die gängigsten Zahlungsbedingungen sehen ein Zahlungsziel von mindestens 30 Tagen netto für direkt und indirekt gemanagte Lieferanten vor (mit Ausnahme von Vermieter*innen, Finanzbehörden usw., die oft kürzere Zahlungsfristen haben). Bei der Beziehung indirekter Waren und Dienstleistungen streben wir für jeden Lieferanten Zahlungsbedingungen von 60 Tagen an. Ist dieses Zahlungsziel nicht möglich, verwenden wir einen anderen Ansatz, um die Bedingungen festzulegen. Die Zahlungsbedingungen für Lieferanten im Handel (direkt) verhandeln wir mit einem Zahlungsziel von mindestens 90 Tagen netto. Die meisten Rechnungen durchlaufen einen robusten, automatisierten Rechnungsprüfungsprozess, der sicherstellt, dass die Rechnungen überprüft und pünktlich bezahlt werden. Dieser Prozess stellt anhand der mit der Bestellung verknüpften Geschäftsbedingungen fest, wann die Rechnung fällig ist, und löst die Zahlung dann automatisch aus. Die durchschnittliche Zeit für die Begleichung einer Rechnung beträgt (je nach individuellen Zahlungsbedingungen) 50 Tage. Zur Berechnung dieser Kennzahl wird die Gesamtzahl der Tage ab dem Basisdatum durch die Gesamtzahl der bezahlten Rechnungen dividiert. Im Fall von Diskrepanzen im Wareneingang werden Tickets für die zuständigen Teams erstellt, damit die Diskrepanz vor dem Fälligkeitstag der Zahlung geklärt wird. Für den Beschaffungsprozess verwenden wir automatische Zahlungserinnerungen mit einer Eskalationsmatrix, die neun Tage nach dem ersten genehmigten Fälligkeitstag ausgelöst werden und sicherzustellen, dass dem Verzug nachgegangen wird. In Ausnahmefällen wird für Handel und Beschaffung eine manuelle Lösung eingesetzt, wenn keine automatisierten Systeme verfügbar sind. Zur Vermeidung von Zahlungsverzug, der verschiedene Ursachen haben kann, sind enge Kontrollen in die Systeme integriert. Unser Prozentsatz der Zahlungen, bei denen Standardbedingungen angewandt werden, beträgt 91,1 %. Zur Berechnung des Anteils der Zahlungen, die die Standardzahlungsbedingungen erfüllen, wird die Gesamtzahl der Rechnungen mit Standardzahlungsbedingungen durch die Summe der bezahlten Rechnungen dividiert. Wir haben keine spezifischen Ziele in Übereinstimmung mit den ESRS in Bezug auf Zahlungspraktiken festgelegt, da unser automatisierter Rechnungsprüfungsprozess sicherstellt, dass unsere Zahlungsbedingungen eingehalten werden. Zum 31. Dezember 2024 war ein Verfahren anhängig, in dem ein Insolvenzverwalter die Zahlung vermeintlich geschuldeter vertraglicher Gegenleistung fordert. Aus Sicht von Zalando bestehen diese Forderungen nicht. Das zuständige Gericht überprüft dies aktuell.
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Unternehmensspezifische Informationen: Innovation und Partnerschaften Zusammenspiel des wesentlichen Aspekts Innovation und Partnerschaften mit Strategie und Geschäftsmodell Der Übergang zu einer Zukunft der Modeindustrie, die nachhaltiger, gerechter und besser zugänglich ist, kann nicht von einer Marke oder einem Händler allein bewerkstelligt werden. Kund*innen, Markenpartner und Hersteller, Innovator*innen, Regulierungsbehörden und Mitarbeiter*innen müssen zusammen auf diese gemeinsame Vision hinarbeiten. Unsere Position im europäischen Ökosystem für Mode bietet uns die einzigartige Möglichkeit, die Rolle des „Wegbereiters“ zu übernehmen und den Fortschritt in unserer Industrie als Katalysator, Koordinator und Bindeglied zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen voranzutreiben. Wir wollen: — Kund*innen fundierte Entscheidungen ermöglichen, indem wir ihnen ein Sortiment und Marken bieten, die zu ihren Werten passen. — Marken und ihren Wertschöpfungsketten ermöglichen, kreislauforientierte Modelle einzuführen und Ambitionen im Bereich Nachhaltigkeit festzulegen und umzusetzen. — Innovator*innen der Branche durch den Zugang zu Kund*innen, Marken und Finanzierung bei ihren Skalierungsmaßnahmen helfen. — durch die Zusammenarbeit mit Regulierungsbehörden Wettbewerbsgleichheit gewährleisten und uns vor unfairen Wettbewerbspraktiken schützen. — unsere Mitarbeiter*innen darin stärken, Nachhaltigkeit in ihren Denkweisen und täglichen Arbeitsabläufen zu verankern. Governance Unser Head of External Stakeholder Engagement entwickelt unseren Ansatz für Partnerschaften auf Grundlage unserer strategischen Ziele und der jährlichen Beurteilungen, die zusammen mit den SDI-Leadership-Teams durchgeführt werden. Die halbjährlichen Feedback-Gespräche mit unserem VP SDI und einem/einer SVP-Vertreter*in bieten ein Forum, in dem wichtige Themen eskaliert werden können. Daneben bestehen Möglichkeiten für einen Ad-hoc-Austausch. Während die strategische Ausrichtung in diese Rolle fällt, wird die strategische Umsetzung im Zeitablauf in die einzelnen Schlüsselfunktionen des Unternehmens integriert. Unsere Partnerschaften mit Textile Exchange und der EMF sind beispielsweise den Teams Eigenmarken und nachhaltige Produkte bzw. dem SDI-Team zugeordnet. Zusätzlich zu den Arbeitsgruppen, an denen wir uns im Rahmen dieser Allianzen beteiligen, sind wir bestrebt, unsere Erkenntnisse bei Konferenzen und ähnlichen Veranstaltungen an andere Organisationen weiterzugeben. Management der IROs im Zusammenhang mit Innovation und Partnerschaften Unsere strategischen Ziele bilden den Ausgangspunkt bei der Suche nach Organisationen für mögliche Partnerschaften. Als eines der größten europäischen Handelsunternehmen verfügen wir über eine große Reichweite, die uns die Chance zu einem gegenseitigen Wissens- und Erfahrungsaustausch mit einer Vielzahl von Interessenträger*innen eröffnet. Durch diesen Austausch können wir besser verstehen, wie wir unsere Position für uns und unsere Partner nutzen können.
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Derzeit arbeiten wir mit den folgenden Organisationen zusammen:
| Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten | ||||
| Wer oder was? | Warum? | Wie? | ||
| Innovator*innen und Partner Globales Netzwerk von Accelerator*innen und Inkubator*innen durch unsere Mitgliedschaften in Organisationen wie Fashion for Good und der Ellen McArthur Foundation. | Wir schließen Innovationspartnerschaften, um mithilfe von Kooperationen unsere internen Kompetenzen zu erweitern und neue Potenziale und Chancen auszuloten. Dies eröffnet uns den Zugang zu neuesten Innovationstrends und ermöglicht uns, ein weltweites Innovationsökosystem aufzubauen und unsere Bemühungen in diesem Bereich schneller voranzubringen. Wir unterstützen Innovator*innen und Partner durch den Zugang zu Fach- und Branchenwissen und die Weitergabe von Best Practices. Mit unseren Ressourcen können wir ihnen helfen, innovative Konzepte schneller umzusetzen, und tragen so zum Erfolg ihrer Projekte bei. Diese umfassende Zusammenarbeit führt zu beiderseitigem Wachstum. | Ausgehend von unseren strategischen Zielen suchen wir nach Innovationen, die uns helfen, eigene Kompetenz- und Wissenslücken zu schließen. Auf Grundlage der von unseren internen Teams ermittelten Lücken nehmen wir Kontakt mit geeigneten Organisationen auf, um Möglichkeiten für gemeinsame Kreativität und Innovationen zu erkunden. Hierzu zählen Studien zum Sammeln von Wissen, Pilotprojekte zum Testen von Ansätzen und Funktionen und ggf. auch langfristige Lösungen. | ||
| Action, Collaboration, Transformation (ACT) ACT ist ein Abkommen zwischen 20 globalen Marken und dem Gewerkschaftsdachverband IndustriALL Global Union mit dem Ziel, existenzsichernde Löhne in den Wertschöpfungsketten der Textil- und Bekleidungsindustrie zu erreichen. | Bei Zalando sind wir davon überzeugt, dass Tarifverhandlungen auf Branchenebene, getragen von Vereinigungsfreiheit und einer verantwortungsbewussten Beschaffungspraxis, der realistischste Weg sind, um das Lohngefüge positiv zu verändern. Dabei ist uns bewusst, dass wir nicht warten können, bis solche Vereinbarungen zustande kommen, sondern selbst handeln müssen. | Auch wenn ACT’s Arbeit größtenteils außerhalb der Regionen stattfindet, in denen Zalando seine Produkte bezieht, unterstützen wir sie finanziell, um damit zu zeigen, dass wir hinter ihren Anliegen stehen. Außerdem engagieren wir uns in den Arbeitsgruppen. | ||
| Better Work (ILO) Better Work ist eine Partnerschaft zwischen der ILO und der Internationalen Finanzkorporation (IFC), einem Mitglied der Weltbankgruppe. Sie bringt Regierungen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, internationale Marken, Fabrikbesitzer und Arbeitskräfte zusammen, um gemeinsam die Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungs- und Schuhindustrie zu verbessern und den Sektor wettbewerbsfähiger aufzustellen. | Das „Better Work“-Modell zur Einbeziehung von Fabriken erreicht mit Instrumenten wie Bewertungen, Beratungsdiensten und Schulungsangeboten dauerhafte, positive Veränderungen. Es ergänzt die Arbeit von Better Work auf Branchen- und Landesebene, die auf Änderungen der Regelungen, Einstellungen und Verhaltensweisen abzielt. Die Organisation will durch Bekanntmachung ihres Ansatzes und der Ergebnisse ihrer Arbeit auf die Politik einwirken, sich für menschenwürdige Arbeit und bessere geschäftliche Rahmenbedingungen in der Bekleidungsindustrie einsetzen. | Die in Vietnam ansässigen Fabriken, die mit unserem Eigenmarkengeschäft verbunden sind, nehmen am „Better Work“-Programm teil, von dem die Arbeitskräfte und Betriebe dauerhaft profitieren. | ||
| Business for Social Responsibility (BSR) BSR ist eine Wirtschaftsinitiative mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, die sich als Unternehmensnetzwerk und -beratung für gesunde Rahmenbedingungen in einer gesunden Umwelt für alle Menschen einsetzt. BSR hilft den über 300 Mitgliedsunternehmen mit Analysen, Beratung und gemeinsamen Initiativen, die Veränderungen in der Welt deutlicher zu erkennen, und trägt mit seiner Arbeit dazu bei, langfristigen Wert zu schaffen und weitreichende Auswirkungen zu erzielen. | Die ESG-Landschaft verändert sich laufend. Deshalb brauchen wir vertrauenswürdige Partner, an die wir uns mit allen dringlichen Themen wenden können. BSR unterstützt seine Mitglieder in wichtigen Fokusbereichen wie Klimawandel, Inklusion und Gerechtigkeit, Menschenrechte und Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette. | Die Organisation hat Zalando bei der Definition der qualitativen und quantitativen Datenlücken für die CSRD begleitet. Sie hat uns auch frühzeitig Feedback zu unserer Nachhaltigkeits- strategie gegeben. Darüber hinaus ist BSR ein „Sparringspartner“ bei verschiedenen Themen, etwa bei der Frage, wie Nachhaltigkeit, Inklusion und Gerechtigkeit zur Wertschöpfung beitragen. Wir waren auch intensiv an den Workshops zum Spannungsfeld zwischen Geschäftswachstum und Nachhaltigkeitszielen beteiligt. | ||
| Cascale Cascale (ehemals Sustainable Apparel Coalition) ist ein globaler gemeinnütziger Zusammenschluss von 300 führenden Konsumgütermarken, Einzelhändlern, Herstellern, Beschaffungsstellen, Dienstleistern, Handelsverbänden, NGOs und wissenschaftlichen Einrichtungen. Die Mitglieder repräsentieren jedes Glied der globalen Wertschöpfungskette für Bekleidung, Schuhe und Textilien, Wohnaccessoires, Sport- und Outdoorartikel sowie Taschen und Gepäck. | Die Beschaffung vertrauenswürdiger, zuverlässiger Daten zur Messung der Auswirkungen in der gesamten Branche ist nach wie vor eine Herausforderung. Cascale deckt einen bedeutenden Teil des Sektors ab und trägt zur Entwicklung von Tools und Methoden bei, mit denen Informationen aus den weltweiten Wertschöpfungsketten zusammengetragen und als Grundlage für die Messung des Fortschritts bei verschiedenen ESG-Themen verwendet werden können. | Zalando hat an verschiedenen Arbeitsgruppen teilgenommen, die sich unter anderem mit der politischen Landschaft in der EU, der Anpassung von Tools an die aktuellen Compliance- Anforderungen und die Frage der Datenharmonisierung in der Branche befassen. Wir nutzen die von Cascale und ihren Mitgliedern entwickelten Tools, um Informationen an unseren Standorten zu erheben. Hierzu verwenden wir das Modul für ökologische und soziale Aspekte. Außerdem greifen wir bei der Berechnung unserer THG-Emissionen auf bestimmte Kriterien für die Emissionsfaktoren zurück. | ||
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| Copenhagen Fashion Week (CPHFW) Die als fünftgrößte Modewoche der Welt geltende Copenhagen Fashion Week empfängt führende internationale Pressevertreter*innen, Einkäufer*innen und Branchenführer*innen. | Das Thema Nachhaltigkeit steht bei der CPHFW im Mittelpunkt. Sie strebt wesentliche Veränderungen an, um die Branche zu inspirieren und zu ermutigen, ihre Bemühungen in Bezug auf Nachhaltigkeit zu beschleunigen. Im Januar 2020 stellte die CPHFW einen ehrgeizigen Drei-Jahres- Maßnahmenplan für Nachhaltigkeit vor und präsentierte ein innovatives System von Anforderungen für Brands, die Teil des offiziellen Programms sind, das bei der HW23- Ausgabe der CPHFW eingeführt wurde. Der Aktionsplan wird alle drei Jahre überarbeitet und veröffentlicht und positioniert die CPHFW als die führende Modewoche im Bereich Nachhaltigkeit. | Wir haben den Zalando Visionary Award ins Leben gerufen, um durch die Visionen und Arbeiten von aufstrebenden Designer*innen der Zukunft positive Veränderungen in der Modebranche zu bewirken. Um an dem Award teilnehmen zu können, müssen die Bewerber*innen nachweisen, dass sie in einem oder in mehreren der folgenden Bereiche Akzente setzen: Kreativität und Design, soziales Engagement und Innovation. Die eingereichten Beiträge werden geprüft, und der/die Gewinner*in wird von einer internationalen Jury, die sich aus Branchenexpert*innen, Vertreter*innen von Zalando und dem Showkomitee der CPHFW zusammensetzt, ermittelt. | ||
| Ellen MacArthur Foundation (EMF) Die EMF ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Kreislaufwirtschaft einsetzt. Ihr Ziel ist es, Abfall und Umweltverschmutzung von vornherein zu vermeiden, Produkte und Materialien im Kreislauf der Nutzung (zum höchstmöglichen Wert) zu halten und natürliche Systeme zu regenerieren. Es soll eine Wirtschaftsform entstehen, die Menschen und Umwelt gleichermaßen zugutekommt. | Die EMF ist als NGO für Kreislaufwirtschaft eine Plattform i) zum Lernen, unter anderem durch den Zugang zu Kursangeboten und Veranstaltungen, mit denen Zalando seine Fähigkeiten ausbauen kann; ii) zum Vernetzen mit Markenpartnern und innovativen Start-up-Unternehmen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen; iii) für die Zusammenarbeit mit Vorreiter*innen bei der Bewältigung wichtiger systemischer Herausforderungen und den Austausch von Erkenntnissen aus eigenen Erfahrungen, um andere Marken bei deren Übergang zu unterstützen. Wir sind seit drei Jahren ein Partnerunternehmen. | Wir sind ein Partner der EMF. Neben dem Zugang zum EMF-Netzwerk profitieren wir von der direkten strategischen Unterstützung wie dem persönlichen Austausch mit dem Expertenteam und der Mitgliedschaft im Fashion-Beirat, in dem wir wichtige Themen mit führenden Branchenkolleg*innen diskutieren. Außerdem beschäftigen wir uns mit systemischen Fragen und beteiligen uns an Projekten der EMF. Das 2023 beendete „Jeans Redesign“-Projekt befasste sich mit kreislauforientiertem Produktdesign, während es in dem 2024 gestarteten „Fashion ReModel“ darum geht, Lösungen für die systemischen Herausforderungen kreislauforientierter Geschäftsmodelle zu finden. In beiden Fällen stellen wir eigene Ressourcen aus dem gesamten Unternehmen ab, um daraus zu lernen und neue Erkenntnisse umzusetzen. | ||
| Fair Wear Foundation (FWF) Die FWF ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation, die gemeinsam mit Markenunternehmen ein klares Ziel verfolgt: die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungs- und Schuhindustrie. | Seit 25 Jahren bringt die FWF Marken, Fabriken, Arbeitskräfte, Gewerkschaften, NGOs und andere Akteur*innen mit Einfluss in der Branche an einen Tisch und knüpft in der gesamten Wertschöpfungskette starke Netzwerke unter den verschiedenen Interessenträger*innen. Durch den Zugang stehen der FWF einzigartige Hebel zur Verfügung, mit denen sie Zalando bei der Ausweitung seiner menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten und dem Eintreten für menschenwürdige Arbeit unterstützen kann – im Einklang mit unserem Ziel, das Leben der Menschen, die unsere Produkte herstellen, positiv zu verändern. | Zalando ist seit 2024 Mitglied der FWF. Die Lieferkette unserer Eigenmarken wird jährlich nach sozialen Kriterien bewertet, um Schwachstellen in den Prozessen der menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, insbesondere bei unseren Einkaufspraktiken, aufzudecken. Der Maßnahmenplan zur Beseitigung von Schwachstellen wird von der FWF überprüft und fließt in unsere Roadmap bis 2028 ein. Das Ergebnis der jährlichen Bewertung durch den sogenannten „Brand Performance Check“ wird extern veröffentlicht und fällt in eine der folgenden Kategorien: „verbesserungsbedürftig“, „gut“ oder „vorbildlich“. | ||
| FASHION LEAP FOR CLIMATE Hierbei handelt es sich um eine Brancheninitiative und E-Learning- Plattform zur Förderung des Klimaschutzes in der Modeindustrie. | Weltweit haben sich über 5.000 Unternehmen verpflichtet, im Rahmen der SBTi wissenschaftsbasierte Ziele (SBTs) zu setzen. Jedoch kommen nur etwa 320 dieser Unternehmen aus der Mode- und Sportartikelbranche. Um den Auswirkungen der Modeindustrie auf das Klima gezielt zu begegnen, müssen Modemarken zunächst von der Dringlichkeit überzeugt werden, sich SBTs zu setzen. | Mit Unterstützung von Quantis hat Zalando gemeinsam mit ABOUT YOU und YOOX NET-A-PORTER FASHION LEAP FOR CLIMATE entwickelt, eine vorwettbewerbliche Initiative und Online- Lernplattform, die Aufklärung, Einbindung und Maßnahmen für mehr Klimaschutz in der Mode- und Schuhindustrie zum Ziel hat. Die Plattform bietet eine schrittweise Anleitung, die den Markenpartnern der Online-Einzelhändler zu verstehen hilft, welchen Anteil die Modeindustrie an der globalen Klimakrise hat, wie sie den THG- Fußabdruck ihrer Geschäftsaktivitäten messen und wie sie robuste SBTs entwickeln und an die SBTi übermitteln können. | ||
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| Fashion for Good Fashion for Good ist eine weltweite Initiative, die zu Veränderungen anregen und mit vereinten Kräften dazu beitragen will, Mode „gut“ zu machen. Hierzu arbeitet sie direkt mit der Modebranche an innovativen Lösungen zum Wohle der Menschen und der Umwelt. Das Herzstück von Fashion for Good ist eine Innovationsplattform, auf der Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit mit Marken, Händlern, Herstellern und Gründer*innen zusammengebracht werden, um neue Ideen und Technologien aus der Nische zu holen und in der Branche zu etablieren. Fashion for Good i) unterstützt disruptive Innovator*innen bei der Skalierung ihrer Geschäftsmodelle durch praxisnahes Projektmanagement, den Zugang zu Finanzmitteln und ein robustes Ökosystem von Mentor*innen und Expert*innen; dadurch können die vielversprechendsten Innovationen schneller auf den Markt gebracht werden; ii) schafft Koalitionen zwischen Pionier*innen und etablierten Unternehmen sowie zwischen Regierungen und der Zivilgesellschaft; iii) mobilisiert hohe Kapitalinvestitionen, die das Potenzial haben, entscheidende Systemveränderungen herbeizuführen. | Zalando ist seit 2018 ein Partner von Fashion for Good. Die Mitgliedschaft unterstützt unmittelbar unsere Ambition für Nachhaltigkeit, wie den verstärkten Einsatz innovativer Materialien und die Suche nach Lösungen zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette. Sie bietet Zalando einen direkten Zugang zu: i) Erkenntnissen und Unternehmensressourcen im Innovationsbereich, darunter umfassende Analysen der Branchenlandschaft im Hinblick auf nachhaltige Innovationen rund um die Themen Kreislaufwirtschaft, Dekarbonisierung, Innovationen in der Lieferkette, soziale Innovationen, Herstellungsverfahren, Verpackungen, Finanzierung und rechtliche Aspekte; ii) Innovationsprogrammen, die unser Eigenmarkenteam und SDI-Team mit Material- und Lieferketten-Innovator*innen zusammenbringen; iii) Grundlagenprojekten, aus denen Zalando strategische Erkenntnisse für die eigene Nachhaltigkeitsstrategie gewinnt. | Zalando beteiligt sich als Mitglied an verschiedenen Grundlagenprojekten von Fashion for Good. Hierzu zählen: Sorting for Circularity: Das Rahmenwerk „Sorting for Circularity“ des Rewear-Projekts von Fashion for Good wurde erweitert, um die Herausforderung anzugehen, wie noch tragbare Altkleider weiter genutzt werden können, anstatt den weltweiten Abfallentsorgungsströmen zugeführt zu werden oder auf Deponien zu landen. In dem 18 Monate dauernden Projekt wurden automatisierte Sortiertechnologien unter Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen getestet, um die Sortierung wiederverwendbarer Kleidungsstücke zu optimieren und diese so länger im Kreislauf zu halten. Das Projekt läuft derzeit noch und soll 2025 abgeschlossen werden. Future of Footwear: Das Projekt befasst sich mit den wichtigsten Ansatzpunkten für mehr Kreislaufwirtschaft bei Schuhen, die sich über vier Teilbereiche der Wertschöpfungskette – von den Materialien bis zur Behandlung am Ende der Lebensdauer – erstrecken. Projektschwerpunkte liegen auf Design, Materialien, Ende der Lebensdauer und Rückverfolgbarkeit. Das 2024 gestartete Projekt läuft noch bis 2025. Pilotprojekt für Schuh-Recycling mit FastFeetGrinded: Zalando hat sich einem Pilotprojekt für Schuh-Recycling mit dem innovativen Schuhrecycler FastFeetGrinded angeschlossen, das in 2024 abgeschlossen wurde. Das Projekt hat einen mechanischen Prozess des Schuhrecyclings getestet und validiert, um den Anteil recycelter Materialien in Schuhen zu erhöhen und den Übergang zu einer kreislauforientierten Schuhindustrie zu beschleunigen. Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um die Integration innovativer Materialien in dem Schuhsortiment unserer Eigenmarken weiter voranzutreiben und den Anteil an recycelten Materialien zu erhöhen. | ||
| International Accord for Health and Safety in the Garment and Textile Industry Bangladesh Accord 2013 wurde das zunächst auf fünf Jahre begrenzte Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch geschlossen, um die Arbeitsplätze der Textilarbeiter*innen in den Zulieferfabriken in Bangladesch sicherer zu machen. Anlass war der Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikgebäudes im April 2013, bei dem über 1.000 Arbeiter*innen ums Leben kamen und mehrere tausend weitere Menschen schwer verletzt wurden. Pakistan Accord Der Pakistan Accord ist ein rechtsverbindliches Abkommen zwischen internationalen Gewerkschaften und Marken zur Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter*innen in der pakistanischen Textil- und Bekleidungsindustrie. | Das Sicherheitsprogramm für Bangladesch („Bangladesh Safety Program“) ist ein rechtsverbindliches Abkommen zwischen Bekleidungsmarken und Gewerkschaften zur Gewährleistung der Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter*innen in der bangladeschischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Die Unterzeichner des Programms verpflichten sich zur Einhaltung der Grundsätze, die im International Accord 2023 verankert sind, und der Bestimmungen in den Abkommen über Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch von 2013, 2018 und 2021. Ziel des Pakistan Accord ist die Verbesserung von Gesundheitsschutz und Sicherheit in allen Betrieben des „Cut-Make-Trim“-Sektors (d. h. Zulieferfabriken für Konfektionskleidung, Heimtextilien, Stoff- und Strick-Accessoires), die Produkte für Unterzeichnerunternehmen des Pakistan Accord herstellen. Pakistanische Fabriken und Manufakturen in den Wertschöpfungsketten der Unterzeichner sind ebenfalls einbezogen. | Zalando steht in regelmäßigem Kontakt mit der Organisation und deren Mitgliedern, um über aktuelle Entwicklungen zu sprechen, Positionspapiere zu veröffentlichen und sich über die weitere Verbreitung des Abkommens abzustimmen. | ||
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| Reset Carbon Reset Carbon unterstützt Unternehmenskund*innen dabei, robuste THG-Reduktionsstrategien und Dekarbonisierungslösungen zu formulieren, die sichtbare Ergebnisse erzielen. Auf der Basis wissenschaftlicher Methoden, standardisierter Rahmenwerke, Marktanalysen und praktischer Erfahrung hilft das Team aus Ingenieur*innen und Berater*innen für THG-Management bei der konkreten Umsetzung der entwickelten Strategien. | Reset Carbon ist Durchführungspartner für das Carbon Leadership Program des Apparel Impact Institute und hat erfolgreich mit verschiedenen Marken und über 200 Textilfabriken bei der Bewertung und Umsetzung von THG-Reduktionsmaßnahmen zusammengearbeitet. | Wir kooperieren mit Reset Carbon, um unsere Partner bei der Dekarbonisierung der Herstellungsprozesse in der Lieferkette für unsere Eigenmarken zu unterstützen. Für das Programm zur Verbesserung von Produktionsstätten unserer Eigenmarken haben wir die bewährte Methodik des Carbon Leadership Program auf Ledergerbereien und Polyurethan-Hersteller ausgeweitet, die einen erheblichen Anteil an den THG- Emissionen der Branche haben. | ||
| Textile Exchange Textile Exchange arbeitet am Aufbau eines weltweiten Modells für die Faser- und Rohstoffproduktion, das einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leistet. Ziel ist es, der Mode-, Textil- und Bekleidungsindustrie dabei zu helfen, die THG-Emissionen aus der Faser- und Rohstoffproduktion bis 2030 um 45 % zu reduzieren. | Textile Exchange vermittelt der Branche ein Verständnis einiger allgemeiner Herausforderungen der Nachhaltigkeit, die sich aus der Herstellung beliebter Fasern und Rohstoffe ergeben. Anschließend sucht die Organisation gemeinsam mit Interessenträger*innen in der Wertschöpfungskette Lösungen für diese Herausforderungen. | Als Mitglied von Textile Exchange stehen wir in zwei wichtigen Bereichen mit der Organisation im Austausch: i) Wir profitieren von ihren Standards für Fasern und Materialien und arbeiten bei der Kennzeichnung von Produkten, die diese Standards verwenden, zusammen. ii) Wir arbeiten im Hinblick auf gemeinsame Ziele und Multi- Stakeholderinitiativen zusammen. Zalando wirbt für die Standards der Textile Exchange durch Kennzeichnung der Produkte und Materialien in unserem Sortiment, die diese zusätzlichen Nachhaltigkeitskriterien für Fasern und Rohstoffe, wie die Verwendung organischer und recycelter Materialien oder die Einhaltung von Tierschutzstandards, erfüllen. Außerdem arbeitet Zalando mit Textile Exchange bei der Lösung branchenweiter Herausforderungen zusammen, etwa bei den Umweltauswirkungen aus der Rohstoffproduktion, umweltbezogenen Produktaussagen (Green Claims), Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Datenaustausch. | ||
| Social and Labor Convergence Program (SLCP) Das SLCP bietet die notwendigen Tools zur Erfassung aussagekräftiger Daten über die Arbeitsbedingungen in weltweiten Wertschöpfungsketten. Es handelt sich um eine Multi- Stakeholderinitiative, die mittels Datenaustausch mehrere Sozialaudits durch eine einzige Prüfung ersetzt. | Der Fokus des SLCP auf einen harmonisierten Bewertungsrahmen, das sogenannte „Converged Assessment Framework“ (CAF), unterstützt unsere Bemühungen, die Arbeitsbedingungen in den globalen Wertschöpfungsketten zu verbessern. Das SLCP bildet eine sinnvolle Ergänzung zu unserer Arbeit mit anderen Organisationen in diesem Bereich. Der Austausch vergleichbarer und verifizierter hochwertiger Datensätze erhöht die Transparenz, und durch die Bündelung mehrerer Audits in einem einzigen Prozess werden Ressourcen frei, die an anderer Stelle eingesetzt werden können. | Wir pflegen die SCLP-Daten derzeit ein und arbeiten mit einem größeren Kreis von Interessenträger*innen daran, diese Daten zur Einhaltung neuer EU-Rechts- vorschriften (CSRD und CSDDD) zu verwenden. | ||
| Save the Children/The Centre for Child Rights and Business Save the Children (STC) ist eine internationale Kinderrechtsorganisation, die sich weltweit für den Schutz und die Förderung der Rechte von Kindern einsetzt. Die STC-Tochterorganisation The Centre for Child Rights and Business unterstützt Partnerunternehmen bei der Verhinderung und Bekämpfung von Kinderarbeit. | Kinderarbeit ist in vielen Produktionslieferketten, auch in den Wertschöpfungsketten der Modebranche, ein großes Problem. Wir haben uns im Rahmen unseres Due-Diligence-Ansatzes mit STC und dem Centre for Child Rights and Business als führenden Organisationen in diesem Bereich zusammengeschlossen. | Bei der Zusammenarbeit mit STC bringen wir uns durch Wissensaustausch und auf Ebene der Branchenverbände ein, um uns mit anderen Händlern und Marken abzustimmen und gemeinsam gegen Faktoren vorzugehen, die das Risiko von Kinderarbeit erhöhen. Als konkrete risikomindernde Maßnahme führen wir gemeinsam mit dem Centre for Child Rights and Business Schulungen in Fabriken der Wertschöpfungskette unserer Eigenmarken durch, bei denen ein hohes Risiko von Kinderarbeit festgestellt wurde. Zalandos Eigenmarken haben 2023 mit den Schulungen der Zulieferbetriebe begonnen. |
Ziele und Kennzahlen im Zusammenhang mit Innovation und Partnerschaften Wir legen keine spezifischen Ziele für Innovation und Partnerschaften fest, da wir diese als eine unternehmensspezifische Chance sehen, die das Management unserer IROs unter ESG- Gesichtspunkten unterstützt. Ebenso haben wir keine spezifischen Kennzahlen für dieses Thema, da die Wirksamkeit dieser Partnerschaften davon abhängt, wie das jeweilige
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Nachhaltigkeitsthema bewertet wird. Weitere Informationen, wie uns diese Partnerschaften beim Management unserer IROs unterstützen, können den jeweiligen themenbezogenen Abschnitten entnommen werden. ANHANG Liste der Datenpunkte aus anderen EU-Rechtsvorschriften Die folgende Tabelle enthält alle Datenpunkte, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften gemäß Anlage B des ESRS 2 ergeben. Sie zeigt, wo die Datenpunkte in unserer Nachhaltigkeitserklärung zu finden sind sowie welche Datenpunkte als „nicht wesentlich“ bewertet wurden.
| Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt | SFDR1-Referenz | Säule-32-Referenz | Benchmark- Verordnung3- Referenz | EU- Klimagesetz4- Referenz | Ergebnis der DMA | Referenz | ||||||
| ESRS 2 GOV-1, Abs. 21 (d) | Indikator Nr. 13 in Anhang 1 Tabelle 1 | Verordnung (EU) 2020/18165, Anhang II | wesentlich | 173 | ||||||||
| ESRS 2 GOV-1, Abs. 21 (e) | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | wesentlich | 174 | |||||||||
| ESRS 2 GOV-4, Abs. 30 | Indikator Nr. 10 in Anhang 1 Tabelle 3 | wesentlich | 179 | |||||||||
| ESRS 2 SBM-1, Abs. 40 (d) i | Indikator Nr. 4 Tabelle 1 in Anhang 1 | Artikel 449a Ver ordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsver ordnung (EU) 2022/24536 Tabelle 1 und Tabelle 2 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | nicht anwendbar | nicht anwendbar | |||||||
| ESRS 2 SBM-1, Abs. 40 (d) ii | Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 2 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | nicht anwendbar | nicht anwendbar | ||||||||
| ESRS 2 SBM-1, Abs. 40 (d) iii | Indikator Nr. 14 in Anhang 1 Tabelle 1 | Verordnung (EU) 2020/18187, Artikel 12(1) Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | nicht anwendbar | nicht anwendbar | ||||||||
| ESRS 2 SBM-1, Abs. 40 (d) iv | Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12 Abs. 1 Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | nicht anwendbar | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E1-1, Abs. 14 | Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2(1) | wesentlich | 232 | |||||||||
| ESRS E1-1, Abs. 16 (g) | Artikel 449a Ver ordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsver ordnung (EU) 2022/2453 Meldebogen 1 | Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 12(1) d bis g, und Artikel 12(2) | nicht anwendbar (kein Übergangsplan) | nicht anwendbar | ||||||||
| ESRS E1-4, Abs. 34 | Indikator Nr. 4 in Anhang 1 Tabelle 2 | Artikel 449a Ver ordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsver ordnung (EU) 2022/2453 Meldebogen 3 | Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 6 | wesentlich | 227 | |||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 314 | ||||
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| Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt | SFDR1-Referenz | Säule-32-Referenz | Benchmark- Verordnung3- Referenz | EU- Klimagesetz4- Referenz | Ergebnis der DMA | Referenz | ||||||
| ESRS E1-5, Abs. 38 | Indikator Nr. 5 in Anhang 1 Tabelle 1 und Indikator Nr. 5 in Anhang 1 Tabelle 2 | wesentlich | 233 | |||||||||
| ESRS E1-5, Abs. 37 | Indikator Nr. 5 in Anhang 1 Tabelle 1 | wesentlich | 233 | |||||||||
| ESRS E1-5, Abs. 40 - 43 | Indikator Nr. 6 in Anhang 1 Tabelle 1 | wesentlich | 233 | |||||||||
| ESRS E1-6, Abs. 44 | Indikatoren Nr. 1 und 2 in Anhang 1 Tabelle 1 | Artikel 449a Ver- ordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsver- ordnung (EU) 2022/2453 Meldebogen 1 | Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 5(1), 6 und 8(1) | wesentlich | 233 | |||||||
| ESRS E1-6, Abs. 53 - 55 | Indikator Nr. 3 Tabelle 1 in Anhang 1 | Artikel 449a Ver- ordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsver- ordnung (EU) 2022/2453 Meldebogen 3 | Verordnung (EU) 2020/1818, Artikel 8(1) | wesentlich | 237 | |||||||
| ESRS E1-7, Abs. 56 | Verordnung (EU) 2021/1119, Artikel 2(1) | wesentlich | 237 | |||||||||
| ESRS E1-9, Abs. 66 | Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II, Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | wesentlich (phased-in) | nicht anwendbar (phased-in) | |||||||||
| ESRS E1-9, Abs. 66 (a); ESRS E1-9, Abs. 66 (c) | Artikel 449a Ver- ordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsver- ordnung (EU) 2022/2453 Absätze 46 und 47; Meldebogen 5 | wesentlich (phased-in) | nicht anwendbar (phased-in) | |||||||||
| ESRS E1-9, Abs. 67 (c) | Artikel 449a Ver- ordnung (EU) Nr. 575/2013; Durchführungsver- ordnung (EU) 2022/2453 Absatz 34; Meldebogen 2 | wesentlich (phased-in) | nicht anwendbar (phased-in) | |||||||||
| ESRS E1-9, Abs. 69 | Verordnung (EU) 2020/1818, Anhang II | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E2-4, Abs. 28 | Indikator Nr. 8 in Anhang 1 Tabelle 1 Indikator Nr. 2 in Anhang 1 Tabelle 2 Indikator Nr. 1 in Anhang 1 Tabelle 2 Indikator Nr. 3 in Anhang 1 Tabelle 2 | nicht anwendbar | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E3-1, Abs. 9 | Indikator Nr. 7 in Anhang 1 Tabelle 2 | wesentlich | 240 | |||||||||
| ESRS E3-1, Abs. 13 | Indikator Nr. 8 in Anhang 1 Tabelle 2 | wesentlich | 242 | |||||||||
| ESRS E3-1, Abs. 14 | Indikator Nr. 12 in Anhang 1 Tabelle 2 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E3-4, Abs. 28 (c) | Indikator Nr. 6,2 in Anhang 1 Tabelle 2 | wesentlich | 243 | |||||||||
| ESRS E3-4, Abs. 29 | Indikator Nr. 6,1 in Anhang 1 Tabelle 2 | wesentlich | 243 | |||||||||
| ESRS 2-SBM 3 - E4, Abs. 16 (a) i | Indikator Nr. 7 in Anhang 1 Tabelle 1 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS 2-SBM 3 - E4, Abs. 16 (b) | Indikator Nr. 10 in Anhang 1 Tabelle 2 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 315 | ||||
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| Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt | SFDR1-Referenz | Säule-32-Referenz | Benchmark- Verordnung3- Referenz | EU- Klimagesetz4- Referenz | Ergebnis der DMA | Referenz | ||||||
| ESRS 2-SBM 3 - E4, Abs. 16 (c) | Indikator Nr. 14 in Anhang 1 Tabelle 2 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E4-2, Abs. 24 (b) | Indikator Nr. 11 in Anhang 1 Tabelle 2 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E4-2, Abs. 24 (c) | Indikator Nr. 12 in Anhang 1 Tabelle 2 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E4-2, Abs. 24 (d) | Indikator Nr. 15 in Anhang 1 Tabelle 2 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS E5-5, Abs. 37 (d) | Indikator Nr. 13 in Anhang 1 Tabelle 2 | wesentlich | 256 | |||||||||
| ESRS E5-5, Abs. 39 | Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 1 | wesentlich (nur gefährliche Abfälle) | 256 | |||||||||
| ESRS 2-SBM 3 - S1, Abs. 14 (f) | Indikator Nr. 13 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich | 258 | |||||||||
| ESRS 2-SBM 3 - S1, Abs. 14 (g) | Indikator Nr. 12 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich | 258 | |||||||||
| ESRS S1-1, Abs. 20 | Indikator Nr. 9 in Anhang I Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 1 | wesentlich | 269 | |||||||||
| ESRS S1-1, Abs. 21 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | wesentlich | 257 | |||||||||
| ESRS S1-1, Abs. 22 | Indikator Nr. 11 in Anhang I Tabelle 3 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS S1-1, Abs. 23 | Indikator Nr. 1 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich | 264 | |||||||||
| ESRS S1-3, Abs. 32 (c) | Indikator Nr. 5 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich | 270 | |||||||||
| ESRS S1-14, Abs. 88 (b) und (c) | Indikator Nr. 2 in Anhang I Tabelle 3 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | wesentlich | 265 | ||||||||
| ESRS S1-14, Abs. 88 (e) | Indikator Nr. 3 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich (phased-in) | nicht anwendbar (phased-in) | |||||||||
| ESRS S1-16, Abs. 97 (a) | Indikator Nr. 12 in Anhang I Tabelle 1 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | wesentlich | 266 | ||||||||
| ESRS S1-16, Abs. 97 (b) | Indikator Nr. 8 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich | 266 | |||||||||
| ESRS S1-17, Abs. 103 (a) | Indikator Nr. 7 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich | 268 | |||||||||
| ESRS S1-17, Abs. 104 (a) | Indikator Nr. 10 in Anhang I Tabelle 1 und Indikator Nr. 14 in Anhang I Tabelle 3 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12(1) | wesentlich | 268 | ||||||||
| ESRS 2-SBM 3 – S2, Abs. 11 (b) | Indikatoren Nr. 12 und 13 in Anhang I Tabelle 3 | wesentlich | 277 | |||||||||
| ESRS S2-1, Abs. 17 | Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang 1 Tabelle 1 | wesentlich | 278 | |||||||||
| ESRS S2-1, Abs. 18 | Indikatoren Nr. 11 und 4 in Anhang 1 Tabelle 3 | wesentlich | 279 | |||||||||
| ESRS S2-1, Abs. 19 | Indikator Nr. 10 in Anhang 1 Tabelle 1 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12(1) | wesentlich | 277 | ||||||||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 316 | ||||
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| Angabepflicht und zugehöriger Datenpunkt | SFDR1-Referenz | Säule-32-Referenz | Benchmark- Verordnung3- Referenz | EU- Klimagesetz4- Referenz | Ergebnis der DMA | Referenz | ||||||
| ESRS S2-1, Abs. 19 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | wesentlich | 278 | |||||||||
| ESRS S2-4, Abs. 36 | Indikator Nr. 14 in Anhang 1 Tabelle 3 | wesentlich | 281 | |||||||||
| ESRS S3-1, Abs. 16 | Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang 1 Tabelle 1 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS S3-1, Abs. 17 | Indikator Nr. 10 in Anhang 1 Tabelle 1 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12(1) | nicht wesentlich | nicht anwendbar | ||||||||
| ESRS S3-4, Abs. 36 | Indikator Nr. 14 in Anhang 1 Tabelle 3 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS S4-1, Abs. 16 | Indikator Nr. 9 in Anhang 1 Tabelle 3 und Indikator Nr. 11 in Anhang 1 Tabelle 1 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS S4-1, Abs. 17 | Indikator Nr. 10 in Anhang 1 Tabelle 1 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II Verordnung (EU) 2020/1818 Artikel 12(1) | nicht wesentlich | nicht anwendbar | ||||||||
| ESRS S4-4, Abs. 35 | Indikator Nr. 14 in Anhang 1 Tabelle 3 | nicht wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS G1-1, Abs. 10 (b) | Indikator Nr. 15 in Anhang 1 Tabelle 3 | wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS G1-1, Abs. 10 (d) | Indikator Nr. 6 in Anhang 1 Tabelle 3 | wesentlich | nicht anwendbar | |||||||||
| ESRS G1-4, Abs. 24 (a) | Indikator Nr. 17 in Anhang 1 Tabelle 3 | Verordnung (EU) 2020/1816, Anhang II | wesentlich | 306 | ||||||||
| ESRS G1-4, Abs. 24 (b) | Indikator Nr. 16 in Anhang 1 Tabelle 3 | wesentlich | nicht anwendbar |
1 SFDR = Verordnung (EU) 2019/2088 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. November 2019 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (ABl. L 317 vom 9.12.2019, S. 1). 2 Säule 3 = Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 (Eigenmittelverordnung) (ABl. L 176 vom 27.6.2013, S. 1)). 3 Benchmark-Verordnung = Verordnung (EU) 2016/1011 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2016 über Indizes, die bei Finanzinstrumenten und Finanzkontrakten als Referenzwert oder zur Messung der Wertentwicklung eines Investmentfonds verwendet werden, und zur Änderung der Richtlinien 2008/48/EG und 2014/17/EU sowie der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 (ABl. L 171 vom 29.6.2016, S. 1). 4 EU-Klimagesetz = Verordnung (EU) 2021/1119 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 30. Juni 2021 zur Schaffung des Rahmens für die Verwirklichung der Klimaneutralität und zur Änderung der Verordnungen (EG) Nr. 401/2009 und (EU) 2018/1999 („Europäisches Klimagesetz“) (ABl. L 243 vom 9.7.2021, S. 1). 5 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1816 der Kommission vom 17. Juli 2020 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/1011 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Erläuterung in der Referenzwert-Erklärung, wie Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in den einzelnen Referenzwerten, die zur Verfügung gestellt und veröffentlicht werden, berücksichtigt werden (ABl. L 406 vom 3.12.2020, S. 1). 6 Durchführungsverordnung (EU) 2022/2453 der Kommission vom 30. November 2022 zur Änderung der in der Durchführungsverordnung (EU) 2021/637 festgelegten technischen Durchführungsstandards im Hinblick auf die Offenlegung der Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsrisiken (ABl. L 324 vom 19.12.2022, S. 1). 7 Delegierte Verordnung (EU) 2020/1818 der Kommission vom 17. Juli 2020 zur Ergänzung der Verordnung (EU) 2016/1011 des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf Mindeststandards für EU-Referenzwerte für den klimabedingten Wandel und für Paris-abgestimmte EU- Referenzwerte (ABl. L 406 vom 3.12.2020, S. 17).
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Index – Liste der ESRS-Angabepflichten Die folgende Tabelle enthält alle ESRS-Angabepflichten, die bei der Erstellung unserer Nachhaltigkeitserklärung befolgt wurden.
| Angabepflicht | Titel | Referenz | ||
| ESRS 2 Allgemeine Angaben | 169 | |||
| ESRS 2-BP-1 | Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärungen | 169 | ||
| ESRS 2-BP-2 | Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen | 169 | ||
| ESRS 2-GOV-1 | Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane | 172 | ||
| ESRS 2-GOV-2 | Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen | 175 | ||
| ESRS 2-GOV-3 | Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme (ESRS 2 GOV-3 Absatz 29: Anreizsystem für 2021 wird durch Verweis in 1.3 Vergütungsbericht aufgenommen) | 176 | ||
| ESRS 2-GOV-4 | Erklärung zur Sorgfaltspflicht | 179 | ||
| ESRS 2-GOV-5 | Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 180 | ||
| ESRS 2-SBM-1 | Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette | 182 | ||
| ESRS 2-SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 186 | ||
| ESRS 2-SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 198 | ||
| ESRS 2-IRO-1 | Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | 190 | ||
| ESRS 2-IRO-2 | In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten | 317 | ||
| ESRS E1 Klimawandel | 219 | |||
| ESRS E1-ESRS 2 GOV-3 | Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme | 219 | ||
| ESRS E1-1 | Übergangsplan für den Klimaschutz | 232 | ||
| ESRS E1-ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 219 | ||
| ESRS E1-ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen | 221 | ||
| ESRS E1-2 | Konzepte im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel | 223 | ||
| ESRS E1-3 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimakonzepten | 225 | ||
| ESRS E1-4 | Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel | 227 | ||
| ESRS E1-5 | Energieverbrauch und Energiemix | 232 | ||
| ESRS E1-6 | THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen | 233 | ||
| ESRS E1-7 | Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2-Zertifikate | 237 | ||
| ESRS E1-8 | Interne CO2-Bepreisung | 237 | ||
| ESRS E2 Umweltverschmutzung | 238 | |||
| ESRS E2-ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | 238 | ||
| ESRS E2-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | 239 | ||
| ESRS E2-2 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | 239 | ||
| ESRS E2-3 | Ziele im Zusammenhang mit Umweltverschmutzung | 239 | ||
| ESRS E3 Wasserressourcen | 240 | |||
| ESRS E3-ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Wasserressourcen | 240 | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 |
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| Angabepflicht | Titel | Referenz | ||
| ESRS E3-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Wasserressourcen | 240 | ||
| ESRS E3-2 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Wasserressourcen | 242 | ||
| ESRS E3-3 | Ziele im Zusammenhang mit Wasserressourcen | 242 | ||
| ESRS E3-4 | Wasserverbrauch | 242 | ||
| ESRS E5 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | 245 | |||
| ESRS E5-ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | 245 | ||
| ESRS E5-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | 245 | ||
| ESRS E5-2 | Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | 247 | ||
| ESRS E5-3 | Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft | 250 | ||
| ESRS E5-4 | Ressourcenzuflüsse | 251 | ||
| ESRS E5-5 | Ressourcenabflüsse | 253 | ||
| ESRS S1 Arbeitskräfte des Unternehmens | 257 | |||
| ESRS S1-ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 257 | ||
| ESRS S1-ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 257 | ||
| ESRS S1-1 | Konzepte im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens | 261 | ||
| ESRS S1-2 | Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen | 269 | ||
| ESRS S1-3 | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können | 270 | ||
| ESRS S1-4 | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf die Arbeitskräfte des Unternehmens und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit den Arbeitskräften des Unternehmens sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | 271 | ||
| ESRS S1-5 | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | 274 | ||
| ESRS S1-6 | Merkmale der Arbeitnehmer des Unternehmens | 259, 260 | ||
| ESRS S1-8 | Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog | 262 | ||
| ESRS S1-9 | Diversitätskennzahlen | 259, 260 | ||
| ESRS S1-10 | Angemessene Entlohnung | 267 | ||
| ESRS S1-11 | Soziale Absicherung | 263 | ||
| ESRS S1-14 | Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit | 265 | ||
| ESRS S1-15 | Kennzahlen für die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben | 263 | ||
| ESRS S1-16 | Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) | 266 | ||
| ESRS S1-17 | Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten | 268 | ||
| ESRS S2 Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette | 276 | |||
| ESRS S2-ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 276 | ||
| ESRS S2-ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 276 | ||
| ESRS S2-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette | 277 | ||
| ESRS S2-2 | Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen | 279 | ||
| ESRS S2-3 | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können | 279 | ||
| --- | --- | --- | ||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angabepflicht | Titel | Referenz | ||
| ESRS S2-4 | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | 282 | ||
| ESRS S2-5 | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | 284 | ||
| ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer – Soziale Inklusion | 285 | |||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 285 | ||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 285 | ||
| ESRS S4-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern | 286 | ||
| ESRS S4-2 | Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen | 287 | ||
| ESRS S4-3 | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können | 287 | ||
| ESRS S4-4 | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | 287 | ||
| ESRS S4-5 | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | 289 | ||
| ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer – Informationsbezogene Auswirkungen | 291 | |||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 291 | ||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 291 | ||
| ESRS S4-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern | 291 | ||
| ESRS S4-2 | Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen | 292 | ||
| ESRS S4-3 | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können | 292 | ||
| ESRS S4-4 | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | 293 | ||
| ESRS S4-5 | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | 293 | ||
| ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer – Persönliche Sicherheit | 293 | |||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 293 | ||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 293 | ||
| ESRS S4-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern | 293 | ||
| ESRS S4-2 | Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen | 294 | ||
| ESRS S4-3 | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können | 295 | ||
| ESRS S4-4 | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | 296 | ||
| ESRS S4-5 | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | 297 | ||
| ESRS S4 Verbraucher und Endnutzer – Datenschutz | 298 | |||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-2 | Interessen und Standpunkte der Interessenträger | 298 | ||
| ESRS S4-ESRS 2 SBM-3 | Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell | 298 | ||
| ESRS S4-1 | Konzepte im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern | 298 | ||
| ESRS S4-2 | Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen | 299 | ||
| --- | --- | --- | ||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angabepflicht | Titel | Referenz | ||
| ESRS S4-3 | Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können | 299 | ||
| ESRS S4-4 | Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen | 299 | ||
| ESRS S4-5 | Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen | 299 | ||
| ESRS G1 Unternehmensführung | 300 | |||
| ESRS G1-ESRS 2 GOV-1 | Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane | 300 | ||
| ESRS G1-ESRS 2 IRO-1 | Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen | 300 | ||
| ESRS G1-1 | Unternehmenskultur und Konzepte für die Unternehmensführung | 300 | ||
| ESRS G1-2 | Management der Beziehungen zu Lieferanten | 302 | ||
| ESRS G1-3 | Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung | 304 | ||
| ESRS G1-4 | Korruptions- oder Bestechungsfälle | 305 | ||
| ESRS G1-5 | Politische Einflussnahme und Lobbytätigkeiten | 306 | ||
| ESRS G1-6 | Zahlungspraktiken | 307 | ||
| Unternehmensspezifische Informationen: Innovation und Partnerschaften | 308 | |||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 |
Konzernabschluss
| 3.1 | Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 322 |
| 3.2 | Konzernbilanz | 323 |
| 3.3 | Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | 325 |
| 3.4 | Konzern-Kapitalflussrechnung | 327 |
| 3.5 | Konzernanhang | 328 |
| Informationen zum Unternehmen | 328 | |
| Allgemeine Grundsätze | 329 | |
| Neue Rechnungslegungsvorschriften | 330 | |
| Grundsätze der Konsolidierung | 335 | |
| Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung | 337 | |
| Verwendung von Schätzungen und Annahmen | 353 | |
| Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung und -Bilanz | 355 | |
| Sonstige Angaben | 403 | |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
3.1Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | ||||||
| in Mio. EUR | Anhang 3.5.7 | 2024 | 2023 | |||
| Umsatzerlöse | (1.) | 10.572,5 | 10.143,1 | |||
| Umsatzkosten | (2.) | -6.270,5 | -6.212,7 | |||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.302,0 | 3.930,4 | ||||
| Fulfillmentkosten | (3.) | -2.418,4 | -2.458,3 | |||
| Marketingkosten | (3.) | -979,2 | -752,5 | |||
| Verwaltungskosten | (4.) | -513,3 | -490,8 | |||
| Sonstige betriebliche Erträge | (5.) | 20,9 | 20,6 | |||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (6.) | -20,1 | -58,5 | |||
| Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 391,9 | 190,9 | ||||
| Zinsen und ähnliche Erträge | 75,7 | 46,5 | ||||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -93,4 | -85,6 | ||||
| Übriges Finanzergebnis | -6,3 | 1,2 | ||||
| Finanzergebnis | (7.) | -23,9 | -38,0 | |||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 368,0 | 152,9 | ||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (8.) | -116,9 | -69,9 | |||
| Periodenergebnis | 251,1 | 83,0 | ||||
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | (9.) | 0,97 | 0,32 | |||
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | (9.) | 0,96 | 0,32 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | ||
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | ||||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||||
| Periodenergebnis | 251,1 | 83,0 | ||||
| Posten, die in Folgeperioden in das Periodenergebnis umgegliedert werden | ||||||
| Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges nach Steuern | 42,0 | -9,0 | ||||
| Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Jahresabschlüsse | 8,7 | 22,6 | ||||
| Sonstiges Ergebnis | 50,7 | 13,6 | ||||
| Gesamtergebnis | 301,8 | 96,6 | ||||
| --- | --- | --- | ||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 |
3.2Konzernbilanz
| Konzernbilanz – Aktiva | ||||||
| in Mio. EUR | Anhang 3.5.7 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | |||
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | (11.) | 402,2 | 399,2 | |||
| Sachanlagen | (12.) | 1.229,5 | 1.254,1 | |||
| Vermögenswerte aus Nutzungsrechten | (13.) | 742,3 | 785,5 | |||
| Finanzielle Vermögenswerte | (14.) | 143,4 | 85,2 | |||
| Nichtfinanzielle Vermögenswerte | (14.) | 4,4 | 3,2 | |||
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | (15.) | 1,4 | 6,9 | |||
| Latente Steueransprüche | (27.) | 9,0 | 6,4 | |||
| 2.532,3 | 2.540,5 | |||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||
| Vorräte | (16.) | 1.549,7 | 1.440,9 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (17.) | 926,1 | 899,3 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (18.) | 120,3 | 110,5 | |||
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | (18.) | 267,7 | 265,4 | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (19.) | 2.587,8 | 2.533,2 | |||
| 5.451,6 | 5.249,2 | |||||
| Bilanzsumme | 7.983,9 | 7.789,7 | ||||
| --- | --- | --- | ||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 |
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| Konzernbilanz – Passiva | ||||||
| in Mio. EUR | Anhang 3.5.7 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | |||
| Eigenkapital | ||||||
| Gezeichnetes Kapital | 259,2 | 260,5 | ||||
| Kapitalrücklage | 1.319,7 | 1.323,7 | ||||
| Sonstige Rücklagen | 24,4 | -21,9 | ||||
| Gewinnrücklagen | 1.062,0 | 810,9 | ||||
| (20.) | 2.665,3 | 2.373,1 | ||||
| Langfristige Schulden | ||||||
| Rückstellungen | (22.) | 104,0 | 108,8 | |||
| Leasingverbindlichkeiten | (13.) | 712,8 | 780,0 | |||
| Wandelanleihen | (25.) | 469,8 | 939,4 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,3 | 6,7 | ||||
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 0,1 | 0,4 | ||||
| Latente Steuerschulden | (27.) | 41,4 | 55,1 | |||
| 1.328,5 | 1.890,4 | |||||
| Kurzfristige Schulden | ||||||
| Rückstellungen | (22.) | 23,0 | 5,0 | |||
| Leasingverbindlichkeiten | (13.) | 148,8 | 132,2 | |||
| Wandelanleihen | (25.) | 394,1 | 0,0 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden | (23.) | 2.745,1 | 2.782,0 | |||
| Erhaltene Anzahlungen | (23.) | 38,9 | 48,0 | |||
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 60,7 | 20,6 | ||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (24.) | 202,2 | 233,7 | |||
| Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | (24.) | 377,4 | 304,6 | |||
| 3.990,2 | 3.526,2 | |||||
| Bilanzsumme | 7.983,9 | 7.789,7 | ||||
| --- | --- | --- | ||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 |
3.3Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2024 | ||||||||
| in Mio. EUR | Anhang 3.5.7 | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | |||||
| Stand 1. Jan. 2024 | 260,5 | 1.323,7 | ||||||
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Kapitalerhöhung | (20.) | 0,2 | 1,5 | |||||
| Ausgabe von eigenen Aktien | (20.) | 2,6 | -0,4 | |||||
| Rückerwerb von eigenen Aktien | (20.) | -4,1 | -95,4 | |||||
| Anteilsbasierte Vergütungen | (20.), (21.) | 0,0 | 82,4 | |||||
| Laufende Steuern/Latente Steuern aus anteilsbasierter Vergütung | (27.) | 0,0 | 7,9 | |||||
| Umbuchung der Cash Hedge Reserve in die Vorräte | (20.) | 0,0 | 0,0 | |||||
| Stand 31. Dez. 2024 | 259,2 | 1.319,7 | ||||||
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| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2023 | ||||||||
| in Mio. EUR | Anhang 3.5.7 | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | |||||
| Stand 1. Jan. 2023 | 259,0 | 1.237,8 | ||||||
| Periodenergebnis | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Gesamtergebnis | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Kapitalerhöhung | (20.) | 0,2 | 3,3 | |||||
| Ausgabe von eigenen Aktien | (20.) | 1,3 | -0,3 | |||||
| Rückerwerb von eigenen Aktien | (20.) | 0,0 | 0,0 | |||||
| Anteilsbasierte Vergütungen | (20.), (21.) | 0,0 | 83,1 | |||||
| Laufende Steuern/Latente Steuern aus anteilsbasierter Vergütung | (27.) | 0,0 | -0,3 | |||||
| Umbuchung der Cash Hedge Reserve in die Vorräte | (20.) | 0,0 | 0,0 | |||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 260,5 | 1.323,7 | ||||||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 326 |
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| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2024 | ||||||||
| Sonstige Rücklagen | ||||||||
| Cashflow Hedges | Währungs- umrechnung | Gewinnrücklage | Summe | |||||
| -33,5 | 11,5 | 810,9 | 2.373,1 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 251,1 | 251,1 | |||||
| 42,0 | 8,7 | 0,0 | 50,7 | |||||
| 42,0 | 8,7 | 251,1 | 301,8 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,7 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 2,3 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | -99,5 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 82,4 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 7,9 | |||||
| -4,3 | 0,0 | 0,0 | -4,3 | |||||
| 4,2 | 20,2 | 1.062,0 | 2.665,3 | |||||
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| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2023 | ||||||||
| Sonstige Rücklagen | ||||||||
| Cashflow Hedges | Währungs- umrechnung | Gewinnrücklage | Summe | |||||
| -14,4 | -11,0 | 727,8 | 2.199,2 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 83,0 | 83,0 | |||||
| -9,0 | 22,6 | 0,0 | 13,6 | |||||
| -9,0 | 22,6 | 83,0 | 96,6 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 3,5 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 1,0 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | 83,1 | |||||
| 0,0 | 0,0 | 0,0 | -0,3 | |||||
| -10,0 | 0,0 | 0,0 | -10,0 | |||||
| -33,5 | 11,5 | 810,9 | 2.373,1 | |||||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 327 |
3.4Konzern-Kapitalflussrechnung
| Konzern-Kapitalflussrechnung | ||||||||
| in Mio. EUR | Anhang 3.5.7 | 2024 | 2023 | |||||
| 1 | Periodenergebnis | 251,1 | 83,0 | |||||
| 2 | + | Zahlungsunwirksamer Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungen | (21.) | 82,4 | 83,0 | |||
| 3 | + | Abschreibungen auf Sachanlagen, Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und immaterielle Vermögenswerte | (11.), (12.), (13.) | 349,9 | 334,0 | |||
| 4 | +/- | Steuern vom Einkommen und Ertrag | (8.) | 116,9 | 69,9 | |||
| 5 | - | Gezahlte Steuern vom Einkommen und Ertrag, abzüglich Erstattungen | -75,4 | -39,0 | ||||
| 6 | +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | (22.) | 7,5 | 17,6 | |||
| 7 | -/+ | Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 19,1 | 7,9 | ||||
| 8 | +/- | Abnahme/Zunahme der Vorräte | (16.) | -108,8 | 368,6 | |||
| 9 | +/- | Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen | (17.) | -26,8 | 13,7 | |||
| 10 | +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden | (23.) | -18,1 | -168,9 | |||
| 11 | +/- | Zunahme/Abnahme der sonstigen Aktiva/Passiva | (14.), (18.), (24.) | 56,3 | 179,7 | |||
| 12 | = | Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | (26.) | 654,1 | 949,5 | |||
| 13 | + | Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, immateriellen und anderen langfristigen Vermögenswerten | 0,0 | 3,5 | ||||
| 14 | - | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | (12.) | -120,6 | -190,5 | |||
| 15 | - | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | (11.) | -86,2 | -72,7 | |||
| 16 | - | Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen, Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel, sowie sonstige Beteiligungen | (15.)/ 3.5.8 (5.) | -67,9 | -6,1 | |||
| 17 | +/- | Ein-/Auszahlungen für kurzfristige Investitionen in sonstige finanzielle Vermögenswerte | (18.) | 0,0 | -50,0 | |||
| 18 | +/- | Änderung von Zahlungsmitteln, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen | 4,9 | -4,9 | ||||
| 19 | = | Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | (26.) | -269,8 | -320,7 | |||
| 20 | + | Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen der Anteilseigner*innen und Aktienoptionsausübungen abzüglich Transaktionskosten | (20.) | 4,0 | 4,5 | |||
| 21 | - | Auszahlungen für den Rückerwerb von eigenen Aktien | (20.) | -99,5 | 0,0 | |||
| 22 | - | Auszahlungen für den Rückerwerb von Wandelanleihen, zuzüglich Transaktionskosten | (25.) | -95,5 | 0,0 | |||
| 23 | - | Auszahlungen für den Tilgungsanteil von Leasingverbindlichkeiten | (13.) | -134,5 | -128,1 | |||
| 24 | = | Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | (26.) | -325,6 | -123,6 | |||
| 25 | = | Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | 58,8 | 505,2 | ||||
| 26 | +/- | Wechselkursbedingte und sonstige Veränderung des Finanzmittelbestands | -4,2 | 3,2 | ||||
| 27 | + | Verfügbarer Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode | 2.533,2 | 2.024,8 | ||||
| 28 | = | Verfügbarer Finanzmittelbestand am 31. Dezember | (19.) | 2.587,8 | 2.533,2 | |||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 328 |
3.5Konzernanhang 3.5.1Informationen zum Unternehmen Firma, Sitz Die Zalando SE (die „Gesellschaft“) ist die oberste Muttergesellschaft des Zalando-Konzerns (nachfolgend auch „Zalando“ oder „Konzern“ genannt). Die Gesellschaft wurde am 28. Mai 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg (HRB 158855 B) eingetragen. Sitz der Zalando SE ist die Valeska-Gert-Straße 5 in 10243 Berlin, Deutschland. Zalando wurde im Jahr 2008 gegründet. Die Aktie der Gesellschaft ist seit dem 1. Oktober 2014 am regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapier- börse notiert. Zum 20. September 2021 wurde die Zalando SE in den Deutschen Aktienindex (DAX) aufgenommen. Der DAX ist der wichtigste deutsche Aktienindex und umfasst die 40 größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland. Art der Geschäftstätigkeit Zalando ist eine europäische Online-Plattform für Mode und Lifestyle. Mit einer umfassenden Auswahl an Lifestyle-Artikeln wie Schuhen, Bekleidung, Accessoires und Beauty-Produkten bei überwiegend kostenlosem Versand und Rückversand sowie vielfältigen Zahlungsmöglich- keiten bietet das in Berlin ansässige Unternehmen seinen Kund*innen ein Einkaufserlebnis aus einer Hand, verbunden mit einem inspirierenden und personalisierten digitalen Kundenerlebnis. Weitere Informationen zum Geschäftsmodell und zur Art der Geschäftstätigkeit von Zalando finden sich im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt 2.1.1 Geschäftsmodell.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
3.5.2Allgemeine Grundsätze Anwendung der IFRS Der Konzernabschluss der Zalando SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 ist nach den IFRS Standards, wie sie in der EU zum Abschlussstichtag anzuwenden sind, aufgestellt. Ergänzend werden die Vorschriften des § 315e Abs. 1 HGB berücksichtigt. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt und vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Allgemeines Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt auf der Basis einer Bilanzierung der Vermö- genswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Ausge- nommen sind bestimmte Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wer- den. Die Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig bzw. langfristig eingestuft und in der Bilanz dargestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro auf- gestellt. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass eine Addition von einzelnen Zahlen zur angegebenen Summe nicht genau möglich ist und dargestellte Prozentangaben nicht genau die Zahlen widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
3.5.3Neue Rechnungslegungsvorschriften Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS Standards, die für das Geschäftsjahr 2024 relevant sind Der Konzernabschluss berücksichtigt alle zum Abschlussstichtag verabschiedeten und in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden IFRS Standards. Änderungen betreffen geringfügige Anpassungen von IFRS 7, IFRS 16, IAS 1 und IAS 7. Die Anwendung aller geänderten IFRS Standards ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen, verpflichtend. Die im Geschäftsjahr 2024 erstmals anzuwendenden geänderten Standards hatten auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Zalando keinen wesentlichen Einfluss. Jedoch führte die Anwendung der Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 zu zusätzlichen Angabepflichten bei Lieferantenfinanzierungsgeschäften, die unter 3.5.7 (23.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden und erhaltene Anzahlungen erläutert sind. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr keine Rechnungslegungsstandards oder geänderten Rechnungslegungsstandards, für die eine vorzeitige Anwendung zulässig ist, angewendet. Noch nicht angewendete neue bzw. geänderte IFRS Standards Die nachfolgenden Rechnungslegungsstandards und Änderungen von Rechnungslegungs- standards wurden zum Zeitpunkt der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung bereits vom IASB verabschiedet. Sie sind jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von Zalando auch noch nicht angewendet.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| IFRS Standard | Titel | |
| Änderungen an IAS 21 | Mangelnde Umtauschbarkeit | |
| Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 | Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten | |
| Änderungen an IFRS 1, IFRS 7, IFRS 9, IFRS 10 und IAS 7 | IFRS Accounting Standards Jährliche Verbesserungen - Band 11 | |
| IFRS 18 | Darstellung und Anhangangaben im Abschluss | |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| IFRS Standard | Titel | |
| IFRS 19 | Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben | |
| Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 | Verträge, die sich auf naturabhängigen Strom beziehen | |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
3.5.4Grundsätze der Konsolidierung Konsolidierungskreis Die Anzahl der im Konsolidierungskreis eingeschlossenen Tochtergesellschaften belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 58 (Vorjahr: 58; für weitere Erläuterungen siehe 3.5.8 (8.) Anteilsbesitz und 3.5.8 (9.) Befreiung von der Offenlegung). Stichtag des Konzernabschlusses Der vorliegende Konzernabschluss umfasst das Geschäftsjahr 2024 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024. Das jeweilige Geschäftsjahr der konsolidierten Unternehmen entspricht ebenfalls dem Kalenderjahr. Konsolidierungsgrundsätze Ein Unternehmenszusammenschluss ist eine Transaktion, durch die ein erwerbendes Unter- nehmen die Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb oder mehrere Geschäftsbetriebe erlangt. Im Zuge der Erstkonsolidierung eines solchen Geschäftsbetriebs werden sämtliche erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt in der Bilanz angesetzt. Ein aktiver Unterschiedsbetrag zwischen der übertragenen Gegenleistung (einschließlich nicht beherrschender Anteile und eines zuvor gehaltenen Eigenkapitalanteils) und dem anteiligen beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird ergebniswirksam als Erwerb zu einem Preis unter Marktwert erfasst. In den Konzernabschluss sind die Zalando SE und ihre Tochtergesellschaften einbezogen, über die sie Beherrschung im Sinne von IFRS 10 ausübt. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Muttergesellschaft aufgestellt. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten werden gegeneinander aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden, soweit sie im Berichtszeitraum entstanden sind, erfolgs- wirksam erfasst. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert und latente Steuererträge bzw. -aufwendungen aus ergebniswirksamen Konsolidierungen berücksichtigt. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die konzerninternen Umsatzerlöse sowie die übrigen konzerninternen Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Anteile an assoziierten Unternehmen, d.h. Unternehmen, über die die Anteilseigner*innen einen maßgeblichen Einfluss im Sinne von IAS 28 ausüben, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dies gilt auch für Gemeinschaftsunternehmen im Sinne von IFRS 11, d.h. für Verein- barungen, in denen das Nettovermögen der gemeinschaftlichen Führung zweier oder mehrerer Parteien unterliegt. Diese Beteiligungen werden dabei zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt und nachfolgend um etwaige Veränderungen beim Anteil der Anteilseigner*innen
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(Partnerunternehmen) am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens (Gemeinschafts- unternehmen) nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst. Die angewendeten Konsolidierungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung der Zalando SE und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Geschäftsvorfälle der Zalando SE, die in einer davon abweichenden Währung getätigt wurden, werden zum Transaktionskurs in die funktionale Währung umgerechnet. Die Umrechnung aller in fremder Währung erstellten Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochtergesellschaften, deren funktionale Währungen nicht dem Euro entsprechen, werden zum Mittelkurs am Berichtsstichtag umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen der Gesamtergebnisrechnung werden gemäß IAS 21.40 zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden als Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Jahresabschlüsse erfolgsneutral behandelt. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung von Tochtergesellschaften werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Die Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst und im Finanz- ergebnis ausgewiesen. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung werden mit historischen Kursen umgerechnet.
