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ARRK Engineering GmbH

München ·HRB 143242 München
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Overview

Legal form
GmbH
Address
Frankfurter Ring 160
80807 München
Commercial register
HRB 143242, München
Registration date
March 8, 2002
Industry
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Ingenieurbüros für Tragwerksplanung
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Registered capital
96,100.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Purpose
Ingenieurdienstleistungen, Beteiligung an ähnlichen Betrieben, sowie Import, Vertrieb und Handel mit Waren aller Art; weiterhin gewerbsmäßige Arbeitnehmerberlassung im Sinne des Gesetzes zur Regelung der Arbeitnehmerüberlassung.

Financials

Revenue 2026
139,79 Mio. €
Employees 2026
1.102
Total assets 2026
32,61 Mio. €
Net income 2026
−5,17 Mio. €
Annual accounts · –
19 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

Annual accounts · –
2026
Assets 32,61 Mio
  • Current Assets 81,6 % 26,62 Mio
  • Fixed Assets 14,1 % 4,61 Mio
  • Deferred Tax Assets 2,9 % 953,4 k
  • Prepaid Expenses 1,3 % 425,3 k
  • Active Balancing Item from Asset Offset 0,0 % 7,7 k
Liabilities and Equity 32,61 Mio
  • Liabilities 44,7 % 14,58 Mio
  • Equity 26,3 % 8,56 Mio
  • Provisions 24,8 % 8,09 Mio
  • Accrued Expenses 4,2 % 1,38 Mio
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Balance sheet data available for 19 earlier fiscal years.

Profit & loss

Annual accounts · –
2026
Income 147,27 Mio
  • Revenue 94,9 % 139,79 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 4,4 % −6,54 Mio
  • Other operating income 0,6 % 938,1 k
  • Other interest and similar income 0,0 % 0
Expenses 139,36 Mio
  • Personnel expenses 60,9 % −84,85 Mio
  • Material expenses 21,0 % −29,23 Mio
  • Other operating expenses 15,9 % −22,12 Mio
  • Depreciation 1,5 % −2,03 Mio
  • Income and profit taxes 0,6 % −797,9 k
  • Interest and similar expenses 0,2 % −311,3 k
  • Other taxes 0,0 % −13,3 k
  • Result after taxes −5,15 Mio
  • Annual net profit/loss −5,17 Mio
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P&L data available for 14 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Thomas Hans Dr. Schneider since 2024 Managing Director
  • Ellen Ursula Gathmann since 2026 Procura
  • Florian Gerber since 2026 Procura
  • Patrick Schianchi since 2026 Procura
12 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

  • ARRK CORPORATION JPN - Legal Affairs Bureau, Gesellschaftsnum- mer 1200-01-125197 - 98.8 % 95k €
  • ARRK Engineering GmbH DEU Amtsgericht München, HRB 143242 1.2 % 1k €

Ultimate beneficial owners (UBOs)

The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.

Holds shares in

History

  1. 2026
  2. 12.08.
    Member entry
    Ellen Ursula Gathmann · Procura
  3. 12.08.
    Exit of position
    Daniel Gerauer · Managing Director
  4. 12.08.
    Member entry
    Florian Gerber · Procura
  5. 12.08.
    Member entry
    Patrick Schianchi · Procura
  6. 2025
  7. 16.04.
    Exit of position
    Stefan Dr. Dömök · Managing Director
  8. 2024
  9. 16.04.
    Member entry
    Thomas Hans Dr. Schneider · Managing Director
  10. 16.04.
    Exit of position
    Thomas Hans Dr. Schneider · Procura
  11. 16.04.
    Member entry
    D***** G****** · Managing Director
42 more events including all details Get API key →

Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2026 Jahresabschluss Audited by EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated June 26, 2026 Published Via the API
2025 Jahresabschluss Audited by EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated April 30, 2026 Published Read full text
2024 Jahresabschluss Audited by EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated March 10, 2025 Published Via the API
2023 Jahresabschluss Audited by Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated June 27, 2023 Published Via the API
2022 Jahresabschluss Audited by Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · auditor’s report dated December 16, 2022 Published Via the API
2025 Jahresabschluss Full text

