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SV Informatik GmbH

Mannheim ·HRB 6287 Mannheim ·sv-informatik.de

Overview

Legal form
GmbH
Address
Glücksteinallee 25
68163 Mannheim
Commercial register
HRB 6287, Mannheim
Registration date
January 31, 1994
Industry
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Registered capital
640,000.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen. Einzelvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Purpose
Die Betreuung von Unternehmen jeder Art bei der Verwaltung und Verarbeitung von Informationen und die Erbringung aller damit zusammenhängenden Dienstleistungen, für Versicherungsunternehmen auch die informationstechnische Beratung bei der Verwaltung von Versicherungsbeständen, der Weiterentwicklung des Versicherungsangebotes sowie bei der Gestaltung und dem Angebot von Versicherungsverträgen. Zu diesen Dienstleistungen gehören insbesondere die für die genannten und andere Zwecke geeignete Planung sowie die Bereitstellung und ggf. der Betrieb von Geräten und Anlagen der elektronischen Informationsverarbeitung und der Büro- bzw. Telekommunikation einschließlich der dafür erforderlichen Projektierung, Arbeitsvorbereitung und der Erstellung und Pflege von Programmen.

Financials

Revenue 2025
151,01 Mio. €
Employees 2025
519
Total assets 2025
75,61 Mio. €
Net income 2025
2,26 Mio. €
19 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2025
Assets 75,61 Mio
  • Current Assets 45,8 % 34,62 Mio
  • Fixed Assets 34,8 % 26,30 Mio
  • Prepaid Expenses 18,9 % 14,29 Mio
Liabilities and Equity 75,61 Mio
  • Provisions 65,2 % 49,29 Mio
  • Equity 32,5 % 24,59 Mio
  • Liabilities 2,5 % 1,92 Mio
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Balance sheet data available for 19 earlier fiscal years.

Profit & loss

2025
Income 308,21 Mio
  • Revenue 49,0 % 151,01 Mio
  • Material expenses 23,0 % 70,75 Mio
  • Personnel expenses 18,4 % 56,75 Mio
  • Other operating expenses 5,1 % 15,75 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 2,4 % 7,35 Mio
  • Result after taxes 0,7 % 2,29 Mio
  • Annual net profit/loss 0,7 % 2,26 Mio
  • Other interest and similar income 0,4 % 1,23 Mio
  • Other operating income 0,2 % 555,0 k
  • Income from other securities and loans in financial assets 0,1 % 156,0 k
  • Interest and similar expenses 0,0 % 49,0 k
  • Other taxes 0,0 % 32,0 k
  • Income and profit taxes 0,0 % 30,0 k
  • Income from investments 0,0 % 6,0 k
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,0 % 0
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P&L data available for 19 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Frank Luley since 2008 Managing Director
  • Erik Schütze since 2022 Procura
  • Holger Klare since 2016 Procura
  • Joerg Fritsche since 2013 Procura
  • Kim Jan Sieber since 2009 Procura
  • Stefan Riemert since 2022 Procura
  • Sven Stolzenberger since 2026 Procura
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Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.

Holds shares in

History

  1. 2026
  2. 07.04.
    Exit of position
    Hartmut Hein · Procura
  3. 07.04.
    Member entry
    Sven Stolzenberger · Procura
  4. 2024
  5. 15.01.
    Exit of position
    C****** F***** · Procura
  6. 15.01.
    Exit of position
    I**** G****** · Procura
  7. 2023
  8. 02.03.
    Exit of position
    J**** M***** · Procura
  9. 2022
  10. 01.04.
    Member entry
    Stefan Riemert · Procura
  11. 07.01.
    Member entry
    Erik Schütze · Procura
  12. 2021
  13. 15.11.
    Exit of position
    U** T**** · Procura
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2025 Jahresabschluss Published Via the API
2024 Jahresabschluss Published Read full text
2023 Jahresabschluss Published Via the API
2022 Jahresabschluss Published Via the API
2021 Jahresabschluss Published Via the API
2024 Jahresabschluss Full text

SV Informatik GmbH

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ist für die SV Informatik als captives Systemhaus grundsätzlich nur bedingt von Bedeutung, macht aber die Einordnung hinsichtlich einer zeit- und marktgemäßen Entwicklung im Segment der IT-Dienstleistungen möglich. Für das Jahr 2024 ist diesbezüglich festzuhalten, dass aufgrund der deutlich veränderten Preisentwicklung im Markt für IT-Dienstleistungen sowie dem sich verstärkenden Fachkräftemangel Auswirkungen deutlich spürbar wurden. Diesen konnte durch verschiedene Maßnahmen begegnet werden.

Nach Angaben des Branchenverbands der IT bitkom betrug im Jahr 2024 der Umsatz der Informationstechnologie in Deutschland 151,2 Milliarden Euro (Stand Juni 2024). Im Vergleich zu 2023 bedeutete dies einen Zuwachs von 5,4 %.

Der Trend am Markt spiegelte sich in den Geschäftsbereichen Software (9,8 %), IT-Services (4,5 %) sowie IT-Hardware (2,8 %) wider. Die Umsätze mit Telekommunikation verzeichneten ebenfalls einen Anstieg um 2,0 %.

Die in den letzten Jahren verstärkt eingeleitete Digitalisierung der Arbeitswelt hielt auch im Jahr 2024 weiter an. Insbesondere die bereits produktiven Maßnahmen, wie bspw. der intensivierte Einsatz von Homeoffice und die Etablierung von digitalen Kollaborationslösungen, wurden weiter ausgebaut und optimiert. "New Work" und digitales Arbeiten sind zu festen Bestandteilen des Arbeitsalltags geworden, was sich auch in der Auftragslage der SV Informatik äußert.

Geschäftsverlauf

Geschäftstätigkeit und Rahmenbedingungen

Die SV Informatik ist ein captives Systemhaus für Öffentliche Versicherer. Alleinige Gesellschafterin der SV Informatik ist die SVH. Kernaufgabe ist die Weiterentwicklung und die Bereitstellung eines sicheren und performanten IT-Betriebs der IT-Anwendungslandschaften ihrer Kunden. Hierzu gehören insbesondere die Konzernunternehmen der SVH sowie die SV Sachsen. Die Geschäftstätigkeit für die SV findet im Rahmen des Auftrags an einen General- und Ausschließlichkeitsdienstleister statt, der für den SV Konzern die gesamte TT- Wertschöpfungskette abbildet. Darüber hinaus zielt die SV Informatik strategisch auch auf die Rolle eines Lösungsanbieters für versicherungsfachliche Einzellösungen auf dem Drittkundenmarkt ab, insbesondere im Sparkassen-Verbund.

Zwischen der SV Informatik und der SVH besteht seit dem Geschäftsjahr 2012 ein Beherrschungsvertrag.

Hauptsitz der Gesellschaft ist Mannheim. Weitere Standorte sind Stuttgart, Wiesbaden, Dresden und Kassel. Die SV Informatik entwickelt und administriert die Anwendungen ihrer Kunden an allen Standorten. Der Betrieb erfolgt vorwiegend am Standort Stuttgart sowie durch die Provider FI-TS und CANCOM. Das Backup-Rechenzentrum befindet sich in Fellbach. Weitere Rechenzentren werden einschließlich der Infrastruktur durch die SV Sachsen am Standort Dresden bereitgestellt und durch die SV Informatik im Kundenauftrag betrieben. Über die Firma RICOH Deutschland GmbH werden Druckdienstleistungen bezogen.

