active Legal form SE Aktiengesellschaft

regiocom SE

MagdeburgMagdeburg, DEU ·HRB 26302 Stendal ·regiocom.com
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Overview

Legal form
SE
Address
Marienstr. 1
39112 Magdeburg
Commercial register
HRB 26302, Stendal
Registration date
November 2, 2018
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Registered capital
462,000.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Purpose
Die Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen auf der Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnik und deren Betrieb.

Financials

Revenue 2024
181,87 Mio. €
Total assets 2024
77,59 Mio. €
Net income 2024
7,07 Mio. €
Annual accounts · –
18 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

Annual accounts · –
2024
Assets 77,59 Mio
  • Current Assets 70,9 % 55,01 Mio
  • Fixed Assets 24,9 % 19,32 Mio
  • Prepaid Expenses 4,2 % 3,26 Mio
Liabilities and Equity 77,59 Mio
  • Liabilities 50,0 % 38,80 Mio
  • Equity 37,0 % 28,74 Mio
  • Provisions 12,4 % 9,65 Mio
  • Accrued Expenses 0,5 % 400,2 k
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Balance sheet data available for 18 earlier fiscal years.

Profit & loss

Annual accounts · –
2024
Income 192,58 Mio
  • Revenue 94,4 % 181,87 Mio
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3,1 % 5,94 Mio
  • Other capitalized own work 1,1 % 2,07 Mio
  • Other interest and similar income 0,9 % 1,66 Mio
  • Other operating income 0,5 % 945,4 k
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,0 % −54,1 k
  • Income from other securities and loans in financial assets 0,0 % 25,7 k
  • Income from investments 0,0 % 250
Expenses 185,40 Mio
  • Material expenses 46,2 % 85,68 Mio
  • Personnel expenses 36,4 % 67,52 Mio
  • Other operating expenses 13,5 % 25,01 Mio
  • Depreciation 2,1 % 3,91 Mio
  • Interest and similar expenses 1,2 % 2,29 Mio
  • Income and profit taxes 0,5 % 870,4 k
  • Other taxes 0,1 % 110,9 k
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 % 0
  • Result after taxes 7,18 Mio
  • Annual net profit/loss 7,07 Mio
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P&L data available for 18 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Joan Bernard Maria Dyckhoff-Schlieker since 2022 Board Member
  • Klemens Tobias Gutmann since 2022 Board Member
  • Sebastian Dr. Kerz since 2022 Board Member
  • Thomas Besch since 2023 Board Member
  • Mathias Marbach since 2026 Procura
  • Max Marco Schlieker since 2025 Procura
3 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.

Holds shares in

8 more holdings · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2026
  2. 03.03.
    Member entry
    Mathias Marbach · Procura
  3. 2025
  4. 10.03.
    Member entry
    Max Marco Schlieker · Procura
  5. 17.01.
    Exit of position
    Stefan Anlauf · Procura
  6. 2024
  7. 04.03.
    Change of bylaws
    regiocom SE
  8. 2023
  9. 05.05.
    Member entry
    Thomas Besch · Board Member
  10. 2022
  11. 29.07.
    Change of bylaws
    regiocom SE
  12. 10.02.
    Member entry
    S***** A***** · Procura
  13. 08.02.
    Change of bylaws
    regiocom SE
59 more events including all details Get API key →

Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2024 Jahresabschluss Audited by CT Lloyd GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated May 7, 2025 Published Via the API
2023 Jahresabschluss Audited by CT Lloyd GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated May 3, 2024 Published Read full text
2022 Jahresabschluss Audited by CT Lloyd GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated May 17, 2023 Published Via the API
2021 Jahresabschluss Audited by CT Lloyd GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated May 13, 2022 Published Via the API
2020 Jahresabschluss Audited by CT Lloyd GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft · auditor’s report dated May 5, 2021 Published Via the API
2023 Jahresabschluss Full text

regiocom SE

Magdeburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen der regiocom SE und des regiocom-Konzerns

Der regiocom SE-Konzern (nachfolgend kurz regiocom, regiocom-Konzern oder Gruppe genannt) ist eine seit über 25 Jahren als spezialisierter Outsourcingdienstleister tätige, inhabergeführte Unternehmensgruppe. Die wesentlichen Dienstleistungsfelder sind Kundenbetreuungsleistungen im Massenkundensegment, Full Services Billing und Business Prozess Outsourcing (BPO) kaufmännischer Geschäftsprozesse in der Energiebranche, das Projektmanagement von Field-Service-Projekten in Energienetzen sowie hochspezialisierte IT-Services. Die Gruppe bewegt sich im Wesentlichen in den Branchen Telekommunikation, Energie, Banken- und Versicherungswesen sowie Verkehr. Ein moderner IT-Services mit eigenen Rechenzentrums-, Programmier- und Anpassungskapazitäten sichert die effiziente, kundenspezifische und nachhaltige Umsetzung des Dienstleistungsportfolios. Die Gruppe bietet ihre Dienstleistungen für Kunden der so genannten DACH-Märkte an, mit aktuellem Tätigkeitsschwerpunkt in Deutschland und Österreich. Sie produziert die Services sowohl in Deutschland als auch in ihren Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Bulgarien, Österreich, Türkei und Griechenland.

Zum Bilanzstichtag sind es 15 Unternehmen und Beteiligungen an 30 Standorten mit über 6.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dies entspricht 5.990 FTE. Davon sind rund 4.209 FTE in Deutschland tätig (Vorjahr: 4.498) sowie rund 1.303 in Bulgarien (Vorjahr 1.179) und rund 463 FTE in der Türkei und Griechenland (Vorjahr 281) sowie 15 FTE in Österreich. Bei der regiocom SE waren es im Inland 585 (Vorjahr: 550) und im Ausland 1.303 (Vorjahr: 1.179) FTE's.

Die Konzernobergesellschaft, regiocom SE mit ihren Tochtergesellschaften, hat ihre Service-Unternehmungen in Sparten beziehungsweise in Geschäftsbereichen organisiert. Wesentliche Geschäftskompetenzen treten mit ihren Dienstleistungen und Produkten auch selbständig am Markt auf:

• Der Geschäftsbereich " regiocom Customer Care" bietet als Premiumanbieter professionellen und verlässlichen Kundenservice. Er repräsentiert sich in der Unternehmensgruppe regiocom Customer Care SE (kurz CCSE). Die CCSE bietet das gesamte Spektrum der schriftlichen und telefonischen vertriebs- und serviceorientierten Kundenkommunikation über sämtliche Kontaktkanäle wie Telefon, E-Mail, Brief, Chat oder auch Social Media an. Das Spektrum reicht von der Neukundenansprache und Interessentenhotline über komplexe technische und kaufmännische Bestandskundenbetreuung, Service und Sales bis hin zu Kundenservice, Forderungsmanagement, Kundenrückgewinnung oder der kompetenten Betreuung einer Beschwerdehotline. Die CCSE ist aufgrund der langjährigen Erfahrung und der im Konzern verfügbaren technischen Infrastruktur in der Lage, auch größere Projekte sowohl im klassischen Customer Care als auch im Business Process Outsourcing (BPO) kurzfristig zu übernehmen. Durch ihre Servicekapazitäten im Ausland (Bulgarien, Türkei, Griechenland) kann sie den Auftraggebern Hybridmodelle anbieten, welche die Abarbeitung in Deutschland, unter Nutzung des dort zentrierten Know-hows, mit den produktiven Servicekapazitäten in den ausländischen Standorten verbindet. Mit diesem flexiblen und reaktionsschnellen Hybridmodell hat die Gruppe ein Alleinstellungsmerkmal, das nur mit Unterstützung der deutschen Standorte und dem eigenen professionellen IT-Services funktioniert. Branchenschwerpunkte sind Energie, Telekommunikation, Banken- und Versicherungswirtschaft, Verkehr, Consumer Electronics sowie Transportwesen. Sie kann aber auch Erfahrungen bei Retail-Unternehmen und Behörden vorweisen. Als digitales oder virtuelles Call Center mit 100% Homeoffice-Anteil kann der Geschäftsbereich durch die im Berichtsjahr operativ gegangene Zeitwert Service GmbH flexibel ihre Kapazitäten im In- und Ausland ausweiten.

Spezielle Outbound-Services und Sales-Projekte sind in der Marke " BLUMENSTRAUSS Customer Lifecycle Management" zusammengefasst. Dieser Geschäftsbereich verfügt über viele Jahre Erfahrung in der erfolgreichen Durchführung von Outbound- und Sales-Kampagnen im Kundenauftrag.

Das Kundenservicegeschäft verfolgt in allen Bereichen einen hohen Qualitätsanspruch und die strikte Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzvorgaben, so dass Auftraggeber ihren Kundenservice DSGVO-konform von der CCSE betreuen lassen können. Das Qualitäts- und Prozessmanagementsystem richtet sich nach dem SixSigma Standard, wurde nach DIN EN ISO 9001:2015 durch die unabhängigen Prüfexperten der DQS GmbH zertifiziert und unterliegt regelmäßigen internen und externen Audits. Seit Dezember 2022 ist die CCSE nach der neuen DIN EN ISO 18295-1:2017 zertifiziert, der Dienstleistungsnorm für Kundenkontaktzentren (Customer Contact Center), in der unter anderem die Anforderungen an Customer Contact Center beschrieben werden.

• Ein weiterer wesentlicher Geschäftsbereich ist der Bereich " regiocom Energie". In diesem Bereich sind die spezialisierten Dienstleistungen für die Energiewirtschaft zusammengefasst, mit einem fundierten, über Jahrzehnte gewachsenen Branchen-Know-how in der regiocom. Allen voran das Full-Service Billing" von Energiekunden für den Energiekundenvertrieb sowie " Grid.Services", als Projektmanagement von Field-Services in Energienetzen.