ARRK Engineering GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2024 bis zum 31.03.2025

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ARRK Engineering GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ARRK Engineering GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARRK Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 geprüft. Die in Abschnitt 3 des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2025 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 und

•

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

•

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

•

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

•

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben;

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

•

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 30. April 2026

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Baur, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2025

AKTIVA

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31.03.2025 31.03.2024
€ €
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 80.050,31 315.990,75
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 266.421,12 184.838,76
346.471,43 500.829,51
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 247.683,63 331.140,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.008.086,02 1.075.850,31
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.135.556,52 4.032.172,63
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.517,81 0,00
4.827.843,98 5.439.163,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 320.156,09 319.997,80
5.494.471,50 6.259.991,09
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 99.482,93 179.356,50
2. Unfertige Leistungen 17.066.347,85 14.605.791,48
17.165.830,78 14.785.147,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.390.330,38 9.106.312,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.122.232,61 944.121,58
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.584.727,46 873.304,53
12.097.290,45 10.923.738,72
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.533.262,07 8.062.491,96
33.796.383,30 33.771.378,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 753.131,14 1.065.966,13
D. Aktive latente Steuern 1.899.470,79 358.076,13
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 8.487,35 2.609,56
41.951.944,08 41.458.021,57

PASSIVA

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31.03.2025 31.03.2024
€ €
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 96.100,00 96.100,00
2. Abzüglich Nennbetrag eigener Anteile -1.200,00 -1.200,00
94.900,00 94.900,00
II. Kapitalrücklage 12.250.000,00 12.250.000,00
III. Gewinnvortrag 5.140.066,44 2.508.397,24
IV. Jahresfehlbetrag /-überschuss -3.755.695,93 2.631.669,20
13.729.270,51 17.484.966,44
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 1.505.329,87
2. Sonstige Rückstellungen 12.088.449,87 8.496.823,98
12.088.449,87 10.002.153,85
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 7.546.374,59 8.214.806,88
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 754.698,04 1.031.758,53
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.037.368,09 1.743.554,09
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.298.974,14 2.648.269,38
- davon aus Steuern: € 1.262.620,69 (Vorjahr: T€ 2.589)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0 (Vorjahr: € 0)
14.637.414,86 13.638.388,88
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.496.808,84 332.512,40
41.951.944,08 41.458.021,57

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis 31. März 2025

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2024/25 2023/24
€ €
1. Umsatzerlöse 147.716.669,63 152.015.722,98
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Leistungen 2.460.556,37 2.001.416,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.009.951,28 2.059.397,94
152.187.177,28 156.076.536,92
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -1.826.102,98 -2.357.074,97
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -27.008.570,47 -27.528.216,89
-28.834.673,45 -29.885.291,86
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -84.818.894,40 -83.377.037,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung -16.819.694,40 -15.874.420,49
- davon für Altersvorsorgeng: € 313.392,60 (Vorjahr: T€ 296)
-101.638.588,80 -99.251.457,95
6. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.466.893,92 -2.046.217,02
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -24.668.682,16 -21.262.610,50
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13,00 566,70
- davon aus Abzinsung: € 13,00 (Vorjahr T€ 0)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -367.464,22 -12.851,93
- davon an verbundene Unternehmen: € 345.933,22 (Vorjahr T€ 10)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.050.581,34 -983.924,34
- davon aus Veränderung bilanzierter latenter Steuern: € 1.541.394,66 (Vorjahr T€ 119)
11. Ergebnis nach Steuern -3.738.530,93 2.634.750,02
12. Sonstige Steuern -17.165,00 -3.080,82
13. Jahresfehlbetrag /-überschuss -3.755.695,93 2.631.669,20

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025

I. Sitz der Gesellschaft

Die ARRK Engineering GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister B beim Amtsgericht München unter der Nummer 143242.

II. Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften

Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff ., 264 ff. HGB) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Aufgrund der aufgestellten positiven Fortbestehensprognose wurde der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024/25 nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung aufgestellt. Ergänzend wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die erforderlichen Vermerke zu einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, soweit nicht bereits dort erfolgt, sind nachstehend aufgeführt.

III. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses

Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

IV. Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden in Höhe der tatsächlichen Herstellungskosten (Vollkosten) aktiviert. Die Abschreibung erfolgt nicht linear über die Nutzungsdauer, sondern abhängig von der Absatzmenge des Endprodukts in Form eines festen Abschreibungssatzes pro verkauftem Exemplar. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten, und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (Mietereinbauten 3 bis 13 Jahre, Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre, Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre) bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von mehr als EUR 250 bis EUR 800 werden auf die Nutzungsdauer des Anlagegutes abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten bis zu EUR 250 werden als Sofortaufwand gebucht.

Die Abschreibungen auf Zugänge der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei dauerhafter Wertminderung auf einen niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten, die Kosten der allgemeinen Verwaltung und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Einzelrisiken werden bei Bedarf durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Der Ansatz des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennbetrag.

Der Ermittlung der latenten Steuern liegt das bilanzorientierte Temporary Konzept zugrunde (§ 274 Abs. 1 HGB). Neben den latenten Steuern aus zeitlichen Differenzen wurden auch aktive latente Steuern auf Verlustvorträge ermittelt, die innerhalb der nächsten fünf Jahre voraussichtlich zu einer Steuerentlastung führen. Die Berechnung erfolgte mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,91%. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. Das Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern zu bilanzieren, wird in Anspruch genommen.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit Ausgaben im Geschäftsjahr Aufwand künftiger Geschäftsjahre darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bewertet.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Künftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Bestimmung des Erfüllungsbetrages berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt und von der Deutschen Bundesbank ermittelt wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden während des Jahres mit dem Tagesmittelkurs zum Zeitpunkt der Ersteinbuchung bewertet. Am Abschlussstichtag werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Langfristige Vermögensgegenstände und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagkurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (bei Aktivposten) oder höher lagen (bei Passivposten). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst.

V. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens und die Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahrs sind in der Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Anteilsbesitz der ARRK Engineering GmbH

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Eigenkapital zum 31.12.2024 Anteil am Eigenkapital in % Jahresergebnis 01.01.2024- 31.12.2024
Name und Sitz der Gesellschaft
ARRK Research & Development S.r.l., Cluj, Rumänien RON 12,897k 100,0 RON 1.252k
ARRK Engineering (Shanghai), Co., Ltd, China CNY 9.724k 100,0 CNY 2.505k

Wechselkurs zum 31.12.2024 (lt. Deutsche Bundesbank Wechselkursstatistik 07.01.2025): 1 EUR =4,9743 RON/ 1 EUR =7,5833 CNY.

Der Anteilsbesitz dient der Herstellung einer dauernden Verbindung.

Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich im Berichtszeitraum um TEUR 766 auf TEUR 5.494 reduziert. Im Anlagenvermögen enthalten ist die Aktivierung von Eigenleistung mit fortgeführten Herstellungskosten in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 316) für die Entwicklung unserer Apix Converter, in der Bilanz getrennt ausgewiesen unter „Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte“. Die Gesamtausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.747 (Vorjahr: TEUR 2.093).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.390 (Vorjahr: TEUR 9.106) sind leicht gesunken zum Vorjahr und ausschließlich kurzfristiger Natur. Einzelrisiken wurden in Form einer Wertberichtigung in Höhe TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 98) berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen wurde nicht gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.122 (Vorjahr: TEUR 944) und sind, wie im Vorjahr, kurzfristig. Dabei betreffen TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 20) Forderungen gegen die direkte Gesellschafterin ARRK Corporation, Osaka, Japan (Vorjahr: ARRK Product Development Group Limited, Gloucester, England) und weitere TEUR 189 gegen das oberste Mutterunternehmen Mitsui Chemical, Inc., Tokyo, Japan.