Die SV Informatik hat im Geschäftsjahr wesentliche strategische Projekte ihrer Kunden umgesetzt, die Modernisierung der zentralen und dezentralen Infrastruktur mit einem Schwerpunkt im Bereich Netze und Security fortgeführt und parallel den laufenden Betrieb der SV Sachsen sichergestellt. Darüber hinaus lag der Fokus auch auf der strategischen Ausrichtung der Organisation. Im Bereich Drittkundengeschäft führte die SV Informatik die im Jahr 2023 neu definierte Ausrichtung, weg von aktiven vertrieblichen Aktivitäten hin zu einem "Mitnahmegeschäft" innerhalb der Sparkassen Finanzgruppe, unverändert fort.

Wesentliche Aufgaben im Betrieb werden von externen Dienstleistern erbracht. Die Steuerung, die Beistellung der Infrastruktur sowie die strategischen Vorgaben erfolgen hingegen durch die SV Informatik. Darüber hinaus wird der Betrieb aller Endgeräte und das Anwendungsmanagement durch die SV Informatik selbst durchgeführt und verantwortet. Für den Kunden SV Sachsen erfolgt der Betrieb parallel unter Einsatz bereitgestellter Rechenzentren und Infrastruktur des Kunden. Im Weiteren werden zusätzliche Betriebsleistungen für die tschechische Versicherungstochter der SV Sachsen, der SV pojiStovna a.s., durch die SV Informatik geleistet.

Wichtige Rahmenbedingung der Geschäftstätigkeit ist der Auftrag der Gesellschafterin, trotz der Digitalisierung und der damit einhergehenden Erweiterung der System- und Anwendungslandschaft, die IT-Kosten innerhalb absoluter Vorgaben zu halten. Gleichzeitig besteht der Auftrag, die Leistungen und Services auf Dauer modern und zukunftsfähig bereitzustellen und marktkonform zu erbringen. Letzteres bedarf der regelmäßigen Teilnahme an unabhängigen, externen Benchmarkstudien.

Geschäftsentwicklung

Den Rahmen für die Geschäftstätigkeit der SV Informatik stellt der Wirtschaftsplan des jeweiligen Geschäftsjahres dar. Dieser enthält die Anforderungen der Gesellschafterin und wird in der Gesellschafterversammlung verabschiedet. Die operative Steuerung des Unternehmens erfolgt anhand eines Regelreportings, welches innerhalb der SV Informatik mit einem monatlichen Berichtswesen und zur Gesellschafterin hin mit dem Quartalsberichtswesen erfolgt. Das Berichtswesen enthält auch die wesentlichen Kennzahlen zur Steuerung des Unternehmens.

Die Anforderungen der Gesellschafterin an die jährliche Wirtschaftsplanung bilden für die SV Informatik die Rahmenbedingungen für die Planung. Hierzu gehören neben der Abrechnung zu marktgerechten Preisen insbesondere eine Vorgabe für die maximale Höhe des Umsatzes mit dem SV Konzern (gleichbedeutend mit dessen IT-Kosten), die Bereitstellung von mindestens 32.000 Entwicklertagen für die Umsetzung der IT-Vorhaben des SV Konzerns sowie die Vorgabe eines Gewinnziels. Diese drei Kennzahlen stellen für die SV Informatik sowohl die Grundlage für die Wirtschaftsplanung als auch die zentralen Instrumente für die Steuerung des Geschäftsjahres dar.

Die SV Informatik erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Umsatz i. H. v. 138.652 Tsd. Euro (Vj. 141.423 Tsd. Euro). Bei den betrieblichen Aufwendungen gab es einen moderaten Anstieg um 1,4 % auf 138.959 Tsd. Euro (Vj. 136.993 Tsd. Euro). Erzielt wurde ein Ergebnis vor Steuern i. H. v. 1.345 Tsd. Euro (Vj. 3.719 Tsd. Euro). Der Jahresüberschuss beträgt 3.342 Tsd. Euro (Vj. 2.189 Tsd. Euro). Der Geschäftsverlauf 2024 entsprach den mit der Gesellschafterin vereinbarten bzw. im Jahresverlauf aufgrund der Anforderungslage und Entwicklung angepassten Zielsetzungen und Beauftragungen.

Der Geschäftsbetrieb war geprägt von der Weiterentwicklung der bestehenden Anwendungslandschaft sowie der Umsetzung der durch die SVH vergebenen Aufträge im Rahmen des TopMaßnahmenprozesses. Die Umsetzung der TopMaß nahmen dient insbesondere der Umsetzung strategischer Vorhaben der Kunden im SV Konzern. Im Geschäftsjahr 2024 wurden neben dem Ausbau der Automatisierung vor allem Aktivitäten für den Umstieg auf SAP S/4 HANA, den Ausbau der Kollaborationswerkzeuge, die Integration von Produkten nach OSPlus neo, den Ausbau der IT-Security (SOC, lAM, Personal) sowie die Bereitstellung der Anwendung PowerWeiss für den Außendienst über das zentrale Hosting der SV Informatik (SerVe 360°) mittels einer virtualisierten Plattform durchgeführt. Auch in 2024 war die Umsetzung und laufende Sicherstellung der regulatorischen Anforderungen eine wesentliche Aufgabe der SV Informatik.

Weitere strategisch bedeutsame Aufträge und Projekte waren verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der IT-Sicherheit und der Dunkelverarbeitung von Geschäftsvorgängen sowie diverse Produkt-Modernisierungen. Strategisches Gewicht behielt aber auch die Modernisierung der Kernsysteme.

Ebenfalls hervorzuheben ist der laufende Betrieb der produktneutralen Förderberatung. Diese Anwendung, die in den vergangenen Jahren von der SV Informatik im Rahmen einer Entwicklungspartnerschaft mit der Finanz Informatik GmbH & Co. KG entwickelt wurde, wird von letzterer in den Sparkassen bundesweit zum Einsatz gebracht und hat neben den Versicherungsunternehmen der Sparkassenorganisation auch die LBS in Berlin und die Deka in Frankfurt a. M. als Kunden. Der seit 2021 laufende produktive Einsatz wird bis Ende 2025 fortgeführt und dann auf Basis des fachlichen Geschäftsverlaufes für diese Lösung neu bewertet.

Die Beteiligung an der S-V/M GmbH wurde in 2024 unverändert fortgeführt. Die S-VM GmbH ist ein Beteiligungsunternehmen der öffentlichen Versicherer für den Vertrieb der Anwendung "S- Versicherungsmanager". Hierbei handelt es sich um eine Anwendung, die als Beratungsplattform für Versicherungen im OSPlus neo-Umfeld etabliert werden soll. Im Rahmen einer abgestimmten gesellschaftsübergreifenden Verbandsarbeit übernimmt die SV Informatik die kaufmännische Steuerung der Gesellschaft.

Der Trend zu Preissteigerungen sowie der bereits in den Vorjahren spürbare Fachkräftemangel ging wie die gestörte globale Lieferkette auch nicht an der SV Informatik vorbei. Letztere, die in 2023 noch teilweise bemerkbar war, konnte die SV Informatik durch proaktive und frühzeitige Planung im Bereich zentraler und dezentraler Hardware neutralisieren, sodass diese keinerlei Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2024 hatte.

Auf Basis des in der IT-Strategie der SV formulierten strategischen Grundauftrags an die IT wurde in 2017 die Geschäftsstrategie der SV Informatik erarbeitet.