Die Sparte Full Service Billing bedient seit inzwischen mehr als 15 Jahren ihre Kunden im Energievertrieb mit dem kompletten Outsourcingpaket rund um die Energieendkunden im Strom- und Gasmarkt. Hier erfolgen, basierend auf hochmodernen IT-Systemen für die Energieabrechnung und das Kundenkontaktmanagement, jeweils das Management des vollständigen Customer Lifecycle von Energieendkunden für Netzbetreiber und Vertriebsakteure im Energiemarkt in Deutschland und Österreich. Dazu gehören neben dem Kundenkontaktmanagement, das Management des Lieferantenwechsels, die Energieabrechnung für Strom- und Gasverbraucher, sowie die komplette Marktkommunikation. Alle wesentlichen Prozesse sind projektbezogen nach dem Prüfungsstandard IDW PS 951 Typ 2 zertifiziert, das heißt, es wurde entsprechend den Vorgaben des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. die erfolgreiche Prüfung eines ausgelagerten internen Kontrollsystems auf ein Dienstleistungsunternehmen vorgenommen und deren Funktionalität bescheinigt.

Die fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen in der Energiewirtschaft meistert der Bereich zusätzlich durch die Übertragung seines hoch spezialisierten Prozesswissens in die eigenen IT-Services und Plattformentwicklungen.

Schwerpunktthemen der Grid.Services sind Dienstleistungen für Netzbetreiber, wie beispielweise intelligente Kundenanlagensteuerung sowie das Projekt- und Qualitätsmanagement der Marktraumumstellung für Gasnetze. Für die Dienstleistung Marktraumumstellung ist regiocom einer der fünf Top-Dienstleister in Deutschland. Das Angebot der Grid.Services wird komplettiert durch die Materialwirtschaft und die integrative Logistik der entsprechenden Lieferketten. Darüber hinaus werden Fieldservices für Messstellenbetreuung, Zählerwechsel und Datenfernauslesung das Back-Office für Leeranlagenrecherchen von Messtellen erfolgreich im Markt umgesetzt.

Als digitale Klammer unterstützen und entwickeln die Geschäftsfelder "Kundenprojekte" und "IT-Service" branchenspezifische IT-Lösungen, insbesondere für energiespezifische Prozesse. Die regiocom ist damit in Deutschland sowohl für Auftraggeber aus der Energiewirtschaft als auch für öffentliche Auftraggeber ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der Energiewende sowie bei der Digitalisierung und Optimierung von Geschäfts- und Serviceprozessen im Energiewirtschaftsumfeld. Ein herausragendes Beispiel hierfür ist die Entwicklung und der Betrieb des Marktstammdatenregisters, bei dem über eine Onlineplattform ein umfassendes behördliches Register aller Stromnetzeinspeiser in Deutschland durch die regiocom entwickelt wurde, welches im 24/7 Modus und hoher Verfügbarkeit bereitgestellt wird. Die damit verbundenen Endkundenservices und Dienstleistungen werden von Anbeginn von der regiocom angeboten und durchgeführt.

Die Geschäftsbereiche der Gruppe agieren teilweise aus selbstständigen Konzerngesellschaften oder Konzernbeteiligungen heraus, zum Teil sind sie aber auch in der Muttergesellschaft regiocom SE selbst angesiedelt. Sie treten einheitlich am Markt auf, können aber jede ihrer Sparten und Dienstleistungen, je nach Kundenwunsch, auch modular anbieten.

Die regiocom SE als Muttergesellschaft ist der Kopf der Unternehmensgruppe und bildet die Klammer um die einzelnen Geschäftsbereiche. Sie bündelt die Geschäftsfeldentwicklungen in der Gruppe und koordiniert den einheitlichen Marktauftritt. Weiterhin modelliert und optimiert sie geschäftsfeldübergreifend komplexe, kundenspezifische Prozessketten in den jeweiligen Sparten und Organisationseinheiten.

Die regiocom SE erbringt darüber hinaus wesentliche Querschnitts-/ Holdingfunktionen für alle Unternehmen und Unternehmensteile der Gruppe und stellt mit einem umfangreichen Cyber-Sicherheitskonzept den reibungslosen Betrieb sicher. Darüber hinaus stellt sie die Betriebsinfrastruktur, die Digitalisierung von internen Geschäftsfeldfunktionen sowie zentrale Verwaltungs-, Steuerungs- und Qualitätsmanagementfunktionen bereit. Sie steuert die Unternehmensentwicklung und organisiert die Finanzierung der gesamten Unternehmensgruppe. Die regiocom SE verfügt in ihrem Rechtsbereich auch über eine Internen Revision gemäß MaRisk und ist somit in der Lage auch regulierte Geschäftsfelder wie Energie- und Bankenwirtschaft erfolgreich und sicher zu bedienen.

Die regiocom-Gruppe nutzt verschiedene performante, eigenentwickelte sowie fremde Softwaresysteme. Des Weiteren arbeitet regiocom bei Bedarf auf den Systemen ihrer Kunden. Allen voran die Callcenter-Telefonie (ACD, Automatic Call Distribution) sowie branchenspezifische Abrechnungssysteme im Geschäftsbereich Full Service Billing (SAP). Darüber hinaus kommen Systeme für den Datenaustausch zwischen Versorgern, Netzbetreibern sowie der Bundesnetzagentur zum Einsatz. Systeme zur Unterstützung der Abrechnung sowie der Datenregistrierung von Einspeisern gemäß EEG, Systeme zur Berechnung und Prüfung von Konzessionsabgaben und deren anteilige Umlage auf Einzelrechnungen sowie weitere EVU-spezifische Systemlösungen runden das Portfolio ab. Die regiocom entwickelt und betreibt darüber hinaus eigene intelligente Portalsysteme.

Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat

Die Geschäftsführung der Konzern-Obergesellschaft besteht zum Berichtszeitpunkt aus drei Vorständen, Herr Joan Dyckhoff-Schlieker, Magdeburg; Herr Klemens Gutmann, Magdeburg und Herr Thomas Besch, Reutlingen. Herr Dr. Sebastian Kerz ist seit dem 29.02.2024 aus dem Vorstand der regiocom SE ausgeschieden und hat auch alle weiteren Organfunktionen innerhalb der Gruppe beendet.

Der Aufsichtsrat der regiocom SE hat drei Mitglieder. Vorsitzende ist Anja Naumann, Magdeburg. Alle drei Mitglieder sind Frauen. Gemäß § 289 f Abs. 4 HGB liegt die Frauenquote im Aufsichtsrat aktuell bei 100%. Derzeit sind keine Veränderungen geplant. Im Übrigen wird bezüglich der Angaben nach § 289f Abs. 4 HGB auf die Internetseite der regiocom SE (www.regiocom.com) verwiesen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf

Insgesamt war es für die regiocom-Gruppe ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Fortdauernde allgemeine Krisensituationen beeinflussten die Kundensegmente der Gruppe bis heute nicht negativ. Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr nachhaltig gestiegen, wenn auch leicht unter Planniveau. Das Periodenergebnis und die Finanzkennzahlen haben sich im Jahresverlauf weiter positiv entwickelt, Diese erfreuliche Ertragsentwicklung führte zu einer deutlichen Festigung der Bilanzstrukturen und der Liquidität der Gruppe. Auch schwierige Marktgegebenheiten, wie die aktuelle Hochzinsphase konnten erfolgreich gedämpft werden. Das Top-Management hatte darüber hinaus bereits im Vorjahr die Betriebs- und Produktionssicherheit (Business Continuity, BCM) in den Focus genommen. Der Schwerpunkt lag auf der Aufrechterhaltung der Erfüllungs- und Leistungspflichten gegenüber den Kunden. Branchenspezifische Prozesse und die jeweiligen vertraglichen und gesetzlichen Anforderungen haben dabei besondere Beachtung gefunden. Es wurde in entsprechende Sicherheitssysteme und energetische Versorgungssysteme investiert, um den Risiken und Herausforderungen etwaiger Versorgungseinbrüche oder aber auch Cyber-Angriffen zu begegnen.

Die regiocom Gruppe, an ihrer Spitze die regiocom SE, verfolgten eine nachhaltige Wachstumsstrategie. Wobei das Wachstum sowohl aus einer größeren Skalierung bestehender Serviceeinheiten und Abrechnungssysteme (FSB) resultierte als auch aus der Ausweitung der personellen Service-Kapazitäten. Letzteres erfolgte überwiegend im Near Shore um flexibel auf die Marktanforderungen reagieren zu können. Von den Auftraggebern wird dieses sogenannte Hybridmodell (parallele Auftragsbearbeitung der Aufträge in Deutschland und an den Near Shore Standorten) verstärkt angefragt.

Zu den Geschäftsbereichen

Der größte Geschäftsbereich Customer Care (CCSE) hatte im Berichtsjahr ein Geschäftsvolumen von etwa 72% am Gesamtumsatz der Gruppe und lag damit rund 10% über dem Vorjahresniveau. Das Marktumfeld für Kundenbetreuungsleistungen (Call Center) ist weiterhin von einer starken Marktkonsolidierung gekennzeichnet. Aufgrund ihrer bereits erwähnten hybriden Produktion war und bleibt sie auch als mittelständischer Anbieter für große Auftraggeber attraktiv. Hinzu kommt, dass die Kunden, welche in der Regel deutlich größer sind als die CCSE, hier einen Dienstleister vorfinden, der sich flexibel in ihre Kundenbetreuungsprozesse und -anforderungen eingliedert. Im Geschäftsjahr 2023 ist besonders das Wachstum im Telekommunikationsmarkt auffällig. Der Anteil der Telekommunikation am Customer Care Umsatz beträgt mittlerweile knapp 60 Prozent, gefolgt von Customer Care für Energie-Kunden mit knapp einem Viertel des Umsatzes. Die übrigen Umsatzanteile entfallen auf die Branchen Banken und Versicherungen sowie Retail und Transport. Die geplanten Umsatzziele wurden im Geschäftsjahr nicht ganz erreicht. Dank einer besseren Produktivität und zügigen Hochlaufs der neuen Standorte in Griechenland und der Türkei konnte der sich hieraus ergebende Effekt überkompensiert werden. Mindestlohneffekte konnten weitergegeben werden und sind zwischenzeitlich durchweg vertraglich vereinbart.