| Umrechnungskurse | ||||||||||
| Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | |||||||||
| ISO code | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 2024 | 2023 | ||||||
| Britische Pfund | GBP | 0,8292 | 0,8691 | 0,8466 | 0,8698 | |||||
| Tschechische Kronen | CZK | 25,1850 | 24,7240 | 25,1198 | 24,0043 | |||||
| Dänische Kronen | DKK | 7,4578 | 7,4529 | 7,4589 | 7,4509 | |||||
| Ungarischer Forint | HUF | 411,3500 | 382,8000 | 395,3039 | 381,8527 | |||||
| Norwegische Kronen | NOK | 11,7950 | 11,2405 | 11,6290 | 11,4248 | |||||
| Polnische Zloty | PLN | 4,2750 | 4,3395 | 4,3058 | 4,5420 | |||||
| Rumänischer Leu | RON | 4,9743 | 4,9756 | 4,9746 | 4,9467 | |||||
| Schwedische Kronen | SEK | 11,4590 | 11,0960 | 11,4325 | 11,4788 | |||||
| Schweizer Franken | CHF | 0,9412 | 0,9260 | 0,9526 | 0,9718 | |||||
| US-Dollar | USD | 1,0389 | 1,1050 | 1,0824 | 1,0813 | |||||
| --- | --- | --- | ||||||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 337 |
3.5.5Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungs- kosten bewertet. Nach unserer Beurteilung weisen alle immateriellen Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, eine begrenzte Nutzungsdauer auf. Sie werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden innerhalb der Funktionsbereiche, auf die sie sich beziehen, dargestellt. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Änderungen der jeweiligen Nutzungsdauern werden bei der Bemessung der Abschreibungsbeträge prospektiv berücksichtigt. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte werden auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. In Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte sowie der im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Geschäfts- oder Firmenwert werden, unabhängig davon, ob Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, einmal jährlich auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, auf Wertminderung überprüft. Gleiches gilt für den seltenen Fall, dass wir zu dem Schluss gelangen, dass ein immaterieller Vermögenswert eine unbegrenzte Nutzungsdauer aufweist. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden in Höhe ihrer Entwicklungskosten aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind, d. h., ein neu entwickeltes oder wesentlich verbessertes Produkt oder eine neu entwickelte oder wesentlich verbesserte Software eindeutig identifiziert werden kann, Zalando plant und über die erforderlichen Mittel verfügt, die Entwicklung bzw. Verbesserung abzuschließen, und das Produkt bzw. die Software technisch realisierbar und für die eigene Nutzung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzungen für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertbarkeit der dem immateriellen Vermögenswert zurechenbaren Herstellungskosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von durchschnittlich etwa drei Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung eines Vermögenswerts beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Forschungskosten werden in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand verbucht. Solange sich der Vermögenswert in der Entwicklung befindet, erfolgt unabhängig vom Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung einmal jährlich eine Wertminderungsprüfung. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.
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Beim Impairment-Test nach IAS 36 ist der Buchwert des Vermögenswerts dem korrespondierenden erzielbaren Betrag gegenüberzustellen. Ein Vermögenswert ist wertgemindert, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Der Buchwert dieses Vermögenswerts wird dann erfolgswirksam auf den erzielbaren Betrag des Vermögenswerts abgeschrieben. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert (gemäß IFRS 13) abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Für die zu testenden Vermögenswerte berechnen wir in erster Linie den Nutzungswert. Lediglich bei zu testenden Transaktionen mit zeitlicher Nähe zum Abschlussstichtag wird in der Regel auf den beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung abgestellt. Der Nutzungswert wird bei Zalando anhand von auf genehmigten Budgets basierenden Cashflow-Prognosen bestimmt. Die Länge der Detailplanungsphase orientiert sich an der (Rest-)Nutzungsdauer der zu testenden Vermögenswerte und beträgt maximal fünf Jahre. Bei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, wird diese um eine ewige Rente erweitert. Es wird eine konstante jährliche Wachstumsrate in der ewigen Rente unterstellt. Für die Abzinsung wird ein risikoäquivalenter Kapitalkostensatz vor Steuern verwendet. Sachanlagen Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden innerhalb der Funktionsbereiche, auf die sie sich beziehen, dargestellt. Es wurden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Nutzungsdauer | ||
| Jahre | ||
| Einbauten | 7 – 17 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 4 – 20 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 – 15 |
Sachanlagen werden bei Abgang ausgebucht oder wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Sachanlagen werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst.
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Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene nichtfinanzielle Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Klassifizierung in kurzfristig und langfristig Der Konzern gliedert seine Bilanz nach kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Ein Vermögenswert ist als kurzfristig einzustufen, wenn: — die Realisierung innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird oder der Vermögenswert zum Verkauf oder Verbrauch innerhalb dieses Zeitraums gehalten wird, — er hauptsächlich zu Handelszwecken gehalten wird, — die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder — es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt, es sei denn, der Tausch oder die Nutzung des Vermögenswerts zur Erfüllung einer Verpflichtung ist für einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag eingeschränkt. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft. Eine Schuld ist als kurzfristig einzustufen, wenn: — die Erfüllung der Schuld innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird, — sie hauptsächlich zu Handelszwecken gehalten wird, — die Erfüllung der Schuld innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder — das Unternehmen kein Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Schuld um mindestens 12 Monate nach dem Abschlussstichtag hat. Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft. Latente Steueransprüche und -schulden werden stets als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden eingestuft.
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Leasingverhältnisse Der Konzern als Leasingnehmer Zu Beginn eines Leasingverhältnisses erfasst Zalando einen Vermögenswert aus Nutzungsrechten sowie eine Leasingverbindlichkeit für alle Leasingverhältnisse, ausgenommen kurzfristige Leasingverhältnisse (d. h. Leasingverhältnisse mit einer Leasinglaufzeit von bis zu 12 Monaten) sowie Leasingverhältnisse, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist. Für diese Leasingverhältnisse macht Zalando von der Ausnahmeregelung Gebrauch, nach der die mit den betreffenden Leasingverhältnissen verbundenen Leasingzahlungen bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst werden. Die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeit berücksichtigten Leasingzahlungen umfassen in erster Linie feste Zahlungen (abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize) sowie variable Leasingzahlungen, die für gewöhnlich an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind und deren erstmalige Bewertung anhand des am Bereitstellungsdatum gültigen Indexes oder Zinssatzes erfolgt. Eine Änderung der variablen Zahlungen in Verbindung mit einer Änderung des zugrunde liegenden Indexes oder Zinssatzes führt zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Änderung. Da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz für gewöhnlich nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, wird der Barwert der Leasingzahlungen anhand des laufzeit- und risikoäquivalenten Grenzfremdkapitalzinssatzes ermittelt. Die Leasinglaufzeit basiert auf der unkündbaren Grundlaufzeit eines Leasingverhältnisses. Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung (oder Kündigung) des Leasingverhältnisses ergeben, werden nur dann in die Laufzeit des Leasingverhältnisses einbezogen, wenn die Ausübung einer solchen Option (bzw. Nicht-Ausübung im Falle einer Kündigungsoption) hinreichend sicher ist. Bei der Bestimmung der Laufzeit des Leasingverhältnisses trägt Zalando allen Fakten und Umständen Rechnung, die für die Beurteilung, ob es hinreichend sicher ist, dass im Hinblick auf ein Leasingverhältnis eine Verlängerungsoption ausgeübt bzw. eine Kündigungsoption nicht ausgeübt wird, maßgeblich sind. Insbesondere berücksichtigt Zalando künftige Geschäftsanforderungen, die Dauer der unkündbaren Grundlaufzeit sowie wirtschaftliche Anreize, wie zusätzliche mietfreie Zeiträume oder Strafzahlungen. Vermögenswerte aus Nutzungsrechten werden zunächst in Höhe der entsprechenden Leasingverbindlichkeit zuzüglich anfänglicher direkter Kosten sowie abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize erfasst. Kosten für den Abbruch und die Beseitigung werden berücksichtigt, sofern sie sich auf den Leasinggegenstand beziehen. In Folgeperioden werden Vermögenswerte aus Nutzungsrechten über die zugrunde liegende Leasinglaufzeit von einem bis 17 Jahren linear abgeschrieben. Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Nutzungsrechten werden innerhalb der Funktions- bereiche, auf die sie sich beziehen, dargestellt. Zinsaufwendungen für Leasingverbindlich- keiten werden als Zinsen und ähnliche Aufwendungen erfasst. Sie werden zudem in den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einbezogen, während Auszahlungen für den Tilgungsanteil von Leasingverbindlichkeiten als separater Posten des Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dargestellt werden.
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Unterleasingverhältnisse Jedes Leasingverhältnis – dies schließt auch jedes Unterleasingverhältnis ein – ist vom Leasinggeber als Operating-Leasingverhältnis oder als Finanzierungsleasingverhältnis einzustufen. Ein Finanzierungsleasingverhältnis liegt vor, wenn die wesentlichen mit dem Eigentum am zugrunde liegenden Vermögenswert verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen wurden. Andernfalls liegt ein Operating-Leasingverhältnis vor. Zalando klassifiziert Unterleasingverhältnisse auf der Grundlage des Vermögenswerts aus Nutzungsrechten des Hauptleasingverhältnisses. Typischerweise beruht diese Bewertung auf der Leasinglaufzeit des Unterleasingverhältnisses im Vergleich zur verbleibenden Leasinglaufzeit des Hauptleasingverhältnisses. Beläuft sich die Leasinglaufzeit des Unterleasingverhältnisses auf mindestens 75 % der verbleibenden Leasinglaufzeit des Hauptleasingverhältnisses, stuft Zalando dieses als Finanzierungsunterleasingverhältnis ein, andernfalls als Operating-Unterleasingverhältnis. Bei Operating-Unterleasingverhältnissen bleibt die Bilanzierung des Hauptleasingverhältnisses unverändert, und Leasingzahlungen in Verbindung mit dem Unterleasingverhältnis werden bei Erhalt als Ertrag erfasst. Bei Finanzierungsunterleasingverhältnissen wird der entsprechende Vermögenswert aus Nutzungsrechten ausgebucht und eine Forderung in Höhe der Nettoinvestition in das (Unter-)Leasingverhältnis ausgewiesen. Etwaige Unterschiedsbeträge werden erfolgswirksam erfasst. Zur Bewertung der Nettoinvestition in das (Unter-)Leasingverhältnis zieht Zalando den (risikoadjustierten) Abzinsungssatz des Hauptleasingverhältnisses heran. Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden im Periodenergebnis erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die entsprechenden Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag geltenden Steuervorschriften der Länder, in denen die Gesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet. Das Management erstellt die Steuererklärungen unter besonderer Würdigung auslegungsbedürftiger Sachverhalte und bildet Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Liability-Methode gemäß IAS 12. Die latenten Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen zwischen im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den Steuerwerten gebildet, sofern diese Differenzen in der Zukunft zu abzugsfähigen oder zu steuerpflichtigen Beträgen führen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der Steuersätze und Steuervorschriften, deren Geltung zum Zeitpunkt der Umkehr der Differenzen erwartet wird. Dies gilt nicht für geltende Steuergesetze oder angekündigte steuerliche Vorschriften zur Umsetzung der von der OECD veröffentlichten Säule-2-Modellregeln. Daher erfassen wir keine aktiven und
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passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit den Säule-2-Ertragsteuern und machen auch keine diesbezüglichen Angaben. Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Differenzen, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es hinreichend sicher ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglichen wird. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, soweit ein einklagbarer Anspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und sich die Posten auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Vorräte Die als Vorräte bilanzierten Handelswaren werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Vorräte umfassen die Kosten des Erwerbs (Erwerbspreis, Einfuhrzölle und andere Steuern) sowie Transport- und Abwicklungskosten und andere Kosten, die anfallen, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Dies beinhaltet auch systematisch zuzurechnende Personal- und Gemeinkosten. Die Anschaffungskosten werden auf Basis einer Einzelbewertung unter Verwendung der gleitenden Durchschnittskostenmethode ermittelt. Vergütungen von Lieferanten, die als Anschaffungskostenminderung zu klassifizieren sind, reduzieren den Buchwert der Vorräte. Ebenso werden Skonti, Rabatte und andere vergleichbare Beträge vom Erwerbspreis abgezogen, um die Kosten des Erwerbs zu ermitteln. Die Bewertung der Handelswaren zum Abschlussstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit wurden durch angemessene Abwertungen im Nettoveräußerungswert berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Handelswaren geführt haben, weggefallen sind, ist eine entsprechende Wertaufholung zu erfassen.
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Finanzinstrumente Allgemeines Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn Zalando Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Verträge werden unabhängig von ihrer Kategorisierung zum Erfüllungstag bilanziert. Der Erfüllungstag ist der Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Im Gegensatz dazu werden derivative Finanzinstrumente zum Handelstag bilanziert.Der Handelstag hingegen ist der Tag, an dem das Unternehmen bereits die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts eingegangen ist. Als finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten eingestufte Finanz- instrumente werden in der Regel unsaldiert dargestellt; sie werden nur saldiert, sofern ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus diesen finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte sowie alle mit dem Eigentum der finanziellen Vermögenswerte verbundenen Risiken und Chancen übertragen wurden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmer*innen am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Sofern Preisnotierungen auf einem Hauptmarkt vorliegen (z. B. Börsennotierungen), werden diese bei der Bewertung zugrunde gelegt. Wenn ein solcher Hauptmarkt nicht existiert, so ist bei der Bewertung der für das Unternehmen vorteilhafteste Markt auszuwählen. Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet, — mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, — abzüglich eventueller Tilgungen und — zu- oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie — berichtigt um Risikovorsorgen für finanzielle Vermögenswerte. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.
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Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte werden für Zwecke der Folgebewertung einer der folgenden Kategorien zugeordnet: — zu fortgeführten Anschaffungskosten, — erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, oder — erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert. Beim erstmaligen Ansatz erfolgt die Bewertung eines finanziellen Vermögenswerts zum beizulegenden Zeitwert. Ausgenommen hiervon sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Höhe Zalando bei erstmaligem Ansatz gemäß IFRS 15 bemisst. Bei allen Kategorien – mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte – werden die angefallenen Transaktionskosten in die Zugangsbewertung einbezogen. Für die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten wird durch die Zuordnung zu den zuvor genannten Kategorien bestimmt. Für jede Kategorie gelten unterschiedliche Bewertungsregeln. Finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn sie im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, und wenn die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen (Zahlungsstromkriterium). Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die kurzfristigen Einlagen zugeordnet. Die Kategorie der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewerteten finanziellen Vermögenswerte betrifft finanzielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch im Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht. Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Die Übernahme der erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten Wertschwankungen in das Periodenergebnis erfolgt zum Zeitpunkt der Ausbuchung des Vermögenswerts. Wertminderungen und Gewinne oder Verluste aus der Währungsumrechnung werden jedoch erfolgswirksam erfasst. Wie im Vorjahr sind dieser Kategorie im Geschäftsjahr 2024 keine finanziellen Vermögenswerte zugeordnet. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese werden somit im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung nicht darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten, oder ihre Zahlungsströme stellen nicht ausschließlich
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Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag dar. Derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer wirksamen bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen, sowie Beteiligungen sind dieser Kategorie zuzuordnen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam erfasst. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Zalando erfasst für sämtliche finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eine Wertberichtigung in Höhe des erwarteten Kreditverlusts. Die Wertberichtigung wird zu jedem Abschlussstichtag mit dem erwarteten 12-Monats-Kreditverlust bemessen (allgemeine Vorgehensweise). Bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos wird die Wertberichtigung mit dem über die Laufzeit erwarteten Kreditverlust bemessen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet Zalando die von IFRS 9 vorgesehene vereinfachte Vorgehensweise an und bemisst die Wertberichtigung mit dem über die Laufzeit erwarteten Kreditverlust. Hierzu verwendet Zalando einen szenariobasierten Ansatz und berücksichtigt vertriebskanal- und länderspezifische Wertberichtigungssätze auf Basis von erwarteten Ausfallrisiken und Überfälligkeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die typischerweise aus der Nutzung aufschiebender Bezahllösungen (z. B. Kauf auf Rechnung) entstehen, haben Fälligkeiten von höchstens 14 bis 30 Tagen, abhängig vom Land, in dem die Bestellung getätigt wurde. Für sonstige Forderungen – resultierend aus dem Ankauf von Forderungen gegen Kund*innen unserer Partner für Verkäufe auf der Zalando-Plattform – wendet Zalando die allgemeine Vorgehensweise gemäß IFRS 9 an. Da auch diese Forderungen Fälligkeiten von höchstens 14 bis 30 Tagen haben, entspricht der erwartete 12-Monats-Kreditverlust dem über die Laufzeit erwarteten Kreditverlust. Daher verwendet Zalando, wie auch bei seinen eigenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, einen szenariobasierten Ansatz zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste sonstiger Forderungen. Forderungen werden einschließlich der für sie angesetzten Wertberichtigung ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows ausgelaufen sind. Dies ist der Fall, wenn sie als uneinbringlich eingestuft und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Finanzielle Verbindlichkeiten Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten legt Zalando die Zuordnung zu einer der folgenden Kategorien fest: — erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert, oder — zu fortgeführten Anschaffungskosten.
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Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Darunter fallen insbesondere derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument designiert sind. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Darlehen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, sind der Kategorie der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet und werden daher nach dem erstmaligen Ansatz unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zusammengesetzte Finanzinstrumente Zalando beurteilt bei der Begebung eines nicht derivativen Finanzinstruments, ob es sowohl eine Fremd- als auch eine Eigenkapitalkomponente enthält. Für Wandelanleihen werden bei Zalando eine finanzielle Verbindlichkeit im Posten Wandelanleihen und ein Eigenkapitalinstrument in der Kapitalrücklage separat erfasst. Die Schuldkomponente wird zunächst auf Basis der Zins- und Tilgungszahlungen, abgezinst mit einem risikoadjustierten Zinssatz eines vergleichbaren Schuldinstruments ohne Wandlungsrecht, zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Eigenkapitalkomponente wird bei erstmaliger Erfassung zum Restwert bewertet, der sich aus Subtraktion des beizulegenden Zeitwerts der Schuldkomponente vom beizulegenden Zeitwert des gesamten zusammengesetzten Instruments, d.h. dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Erlöse, ergibt. Die Schuldkomponente wird bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Eigenkapitalkomponente wird in der Folge nicht neu bewertet. Direkt mit der Begebung des zusammengesetzten Instruments verbundene zusätzliche Kosten werden den Komponenten basierend auf ihren ursprünglichen beizulegenden Zeitwerten anteilig als Transaktionskosten zugeordnet. Somit ergibt sich der anfängliche Buchwert einer jeden Komponente aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich zugeordneter Transaktionskosten. Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsgeschäften Zalando setzt derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps ausschließlich ein, um sich gegen Wechselkurs- und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zunächst zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit ihrem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist. Sie werden als finanzielle Verbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts derivativer Finanzinstrumente werden entweder erfolgswirksam oder erfolgsneutral erfasst, je nachdem, ob die Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften gemäß IFRS 9 erfüllt sind. Beim Hedge Accounting werden derivative Finanzinstrumente grundsätzlich entweder als Instrumente zur Absicherung des Risikos einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines bilanzierten Grundgeschäfts (Fair Value Hedge), als Instrumente zur Absicherung von
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zukünftig erwarteten Transaktionen (Cashflow Hedge) oder als Instrumente zur Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb klassifiziert. Im Rahmen des Risikomanagements hat Zalando Zielsetzungen und Strategien zur Reduzierung des Risikos bei der Nutzung von Sicherungsgeschäften festgelegt und dokumentiert. Ein Teil der Devisenterminkontrakte dient zur Sicherung von Wareneinkäufen in US-Dollar und Britischen Pfund und den daraus entstehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ein weiterer Teil der Devisenterminkontrakte dient zur Sicherung von Warenverkäufen in Fremdwährung und den daraus resultierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese Devisenterminkontrakte sind in Britischen Pfund, Schweizer Franken, Tschechischen Kronen, Norwegischen Kronen, Polnischen Zloty und Schwedischen Kronen abgeschlossen. Absicherung von Cashflows (Cashflow Hedge) Ein Cashflow Hedge steuert unser Risiko von Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (im Falle von Zinsrisiken), aus geplanten oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen sowie aus fest kontrahierten, nicht bilanzierten Verpflichtungen. Soweit ein Cashflow Hedge effektiv ist, werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des ineffektiven Teils des Sicherungsinstruments werden sofort als Gewinn oder Verlust im übrigen Finanzergebnis berücksichtigt. Die aus Sicherungsmaßnahmen resultierenden Gewinne und Verluste verbleiben zunächst im sonstigen Ergebnis und werden später in die erstmaligen Anschaffungskosten eines nichtfinanziellen Vermögenswerts einbezogen, wenn die abgesicherte erwartete Transaktion zu einer Erfassung des betreffenden nichtfinanziellen Vermögenswerts (Vorräte) führt, oder in derjenigen Periode erfolgswirksam erfasst, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis (Umsatzerlöse) beeinflusst. Zalando nutzt Devisenterminkontrakte als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus kontrahierten, aber noch nicht erfüllten Warenbeschaffungsgeschäften resultieren. Außerdem nutzt Zalando Devisenterminkontrakte, um geplante Umsätze in Fremdwährung gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. Diese Fälle werden – sofern die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllt sind – als Cashflow Hedge bilanziert. Eine Umgliederung in die Vorräte bzw. eine erfolgswirksame Umbuchung des im sonstigen Ergebnis erfassten Betrags erfolgt erst bei der Realisierung des Grundgeschäfts. Der Anteil des sonstigen Ergebnisses wird im Fall der Absicherung von kontrahierten Warenbeschaffungsgeschäften in die erstmaligen Anschaffungskosten der Vorräte einbezogen. Der Anteil des sonstigen Ergebnisses, der auf die Absicherung des Umsatzes entfällt, wird über die Umsatzerlöse erfolgswirksam gebucht.
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Bemessung des beizulegenden Zeitwerts Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei sind beobachtbare Inputfaktoren den nicht beobachtbaren Inputfaktoren vorzuziehen. Die im Abschluss für Vermögenswerte und Schulden angesetzten oder berichteten beizulegenden Zeitwerte werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet. Die Klassifizierung basiert auf dem Inputfaktor der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert einschlägig ist: — Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Schulden — Stufe 2: von notierten Preisen abweichende Inputfaktoren, die direkt oder indirekt beobachtbar sind und sich wesentlich auf die Bewertung des Vermögenswerts oder der Schuld auswirken — Stufe 3: Inputfaktoren, die für die Vermögenswerte und Schulden nicht beobachtbar sind Für Devisentermingeschäfte wird der beizulegende Zeitwert anhand der am Abschlussstichtag geltenden aktuellen Referenzkurse der Europäischen Zentralbank unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenkurs ermittelt. Die Bewertung der Zinssicherungsinstrumente erfolgt unter Abzinsung zukünftig erwarteter Cashflows mithilfe marktkonformer Abzinsungssätze, die für die Restlaufzeit der Kontrakte gelten. Rückstellungen Allgemeines Rückstellungen sind nach IAS 37 zu bilden, wenn der Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungshöhe wird unter Berücksichtigung aller aus der Verpflichtung ereartbaren Risiken bestmöglich geschätzt. Dabei wird grundsätzlich vom Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf den Abschlussstichtag abgezinst. Rückbauverpflichtungen Der Konzern erfasst Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen von Mietereinbauten in den angemieteten Logistikzentren, Bürogebäuden und Outlets. Die Rückstellung wird in Höhe des Barwerts der geschätzten künftigen Rückbauverpflichtungen angesetzt. In entsprechender Höhe werden die Rückbauverpflichtungen als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Mietereinbauten aktiviert. Die geschätzten Cashflows werden auf der Basis eines laufzeit- und risikoadäquaten Abzinsungssatzes abgezinst. Die Aufzinsung der Verpflichtung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwand erfasst.
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Anteilsbasierte Vergütungen Die im Konzern bestehenden anteilsbasierten Vergütungsprogramme werden als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Das gilt auch für anteilsbasierte Vergütungen, bei denen Zalando wählen kann, ob der Ausgleich in bar oder in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt, sofern für Zalando keine gegenwärtige Verpflichtung zu einem Barausgleich besteht. Zalando erfasst die aus anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Optionen. Aufwandserfassung und Zuführung in die Kapitalrücklage erfolgen über den vertraglich vereinbarten Erdienungszeitraum. Das ist der Zeitraum, über den die Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt werden müssen. Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird zum Zeitpunkt ihrer Gewährung (grant date) bewertet und in der Folge nicht angepasst. Die an jedem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit erfassten kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Veränderung der kumulierten Aufwendungen im Berichtszeitraum. Für Vergütungsrechte, die nicht ausübbar werden, weil eine Dienst- oder Leistungsbedingung nicht eingehalten worden ist, wird kein Aufwand erfasst. Marktbezogene Leistungsbedingungen und sonstige Nicht-Ausübungsbedingungen wirken sich bei Vergütungsmodellen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente nur auf die Höhe des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Optionen zum Gewährungszeitpunkt aus. Werden die Bedingungen einer Transaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe erfasst, in der sie angefallen wären, wenn die Vereinbarung in der ursprünglichen Fassung erfüllt worden wäre. Zalando erfasst außerdem die durch eine Modifikation entstehende Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der zugesagten Eigenkapitalinstrumente. Wird eine Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente annulliert, wird diese so behandelt, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre. Der bislang noch nicht erfasste Aufwand wird grundsätzlich sofort erfasst. Wird die annullierte Vergütungsvereinbarung jedoch durch eine neue Vergütungsvereinbarung ersetzt und die neue Vergütungsvereinbarung am Tag ihrer Gewährung als Ersatz für die annullierte Vergütungsvereinbarung deklariert, wird die neue Vereinbarung wie eine Änderung der ursprünglichen Vergütungsvereinbarung bilanziert. 67 Einzelhandel: ehemals Wholesale- und Offprice-Geschäft. 68 Partnerprogramm und Connected Retail 69 Zalando Marketing Services wurde in Zalando Partner Marketing Services umbenannt, um unseren Partnern ein einheitliches und konsistentes Erlebnis über die verschiedenen Partnerangebote hinweg zu bieten.
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Umsatzrealisierung Bei Zalando erzielen wir Umsatzerlöse in unseren wesentlichen Geschäftsmodellen, indem wir Kund*innen und Partnern die Übertragung eigenständig abgrenzbare Waren oder Dienstleistungen zusagen: — Retail-Geschäft 67 bedeutet, dass wir Bestände von Marken kaufen und sie in eigenem Namen an unsere Kund*innen verkaufen; das umfasst auch die über Lounge by Zalando oder über unsere Outlets verkauften Waren. — Das Partnergeschäft 68 ermöglichen Marken und Einzelhändlern den Verkauf von Waren über Zalando, wobei sie die volle Kontrolle über Angebot, Inhalt und Preisgestaltung behalten. — Zalando Partner Marketing Services 69 (ZMS) bietet Mode- und Lifestyle-Marken integrierte, datengestützte Multi-Channel-Marketing-Dienstleistungen mit effektiven Lösungen für den gesamten Marketing- und Vertriebskanal. ZMS ermöglicht es unseren Partnern, ihre Marke mit rund 50 Millionen Kund*innen bei Zalando und darüber hinaus zu verbinden. — Zalando E-Commerce Operating System (ZEOS) ist unsere B2B-Marke, mit der wir ein Betriebssystem für die Mode- und Lifestyle-Branche entwickeln, das es Marken und Einzelhändlern ermöglicht, ihre Multi-Channel-Verkäufe in ganz Europa über eine einheitliche Plattform zu steuern. Dazu gehören unsere Multi-Channel-B2B-Fulfilment- Lösung ZEOS Fulfilment sowie Zalando Fulfilment Solutions (ZFS) als wesentliche zusätzliche Dienstleistung im Rahmen unseres Partnergeschäfts, das unseren Markenpartnern die Nutzung unseres europäischen Logistiknetzwerks in unseren Märkten ermöglicht, mit dem sie ihre Reichweite, den Komfort und die Zufriedenheit für Kund*innen erhöhen können. Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt gemäß den Bestimmungen von IFRS 15 zu dem Zeitpunkt, an dem die zugesagten Güter und Dienstleistungen auf den*die Kund*in übertragen werden. Eine vertragliche Leistungsverpflichtung ist grundsätzlich erfüllt, wenn die Waren auf die Kund*innen übergehen. Die Umsatzerlöse werden in Höhe des Betrags erfasst, mit dem Zalando im Gegenzug für die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen rechnen kann. Für unser Handelsgeschäft sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Zalando bei diesen Umsatztransaktionen als Prinzipal auftritt, da wir die Verfügungsgewalt über die Waren innehaben, bevor diese auf die Kund*innen übergehen. Daher werden Umsatzerlöse in diesen Bereichen in voller Höhe erfasst. Im Partnergeschäft hingegen haben wir die Verfügungsgewalt über die Waren vor deren Übergang auf die Kund*innen nicht inne. Daher werden die Umsatzerlöse hier in Höhe der Provision angesetzt, deren Erhalt Zalando als Agent dieser Umsatztransaktionen von den Partnern erwartet. Für Dienstleistungen (ZEOS Fulfilment und ZMS), die wir an Partner erbringen, weist Zalando daher alle Gebühren als Umsatzerlöse aus, die wir von unseren
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Partnern für die Erbringung dieser Dienstleistungen erwarten. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen, Steuern und Gebühren gemindert. Zalando identifiziert seine Leistungsverpflichtungen als die in einem Vertrag mit einem*r Kund*in zugesagten abgrenzbaren Waren oder Dienstleistungen. Die von Zalando gegenüber Kund*innen zugesagten Waren und Dienstleistungen (Ware, Versand und Rückversand mit bis zu 100-tägigem Rückgaberecht sowie Kundenservice, Express-Versand oder Mindestbestellgebühr) bilden, mit Ausnahme von Zalando Plus, ein eigenständig abgrenzbares Bündel, d. h. die identifizierte Leistungsverpflichtung. Die gegenüber unseren Partnern zugesagten Dienstleistungen (Partnergeschäft, ZEOS Fulfilment oder ZMS) sind hingegen eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtungen. Beim Verkauf von Waren an Kund*innen überträgt Zalando die Verfügungsgewalt über die zugesagten Waren oder Dienstleistungen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das ist regelmäßig bei Auslieferung der Waren der Fall. Auch bei von Zalando gegenüber Partnern erbrachten Dienstleistungen (Partnergeschäft, ZEOS Fulfilment oder ZMS) erfolgt die Umsatzrealisierung zu dem Zeitpunkt, zu dem die zugrunde liegende Leistungsverpflichtung gegenüber unseren Partnern erfüllt wird. Leistungsverpflichtungen im Rahmen von Zalando Plus sind hingegen Bereitschaftsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden. Daher werden Umsatzerlöse linear über die zwölfmonatige Mitgliedschaft erfasst. Zalando berücksichtigt bei der Bewertung der erwartungsgemäß zu erhaltenden Gegenleistung das den Kund*innen eingeräumte Rückgaberecht im Handels- und Partnergeschäft; der Umsatz wird nur dann realisiert, wenn ausreichende Erfahrungswerte zur Wahrscheinlichkeit der Nichtausübung dieser Rechte vorliegen. Die voraussichtlichen Rückgaben werden auf Grundlage vertriebskanal- und länderspezifischer Retourenquoten geschätzt und umsatzmindernd behandelt. Zalando bietet seinen Kund*innen eine Vielzahl verschiedener Zahlungsoptionen. Abhängig von der Bezahllösung und vom Land, in dem die Bestellung getätigt wurde, sind Zahlungen typischerweise innerhalb von höchstens 14 bis 30 Tagen fällig. Erwartete Retouren Zalando bildet die erwartete Rücksendung von Waren in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto ab und schmälert die Erlöse um den geschätzten Umsatz der Retouren in voller Höhe. Die beim Warenversand in voller Höhe erfassten Umsatzkosten werden um den geschätzten Betrag der Retouren angepasst. Zalando bildet die erwartete Rücksendung von Waren auch in der Bilanz brutto ab. Dabei wird in den sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten ein Herausgabeanspruch auf Waren aus erwarteten Retouren aktiviert. Die Höhe des Vermögenswerts entspricht den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine Rücklieferung erwartet wird, unter Berücksichtigung der für die Retourenabwicklung anfallenden Kosten und der sich bei der Verwertung dieser Waren voraussichtlich ergebenden Verluste.