Seither wurde die Geschäftsstrategie regelmäßig überprüft und ggf. ausgerichtet, zuletzt im Jahr 2023. Hierbei wurden neben redaktionellen Anpassungen und Aktualisierungen als wesentliche Neuerung die Dimension Nachhaltigkeit sowie als Teilbereiche eine Erhöhung der Kosten- und Leistungseffizienz, eine grundlegende Überarbeitung der Sourcingstrategie und das technische Kapazitätsmanagement neu aufgenommen. Diese Geschäftsstrategie hat unverändert Bestand.

Eine turnusmäßige Überarbeitung ist für das Jahr 2025 vorgesehen.

Insgesamt kann von einem stabilen und erfolgreichen Geschäftsverlauf für die SV Informatik gesprochen werden. Die Kundenaufträge konnten erfüllt und die drei Releases ohne maßgebliche Störungen erfolgreich in Produktion genommen werden.

Wirtschaftsbericht

In den folgenden Abschnitten sind die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Vergleich zum Vorjahr dargestellt.

Ertragslage
2024 2023 Veränderungen
Tsd. € in % Tsd. € in % Tsd. € in %
Umsatzerlöse 138.652 99,6 141.423 99,5 -2.771 -2,0
Sonstige betriebliche Erträge 624 0,4 738 0,5 -114 -15,4
Umsatzerlöse inkl. sonstige betriebliche Erträge 139.276 100,0 142.161 100,0 -2.885 -2,0
Materialaufwand 66.613 47,9 65.589 47,9 1.024 1,6
Personalaufwand 49.490 35,6 49.984 36,5 -494 -1,0
Abschreibungen 6.964 5,0 7.954 5,8 -990 -12,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.892 11,4 13.466 9,8 2.426 18,0
Betriebliche Aufwendungen 138.959 100,0 136.993 100,0 1.966 1,4
Betriebsergebnis 317 0,2 5.168 3,6 -4.851 -93,9
Finanzergebnis 1.028 0,7 -1.449 -1,0 2.477 -170,9
Ergebnis vor Steuern 1.345 1,0 3.719 2,6 -2.374 -63,8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.158 -1,5 1.495 1,1 -3.653 -244,3
Sonstige Steuern 161 0,1 35 0,0 126 360,0
Ergebnis nach Steuern 3.342 2,4 2.189 1,5 1.153 52,7
Jahresüberschuss 3.342 2,4 2.189 1,5 1.153 52,7

Die Umsatzerlöse i. H. v. 138.652 Tsd. Euro sanken um 2,0 % (Vj. 141.423 Tsd. Euro). Dieser Rückgang ist überwiegend auf die Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen, da sich die Auftragslage marginal reduziert hat.

Die betrieblichen Aufwendungen sind um 1,4 % auf 138.959 Tsd. Euro (Vj. 136.993 Tsd. Euro) angestiegen. Die Personalaufvwendungen sind um 1,09 % gesunken, da die Altersversorgungsaufwendungen zurückgegangen sind. Der Materialaufwand stieg um 1,6 % auf 66.613 Tsd. Euro (Vj. 65.589 Tsd. Euro) an. Dies ist auf höhere Aufwendungen im Bereich der bezogenen Dienstleistungen aufgrund von unbesetzten Stellen zurückzuführen. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kam es zu einer Erhöhung der Aufwendungen, da im Geschäftsjahr in Homeoffice-Arbeitsplätze investiert wurde sowie höhere Raumkosten angefallen sind.

Insgesamt wies die SV Informatik im Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern von 1.345 Tsd. Euro (Vj. 3.719 Tsd. Euro) aus.

Finanzlage

Die SV Informatik konnte im Geschäftsjahr ihre Zahlungsverpflichtungen zu jeder Zeit erfüllen. Die Gesellschaft finanziert sich über monatliche Abrechnungen der für die SV erbrachten Dienstleistungen. Anderen Kunden werden die erbrachten Dienstleistungen quartalsweise oder nach Erbringung in Rechnung gestellt.

Originäre langfristige Fremdfinanzierungen bestanden im Geschäftsjahr nicht. Weitere finanzielle Verpflichtungen werden im Anhang unter den Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen genannt.

Vermögenslage
2024 2023 Veränderungen
Tsd. € in % Tsd. € in % Tsd. € in %
Anlagevermögen 23.683 30,1 29.363 37,4 -5.680 -19,3
Umlaufvermögen 41.567 52,8 39.964 50,9 1.603 4,0
Übrige Aktiva 13.472 17,1 9.111 11,6 4.362 47,9
78.722 100,0 78.437 100,0 285 0,4

Die Gesellschaft wies zum 31. Dezember 2024 stille Reserven im Anlagevermögen i. H. v. 58 Tsd. Euro (Vj. 104 Tsd. Euro) auf Finanzanlagen aus. Zum 31. Dezember 2024 bestanden stille Lasten i. H. v. 882 Tsd. Euro (Vj. 975 Tsd. Euro).

Die Entwicklung des Anlagevermögens resultiert aus geringeren Investitionen im Bereich Hard- und Software im Vergleich zu den vorangegangen Jahren. Bei den Finanzanlagen gab es im Geschäftsjahr einen Abgang einer Inhhaberschuldverschreibung.

Der Anstieg des Umlaufvermögens ist hauptsächlich auf Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Die Übrigen Aktiva beinhalten Aktive Rechnungsabgrenzungsposten aus der Wartung und Miete von Soft- und Hardware.

2024 2023 Veränderungen
Tsd. € in % Tsd. € in % Tsd. € in %
Eigenkapital 26.729 34,0 23.387 29,8 3.342 14,3
Langfr. Rückstellungen und Verbindlichkeiten* 40.253 51,1 41.410 52,8 -1.156 -2,8
Kurzfr. Rückstellungen und Verbindlichkeiten** 11.740 14,9 13.640 17,4 -1.900 -13,9
78.722 100,0 78.437 100,0 285 0,4

* im Wesentlichen bestehend aus den langfr. Rückstellungen für Pensionen, Altersteilzeit, Beihilfe und Jubiläum

** im Wesentlichen bestehend aus den übrigen sonstigen Rückstellungen sowie den Verbindlichkeiten

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 640 Tsd. Euro. Bei der Kapitalrücklage i. H. v. 1.724 Tsd. Euro ergab sich ebenfalls keine Veränderung. Die Gewinnrücklagen sind durch eine Einstellung aus dem Vorjahresergebnis um 2.000 Tsd. Euro auf 19.886 Tsd. Euro angestiegen (Vj. 17.886 Tsd. Euro). Der Jahresüberschuss betrug 3.342 Tsd. Euro (Vj. 2.189 Tsd. Euro). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr i. H. v. 1.137 Tsd. Euro ergab sich ein Bilanzgewinn i. H. v. 4.479 Tsd. Euro (Vj. 3.137 Tsd. Euro), über dessen Verwendung die Gesellschafterversammlung beschließen wird.