Der Geschäftsbereich Full Service Billing schließt das Geschäftsjahr mit einem überplanmäßigen Geschäftsvolumen von € 31,9 Mio. ab (Vorjahr € 28,5 Mio.) und steigert sich gegenüber dem Vorjahresvolumen um 12%. Die Einführung der Energiepreisbremse ab Herbst 2022 führte im Nachgang zu entsprechenden Anpassungsmaßnahmen der Abrechnungssysteme und somit zu einer Auftragserweiterung für regiocom bis Ende 2023. Durch die gesunkenen Energiepreise treten wieder verstärkt neue Akteure im Energiehandel für den privaten Endkunden in den Markt ein, beziehungsweise bestehende Akteure verstärken ihre Vertriebsaktivitäten. So konnten die Anzahl der in der Abrechnung befindlichen Zählpunkte im Berichtsjahr deutlich gesteigert werden. Eine Entwicklung die sich auch zum Berichtszeitpunkt fortsetzt. Darüber hinaus erzeugte das wiedererstarkende Energie-Handelsgeschäft der regiocom-Kunden in Verbindung mit der Regulierung steigenden Anpassungsbedarf an die Abrechnungsplattform und die Kundenverwaltung. Durch die Abkündigung der Wartung für das SAP R/3-System zum Ende 2027 traf regiocom die Entscheidung, die auf diesem System befindliche Billing- und Kundenverwaltungsplattform in SAP S/4HANA zu überführen, zu modernisieren und eine skalierbare Plattform zu entwickeln.

Der Geschäftsbereich Grid.Services betreibt die Hauptgeschäftsfelder des technischen Projektmanagements und Qualitätsmanagements, inklusive der Materialbereitstellung für die Marktraumumstellung in Gas-Netzen sowie die Leeranlagenrecherche von Messstellen in Energienetzen. Insbesondere der Ausfall eines Dienstleisters für der Leeranlagenrecherche führte gegenüber dem Plan zu rückläufigen Umsätzen sowie Mehrkosten für das damit verbundene ungeplante Insourcing und des alternativen Wiederaufbaus. Zum Ende des Berichtsjahres hatte sich die Situation stabilisiert.

Die Vergabe neuer Marktraumumstellungsprojekte hat ihren Zenit erreicht. Entsprechend konsolidiert sich der Geschäftsbereich in diesem Segment planmäßig und richtet sich in Richtung andere Energie-Netzthemen neu aus.

Der Geschäftsbereich IT-Services ist geprägt durch die Modernisierung der Full-Service Billing Plattform für den Energievertrieb. Als Premium-Partner der SAP wurden und werden eigene sowie fremde Entwicklerkapazitäten aufgewendet, um mit dem S/4HANA Release von SAP eine moderne, cloudbasierte Abrechnungs- und Kundenmanagementplattform für Strom- und Gas-Kunden zu entwickeln. Hintergrund ist das durch SAP angekündigte Auslaufen der Wartung für alte SAP R3 basierte IS-U im Energiesektor. Unter Berücksichtigung der Anforderungen aus dem Bestandskundenportfolio der regiocom SE, erfolgt ein von Grund auf neues Customizing des SAP-Releases. Dieses wird gestützt durch das tiefe Prozesswissen der regiocom zu den Anforderungen der Energiebranche. Das System ist skalierbar und reduziert die Neukundenintegrationsaufwände und -zeiten. Zum Berichtszeitpunkt gibt es bereits Vereinbarungen zum Wechsel der Plattform mit einigen großen Kunden der regiocom.

Die Investitionen der Gruppe in entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit € 6,1 Mio. an Zugängen leicht über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr € 5,4 Mio.). Einen wesentlichen Anteil an den Investitionen hat die Entwicklung der SAP S/4HANA Plattform für die Abrechnung und das Kundenmanagement von Energiekunden in Höhe von rund € 1,9 Mio.. Weitere Investitionen flossen in den Ausbau der Call Center Standorte der CCSE und der ausländischen Near-Shore-Standorte. Im Übrigen handelte es sich im Wesentlichen um Investitionen im Zuge der infrastrukturellen Absicherung des Geschäftsbetriebes sowie um Ersatzinvestitionen.

Wesentliche Themen und Geschäftsvorfälle

Seit Februar 2023 ist die neue Gesellschaft Zeitwert Service GmbH (kurz Zeitwert) als vollständig digitales Service Center (Call Center) aktiv tätig. Die Zeitwert steht als komplette Service Center Einheit den anfordernden Geschäftsbereichen der Gruppe zur Verfügung. Im Gegensatz zum klassischen Service Center löst sie jedoch alle produktiven Aufgaben ihres Geschäftsbetriebes, als auch ihre administrativen Themen vollständig über digitale online Services vom Homeoffice des jeweiligen Sachbearbeiters aus. Das gilt auch für die Rekrutierung und tägliche Arbeitszeiterfassung. Ein physischer Standortbetrieb entfällt dadurch.

Im Fokus des personellen Wachstums der Gruppe steht weiterhin der Ausbau der Near-Shore Kapazitäten. Im Berichtsjahr hinzu kamen die Standorte in Alexandropolis und Sakarya hinzu. Der Ausbau der Standorte in der Türkei und Griechenland wird sich weiter fortsetzen. Zum Jahresende wurde ein Resell-Vertrag mit einem Dienstleister in der Türkei mit Wirkung zum 01.01.2024 geschlossen. Hierbei handelt es sich um anorganisches Wachstum in der CCSE. Die Aufwendungen hierfür in Höhe von rund € 0,6 Mio. sind vollständig in der GuV des Berichtsjahres der CCSE verarbeitet.

Die gesamte Gruppe vollzog im Zuge der Konzernvereinheitlichung einen System-Upgrade ihres ERP-Systems. Die veraltete Microsoft Dynamics Version aus 2009 wurde im Rahmen eines groß angelegten Systemänderungsprogramms über eine Laufzeit von etwa 16 Monaten im 1. Halbjahr 2023 erfolgreich umgestellt. Dabei wurden parallele Strukturen beendet und vereinheitlicht.

Das bereits unter den Geschäftsaktivitäten des Bereiches Energie, Full Service Billing, erwähnte Customizing Projekt für SAP S/4HANA war und ist ein herausragendes Investment in die Zukunft der Energiesparte der regiocom SE. Die hierfür anfallenden Investitionen erfolgen ab dem Januar 2023 als selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter in das Anlagevermögen der regiocom SE. Die alte SAP R3 basierende Systemplattform wird dadurch zukunftsweisend ersetzt. Die steigende Zahl der abzurechnenden Zählpunkte (Energiekunden) auf dem Altsystem unterstreicht die Notwendigkeit und Zukunftsfähigkeit dieser Investition.

Im Konsortialkreditvertrag aus 2022 war bereits eine schrittweise Laufzeitverlängerung von Mai 2025 bis Mai 2027 vertraglich angelegt. Die regiocom SE und die mit ihr verbunden Gruppenunternehmen (Garanten) haben die Verlängerung KKV nunmehr im Dezember 2023 erfolgreich vereinbaren können. Es bestehen somit bis Mai 2027 Betriebsmittellinien in Höhe von € 15 Mio. sowie € 8,5 Mio. Avallinien. Laufende Tilgungsdarlehen werden planmäßig fortgeführt. Damit und mit der kongruenten Laufzeitverlängerung der Factoringlinien ist die Finanzierungssicherheit des laufenden Geschäftsmodells der Gruppe gegeben und mittelfristig gesichert.

Zur Begrenzung der Zinsbelastung hat die regiocom SE im März des Berichtsjahres Zins-Swaps mit einem Gesamtvolumen von € 15 Mio. und einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen.

Gleichlautend wie in den Vorjahren wurden Teile des passivischen Unterschiedsbetrages zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge im Konzern aufgelöst. Im Unterschied zu den Vorjahren betrug der Auflösungsbetrag in 2023 € 1,3 Mio. (Vorjahr € 1,1 Mio.)

2. Ertragslage

Der Gesamtumsatz des Konzerns beträgt € 275 Mio. (Vorjahr: € 252 Mio.) und liegt mit 9% (€ 23 Mio.) über dem Vorjahresvolumen. Das ist insgesamt eine sehr gute Entwicklung, wenngleich das Wachstum leicht unter dem Planniveau liegt. Letzteres resultiert einerseits aus dem zu Beginn des Geschäftsjahres etwas verzögertem Start der neuen Nearshore-Standorte. Andererseits konnte der Bereich Grid.Services aufgrund des Ausfalls eines Dienstleisters und dem damit verbundenen außerplanmäßigen Incourcing der Leistung seine Budgeterwartung in 2023 nicht vollständig umsetzen. Eine wesentliche Komponente des Umsatzanstieges ist weiterhin der Mindestlohneffekt, besonders in den mindestlohnnahen Beschäftigungsgruppen im Kundenservice. Die im Juli und Oktober 2022 erfolgten Anhebungen auf letztlich 12,00 €/h wurden über Preisgleitklauseln und ähnliche Vereinbarungen vollständig an die Kunden der Gruppe weitergereicht.

Alles in allem führt das Umsatzwachstum zu einer guten Ertragslage der regiocom SE und des Konzerns, getragen von guter Performance der volumenstarken Geschäftsfelder. Insbesondere die Entwicklung im Customer Service und im Bereich Full Service Billing hat den Konzern in seiner Ertragskraft überplanmäßig und nachhaltig verbessert. Letzterer Bereich hat sein Umsatzziel für das Geschäftsjahr erneut übertroffen.

Die Umsatzerlöse der regiocom SE im Einzelabschluss stiegen gegenüber dem Vorjahresniveau um € 16 Mio. auf € 163 Mio. (Vorjahr: € 147 Mio.). Der Anstieg resultiert aus dem Anstieg interner Call Center Umsätze für den Kundenservice in den Niederlassungsstandorten in Bulgarien. Diese Services rechnet die regiocom SE überwiegend an die regiocom Customer Care SE ab. Weiterhin sind die regiocom SE Umsätze im Geschäftsbereich Full Service Billing gegenüber dem Vorjahr um € 3,4 Mio. gestiegen.

Die Rohertragsmarge im Konzern beträgt 91 % (Vorjahr 90 %). Der Anstieg der Quote resultiert jedoch im Wesentlichen aus dem stagnierenden Materialaufwendung im Vorjahresvergleich, gegenüber dem insgesamt gestiegenen Umsatz. Der Materialaufwand fiel deutlich geringer aus als geplant. Die Planabweichungen resultieren überwiegend aus geringerem Materialumsatz für einzubauendes Material im Rahmen der Marktraumumstellungsprojekte des Geschäftsbereiches Grid.Services (Material Plan: € 10,3 Mio.; Ist: € 7,7 Mio.). Ein weiterer, wesentlicher Grund für den Rückgang ist die Aktivierung von ursprünglich im Materialaufwand geplanten Kosten für die Entwicklung der Billing- und Kundenmanagementplattform im SAP S/4HANA Software (€ 1,2 Mio.). Die Effekte betreffen im Wesentlichen die regiocom SE.