Die sonstigen Vermögensgegenstände weisen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 167) aus. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

3. Aktive latente Steuer

Die bilanzierten aktiven latenten Steuern TEUR 1.900 (Vorjahr: TEUR 358) entfallen in Höhe von TEUR 1.685 (Vorjahr: TEUR 358) auf temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Bewertung und Ansatz von personalbezogenen Rückstellungen sowie dem steuerlichen Ansatzverbot passiver Abgrenzungen für mietfreie Bürozeiten. Im aktuellen Geschäftsjahr liegen weiterhin aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 215 auf steuerliche Verlustvorträge (Vorjahr: TEUR 0) vor.

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich Rückstellungen für Ertragsteuern.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für:

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31.03.2025 31.03.2024
in TEUR in TEUR
Überstunden 1.430 1.544
Nicht genommenen Urlaub 2.779 2.739
Gehaltszahlungen 1.223 1.133
Personalabbau 3.800 0
Ausstehende Rechnungen 1.712 1.792
Berufsgenossenschaftsbeiträge 0 291
Übrige 1.144 998
12.088 8.497

Die Rückstellungen für Personalabbau beinhalten die erwarteten Aufwendungen für Abfindungszahlungen sowie Freistellung in Höhe von TEUR 3.800. Die Umsetzung und Abschluss der Maßnahme ist für das nächste Geschäftsjahr geplant. Die Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.

Rückstellungen für Altersteilzeit:

Zur Absicherung von Altersteilzeitansprüchen von Mitarbeitern wurden Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 952 (Anschaffungskosten) in Form eines Wertpapierfonds erworben, deren Zeitwert anhand von Börsenkursen ermittelt wurde und am 31.03.2025 TEUR 960 betrug. Diese dienen ausschließlich der Erfüllung des Altersteilzeitanspruchs, sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen und wurden deshalb gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen in Höhe von TEUR 952 zum 31.03.2025 verrechnet. Der übersteigende Betrag von TEUR 8 ist nach § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB unter dem gesonderten Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ zu aktivieren. Die unwesentlichen Aufwendungen aus der Abzinsung wurden mit den unwesentlichen Zinserträgen in gleicher Höhe verrechnet.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten weisen, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr auf.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.037(Vorjahr: TEUR 1.744) betreffen im Wesentlichen ein Darlehen gegenüber der direkten Gesellschafterin ARRK Corporation, Osaka, Japan in Höhe von TEUR 3.388 (Vorjahr: TEUR 42) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 1.649 (Vorjahr: TEUR 1.702).

6. Eigenkapital

Das frei verfügbare Eigenkapital von TEUR 13.634 unterliegt einer Ausschüttungssperre in Höhe der aktivierten latenten Steuern von TEUR 1.899 sowie der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 80.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden zu 91,1% (TEUR 135.049) im Inland, zu 1,7% (TEUR 2.586) im restlichen EU-Gemeinschaftsgebiet und zu 6,8% (TEUR 10.081) im Nicht-EU-Ausland (insb. Nordamerika und Asien) erzielt.

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Gesamtumsatz nach Geschäftsbereichen 2024/2025 Umsatz 2023/2024 Umsatz
in TEUR in % in TEUR in %
Thermal Management 9.126,20 6,18% 10.989,18 7,23%
Passive Safety 15.760,72 10,67% 18.836,23 12,39%
Material, Sustainability, Cockpit Electronics & Testing 10.818,70 7,32% 11.358,26 7,47%
Electronics & Software 13.365,30 9,05% 21.608,95 14,21%
Body, High Voltage Battery, Interior & Exterior 18.674,33 12,64% 17.511,81 11,52%
ADAS 45.269,88 30,65% 39.415,51 25,93%
CAE, Chassis and Acoustic 10.427,68 7,06% 13.776,34 9,06%
Powertrain 12.236,62 8,28% 18.498,52 12,17%
Digitalization & Software 12.027,26 8,14% - -
Sonstige 9,99 0,01% 20,92 0,01%
Summe 147.716,68 100,00% 152.015,72 100,00%