Die Reduzierung bei den langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf die Inanspruchnahme bei der Rückstellung für Altersteilzeit zurückzuführen.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr um 13,9 % gesunken. Dies ist überwiegend auf die Reduzierung der Steuerrückstellungen für Vorjahre zurückzuführen. Personal- und Sozialbericht 1 Qualifizierte Mitarbeitende sind nach wie vor die Basis für den Erfolg der SV Informatik. Das langfristige Ziel der strategischen Personalentwicklung besteht deswegen seit mehreren Jahren darin, Mitarbeitende so zu qualifizieren, dass sie bestmöglich zum Unternehmenserfolg beitragen und zugleich durch Weiterentwicklung und Förderung motiviert bleiben. Ziel ist es, auf Basis dieses Vorgehens in Kombination mit dem Angebot von flexiblen Arbeitszeiten sowie Homeoffice-Möglichkeiten eine niedrige Fluktuationsrate zu gewährleisten.

Zum 31. Dezember 2024 wies der Personalbestand der SV Informatik folgende Struktur auf:

2024 2023 Veränderungen
Anzahl Mitarbeiter Innendienst per 31.12.2024 537 526 11
Vollzeitmitarbeiter 481 468 13
davon Mitarbeiter in Ausbildungsverhältnissen 38 33 5
Teilzeitmitarbeiter 56 58 -2

Bereits seit einigen Jahren besteht für die SV Informatik vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung die Herausforderung, eine Vielzahl alters bedingter Abgänge auch in den kommenden Jahren zu kompensieren und gleichzeitig das vorhandene Fachwissen zu sichern.

Parallel muss im Zuge der Digitalisierung zusätzliches internes Personal aufgebaut werden, um die von den Kunden erwartete Steigerung des Leistungsangebots bedienen zu können und den Anforderungen aus der Regulatorik und Informationssicherheit gerecht zu werden.

Personalbedarfe werden entlang des Geschäftsverlaufs eingebracht, um die Kapazität ohne den Aufbau von Rückständen zeitnah bedarfsgerecht anzupassen.

Neben dem klassischen Weg über den Fachkräftemarkt strebt die SV Informatik die Deckung ihres Personal- und Know-how-Bedarfs mittels Investitionen in die Ausbildung ihrer Nachwuchskräfte an. Dies unterstreicht die Anzahl von 38 Auszubildenden und DH- Studierenden, gleichbedeutend mit einer unternehmensweiten Ausbildungsquote von 7,1 % (Stand: 31.12.2024).

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement

Die SV Informatik betreibt ein eigenes IT-Risikomanagement und ein Compliance-Management. Jährlich wird eine IT-Risikoinventur durchgeführt und im Anschluss ein IT-Risikobericht mit einem 1 Die Angaben des Personal- und Sozialberichts waren nicht Bestandteil der Prüfung durch KPMG AG Wirtschaftsprüfunggesellschaft

Maß nahmenkatalog zur Risikosteuerung und Risikominimierung erstellt. Der Gesellschafterin SVH wird jährlich nach der durchgeführten IT-Risikoinventur über den Gesamtstand an Risiken berichtet. Bei unterjährig neu auftretenden Risiken oder wesentlichen Risikoänderungen erfolgt eine Ad hoc-Meldung. Zudem besteht ein Internes Kontrollsystem.

Die Konzernrevision der SV konnte in 2024 den wesentlichen Teil der Prüfungen gemäß beauftragtem Prüfungsplan durchführen. Für die Aufgaben des Datenschutzes in der SV Informatik ist ein Datenschutzbeauftragter bestellt.

Risiken aus dem Geschäftsbetrieb für die kommenden Jahre können insbesondere aus der Geschwindigkeit der Digitalisierung und den sich entsprechend disruptiv veränderten Anforderungen entstehen. Dies bedingt, dass die SV Informatik die Anforderungen nur durch Zukauf teurer externer Kapazitäten umsetzen kann. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass aufgrund der Kurzfristigkeit der Beauftragungen die Anforderungen nicht ausreichend architekturkonform umgesetzt werden können und die konsolidierte Ausrichtung der Anwendungslandschaft gefährdet wird. Diesem Risiko wird durch die projekthafte Bündelung der technologischen Aktivitäten unter Federführung der SV Informatik sowie durch ein etabliertes IT- Portfolio- Management aktiv vorgebeugt.

Im Geschäftsjahr 2024 wurden keine signifikant risikoerhöhenden Einflüsse auf das IT-Portfolio beobachtet. Aufgrund der umgesetzten Maßnahmen insbesondere im Bereich der IT-Sicherheit und der Regulatorik ist der laufende Aufwand im IT-Betrieb weiter gestiegen. Für den zukünftigen Personalaufbau besteht vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels das Risiko, erforderliche Kapazitäten nicht beschaffen zu können und hier auf externe Unterstützung zurückgreifen zu müssen. Hieraus ergibt sich insbesondere auch das Risiko höherer Kosten durch den seit 2023 spürbaren Trend zu Preiserhöhungen. Lieferengpässe stellen aufgrund der mitigierenden Maßnahmen derzeit kein relevantes Risiko dar.

Im Hinblick auf die potenziellen Bedrohungen durch Cyberattacken, die ein Risiko für die Schutzziele Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit darstellen und über den Zeitstrahl hinweg vermehrt auftreten, hat die SV Informatik ein VMS und ein SOC zur stärkeren Überwachung und als zusätzliche Sicherheitsmaß nahmen eingerichtet.

Die SV Informatik hat sich in den vergangenen Jahren dem Markt geöffnet und akquirierte Neukunden im Bereich der Lösungen zur betrieblichen Altersvorsorge. Dies bedeutet neben den Aufwänden für vertriebliche Aktivitäten insbesondere eine entsprechende Verantwortung und Haftung neuen Drittkunden gegenüber. Diesen Risiken wurde durch vorsichtige Aufwands- und Ertragsplanung für Drittkunden sowie durch eine Erweiterung des Versicherungsschutzes begegnet.

Risiken aus Kapitalanlagen

Die Kapitalmarktzinsen sind im Jahresverlauf im kurzen Bereich stärker gefallen als im mittleren und längeren Laufzeitbereich. Die Risikoaufschläge auf Zinspapiere sind weitestgehend ebenfalls gefallen. Die SV Informatik hat im Jahr 2024 keine Neuanlagen im Zinsbereich getätigt. Im Bereich der Kapitalanlagen können Markt- und Kreditrisiken auftreten.

Marktrisiken entstehen durch ungünstige Entwicklungen der Kapitalmärkte. Die möglichen Ausmaße dieser Marktrisiken werden in regelmäßigen Abständen anhand verschiedener Szenarien von Zinsänderungen ermittelt. Ein Anstieg des Zinsniveaus um 1 %-Punkt hätte an diesem Stichtag einen Rückgang des Marktwertes bei zinssensitiven Kapitalanlagen von 614 Tsd. Euro zur Folge.

Kreditrisiken resultieren aus einer Verschlechterung der Bonität bzw. aus dem Ausfall von Schuldnern. Bei der Auswahl von Emittenten werden hohe Anforderungen an die Bonität gestellt.

Nachfolgende Tabelle zeigt die Struktur der Festzinsanlagen im Direktbestand nach Ratingklassen und deren Zusammensetzung:

Ratingklassen Buchwert in Tsd. €
AAA-BBB 10.302
Not rated 64
Gesamt 10.366

Datenverarbeitung

Im Bereich des IT-Betriebes besteht die Risikosituation insbesondere in der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit der Kunden der SV Informatik durch den Verlust von Verfügbarkeit, Vertraulichkeit oder Integrität von Informationen. In enger Abstimmung mit den Informationssicherheitsverantwortlichen der Kunden wurden deswegen Maßnahmen für den Schutz des internen Netzwerkes sowie der Informationen der Versicherer und Versicherungskunden festgelegt.