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Zudem werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für gelieferte Waren, für die eine Rücksendung erwartet wird, ausgebucht. Für bereits beglichene Kundenforderungen, in Bezug auf die in der Zukunft noch Retouren erwartet werden, passiviert Zalando innerhalb der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten eine Rückerstattungsverpflichtung gegenüber dem*r Kund*in. Optionen des Kunden für den Erwerb zusätzlicher Waren oder Dienstleistungen Im Jahr 2024 haben wir das Zalando Plus Programm weiterentwickelt und ein punktebasierte Treueprogramm eingeführt. Mit dem neuen Programm werden unseren Kund*innen Optionen für den Erwerb zusätzlicher Waren oder Dienstleistungen gewährt, die auf Grundlage level- und länderspezifischer Prämien entweder vergünstigt oder kostenlos bezogen werden können. Diese Prämien stellen ein eigenständig abgrenzbares Bündel aus Waren oder Dienstleistungen und damit eine separate Leistungsverpflichtung dar, die unseren Kund*innen ein wesentliches Recht einräumt. Daher ordnen wir einen Teil des Transaktionspreises aus den Erwerben, die zu diesen Prämien führen, ebenfalls der künftigen Leistungsverpflichtung zu. Für diese Zuordnung schätzen wird den Einzelverkaufspreis der Prämien und berücksichtigten den prämienspezifischen Rabatt, die Anzahl der Kund*innen, die am Programm teilnehmen, die Anzahl der gewährten Prämien sowie die prämien-, stufen- und länderspezifische Wahrscheinlichkeit, ob und wann diese Prämien eingelöst werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden, weil Zalando die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Investitionszuschüsse werden in der Bilanz von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand für den Ausgleich von Aufwendungen werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst und mit dem entsprechenden Aufwand verrechnet. Eventualschulden und Eventualforderungen Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen Ereignissen abhängt, die nicht vollständig unter unserer Kontrolle liegen, oder gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen entweder ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder bei denen die Höhe der Verpflichtung nicht verlässlich bestimmt werden kann. Dagegen handelt es sich bei Eventualforderungen um mögliche Vermögenswerte, deren Existenz von künftigen Ereignissen abhängt, die nicht vollständig unter unserer Kontrolle liegen.
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Zalando setzt in seiner Konzernbilanz keine Eventualschulden oder Eventualforderungen an. Wir beschreiben die Eventualschulden und Eventualforderungen und stellen deren geschätzte finanzielle Auswirkungen dar, wenn die Möglichkeit eines Abflusses (Eventualschuld) nicht unwahrscheinlich oder wenn der Zufluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen (Eventualforderungen) wahrscheinlich ist. Zum Abschlussstichtag bestanden Eventualschulden aus dem geplanten Erwerb der Aktien der ABOUT YOU Holding SE (siehe Abschnitt 3.5.8 (11.) Ereignisse nach dem Berichtsperiode). 3.5.6Verwendung von Schätzungen und Annahmen Die Erstellung von Abschlüssen in Übereinstimmung mit den IFRS Standards erfordert von unserem Management Annahmen und Schätzungen, die sich auf die im Abschluss ausgewiesenen Beträge und die dazugehörigen Angaben auswirken. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen unseres Managements auf den gegenwärtigen Ereignissen und Umständen beruhen, können die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen abweichen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen werden insbesondere bei folgenden Sachverhalten vorgenommen: — Die Identifizierung und Bestimmung von Wertberichtigungen auf Handelswaren und Forderungen; siehe Ausführungen in den Abschnitten 3.5.7 (16.) Vorräte und 3.5.7 (17.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Leistungen. — Die Bestimmung von erwarteten Retourenquoten; siehe Ausführungen im Abschnitt 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung. — Die Bestimmung der Nutzungsdauer der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte sowie die Bestimmung der Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögenswerte; siehe in den Abschnitten 3.5.7 (11.) Immaterielle Vermögenswerte, 3.5.7 (12.) Sachanlagen und 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung. — Die Bewertung von Vermögenswerten aus Nutzungsrechten, insbesondere Identifizierung von Wertminderungen sowie Bestimmung der Laufzeit eines Leasingverhältnisses und des entsprechenden Abzinsungssatzes; siehe in den Abschnitten 3.5.7 (13.) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten und 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung. — Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Verbindlichkeiten und anteilsbasierter Vergütungen; siehe Ausführungen in den Abschnitten 3.5.7 (21.) Anteilsbasierte Vergütungen und 3.5.7 (28.) Finanzinstrumente. — Die Bestimmung der Werthaltigkeit von aktiven Steuerlatenzen auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste; siehe Ausführungen in den Abschnitten 3.5.7 (8.) Steuern vom Einkommen und Ertrag und 3.5.7 (27.) Latente Steuern. — Die Schätzung des Einzelverkaufspreises für Optionen zum Erwerb zusätzlicher Waren oder Dienstleistungen; siehe im Abschnitt 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung.
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Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen am Abschlussstichtag, der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie der voraussichtlichen Entwicklung seines wirtschaftlichen Umfelds. Soweit sich diese Rahmenbedingungen abweichend entwickeln, werden die Annahmen sowie die Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Neben Schätzungen und Annahmen treffen wir bei Zalando bei der Anwendung unserer Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung auch Ermessensentscheidungen, die sich wesentlich auf die im Konzernabschluss erfassten und dargestellten Beträge auswirken. Wesentliche Ermessensentscheidungen betreffen: — Die Festlegung, wann die Verfügungsgewalt über zugesagte Waren oder Dienstleistungen auf die Kund*innen übergeht, siehe Ausführungen im Abschnitt 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung. — Die Beurteilung, ob Verbindlichkeiten, die Teil einer Reverse-Factoring-Vereinbarung sind, hinsichtlich ihrer Art und Funktion vergleichbar sind mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, siehe Ausführungen im Abschnitt 3.5.7 (23.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden und erhaltene Anzahlungen. — Die Beurteilung, ob von Partnern erworbene Forderungen hinsichtlich ihrer Art und Funktion vergleichbar sind mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, siehe Ausführungen im Abschnitt 3.5.7 (17.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. — Die Beurteilung, ob es hinreichend sicher ist, dass im Hinblick auf ein Leasingverhältnis eine Verlängerungsoption ausgeübt bzw. eine Kündigungsoption nicht ausgeübt wird, siehe Ausführungen im Abschnitt 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung.
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3.5.7Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung und -Bilanz (1.) Umsatzerlöse
| Umsatzerlöse | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Erträge aus dem Verkauf von Handelswaren | 8.408,9 | 8.105,9 | ||
| Erträge aus übrigen Dienstleistungen | 2.163,6 | 0 , 0 | 2.037,2 | |
| Summe | 10.572,5 | 10.143,1 |
Die Erträge aus dem Verkauf von Handelswaren umfassen den Verkauf von Handelswaren an unsere Kund*innen im Retail-Geschäft und sind dementsprechend vollständig dem B2C- Segment zugeordnet. Die Erträge aus übrigen Dienstleistungen enthielten im Wesentlichen Umsätzerlöse aus dem Partnergeschäft, Zalando Payment Services, ZMS und ZEOS Fulfilment (einschließlich ZFS und MCF). Diese Umsatzerlöse werden den B2C- und B2B-Segmenten zugeordnet. Weitere Informationen zu den Umsatzerlösen können dem Abschnitt 3.5.8 (10.) Segmentberichterstattung entnommen werden. (2.)Umsatzkosten
| Umsatzkosten | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Sachkosten | 5.964,3 | 5.909,1 | ||
| Personalkosten | 306,2 | 303,6 | ||
| Summe | 6.270,5 | 6.212,7 |
Die Umsatzkosten umfassen im Wesentlichen Materialaufwand, Personalkosten, Wertberichtigungen auf Vorräte, Abschreibungen, Fremdleistungen sowie Infrastrukturkosten.
| Umsatzkosten | ||||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | Veränderung | |||
| Summe | 6.270,5 | 6.212,7 | 57,8 | |||
| davon historische Anschaffungskosten | 5.287,1 | 5.257,5 | 29,5 | |||
| davon Veränderung der Wertberichtigung | -28,7 | 18,3 | -47,0 | |||
| davon Fulfilment Services | 772,5 | 678,1 | 94,4 | |||
| davon Sonstige | 239,6 | 258,8 | -19,2 |
„Sonstige“ Umsatzkosten umfasst im Wesentlichen das Partnergeschäft, Highsnobiety und ZMS.
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(3.)Vertriebskosten
| Vertriebskosten | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Sachkosten | 2.918,1 | 2.744,1 | ||
| Personalkosten | 479,5 | 466,7 | ||
| Summe | 3.397,6 | 3.210,8 |
Die Vertriebskosten setzen sich aus Fulfilmentkosten in Höhe von 2.418,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2.458,3 Mio. EUR) und Marketingkosten in Höhe von 979,2 Mio. EUR (Vorjahr: 752,5 Mio. EUR) zusammen. Die Sachkosten umfassen überwiegend Aufwendungen für Outbound-Logistik und Marketingkosten sowie Abschreibungen von Sachanlagen und Vermögenswerten aus Nutzungsrechten. Darüber hinaus enthalten die Fufilmentkosten auch Wertberichtigungen auf Forderungen. Ein verbessertes Debitorenmanagement hatte einen positiven Einfluss von 33,6 Mio. EUR auf unsere Nettowertberichtigungen. (4.)Verwaltungskosten
| Verwaltungskosten | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Sachkosten | 235,6 | 217,8 | ||
| Personalkosten | 277,7 | 272,9 | ||
| Summe | 513,3 | 490,8 |
Die Sachkosten umfassen überwiegend IT-bezogene Kosten, Bürokosten, Abschreibungen und Wertminderungen von Vermögenswerten aus Nutzungsrechten sowie Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten. (5.)Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich 2024 auf 20,9 Mio. EUR (Vorjahr: 20,6 Mio. EUR), wobei überwiegend Schadenersatzleistungen, Erträge aus Unterleasingverhältnissen sowie periodenfremde Erträge, die nicht einem Funktionsbereich zugeordnet werden können, erfasst werden.
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(6.)Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf 20,1 Mio. EUR (Vorjahr: 58,5 Mio. EUR). Diese Aufwendungen betreffen die Veräußerung von Vermögenswerten (siehe die Abschnitte 3.5.7 (12.) Sachanlagen, 3.5.7 (11.) Immaterielle Vermögenswerte und 3.5.7 (13.) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten), Schadenersatz, periodenfremde Aufwendungen, die nicht einem Funktionsbereich zugeordnet werden können, sowie Spenden. Im Vorjahr enthielten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen hauptsächlich Aufwendungen für Abfindungen und bezahlte Freistellungen im Zusammenhang mit unserem „Programm“ in Höhe von insgesamt 32,4 Mio. EUR. (7.) Finanzergebnis
| Finanzergebnis | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Zinsen und ähnliche Erträge | 75,7 | 46,5 | ||
| davon aus zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten | 1,4 | 2,5 | ||
| davon aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 2,3 | 3,6 | ||
| davon aus Geldmarktfonds | 23,6 | 19,0 | ||
| davon aus Termingelder | 33,6 | 15,6 | ||
| davon aus sonstigen Finanzinstrumenten | 14,8 | 5,8 | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -93,4 | -85,6 | ||
| davon aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | -89,3 | -82,0 | ||
| davon aus zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten | -0,7 | -2,7 | ||
| davon sonstiger Zinsaufwand | -3,4 | -0,9 | ||
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | -5,5 | 5.500.000,0 | -0,6 | |
| Übriges Finanzergebnis | -0,8 | 1,7 | ||
| davon aus Sicherungsgeschäften | 1,4 | -4,8 | ||
| davon aus Währungseffekten | -8,7 | 7,0 | ||
| davon aus sonstigen Bewertungseffekten der Finanzinstrumente | 6,6 | -0,5 | ||
| Finanzergebnis | -23,9 | -38,0 |
Zinsen und ähnliche Erträge stiegen deutlich aufgrund einer Erhöhung des in Euro investierten Volumens im Jahr 2024, die sich in Höhe von 23,6 Mio. EUR (Vorjahr: 19,0 Mio. EUR) auf die Zinsen aus Geldmarktfonds sowie in Höhe von 33,6 Mio. EUR (Vorjahr: 15,6 Mio. EUR) auf die Zinsen aus Geldanlagen auswirkte. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen haben sich gegenüber 2023 insgesamt um 7,8 Mio. EUR erhöht. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten stiegen vor allem aufgrund von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 26,8 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR). Der
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Zinsaufwand aus zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten hat sich aufgrund des weniger volatilen Wechselkurs- und Zinsumfelds gegenüber dem Vorjahr verringert. Die im übrigen Finanzergebnis erfassten Währungseffekte resultieren in erster Linie aus Bewertungseffekten für Forderungen und Verbindlichkeiten in CHF, SEK und PLN. Die im übrigen Finanzergebnis erfassten Effekte aus zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten sind aufgrund des weniger volatilen Wechselkursumfelds gestiegen. (8.) Steuern vom Einkommen und Ertrag In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind die latenten Steuern sowie die gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag in den jeweiligen Ländern erfasst. Sie umfassen Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und die entsprechenden ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern. Der Körperschaftsteuersatz in Deutschland für den Veranlagungszeitraum 2024 betrug unter Berücksichtigung des Solidaritätszuschlags wie im Vorjahr 15,8 %. Der maßgebliche Gewerbesteuersatz lag unverändert zum Vorjahr bei 14,7 %. Daraus ergibt sich ein erwarteter Konzernsteuersatz von 30,5 % (Vorjahr: 30,5 %). In fast allen Ländern, in denen der Konzern tätig ist, gelten Vorschriften der Säule 2. Die Vorschriften gelten ab dem Geschäftsjahr 2024. Ausgehend von der Beurteilung der Gruppe liegt der effektive Steuersatz für Säule-2-Ertragsteuern in den meisten Ländern, in denen der Konzern tätig ist, bei über 15 %. Es gibt eine begrenzte Anzahl von Ländern, in denen die temporäre Safe Harbour-Regelung nicht anwendbar ist, jedoch bleibt der effektive Säule-2- Steuersatz in diesen Rechtsordnungen nahe bei 15 %. Laufende und latente Steuern sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Latente Steuern | 27,5 | 8,5 | ||
| Laufende Steuern | -144,4 | -78,5 | ||
| Summe | -116,9 | -69,9 |
Der laufende Steueraufwand bezieht sich in Höhe von 4,0 Mio. EUR auf Vorjahre (Vorjahr: laufender Steuerertrag in Höhe von 0,1 Mio. EUR). Der latente Steuerertrag in Höhe von 27,5 Mio. EUR (Vorjahr: 8,5 Mio. EUR) wird unter Abschnitt 3.5.7 (27.) Latente Steuern detailliert erläutert. Zum Abschlussstichtag verfügt die Zalando-Gruppe über körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 109,5 Mio. EUR (Vorjahr: 108,1 Mio. EUR) sowie über gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 65,2 Mio. EUR (Vorjahr: 66,1 Mio. EUR). Auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 95,7 Mio. EUR (Vorjahr: 102,1 Mio. EUR)
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und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 55,9 Mio. EUR (Vorjahr: 65,8 Mio. EUR) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet. Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, ergab sich im Berichtsjahr ein Effekt auf das Steuerergebnis in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR). Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand im Konzern stellen sich wie folgt dar:
| Steuerüberleitungsrechnung | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Ergebnis vor Steuern | 368,0 | 152,9 | ||
| Ertragsteuersatz Konzern | 30,5 % | 30,5 % | ||
| Erwarteter Steueraufwand (–)/Steuerertrag (+) | -112,2 | -46,6 | ||
| Steueranteil für: | ||||
| steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen, steuerfreie Erträge | -14,1 | -24,2 | ||
| Aktivierung nicht angesetzter Verlustvorträge der Vorjahre | 0,9 | 0,6 | ||
| nicht angesetzte Verlustvorträge | 0,5 | -1,6 | ||
| Periodenfremde Steueraufwendungen (–)/ Steuererträge (+) | 1,8 | -2,1 | ||
| Steuersatzabweichungen | 6,2 | 4,1 | ||
| davon Anteil von Tochtergesellschaften mit höheren Steuersätzen | -0,7 | -1,3 | ||
| davon Anteil von Tochtergesellschaften mit niedrigeren Steuersätzen | 6,9 | 5,4 | ||
| Ertragsteueraufwand laut Konzern- Gesamtergebnisrechnung | -116,9 | -69,9 | ||
| Effektiver Steuersatz | 31,8 % | 45,7 % |
(9.)Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich, indem das auf die Anteilseigner*innen der Zalando SE entfallende Periodenergebnis durch die unverwässerte durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien dividiert wird.
| Ergebnis je Aktie (EPS) unverwässert | ||||
| 2024 | 2023 | |||
| Anteilseigner*innen der Zalando SE zuzurechnendes Periodenergebnis (in Mio. EUR) | 251,1 | 83,0 | ||
| Unverwässerte gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (in Mio. Stück) | 259,1 | 259,7 | ||
| Ergebnis je Aktie unverwässert (in EUR) | 0,97 | 0,32 | ||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich, indem das auf die Anteilseigner*innen der Gesellschaft entfallende Periodenergebnis durch die verwässerte durchschnittliche gewichtete Anzahl der Aktien dividiert wird.
| Ergebnis je Aktie (EPS) verwässert | ||||
| 2024 | 2023 | |||
| Anteilseigner*innen der Zalando SE zuzurechnendes Periodenergebnis (in Mio. EUR) | 251,1 | 83,0 | ||
| Verwässerte gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl (in Mio. Stück) | 261,7 | 261,9 | ||
| Ergebnis je Aktie verwässert (in EUR) | 0,96 | 0,32 |
Der verwässernde Effekt ist ausschließlich auf anteilsbasierte Vergütungsprogramme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente gegenüber Mitarbeiter*innen und Vorstands- mitgliedern zurückzuführen. Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie haben wir sämtliche Optionen berücksichtigt, mit Ausnahme anteilsbasierter Vergütungsprogramme mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, die ein zum Abschlussstichtag noch nicht erfülltes Leistungskriterium enthalten oder aus dem Geld sind, da der Aktienkurs im Jahr 2024 unter dem jeweiligen Ausübungspreis der Optionen lag. Bestimmte unter dem EIP, VSOP, LTI und ZOP gewährte Optionen (Vorjahr: EIP, VSOP, LTI und ZOP) wurden daher bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie nicht berücksichtigt. Für weitere Informtionen siehe 3.5.7 (21.) Anteilsbasierte Vergütungen. (10.)Personalaufwand
| Personalaufwand | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Löhne und Gehälter | 891,9 | 905,5 | ||
| Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 171,5 | 166,5 | ||
| davon für Altersversorgung | 1,2 | 1,0 | ||
| Summe | 1.063,4 | 1.072,0 |
Im Geschäftsjahr 2024 waren im Konzern durchschnittlich 15.309 angestellte Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 15.793) beschäftigt (ohne Auszubildende, Praktikant*innen und Werkstudent*innen). Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung beliefen sich auf 70,5 Mio. EUR (Vorjahr: 69,4 Mio. EUR). Der Personalaufwand wurde um die aktivierten Entwicklungskosten verringert. Weitere Informationen dazu finden sich unter 3.5.7 (11.) Immaterielle Vermögenswerte.
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(11.)Immaterielle Vermögenswerte
| Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2024 | ||||||||||
| in Mio. EUR | Aktivierte Entwicklungs- kosten | Gewerbliche Schutz- rechte, ähn- liche Rechte und Werte sowie Lizenzen | Geschäfts- oder Firmenwert | Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögens- werte | Summe | |||||
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2024 | 499,2 | 151,5 | 137,1 | 49,5 | 837,3 | |||||
| Zugänge | 37,4 | 2,5 | 0,0 | 46,8 | 86,7 | |||||
| Abgänge | -66,3 | 0,0 | 0,0 | -1,9 | -68,2 | |||||
| Umbuchungen | 39,2 | 0,5 | 0,0 | -39,7 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 0,4 | 1,8 | 1,6 | -0,5 | 3,3 | |||||
| Stand 31. Dez. 2024 | 509,9 | 156,3 | 138,7 | 54,2 | 859,1 | |||||
| Abschreibungen | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2024 | 360,4 | 77,7 | 0,0 | 0,0 | 438,1 | |||||
| Zugänge | 68,0 | 14,0 | 0,0 | 0,0 | 82,0 | |||||
| Abgänge | -63,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -63,8 | |||||
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | |||||
| Stand 31. Dez. 2024 | 364,6 | 92,3 | 0,0 | 0,0 | 456,9 | |||||
| Buchwerte | ||||||||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 138,8 | 73,8 | 137,1 | 49,5 | 399,2 | |||||
| Stand 31. Dez. 2024 | 145,3 | 64,0 | 138,7 | 54,2 | 402,2 | |||||
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 362 | ||
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| Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2023 | ||||||||||
| in Mio. EUR | Aktivierte Entwicklungs- kosten | Gewerbliche Schutz- rechte, ähn- liche Rechte und Werte sowie Lizenzen | Geschäfts- oder Firmenwert | Geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögens- werte | Summe | |||||
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2023 | 415,8 | 151,6 | 136,7 | 78,4 | 782,5 | |||||
| Zugänge | 68,0 | 1,5 | 0,0 | 6,8 | 76,3 | |||||
| Abgänge | -13,5 | 0,0 | 0,0 | -5,2 | -18,7 | |||||
| Umbuchungen | 28,9 | 2,0 | 0,0 | -30,9 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 0,0 | -3,6 | 0,4 | 0,4 | -2,8 | |||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 499,2 | 151,5 | 137,1 | 49,5 | 837,3 | |||||
| Abschreibungen | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2023 | 305,3 | 63,1 | 0,0 | 0,0 | 368,4 | |||||
| Zugänge | 65,8 | 14,5 | 0,0 | 0,0 | 80,3 | |||||
| Abgänge | -10,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -10,7 | |||||
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 0,0 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,1 | |||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 360,4 | 77,7 | 0,0 | 0,0 | 438,1 | |||||
| Buchwerte | ||||||||||
| Stand 31. Dez. 2022 | 110,5 | 88,5 | 136,7 | 78,4 | 414,1 | |||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 138,8 | 73,8 | 137,1 | 49,5 | 399,2 |
Die Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten entfallen mit insgesamt 84,2 Mio. EUR (Vorjahr: 74,8 Mio. EUR) auf aktivierte Entwicklungskosten sowie geleistete Anzahlungen und in Entwicklung befindliche Vermögenswerte. Davon sind 83,7 Mio. EUR (Vorjahr: 74,5 Mio. EUR) auf intern entwickelte Software zurückzuführen, und 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) werden unter geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Nicht betriebsbereite immaterielle Vermögenswerte unterliegen dem jährlichen Impairment- Test auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe zahlungsmittel- generierender Einheiten, zu der diese Vermögenswerte gehören. Der jährliche Impairment- Test für das Geschäftsjahr 2024 (sowie für das Vorjahr) führte zu keinem Wertminderungsbedarf für die nicht betriebsbereiten immateriellen Vermögenswerte.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Unsere Software-Entwicklungsabteilungen optimieren die bestehenden Angebote und arbeiten daran, innovative Produkte im Markt zu etablieren. Dementsprechend nimmt Forschung eine untergeordnete Rolle ein und folglich bestehen Forschungskosten nur in unwesentlicher Höhe. In der Berichtsperiode wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von 82,0 Mio. EUR (Vorjahr: 80,3 Mio. EUR) erfasst. Davon sind 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 16,8 Mio. EUR) in den Umsatzkosten, 58,7 Mio. EUR (Vorjahr: 54,1 Mio. EUR) in den Vertriebskosten und 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: 9,3 Mio. EUR) in den Verwaltungskosten ausgewiesen. Impairment-Test des Geschäfts- oder Firmenwerts Zalando hat zum 31. Dezember 2024 einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von insgesamt 138,7 Mio. EUR (Vorjahr: 137,1 Mio. EUR) erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in erster Linie dem B2C-Segment zugeordnet, das eine Gruppe zahlungsmittel- generierender Einheiten darstellt und als Geschäftssegment identifiziert wurde. Der verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert wird Tradebyte zugeordnet, welche eine einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheit darstellt. Diese ist dem B2B-Segment zugeordnet und umfasst die Tradebyte Software GmbH sowie die Tradebyte Software Ltd. Die Überprüfung auf eine mögliche Wertminderung der beiden Einheiten (B2C and Tradebyte) wird identisch durchgeführt. Dementsprechend gilt Folgendes für beide Impairment-Tests: Der jährliche Impairment-Test wurde zum Ende des Berichtszeitraums auf Ebene dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt. Die erzielbaren Beträge wurden anhand des Nutzungswertkonzepts berechnet. Der Nutzungswert wird anhand von Cashflow-Prognosen für einen Planungszeitraum von fünf Jahren bestimmt, die auf den vom Vorstand genehmigten aktuellsten Budgets basieren. Im Anschluss wird ein Restwert als ewige Rente hinzugefügt. Die zugrunde liegenden Finanzpläne spiegeln die aktuelle Performance sowie die besten Schätzungen des Managements in Bezug auf die künftige Entwicklung einzelner Einflussfaktoren, wie etwa Marktpreise und Gewinnmargen, wider. Marktannahmen, wie z. B. Konjunkturverlauf und Marktwachstum, werden unter Berücksichtigung externer makroökonomischer und geschäftsspezifischer Quellen einbezogen. Es wurden die folgenden Grundannahmen getroffen:
| Getroffene Annahmen beim Impairment Test | ||||||||
| B2C* | Tradebyte | |||||||
| 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | |||||
| Vorsteuer Diskontierungszinssatz | 15,2 % | 16,9 % | 13,3 % | 15,8 % | ||||
| Basiszinssatz | 2,5 % | 2,8 % | 2,5 % | 2,8 % | ||||
| Wachstum in der ewigen Rente | 2,0 % | 2,0 % | 2,0 % | 2,0 % | ||||
* Im Jahr 2023 wurden Geschäfts- oder Firmenwerte der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten dem Fashion Store zugeordnet und auf Wertminderung geprüft; Fashion Store wurde als Geschäftssegment identifiziert. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 entwickelten wir unsere Strategie weiter und führten den Fashion Store in unser Retail- und Partnergeschäft über, das nun das Geschäftssegment B2C bildet.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Zalando berechnet den Diskontierungszinssatz vor Steuern anhand des Capital Asset Pricing Model. Entsprechend wurden auf Basis der jeweiligen geschäftsspezifischen Vergleichsgruppe ein risikoloser Zinssatz, eine Marktrisikoprämie und ein Zuschlag für das Kreditrisiko (Spread) ermittelt. Zudem berücksichtigt die Berechnung die Kapitalstruktur und den Beta-Faktor der jeweiligen Vergleichsgruppe sowie den für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit geltenden durchschnittlichen Steuersatz. Der jährliche Impairment-Test ergab keine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts. Über den Impairment-Test hinaus wurde getestet, ob mögliche Änderungen der wesentlichen Annahmen (Wachstum in der ewigen Rente (–2,0 Prozentpunkte) sowie Basiszinssatz (+2,0 Prozentpunkte)) nach vernünftigem Ermessen dazu führen könnten, dass der Buchwert der Einheiten ihren jeweiligen erzielbaren Betrag übersteigt. Dies war zum 31. Dezember 2024 (wie im Vorjahr) nicht der Fall.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(12.)Sachanlagen
| Entwicklung der Sachanlagen 2024 | ||||||||||
| in Mio. EUR | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung | Grundstücke, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe | |||||
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2024 | 959,9 | 292,5 | 95,3 | 433,6 | 1.781,3 | |||||
| Zugänge | 28,4 | 14,1 | 7,8 | 59,2 | 109,5 | |||||
| Abgänge | -2,8 | -16,5 | -0,6 | -6,3 | -26,2 | |||||
| Umbuchungen | 98,5 | 2,8 | 10,7 | -112,0 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 4,2 | 0,4 | 0,7 | 0,7 | 6,0 | |||||
| Stand 31. Dez. 2024 | 1.088,2 | 293,3 | 113,9 | 375,2 | 1.870,6 | |||||
| Abschreibungen | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2024 | 330,3 | 178,3 | 18,6 | 0,0 | 527,2 | |||||
| Zugänge | 87,3 | 30,8 | 10,9 | 0,0 | 129,0 | |||||
| Abgänge | -1,3 | -14,9 | -0,3 | 0,0 | -16,5 | |||||
| Umbuchungen | -0,2 | -0,3 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 1,0 | 0,2 | 0,2 | 0,0 | 1,4 | |||||
| Stand 31. Dez. 2024 | 417,1 | 194,1 | 29,9 | 0,0 | 641,1 | |||||
| Buchwerte | ||||||||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 629,6 | 114,2 | 76,7 | 433,6 | 1.254,1 | |||||
| Stand 31. Dez. 2024 | 671,1 | 99,2 | 84,0 | 375,2 | 1.229,5 | |||||
| --- | --- | --- | ||||||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 366 | ||
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| Entwicklung der Sachanlagen 2023 | ||||||||||
| in Mio. EUR | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung | Grundstücke, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe | |||||
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2023 | 858,8 | 275,3 | 77,4 | 336,1 | 1.547,6 | |||||
| Zugänge | 21,0 | 17,3 | 11,4 | 167,8 | 217,5 | |||||
| Abgänge | -4,4 | -7,9 | -0,4 | -1,5 | -14,2 | |||||
| Umbuchungen | 63,6 | 5,6 | 4,1 | -73,3 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 20,9 | 2,2 | 2,8 | 4,5 | 30,4 | |||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 959,9 | 292,5 | 95,3 | 433,6 | 1.781,3 | |||||
| Abschreibungen | ||||||||||
| Stand 1. Jan. 2023 | 245,3 | 147,6 | 8,5 | 0,7 | 402,1 | |||||
| Zugänge | 82,5 | 34,4 | 9,8 | 0,0 | 126,7 | |||||
| Abgänge | -2,9 | -4,9 | -0,2 | -0,7 | -8,7 | |||||
| Umbuchungen | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 5,4 | 1,2 | 0,5 | 0,0 | 7,1 | |||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 330,3 | 178,3 | 18,6 | 0,0 | 527,2 | |||||
| Buchwerte | ||||||||||
| Stand 31. Dez. 2022 | 613,5 | 127,7 | 68,9 | 335,4 | 1.145,5 | |||||
| Stand 31. Dez. 2023 | 629,6 | 114,2 | 76,7 | 433,6 | 1.254,1 |
Die Zugänge zu Sachanlagen beliefen sich auf 109,5 Mio. EUR (Vorjahr: 217,5 Mio. EUR), die in erster Linie unsere Logistikzentren in Deutschland, Frankreich und Polen betreffen. Für diese Logistikzentren hat sich Zalando verpflichtet, weitere 59,5 Mio. EUR zu investieren (Vorjahr: 106,5 Mio. EUR). Die Abgänge ergaben sich hauptsächlich aus im Geschäftsjahr 2024 verschrotteten anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die planmäßigen Abschreibungen der Sachanlagen beliefen sich auf insgesamt 129,0 Mio. EUR (Vorjahr: 126,7 Mio. EUR). Davon sind 37,0 Mio. EUR (Vorjahr: 34,1 Mio. EUR) in den Umsatzkosten, 79,7 Mio. EUR (Vorjahr: 75,5 Mio. EUR) in den Vertriebskosten und 12,3 Mio. EUR (Vorjahr: 17,1 Mio. EUR) in den Verwaltungskosten ausgewiesen.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(13.)Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten Die Leasingverhältnisse von Zalando betreffen insbesondere Gebäude (z. B. Logistikzentren, Bürogebäude und Outlets). Diese Verträge enthalten Verlängerungsoptionen und in einigen Fällen Optionen zur Kündigung des Vertrags. Darüber hinaus sehen diese Verträge variable Zahlungen vor, die von der Entwicklung von Verbraucherpreisindizes abhängig sind, sowie Zahlungen in Verbindung mit Nichtleasingkomponenten (z. B. Servicekosten). Unter den Vermögenswerten aus Nutzungsrechten erfasste sonstige Leasingverhältnisse betreffen hauptsächlich andere Anlagen (z. B. Firmenwagen) sowie technische Anlagen und Maschinen. Die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten beliefen sich zum Ende des Berichtszeitraums auf insgesamt 742,3 Mio. EUR (Vorjahr: 785,5 Mio. EUR). Die Zugänge zu den Vermögenswerten aus Nutzungsrechten betrugen 97,3 Mio. EUR (Vorjahr: 231,2 Mio. EUR) und betreffen in erster Linie den Beginn der Leasingverträge für ein Logistikzentrum in Frankreich sowie für ein Bürogebäude und neue Outlets in Deutschland. Zum Abschlussstichtag belief sich der Buchwert der Leasingforderung für eine 2021 begonnene Untermietvereinbarung für Büroflächen in Berlin auf 48,5 Mio. EUR (Vorjahr: 54,0 Mio. EUR) und die Summe der nicht abgezinsten noch zu erhaltenden Leasingzahlungen auf 52,3 Mio. EUR (Vorjahr: 59,0 Mio. EUR). Die Differenz in Höhe von 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,0 Mio. EUR) stellt den noch nicht realisierten Finanzertrag dar. In den kommenden fünf Jahren werden jährlich nicht abgezinste Leasingzahlungen in Höhe von 8,4 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR) vereinnahmt. Der Restbetrag der nicht abgezinsten Leasingzahlungen in Höhe von 10,5 Mio. EUR (Vorjahr: 18,3 Mio. EUR) wird nach diesem Zeitraum von fünf Jahren über die Restlaufzeit des Leasingverhältnisses fällig. Im Geschäftsjahr 2024 erfasste Zalando Abschreibungen in Höhe von 138,9 Mio. EUR (Vorjahr: 127,9 Mio. EUR). Von diesem Gesamtbetrag sind 29,6 Mio. EUR (Vorjahr: 19,1 Mio. EUR) in den Umsatzkosten, 60,2 Mio. EUR (Vorjahr: 59,5 Mio. EUR) in den Vertriebskosten und 49,1 Mio. EUR (Vorjahr: 49,2 Mio. EUR) in den Verwaltungskosten ausgewiesen. Von den erfassten Abschreibungen entfällt ein Betrag in Höhe von insgesamt 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 14,5 Mio. EUR) auf die Wertminderung von Vermögenswerten aus Nutzungsrechten an Gebäuden, für die geplant ist, sie nicht weiter für unser eigenes Geschäft zu nutzen.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Die Klassen zugrunde liegender Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:
| Vermögenswerte aus Nutzungsrechten 2024 | ||||||
| in Mio. EUR | Gebäude | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe | |||
| Buchwert | ||||||
| Stand 1. Jan. 2024 | 783,6 | 1,9 | 785,5 | |||
| Zugänge | 96,6 | 0,7 | 97,3 | |||
| Abgänge | -3,6 | 0,0 | -3,6 | |||
| Abschreibungen | -137,2 | -1,7 | -138,9 | |||
| davon aus Wertminderungen | -9,1 | 0,0 | -9,1 | |||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 2,1 | 0,0 | 2,1 | |||
| Stand 31. Dez. 2024 | 741,4 | 1,0 | 742,3 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte aus Nutzungsrechten 2023 | ||||||
| in Mio. EUR | Gebäude | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe | |||
| Buchwert | ||||||
| Stand 1. Jan. 2023 | 676,7 | 2,5 | 679,3 | |||
| Zugänge | 229,2 | 2,0 | 231,2 | |||
| Abgänge | -3,3 | -0,6 | -3,8 | |||
| Abschreibungen | -125,1 | -2,7 | -127,9 | |||
| davon aus Wertminderungen | -14,5 | 0,0 | -14,5 | |||
| Währungsumrechnungs- differenzen | 6,0 | 0,7 | 6,7 | |||
| Stand 31. Dez. 2023 | 783,6 | 1,9 | 785,5 | |||
Die Summe der Leasingverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2024 betrug 861,6 Mio. EUR (31. Dezember 2023: 912,2 Mio. EUR). Die nicht abgezinsten Zahlungen in Verbindung mit Leasingverbindlichkeiten haben folgende Fälligkeiten:
| Leasingverbindlichkeiten nach Fristigkeit | ||||||||||
| Restlaufzeit | ||||||||||
| in Mio. EUR | bis 1 Jahr | 1 – 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe | Buchwert zum 31. Dez. 2024 | |||||
| 2024 | 172,9 | 554,7 | 300,8 | 1.028,4 | 861,6 | |||||
| 2023 | 162,0 | 554,9 | 347,0 | 1.063,9 | 912,2 |
Variable Zahlungen betreffen Mietzahlungen, die von Verbraucherpreisindizes abhängig sind. Grundsätzlich werden Anpassungen soweit erforderlich einmal jährlich vorgenommen. Im
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Durchschnitt ändert sich die zu zahlende Miete um etwa 80–90 % der Veränderung des zugrunde liegenden Indexes. 2024 beliefen sich die zusätzlichen Zahlungen für diese indexbasierten Mietanpassungen auf insgesamt 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,8 Mio. EUR). Optionen zur Verlängerung von Leasingverträgen sind aus Sicht des Konzerns wesentlich und bewegen sich zwischen 3 und 20 Jahren. Die Ausübung all dieser Optionen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten einbezogen wurden, könnte zu einem zusätzlichen Mittelabfluss in Höhe von insgesamt 1.744,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.571,2 Mio. EUR) führen. Des Weiteren least Zalando Büro- und Fotoausrüstung sowie Fahrzeuge. Bei den entsprechenden Leasingverhältnissen handelt es sich grundsätzlich entweder um kurzfristige Leasingverhältnisse oder um Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte. Entsprechend den in 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden macht Zalando für diese Verträge von der in IFRS 16.5 vorgesehenen Ausnahmeregelung Gebrauch und erfasst Leasingzahlungen gemäß IFRS 16.6 linear über die jeweilige Leasinglaufzeit. Im Geschäftsjahr 2024 beliefen sich die Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse auf 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR) und die Aufwendungen für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte auf 4,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr haben sich keine wesentlichen Änderungen des Portfolios aus kurzfristigen Leasingverhältnissen ergeben. Der Zinsaufwand für Leasingverbindlichkeiten betrug im Geschäftsjahr 2024 insgesamt 26,8 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR) und wird im Mittelzufluss und -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt. Die Auszahlungen für die Tilgung der Leasingverbindlichkeiten beliefen sich auf insgesamt 134,5 Mio. EUR (Vorjahr: 128,1 Mio. EUR) und werden im Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen (siehe 3.4 Konzern- Kapitalflussrechnung und 3.5.7 (26.) Angaben zur Kapitalflussrechnung). Die Summe der Mittelabflüsse für Leasingverhältnisse des Konzerns (einschließlich Zahlungen für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse) in 2024 betrug 176,8 Mio. EUR (Vorjahr: 152,7 Mio. EUR).