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

Erträge aus der Weiterverrechnung von Aufwendungen innerhalb der ARRK-Gruppe in Höhe von TEUR 1.304 (Vorjahr: TEUR 1.374), Erträge aus der Auflösung der Rückstellung in Höhe von TEUR 291 für Nachzahlung der Sozialversicherugs- und Steueranteile von nicht erhaltenen, aber ausgezahlten Kurzarbeitergeldzuschüssen, Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 0), Erträge aus Versicherungsentschädigung in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 650), periodenfremde Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 24), Erträge aus staatlichen Fördergeldern aufgrund der Durchführung von geförderten Projekten in Höhe von TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 11).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Miete, Strom und Gas in Höhe von TEUR 6.002 (Vorjahr: TEUR 5.831), für Abfindungszahlungen und Freistellung in Höhe von TEUR 3.800 (Vorjahr: TEUR 0), für EDV in Höhe von TEUR 3.644 (Vorjahr: TEUR 3.618), für sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 2.231 (Vorjahr: TEUR 2.704), für Fremdleistungen in Höhe von TEUR 2.298 (Vorjahr: TEUR 2.363), für Fahrzeuge in Höhe von TEUR 1.776 (Vorjahr: TEUR 1.843), für Dienstreisen in Höhe von TEUR 917 (Vorjahr: TEUR 1.145) sowie für Reparaturen und Instandhaltung in Höhe von TEUR 1.454 (Vorjahr: TEUR 1.292).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 271).

4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.541 (Vorjahr: TEUR 120) sowie Erträge aus der Auflösung Rückstellung für Betriebsprüfung aus Vorjahren in Höhe von TEUR 349. Insgesamt ergibt sich ein Ertrag von TEUR 2.051 (Vorjahr: TEUR 984).

VII. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Zur Verbesserung der laufenden Liquidität verkauft die Gesellschaft seit diesem Geschäftsjahr Forderungen an ein Kreditinstitut im Rahmen eines Factoring Vertrags. Mit dem Forderungsverkauf sind keine wesentlichen Risiken verbunden, da das Ausfallrisiko auf den Factor übergegangen ist. Das Factoring trägt zur Verbesserung der Liquiditätsplanung und zur Stärkung der Finanzierungsstruktur bei. Zum Abschlussstichtag waren keine Forderungen an den Factor übertragen.

Darüber hinaus bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. März 2025

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bis zu 1 Jahr >1 bis 5 Jahre >5 Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Mietverpflichtungen/Leasingverpflichtungen 4.061 9.871 1.193 15.125
KFZ-Leasing 514 405 - 919
EDV-Leasing 249 913 - 1.162
Gesamtsummen 4.824 11.189 1.193 17.206

Der Abschluss von Miet- und Leasingverträgen führt zu einer Verringerung der Kapitalbindung und belässt das Investitionsrisiko beim Vermieter bzw. Leasinggeber.

2. Angaben zu den Arbeitnehmern

Unsere Gesellschaft hat im abgelaufenen Jahr durchschnittlich 1.211 (Vorjahr: 1.206) fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr waren unsere Mitarbeiter in folgenden Anstellungsverhältnissen eingesetzt:

Mitarbeiter nach Anstellungsverhältnis

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Vollzeit 1.121
Teilzeit 90
Summe Festangestellte 1.211

Unsere fest angestellten Mitarbeiter teilen sich nach Geschlecht folgend auf:

Festangestellte nach Geschlecht

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Männlich 963
Weiblich 248
Zusammen 1.211

3. Angaben zu den Gesellschaftsorganen

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

•

Dr. Stefan Dömök, Dipl .- Ingenieur, CEO, München, Deutschland (Austritt zum 01. April 2025)

•

Daniel Gerauer, CFO, München, Deutschland (seit 15. April 2024)

•

Dr. Thomas Schneider, CEO/COO, Unterschleißheim, Deutschland (seit 15. April 2024; Übernahme CEO Verantwortung seit 01. April 2025)

Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4. Konzernverhältnisse

Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die ARRK Corporation Japan, 11F, Tatsuno Minami Hommachi Building, 2-2-9 Minami Hommachi, Chuo-Ku, Osaka-Shi, Osaka 541-0054.