Die SV Informatik hat diese Maßnahmen in ihrer Geschäftsstrategie unter dem Begriff "ZeroTrust" subsumiert; die Inhalte basieren dabei auf dem Informationssicherheitsstandard "Sicherer IT- Betrieb" der SIZ GmbH, einem Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe.

Durch einen Konzern-Informationssicherheits beauftragten und ein Kkonzernweites Informationssicherheits- Management-Team ist die Informationssicherheit organisatorisch auch in der SV Informatik verankert. Zusätzlich findet im Rahmen einer definierten Governance eine regelmäßige Kommunikation sowie ein Austausch in konzernweiten Arbeitskreisen zur Informationssicherheit statt. In der SV Informatik selbst wurde als Grundlage für das Management und die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen in der Informationssicherheit die personelle Kapazität im Bereich Informationssicherheit erhöht und ein virtuelles Informationssicherheitsteam etabliert.

Chancen

Eine wesentliche Chance bietet die erwähnte Öffnung zum Markt insbesondere innerhalb des Sparkassen-Verbundes durch marktgängige Lösungen wie die produktneutrale Förderberatung, die Gewinnung weiterer Drittkunden und der Ausbau der bestehenden Kundenbeziehungen mit der SV Sachsen. Hierdurch entstehen potenziell weitere Synergien. Kurz- sowie mittelfristig wird ein moderat höherer Ertrag der Gesellschaft durch die zusätzlich erbrachten Leistungen erwartet.

Die im Rahmen der Digitalisierung entstehenden Anwendungen bieten die Möglichkeit, die Prozesse der Kunden der SV Informatik besser zu unterstützen. Hierdurch wird die Marktposition der Kunden potenziell gestärkt.

Die SV Informatik positioniert sich so als Anbieter von Versicherungsfunktionalität zu nachweislich benchmarkgerechten Kosten und Preisen und hat mit ihrem Know-how die Möglichkeit, weitere Kunden einfach und bedarfsgerecht zu bedienen.

Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Für die SV Informatik sind zusammengefasst keine Entwicklungen erkennbar, die die Vermögens- , Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen können. Existenzielle Risiken zeichnen sich nicht ab.

Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024 hat die SV Informatik bei Umsetzung der gewünschten Kundenanforderungen marktgerechte Preise erzielt. Der Umsatz mit dem Kunden SV unterschritt dabei den Planwert von 128.000 Tsd. EUR. Die Vorgabe für den Jahresüberschuss wurde aufgrund von Sondereffekten übertroffen, blieb aber wie im Vorjahr prognostiziert mit 500 Tsd. Euro unter dem Niveau von 2023. Das Ziel von mindestens 32.000 Projekttagen Entwicklungsleistung wurde unterschritten, wobei hingegen in Abstimmung mit der Gesellschafterin verstärkt in SV Informatik-interne Projekte investiert wurde. Die Erwartungen der Gesellschafterin hinsichtlich der erfolgreichen Durchführung von Projekten sowie einer stabilen Anwendungslandschaft und Infrastruktur konnten vollständig erfüllt werden.

Auch im Jahr 2025 wird die SV Informatik die Aufbau- und Ablauforganisation hin zu einer Matrixstruktur weiterentwickeln. Die Forcierung des Personalmarketings sowie die verstärkte Ausbildung von dualen Studierenden und Fachinformatikern sind weiterhin wesentliche Aspekte im Personalmanagement. Dabei erfolgt die Ausrichtung der Personaleinstellung und Ausbildung im Einklang mit den altersbedingten Abgängen. In diesem Zusammenhang wirkt die rollierende Personalplanung mit vorzeitiger Stellenbesetzung risikominimierend im Hinblick auf Leistungseinbrüche.

Die technische Zukunft der SV Informatik liegt in der Digitalisierung des Geschäftsmodells ihrer Versicherungskunden. Hierfür ist die Fähigkeit Zur technischen Kombination und Integration von Funktionen und Systemen bedeutend. Zentrale Aufgabe, die für die SV Informatik weiterhin besteht, ist daher die Erweiterung und Nutzung der Funktionalität der Anwendungslandschaft im Sinne einer Bereitstellung für Drittplattformen. Wesentlich ist dabei die Automatisierung der Prozesse, um diese mit entsprechendem Service Level über die Kundenlösungen anbieten zu können. Dabei spielt die professionelle Integration der Versicherungsfunktionalität auf Kunden- und Partner-Plattformen verschiedener Nutzer eine bedeutende Rolle, um den Versicherungsservice und den Versicherungsverkauf im Multikanal zu ermöglichen.

Impulse für das Jahr 2025 sind mit der Übernahme des Rechenzentrumsbetriebs für die SV Sachsen sowie die strategischen Projekte der Kunden zur Erweiterung des Geschäftsbetriebs gegeben. Beide große Kunden werden im Rahmen ihrer jeweiligen Geschäfts-Strategie die Themenbereiche des Kundendatenmanagements, der Plattformintegration und der Portal- und CRM-Lösungen verstärkt ausbauen.

Von der Weiterentwicklung der Aufbau- und Ablauforganisation und der veränderten Zusammenarbeit mit den Kunden werden zudem deutliche Impulse für eine effizientere Auftragsabwicklung erwartet. Weitere technologische Impulse werden aus der Einführung der neuen Plattform SAP S/4 HANA resultieren.

Belastungen für das Jahr 2025 resultieren insbesondere aus zusätzlichen Anforderungen in den Bereichen Regulatorik (vor allem DORA, NIS2) und Compliance sowie aus steigenden Fixkosten im laufenden Betrieb - vor allem durch Kostensteigerungen bei bezogenen Leistungen und Personalkosten.

Grundlegend wird seitens der Gesellschafterin eine marktkonforme und moderat steigende Entwicklung ihrer IT-Kosten auf einem mittelfristig festgelegten Niveau erwartet. Der vorstehend genannte Effekt einerseits sowie die tariflich und preislich bedingte Steigerung von Fixkosten für Personal und Wartung / Instandhaltung anderseits lassen in 2025 steigende Herausforderungen an das Kostenmanagement aber auch Ertrags- und Synergiechancen erwarten. Der aufwandmindernde Effekt aus der Übertragung der Pensionsrückstellungen wird sich im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr weiter verringern. Eine weitere Auslagerung der Pensionsverpflichtungen wird im kommenden Jahr geprüft.

Die SV Informatik erwartet ein weitgehend planmäßig verlaufendes Geschäftsjahr 2025, welches keine signifikanten Abweichungen des Kostenbudgets sowie der Umsetzung der Kunden anforderungen zur Folge haben sollte. Darüber hinaus rechnet sie mit einer Ausweitung des Geschäftes mit der SV Sachsen.

Neben den qualitativen Zielen plant die SV Informatik für das Jahr 2025 einen SV Konzern-Umsatz von 131.400 Tsd. Euro und eine Entwicklungsleistung von insgesamt 32.000 Projekttagen. Durch die oben genannten Rahmenbedingungen lässt sich ein erwarteter Jahresüberschuss von bis zu 1,0 Mio. Euro prognostizieren.

Erklärung zur Unternehmensführung

Zielgrößen für die Frauenquote in Führungspositionen

Die SV fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern im Arbeitsleben und strebt den Ausbau des Frauenanteils in Führungspositionen an. Hierfür hat die SV diverse Maßnahmen aufgesetzt.

Sie entspricht damit den gesetzlichen Anforderungen.