Die sonstigen betrieblichen Erträge im Konzern übersteigen mit insgesamt € 6,1 Mio. (Vorjahr € 5,0 Mio.) den Vorjahreswert deutlich. Unter anderen ergeben sich höhere sonstige betriebliche Erträge aus erhöhter Auflösung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung sowie der Auflösungen von sonstigen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen. Die sich abflachende Inflation sowie die Zinsentwicklung drücken hier auf die versicherungsmathematischen Rückstellungsparameter.

Bei der regiocom SE fielen die sonstigen betrieblichen Erträge im Saldo um € 0,3 Mio. geringer aus als im Vorjahr. Hintergrund ist der im Vorjahr erfolgte Abgang von Finanzanlagen im Zusammenhang mit der Veräußerung der koviko GmbH und der Brief365 GmbH und daraus resultierende Erträge.

Die Personalkosten stiegen mit 205 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr 186 Mio. €) absolut um 19 Mio. € an. Hierbei handelt es sich um Personalkostenanhebungen aufgrund von Mindestlohneffekten in Deutschland aber auch in den ausländischen Standorten. Die Anhebung des Mindestlohns im Juli 2022 und Oktober 2022 auf letztlich 12,00 €/h wirkten in 2023 erstmals für ein volles Geschäftsjahr aus. Darüber hinaus gab es allgemeine Personalkostensteigerungen. Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter in der Gruppe blieb mit 5.990 FTE in 2023 zu 5.973 FTE in 2022 nahezu unverändert. Die Personalaufwandsquote betrug 74,7% (Vorjahr 74,0%). Die geringe Veränderung der Quote resultiert aus der vollständigen Weitergabe der Mindestlohnsteigerungen an die Kunden bei parallelem Ausbaus des Near-Shore Anteils an den Personalaufwendungen.

Der Personalaufwand in der regiocom SE stieg gegenüber dem Vorjahr um € 8,8 Mio. auf € 60,8 Mio.. In der regiocom SE war der Mindestlohnkosteneffekt überwiegend in den bulgarischen Standorten spürbar. Weitere Ursachen für den Personalkostenanstieg in der regiocom SE sind die höhere Anzahl der Beschäftigten insgesamt. Diese stiegen gegenüber dem Vorjahr um 159 FTE von 1.729 auf 1.888 FTE an. Darüber hinaus gab es auch hier allgemeine Personalkostensteigerungen. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich von 35,3% auf 37,4%.

Die Abschreibungen des Konzerns auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens stiegen im Vergleich zum Vorjahr um € 1,3 Mio. auf € 7,3 Mio. an (Vorjahr € 6,0 Mio.). Hierin sind zusätzliche Abschreibungen infolge der Bewertungsänderung für geringwertige Anlagegüter in der Gruppe zum Bilanzstichtag in Höhe von € 1,2 Mio. enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr vor dem Hintergrund allgemeiner Preissteigerungen sowie der Erschließung neuer und Ausweitung bestehende Standorte von € 33,4 Mio. auf € 37,5 Mio. an. Wesentlich für den erneuten Anstieg gegenüber dem Vorjahr waren Mieten und Bürobetriebskosten + € 1,4 Mio. sowie die Aufwendungen für Softwaremieten (Subscription) +€ 1,3 Mio. sowie übrige sonstige Kosten + € 1,2 Mio. Die SbA-Quote der Gruppe stagniert aufgrund des gestiegenen Umsatzvolumens bei 13,6%.

Bei der regiocom SE stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus den gleichen Gründen wie im Gesamtkonzern um € 2,4 Mio. auf € 22,7 Mio.

Das Finanzergebnis des Konzerns liegt, trotz des hohen Zinsniveaus des Basiszinses (EURIBOR), mit (€ -2,0 Mio.) auf dem Niveau des Vorjahres (€ -1,9 Mio.). Das ist bemerkenswert, da der EURIBOR im Jahresdurchschnitt 2023 etwa 3% höher als in 2022 ausfiel. Das Management hat dieser Entwicklung durch den Abschluss von Zins-Swaps und Tagesgeldanlagen entgegengewirkt. Insgesamt wurden Zinserträge von rund € 0,7 Mio. (Vorjahr T€ 40) erwirtschaftet. Gleichzeitig stiegen die Zinsaufwendungen wegen dem höheren Basiszins sowie dem größeren Factoring-Volumen um € 1,0 Mio. auf € 2,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 1,9 Mio.) an. Weitere Erträge wurden aus den Finanzbeteiligungen und sonstigen Ausleihungen in Höhe von T€ 180 (Vorjahr 0) erwirtschaftet. Die regiocom SE hält alle wesentlichen Finanzverträge im Konzern und schultert so den wesentlichen Teil der Außenfinanzierung der Gruppe. Ihre Tochtergesellschaften werden über die Einbindung in eine Cashpooling mit der regiocom SE finanziert. Die regiocom SE weist ein Finanzergebnis von € 0,5 Mio. (Vorjahr: € -0,3 Mio.) aus.

Die regiocom SE-Gruppe erwirtschaftete ein positives Jahresergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 3,6 Mio.). Damit liegt das Ergebnis der Gruppe mit € 1,7 Mio. über Plan. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich eine Ergebnisverbesserung in Höhe von € 0,8 Mio.

Das Jahresergebnis vor Steuern der regiocom SE beträgt € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 4,3 Mio.) und enthält Erträge aus der Gewinnabführung in Höhe von € 3,9 Mio. sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme von € 2,4 Mio. Nach Steuern beträgt der Jahresüberschuss der Einzelgesellschaft € 3,4 Mio. (Vorjahr € 3,9 Mio.).

3. Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage des Konzerns ist gekennzeichnet durch im Vorjahresvergleich geringere Umlaufvermögen der Gruppe. Im Wesentlichen sind es die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einerseits, die gegenüber dem Vorjahresbestand deutlich reduziert wurden. Die Bilanzsumme beträgt € 90,6 Mio. (Vorjahr: € 95,3 Mio.).

Bei der regiocom SE verringerte sich die Bilanzsumme von € 73 Mio. auf € 70 Mio. Ursächlich waren die ebenfalls deutlich gesunkenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gegenläufige Effekte im Anlagevermögen und bei den Vorräten.

Der 2019 durch die Einbringung der snt-regiocom Customer Care SE entstandene Firmenwert auf Konzernebene in Höhe von ursprünglich rund € 10 Mio., wird weiterhin planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Am Bilanzstichtag weist die Bilanz einen Firmenwert von rund € 5,8 Mio. aus.

Das Anlagevermögen des Konzerns liegt mit € 29,4 Mio. insgesamt leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr € 30,6 Mio.). Die Abschreibungen betrugen € 7,3 Mio. und haben, einschließlich der zusätzlichen Abschreibung im Zuge der Bewertungsänderung bei geringwertigen Anlagegütern (€ 1,2 Mio.), die Investitionen in Höhe von € 6,1 Mio. überkompensiert. Der Anlagenbestand enthält selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter für die Entwicklung einer SAP S/4HANA basierten Plattform für die Abrechnung und das Kundenmanagement von Energiekunden in Höhe von € 1,9 Mio.. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen im Verhältnis zur Bilanzsumme) beträgt nahezu unverändert 32,4 % (Vorjahr 32,0%).

Der Anlagendeckungsgrad (Eigenkapital+UKK+langfristige Schuldposten über 1 Jahr Restlaufzeit/ Anlagevermögen) beträgt 155% (Vorjahr: 147%). Die Gruppe verfügt damit weiterhin über eine gesunde Bilanzstruktur.

Das Anlagevermögen der regiocom SE weist einen Anstieg von rund € 1,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf. Es beträgt zum Bilanzstichtag rund € 16,2 Mio. (Vorjahr rund € 15 Mio.). Der Anstieg erfolgte in wesentlichen in den immateriellen Vermögensgegenständen (Aktivierung SAP S/4HANA-Plattform) sowie in den Finanzanlagen (Zeitwert und Mieterdarlehen Zweckgesellschaft). Die Anlagenintensität stieg infolge dessen und durch die gesunkene Bilanzsumme von 21% auf 23%. Der Anlagendeckungsgrad zeigt sich mit 178% zum Vorjahr unverändert (Vorjahr: 182%).

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich im Konzern stichtagsbedingt und trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens gegenüber dem Vorjahr um € 10 Mio. verringert und beträgt zum Bilanzstichtag €30,4 Mio. (Vorjahr € 40,5 Mio.). Hintergrund des Rückgangs ist ein ebenfalls stichtagsbedingter sehr hoher Forderungsbestand am Beginn des Geschäftsjahres sowie die Ausweitung der Factoring-Inanspruchnahme bei gleichzeitiger Absenkung des Factoring-Einbehaltes. Im Wesentlichen wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen der Fälligkeit beglichen. Ein nennenswerter Wertberichtigungsbedarf über die Pauschalwertberichtigung hinaus entstand im Berichtsjahr nicht.

Die regiocom SE weist bei ihren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten aus den gleichen Gründen ebenfalls einen gesunkenen Forderungsbestand von 16,3 Mio. € gegenüber 22,7 Mio. € im Vorjahr aus. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sanken stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. € auf 14,4 Mio. €.

Der Bank- und Kassenbestand im Konzern lag mit 20,2 Mio. € zum Bilanzstichtag um rund 4,0 Mio. € höher als zum Vorjahresstichtag (Vorjahr 16,3 Mio. €). Hier wirken sich direkt der gesunkene Forderungsbestand positiv auf den Liquiditätsbestand aus.

Die liquiden Mittel der regiocom SE sind aufgrund der beschriebenen Effekte im Vorjahresvergleich um 2,8 Mio. € auf 15,2 Mio. € am Bilanzstichtag gestiegen.