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(14.)Langfristige finanzielle Vermögenswerte und langfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte Zum Abschlussstichtag setzen sich die langfristigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte wie folgt zusammen:
| Langfristige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte | ||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 143,4 | 85,2 | 58,3 | |||
| davon Leasingforderung | 48,5 | 54,0 | -5,5 | |||
| davon Beteiligungen | 92,7 | 29,1 | 63,6 | |||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 2,3 | 2,1 | 0,2 | |||
| Sonstige langfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 4,4 | 3,2 | 1,2 | |||
| davon Abgrenzungsposten | 4,4 | 3,2 | 1,2 |
Die Zunahme der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte um 58,3 Mio. EUR auf 143,4 Mio. EUR (Vorjahr: 85,2 Mio. EUR) ist hauptsächlich auf unseren Erwerb von Aktien von ABOUT YOU i.H.v. 67,9 Mio. EUR zurückzuführen. Weitere Informationen sind unter Abschnitt 3.5.8 (11.) Ergebnisse nach der Berichtsperiode zu finden. Die Leasingforderung belief sich zum 31. Dezember 2024 auf insgesamt 48,5 Mio. EUR (Vorjahr: 54,0 Mio. EUR). Weitere Informationen sind unter Abschnitt 3.5.7 (13.) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten zu finden. (15.)Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Zum Abschlussstichtag umfasst die nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlage folgendes Unternehmen:
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | ||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||
| Moncalieri Logistics S.r.l. | 1,4 | 6,9 | -5,5 | |||
| Summe | 1,4 | 6,9 | -5,5 | |||
| --- | --- | --- | ||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 |
(16.)Vorräte Die Vorräte, d. h. der Bestand an Waren, der sich im Wesentlichen aus Schuhen und Textilien zusammensetzt, sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:
| Vorräte | ||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||
| Vorräte | 1.549,7 | 1.440,9 | 108,8 | |||
| davon historische Anschaffungskosten | 1.856,9 | 1.776,8 | 80,2 | |||
| davon Wertberichtigungen | -307,2 | -335,9 | 28,7 |
Die Vorräte stiegen im Geschäftsjahr infolge des höheren Wareneingangs um 7,6 % auf 1.549,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.440,9 Mio. EUR). Die Abnahme der Wertberichtigungen um 28,7 Mio. EUR ist hauptsächlich auf verschiedene Verbesserungen beim Abbau von Überbeständen zurückzuführen, die sich aus dem Restbestand der Waren am Ende der Saison ergeben. (17.)Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen Zum Abschlussstichtag setzen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen wie folgt zusammen:
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | ||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 926,1 | 899,3 | 26,8 | |||
| davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 593,9 | 596,6 | -2,7 | |||
| davon sonstige Forderungen | 332,2 | 302,7 | 29,5 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegen die Kund*innen aus unserem Retail-Geschäft bzw. resultieren aus ZMS, ZEOS Fulfilment (einschließlich ZFS und MCF), Tradebyte-Services, dem Highsnobiety-Geschäft sowie aus Versandgebühren. Sonstige Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen Kund*innen unserer Partner für Verkäufe über unsere Plattform. Diese Forderungen, die hinsichtlich ihrer Art und Funktion als vergleichbar gelten, haben wir von unseren Partnern erworben. Der gesamte Forderungsbestand wurde wie im Vorjahr um Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen reduziert.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Zusammengefasst entwickelte sich die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen wie folgt:
| Entwicklung der Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Kumulierte Wertminderungen zum 1. Jan. | 68,6 | 106,6 | ||
| Zuführungen zu pauschalierter Einzelwertberichtigung | 28,3 | 46,1 | ||
| Verbräuche | -57,6 | -84,9 | ||
| Wechselkurseffekte und sonstige Änderungen | -0,1 | 0,8 | ||
| Kumulierte Wertminderungen zum 31. Dez. | 39,3 | 0 , 0 | 68,6 | |
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| Aufteilung der Wertberichtigung 2024 | ||||
| in Mio. EUR | Bruttobetrag | Wertberichtigung | ||
| ≤ 30 Tage | 834,8 | 9,0 | ||
| 31 – 60 Tage | 80,6 | 6,4 | ||
| 61 – 90 Tage | 17,6 | 5,3 | ||
| 91 – 180 Tage | 17,9 | 8,7 | ||
| > 180 Tage | 14,5 | 9,9 | ||
| Summe | 965,4 | 39,3 | ||
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| Aufteilung der Wertberichtigung 2023 | ||||
| in Mio. EUR | Bruttobetrag | Wertberichtigung | ||
| ≤ 30 Tage | 796,0 | 11,1 | ||
| 31 – 60 Tage | 106,7 | 8,0 | ||
| 61 – 90 Tage | 19,8 | 7,2 | ||
| 91 – 180 Tage | 22,5 | 19,7 | ||
| > 180 Tage | 22,7 | 22,7 | ||
| Summe | 967,7 | 68,6 |
Die Zuführungen zur Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 28,3 Mio. EUR (Vorjahr: 46,1 Mio. EUR). Von der zum 31. Dezember des Vorjahres bestehenden Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen wurden 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 6,1 Mio. EUR) aufgelöst und 48,5 Mio. EUR (Vorjahr: 78,7 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Darüber hinaus beliefen sich die Forderungsverluste für uneinbringliche Forderungen im Geschäftsjahr auf 74,2 Mio. EUR (Vorjahr: 121,4 Mio. EUR). Die Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen verringerte sich gegenüber dem im Vorjahr erfassten Betrag hauptsächlich aufgrund der immer noch hohen Inanspruchnahme der Wertberichtigung infolge der Ausbuchung alter Portfolios. Zalando optimiert laufend die
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Steuerung der Zahlungsoptionen und arbeitet zur besseren Überwachung betrügerischer Aktivitäten mit Bonitätsdienstleistern zusammen. Diese Maßnahmen führen im Ergebnis zu niedrigeren Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen. Die Zuführungen zur Wertberichtigung auf zweifelhafte Forderungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen. Die Forderungen werden nicht verzinst und unterliegen daher keinem Zinsrisiko. (18.)Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte Zum Abschlussstichtag setzen sich die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nichtfinanziellen Vermögenswerte wie folgt zusammen:
| Sonstige kurzfristige finanzielle und nichtfinanzielle Vermögenswerte | ||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 120,3 | 110,5 | 9,9 | |||
| davon Termingelder/Geldmarktfonds | 50,8 | 50,0 | 0,8 | |||
| davon derivative Finanzinstrumente | 17,2 | 2,5 | 14,7 | |||
| davon debitorische Kreditoren | 14,0 | 22,3 | -8,2 | |||
| davon sonstige Finanzinstrumente | 38,3 | 35,7 | 2,6 | |||
| Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 267,7 | 265,4 | 2,3 | |||
| davon Umsatzsteuerforderungen | 124,0 | 97,4 | 26,6 | |||
| davon Herausgabeanspruch aus erwarteten Retouren | 95,9 | 88,8 | 7,0 | |||
| davon Abgrenzungsposten | 36,8 | 23,7 | 13,1 | |||
| davon Ertragsteuerforderungen | 10,2 | 36,9 | -26,7 | |||
| davon sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 0,9 | 18,5 | -17,6 |
Die Entwicklung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurde größtenteils durch die gestiegenen Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente in Höhe von 17,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) beeinflusst, die sich aus Wechselkursänderungen ergaben (siehe auch Abschnitt 3.5.7 (28.) Finanzinstrumente). Diese Zunahme wurde durch debitorische Kreditoren teilweise ausgeglichen. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte bleiben insgesamt nahezu unverändert. Innerhalb der Bilanzposition ergab sich jedoch eine Zunahme der Umsatzsteuerforderungen auf 124,0 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 97,4 Mio. EUR), was in erster Linie auf offene Umsatzsteuer- erstattungen zurückzuführen ist, die zum Jahresende 2024 höher waren als 2023. Diese Entwicklung wird durch niedrigere Ertragsteuerforderungen in Höhe von 10,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: 36,9 Mio. EUR) infolge von Steuererstattungen für Vorjahre ausgeglichen.
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(19.)Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen die in der folgenden Tabelle dargestellten Kategorien.
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | ||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | ||
| Geldmarktfonds | 365,4 | 738,1 | ||
| Bankguthaben | 1.272,1 | 794,6 | ||
| Kurzfristige Geldanlagen | 950,0 | 1.000,0 | ||
| Kassenbestand | 0,3 | 0,5 | ||
| Summe | 2.587,8 | 2.533,2 |
Die dargestellten kurzfristigen Geldanlagen haben ursprüngliche Laufzeiten von bis zu drei Monaten. Im Jahr 2024 haben wir beschlossen, einen Teil unserer Geldmarktfonds in Bankguthaben umzuschichten, um von den günstigen Zinssätzen zu profitieren. Insgesamt erhöhten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Vergleich zum Vorjahr um 54,6 Mio. EUR. Weitere Informationen zur Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind unter Abschnitt 3.5.7 (26.) Angaben zur Kapitalflussrechnung zu finden. (20.)Eigenkapital Die Zalando SE, das Mutterunternehmen der Zalando-Gruppe, hat zum Abschlussstichtag 263.937.633 (Vorjahr: 263.772.023) auf den*die Inhaber*in lautende Stückaktien ohne Nennbetrag ausgegeben. Jede Aktie repräsentiert einen anteiligen Betrag des gezeichneten Kapitals von 1,00 EUR und berechtigt zu einer Stimme in der Hauptversammlung des Unternehmens. Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens wurde im Laufe des Geschäftsjahres 2024 durch teilweise Ausnutzung des bedingten Kapitals 2014 und 2016 um insgesamt 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) auf 263,9 Mio. EUR (Vorjahr: 263,8 Mio. EUR) erhöht. Die Kapitaleinlage für die neu ausgegebenen Aktien ist voll eingezahlt.
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Das genehmigte und das bedingte Kapital setzen sich zum Abschlussstichtag aus folgenden Posten zusammen:
| Genehmigtes und bedingtes Kapital | ||||||
| Betrag in Mio. EUR | Anzahl der Stückaktien | Zweck | ||||
| Genehmigtes Kapital 2020 | 99,3 | 99.254.719 | Kapitalerhöhung gegen Bar- oder Sacheinlagen bis 22.06.2025 | |||
| Bedingtes Kapital 2014 | 3,1 | 3.053.650 | Bedienung von Bezugsrechten aus dem SOP 2014 | |||
| Bedingtes Kapital 2016 | 3,0 | 3.001.764 | Bedienung von Bezugsrechten aus dem EIP 2016 | |||
| Bedingtes Kapital 2019 | 1,5 | 1.522.269 | Bedienung von Bezugsrechten aus dem LTI 2018 | |||
| Bedingtes Kapital 2020 | 75,2 | 75.199.787 | Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen oder einer Kombination aus diesen Instrumenten bis 22.06.2025 | |||
Die Kapitalrücklage beträgt 1.319,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1.323,7 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr wurden im Rahmen von anteilsbasierten Vergütungsplänen nach IFRS 2 Beiträge in Höhe von 82,4 Mio. EUR (Vorjahr: 83,1 Mio. EUR) zugeführt. Die Kapitalrücklage wurde durch einen Eigenkapitalposten gemäß IAS 12.68C um 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) erhöht. Die Beitragszuführungen für neu ausgegebene Aktien ergaben eine Zunahme der Kapitalrücklage um 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Darüber hinaus wurde die Kapitalrücklage von der Übertragung eigener Aktien an Mitarbeiter*innen (–0,4 Mio. EUR; Vorjahr: –0,3 Mio. EUR) und latenten Steuern aus anteilsbasierten Vergütungen (5,9 Mio. EUR; Vorjahr: –1,1 Mio. EUR) beeinflusst. Nur im Berichtsjahr verringerte sich die Kapitalrücklage auch aufgrund des Rückerwerbs eigener Aktien um einen Betrag in Höhe von 95,4 Mio. EUR. 2024 hat die Zalando SE 4.092.095 eigene Aktien zurückgekauft (Vorjahr: kein Rückerwerb). Die bis zum 31. Dezember 2024 zurückgekauften Aktien belaufen sich auf einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 4.738.381 EUR (Vorjahr: 3.276.578 EUR) und damit auf 1,8 % (Vorjahr: 1,2 %) des Grundkapitals. Die eigenen Aktien sollen zur Bedienung von Aktienoptionsprogrammen genutzt werden. 2024 wurden im Rahmen von Aktienoptions- programmen insgesamt 2.630.292 eigene Aktien ausgegeben (Vorjahr: 1.281.529 eigene Aktien). In den sonstigen Rücklagen sind die Effekte aus dem Cashflow Hedging in Höhe von –6,1 Mio. EUR (Vorjahr: –48,2 Mio. EUR) sowie die dazugehörigen latenten Steuern in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 14,7 Mio. EUR) erfasst. Aufgrund von Cashflow Hedging wurden im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 17,0 Mio. EUR (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von 34,8 Mio. EUR) aus den sonstigen Rücklagen in die Umsatzerlöse umgebucht. Darüber hinaus erhöhten sich die Anschaffungskosten für Vorräte um 4,3 Mio. EUR aufgrund von Umbuchungen aus den sonstigen Rücklagen in die Vorräte (Vorjahr: Verringerung der Vorräte um 10,0 Mio. EUR).
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Die Gewinnrücklagen resultieren aus Gewinn- und Verlustvorträgen der vergangenen Be- richtsperioden sowie dem in der aktuellen Berichtsperiode entstandenen Periodengewinn. Das gesamte Eigenkapital des Konzerns ist den Aktionär*innen der Zalando SE zuzurechnen. Somit gibt es kein auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Eigenkapital. Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in Abschnitt 3.3 Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. (21.)Anteilsbasierte Vergütungen Für die zum Abschlussstichtag bestehenden unterschiedlichen anteilsbasierten Vergütungszusagen von Zalando wurden Aufwendungen in Höhe von 82,4 Mio. EUR (Vorjahr: 83,0 Mio. EUR) erfasst. Die für den Konzernabschluss des Unternehmens wesentlichen Vergütungszusagen werden nachfolgend ausführlich erläutert. Sämtliche dieser Vergütungszusagen für Mitarbeiter*innen und Führungskräfte wurden 2024 und in Vorjahren im Rahmen von Plänen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bilanziert. Die Grundannahme dabei ist, dass die Regelungen der Programme für sämtliche Teilnehmer*innen gleichermaßen gelten. Zur Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften bestimmter Jurisdiktionen sind jedoch gegebenenfalls geringfügige Anpassungen für bestimmte Teilnehmergruppen erforderlich. Erläuterung der Vorstandsprogramme LTI 2018 Im Rahmen des LTI 2018, das Teil des am 1. Dezember 2018 in Kraft getretenen Vergütungssystems ist, wurden jedem Vorstandsmitglied 1.750.000 Optionen gewährt (davon 1.000.000 virtuelle Optionen und 750.000 Aktienoptionen). Jede Option bezieht sich auf eine Aktie des Unternehmens und hat einen Ausübungspreis von 47,44 EUR. Die Optionen werden in vierteljährlichen Tranchen über einen Zeitraum von fünf Jahren unverfallbar. Die Optionen können erst nach Ablauf einer Wartefrist ausgeübt werden; diese beträgt für 57 % der Optionen vier Jahre und für die verbleibenden 43 % der Optionen 4,75 Jahre ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens am 1. Dezember 2018. Der für das Erreichen des Leistungskriteriums relevante Leistungszeitraum entspricht der Wartefrist (d. h. 4 bzw. 4,75 Jahre) für die jeweiligen Optionen. Der ausübbare prozentuale Anteil der unverfallbaren Optionen der Begünstigten basiert darauf, inwieweit eine angestrebte durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von wenigstens 15 % im relevanten Leistungszeitraum erreicht wurde. 100 % der unverfallbaren Optionen können ausgeübt werden, falls die CAGR 15 % oder mehr beträgt. Andernfalls, abhängig von der Abweichung der tatsächlichen CAGR von der angestrebten CAGR, verringert sich der ausübbare prozentuale Anteil der unverfallbaren Optionen im Wege einer Stufenfunktion dergestalt, dass jeder 0,5- Prozentpunkt der CAGR unter 15 % zu einer 10%igen Reduktion der Auszahlung führt; die letzte Stufe liegt bei < 11,0 % und ≥ 10,0 %; unter 10 % CAGR findet keine Auszahlung statt.
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Bei Ausübung der virtuellen Aktienoptionen haben die Begünstigten Anspruch auf den Betrag, um den der Aktienkurs am Ausübungstag den Ausübungspreis von 47,44 EUR übersteigt. Dieser Betrag (der Erfüllungswert) ist auf maximal 97,14 EUR je Option begrenzt. Um diesen Höchstbetrag zu erzielen, muss der Aktienkurs des Unternehmens 144,58 EUR erreichen. Das Unternehmen ist berechtigt, seine Verpflichtung durch die Lieferung der entsprechenden Anzahl eigener Aktien in Höhe des Erfüllungswerts zu erfüllen. Bei Ausübung der echten Aktienoptionen haben die Begünstigten Anspruch auf die Anzahl neuer Aktien des Unternehmens, die dem Betrag, um den der Aktienkurs am Ausübungstag den Ausübungspreis von 47,44 EUR übersteigt, entspricht. Dieser Betrag (der Erfüllungswert) ist auf maximal 97,14 EUR je Option begrenzt. Um diesen Höchstbetrag zu erzielen, muss der Aktienkurs des Unternehmens 144,58 EUR erreichen. Das Unternehmen ist berechtigt, seine Verpflichtung in bar oder durch die Lieferung der entsprechenden Anzahl eigener Aktien in Höhe des Erfüllungswerts zu erfüllen. LTI 2019 und angepasster LTI 2019 Mit Wirkung vom April 2019 wurde der Vorstand von Zalando um zwei neue Mitglieder, David Schröder und Jim Freeman, erweitert. Jedem neuen Vorstandsmitglied wurden im Rahmen eines neuen Long-Term Incentive Programms (LTI 2019) Optionen gewährt. Insgesamt wurden 400.000 Typ-A-, 110.000 Typ-B- und 274.000 Typ-C-Optionen gewährt. Jede Option bezieht sich auf eine Aktie des Unternehmens und hat einen Ausübungspreis von 29,84 EUR (Typ-A- Optionen) bzw. 1,00 EUR (Typ-B- und C-Optionen). Die Optionen werden in vierteljährlichen Tranchen über einen Zeitraum von vier Jahren unverfallbar. Die Optionen können erst nach Ablauf einer Wartefrist von einem, zwei, drei oder vier Jahren ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens am 1. April 2019 ausgeübt werden. Der für das Erreichen des Leistungskriteriums relevante Leistungszeitraum entspricht der Wartefrist für die jeweiligen Optionen. Der ausübbare prozentuale Anteil der unverfallbaren Optionen der Begünstigten basiert darauf, inwieweit eine angestrebte CAGR von wenigstens 15 % im relevanten Leistungszeitraum erreicht wurde. 100 % der unverfallbaren Typ-A- und Typ-B-Optionen können ausgeübt werden, falls die CAGR innerhalb des relevanten Leistungszeitraums 15 % oder mehr beträgt. Andernfalls verringert sich der ausübbare prozentuale Anteil der jeweiligen unverfallbaren Optionen in Abhängigkeit davon, inwieweit die tatsächliche CAGR die angestrebte CAGR unterschreitet. Unter 10 % CAGR findet keine Auszahlung statt. Darüber hinaus ist die Anzahl der ausübbaren Typ-A- und Typ-B-Optionen eines bestimmten Leistungszeitraums auf die Anzahl beschränkt, die zusammen mit den bereits ausübbaren Optionen vorheriger Leistungszeiträume eine Gesamtanzahl ausübbarer Optionen ergibt, die ausübbar geworden wären, wenn das Leistungskriterium zum entsprechenden Zeitpunkt auf die Gesamtanzahl der unverfallbaren Optionen angewendet worden wäre. Für einen bestimmten Leistungszeitraum, in dem die CAGR unter null fällt, kann die Anpassung der Anzahl der ausübbaren Optionen jedoch nicht zur Anzahl der ausübbaren Optionen führen. 100 % der unverfallbaren Typ-C- Optionen können ausgeübt werden, falls die CAGR 15 % oder mehr beträgt. Andernfalls verringert sich der ausübbare prozentuale Anteil der jeweiligen unverfallbaren Optionen in Abhängigkeit davon, inwieweit die tatsächliche CAGR die angestrebte CAGR unterschreitet. Unter 11 % CAGR findet eine 50%ige Auszahlung statt. Optionen, die aufgrund einer
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Unterschreitung der CAGR nicht ausgeübt werden konnten (Non-Performing Optionen) und an eine Wartefrist von vier Jahren gebunden sind, verfallen entschädigungslos. Non-Performing Optionen aller Optionstypen mit einer Wartefrist von weniger als vier Jahren können zu einem späteren Zeitpunkt ausübbar werden, vorausgesetzt die relevante CAGR steigt. Die Begünstigten haben Anspruch auf den Betrag, um den der Aktienkurs am Ausübungstag den Ausübungspreis von 29,84 EUR für Typ-A-Optionen und 1,00 EUR für Typ- B- und Typ-C-Optionen übersteigt. Dieser Betrag (der Erfüllungswert) ist auf maximal 70,16 EUR je Typ-A-Option und 99,00 EUR je Typ-B- und Typ-C-Option beschränkt. Um diesen Höchstbetrag zu erzielen, muss der Aktienkurs bei Ausübung 100,00 EUR erreichen. Das Unternehmen ist berechtigt, seine Verpflichtung durch die Lieferung der entsprechenden Anzahl eigener Aktien in Höhe des Erfüllungswerts zu erfüllen. Im Hinblick auf nachteilige steuerliche Konsequenzen, die für Jim Freeman als Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika aus der Anwendung bestimmter Vorschriften von Section 409A des U.S. Internal Revenue Code (US-Bundessteuergesetz) resultieren, wurden bestimmte für Jim Freeman geltende Regelungen des LTI 2019 geändert („angepasstes LTI 2019“), und bis zum 31. März 2020 unverfallbar gewordene Optionen wurden eingezogen und vom Unternehmen in bar und in Aktien erfüllt. Das Unternehmen hat Jim Freeman für die auf den Erfüllungswert und die im Rahmen des angepassten LTI 2019 verbleibenden Optionen erhobene Strafzahlung entschädigt. Im Rahmen des angepassten LTI 2019 werden seit Ende Juni 2020 bis Ende März 2023 die 17.125 Jim Freeman gewährten Optionen am Ende eines jeden Quartals bzw., sofern das Datum der ersten Ausübungsmöglichkeit auf den 31. Dezember fällt, am 1. November eines jeden Kalenderjahres unverfallbar. Unverfallbare Optionen können, wie oben erläutert, erst nach Ablauf des jeweiligen Erdienungszeitraums ausgeübt werden. Nach Ablauf der Wartefrist verfallen sämtliche noch nicht ausgeübten Optionen zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres entschädigungslos. LTI 2021 Das LTI 2021 wurde im April 2021 als variabler Vergütungsbestandteil des Vergütungssystems 2021 für Mitglieder des Vorstands eingeführt. Beim LTI 2021 handelt es sich um ein aktienbasiertes virtuelles Optionsprogramm, das an die Entwicklung des GMV des Unternehmens sowie an ESG-Ziele gebunden ist. Im Rahmen des LTI 2021 werden den Mitgliedern des Vorstands im Wege einer einmaligen Zuteilung für die gesamte Laufzeit ihres Anstellungsvertrags (sequenzieller Plan) zwei Arten von Optionen gewährt, nämlich LTI-Aktien und LTI-Optionen. Das LTI bietet den Mitgliedern des Vorstands die Flexibilität, das Verhältnis an LTI-Aktien (LTI-Aktien-Verhältnis) und LTI-Optionen (LTI-Optionen-Verhältnis) individuell festzulegen. Hierfür legt der Aufsichtsrat einen Zielwert in Euro als Zuteilungswert fest. Die Anzahl der zu gewährenden LTI-Aktien ergibt sich, indem der Zuteilungswert durch das Produkt aus dem Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt und einem festen Umrechnungsfaktor für LTI-Aktien von 1 geteilt und das Ergebnis mit dem LTI-Aktien-Verhältnis multipliziert wird. Die Anzahl der den einzelnen Mitgliedern des Vorstands zu gewährenden LTI-Optionen ergibt sich, indem der Zuteilungswert durch das Produkt aus dem Aktienkurs zum
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Gewährungszeitpunkt und einem festen Umrechnungsfaktor für LTI-Optionen von 0,4 geteilt und das Ergebnis mit dem LTI-Optionen-Verhältnis multipliziert wird. Die Anzahl der ausübbaren LTI-Aktien und LTI-Optionen ist an das vorherige Eintreten der Unverfallbarkeit und den Ablauf der jeweiligen Wartefrist gebunden und ist abhängig davon, inwieweit die Leistungskriterien im Leistungszeitraum erfüllt wurden. Die Optionen werden über einen Leistungszeitraum, der der Laufzeit des entsprechenden Anstellungsvertrags entspricht, in vierteljährlichen Tranchen unverfallbar. LTI-Aktien und LTI-Optionen können erst nach Ablauf einer vierjährigen, zum Gewährungszeitpunkt beginnenden Wartefrist ausgeübt werden. Des Weiteren können LTI-Aktien und LTI-Optionen erst nach Ablauf der Wartefrist innerhalb eines festen Ausübungszeitraums von drei Jahren ausgeübt werden. LTI-Aktien und LTI-Optionen, die nach Ablauf des Ausübungszeitraums noch nicht ausgeübt wurden, verfallen entschädigungslos. LTI-Aktien berechtigen die Mitglieder des Vorstands zum Erhalt einer Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Aktienkurs des Unternehmens am Tag der Ausübung und dem Ausübungspreis in Höhe von 1,00 EUR je LTI-Aktie. LTI-Optionen berechtigen die Mitglieder des Vorstands zum Erhalt einer Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Aktienkurs am Ausübungstag und dem Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt. Die Auszahlung (der Erfüllungswert) im Rahmen des LTI 2021 ist für LTI-Aktien auf 200 % des Aktienkurses zum Gewährungszeitpunkt und für LTI-Optionen auf 250 % des Aktienkurses zum Gewährungszeitpunkt begrenzt. Das Unternehmen ist berechtigt, seine Verpflichtung durch die Lieferung der Anzahl eigener Aktien entsprechend des Erfüllungswerts zu erfüllen. LTI 2024 Beim LTI 2024 handelt es sich um einen erfolgsabhängigen langfristigen Vergütungsbestandteil, der an unsere strategischen finanziellen Leistungsziele und, durch die Integration eines ESG-Modifier, die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens geknüpft ist. Dabei handelt es sich um einen variablen Vergütungsbestandteil unseres Vergütungssystems 2024, das am 18. Mai 2024 in Kraft trat. Im Rahmen des LTI 2024 werden den Mitgliedern des Vorstands in jährlichen Tranchen (rollierender Plan) zwei Arten von Optionen gewährt, nämlich virtuelle LTI-Aktien (mit einem Ausübungspreis von 1,00 EUR) und virtuelle LTI-Optionen (mit einem Ausübungspreis in Höhe des Aktienkurses zum Gewährungszeitpunkt). Die Aufteilung zwischen Aktien und Optionen im Rahmen des LTI ist festgelegt und entspricht 25 % LTI- Aktien und 75 % LTI-Optionen. Wenn die Wartefrist von vier Jahren abgelaufen und die sonstigen Ausübungsbedingungen erfüllt sind, berechtigt das LTI 2024 die Mitglieder des Vorstands bei Ausübung während eines Ausübungszeitrums von drei Jahren zum Erhalt einer Barzahlung oder der Differenz zwischen dem Aktienkurs des Unternehmens am Ausübungstag und dem Ausübungspreis der entsprechenden LTI 2024-Option. Die Auszahlung (der Erfüllungswert) im Rahmen des LTI 2024 ist für LTI-Aktien auf 200 % des Aktienkurses zum Gewährungszeitpunkt und für LTI-Optionen auf 250 % des Aktienkurses zum Gewährungszeitpunkt begrenzt. Das Unternehmen ist berechtigt, seine Verpflichtung durch die Lieferung eigener Aktien anstelle einer Barzahlung zu begleichen.