In Umsetzung des "Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" hat die SV Informatik Zielgrößen für den Frauenanteil auf den Führungsebenen 1 und 2 zum Stichtag 31. Dezember 2029 sowie für die Geschäftsführung zum Stichtag 31. Dezember 2026 festgelegt. Da für die Gesellschaft kein Aufsichtsrat eingerichtet ist, wird von einer Festlegung einer Zielgröße für Mitglieder des Aufsichtsrats abgesehen.

Die Zielgrößen orientieren sich an den realistisch erreichbaren Werten, Zum Beispiel daran, wann Veränderungen (bspw. in Folge planmäßig freiwerdender Stellen) überhaupt möglich sind.

Tatsächliche Frauenquote
Ziel-Frauenquote Stand 31.12.2024
Geschäftsführung 0,0 % bis 31.12.2026 0,0 %
Führungsebene 1 20,0 % bis 31.12.2029 0,0 %
Führungsebene 2 25,0 % bis 31.12.2029 19,0 %

In der Geschäftsführung der SV Informatik gibt es nur einen Geschäftsführer. Da eine Neubesetzung in absehbarer Zeit nicht geplant ist, liegt die Zielquote derzeit bei 0 %. Auf den Führungsebenen 1 und 2 wurde die Zielquote unterschritten, da bei manchen Nachbesetzungen keine geeigneten Kandidatinnen zur Verfügung standen.

Ungeachtet der tatsächlich erreichten Quoten bestehen in der SV Informatik mit den vorhandenen Entwicklungs- und Qualifikationsangeboten sowie den in den letzten Jahren ausgebauten Angeboten zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben gute Voraussetzungen zur Gewinnung von Frauen für Führungspositionen8. Auch im Talentpool (z. B. Führungsnachwuchskräfte, DH-Studierende) wird konsequent darauf geachtet, dass der Anteil von Frauen und Männern ausgeglichen ist.

Auch in der neuen Personalstrategie des SV Konzerns wird das Thema Frauen in Führungspositionen berücksichtigt. Es werden Rahmenbedingungen geschaffen, die Frauen wie Männern gleichermaßen zugutekommen. Beispielsweise werden die Führungspositionen im Innendienst auch in Teilzeit ausgeschrieben. Neben den bestehenden flexiblen Arbeitszeiten hat die SV das Angebot an alternierender Telearbeit für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeweitet. Die Möglichkeit für alternierende Telearbeit besteht grundsätzlich auch für Führungskräfte.

Bilanz

AKTIVA 31.12.2024 31.12.2023
Tsd. € Tsd. €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.334 7.055
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.140 7.762
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 242 245
2. Beteiligungen 1.600 1.886
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 10.302 12.351
4. Sonstige Ausleihungen 64 64
23.683 29.363
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.837 1.340
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 39.070 38.270
davon gegen Gesellschafter: 36.020 Tsd. € (Vj. 36.489 Tsd. €)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 660 353
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €)
41.567 39.964
41.567 39.964
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.472 9.111
78.722 78.437
PASSIVA 31.12.2024 31.12.2023
Tsd. € Tsd. €
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 640 640
II. Kapitalrücklage 1.724 1.724
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 19.886 17.886
IV. Gewinnvortrag / Verlustvortrag (-) 1.137 948
V. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag (-) 3.342 2.189
26.729 23.387
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 37.143 37.697
2. Steuerrückstellungen 1.975 5.329
3. Sonstige Rückstellungen 10.805 10.639
49.923 53.665
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.287 742
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 1.287 Tsd. € (Vj. 742 Tsd. €)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
davon gegen Gesellschafter: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 784 643
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 784 Tsd. € (Vj. 643 Tsd. €)
davon aus Steuern: 678 Tsd. € (Vj. 545 Tsd. €)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1 Tsd. € (Vj. 1 Tsd. €)
2.071 1.385
78.722 78.437

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

31.12.2024 31.12.2023
Tsd. € Tsd. €
1. Umsatzerlöse 138.652 141.423
davon mit verbundenen Unternehmen: 123.382 Tsd. € (Vj. 127.387 Tsd. €)
2. Sonstige betriebliche Erträge 624 738
3. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 66.613 65.589
4. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 42.066 40.139
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.424 9.844
davon für Altersversorgung: -68 Tsd. € (Vj. 2.601 Tsd. €)
49.490 49.983
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.964 7.954
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.892 13.466
davon verbundene Unternehmen: 10.601 Tsd. € (Vj. 9.669 Tsd. €)
(Ordentliches Betriebsergebnis) (317) (5168)
7. Erträge aus Beteiligungen
davon verbundene Unternehmen: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €) 7 4
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 160 170
davon aus verbundenen Unternehmen: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 864 839
davon aus verbundenen Unternehmen: 823 Tsd. € (Vj. 749 Tsd. €)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens 3 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0 2.463
davon aus verbundenen Unternehmen: 0 Tsd. € (Vj. 0 Tsd. €)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.158 1.495
davon Erstattung an Organträger: 500 Tsd. € (Vj. 745 Tsd. €)
13. Ergebnis nach Steuern 3.503 2.224
14. Sonstige Steuern 162 35
davon Erstattung vom Organträger: -8 Tsd. € (Vj. -7 Tsd. €)
15. Jahresüberschuss 3.342 2.189

Anhang

Angaben zur Gesellschaft

Die SV Informatik GmbH mit Sitz in der Glücksteinallee 25 in 68163 Mannheim ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 6287 im Handelsregister eingetragen.

Allgemeiner Hinweis

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die Bewertung der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie der entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten erfolgt zu den Anschaffungskosten. Die Abschreibung erfolgt planmäßig unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Nach § 6 Abs. 2 EStG werden bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 Euro nicht übersteigen, vermindert um Vorsteuer, im Wirtschaftsjahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Zur Ermittlung des Zeitwerts wird der Substanzwert herangezogen. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden gemäß § 253 Abs.1 und 3HGB zu Anschaffungskosten bewertet und nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung bis auf den dauerhaft beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Ein vorhandenes Agio und Disagio bei Inhaberschuldverschreibungen im Anlagevermögen wird unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 HGB wird beachtet. Aus unterschiedlichen Anschaffungskosten gleicher Wertpapiere wird ein Durchschnittswert gebildet.

Die Sonstigen Ausleihungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nominalwerten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen von einzeln oder pauschal ermittelten Wertberichtigungen, ausgewiesen.

Als Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben aktiviert, die Aufwand in einer späteren Periode darstellen.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Pensionsrückstellungen sind gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag anzusetzen. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags werden zukünftige Lohn-, Gehalts- und Rententrends berücksichtigt. Die Rückstellungen werden i. S. d. § 253 Abs. 2 S. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich aus einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Ermittlung der Sätze zur Abzinsung von Rückstellungen ist in der Rückstellungsabzinsungsverordnung geregelt.

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß 8 253 Abs. 2 HGB mit einem Durchschnittszinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt, berechnet 1,90 % (Vj. 1,83 %). Zusätzlich wurde die Berechnung personenindividuell mit dem analogen 7- Jahresdurchschnittszinssatz 1,97 % (Vj. 1,76 %) ermittelt, um den Unterschiedsbetrag gemäß 8 253 Abs. 6 HGB zu bestimmen. Der daraus resultierende Unterschiedsbetrag beträgt 529 Tsd. Euro (Vj. 549 Tsd. Euro).