Das Eigenkapital hat sich durch das positive Jahresergebnis nach den Gesellschafterabfindungen aus dem Vorjahr deutlich verbessert. Es beträgt zum Bilanzstichtag 24,0 Mio. € (Vorjahr 19,0 Mio. €). Hinzu kommt der restliche Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung, in Summe zum Bilanzstichtag ergebt sich ein rechnerisches Eigenkapital im Konzern in Höhe von 24,7 Mio. € (Vorjahr 21,1 Mio. €). Die Eigenkapitalquote auf Ebene des Konzerns (einschließlich Unterschiedsbetrag) steigt von 22% auf 27%.

Die regiocom SE weist ein Eigenkapital von 24,1 Mio. € zum Bilanzstichtag aus (Vorjahr: 20,8 Mio. €). Die Eigenkapitalquote der Einzelgesellschaft verbesserte sich von 29% auf 34,5%.

Die Rückstellungen im Konzern zeigen sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt nur unwesentlich verändert. Aufgrund gesunkener Berechnungsansätze für Inflations- und Zinsentwicklung sind die Pensionsrückstellungen, um € 0,3 Mio. geringer als im Vorjahr. Sie betragen € 6,1 Mio. gegenüber € 6,4 Mio. im Vorjahr. Die Steuerrückstellungen stagnieren aufgrund adäquat geleisteter Vorauszahlungen auf dem Niveau des Vorjahres (€ 1,9 Mio.). Nur die sonstigen Rückstellungen weisen stichtagsbedingt einen leichten Anstieg im Vorjahresvergleich aus. Die Rückstellungen insgesamt betragen € 24,8 Mio. (Vorjahr € 23,5 Mio.).

Die Rückstellungen der regiocom SE zeigen sich stichtagsbedingt nur leicht verändert und betragen € 9,5 Mio. (Vorjahr € 8,7 Mio.). Der leichte Anstieg resultiert aus den sonstigen Rückstellungen.

Die Darlehensinanspruchnahme der Betriebsmittellinie konnten durch die verbesserte Liquiditätslage nachhaltig von € 13,0 Mio. auf € 8,1 Mio. reduziert werden. Die Liquidität der Gruppe und der regiocom SE war, in Verbindung mit den bestehenden Factoring-Linien, während des Geschäftsjahres somit ausreichend gegeben. Die Laufzeit des zu Grunde liegenden Konsortialkreditvertrages mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von € 30 Mio. und die bestehenden Factoring-Linien wurden um zwei Jahre, bis Mai 2027 verlängert.

Der Verschuldungsgrad bei Kreditinstituten als Verhältnis zwischen Eigenkapital und der Verschuldung verbesserte sich von 149% des Eigenkapitals (einschließlich Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung) auf nunmehr nur noch 96% des Eigenkapitals. Bei der regiocom SE als Kreditnehmerin der Gruppe beträgt sie noch 47% des Eigenkapitals (Vorjahr 87%).

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen überwiegend die stichtagsbedingt auszuweisenden Beträge für Lohn- und Umsatzsteuer. Zum Bilanzstichtag zeigen sie sich gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die regiocom SE und ihre verbundenen Unternehmen verfügen über ein umfassendes und integriertes Risikomanagement. Ziel ist die Identifikation, Analyse und Steuerung von Risiken, aber auch das Erkennen von Geschäftschancen auf allen Ebenen der Organisation. Das Topmanagement überwacht und analysiert Marktentwicklung der einzelnen Geschäftsfelder um rechtzeitig strategische Richtungsentscheidungen treffen zu können und die Zukunftsfähigkeit der Leistung sicherzustellen.

Das bestehende Risikomanagement wurde in den letzten Jahren um ein erweitertes Business Continuity Management (BCM) ergänzt, welches den erhöhten Risiken und Anforderungen zur Abwehr von Cyberangriffen und der Sicherstellung der energetischen Versorgung von existenziell wichtigen Geschäftseinheiten Rechnung trägt. Hierbei wurde der Schwerpunkt auf Aufrechterhaltung der Erfüllungs- und Leistungspflichten gegenüber den Kunden der Gruppe gelegt, bei gleichzeitiger Sicherstellung der datenschutzrechtlichen und allgemein rechtlichen Anforderungen.

Geopolitische Spannungen und die damit in Verbindung stehenden Verwerfungen auf dem Energiemarkt und Rohstoffmarkt, aber auch an den Finanzmärkten haben natürlich Auswirkungen auf die regiocom SE und die Kunden der Gruppe. Wie bereits beschrieben, wurde die Resilienz der regiocom gegenüber solchen Entwicklungen durch Maßnahmen im Finanzmanagement, sowie Business Continuity Management gestärkt. Aus dem Kreis der Kunden der Gruppe, mit ihrem jeweiligen Branchenfokus, lassen sich derzeit keine negativen Auswirkungen auf das Leistungsspektrum der regiocom SE erkennen. Die nachteiligen Effekte aus den massiven Energiepreisanstiegen auf das FSB-Geschäft in 2022 sind mit den überproportionalen Energiepreisrückgängen bestanden zum Jahresbeginn 2023 nicht mehr. Der Energiepreismarkt war in 2023 auf dem Niveau von 2021 und relativ stabil und planbar. Dies veranlasste die Markteilnehmer im Energielieferantenmarkt dazu, dieses Geschäftsmodell wieder zu forcieren, was weiter zum Anstieg von Abrechnungszählpunkten im Geschäftsbereich FSB führt.

Die Mindestlohnentwicklung im Berichtsjahr und in den kommen zwei Geschäftsjahren in Deutschland fällt, anders als in den Vorjahren, moderat aus. Wie schon in den Jahren davor, ist es gut gelungen über Gleitklauseln in den Verträgen und separaten Vereinbarungen mit den Kunden eine Weitergabe der Kosten durchzusetzen. Trotzdem bleibt dieses Thema eine ständige Herausforderung für die Kosten und Ertragssituation der Gruppe, insbesondere für den Geschäftsbereich Customer Services. Die bewährte Near-Shore Strategie im Service ist daher ein wesentlicher Garant für den Geschäftserfolg. Die Mitarbeiterentwicklung in den Near-Shore Standorten verdeutlicht die Strategie.

Neben den Kosten für den Mindestlohn und den allgemeinen Personalkostenentwicklungen (aktuelle Tarifabschlüsse) sind die Personalkosten im Service nicht unwesentlich auch die Krankenquoten beeinflusst. Die Krankenquote in Deutschland im Bereich Customer Services konnte im Geschäftsjahr 2023 um 1,5 % auf 10,3 % gesenkt werden (Vorjahr 11,8 %). Die regiocom Gruppe ist bestrebt, die Krankenquote mithilfe guter Arbeitsbedingungen und eines betrieblichen Gesundheitsmanagements mittelfristig über alle operativen Standorte auf einen einstelligen Prozentwert zu senken. Die regiocom-Standorte in Deutschland haben ein Arbeits- und Gesundheitsschutzsystem, welches Ende 2023 auch zertifiziert wurde.

Latent besteht auch für die regiocom Gruppe und die regiocm SE das Risiko, personelle Kapazitäten aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels in Deutschland nicht oder nicht in gewünschtem Umfang, beziehungsweise in der gewünschten Geschwindigkeit aufbauen zu können. Jedoch hat die regiocom in der Vergangenheit bewiesen, dass sie durch ihre gute Vernetzung und Reputation im Markt in der Lage ist, sich auftuende, personelle Anforderungen oder gar Lücken hinreichend schnell besetzen zu können. Das trifft sowohl auf Kapazitäten im Service als auch bei höher qualifizierten Stellen zu. Eine Quelle ist dabei wiederum das Near Shoring zum Beispiel in Bulgarien. Darüber hinaus konnten Themenkomplexe durch externe Dienstleister übernommen und über diesem Wege teilweise sogar ausgeweitet werden.

Durch die solide Betriebsmittelfinanzierung, welche im Berichtsjahr um zwei Jahre verlängert wurde, bestand, unter Berücksichtigung der ebenfalls verlängerten Factoringlinien zu keiner Zeit ein Finanzierungsrisiko in der Gesellschaft bzw. in der Gruppe. Mittelfristig ist die Durchfinanzierung bis 2027 gesichert.

Die regiocom beschäftigt sich seit einigen Jahren intensiv mit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen, Stichwort KI. Sie nimmt dabei bewusst Risiken einer potenziellen Ablösung einzelner Geschäftsprozesse in ihren Fokus, mit dem Ziel der Entwicklung eigener, neuer Anwendungsprozesse. Insbesondere im Geschäftsbereich FSB, kommen bereits seit geraumer Zeit intelligente Prozessautomatisierungen zur Anwendung. Zum Beispiel erfolgt eine automatisierte Verarbeitung der Kundenpost, bis hin zur automatisierten Beantwortung bestimmter Kundenanliegen. Die regiocom sieht sich dabei als Umsetzungspartner ihrer Kunden und entwickelt parallel eigene Geschäftsprozesse in Ihrem Dienstleistungsumfeld.

Insgesamt sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand der Gesellschaft oder der Gruppe gefährden oder die Geschäftsentwicklung nachhaltig negativ beeinflussen könnten. Zum Bilanzstichtag erkennbare und bewertbare Risiken sind den jeweiligen Jahresabschlüssen 2023 verarbeitet und sind in den Konzernabschluss konsolidiert eingegangen.

2. Chancen der zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft

Markt, Ausgangslage und Positionierung

Die regiocom-Gruppe, mit ihren wesentlichen Geschäftsbereichen, ist in Deutschland als größter unabhängiger Dienstleister für Kundenbetreuung, Energiekundenabrechnung und Projektmanagement mit hoher Zuverlässigkeit, Qualität und Performance gut etabliert. Sie sieht sich, trotz ihrer inzwischen beachtlichen Größe, als mittelständisches Unternehmen mit dem Fokus auf einer sehr hohen Kundenbezogenheit, was die Flexibilität und die Qualität ihres Dienstleistungsportfolios angeht. Die Marke regiocom ist in Deutschland eine feste Größe im Kundenservicegeschäft sowie in der Energiebranche mit sehr guter Reputation. Dier Top-10 der Kunden generierten etwa 64% des Umsatzvolumens. Die übrigen 36% verteilen sich auf Kunden mit einem jährlichen Umsatz von unter 3,0 Mio. €.