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Die endgültige Anzahl der ausübbaren LTI-Aktien und LTI-Optionen einer Tranche des LTI 2024 hängt vom Eintreten der Unverfallbarkeit ab, sowie davon, inwieweit der Zielwert für das Bruttowarenvolumen (GMV) und das bereinigte EBIT der Zalando-Gruppe sowie die festgelegten ESG-Vorgaben in einem dreijährigen Leistungszeitraum ab dem Zuteilungszeitpunkt der betreffenden LTI-Tranche erreicht werden. Die Optionen werden über den Leistungszeitraum in vierteljährlichen Tranchen unverfallbar. Zur Ermittlung der endgültigen Anzahl der ausübbaren Optionen aus den im Berichtszeitraum zugeteilten Jahrestranchen des LTI 2024 wird zunächst die Zielerreichung der finanziellen Leistungsziele herangezogen. Dabei wird der Zielwert für das GMV mit 60 % und der Zielwert für die bereinigte EBIT-Marge mit 40 % gewichtet. Im zweiten Schritt ist dann der ESG-Modifier zu berücksichtigen. Hierfür wurden ESG-Leistungsziele im Bereich Nachhaltigkeit und Diversität und Inklusion (D&I) festgelegt (die gleich stark gewichtet werden). Dies kann je nach Erreichung der ESG-Leistungsziele zu einer positiven oder negativen Anpassung der finanziellen Zielerreichungsquote um den Faktor 0,8 bis 1,2 führen. Die Anzahl der ausübbaren LTI-Optionen nach Ablauf der Wartefrist ergibt sich durch Multiplikation der ursprünglichen Anzahl zugeteilter LTI-Aktien und LTI-Optionen mit der Gesamt-Zielerreichung. ZOP 2021 Der ZOP (Zalando Ownership Plan) wurde im April 2021 als variabler Vergütungsbestandteil des Vergütungssystems 2021 für Mitglieder des Vorstands eingeführt. Im Rahmen des ZOP wird Teilnehmer*innen am Ende eines jeden Quartals während ihrer Dienstzeit unverfallbares Eigenkapital in Form von Aktienoptionen als Vergütung für das jeweilige Quartal gewährt. Performance Optionen können erst nach einer Wartefrist von zwei Jahren ab dem Gewährungszeitpunkt ausgeübt werden. Der für jede*n Teilnehmer*in jährlich angestrebte Eigenkapitalbetrag wird in vierteljährliche Tranchen unterteilt, und jede Tranche wird in eine bestimmte Anzahl an Performance Aktien (Optionen mit einem Ausübungspreis von 1,00 EUR) sowie Performance Optionen (Optionen mit einem Ausübungspreis in Höhe des Schlusskurses der Zalando-Aktie zum Gewährungszeitpunkt (Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt)) umgerechnet. Die Teilnehmer*innen können wählen, in welchem Verhältnis die vierteljährlichen Tranchen in Performance Aktien und Performance Optionen aufgeteilt werden sollen. Die Umrechnung in Aktienoptionen basiert für Performance Aktien (1,05) und Performance Optionen (0,3) auf unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren. Am Ende der zweijährigen Wartefrist für die Performance Optionen der jeweiligen Tranche können die Begünstigten ihre Aktienoptionen mit Ausnahme von Blackout-Perioden jederzeit über einen Zeitraum von drei Jahren ausüben. Performance Aktien können nur innerhalb von drei Jahren nach dem Gewährungszeitpunkt ausgeübt werden. Die ZOP-Aktien berechtigen die Mitglieder des Vorstands zum Erhalt einer Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung der ZOP-Aktien und dem Ausübungspreis in Höhe von 1,00 EUR je ausgeübter ZOP-Aktie. Die ZOP-Optionen berechtigen die Mitglieder des Vorstands zum Erhalt einer Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Aktienkurs am Ausübungstag und dem Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt. Der Zahlungsanspruch (der Erfüllungswert) im Rahmen des ZOP ist je ZOP-Aktie auf 200 % des Aktienkurses zum Gewährungszeitpunkt und je ZOP-Option auf 250 % des Aktienkurses am Gewährungs- zeitpunkt begrenzt. Das Unternehmen ist berechtigt, seine Verpflichtung durch die Lieferung der Anzahl eigener Aktien in Höhe des Erfüllungswerts zu erfüllen.
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Erläuterung der Führungskräfteprogramme SOP 2014 Das SOP 2014 berechtigt führende Mitglieder des Management-Teams sowie ausgewählte Leistungsträger*innen zum Bezug von insgesamt 6.732.000 Anteilen der Zalando SE. Die Optionen werden unverfallbar, sofern der*die Empfänger*in die vorgesehene Dienstzeit einer Tranche ableistet. Unverfallbare Optionen können nur dann ausgeübt werden, wenn die im SOP 2014 enthaltenen Leistungsbedingungen erfüllt sind und die Wartefrist verstrichen ist. Der Ausübungspreis beträgt in Abhängigkeit vom jeweiligen Gewährungszeitpunkt der Option 17,72 EUR, 22,79 EUR, 25,03 EUR, 29,92 EUR, 30,48 EUR und 31,60 EUR je Option. Jede Option berechtigt die Empfänger*innen (im alleinigen Ermessen des Unternehmens) zum Erwerb einer neuen oder eigenen Aktie. Die Optionsrechte werden in 16 Tranchen über einen Zeitraum von vier Jahren unverfallbar. Das Leistungskriterium setzt voraus, dass Zalando über einen ab dem Tag der Gewährung beginnenden Zeitraum von vier Jahren ein bestimmtes Umsatzwachstum erreicht. Wird das vertragliche Umsatzziel nicht erreicht, verfallen die Optionen entschädigungslos. Die vierjährige Wartefrist beginnt am Tag der Gewährung. Die Empfänger*innen können unverfallbare Optionen nach Ablauf der Wartefrist in einem Zeitraum von fünf Jahren ausüben. Vor dem 27. Juli 2020 konnten die Optionen nur innerhalb festgelegter Ausübungsfenster ausgeübt werden, und zwar innerhalb von drei Wochen nach der Veröffentlichung einer Quartalsmitteilung, eines Halbjahresberichts oder des Jahresabschlusses. Mit Beschluss der Hauptversammlung des Unternehmens und des Aufsichtsrats am 23. Juni 2020 wurden die Ausübungszeiträume im Rahmen des SOP 2014 wie folgt geändert: Die Optionen können nun ab diesem Datum jederzeit mit Ausnahme von Blackout-Perioden ausgeübt werden, die den Zeitraum vom 45. Kalendertag vor der Hauptversammlung des Unternehmens bis zum Tag dieser Hauptversammlung, den Zeitraum von dem Tag, an dem das Unternehmen oder eines seiner verbundenen Unternehmen ein Wertpapierangebot öffentlich bekanntgibt, bis zu dem Tag, an dem die Angebotsfrist für dieses Angebot endet, sowie Zeiträume, die gemäß den allgemeinen Insiderrichtlinien des Unternehmens gesperrt sind, betreffen. Die Empfänger*innen haben keinen Anspruch auf Barausgleich. Nichtsdestotrotz ist das Unternehmen berechtigt, seine Verpflichtung durch eine Barzahlung in Höhe des Betrags zu erfüllen, um den der Aktienpreis am Ausübungstag den Ausübungspreis für jede ausgeübte Aktienoption übersteigt. VSOP 2018 und angepasstes VSOP 2018 Das VSOP 2018 wurde 2018 ausgewählten führenden Mitgliedern des Management-Teams gewährt. Insgesamt wurden darunter 750.000 virtuelle Aktienoptionen gewährt. Die virtuellen Aktienoptionen unterteilen sich in 500.000 ITM (in the money) Virtual-Stock-Optionen, die einen Ausübungspreis von 29,84 EUR haben, und 250.000 OTM (out of the money) Virtual- Stock-Optionen, die einen Ausübungspreis von 57,38 EUR haben. Für jede wirksam ausgeübte Option erhalten die Begünstigten einen Barzahlungsanspruch in Höhe des Schlusskurses der Aktie des Unternehmens an der Frankfurter Wertpapierbörse am Tag des Zugangs der Ausübungsmitteilung abzüglich des jeweiligen Ausübungspreises. Das Unternehmen hat das Recht, seine Barzahlungsverpflichtungen gegenüber den Begünstigten durch die Lieferung von Aktien zu erfüllen. Die Optionen werden unverfallbar, sofern die Empfänger*innen die vorgesehene Dienstzeit einer Tranche ableisten. Unverfallbare Optionen können nur dann ausgeübt werden, wenn das im VSOP 2018 enthaltene Leistungsziel erreicht
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ist und die Wartefristen verstrichen sind. Die Optionen werden in 20 Tranchen über einen Zeitraum von fünf Jahren unverfallbar. Das Leistungsziel setzt voraus, dass Zalando während der ab dem Tag der Gewährung beginnenden Wartefristen ein bestimmtes Wachstum erreicht. Wird das Leistungsziel nicht erreicht, verfallen die Optionen ersatzlos. Die Wartefristen belaufen sich auf zwei bis fünf Jahre ab dem Tag der Gewährung. Die Begünstigten können die ausübbaren Optionen nach Ablauf der jeweiligen Wartefrist während eines Zeitraums von zwei bis drei Jahren mit Ausnahme von Blackout-Perioden jederzeit ausüben. Im Hinblick auf nachteilige steuerliche Konsequenzen, die für Jim Freeman als Staatsbürger der Vereinigten Staaten von Amerika aus der Anwendung bestimmter Vorschriften von Section 409A des U.S. Internal Revenue Code resultieren, wurden bestimmte Regelungen des VSOP 2018 geändert („angepasstes VSOP 2018“), und 250.000 bis zum 1. April 2020 unverfallbar gewordene Optionen wurden eingezogen und vom Unternehmen in bar und in Aktien erfüllt. Das Unternehmen wird Jim Freeman für die auf den Erfüllungswert und die im Rahmen des angepassten VSOP 2018 verbleibenden Optionen gemäß Section 409A des U.S. Internal Revenue Code erhobene Strafzahlung entschädigen, wobei die Entschädigung in Verbindung mit den verbleibenden Optionen auf einen Betrag begrenzt ist, der zahlbar gewesen wäre, hätte der betreffende Wert der jeweiligen verbleibenden Optionen für Zwecke der Berechnung der jeweiligen Strafzahlung 55,00 EUR je Aktie betragen. Der Verfallstag der im Rahmen des angepassten VSOP 2018 verbleibenden ITM Virtual-Stock-Optionen ist der letzte Tag des Kalenderjahres, in dem die jeweilige Sperrfrist für diese Optionen abläuft. EIP Das EIP war eine Vergütungszusage mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, die Mitgliedern der obersten Führungsebene des Konzerns jährlich gewährt wurde. Die EIP- Vergütungszusagen wurden im Juli (als vollständige jährliche Gewährung) und im Januar (als anteilige jährliche Gewährung) eines jeden Jahres gewährt. Die erste EIP-Vergütungszusage wurde im Juli 2016 gewährt. Die im Rahmen des EIP ausgegebenen Optionen berechtigten die Teilnehmer*innen jährlich zum Erhalt einer Kombination (Portfolio) aus Performance Aktien und Performance Optionen, abhängig von dem dem*der jeweiligen Teilnehmer*in gewährten Gesamtbetrag in Euro (die jährliche Gewährung). Der*die Teilnehmer*in konnte entscheiden, wie die jährliche Gewährung zwischen Performance Aktien und Performance Optionen aufgeteilt werden sollte und ob die Performance Optionen als ATM (at the money) Performance Optionen oder OTM (out of the money) Performance Optionen gewährt werden sollten. Das Umtauschverhältnis basierte auf der Bewertung der Performance Aktien und Performance Optionen zum beizulegenden Zeitwert. Die Performance Aktien hatten einen Ausübungspreis von 1,00 EUR, die ATM Performance Optionen einen Ausübungspreis, der dem volumengewichteten 60-Handelstage-Durchschnittskurs vor dem Tag der Gewährung (Basispreis) entsprach, und die OTM Performance Optionen hatten einen Ausübungspreis von 120 % des Basispreises. Die Portfolios wurden unverfallbar, sofern der*die Empfänger*in die vorgesehene Dienstzeit einer Tranche ableistete.
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Unverfallbare Portfolios konnten nur dann ausgeübt werden, wenn das im EIP enthaltene Leistungsziel erreicht und die Wartefrist verstrichen war. Das Leistungsziel setzte voraus, dass Zalando über einen ab dem Tag der Gewährung beginnenden Zeitraum von vier Jahren ein bestimmtes Wachstum erreicht. Wurde das vertragliche Leistungsziel nicht erreicht, verfielen die Portfolios ersatzlos. Die vierjährige Wartefrist begann am Tag der Gewährung. Die Empfänger*innen konnten unverfallbare Portfolios nach Ablauf der Wartefrist von vier Jahren mit Ausnahme von Blackout-Perioden ausüben. Es liegt im alleinigen Ermessen des Vorstands, im Einzelfall zu entscheiden, ob die Ausübung der Optionen in Aktien des Unternehmens (durch bedingtes Kapital oder eigene Aktien) oder in Barleistungen erfolgt. Mit Wirkung vom Juli 2019 wurde das EIP durch den ZOP (Zalando Ownership Plan) ersetzt. ZOP 2019 Im Juli 2019 wurde der ZOP (Zalando Ownership Plan) eingeführt, um künftig das EIP zu ersetzen. Im Rahmen des ZOP wird Teilnehmer*innen am Ende jedes Quartals während ihrer Anstellung unverfallbares Eigenkapital in Form von Aktienoptionen als Vergütung für das jeweilige Quartal gewährt. Der für jede*n Teilnehmer*in jährlich angestrebte Eigenkapital- betrag wird in vierteljährliche Tranchen unterteilt, und jede Tranche wird in eine bestimmte Anzahl an Performance Aktien (Optionen mit einem Ausübungspreis von 1,00 EUR) sowie Performance Optionen (Optionen mit einem Ausübungspreis in Höhe des Schlusskurses der Zalando-Aktie zum Gewährungszeitpunkt (Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt)) umgerechnet. Die Teilnehmer*innen können wählen, in welchem Verhältnis die vierteljährlichen Tranchen in Performance Aktien und Performance Optionen aufgeteilt werden sollen. Die Umrechnung in Aktienoptionen basiert für Performance Aktien (1,05) und Performance Optioen (0,3) auf unterschiedlichen Umrechnungsfaktoren. Am Ende der zweijährigen Wartefrist für die Performance Optionen der jeweiligen Tranche können die Begünstigten ihre Aktienoptionen mit Ausnahme von Blackout-Perioden jederzeit über einen Zeitraum von drei Jahren ausüben. Performance Aktien können nur innerhalb von drei Jahren nach dem Gewährungszeitpunkt ausgeübt werden. Die Performance Aktien berechtigen die Begünstigten zum Erhalt einer Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Ausübung der Performance Aktien und dem Ausübungs- preis in Höhe von 1,00 EUR je ausgeübter Performance Aktie. Die Performance Optionen berechtigen die Begünstigten zum Erhalt einer Barzahlung in Höhe der Differenz zwischen dem Aktienkurs am Ausübungstag und dem Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt. Das Unternehmen ist berechtigt, seine Verpflichtung durch die Lieferung der entsprechenden Anzahl eigener Aktien in Höhe des entsprechenden Erfüllungswerts zu erfüllen.
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Erläuterung der sonstigen Mitarbeiterprogramme Zalando hat einen unternehmensweiten Top Performance Plan aufgelegt und 2020 den Zalando Share Plan, einen neuen unternehmensweiten leistungsorientierten Aktienplan für Mitarbeiter*innen, eingeführt. Der Zalando Share Plan ersetzt die bisherigen Programme Share Bonus und Share Invest. Im Rahmen des Top Performance Plan und des Zalando Share Plan werden Mitarbeiter*innen Aktien des Unternehmens gewährt. Zalando Share Plan Der Zalando Share Plan ermöglicht Teilnehmer*innen den selbstfinanzierten Erwerb von Aktien (Investment-Aktien) mit anschließender Gewährung von sogenannten Matching-Aktien des Unternehmens sowie Verfahren für die Gewährung von Bonusaktien des Unternehmens ohne Gegenleistung in bar. Top Performance Plan Ziel des jährlichen Top Performance Plan ist es, Mitarbeiter*innen zu belohnen, die während des Leistungsjahres hervorragende Leistungen erbracht haben. Teilnehmer*innen erhalten so viele Aktien des Unternehmens, dass deren Höhe dem ihnen jeweils gewährten Mitarbeiterbonus entspricht.
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| Entwicklung ausstehender Optionen | ||
| SOP 2014 | ||
| Anzahl von Optionen | ||
| Zum 1. Jan. 2023 ausstehend | 614.541 | |
| In der Berichtsperiode gewährt | 0 | |
| In der Berichtsperiode verwirkt | 0 | |
| In der Berichtsperiode ausgeübt | 196.636 | |
| In der Berichtsperiode verfallen | 2.844 | |
| Zum 31. Dez. 2023 ausstehend | 415.061 | |
| Zum 31. Dez. 2023 ausübbar | 415.061 | |
| Zum 1. Jan. 2024 ausstehend | 415.061 | |
| In der Berichtsperiode gewährt | 0 | |
| In der Berichtsperiode verwirkt | 0 | |
| In der Berichtsperiode ausgeübt | 69.260 | |
| In der Berichtsperiode verfallen | 181.750 | |
| Zum 31. Dez. 2024 ausstehend | 164.051 | |
| Zum 31. Dez. 2024 ausübbar | 164.051 | |
| Gewichtete durchschnittliche Vertragsrestlaufzeit ausstehender Optionen (in Jahren) | ||
| Zum 31. Dez. 2023 | 0,6 | |
| Zum 31. Dez. 2024 | 0,2 | |
| Gewichteter durchschnittlicher Anteilswert (in EUR) für ausgeübte Optionen | ||
| 2023 | 27,11 | |
| 2024 | 23,61 | |
| Bandbreite an Ausübungspreisen für ausstehende Optionen (in EUR) | ||
| min | ||
| Zum 31. Dez. 2023 | 22,79 | |
| Zum 31. Dez. 2024 | 31,60 | |
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Bewertung neu gewährter Optionen Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte von im aktuellen Jahr und im Vorjahr neu gewährten Optionen erfolgte anhand der in der nachfolgenden Tabelle dargestellten Inputparameter. Der beizulegende Zeitwert setzt sich zusammen aus dem inneren Wert und dem Zeitwert multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit für das voraussichtliche Erreichen des Leistungsziels.
| Bewertungsparameter | ||||||
| Bewertungsparameter 2024 | LTI 2024 | ZOP 2019 | ZOP 2021 | |||
| Optionspreismodell | Binomial | Binomial | Binomial | |||
| Gewichteter durchschnittlicher Anteilswert (in EUR) | 26,2 | 24,6 | 24,6 | |||
| Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (in EUR) | 23,2 | 10,7 | 16,9 | |||
| Erwartete Volatilität (%) | 44,1 | 49,0 | 48,2 | |||
| Erwartetete Dividenden (%) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||
| Fristenäquivalenter risikoloser Zinssatz (%) | 2,1 | 2,2 | 2,2 | |||
| Wahrscheinlichkeit für das Erreichen des Leistungsziels (%) | 88,9 | n.a. | n.a. | |||
| Gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert der Option (in EUR) | 9,2 | 18,3 | 13,7 | |||
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| Bewertungsparameter | ||||||
| Bewertungsparameter 2023 | LTI 2021 | ZOP 2019 | ZOP 2021 | |||
| Optionspreismodell | Binomial | Binomial | Binomial | |||
| Gewichteter durchschnittlicher Anteilswert (in EUR) | 25,4 | 28,2 | 24,7 | |||
| Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (in EUR) | 22,5 | 15,6 | 13,1 | |||
| Erwartete Volatilität (%) | 43,1 | 48,0 | 47,8 | |||
| Erwartetete Dividenden (%) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |||
| Fristenäquivalenter risikoloser Zinssatz (%) | 2,3 | 2,7 | 2,7 | |||
| Wahrscheinlichkeit für das Erreichen des Leistungsziels (%) | 73,9 | n.a. | n.a. | |||
| Gewichteter durchschnittlicher beizulegender Zeitwert der Option (in EUR) | 7,6 | 19,3 | 16,4 | |||
Die in die Bewertung einfließenden Parameter wurden folgendermaßen bestimmt: Der Anteilswert wurde unter Berücksichtigung der Handelskurse der Zalando-Aktie bestimmt. Die in das Modell einfließende erwartete Volatilität basiert auf historischen Kursbewegungen der Zalando-Aktie. Die erwartete Optionslaufzeit wurde unter Berücksichtigung sowohl der Vertragslaufzeit als auch des erwarteten bzw. historischen Ausübungsverhaltens bestmöglich geschätzt. Der fristenäquivalente risikolose Zinssatz wurde mithilfe der Svensson-Methode errechnet. Die Wahrscheinlichkeit, mit der das Leistungsziel voraussichtlich erreicht wird, wurde anhand von Annahmen für die künftige Leistung abgeleitet.
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(22.)Rückstellungen Die Entwicklung der Rückstellungen für das Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
| Entwicklung der Rückstellungen | ||||||||||||
| in Mio. EUR | 1. Jan. 2024 | Verbrauch | Zuführung | Auflösung | Zinsaufwand | 31. Dez. 2024 | ||||||
| Rückbau- verpflichtungen | 87,7 | 0,4 | 9,1 | 4,1 | 1,1 | 93,4 | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 26,1 | 7,2 | 18,8 | 4,2 | 0,2 | 33,6 | ||||||
| Summe | 113,8 | 7,6 | 27,8 | 8,3 | 1,3 | 127,0 |
Die Entwicklung der Rückstellungen im Vorjahr stellt sich wie folgt dar:
| Entwicklung der Rückstellungen | ||||||||||||
| in Mio. EUR | 1. Jan. 2023 | Verbrauch | Zuführung | Auflösung | Zinsaufwand | 31. Dez. 2023 | ||||||
| Rückbau- verpflichtungen | 76,9 | 0,8 | 13,6 | 2,2 | 0,3 | 87,7 | ||||||
| Sonstige Rückstellungen | 8,4 | 23,5 | 44,5 | 3,5 | 0,1 | 26,1 | ||||||
| Summe | 85,3 | 24,3 | 58,1 | 5,7 | 0,4 | 113,8 |
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen betreffen ausschließlich Mietereinbauten. Die Erhöhung steht hauptsächlich im Zusammenhang mit unseren neuen Logistikzentren in Frankreich, Schweden, Polen und Deutschland. Die sonstigen Rückstellungen betreffen Personalrückstellungen, die sich infolge des Erwerbs von Highsnobiety erhöhten, sowie Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten. Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen Drohverlustrückstellungen, die sich aufgrund unseres Plans, Teile unserer Bürogebäude nicht mehr selbst zu nutzen, erhöht haben.
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Die folgende Tabelle zeigt die Fristigkeiten der Rückstellungen zum Ende des Geschäftsjahres 2024 auf:
| Rückstellungen nach Fristigkeit | ||||||||
| Restlaufzeit | ||||||||
| in Mio. EUR | bis 1 Jahr | 1 – 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe | ||||
| Rückbauverpflichtungen | 0,0 | 48,2 | 45,2 | 93,4 | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 23,0 | 8,8 | 1,8 | 33,6 | ||||
| Summe | 23,0 | 57,0 | 47,0 | 127,0 |
Die folgende Tabelle zeigt die Fristigkeiten der Rückstellungen zum Ende des Geschäftsjahres 2023 auf:
| Rückstellungen nach Fristigkeit | ||||||||
| Restlaufzeit | ||||||||
| in Mio. EUR | bis 1 Jahr | 1 – 5 Jahre | über 5 Jahre | Summe | ||||
| Rückbauverpflichtungen | 0,0 | 36,2 | 51,5 | 87,7 | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 5,0 | 20,3 | 0,7 | 26,1 | ||||
| Summe | 5,0 | 56,6 | 52,2 | 113,8 |
(23.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden und erhaltene Anzahlungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden sind 2024 um 36,9 Mio. EUR auf 2.745,1 Mio. EUR gesunken. Zalando hat Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen, die Verträge beinhalten, in denen Finanzdienstleister (Factor) Forderungen von einigen unserer Lieferanten gegen uns für an Zalando gelieferte Waren ankaufen (Reverse Factoring). Diese Vereinbarungen verschaffen unseren Lieferanten kürzere Zahlungsfristen im Vergleich zu den Fälligkeitsterminen der Rechnungen und uns längere Zahlungsfristen als bei Verbindlichkeiten, die nicht unter diese Reverse-Factoring-Vereinbarungen fallen. Zalando stellt im Rahmen dieser Vereinbarungen keine zusätzlichen Sicherheiten oder Garantien. Zum 31. Dezember 2024 wurden Lieferantenforderungen gegen Zalando in Höhe von insgesamt 639,2 Mio. EUR (davon 630,0 Mio. EUR, bei denen Lieferanten bereits Zahlungen erhalten haben) an verschiedene Reverse-Factoring-Anbieter übertragen (Vorjahr: 590,1 Mio. EUR). Diese Salden wurden unter den kurzfristigen Schulden, d. h. unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden, erfasst, da sie hinsichtlich ihrer Art und Funktion als mit Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vergleichbar gelten. Dementsprechend werden Zahlungen an Reverse-Factoring-Anbieter, einschließlich gezahlter Zinsen, im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt (siehe Abschnitt 3.5.7 (26.) Angaben zur Kapitalflussrechnung).
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Die Fälligkeiten von Verbindlichkeiten, die unter Reverse-Factoring-Vereinbarungen fallen, betragen 60 bis 180 Tage ab Rechnungsdatum. Vergleichbare Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit Lieferanten außerhalb von Reverse-Factoring-Vereinbarungen haben Fälligkeiten von in der Regel 45 bis 90 Tagen ab Rechnungsdatum. Im Laufe des Jahres 2024 gab es keinen Unternehmenszusammenschluss, keine Wechselkursdifferenzen oder andere Transaktionen, die zu wesentlichen nicht zahlungswirksamen Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden geführt haben. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Kundenanzahlungen auf Bestellungen. Der zu Beginn der Berichtsperiode bestehende Saldo der erhaltenen Anzahlungen wurde nach der Auslieferung der Waren im Geschäftsjahr (ebenso wie im Vorjahr) unter Berücksichtigung der Retouren der zugrunde liegenden Bestellungen in den Umsatzerlösen erfasst. (24.)Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten Zum Abschlussstichtag setzen sich die sonstigen kurzfristigen finanziellen und nichtfinanziellen Verbindlichkeiten wie folgt zusammen:
| Sonstige kurzfristige finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | Veränderung | |||
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 202,2 | 233,7 | -31,5 | |||
| davon Rückerstattungsverpflichtungen gegenüber Kund*innen aus Retouren | 144,6 | 132,0 | 12,6 | |||
| davon derivative Finanzinstrumente | 10,1 | 54,9 | -44,8 | |||
| davon kreditorische Debitoren | 22,5 | 26,8 | -4,3 | |||
| davon sonstige | 25,0 | 20,0 | 5,0 | |||
| Sonstige kurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 377,4 | 304,6 | 72,8 | |||
| davon Umsatzsteuerverbindlichkeiten | 186,7 | 171,9 | 14,8 | |||
| davon Verbindlichkeiten aus Geschenkgutscheinen | 102,2 | 69,8 | 32,5 | |||
| davon Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern | 51,9 | 45,2 | 6,8 | |||
| davon sonstige | 36,5 | 17,7 | 18,7 |
Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten wurde überwiegend durch die Marktwerte unserer derivativen Finanzinstrumente beeinflusst, die um 44,8 Mio. EUR auf 10,1 Mio. EUR (Vorjahr: 54,9 Mio. EUR) gesunken sind. Grund hierfür waren Wechselkursänderungen (siehe auch Abschnitt 3.5.7 (28) Finanzinstrumente). Die Entwicklung der sonstigen kurzfristigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Geschenkgutscheinen in Höhe von 102,2 Mio. EUR (Vorjahr: 69,8 Mio. EUR) sowie auf höhere Rückstellungen für die Erstattung von Gebühren für Zalando Plus-Mitgliedschaften an unsere Kund*innen Anfang 2025, die in den sonstigen Posten enthalten sind, zurückzuführen.
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(25.)Wandelanleihen Am 6. August 2020 begab Zalando zwei Tranchen („Tranche A“ und „Tranche B“) nicht nachrangiger, unbesicherter Wandelanleihen mit einem Gesamtnennbetrag von 1.000,0 Mio. EUR (jede der Tranchen in einem Gesamtnennbetrag von 500,0 Mio. EUR). Tranche A wurde zu einem Preis von 100,88 % und einem jährlich zahlbaren Kupon von 0,050 % pro Jahr bei einer Laufzeit von fünf Jahren platziert. Tranche B wurde mit 100,00 % bewertet und hat einen jährlich zahlbaren Kupon von 0,625 % pro Jahr sowie eine Laufzeit von sieben Jahren. Zalando erhielt aus der Begebung der beiden Tranchen im Jahr 2020 einen Bruttoerlös von insgesamt 1.004,4 Mio. EUR. Die Tranchen sind in jeweils 5.000 Anleihen zu jeweils 100.000 EUR unterteilt. Zalando hat die Möglichkeit, die noch ausstehenden Wandelanleihen vollständig, aber nicht teilweise, zum Nennbetrag zzgl. aufgelaufener Zinsen (i) am oder nach dem 27. August 2023 (Tranche A) bzw. am oder nach dem 27. August 2025 (Tranche B) zurückzuzahlen, sofern der Börsenkurs der Zalando-Aktie über eine bestimmte Periode hinweg mindestens 130 % (Tranche A) bzw. 150 % (Tranche B) des dann gültigen Wandlungspreises beträgt, oder (ii) wenn nur noch höchstens 15 % des Gesamtnennbetrags der Wandelanleihen der betreffenden ursprünglich ausgegebenen Tranche ausstehen. Im Fall einer Erlangung der Beherrschung haben Inhaber*innen von Wandelanleihen das Recht, ihre noch nicht gewandelten oder zurückgezahlten Anleihen vollständig oder teilweise fällig zu stellen. Eine Erlangung der Beherrschung liegt vor, wenn ein*e Investor*in mittelbar oder unmittelbar eine ausreichende Anzahl an Aktien erwirbt, um mindestens 30 % der Stimmrechte von Zalando zu halten. Die Anleihen, in Bezug auf die dieses Recht ausgeübt wird, werden zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung zu ihrem Nennwert zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurückgezahlt. Die Anleihen sind zunächst in etwa 11,1 Mio. neue oder bestehende auf den*die Inhaber*in lautende, nennbetragslose Stückaktien von Zalando wandelbar. Der anfängliche Wandlungspreis beträgt 87,6375 EUR (Tranche A) bzw. 92,2500 EUR (Tranche B), was einer Wandlungsprämie von 42,5 % bzw. 50,0 % über dem Referenzaktienkurs von 61,50 EUR entspricht. Der Wandlungspreis kann sich aufgrund üblicher Verwässerungsschutzklauseln ändern. Sofern sie nicht zuvor gewandelt, zurückgezahlt oder zurückgekauft und gekündigt wurden, werden die Wandelanleihen beider Tranchen bei ihrer jeweiligen Endfälligkeit zum Nennbetrag zurückgezahlt. Die Wandelanleihen wurden institutionellen Investor*innen außerhalb bestimmter Länder, in denen das Angebot oder der Verkauf der Wandelanleihen gesetzlich untersagt ist, im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens zum Kauf angeboten. Die Vorkaufsrechte der bestehenden Zalando-Aktionär*innen auf Zeichnung der Wandelanleihen wurden ausgeschlossen. Die Anleihen werden im Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt.