Die Auswirkung der Veränderung des Rechnungszinssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

Es wurden folgende Parameter verwendet:

31.12.2024 31.12.2023
in % in %
Rechnungszins 1,90** 1,83*
Gehaltstrend *** 2,50 2,50
Rententrend *** 2,00 2,00
Rententrend der Sozialversicherung 2,50 2,00

* Zinssatz zum 31.10.2023, weiterentwickelt bis 31.12.2023

** Zinssatz zum 31.10.2024, weiterentwickelt bis 31.12.2024

*** Inflationsbedingt wurde für die Jahre 2025/2026 ein Gehaltstrend von 4,50 % und ein Rententrend von 4,00 % berücksichtigt.

Zudem wurden altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten berücksichtigt.

Die Bewertung des Deckungsvermögens entspricht bei der Pensionsrentenversicherung und der Rückdeckungsversicherung für Ansprüche aus Entgeltumwandlung der Höhe der Deckungsrückstellung bei der SVL. Anstelle der Ansprüche aus der Pensionskasse sind Ansprüche aus Rentendirektversicherungen bei der SVL getreten. Diese werden ebenfalls mit dem Deckungskapital angesetzt.

Die Zinserträge und die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Für die Ermittlung dieser Erträge wurden folgende versicherungsmathematischen Annahmen verwendet:

31.12.2024 31.12.2023
in % in %
Pensionsrentenversicherung 4,00 4,00
Rückdeckungsversicherung - Entgeltumwandlung 2,07 2,21

In der Bilanzposition Sonstige Rückstellungen werden Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen, Jubiläumsaufwendungen und Beihilfe Zuwendungen erfasst.

Die Bewertung der Rückstellungen für zu erwartende Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen erfolgt nach dem Barwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Es wurden ein ermittelter Rechnungszins i. H. v. 1,97 % (7-Jahresdurchschnittszinssatz) und ein Gehaltstrend von 2,50 % verwendet. Die Bewertung erfolgt gemäß der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen und für Anwartschaften auf Beihilfe erfolgt nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) Unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Bei der Rückstellung für Beihilfe Zuwendungen wird für Rentner der versicherungsmathematische Barwert der laufenden Leistungen angesetzt.

Des Weiteren wurde bei der Rückstellung für Jubiläumsaufwendungen und der Rückstellung für Beihilfezuwendungen ein ermittelteer Rechnungszins i. H. v. 1,97 % (7- Jahresdurchschnittszinssatz)) und die Fluktuationswahrscheinlichkeit wie bei der Pensionsrückstellung angesetzt. Bei der Rückstellung für Beihilfezuwendungen wurde ein Kostentrend für die medizinische Versorgung i. H. v. 5,0 % (Vj. 5,0 %) eingerechnet.

Die anderen Sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet und bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Als Kostensteigerung wird bei den Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen und den Datenzugriff der Finanzverwaltung eine Inflationsrate von 2,0 % berücksichtigt.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Outsourcing- und Wartungsverträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen bis zum Jahr 2029 i. H. v. 20.058 Tsd. Euro sowie für Verpflichtungen aus Immobilienmietverträgen i. H. v. 10.614 Tsd. Euro, davon 9.353 Tsd. Euro gegenüber verbundenen Unternehmen.

Nach unserem aktuellen Kenntnisstand gehen wir auch für die Zukunft davon aus, dass das Risiko der Inanspruchnahme aus den aufgeführten finanziellen Verpflichtungen zu keinem zusätzlichen Aufwand für die Gesellschaft führen wird.

Zum 31. Dezember 2020 wurde ein Teil der Versorgungsverpflichtungen der SV Informatik auf die SVP übertragen. Die SVP übernimmt die zum VUbertragungsstichtag erdienten Versorgungsanwartschaften sowie die den Versorgungsberechtigten zum Ubertragungsstichtag zustehenden Ansprüche auf bereits laufende Leistungen (Past-Service), die zukünftig noch zu erdienenden Anwartschaften (Future Service) verbleiben bei der SV Informatik.

Die SV Informatik als Trägerunternehmen bleibt jedoch nach den gesetzlichen Bestimmungen für die Erfüllung der von ihr zugesagten Leistungen einstandspflichtig (§ 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG). Der Barwert der ausgelagerten Versorgungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2024 58.625 Tsd. Euro (Vj. 59.017 Tsd. Euro).

Unterschreitet das bei der SVP vorhandene Versorgungsvermögen die Mindestdeckungsrückstellung, kommt es zu einer Unterdeckung, die eine Nachschussverpflichtung des Trägerunternehmens auslöst.

Weitere finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse zum Stichtag bestehen nicht.

Angaben zur Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB

Stand Zugang Abgang Stand
31.12.2023 31.12.2024
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Immaterielle Vermögensgegenstände
Anschaffungskosten 42.621 1.307 4.608 39.320
Kumulierte Abschreibungen 35.566 3.004 4.584 33.986
Buchwerte 7.055 5.334
Sachanlagen
Anschaffungskosten 39.712 2.342 4.142 37.912
Kumulierte Abschreibungen 31.950 3.961 4.139 31.772
Buchwerte 7.762 6.140
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Anschaffungskosten 500 0 0 500
Kumulierte Zuschreibungen 3 0 0 3
Kumulierte Abschreibungen 258 3 0 261
Buchwerte 245 242
Beteiligungen
Anschaffungskosten 1.886 0 286 1.600
Kumulierte Abschreibungen 0 0 0 0
Buchwerte 1.886 1.600
Wertpapiere des Anlagevermögens
Anschaffungskosten 12.351 1 2.050 10.302
Kumulierte Abschreibungen 0 0 0 0
Buchwerte 12.351 10.302
Sonstige Ausleihungen
Anschaffungskosten 64 0 0 64
Kumulierte Abschreibungen 0 0 0 0
Buchwerte 64 64

Bei den Immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software.

In den Anteilen an verbundenen Unternehmen ist die Beteiligung an der InsurSolutions GmbH ausgewiesen.

Bei der Beteiligung handelt es sich um die S-VM GmbH.

Angaben für zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente gemäß 8 285 Nr. 18 HGB (unterlassene Abschreibungen)

Buchwert Zeitwert Reserven
Tsd. € Tsd. € Tsd. €
III. Finanzanlagen
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 7.131 6.249 -882

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden Abschreibungen aufgrund von nicht andauernden Wertminderungen i. H. v. 882 Tsd. Euro gem. § 285 Nr. 18 HGB unterlassen.

Verbundene Unternehmen / Beteiligungen (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB)

Eigenkapital
Anteil Geschäftsjahr Jahresergebnis
in % Tsd. € Tsd. €
Anteile an verbundenen Unternehmen InsurSolutions GmbH, Stuttgart 100,00 2023 242 -3
Beteiligungen S-VM Sparkassen-Versicherungsmanager GmbH, Stuttgart 20,00 2023 9.461 33

1 Eigenkapital gemäß Ausweis auf der Passivseite der Bilanz

Auf die Anteile an verbundenen Unternehmen wurde im Geschäftsjahr keine weitere Zuschreibung (Vj. 3 Tsd. Euro) nach § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Mit Wirkung zum 1. September 2018 trat die SV Informatik dem bestehenden Cash-Pool-Vertrag der SVH, SVL und SVG bei. Aufgrund des Cash-Poolings weist die SV Informatik zum 31. Dezember 2024 keine liquiden Mittel aus. Stattdessen besteht eine Forderung gegen die Gesellschafterin SVHals verbundenes Unternehmen i. H. 22.102 Tsd. Euro.