Der konsequente Ausbau des Near-Shore mit dem angebotenen Hybridmodel der Abarbeitung bleibt für die Zukunft einer der wesentlichen Wachstumschancen der Gruppe. Die regiocom hat die Prozesse im Near-Shore und das Onbording neuer Mitarbeiter inzwischen so erfolgreich etabliert, so dass sowohl der Ramp-Up neuer wie auch der Ausbau bestehender Standorte routiniert und effektiv erfolgen.

Die Konsolidierungsbestrebungen im Kundenservice-Markt halten seit Jahren an. Insgesamt steigt laut einer Studie der PWC (PWC Global Study 2023) das Markvolumen im der Kundenbetreuung und Kundengewinnung stetig an. Das Marktgeschehen wird inzwischen von großen international agierenden Anbietern dominiert. Die wesentlichen Auftraggeber der regiocom in diesem Markt konsolidieren zudem ihr Dienstleisterportfolio. Der regiocom Customer Care ist es dabei gelungen, in herausragenden Workstreams der Benchmark für die anderen Dienstleister zu sein. Darüber hinaus besitzt die regiocom aufgrund ihres mittelständischen Habitus bei ihren Kunden den Nimbus höherer Flexibilität und Schnelligkeit beim Aufsatz von neuen Projekten durch das beschriebene Hybridmodel. Letztlich führt das zu einer steigenden Nachfrage für Kundenbetreuungsleistungen an die regiocom Gruppe. Die regiocom ist bestrebt, ihre so etablierte Rolle im Kundenservicemarkt auszubauen. Darüber hinaus ergänzt und verstärkt die gute wirtschaftliche Entwicklung sowie die wachsende Markdurchdringung der Marke "BLUMENSTRAUSS" den Gesamtauftritt im Kundenservice mit entsprechenden Sales- und Outbound-Kapazitäten. Die Kombination aus Beratungs- und Verkaufsprozess ist eine Stärke der regiocom. Dies veranlasst die Kunden diesen Teil der Serviceprozesse bei regiocom anzufragen und verstärkt zu verlagern. Durch die vermehrte Schließung von Filialen in Innenstädten und Vororten wird der Bedarf für diese Form der Vermarktung hierfür in naher Zukunft weiter steigen. Diese zwischenmenschlichen Prozesse werden auf absehbare Zeit nicht durch KI ersetzt werden können.

Die sich aus der Energiewende und dem Streben nach schnellerer CO 2 Neutralität ergebenen staatlichen und regulatorischen Anforderungen an die Energiewirtschaft bieten weitere große Chancen für die vielschichtige und hochwertige Dienstleistungspallette der regiocom-Gruppe. Insbesondere der Kostendruck im Bereich der Energienetze erhöht die Outsourcingbereitschaft der Netzbetreiber und schafft dadurch zusätzliche Auftragspotenziale für die Gruppe.

Entsprechend stellen sich die Geschäftsbereiche Full Service Billing und Grid.Services mit ihren spezialisierten Dienstleistungen und Produkten auf diese Entwicklung ein. Unterstützt werden sie dabei durch das Entwicklungs-Know-how im Bereich IT Service und dem technischen Know-how im IT-Betrieb. Besonders bei SAP S/4HANA-basierte Abrechnungsplattform ist die regiocomn weit vorne im Energiesektor, verbunden mit einem hohen Interesse aber auch hoher Erwartungen ihrer Kunden.

Durch die Summe ihrer Dienstleistungen in den jeweiligen Marktsegmenten ist die regiocom SE und die gesamte Gruppe sehr gut und nachhaltig in den Prozessen ihrer Auftraggeber etabliert. Das Risiko der schnellen Austauschbarkeit ihrer Leistungen ist deswegen und wegen der hohen kunden- und branchenspezifischen Anpassung grundsätzlich geringer als bei einfachen Dienstleistungen anderer Teilmärkte und deren Akteure.

Ausblick

Die Unternehmensgruppe plant für die Jahre 2024-2026 ein CAGR von 6,1% über alle Geschäftsfelder. Die Wachstumszahlen der Geschäftsbereiche Kundenservice, Full Service Billing, Grid.Services und IT-Services planen für die kommenden Jahre ein Wachstum zwischen 3,4 und 7,2%.

Der Bereich Grid.Services wird seine bisheriges Geschäftsfeld Marktraumumstellung, vor dem Hintergrund der in 2028/29 auslaufenden Umstellungsprojekte mittelfristig konsolidieren.

Aufgrund der Nachfrage und nach den Hybridmodellen für die Dienstleistung in der Kundenbetreuung geht der Geschäftsbereich Customer Services davon aus, weiteres Wachstum generieren zu können. Die Ausdehnung, von Kundenserviceleistungen in andere Branchen, ist weiterhin geplant. Ein Ziel welches gegebenen Falls auch anorganisches Wachstum einschließt. Aktuell liegen bereits erste erfolgreiche Geschäftszahlen für die Übernahmeinvestition in ein bestehendes Vertragsverhältnis mit angeschlossenem Drittdienstleister (extern) vor. Aufgrund der mit dem Wachstum verbundenen Aufbauphase (Lernkurve) an einigen Standorten wird in 2024 noch eine verhaltene Ergebnissteigerung in 2024 prognostiziert. Für die kommenden Jahre sind deutlichere Ertragsverbesserung zu erwarten.

Im Geschäftsbereich Full Service Billing und IT Services steigt die Nachfrage. Besonders die gesunkenen Energiepriese haben die in 2021/22 rückläufige Anzahl an abzurechnenden Energieendkunden wieder deutlich steigen lassen. Umso entscheidender ist die zukunftsweisende Umstellung der Abrechnungsplattform auf die neue SAP S/4HANA basierende Plattform. Die regiocom wird hier in 2024 ihre Betaversion zusammen mit einem kleineren Kunden fertigstellen und dann, ab dem vierten Quartal 2024 mit dem ersten großen Bestandskunden die Entwicklung weiter vorantreiben, um letztendlich große Kundensegmente auf die neue Plattform zu portieren. Das geschieht vor dem Hintergrund des bereits beschriebenen Zuwachses an Endkunden, die zur Zeit noch auf der bewährten, "alten" SAP ISU Plattform bewirtschaftet werden. Für die Geschäftsjahre 2024 bis 2026 planen die Geschäftsbereiche ein Wachstum von 7,2%.

Im Geschäftsbereich Grid.Services wird ein größerer Auftrag in die materialintensive Umsetzungsphase gelangen. Die Dienstleitungsumsätze für das Projektgeschäft werden sich aufgrund der auslaufenden Ausschreibungen für neue Projekte zukünftig konsolidieren. Durch Akquisitionen neuer Dienstleistungsfelder im Bereich der Energienetze mit dem Fokus die kaufmännischen Themen der Netzabrechnung, bietet sich die Chance, die neuen Netzthemen mit den Erfahrungen des Field Services zu verbinden. Weiterlaufende Aufträge der Leeranlagenrecherche und der remote Betrieb von Messstellen das diversifizierende Standbeine dieses Geschäftsbereiches dar.

Insgesamt richtet die gesamte "Energiesparte" der regiocom SE ihre Geschäftsaktivitäten verstärkt auf die Kundengruppe der Netzbetreiber aus. Bei vielen Netzbetreibern entsteht aktuell durch die Energiewende und die Digitalisierung hoher Handlungs- und Kostendruck. In diesen Themen müssen sich viele der Netzbetreiber neu aufstellen und kompetente Unterstützung für diesen Umbau suchen. Die regiocom ist dafür mit all ihrem Know-how rund um die Energiewirtschaft hierfür hervorragend aufgestellt. Aktuell wurden zwei große Angebote im Netzbetreiberumfeld platziert.

Insgesamt rechnet der regiocom-Konzern mit einer stetigen Gesamtentwicklung und einer moderaten Steigerung des Geschäftsvolumens. Die Ertragslage entwickelt sich planmäßig, ausgehend von dem derzeitigen Budget, bei einer EBITDA-Marge von etwa 4,5 bis 5%.

Für die regiocom SE werden Umsatzerlöse auf dem Niveau des Berichtsjahres und eine EBITDA-Marge von 5% erwartet.

 

Magdeburg, 3. Mai 2024

regiocom SE

gez. Thomas Besch, Vorstand

gez. Klemens Gutmann, Vorstand

gez. Joan Dyckhoff-Schlieker, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 16.225.125,96 14.950.742,80
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.105.222,57 2.752.526,51
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.185.478,12 777.396,50
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.326.725,35 1.701.585,85
3. geleistete Anzahlungen 593.019,10 273.544,16
II. Sachanlagen 8.195.116,13 9.145.567,39
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.411.331,28 3.724.764,58
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.580.692,45 5.237.154,43
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203.092,40 183.648,38
III. Finanzanlagen 3.924.787,26 3.052.648,90
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 828.451,80 528.451,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 942.076,10 386.053,08
3. Beteiligungen 1.518.343,45 1.510.473,07
4. sonstige Ausleihungen 635.915,91 627.670,95
B. Umlaufvermögen 51.476.822,28 55.560.980,53
I. Vorräte 4.025.691,76 2.098.576,79
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 62.707,62 79.973,69
2. unfertige Leistungen 70.256,11 49.528,50
3. Waren 1.072,43 0,00
4. geleistete Anzahlungen 3.891.655,60 1.969.074,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 32.285.343,07 41.013.975,79
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.292.777,73 22.742.660,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.410.785,72 17.291.042,16
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 428.333,77 138.754,67
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.153.445,85 841.518,26
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.165.787,45 12.448.427,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.382.587,47 2.183.467,03
Summe Aktiva 70.084.535,71 72.695.190,36