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Gemäß IAS 32 hat Zalando beurteilt, ob es sich bei den Wandelanleihen um zusammen- gesetzte Finanzinstrumente handelt. Das darin enthaltene Wandlungsrecht wurde als Eigenkapitalinstrument identifiziert, das getrennt von der finanziellen Verbindlichkeit zu erfassen ist. Die Schuldkomponente wurde zunächst auf Basis der Zins- und Tilgungs- zahlungen, abgezinst mit einem risikoadjustierten Zinssatz eines vergleichbaren Schuld- instruments ohne Wandlungsrecht, zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zuordenbaren Transaktionskosten bewertet. Bei der Ausgabe wurde ein Betrag in Höhe von 441,3 Mio. EUR (Tranche A) bzw. 423,7 Mio. EUR (Tranche B) unter der Bilanzposition Wandelanleihen erfasst. Die Schuldkomponente wird bei der Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Differenz zwischen der ursprünglichen Bewertung und dem Nennbetrag wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit der Anleihen als Zinsaufwand erfasst. Die Eigenkapitalkomponente wurde zunächst zum Restwert bewertet, der sich aus Subtraktion des beizulegenden Zeitwerts der Schuldkomponente vom beizulegenden Zeitwert des gesamten zusammengesetzten Instruments, d. h. dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Erlöse, abzüglich der direkt zuordenbaren Transaktionskosten, ergibt. Dies führte zu einer anfänglichen Bewertung von 57,9 Mio. EUR (Tranche A) bzw. 71,2 Mio. EUR (Tranche B), die in der Kapitalrücklage erfasst wurde. Von diesen Beträgen wurden anfänglich passive latente Steuern in Höhe von 14,6 Mio. EUR (Tranche A) bzw. 20,1 Mio. EUR (Tranche B) subtrahiert (siehe 3.5.7 (27.) Latente Steuern). Die Eigenkapitalkomponente wird in den Folgeperioden nicht neu bewertet. Am 7. Mai 2024 begannen wir mit dem teilweisen Rückkauf unserer Tranche A- Wandelanleihe, die am 6. August 2025 fällig wird. Bis zum 18. Juli 2024 haben wir schließlich Wandelanleihen mit einem Nennwert von 100,0 Mio. EUR zu einem Kaufpreis von 95,5 Mio. EUR zurückgekauft. Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2024 wird unter Wandelanleihen ein Betrag in Höhe von 394,1 Mio. EUR (Tranche A; Vorjahr: 480,5 Mio. EUR) bzw. 469,8 Mio. EUR (Tranche B; Vorjahr: 458,9 Mio. EUR) ausgewiesen. Aufgelaufene Zinsen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (Tranche A; Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) bzw. 1,3 Mio. EUR (Tranche B; Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) werden in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. (26.)Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unabhängig von der Konzernbilanz nach Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit, Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit und Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit gegliedert. Während die Ableitung des Mittelzuflusses aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt erfolgt, werden der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit und der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit direkt aus den Mittelzu- und -abflüssen abgeleitet. Daher lassen sich die in der Konzern-Kapitalflussrechnung dargestellten Veränderungen der Posten der Konzernbilanz nicht direkt ableiten. Dies liegt daran, dass Effekte aus der Währungsumrechnung und aus sonstigen zahlungsunwirksamen Geschäftsvorfällen eliminiert werden, sowie an erfolgsneutralen Umbuchungen.
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Wir haben 2024 einen positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 654,1 Mio. EUR (Vorjahr: 949,5 Mio. EUR) erwirtschaftet. Alle gezahlten bzw. erhaltenen Zinsen sind im Mittelzufluss und -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:
| Zahlungswirksame Zinsen | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Gezahlte Zinsen | -70,3 | -55,8 | ||
| Erhaltene Zinsen | 70,7 | 30,6 | ||
| Summe | 0,4 | -25,2 |
Die zahlungswirksamen Zinsen enthielten im Geschäftsjahr 2024 auch die Auszahlungen für den Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 26,8 Mio. EUR (Vorjahr: 17,6 Mio. EUR), welche als Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit klassifiziert wurden (siehe 3.5.5 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung und 3.5.7 (13.) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten). Des Weiteren beliefen sich für Wandelanleihen gezahlte Zinsen im Jahr 2024 auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR). Weitere Informationen zur Entwicklung der Zinsen sind unter 3.5.7 (7.) Finanzergebnis zu finden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Berechnung des frei verfügbaren Cashflow ausgehend vom Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit.
| Frei verfügbarer Cashflow | ||||
| in Mio. EUR | 2024 | 2023 | ||
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 654,1 | 949,5 | ||
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen, immateriellen und anderen langfristigen Vermögenswerten | 0,0 | 3,5 | ||
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -120,6 | -190,5 | ||
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -86,2 | -72,7 | ||
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an assoziierten Unternehmen, Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel, sowie sonstige Beteiligungen | -67,9 | -6,1 | ||
| Frei verfügbarer Cashflow | 379,4 | 683,8 |
Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit belief sich auf 269,8 Mio. EUR (Vorjahr: Mittelabfluss von 320,7 Mio. EUR) und wurde hauptsächlich vom Capex und vom Erwerb der Aktien von ABOUT YOU beeinflusst. Weitere Informationen sind dem Abschnitt 3.5.8 (11.) Ergebnisse nach der Berichtsperiode zu entnehmen.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit von 325,6 Mio. EUR (Vorjahr: 123,6 Mio. EUR) umfasste im Wesentlichen Tilgungszahlungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 134,5 Mio. EUR (Vorjahr: 128,1 Mio. EUR), Auszahlungen für den Rückerwerb eigener Aktien in Höhe von 99,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) im Rahmen unseres Aktienrückkaufprogramms sowie den Rückerwerb von Wandelanleihen in Höhe von 95,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Insgesamt befanden sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente mit 2.587,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2024 (31. Dezember 2023: 2.533,2 Mio. EUR) weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Änderungen der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit (einschließlich Leasing) wirkten sich wie folgt auf die Kapitalflussrechnung und die Bilanz aus:
| Überleitung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit 2024 | ||||||||
| in Mio. EUR | Buchwert zum 1. Jan. 2024 | Cashflow | Zahlungs- unwirksame Verände- rungen | Buchwert zum 31. Dez. 2024 | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.719,3 | -95,5 | -441,2 | 1.182,6 | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 132,2 | -134,5 | 545,2 | 542,9 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Überleitung der Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit 2023 | ||||||||
| in Mio. EUR | Buchwert zum 1. Jan. 2023 | Cashflow | Zahlungs- unwirksame Verände- rungen | Buchwert zum 31. Dez. 2023 | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 1.587,0 | 0,0 | 132,4 | 1.719,3 | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 129,7 | -128,1 | 130,7 | 132,2 | ||||
| --- | --- | --- | ||||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 395 |
(27.) Latente Steuern Zu den Stichtagen der Berichts- und der Vergleichsperiode ergeben sich die nachfolgend dargestellten aktiven und passiven latenten Steuern:
| Aktive und passive latente Steuern | ||||||||||||
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Saldo | ||||||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2,3 | 4,6 | -59,9 | -58,5 | -57,5 | -53,8 | ||||||
| Sachanlagen | 2,1 | 0,9 | -23,0 | -21,7 | -20,9 | -20,8 | ||||||
| Leasingverhältnisse | 236,8 | 248,8 | -218,7 | -233,8 | 18,1 | 15,0 | ||||||
| Vorräte | 0,8 | 0,0 | -12,3 | -14,8 | -11,6 | -14,8 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 10,5 | 9,9 | -16,6 | -19,9 | -6,1 | -10,0 | ||||||
| Rückstellungen | 24,3 | 19,8 | -0,7 | -2,3 | 23,6 | 17,5 | ||||||
| Wandelanleihen | 0,0 | 0,0 | -11,0 | -18,5 | -11,0 | -18,5 | ||||||
| Sonstige finanzielle und nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 8,3 | 23,7 | -13,0 | -3,7 | -4,7 | 20,0 | ||||||
| Anteilsbasierte Vergütungen | 33,8 | 15,4 | 0,0 | 0,0 | 33,8 | 15,4 | ||||||
| Verlustvorträge | 3,9 | 1,3 | 0,0 | 0,0 | 3,9 | 1,3 | ||||||
| Summe | 323,0 | 324,5 | -355,3 | -373,3 | -32,3 | -48,8 | ||||||
| Saldierung | -313,9 | -318,2 | 313,9 | 318,2 | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Bilanzierung aktiver und passiver latenter Steuern | 9,0 | 6,4 | -41,4 | -55,1 | -32,3 | -48,8 | ||||||
Die Entwicklung des Passivüberhangs latenter Steuern wird in der obigen Tabelle dargestellt. Die aktiven latenten Steuern auf Optionen, die im Rahmen der anteilsbasierten Vergütungs- programme von Zalando gewährt wurden, haben sich erhöht. Im Gegensatz zur bilanziellen Behandlung nach IFRS sind Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungsprogrammen steuerlich erst zu berücksichtigen, wenn die Begünstigten ihre Optionen ausgeübt haben. Die entsprechende temporäre Differenz wurde aus der Differenz zwischen dem Aktienkurs am Abschlussstichtag und dem Ausübungspreis der Optionen ermittelt. Da der abzugsfähige Betrag unter anderem noch vom Aktienkurs im Zeitpunkt der Ausübung der Optionen abhängt, ist der Betrag der gebildeten aktiven latenten Steuer ein Schätzwert, der sich in Zukunft ändern kann. Aufgrund der Anwendung von IAS 12.68C wurden aktive latente Steuern für anteilsbasierte Vergütungsprogramme in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) unmittelbar im Eigenkapital erfasst.
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Latente Steuern aus zu Sicherungszwecken eingesetzten Derivaten (Cashflow Hedges), die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sowie den sonstigen finanziellen und nichtfinanziellen Verbindlichkeiten enthalten sind, werden direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Der entsprechende Eigenkapitalposten verringerte sich von 14,7 Mio. EUR im Vorjahr auf –1,9 Mio. EUR im Berichtszeitraum (Vorjahr von 6,4 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR). Insgesamt wurden latente Steuern in Höhe von 4,1 Mio. EUR (Vorjahr: 14,8 Mio. EUR) im Eigenkapital bzw. im sonstigen Ergebnis erfasst. Zum 31. Dezember 2024 bestehen temporäre Differenzen in Höhe von 22,8 Mio. EUR (Vorjahr: 18,4 Mio. EUR) im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen. Es wurden keine passiven latenten Steuern angesetzt, da der Konzern die Umkehrung der temporären Differenz kontrolliert und in absehbarer Zukunft nicht mit einer Umkehrung rechnet.
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(28.) Finanzinstrumente
| Buch- und Marktwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 2024 | ||||||||||||
| Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | ||||||||||||
| in Mio. EUR | Kategorie gemäß IFRS 9* | Buchwert zum 31. Dez. 2024 | Fort- geführte Anschaf- fungs- kosten | Beizu- legender Zeitwert, erfolgs- neutral | Beizu- legender Zeitwert, erfolgs- wirksam | Beizu- legender Zeitwert zum 31. Dez. 2024 | ||||||
| Aktiva | ||||||||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | 2.587,8 | ||||||||||
| davon Bankguthaben, Kassenbestand, Kurzfristige Geldanlagen | AC | 2.222,4 | 2.222,4 | – | – | 0 , 0 | – | |||||
| davon Geldmarktfonds | FVtPL | 365,4 | – | – | 365,4 | 365,4 | ||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | AC | 926,1 | 926,1 | – | – | – | ||||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte** | - | 263,8 | ||||||||||
| davon Geldmarktfonds | FVtPL | 50,8 | – | – | 50,8 | 50,8 | ||||||
| davon derivative Finanzinstrumente in einer Hedge-Beziehung | n.a. | 17,5 | – | 16,2 | 1,3 | 17,5 | ||||||
| davon sonstige derivative Finanzinstrumente | FVtPL | 8,8 | – | – | 8,8 | 8,8 | ||||||
| davon Beteiligungen | FVtPL | 92,5 | – | – | 92,5 | 92,5 | ||||||
| davon sonstige | AC | 94,2 | 94,2 | – | – | – | ||||||
| Passiva | ||||||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden | FLAC | 2.745,1 | 2.745,1 | – | – | – | ||||||
| Wandelanleihen | FLAC | 863,9 | 863,9 | – | – | 842,4 | ||||||
| Leasingverbindlichkeiten** | - | 861,6 | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten** | - | 202,5 | ||||||||||
| davon derivative Finanzinstrumente in einer Hedge-Beziehung | n.a. | 10,1 | – | 10,1 | – | 10,1 | ||||||
| davon sonstige derivative Finanzinstrumente | FVtPL | – | – | – | – | – | ||||||
| davon sonstige | FLAC | 192,4 | 192,4 | – | – | – |
*)AC – Amortized Cost (fortgeführte Anschaffungskosten) FLAC – Financial Liabilities measured at Amortized Cost (finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) FVtPL – at Fair Value through Profit and Loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) n.a. – keiner Kategorie zugeordnet **)Sowohl lang- als auch kurzfristig
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Buch- und Marktwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten 2023 | ||
| in Mio. EUR | Kategorie gemäß IFRS9* | |
| Aktiva | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | - | |
| davon Bankguthaben, Kassenbestand, Kurzfristige Geldanlagen | AC | |
| davon Geldmarktfonds | FVtPL | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | AC | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte** | - | |
| davon derivative Finanzinstrumente in einer Hedge-Beziehung | n.a. | |
| davon sonstige derivative Finanzinstrumente | FVtPL | |
| davon Beteiligungen | FVtPL | |
| davon sonstige | AC | |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden | FLAC | |
| Wandelanleihen | FLAC | |
| Leasingverbindlichkeiten** | - | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten** | - | |
| davon derivative Finanzinstrumente in einer Hedge-Beziehung | n.a. | |
| davon sonstige derivative Finanzinstrumente | FVtPL | |
| davon sonstige | FLAC |
*)AC – Amortized Cost (fortgeführte Anschaffungskosten) FLAC – Financial Liabilities measured at Amortized Cost (finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten) FVtPL – at Fair Value through Profit and Loss (erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert) n.a. – keiner Kategorie zugeordnet **)Sowohl lang- als auch kurzfristig Bei kurzfristigen Posten wurde angenommen, dass der Buchwert einen angemessenen Schätzwert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Deshalb wurde in diesen Fällen in der obigen Tabelle kein beizulegender Zeitwert angegeben. Am Abschlussstichtag hat Zalando Devisentermingeschäfte in Britischen Pfund, Norwegischen Kronen, Polnischen Zloty, Schwedischen Kronen, Schweizer Franken, Tschechischen Kronen, US-Dollar und Ungarischen Forint.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Die Nominal- und Marktwerte der am Abschlussstichtag bestehenden derivativen Finanz- instrumente stellen sich wie folgt dar:
| Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente | ||||||||||||
| Marktwert | ||||||||||||
| Nominal- wert | Vermögens- werte | Schulden | Summe | Nominal- wert | Marktwert | |||||||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2024 | 31. Dez. 2023 | 31. Dez. 2023 | ||||||
| Devisentermin- geschäfte in einer Hedge-Beziehung | 2.019,0 | 17,5 | -10,1 | 7,4 | 1.839,9 | -52,5 | ||||||
| davon in Cashflow Hedge | 1.990,8 | 16,2 | -10,1 | 6,1 | 1.736,5 | -48,2 | ||||||
| davon in Fair Value Hedge | 28,2 | 1,3 | 0,0 | 1,3 | 103,4 | -4,2 | ||||||
| Freistehende Devisentermin- geschäfte | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 114,8 | -0,1 | ||||||
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | 10,0 | 8,8 | 0,0 | 8,8 | 0,0 | 0,0 | ||||||
| Summe | 2.029,0 | 26,3 | -10,1 | 16,2 | 1.954,7 | -52,5 |
Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller unsaldierten Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden ohne Berücksichtigung von gegenläufigen Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften berechnet. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte in einer Hedge-Beziehung sowie der Devisentermingeschäfte, die nicht als Sicherungsinstrument designiert sind, werden in der Bilanz unter den sonstigen kurzfristigen oder langfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die am Abschlussstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu 16 Monaten. Der Nominalwert von Devisenterminkontrakten mit einer Laufzeit von über 12 Monaten beträgt 15,0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,2 Mio. EUR). Im Berichtsjahr wurden Gewinne aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten, die als Cashflow Hedge designiert sind, in Höhe von 4,2 Mio. EUR (Vorjahr: Verluste in Höhe von 33,5 Mio. EUR) im sonstigen Ergebnis erfasst. Im Berichtszeitraum wurde der kumulierte Betrag der Anpassung aus Fair Value Hedges in Höhe von 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR) in den Vorräten erfasst.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
| --- | --- | --- |
| 1 | Unternehmen | 2 |
Die durchschnittlichen Terminkurse je Währung im Rahmen der Sicherungsinstrumente für Hedge Accounting stellen sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:
| Durchschnittliche Sicherungskurse | ||||||||||||||||
| CHF | CZK | GBP | NOK | PLN | SEK | USD | HUF | |||||||||
| Durchschnittliche Sicherungskurse zum 31. Dez. 2024 | 0,9214 | 25,4616 | 0,8403 | 11,7783 | 4,4282 | 11,5736 | 1,0826 | 419,4681 | ||||||||
| Durchschnittliche Sicherungskurse zum 31. Dez. 2023 | 0,9519 | 24,8569 | 0,8846 | 11,8071 | 4,5203 | 11,5299 | 1,1025 | n.a. | ||||||||
Nettogewinne/-verluste aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten Die Nettogewinne/-verluste aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Effekte aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Derivaten, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, und Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts weiterer Finanzinstrumente sowie Zinszahlungen. Darüber hinaus enthalten die Nettogewinne/-verluste Effekte aus Wertminderungen, Wertaufholungen, Ausbuchungen und Wechselkursänderungen von ausgereichten Krediten und Forderungen sowie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten. Wertberichtigungen gemäß IFRS 9 wurden nur für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen erfasst, da der erwartete Kreditverlust für die sonstigen finanziellen Vermögenswerte nicht wesentlich war.
| Nettogewinn/-verluste aus Finanzinstrumenten 2024 | ||||||||||||
| Erfolgswirksam aus der Folgebewertung | ||||||||||||
| in Mio. EUR | Erfolgs- wirksam aus Zinsen | Anpassung an den bei- zulegen- den Zeitwert | Währungs- umrech- nung | Wert- berichti- gungen | Erfolgs- wirksam aus Abgang | Summe 2024 | ||||||
| Aktiva | ||||||||||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 40,5 | 0,0 | -13,8 | -63,4 | 71,5 | 34,8 | ||||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 23,6 | 3,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 26,7 | ||||||
| Passiva | ||||||||||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | -62,5 | 0,0 | 5,0 | 0,0 | 0,0 | -57,5 | ||||||
| Summe | 1,5 | 3,1 | -8,8 | -63,4 | 71,5 | 4,1 | ||||||
| --- | --- | --- | ||||||||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | ||||
| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 401 | ||||
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| Nettogewinn/-verluste aus Finanzinstrumenten 2023 | ||||||||||||
| Erfolgswirksam aus der Folgebewertung | ||||||||||||
| in Mio. EUR | Erfolgs- wirksam aus Zinsen | Anpassung an den bei- zulegen- den Zeitwert | Währungs- umrech- nung | Wert- berichti- gungen | Erfolgs- wirksam aus Abgang | Summe 2023 | ||||||
| Aktiva | ||||||||||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | 18,9* | 0,0 | -8,9* | -80,7 | 119,5 | 48,8* | ||||||
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 18,7* | -6,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 12,6* | ||||||
| Passiva | ||||||||||||
| Fortgeführte Anschaffungskosten | -64,4 | 0,0 | 16,1* | 0,0 | 0,0 | -48,3* | ||||||
| Summe | -26,9 | -6,0 | 7,2 | -80,7 | 119,5 | 13,1 |
*)Vorjahreswerte angepasst
| Entwicklung der Rücklage für Cash Flow Hedges 2024 | ||||||
| in Mio. EUR | OCI I Währungsrisiko | OCI II Währungsrisiko | Gesamt 2024 | |||
| Stand am 1. Jan. 2024 | -47,7 | -0,5 | -48,2 | |||
| Gewinne oder Verluste aus effektiven Sicherungs- beziehungen | 37,5 | 4,0 | 41,5 | |||
| Reklassifizierungen aufgrund geänderter Erwartungen hinsichtlich des Eintritts des Grundgeschäfts | 0,2 | 0,0 | 0,2 | |||
| Reklassifizierungen aufgrund der Realisierung des Grundgeschäfts | 15,3 | -2,6 | 12,7 | |||
| Stand am 31. Dez. 2024 | 5,2 | 0,9 | 6,1 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Entwicklung der Rücklage für Cash Flow Hedges 2023 | ||||||
| in Mio. EUR | OCI I Währungsrisiko | OCI II Währungsrisiko | Gesamt 2023 | |||
| Stand am 1. Jan. 2023 | 1,9 | -22,8 | -20,8 | |||
| Gewinne oder Verluste aus effektiven Sicherungs- beziehungen | -50,6 | -1,8 | -52,4 | |||
| Reklassifizierungen aufgrund geänderter Erwartungen hinsichtlich des Eintritts des Grundgeschäfts | -0,6 | 0,7 | 0,1 | |||
| Reklassifizierungen aufgrund der Realisierung des Grundgeschäfts | 1,5 | 23,3 | 24,8 | |||
| Stand am 31. Dez. 2023 | -47,7 | -0,5 | -48,2 | |||
| --- | --- | --- | ||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||
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| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 |
Fair-Value-Hierarchie Zum Abschlussstichtag wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten gehalten. Diese Finanzinstrumente sind in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie eingeordnet. Für Finanzinstrumente, die regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellt der Konzern fest, ob Umgliederungen innerhalb der Hierarchiestufen zu veranlassen sind. Diese Feststellung erfolgt anhand einer Neubeurteilung des Inputfaktors der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung erheblich ist und dies zum Ende der Berichtsperiode.
| Stufenzuordnung | ||
| Aktiva | ||
| Derivative Finanzinstrumente in einer Hedge-Beziehung | Stufe 2 | |
| Sonstige derivative Finanzinstrumente | Stufe 2 | |
| Beteiligungen | Stufe 2 | |
| Geldmarktfonds | Stufe 1 | |
| Passiva | ||
| Finanzverbindlichkeiten | Stufe 2 | |
| Wandelanleihen | Stufe 1 |
Sicherungsinstrumente, die zur Absicherung gegen Währungsrisiken eingesetzt werden, werden wie im Vorjahr auf Basis von beobachtbaren Devisenkassakursen der Europäischen Zentralbank und den Zinsstrukturkurven der entsprechenden Währungen bewertet. Die sonstigen derivativen Finanzinstrumente beinhalten ein eigenständiges Derivat, das anhand von am Markt beobachtbaren Inputfaktoren bewertet wird. Im Berichtszeitraum bestehen keine Zinssicherungsinstrumente. Saldierungen 2024 und 2023 bestanden für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten keine Globalnettingvereinbarungen der ISDA (International Swaps and Derivatives Association) oder andere vergleichbare nationale Rahmenvereinbarungen oder ähnliche Verträge, die zu einem Saldierungseffekt führen. Kreditlinie Die mit einer Gruppe von Banken abgeschlossene revolvierende Kreditlinie in Höhe von 1.250,0 Mio. EUR wurde vom 20. Mai 2027 bis zum 20. Mai 2029 verlängert. Der Betrag ist gleich geblieben und kann auf bis zu 1.500,0 Mio. EUR erhöht werden. Die Kreditlinie kann in Euro in Anspruch genommen und für allgemeine Unternehmenszwecke (einschließlich Akquisitionen) sowie für Garantien genutzt werden. Zum 31. Dezember 2024 war ein Betrag in Höhe von 148,4 Mio. EUR (Vorjahr: 99,6 Mio. EUR) für Bankgarantien und Akkreditive in Anspruch genommen worden.
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3.5.8Sonstige Angaben (1.) Risiken aus Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement Zalando ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken sowie Marktrisiken (insbesondere Währungs- und Zinsrisiken) ausgesetzt. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, die aus der laufenden Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Die derivativen Finanzinstrumente werden im Konzern ausschließlich für die Zwecke des Risikomanagements eingesetzt. Ohne die Nutzung dieser Instrumente wäre Zalando höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Die Steuerung der Risiken obliegt dabei dem Konzernmanagement. Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen können zu erheblichen Schwankungen der Marktwerte der eingesetzten Derivate führen. Daher sollten diese Marktwertschwankungen nicht isoliert von den gesicherten Grundgeschäften betrachtet werden, da Derivate und Grundgeschäfte im Hinblick auf ihre gegenläufige Wertentwicklung eine Einheit bilden. Marktrisiko Das Marktrisiko resultiert aus Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts der künftigen Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise. Zu den Marktrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken. Das Währungsrisiko lässt sich in zwei weitere Arten unterteilen – in das Translationsrisiko und in das Transaktionsrisiko. Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko von Veränderungen der Bilanz- und GuV-Positionen eines Tochterunternehmens aufgrund von Wechselkurs- änderungen bei der Umrechnung der ausländischen lokalen Abschlüsse in die Konzern- währung. Die durch Währungsschwankungen verursachten Veränderungen aus der Translation von Bilanzpositionen werden im Eigenkapital abgebildet. Zalando ist in Verbindung mit den ausländischen Tochterunternehmen in China, Großbritannien, Hongkong, Polen, Schweden, der Schweiz, und den USA Translationsrisiken ausgesetzt. Derzeit sichert Zalando das Translationsrisiko aus diesen Tochterunternehmen nicht ab. Das Transaktionsrisiko besteht darin, dass es aufgrund von Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen von zukünftigen Fremdwährungszahlungen kommen kann. Zalando ist in verschiedenen Märkten geschäftstätig und somit Währungsrisiken ausgesetzt, die sich daraus ergeben, dass das Unternehmen Umsatzerlöse in Fremdwährung erwirtschaftet und Beschaffungstransaktionen in Fremdwährung tätigt. Zur Absicherung der Währungsrisiken werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Hierzu werden Plain Vanilla OTC-Finanzderivate abgeschlossen und grundsätzlich nach internen Richtlinien, die den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen, abgewickelt. Risiken werden anhand eines mehrstufigen Standardansatzes abgesichert. Die wirtschaftliche Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument wird prospektiv anhand der Critical Terms Match-Methode basierend auf Währung, Laufzeit und Nominalbetrag bestimmt. Die Sicherungsquote wird durch interne Genehmigungsprozesse festgelegt und anhand des ausstehenden Nominalvolumens von Devisenterminkontrakten im Verhältnis zum Nominalvolumen der zugrunde liegenden
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| 1 | Unternehmen | 2 |
hochwahrscheinlich eintretenden Transaktionen berechnet. Zum Abschlussstichtag bewegt sich die durchschnittliche Sicherungsquote für 2024 je nach Währung zwischen 82,8 % und 99,6 % (Vorjahr: zwischen 63,0 % und 99,0 %). Die Fremdwährungssensitivität des Konzerns wird durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung des jeweiligen Unternehmens abgebildet werden, ermittelt. Diesen Positionen werden die aggregierten Sicherungsgeschäfte gegenübergestellt. Die Marktwerte der einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäfte werden zu Ist-Wechselkursen und zu Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen diesen Bewertungen stellt die Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital dar. Bei einer Aufwertung des Euro gegenüber den betrachteten Fremdwährungen zum 31. Dezember 2024 um 5 % wäre das Ergebnis vor Steuern um 3,2 Mio. EUR höher (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR niedriger) ausgefallen. Bei einer Abwertung des Euro gegenüber den entsprechenden Wechselkursen zum 31. Dezember 2024 um 5 % wäre das Ergebnis vor Steuern um 3,2 Mio. EUR niedriger (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR höher) ausgefallen. Die Effekte wirken sich wie folgt auf das Ergebnis aus:
| Fremdwährungssensitivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung 2024 | ||||||||||||||||||
| Auswirkung auf das Ergebnis | ||||||||||||||||||
| in Mio. EUR | CHF | CZK | DKK | GBP | NOK | PLN | SEK | USD | Summe | |||||||||
| Wechselkurse zum 31. Dez. 2024 | 0,9412 | 25,1850 | 7,4578 | 0,8292 | 11,7950 | 4,2750 | 11,4590 | 1,0389 | ||||||||||
| Exposure zum 31. Dez. 2024 | 53,3 | 3,7 | 15,2 | 2,7 | -5,4 | -156,0 | 4,9 | -10,4 | -91,9 | |||||||||
| Aufwertung um 5 % | -2,7 | -0,2 | -0,8 | -0,2 | 0,3 | 7,8 | -0,2 | -0,8 | 3,2 | |||||||||
| Abwertung um 5 % | 2,7 | 0,2 | 0,8 | 0,2 | -0,3 | -7,8 | 0,2 | 0,8 | -3,2 | |||||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungssensitivitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 | ||||||||||||||||||
| Auswirkung auf das Ergebnis | ||||||||||||||||||
| in Mio. EUR | CHF | CZK | DKK | GBP | NOK | PLN | SEK | USD | Summe | |||||||||
| Wechselkurse zum 31. Dez. 2023 | 0,9260 | 24,7240 | 7,4529 | 0,8691 | 11,2405 | 4,3395 | 11,0960 | 1,1050 | ||||||||||
| Exposure zum 31. Dez. 2023 | 28,5 | 26,1 | 46,6 | -2,4 | 0,0 | -48,8 | 37,1 | -23,3 | 63,8 | |||||||||
| Aufwertung um 5 % | 0,6 | -1,3 | -2,3 | -0,2 | 0,0 | 0,7 | -1,2 | 0,5 | -3,2 | |||||||||
| Abwertung um 5 % | -0,6 | 1,3 | 2,3 | 0,2 | 0,0 | -0,7 | 1,2 | -0,5 | 3,2 |
Die Rücklage für Derivate im Konzerneigenkapital wäre bei einer Aufwertung des Euro um 5 % im Vergleich zu dem am 31. Dezember 2024 bestehenden Kurs um 71,8 Mio. EUR (Vorjahr: 64,2 Mio. EUR) niedriger gewesen. Bei einer Abwertung des Euro um 5 % wäre diese Rücklage um 71,7 Mio. EUR (Vorjahr: 64,2 Mio. EUR) höher ausgefallen.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Die Währungen wirken sich wie folgt auf das sonstige Ergebnis aus:
| Fremdwährungssensitivitäten im sonstigen Ergebnis 2024 | ||||||||||||||||||
| Auswirkung auf das sonstige Ergebnis | ||||||||||||||||||
| in Mio. EUR | CHF | CZK | GBP | NOK | PLN | SEK | USD | HUF | Summe | |||||||||
| Wechselkurse zum 31. Dez. 2024 | 0,9412 | 25,1850 | 0,8292 | 11,7950 | 4,2750 | 11,4590 | 1,0389 | 411,3500 | ||||||||||
| Exposure zum 31. Dez. 2024 | 5,9 | -0,7 | -0,1 | 2,2 | -7,6 | -1,5 | 7,8 | 0,1 | 6,1 | |||||||||
| Aufwertung um 5 % | -34,8 | -7,9 | -0,7 | -8,8 | -24,1 | -7,3 | 13,4 | -1,6 | -71,8 | |||||||||
| Abwertung um 5 % | 34,8 | 7,9 | 0,7 | 8,8 | 24,0 | 7,3 | -13,4 | 1,6 | 71,7 | |||||||||
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| Fremdwährungssensitivitäten im sonstigen Ergebnis 2023 | ||||||||||||||||||
| Auswirkung auf das sonstige Ergebnis | ||||||||||||||||||
| in Mio. EUR | CHF | CZK | GBP | NOK | PLN | SEK | USD | HUF | Summe | |||||||||
| Wechselkurse zum 31. Dez. 2023 | 0,9260 | 24,7240 | 0,8691 | 11,2405 | 4,3395 | 11,0960 | 1,1050 | 382,8000 | ||||||||||
| Exposure zum 31. Dez. 2023 | -24,2 | 0,9 | -0,3 | -7,4 | -8,9 | -5,6 | -3,0 | n.a. | –48.5 | |||||||||
| Aufwertung um 5 % | -35,0 | -8,0 | -1,3 | -8,6 | -15,7 | -7,3 | 11,8 | n.a. | -64,2 | |||||||||
| Abwertung um 5 % | 35,0 | 8,0 | 1,3 | 8,6 | 15,7 | 7,3 | -11,8 | n.a. | 64,2 |
Zalando ist infolge der Bewertung der Derivate zum beizulegenden Zeitwert einem Aktienkursrisiko ausgesetzt. Die Auswirkung auf das Ergebnis stellt sich wie folgt dar:
| Aktienkursrisikosensitivität in der Gewinn- und Verlustrechnung 2024 | ||
| in Mio. EUR | Auswirkung auf das Ergebnis | |
| Exposure zum 31. Dez. 2024 | 8,8 | |
| Aufwertung um 5% | 0,8 | |
| Abwertung um 5% | -0,8 | |
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| Aktienkursrisikosensitivität in der Gewinn- und Verlustrechnung 2023 | ||
| in Mio. EUR | Auswirkung auf das Ergebnis | |
| Exposure zum 31. Dez. 2023 | 0,0 | |
| Aufwertung um 5% | 0,0 | |
| Abwertung um 5% | 0,0 |
Die Aktienkurssensitivität wird durch einen Vergleich des normalen Szenarios für die Zeitwertbewertung des Derivats mit dem Stressszenario ermittelt.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Zalando ist derzeit keinem wesentlichen Zinsrisiko ausgesetzt, das aus Zinsschwankungen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode resultieren könnte. Ausfallrisiko Unter Ausfallrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls von Kund*innen oder Vertragspartnern verstanden. Etwaige Zahlungsausfälle führen zu Wertberichtigungen von bilanzierten Vermögenswerten, finanziellen Vermögenswerten oder Forderungen. Ausfallrisiken bestehen bei Zalando im Wesentlichen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen. Auf Basis von Altersstruktur sowie Erfahrungswerten wird eine Vorsorge für den erwarteten Kreditverlust gebildet, um dem Ausfallrisiko Rechnung zu tragen. Uneinbringliche Forderungen werden vollständig einzelwertberichtigt. Obwohl das Zinsniveau derzeit sinkt, bleibt sie dennoch relativ hoch und setzt Zahlungsdienstleister generell unter Druck, insbesondere durch das „buy now, pay later“- Konzept. Aus diesem Grund belastet das Risiko eines Zahlungsausfalls einzelner Kund*innen Zalando weiterhin. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Ausfallrisikos. Zusätzlich besteht für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente dahingehend ein Ausfallrisiko, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Die maximale Risikoposition entspricht den Buchwerten dieser finanziellen Vermögenswerte zum jeweiligen Abschlussstichtag. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko, indem es seine derivativen Finanzinstrumente und seine Bankguthaben auf verschiedene Kreditinstitute mit hoher Bonität sowie Geldmarktfonds mit dem Rating (nach Standard & Poor’s) AAA verteilt.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass möglicherweise nicht ausreichend Barmittel zur Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen des Unternehmens zur Verfügung stehen. Das Risiko kann aus einer unzureichenden Verfügbarkeit von Mitteln an den erforderlichen Stellen, aus ungenauen Liquiditätsprognosen oder einer einseitigen Investitionsstrategie für die Barreserven des Unternehmens resultieren. Zalando steuert das Liquiditätsrisiko durch eine regelmäßige Überprüfung der Liquiditätserfordernisse mithilfe einer integrierten Plattform für kurz-, mittel- und langfristige Prognosen des Mittelbedarfs. Zudem legt der Konzern die Barreserven des Unternehmens in Termingeldern und Geldmarktinstrumenten an, wobei die Barsalden regelmäßig auf einem zentralen Konto zusammengeführt werden, um sicherzustellen, dass die finanziellen Mittel dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden. Zur weiteren Reduzierung des Liquiditätsrisikos nutzt Zalando Reverse-Factoring-Verträge als zusätzliche Finanzierungsquelle, um die Zahlungsziele bei verschiedenen Finanzpartnern und Lieferanten zu verlängern und so das Umlaufvermögen zu verbessern. Im Rahmen dieser Verträge erwirbt der Factoring-Anbieter Forderungen der jeweiligen Lieferanten gegenüber Zalando. Der Ausweis dieser Positionen erfolgt in der Konzernbilanz unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Liquiditätsrisikos. In den nachfolgenden Tabellen werden die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit negativen Zeitwerten dargestellt. Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2024 bzw. am 31. Dezember 2023 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden dabei nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2024 bzw. 31. Dezember 2023 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühestmöglichen Zeitpunkt zugeordnet.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Zahlungen aus finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumenten 2024 | ||
| Buchwert | ||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2024 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 0,3 | |
| Wandelanleihen | 863,9 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden | 2.745,1 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 202,2 | |
| davon aus Derivaten | 10,1 | |
| Summe | 3.811,5 | |
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| Zahlungen aus finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumenten 2023 | ||
| Buchwert | ||
| in Mio. EUR | 31. Dez. 2023 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 1,0* | |
| Wandelanleihen | 939,4 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Schulden | 2.782,0 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 239,4 | |
| davon aus Derivaten | 55,0 | |
| Summe | 3.961,7* |
*) Vorjahreswerte angepasst Für Zahlungen in Verbindung mit Leasingverbindlichkeiten wird auf 3.5.7 (13.) Vermögenswerte aus Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten verwiesen. Kapitalsteuerung Die Ziele des Kapitalmanagements des Konzerns sind die kurzfristige Zahlungsfähigkeit sowie die Sicherung der Kapitalbasis zur fortwährenden Finanzierung des Wachstumsvorhabens und die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Das Kapitalmanagement und dessen Ziele und Definition basieren auf Kennzahlen, die auf Basis des IFRS-Konzernabschlusses ermittelt werden. Daher definiert Zalando die Kennzahl Nettoumlaufvermögen als die Summe aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden. Zum Abschlussstichtag belief sich das Nettoumlaufvermögen auf –269,3 Mio. EUR (Vorjahr: –441,8 Mio. EUR).