Stammkapital

Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr 640 Tsd. Euro und befindet sich zu L00 % im Eigentum der SVH.

Kapitalrücklage

Der Stand der Kapitalrücklage beträgt zum Vorjahr unverändert 1.724 Tsd. Euro.

Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen sind durch eine Einstellung aus dem Vorjahresergebnis um 2.000 Tsd. Euro auf 19.886 Tsd. Euro angestiegen (Vj. 17.886 Tsd. Euro).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Buchwert Anschaffungs- Buchwert Anschaffungs-
kosten kosten
31.12.2024 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2023
Tsd. € Tsd. € Tsd. € Tsd. €
Erfüllungsbetrag aus erdienten Ansprüchen 48.686 48.565
Verrechnungsfähiges Deckungsvermögen 11.544 11.544 10.868 10.868
davon aus Versicherungsverträgen 11.544 11.544 10.868 10.868
Saldierter Ausweis in der Bilanz 37.142 37.697

* Zeitwert

2024 2023
Tsd. € Tsd. €
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 364 537
Veränderung des Deckungsvermögens -413 1.893
Saldierter Ausweis im Finanzergebnis -49 2.430

Sonstige Rückstellungen

Bilanzwert zum Bilanzwert zum
31.12.2024 31.12.2023
Tsd. € Tsd. €
Lieferung und Leistung 2.711 2.544
Erfolgsbeteiligung und Tantieme 2.593 2.050
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben 2.065 2.002
Altersteilzeit 1.248 2.019
Jubiläumsaufwendungen 796 846
Beihilfe 700 648
Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses 79 84
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 52 53
Sonstige 559 394

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr gibt es keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2024 2023
Tsd. € Tsd. €
Dienstleistungen für verbundene Unternehmen 123.382 127.387
davon Dienstleistungen für Gesellschafter 99.910 102.007
Dienstleistungen für sonstige Unternehmen 15.269 14.036
Gesamt 138.652 141.423

Sonstige betriebliche Erträge

Enthalten sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Vorjahresrückstellungen i. H. v. 496 Tsd. Euro (Vj. 691 Tsd. Euro) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. 0 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen i. H. v. 6 Tsd. Euro (Vj. 4 Tsd. Euro) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. 3 Tsd. Euro (Vj. 1 Tsd. Euro) enthalten.

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 und 6 HGB

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben sich im Geschäftsjahr nicht ergeben. Bei den Finanzanlagen wurde im Geschäftsjahr auf die Anteile an verbundenen Unternehmen eine außerplanmäßigen Abschreibungen i. H.v. 3 Tsd. Euro (Vj. 0 Tsd. Euro) nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr ergab sich ein Steueraufwand i. H. v. 0 Tsd. Euro (Vj. 1.495 Tsd. Euro).

Der Steuerertrag für Vorjahre beträgt 2.158 Tsd. Euro (Vj. 745 Tsd. Euro). Dies resultiert aus einer Anwendung des Verlustabzugs nach § 10d EstG für das Veranlagungsjahr 2023 sowie der Auflösung von Steuerrückstellungen für Vorjahre.

Auf die Bilanzierung von latenten Steuern wurde verzichtet, da die zwischen Handels- und Steuerbilanz bestehenden Differenzen insgesamt zu einem Überhang an aktiven latenten Steuern führen. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 30,9 % verwendet. Bei den Positionen Finanzanlagen, Forderungen, Sonstige Vermögensgegenstände und Betrag nach 8 4e EStG sowie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und Sonstige Rückstellungen bestehen Abweichungen, die zu aktiven latenten Steuern führen. Die größte Abweichung besteht beim Betrag nach § 4e EstG (Übertragung der Pensionsrückstellungen auf die SVP) aufgrund der gleichmäßigen Verteilung des Betrages auf zehn Wirtschaftsjahre.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Sonstige Angaben

Angaben zu Mitarbeitern

Im Laufe des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 491 Mitarbeiter und 36 Auszubildende im Innendienst angestellt. Darüber hinaus waren im Rahmen der Dienstleistungsüberlassung durchschnittlich 2 Beamte und Angestellte der Länder Baden-Württemberg und Hessen im Innendienst beschäftigt.

Angaben zu früheren Mitgliedern der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder der Geschäftsführung betrugen 204 Tsd. Euro (Vj. 198 Tsd. Euro). Für die früheren Mitglieder der Geschäftsführung bestehen nach Auslagerung eines Teils der Versorgungsverpflichtungen noch Pensionsrückstellungen i. H. v. 5.340 Tsd. Euro (Vj. 5.455 Tsd. Euro).

Geschäftsführung

Herr Frank Luley ist alleiniger Geschäftsführer der SV Informatik. Veränderungen in der Geschäftsführung ergaben sich im Geschäftsjahr nicht.

Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sowie Angaben zur Befreiung von der Aufstellung eines Konzernabschlusses

Die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers gemäß 8 285 Nr. 17 HGB erfolgt im Anhang des Konzernabschlusses der SVH.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den HGB-Konzernabschluss der SVH mit Sitz in Stuttgart einbezogen, der im Unternehmensregister (HRB 16367) veröffentlicht wird. Die Gesellschaft ist somit gemäß § 291 HGB von der Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses und eines Teilkonzernlageberichts befreit.

Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung

Bei den Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird vom Wahlrecht gemäß 8 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt, die für die Beurteilung der Finanzlage wesentlich sind.

Angaben zu Steueraufwand / -ertrag nach Mindeststeuergesetz (Pillar2)

Die Gesellschaft ist Geschäftseinheit der Unternehmensgruppe des SV Konzerns. Oberste Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe ist die SVH. Zum Stichtag 31. Dezember 2024 werden für die Gesellschaft keine wesentlichen Auswirkungen erwartet, da die Pillar 2- Erleichterungsvorschriften (sog. Save-Harbour-Regeln) Anwendung finden.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn i. H. v. 4.478.482,18 Euro, bestehend aus dem Jahresüberschuss i. H. v. 3.341.707,63 Euro sowie einem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i. H. v. 1.136.774,55 Euro wie folgt Zu verwenden: Auschüttung an die SVHi. H. v. 4.400.000,00 Euro und Vortrag auf neue Rechnung i. H. v. 78.482,18 Euro.

 

Mannheim, den 31. Januar 2025

SV Informatik GmbH

Luley

Die Gesellschafterversammlung hat am 21.03.2025 folgenden Beschluss gefasst:

Der Bilanzgewinn i. H. v. 4.478.482,18 Euro, bestehend aus dem Jahresüberschuss i. H. v. 3.341.707,63 Euro sowie einem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr i. H. v. 1.136.774,55 Euro, wird i. H. v. 4.400.000,00 Euro an den Gesellschafter SVH ausgeschüttet und 78.482,18 Euro werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SV Informatik GmbH, Mannheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SV Informatik GmbH, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SV Informatik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist.

die im Lagebericht enthaltenen und als ungeprüft gekennzeichneten Angaben.

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

Wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften Zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtrümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammen hängenden Angaben.

Ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie Zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches Unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 13. März 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schenke
Wirtschaftsprüfer
gez. Mayer
Wirtschaftsprüferin

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    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
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claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for SV Informatik GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: d3f2f302a97d8ba25fb0bbde570cc1a5",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
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