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 24.145.711,78 20.764.556,29
I. Gezeichnetes Kapital 462.000,00 462.000,00
II. Kapitalrücklage 190.660,60 190.660,60
III. Gewinnrücklagen 15.824.000,00 15.824.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 15.824.000,00 15.824.000,00
IV. Bilanzgewinn 7.669.051,18 4.287.895,69
B. Rückstellungen 9.543.999,20 8.748.540,98
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.354.675,03 2.571.524,51
2. Steuerrückstellungen 1.661.007,97 1.751.365,76
3. sonstige Rückstellungen 5.528.316,20 4.425.650,71
C. Verbindlichkeiten 36.150.482,99 43.023.735,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.405.308,23 18.105.063,38
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.109.022,92 4.091.021,55
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.587.495,28 3.388.765,86
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.173.022,70 8.667.735,54
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 126.809,93 0,00
6. sonstige Verbindlichkeiten 8.748.823,93 8.771.148,70
D. Rechnungsabgrenzungsposten 244.341,74 158.358,06
Summe Passiva 70.084.535,71 72.695.190,36

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 162.641.888,11 147.061.926,68
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 20.727,61 20.818,51
3. andere aktivierte Eigenleistungen 701.084,21 0,00
4. sonstige betriebliche Erträge 1.179.229,96 1.448.889,51
5. Materialaufwand 72.570.133,78 68.090.124,55
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.595.843,33 2.461.950,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 68.974.290,45 65.628.174,55
6. Personalaufwand 60.798.011,12 52.009.205,04
a) Löhne und Gehälter 51.573.185,27 43.663.198,47
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9.224.825,85 8.346.006,57
7. Abschreibungen 4.509.043,28 3.464.303,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.509.043,28 3.464.303,64
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 22.688.010,67 20.327.213,04
9. Erträge aus Beteiligungen 250,00 250,00
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.900.302,50 1.606.044,55
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 10.627,90 15.026,66
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.054.676,63 196.406,30
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.060.100,85 1.340.521,23
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.386.850,62 749.459,20
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.055.505,82 357.147,38
16. Ergebnis nach Steuern 3.441.130,78 4.011.388,13
17. sonstige Steuern 59.975,29 73.289,04
Jahresüberschuss 3.381.155,49 3.938.099,09

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 3.381.155,49 3.938.099,09
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.287.895,69 349.796,60
3. Bilanzgewinn 7.669.051,18 4.287.895,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der regiocom SE, Magdeburg

A. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft

Firma: regiocom SE
Sitz: Magdeburg
Handelsregister: Amtsgericht Stendal HRB 26302

B. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die regiocom SE weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung der Niederlassung Bulgarien wurden mit dem festen Wechselkurs der Bulgarischen Zentralbank im Verhältnis 1 € = 1,95583 BGN umgerechnet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon-Vermerke" zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen.

Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht.

Der Jahresabschluss ist vor Ergebnisverwendung aufgestellt worden.

Abweichend zum Vorjahr unterliegen im Geschäftsjahr 2023 sämtliche bilanzierte geringwertige Vermögensgegenstände mit Nettoanschaffungskosten von € 60 bis € 800 (bisher bis € 60) der sofortigen bzw. der vollständigen Abschreibung. Begründet wird dieser Schritt mit der Verbesserung der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und für die in den Vorjahren aktivierten geringwertigen Vermögensgegenstände mit einer besseren Entsprechung des Entwertungslaufes. Die Änderung der Bewertungsmethode führte zu einer höheren Abschreibung von T€ 940 und in gleicher Höhe zu einem geringeren Posten "Betriebs- und Geschäftsausstattung".

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Herstellungskosten vermindert um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3-4 Jahre) bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten und - soweit abnutzbar - abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten und die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen mit den aufgelaufenen Herstellungskosten - jeweils unter Beachtung des Niederstwertprinzips - angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und angemessene Gemeinkostenzuschläge.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden mit den anteiligen Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, bewertet.

Aufgrund von Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen haben sich aktive und passive latente Steuern ergeben. Diese werden, soweit sich ein passiver Saldo ergibt, unter dem Posten passive latente Steuern ausgewiesen. Im Falle eines aktiven latenten Steuersaldos wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht gemäß 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht.

Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 resultieren aus Unterschieden zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei folgenden Posten (Differenzen bei aktiven latenten Steuern mit positivem, bei passiven latenten Steuern mit negativem Vorzeichen):

Betrag
T€
Anlagevermögen -697
Rückstellungen 1.592
Verbindlichkeiten 76
Saldo (aktive latente Steuern) 971

Die Bewertung der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung erfolgte mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (für Deutschland 30 %; für die Niederlassung Bulgarien 10 %).

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Kapitalrücklage betrifft Zuzahlungen von Gesellschaftern im Sinne von § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Die Gewinnrücklagen sind aus dem Ergebnis früherer Geschäftsjahre gebildet und zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Erfüllungsbetrag unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (PUC-Methode) mit einem Zinsfuß von 1,82 % bzw. 1,74 % (Vorjahr: 1,78 % bzw. 1,44 %) p.a. und erwarteten Einkommens- und Rentensteigerungen von 2,0 % bzw. 1,0 % p.a. ermittelt. Der Berechnung liegen die Heubeck-Richttafeln 2018 G zugrunde. Das zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen bestehende Deckungsvermögen wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugehörigen Rückstellungen saldiert.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Der Berechnung liegt der durch die Deutsche Bundesbank bekanntgegebene Rechnungszins von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) p.a., der sich für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, zugrunde.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt. Rückstellungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den anteiligen Einnahmen aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für Folgejahre darstellen, bewertet.

Gemäß § 246 Abs. 2 HGB werden Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sowie aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen innerhalb des Finanzergebnisses saldiert.

Der Ausweis des Aufwands bzw. Ertrags aus der Änderung des Rechnungszinses erfolgt im Finanzergebnis.

D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Unter den Zugängen aus Abschreibungen sind im Posten "Betriebs- und Geschäftsausstattung" in Höhe von T€ 940 Abschreibungen aller Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu € 800,00 enthalten:

Anlagenlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.608.880,06 1.926.345,96 0,00 0,00 4.535.226,02
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.215.891,34 588.136,85 664.923,04 0,00 12.139.105,15
3. geleistete Anzahlungen 273.544,16 319.474,94 0,00 0,00 593.019,10
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.098.315,56 2.833.957,75 664.923,04 0,00 17.267.350,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.742.776,16 296.424,68 266.791,88 3.724,75 4.776.133,71
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.492.744,92 1.871.334,42 1.149.025,43 181.571,28 16.396.625,19
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 183.648,38 220.843,71 16.103,66 -185.296,03 203.092,40
Summe Sachanlagen 20.419.169,46 2.388.602,81 1.431.920,97 0,00 21.375.851,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 528.451,80 300.000,00 0,00 0,00 828.451,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 386.053,08 564.857,26 8.834,24 0,00 942.076,10
3. Beteiligungen 1.517.429,36 7.870,38 6.956,29 0,00 1.518.343,45
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 762.120,20 0,00 762.120,20 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 627.670,95 8.244,96 0,00 0,00 635.915,91
Summe Finanzanlagen 3.821.725,39 880.972,60 777.910,73 0,00 3.924.787,26
39.339.210,41 6.103.533,16 2.874.754,74 0,00 42.567.988,83
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen
EUR
Änderungen i. Z. m. Abgängen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.831.483,56 518.264,34 0,00 2.349.747,90
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.514.305,49 962.997,35 664.923,04 10.812.379,80
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 12.345.789,05 1.481.261,69 664.923,04 13.162.127,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.018.011,58 354.186,92 7.396,07 1.364.802,43
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.255.590,49 2.673.594,67 1.113.252,42 11.815.932,74
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 11.273.602,07 3.027.781,59 1.120.648,49 13.180.735,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 6.956,29 0,00 6.956,29 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 762.120,20 0,00 762.120,20 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 769.076,49 0,00 769.076,49 0,00
24.388.467,61 4.509.043,28 2.554.648,02 26.342.862,87
Buchwert 31.12.2023
€
Buchwert 31.12.2022
€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.185.478,12 777.396,50
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.326.725,35 1.701.585,85
3. geleistete Anzahlungen 593.019,10 273.544,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.105.222,57 2.752.526,51
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.411.331,28 3.724.764,58
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.580.692,45 5.237.154,43
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 203.092,40 183.648,38
Summe Sachanlagen 8.195.116,13 9.145.567,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 828.451,80 528.451,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 942.076,10 386.053,08
3. Beteiligungen 1.518.343,45 1.510.473,07
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 635.915,91 627.670,95
Summe Finanzanlagen 3.924.787,26 3.052.648,90
16.225.125,96 14.950.742,80

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Geschäftsjahres beträgt T€ 1.926. Davon entfallen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens T€ 1.926.

Infolge der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 2.185.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit
unter einem Jahr
€
über einem Jahr
€
gesamt
€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.292.777,73 0,00 16.292.777,73
(Vorjahr) (22.742.660,70) (0,00) (22.742.660,70)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.410.785,72 0,00 14.410.785,72
(Vorjahr) (17.291.042,16) (0,00) (17.291.042,16)
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 428.333,77 0,00 428.333,77
(Vorjahr) (138.754,67) (0,00) (138.754,67)
4. sonstige Vermögensgegenstände 790.267,39 363.178,46 1.153.445,85
(Vorjahr) (607.847,58) (233.670,68) (841.518,26)
31.922.164,61 363.178,46 32.285.343,07
(Vorjahr) (40.780.305,11) (233.670,68) (41.013.975,79)

Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren T€ 5.949 (Vorjahr: T€ 4.835) aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten in Höhe von T€ 295 (Vorjahr: T€ -14) Forderungen aus noch nicht abzugsfähiger Vorsteuer, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen.

3. Eigenkapital

Das Grundkapital war in 2023 eingeteilt in 332.000 Stückaktien in Form von Namensaktien.

Die Kapitalrücklage und die anderen Gewinnrücklagen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Bilanzposten stellt den passivischen Saldo aus der Verrechnung der Pensionsverpflichtungen mit dem Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 HGB dar.

Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt T€ 7.347. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände (Aktivwerte gemäß Versicherung bzw. Bankguthaben) und betragen T€ 4.992.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betrag nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 88. In entsprechender Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

5. sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

31.12.2023
€
31.12.2022
€
Personalrückstellungen 3.902.754,37 3.188.848,50
übrige 1.625.561,83 1.236.802,21
5.528.316,20 4.425.650,71

Die Personalrückstellungen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Tantiemen und anderen variablen Vergütungen, Resturlaub und Mehrarbeit, Jubiläumsgeld sowie Berufsgenossenschaftsbeiträgen.