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Sicherheiten Zalando hat im Berichtsjahr finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR) als Sicherheiten gestellt. Diese Sicherheiten können im Falle eines Nichtnachkommens von Zahlungsverpflichtungen seitens des Konzerns durch die Begünstigten in Anspruch genommen werden. (2.)Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Zalando identifiziert die nahestehenden Unternehmen und Personen des Konzerns in Übereinstimmung mit IAS 24. Zalando hat im Berichtszeitraum Transaktionen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Die Geschäfte wurden wie unter fremden Dritten abgeschlossen. Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen beziehen sich auf Mitarbeiter*innen in Schlüsselpositionen, d. h., sie werden mit Mitgliedern des Vorstands oder des Aufsichtsrats, deren nahen Familienangehörigen oder Unternehmen, die von einer oder mehreren dieser Personen beherrscht oder gemeinschaftlich geführt werden, durchgeführt. Geschäfte aus Liefer- und Leistungsbeziehungen mit Unternehmen, die von Mitarbeiter*innen in Schlüsselpositionen beherrscht oder gemeinschaftlich geführt werden, resultierten zum Abschlussstichtag in Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnlichen Schulden in Höhe von 170,8 Mio. EUR (Vorjahr: 169,2 Mio. EUR). Davon sind 170,7 Mio. EUR (Vorjahr: 169,1 Mio. EUR) gegenüber einem Reverse-Factoring-Anbieter bilanziert, mit dem zwischen Zalando und Lieferanten, die als nahestehende Unternehmen und Personen identifiziert wurden, Reverse-Factoring-Verträge bestehen. Ferner belaufen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen auf 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR). Im Berichtszeitraum wurden Waren von diesen nahestehenden Unternehmen und Personen in einem Umfang von 269,1 Mio. EUR geordert. Im Vorjahr betrug das Ordervolumen insgesamt 271,0 Mio. EUR. Zudem wurden Waren im Wert von 3,6 Mio. EUR an nahestehende Unternehmen und Personen veräußert (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR). Darüber hinaus erbrachte Zalando für nahestehende Unternehmen und Personen Dienstleistungen im Wert von insgesamt 29,6 Mio. EUR (Vorjahr: 30,6 Mio. EUR). Im Gegensatz dazu bezogen sich die Geschäfte mit unseren Mitarbeiter*innen in Schlüsselpositionen ausschließlich auf die Ausübung von Optionen im Rahmen unserer aktienbasierten Vergütungsprogramme, die den gegenwärtigen und früheren Mitgliedern des Vorstands als Teil der Vorstandsvergütung gewährt wurden. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 19.137 Optionen von zwei Mitgliedern des Vorstands im Rahmen des ZOP 2021 ausgeübt. Im Vorjahreszeitraum hatte ein Mitglied des Vorstands 6.754 Optionen im Rahmen des ZOP 2021 und ein früheres Mitglied des Vorstands 42.814 Optionen im Rahmen des LTI 2019 ausgeübt. 70 Dr. Sandra Dembeck ist nach ihrer regulären Amtszeit zum 28. Februar 2025 auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Nahestehende Unternehmen, die von der Zalando SE beherrscht oder gemeinschaftlich geführt werden, sind in der Anteilsbesitzliste verzeichnet (siehe 3.5.8 (8.) Anteilsbesitz). Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden nach den in IAS 24 enthaltenen Grundsätzen als Zalando nahestehend identifiziert. Der Vorstand der Zalando SE setzt sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen 70:
| Mitglieder des Vorstands | ||
| Name | Ausgeübter Beruf | |
| Robert Gentz, Co-CEO | Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die gesamte Strategie von Zalando, wobei er sich besonders auf den B2C-Bereich konzentriert: den Aufbau der ersten Anlaufstelle für qualitativ hochwertiges Mode- und Lifestyle Shopping und Inspiration. | |
| David Schröder, Co-CEO | Mitglied des Vorstands, mitverantwortlich für die Unternehmensstrategie, mit einem Fokus auf die Skalierung von Zalandos B2B-Wachstumsfeld. Dieses beinhaltet den Aufbau eines Betriebssystems für Mode- und Lifestyle- E- Commerce, um das Geschäft von Markenpartnern und Einzelhändlern in ganz Europa zu unterstützen – sowohl auf als auch außerhalb der Zalando-Plattform. | |
| Dr. Sandra Dembeck, CFO (bis 28. Februar 2025) | Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Corporate Governance | |
| David Schneider | Mitglied des Vorstands, verantwortlich für die Partner Strategie des Unternehmens und fokussiert sich auf den Ausbau der Partnerbeziehungen im B2C- und B2B- Geschäft. | |
| Dr. Astrid Arndt, CPO | Mitglied des Vorstands, verantwortlich für den Bereich People & Organization (P&O). Sie leitet die Personal- und Organisationsteams für eine vielfältige und inklusive Unternehmenskultur, und stärkt Zalandos zentrale Unternehmensfunktionen um die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der Ökosystem-Strategie zu schaffen. | |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
Der Aufsichtsrat der Zalando SE setzt sich zum Abschlussstichtag wie folgt zusammen:
| Mitglieder des Aufsichtsrats | ||||
| Name | Ausgeübter Beruf | Mitglied des Aufsichtsrats seit | ||
| Kelly Bennett (Vorsitzender) | Vorsitzender des Aufsichtsrats und Executive Advisor, Amsterdam (Niederlande) | 22. Mai 2019 | ||
| Mariella Röhm-Kottmann (Stellvertretende Vorsitzende) | Chief Financial Officer der Sunlight Group Energy Storage Systems Industrial and Commercial Société Anonyme, Athen (Griechenland) | 22. Mai 2019 | ||
| Anders Holch Povlsen | Chief Executive Officer der Bestseller A/S, Viby (Dänemark) | 12. Dezember 2013 | ||
| Niklas Östberg | Chief Executive Officer und Mitbegründer der Delivery Hero SE, Zürich (Schweiz) | 19. Mai 2021 | ||
| Jennifer Hyman | Chief Executive Officer und Mitbegründerin der Rent the Runway, Inc., New York (USA) | 23. Juni 2020 | ||
| Susanne Schröter-Crossan | Chief Financial Officer bei der sennder Technologies GmbH, Krefeld (Deutschland) | 24. Mai 2023 | ||
| Matti Ahtiainen | Mitarbeiter der Zalando Finland Oy, Espoo (Finnland) | 23. Juni 2020 | ||
| Jade Buddenberg | Mitarbeiterin der Zalando SE, Berlin (Deutschland) | 23. Juni 2020 | ||
| Anika Mangelmann | Mitarbeiterin der Zalando SE, Dorsten (Deutschland) | 23. Juni 2020 | ||
Die Mitglieder des Vorstands- und Aufsichtsrats erhalten lediglich Bezüge aufgrund ihrer Funktion als Personen in Schlüsselpositionen. Allerdings erhalten die Arbeitnehmer- vertreter*innen im Aufsichtsrat auch eine Vergütung entsprechend ihrer Tätigkeit im Konzern. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Geschäftsjahr 2024 Aufwendungen in Höhe von 9,1 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR) erfasst. Davon entfallen im Geschäftsjahr 2024 6,0 Mio. EUR auf anteilsbasierte Vergütungszusagen (Vorjahr: 7,2 Mio. EUR). Der Aufwandsberechnung von langfristigen anteilsbasierten Vergütungszusagen liegt das sogenannte Frontloading-Modell (Graded Vesting) zugrunde. Dieses Modell führt zu einem degressiven Verlauf der periodengerecht zu erfassenden Aufwendungen während der Erdienungsphase. Alle anderen Bezüge sind als kurzfristig fällige Leistungen einzustufen. Die anteilsbasierten Vergütungszusagen wurden in den Geschäftsjahren 2018, 2019, 2021, 2022, 2023 und 2024 gewährt. Sie werden über eine bestimmte Zeitspanne unverfallbar und werden über diese Zeitspanne verteilt in die Angabe der Gesamtbezüge entsprechend der im jeweiligen Geschäftsjahr geleisteten Tätigkeit einbezogen. Die den Mitarbeiter*innen in Schlüsselpositionen gewährten anteilsbasierten Vergütungszusagen sind in den unter 3.5.7 (21.) Anteilsbasierte Vergütungen erläuterten Plänen enthalten.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(3.)Gesamtbezüge von Vorstand und Aufsichtsrat der Zalando SE Die im Geschäftsjahr 2024 gewährte und geschuldete Vergütung beläuft sich auf 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2024 wurden den Mitgliedern des Vorstands im Rahmen des LTI 2024 und des ZOP 2021 insgesamt 0,4 Mio. Optionen mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 4,7 Mio. EUR gewährt (Vorjahr: wurden im Rahmen des LTI 2021 und des ZOP 2021 insgesamt 2,4 Mio. Optionen mit einem beizulegenden Zeitwert von insgesamt 18,9 Mio. EUR gewährt). Im Geschäftsjahr 2024 wurde früheren Mitgliedern des Vorstands keine Vergütung gewährt und geschuldet (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2024 eine gewährte und geschuldete Vergütung in Höhe von 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Davon sind zum Abschlussstichtag 1,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR) ausstehend, die nach Beendigung der Hauptversammlung am 17. Mai 2024 (Vorjahr: 24. Mai 2023) fällig werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, eine Vergütung entsprechend der Regelung in § 15 der Satzung der Zalando SE zu gewähren. Die weiteren Angaben nach § 162 AktG sind dem Vergütungsbericht zu entnehmen. (4.)Angabe zur Corporate-Governance-Erklärung Die letzte jährliche Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der Zalando SE zu den Empfehlungen der Regierungskommission zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG wurde im Dezember 2024 abgegeben und ist auf unserer Unternehmenswebsite öffentlich zugänglich gemacht. (5.)Unternehmenszusammenschlüsse Im Geschäftsjahr 2024 erfolgten wie im Vorjahr keine Unternehmenszusammenschlüsse. Zalando beabsichtigt jedoch, 100 % der Aktien der ABOUT YOU Holding SE zu erwerben, was, vorbehaltlich der üblichen Closing-Bedingungen, einschließlich des Erhalts der erforderlichen behördlichen Genehmigungen, zu einem Unternehmenszusammenschluss im Geschäftsjahr 2025 führen könnte. Weitere Informationen sind unter 3.5.8 (11.) Ergebnisse nach der Berichtsperiode zu finden.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(6.)Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter*innen Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter*innen (ohne Werkstudent*innen, Praktikant*innen und Auszubildende) der einzelnen Bereiche stellen sich zum Abschlussstichtag wie folgt dar:
| Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter*innen | ||||
| 2024 | 2023 | |||
| Commercial | 2.995 | 3.107 | ||
| Operations | 7.742 | 7.904 | ||
| Technology | 2.745 | 2.790 | ||
| Sonstige | 1.827 | 1.992 | ||
| Summe | 15.309 | 15.793 |
(7.)Angaben zum Abschlussprüfer Auf Grundlage des vom Prüfungsausschuss aufgrund der gesetzlichen Rotationsvorschriften vorbereiteten Vorschlags hat die Hauptversammlung 2023 dem Vorschlag des Aufsichtsrats, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen, zugestimmt. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der Zalando SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 wurden daher von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft. Leitende Abschlussprüfer waren Marius Sternberg (seit 2024) und Haiko Schmidt (seit 2024). Die erfassten Honorare für den Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungs- gesellschaft, Berlin, (Vorjahr: EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart) betrugen: — für die Abschlussprüfung des Einzel- und Konzernabschlusses 1,5 Mio. EUR (Vorjahr: EY i.H.v. 1,4 Mio. EUR), — für andere Bestätigungsleistungen 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: EY i.H.v. 0,2 Mio. EUR) und — für sonstige Leistungen 0,1 Mio. EUR (Vorjahr: EY i.H.v. 0,0 Mio. EUR). Zusätzlich erfasste Prüfungshonorare für KPMG Netzwerk Gesellschaften betrugen 0,4 Mio. EUR (Vorjahr: EY i.H.v. 0,4 Mio. EUR).
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(8.)Anteilsbesitz Zum 31. Dezember 2024 stellt sich der mittelbare und unmittelbare Anteilsbesitz der Zalando SE an Tochtergesellschaften sowie assoziierten Unternehmen und Gemeinschafts- unternehmen wie folgt dar:
| Anteilsbesitzliste | ||||||||||
| Nr. | Unternehmen | Sitz | Währung | Anteils- besitz von* | Anteils- besitz in % 2024 | |||||
| Tochtergesellschaften | ||||||||||
| 1 | zLabels GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 2 | Zalando Operations GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 3 | Zalando Logistics SE & Co. KG** | Erfurt | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 4 | Zalando Logistics Mönchengladbach SE & Co. KG** | Mönchenglad- bach | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 5 | Zalando Logistics Süd SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 6 | Zalando Logistics Operations France SAS | Paris, Frankreich | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 7 | Zalando Customer Care DACH SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 8 | Zalando Customer Care International SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 9 | Zalando Lounge Service GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 10 | Zalando Outlets GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 11 | Zalando Ireland Ltd. | Dublin, Irland | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 12 | Zalando Finland Oy | Helsinki, Finnland | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 13 | BREAD & butter GmbH & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 14 | Portokali Property Development III SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,9 0,1 | |||||
| 15 | Zalando Studios Berlin GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 16 | Mobile Fashion Discovery GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 17 | Zalando Marketing Services GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 18 | BREAD & butter tradeshow Verwaltungs GmbH | Berlin | EUR | 13 | 100,0 | |||||
| 19 | zLabels Trading Ltd. | Hongkong, Hongkong | HKD | 1 | 100,0 | |||||
| 20 | zLabels China Trading Co. Ltd. | Dongguan, China | CNY | 19 | 100,0 | |||||
| 21 | ifansho Holding GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 22 | nugg.ad GmbH | Berlin | EUR | 17 | 100,0 | |||||
| 23 | Zalando Logistics Operations Polska sp. z o.o. | Gardno, Polen | PLN | 2 | 100,0 | |||||
| 24 | Tradebyte Software GmbH | Ansbach | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 25 | Zalando Lounge Logistics SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| --- | --- | --- | ||||||||
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |||||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | ||
| 1 | Unternehmen | 2 | Zusammengefasster Lagebericht | 3 | Konzernabschluss | 4 | Weitere Informationen und Service | 415 | ||
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| Anteilsbesitzliste | ||||||||||
| Nr. | Unternehmen | Sitz | Währung | Anteils- besitz von* | Anteils- besitz in % 2024 | |||||
| 26 | Zalando Logistics Operations Spain S.L.U. | Elche, Spanien | EUR | 1 | 100,0 | |||||
| 27 | zLabels LP GmbH | Berlin | EUR | 1 | 100,0 | |||||
| 28 | Zalando Payments GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 29 | Zalando Switzerland AG | Zürich, Schweiz | CHF | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 30 | Connected Retail GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 31 | Zalando Beauty Store GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 32 | Zalando Lounge Logistics Polska sp. z o.o. | Olsztynek, Polen | PLN | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 33 | Tradebyte Software Ltd. | Cheltenham, Großbritannien | GBP | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 34 | Anatwine, Inc. | New Castle, Delaware, USA | USD | 33 | 100,0 | |||||
| 35 | Zalando OpCo Polska Sp. z o.o. | Gluchow, Polen | PLN | 2 | 100,0 | |||||
| 36 | zLabels Creation & Sales GmbH & Co. KG** | Berlin | EUR | 1 27 | 99,0 1,0 | |||||
| 37 | zLabels Platform Services GmbH & Co. KG** | Berlin | EUR | 1 27 | 99,0 1,0 | |||||
| 38 | Zalando Logistics Operations Italy S.R.L. | Bozen, Italien | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 39 | Zalando Logistics Operations Netherlands B.V. | Bleiswijk, Niederlande | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 40 | Zalando Lounge Content Solutions SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 9 | 99,0 1,0 | |||||
| 41 | Zalando Customer Care Central Services SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 42 | Zalando Stores GmbH & Co. KG** | Berlin | EUR | 10 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 43 | Fashion Circle GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 44 | Zalando Logistics Gießen SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 45 | Zalando BTD 003 GmbH | Berlin | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 46 | Zalando BTD 007 SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 47 | Zalando Lounge Operations Bydgoszcz Polska Sp. z.o.o. | Bydgoszcz, Polen | PLN | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 48 | Zalando BTD 009 SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 49 | Zalando BTD 010 SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 50 | Zalando BTD 011 SE & Co. KG** | Berlin | EUR | Unmittelbar 2 | 99,0 1,0 | |||||
| 51 | Zalando UK Ltd. | Cheltenham, Großbritannien | GBP | Unmittelbar | 100,0 | |||||
| 52 | Zalando Netherlands B.V. | Bleiswijk, Niederlande | EUR | Unmittelbar | 100,0 | |||||
71 Den von der Verpflichtung zur Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreiten Personenhandelsgesellschaften sind in der Anteilsbesitzliste auf den vorherigen Seiten die folgenden Nummern zugeordnet: 3, 4, 5, 7, 8, 13, 14, 25, 36, 37, 40, 41, 42, 44, 46, 48, 49 und 50.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
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| Anteilsbesitzliste | ||
| Nr. | Unternehmen | |
| 53 | Titel Media GmbH | |
| 54 | Highsnobiety Incorporated | |
| 55 | Highsnobiety Metaverse GmbH | |
| 56 | Zalando Sweden AB | |
| 57 | Zalando Customs Operations GmbH | |
| 58 | Zalando (Shenzhen) Technology Development Co., Ltd. | |
| Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| 59 | Moncalieri Logistics S.r.l. | |
*) Die Zahl bezieht sich auf die Nummer der jeweiligen Gesellschaft in dieser Anteilsbesitzliste. **) Gesellschaften, deren unbeschränkt haftender Gesellschafter das Mutterunternehmen oder ein anderes in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen ist. Änderungen in der Anteilsbesitzliste: — Gründung der Zalando (Shenzen) Technology Development Co., Ltd., — Veräußerung der DGQ Slovakia s.r.o. (9.)Befreiung von der Offenlegung Die in der Anteilsbesitzliste aufgeführten Personenhandelsgesellschaften 71 sind nach den Bestimmungen des § 264b HGB von der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse und von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts befreit. Die Unternehmen zLabels GmbH, Zalando Lounge Service GmbH, Zalando Outlets GmbH, Zalando Studios Berlin GmbH, Zalando Marketing Services GmbH, Tradebyte Software GmbH, Connected Retail GmbH und ifansho Holding GmbH sind nach den Bestimmungen des § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse und von der Aufstellung eines Anhangs und Lageberichts befreit. Zusätzlich nehmen die Zalando Logistics Operations Netherlands B.V. und die Zalando Netherlands B.V. die Erleichterungen des § 403 2. Buch des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs in Anspruch, keinen Jahresabschluss nach den Vorgaben von 9. Titel 2. Buch des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs zu erstellen.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(10.)Segmentberichterstattung Anfang 2024 haben wir unsere weiterentwickelte Konzernstrategie kommuniziert, das führende E-Commerce-Ökosystem für den europäischen Mode- und Lifestyle-Markt aufzubauen, mit dem Ziel, unsere Kompetenzen auf zwei Kundengruppen zu fokussieren: B2C (Business-to-Consumer) und B2B (Business-to-Business). Dementsprechend hat sich unsere Managementsteuerung und Entscheidungsfindung im Jahr 2024 von einer Ausrichtung nach Absatzkanälen (Fashion Store und Offprice) auf eine Unterscheidung zwischen dem B2C Segment und dem B2B Segment verlagert. Im Einklang mit dem überarbeiteten internen Managementansatz haben wir unsere externe Berichterstattung seit dem ersten Quartal 2024 entsprechend angepasst, um unsere neuen operativen Segmente B2C und B2B abzubilden. Unsere externe Berichterstattung korrespondiert mit unserer internen Steuerung. Grundsätzlich entspricht die Berichterstattung an das Management von Zalando für Zwecke der internen Steuerung den unter 3.5.2 Allgemeine Grundsätzebeschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS. Das B2C-Segment umfasst den Großteil unseres Mode- und Lifestyle-Geschäfts, also unser ehemaliges Fashion Store Segment (inkl. das früher sogenannte Wholesale- und Partnergeschäft) und Offprice Segment (Lounge by Zalando und Outlets) sowie unsere Plattformdienstleistungen ZMS. Das B2B-Segment umfasst Dienstleistungen, über die wir unseren Partnern die passenden B2B-Produkte bereitstellen, mit denen sich ihre Geschäftsanforderungen auf und abseits unserer Zalando Plattform bedienen lassen, (d. h. ZEOS Fulfilment inkl. ZFS und MCF, Tradebyte und Highsnobiety). Sowohl die mit externen Geschäftspartnern erzielten Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge als auch die konzerninternen Transaktionen zwischen unseren Segmenten werden gemäß IFRS 8 separat an den Hauptentscheidungsträger berichtet. Daher enthält die Segmentberichterstattung weiterhin eine Überleitungsspalte, um von den Werten der Geschäftssegmente (einschließlich interne als auch externe Transaktionen) auf die Werte des Konzerns (lediglich externe Transaktionen) überzuleiten. Die internen Transaktionen betreffen den Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen den Segmenten. Der Vorstand misst die Leistung der Segmente anhand der Umsatzerlöse und des bereinigten EBIT, die für die Segmentberichterstattung auf die gleiche Weise definiert werden wie für den Konzernabschluss. Informationen über Segmentvermögenswerte oder -schulden sind nicht vorhanden bzw. nicht entscheidungsrelevant.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| Segmentberichterstattung 2024 | ||
| in Mio. EUR | B2C | |
| Umsatzerlöse | 9.657,7 | |
| (Vorjahr) | (9.301,8) | |
| davon zwischen den Segmenten | 0,0 | |
| (Vorjahr) | (0,0) | |
| Umsatzkosten | -5.456,3 | |
| (Vorjahr) | (-5.466,1) | |
| davon zwischen den Segmenten | -27,8 | |
| (Vorjahr) | (0,0) | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.201,3 | |
| (Vorjahr) | (3.835,7) | |
| davon zwischen den Segmenten | -27,8 | |
| (Vorjahr) | (0,0) | |
| Vertriebskosten | -3.349,4 | |
| (Vorjahr) | (-3.178,6) | |
| davon zwischen den Segmenten | -9,7 | |
| (Vorjahr) | (-13,3) | |
| Verwaltungskosten | -458,4 | |
| (Vorjahr) | (-442,4) | |
| Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen | 0,7 | |
| (Vorjahr) | (-38,1) | |
| Bereinigtes Betriebliches Ergebnis (EBIT) | 488,7 | |
| (Vorjahr) | (310,8) | |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 74,2 | |
| (Vorjahr) | (76,7) | |
| Akquisitionsbezogene Aufwendungen | 14,0 | |
| (Vorjahr) | (1,8) | |
| Einmaleffekte | 6,3 | |
| (Vorjahr) | (24,2) | |
| Restrukturierungskosten | 0,0 | |
| (Vorjahr) | (31,5) | |
| EBIT | 394,2 | |
| (Vorjahr) | (176,5) | |
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| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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Von dem erwirtschafteten externen Gesamtumsatz des Konzerns entfällt auf Deutschland mit 28,0 % (Vorjahr: 28,4 %) der größte Anteil, gefolgt von der Schweiz mit einem Anteil im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die externen Umsatzerlöse werden den einzelnen Ländern auf Basis des Orts zugewiesen, an dem Zalando die zugesagten Güter oder Dienstleistungen auf eine*n Kund*in überträgt. Der Großteil der langfristigen Vermögenswerte des Konzerns in Höhe von 2.532,3 Mio. EUR (58,1 %) befindet sich in Deutschland. Darüber hinaus hält der Konzern wesentliche langfristige Vermögenswerte in den Logistikzentren in Polen (16,3 %) und Frankreich (9,3 %). In den Umsatzkosten sind Erträge aus Wertberichtigungen auf Vorräte für das B2C-Segment in Höhe von 28,7 Mio. EUR (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von –18,3 Mio. EUR) enthalten. Die Vertriebskosten enthalten Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen sowie Abschreibungen für uneinbringliche Forderungen für das B2C-Segment in Höhe von 26,1 Mio. EUR (Vorjahr: 45,2 Mio. EUR) sowie für das B2B- Segment in Höhe von 13,2 Mio. EUR (Vorjahr: 23,4 Mio. EUR). In den Gesamtaufwendungen sind Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Vermögenswerte aus Nutzungsrechten für das B2C-Segment in Höhe von 327,1 Mio. EUR (Vorjahr: 320,0 Mio. EUR) und für das B2B-Segment in Höhe von 22,9 Mio. EUR (Vorjahr: 13,9 Mio. EUR) enthalten. Die Anpassungen für Einmaleffekte betreffen in erster Linie Wertminderungen. Das Finanzergebnis des Konzerns ist den Segmenten nicht zugeordnet.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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| 1 | Unternehmen | 2 |
(11.)Ergebnisse nach der Berichtsperiode Der am 11. Dezember 2024 bekanntgegebenen Absichtserklärung folgend, haben wir am 20. Januar 2025 ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an die Aktionäre der ABOUT YOU Holding SE, Hamburg (ABOUT YOU), für den Erwerb von bis zu 100 % des Aktienkapitals zu einem Bar-Angebotspreis von 6,50 EUR pro Aktie abgegeben. Wir beabsichtigen sämtliche der 186.153.487 Aktien von ABOUT YOU zu erwerben, wobei 10.683.080 Aktien durch ABOUT YOU bereits selbst gehalten werden. Die zu übertragende Gegenleistung wird sich somit auf ca. 1,14 Mrd. EUR belaufen und wird vollständig aus dem uns zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Finanzmittelbestand finanziert. In diesem Zusammenhang haben wir zusätzlich am 11. Dezember 2024 Kaufverträge über den Erwerb von 69.545.116 ABOUT YOU-Aktien (ca. 37,36 % des Grundkapitals) mit der Otto GmbH & Co KG sowie von 38.740.244 ABOUT YOU-Aktien (ca. 20,81 % des Grundkapitals) mit der Aktieselskabet af 12.6.2018 zu ebenfalls zu 6,50 EUR je Aktie abgeschlossen. Zwischen dem 11. und 31. Dezember 2024 haben wir 10.487.732 Aktien der ABOUT YOU- Aktien (ca. 5,63 % des Grundkapitals) für in Summe 67,9 Mio. EUR börslich erworben und in den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen (siehe Abschnitt 3.5.7 (14.) Langfristige finanzielle Vermögenswerte und langfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte). Wir haben diesen börslich erworbenen Anteil um weitere 1.356.641 Aktien auf 6,36 % bis zum Zeitpunkt des Ablaufs der ersten Annahmefrist am 17. Februar 2025 erhöht. Zum Zeitpunkt des Ablaufs der ersten Annahmefrist im Rahmen des öffentlichen Übernahme- angebots am 17. Februar 2025 wurden uns 36.253.073 ABOUT YOU-Aktien (ca. 19,47 % des Grundkapitals) angedient. Eine weitere Annahmefrist wird am 6. März 2025 ablaufen. Für die Durchführung des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots hat Zalando zu Beginn des Geschäftsjahres 2025 einen Betrag von 403,0 Mio. EUR auf ein Treuhandkonto gezahlt, welches einer Verfügungsbeschränkung unterliegt. Zum Zeitpunkt des Ablaufs der ersten Annahmefrist am 17. Februar 2025 hat Zalando Zugang (unter dem Vorbehalt kartell- und aufsichtsrechtlicher Genehmigungen) zu ca. 90,38 % der Stimmrechte von ABOUT YOU unter Herausrechnung der eigenen Aktien von ABOUT YOU. Der Vollzug des Erwerbs von ABOUT YOU-Aktien im Rahmen des öffentlichen Übernahme- angebots sowie durch die beiden Kaufverträge, stehen zum Zeitpunkt der Genehmigung der Veröffentlichung dieses Berichts weiter unter dem Vorbehalt kartell- und aufsichtsrechtlicher Genehmigungen und werden für Sommer 2025 erwartet. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die zwischen dem Abschlussstichtag (31. Dezember 2024) und dem Zeitpunkt der Genehmigung der Veröffentlichung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts durch den Vorstand (12. März 2025) eingetreten sind und wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben könnten, haben sich nicht ergeben.
| Zalando SE | GESCHÄFTSBERICHT 2024 | |
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(12.)Genehmigung des Abschlusses zur Veröffentlichung Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Zalando SE werden im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Vorstand hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht am 5. März 2025 zur Veröffentlichung genehmigt. Berlin, 5. März 2025 Der Vorstand Robert GentzDavid Schröder David SchneiderDr. Astrid Arndt