Die übrigen Rückstellungen betreffen mit T€ 880 (Vorjahr: T€ 866) ausstehende Rechnungen, mit T€ 364 (Vorjahr: T€ 0) Mieten, mit T€ 134 (Vorjahr: T€ 116) Prüfungs- und Jahresabschlusskosten und mit T€ 82 (Vorjahr: T€ 141) Boni, Gutschriften und Mali.

6. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
€
über ein Jahr
€
davon mehr als fünf Jahre
€
gesamt
€
gesicherte Beträge
T€
Art der Sicherheit
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.611.804,97 1.793.503,26 0,00 11.405.308,23
(Vorjahr) (14.822.431,88) (3.282.631,50) (18.105.063,38)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.109.022,92 0,00 0,00 1.109.022,92
(Vorjahr) (4.091.021,55) (0,00) (4.091.021,55)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.587.495,28 0,00 0,00 2.587.495,28 175 * 1)
(Vorjahr) (3.302.665,86) (86.100,00) (3.388.765,86) (172)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.173.022,70 0,00 0,00 12.173.022,70
(Vorjahr) (8.667.735,54) (0,00) (8.667.735,54)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unterneh-
men, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 126.809,93 0,00 0,00 126.809,93
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00)
6. sonstige Verbindlichkeiten 8.740.392,63 8.431,30 0,00 8.748.823,93
(Vorjahr) (8.761.814,89) (9.333,81) (8.771.148,70)
34.348.548,43 1.801.934,56 0,00 36.150.482,99 175
(Vorjahr) (39.645.669,72) (3.378.065,31) (43.023.735,03) (172)

* 1) Sicherungsübereignung

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 6.946 (Vorjahr: T€ 6.522) aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 5.933.968,43 (Vorjahr: T€ 6.394) bzw. im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 669.968,88 (Vorjahr: T€ 554) enthalten.

7. Haftungsverhältnisse

Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von T€ 37.

Aus den Planrechnungen des betroffenen Unternehmens ergibt sich, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit das Risiko der Inanspruchnahme aus den beschriebenen Haftungsverhältnissen nicht besteht. Aus diesem Grund erfolgt der Ausweis im Anhang.

8. sonstige Angaben

Die regiocom SE führt treuhänderisch Bankkonten im Zusammenhang mit ihrer Inkassotätigkeit für Kunden in Höhe von T€ 39.

Die regiocom SE hat zur Absicherung von Zinsrisiken für Darlehen im Umfang von T€ 21.000 Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Der Marktwert am 31. Dezember 2023 beträgt gemäß der Mark-to-market-Bewertung der Deutschen Bank AG - T€ 387.

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2023
T€
2022
T€
Servicecenter-Dienstleistungen 68.910 62.471
Full Service Billing 31.858 28.500
IT/Digitale Kundenprojekte 27.989 25.469
Netzdienste 19.633 19.244
Miet- und Pachterträge 3.977 3.626
Porto 2.239 2.583
Handelsware Netzdienste 4.075 2.404
Personaldienstleistungen 270 480
IT-Handelsware 27 64
übrige 4.446 2.861
Preisnachlässe -782 -640
162.642 147.062

Von den Umsatzerlösen wurden T€ 157.859 im Inland und T€ 4.783 im Ausland erzielt.

2. sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 1.179; Vorjahr: T€ 1.449) enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 621; Vorjahr: T€ 518) und aus Anlagenabgängen (T€ 20; Vorjahr: T€ 364) sowie sonstige periodenfremde Erträge (T€ 159; Vorjahr: T€ 178).

3. Personalaufwand

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für die Altersversorgung von T€ 742 (Vorjahr: T€ 1.023) enthalten.

4. sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 93 (Vorjahr: T€ 127) periodenfremde Aufwendungen.

Weiterhin werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 5 (Vorjahr: T€ 31) ausgewiesen.

5. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen wie im Vorjahr verbundene Unternehmen.

6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzanlagevermögens

In den Erträgen aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Erträge aus verbundenen Unternehmen von T€ 2 (Vorjahr: T€ 7) enthalten.

7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen von T€ 359 (Vorjahr: T€ 174) enthalten.

Der Posten beinhaltet darüber hinaus den Saldo (T€ 27) aus Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen (T€ 90) und verrechneten Zinserträgen aus der Verzinsung von Deckungsvermögen (T€ 117).

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen an verbundene Unternehmen von T€ 157 (Vorjahr: T€ 53) sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen von T€ 0 (Vorjahr: T€ 171) enthalten.

9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuern in Höhe von T€ -111 (Vorjahr: T€ -344) enthalten.

E. Sonstige Pflichtangaben

I. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

1. Geschäfte von erheblicher Bedeutung

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2014 einen Sale-and-Lease-Back Vertrag über das Betriebsgrundstück Marienstraße 1 abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Vertrag um das Grundstück Marienstraße 4 und im Geschäftsjahr 2018 um die Erweiterung des Lettershops ergänzt. Dieses Geschäft dient der Verbesserung der Liquiditätssituation. Das Risiko des Geschäfts besteht in der unkündbaren festen Grundmietzeit. Die unkündbare Grundmietzeit lief zunächst bis zum 30. Juni 2029. Sie wurde in 2022 bis zum 30. Juni 2034 verlängert. Die jährliche Belastung beträgt T€ 830.

2. Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen (T€ 4.177) sowie aus Leasingverträgen (T€ 4.148).

II. Abschlussprüferhonorar

Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet, da diese Angaben im Konzernanhang der regiocom SE erfolgen werden. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister.

III. Aufstellung des Anteilbesitzes

Zum 31. Dezember 2023 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % der Anteile beteiligt:

Namen der Gesellschaft und Sitz 31.12.2023 Eigenkapital
T€
Anteile am Kapital
%
2023 Jahresergebnis
T€
regiocom Customer Care SE, Magdeburg 899 100 0 **
regiocom Service GmbH, Magdeburg 25 100 0 **
regiocom Netzdienste GmbH, Magdeburg 538 100 0 **
BLUMENSTRAUSS customer lifecycle
management GmbH, Halle (Saale) 89 100 0 **
EVB Kundenmanagement GmbH, Velbert 153 100 440
Zeitwert Service GmbH, Magdeburg 319 100 0 **
regiocom Austria GmbH, Brunn am Gebirge 787 100 74
Regiocom Bulgaria EOOD, Varna 48 100 0
Cadmium Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz 0 94 -1
grid.log GmbH, Berlin 342 50 371
Husky Lizenzentwicklungs- und verwertung OOD, Sofia 26 30 0

** Mit diesen Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge.

IV. Konzernabschluss

Die regiocom SE stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen zum 31. Dezember 2023 auf. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister.

V. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Jahresdurchschnitt wurden 583 (Vorjahr: 571) Mitarbeiter im Inland beschäftigt. Die Zahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter betrug 1.330 (Vorjahr: 1.222).

VI. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge

Als Vorstand sind bzw. waren bestellt:

- Klemens Gutmann, Kaufmann, Magdeburg

- Dr. Sebastian Kerz, Kaufmann, Hannover (bis 29. Februar 2024)

- Joan Dyckhoff-Schlieker, Kaufmann, Magdeburg

- Thomas Besch, Kaufmann, Reutlingen (seit 15. April 2023)

In den Aufsichtsrat sind berufen:

- Anja Naumann, Rechtsanwältin, Magdeburg, Vorsitzende des Aufsichtsrats

- Tina Jansenberger, Rechtsanwältin, Biederitz, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats

- Sabine Berns-Fahlbusch, Consultant, Dortmund

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung i.S.v. § 285 Nr. 9 a HGB wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrates betrug in 2023 T€ 23.

VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Mit Aktienkauf- und Übertragungsvertrag sowie Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Februar 2024 hat die regiocom SE von der Familie Kerz Anteilsverwaltungs GmbH & Co. KG 24.000 Stückaktien zu € 103 je Aktie zum Zwecke der Einziehung gemäß § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG erworben.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

VIII. Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 7.669 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Magdeburg, 3. Mai 2024

regiocom SE

gez. Klemens Gutmann, Vorstand

gez. Thomas Besch, Vorstand

gez. Joan Dyckhoff-Schlieker, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats über die Tätigkeit zum Geschäftsjahr 2023

der regiocom SE mit Sitz in Magdeburg

Während des Geschäftsjahres 2023 haben die Vorstände über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge regelmäßig mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte der Vorstände in seinen Sitzungen behandelt und zum Teil mit den Vorständen erörtert.

Dem Aufsichtsrat lag der Jahresabschluss 2023 und der Konzernabschluss 2023 vor. Der Jahresabschluss 2023 und der Konzernabschluss 2023 wurden von dem Abschlussprüfer der Gesellschaften geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Aufsichtsrat ist zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss 2023 und den Konzernabschluss 2023 zu erheben sind. Der Jahresabschluss 2023 und der Konzernabschluss 2023 wurden durch den Aufsichtsrat gebilligt und sind somit festgestellt.

 

Magdeburg, 15.05.2024

Der Aufsichtsrat der regiocom SE

Anja Naumann, Vorsitzende des Aufsichtssrates

sonstige Berichtsbestandteile

Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat am 15.05.2024 festgestellt. Die Hauptversammlung hat am 16.05.2024 beschlossen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 7.669.051,18 auf neue Rechnung vorzutragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die regiocom SE

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der regiocom SE, Magdeburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der regiocom SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefasstenLagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzesder Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Magdeburg, 3. Mai 2024

CT Lloyd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Ökon. Gerd Kleveman, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dipl.-Kffr. Yvonne Dietrich, Wirtschaftsprüfer

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  1. Open the handelsregister.ai app in ChatGPT and add it.
  2. Sign in with your handelsregister.ai account when ChatGPT asks.
  3. Ask your question in the chat – the answers come straight from the commercial register.

Prefer to connect it yourself? Create a custom app in ChatGPT’s developer mode with this server URL:

https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  1. Open Connectors in Claude and add a custom connector.
  2. Enter this server URL and add the connector:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.

Run once in your terminal:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

Add this MCP server as a tool in your application:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Who runs regiocom SE, who owns it and how have its financials developed? Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: e24d9b01cfb42031b96c63a465cc92bf",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

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JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
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