Die ARRK Engineering GmbH ist in den Konzernabschluss der Mitsui Chemicals, Inc ., Tokyo, Japan, einbezogen. Diese Gesellschaft stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf. Ihre Corporate Number ( 法 人 番 号 , Hojin Bango) lautet 8010001126210. Der Konzernabschluss kann unter der Anschrift Tokyo Midtown Yaesu, Yaesu Central Tower, 2-2-1 Yaesu, Chuo-ku, Tokyo 104-0028, Japan eingesehen oder angefordert werden.

Die Gesellschaft ist nach § 290 Abs. 5 HGB von der Pflicht befreit, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, da es zwei Tochterunternehmen hat, die gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen werden müssen.

5. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Im Geschäftsjahr sind folgende Honorare der Firma EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwendungen erfasst:

Die Gesamtaufwendungen betrugen für das Berichtsjahr von TEUR 129. Sämtliche Aufwendungen bezogen sich auf die Abschlussprüfung.

6. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2024/2025 sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten:

Gründung einer Niederlassung in Spanien:

Im Dezember 2025 wurde eine neue Niederlassung der ARRK Engineering GmbH in Spanien gegründet. Ziel der Standorterweiterung ist der Zugang zu einem Arbeitsmarkt mit einer hohen Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte sowie eine wettbewerbsfähigere Kostenstruktur aufgrund eines insgesamt niedrigeren Gehaltsniveaus.

Die Niederlassung unterstützt die strategische Stärkung der internationalen Kapazitäten und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Umsetzung des Restrukturierungsplans:

Der im Vorjahr im Zusammenhang mit der Bildung der Restrukturierungsrückstellung geplante Personalabbau wurde nach dem Bilanzstichtag vollständig umgesetzt, ca. 75 Mitarbeiter haben in diesem Zusammenhang das Unternehmen verlassen.

Jedoch hat sich im Laufe des Geschäftsjahres 2025/26 die Situation nochmal verschlechtert. Neue Ausschreibungen konnten nur mit erheblich geringerem Anteil deutscher Mitarbeiter gewonnen werden. Unter Einbeziehung der natürlichen Fluktuation verzeichnete die Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres einen zusätzlichen Abgang von rund 275 Mitarbeiter/innen (davon 200 im Rahmen weiterer Restrukturierungsmaßnahmen). Die zusätzlichen Kosten hierfür betragen in etwa EUR 3,5 Millionen.

7. Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2024/2025 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 3.756 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr (TEUR 5.140) zu verrechnen und den verbleibenden Gewinn von TEUR 1.384 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

München, den 27.04.2026

Daniel Gerauer, Geschäftsführer

Dr. Thomas Schneider, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024/ 2025

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Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.04.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2025
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 414.378,04 0,00 0,00 414.378,04
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 930.339,48 266.965,30 0,00 1.197.304,78
1.344.717,52 266.965,30 0,00 1.611.682,82
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.982.359,43 53.980,82 0,00 2.036.340,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.455.890,60 453.437,98 511.444,59 5.397.883,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.811.081,87 673.848,27 28.315,35 11.456.614,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 436.517,81 0,00 436.517,81
18.249.331,90 1.617.784,88 539.759,94 19.327.356,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 319.997,80 158,29 0,00 320.156,09
319.997,80 158,29 0,00 320.156,09
19.914.047,22 1.884.908,47 539.759,94 21.259.195,75
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Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.04.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2025
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 98.387,29 235.940,44 0,00 334.327,73
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 745.500,72 185.382,94 0,00 930.883,66
843.888,01 421.323,38 0,00 1.265.211,39
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 1.651.218,59 137.438,03 0,00 1.788.656,62
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.380.040,29 337.671,13 327.913,45 4.389.797,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.778.909,24 1.570.461,38 28.312,35 8.321.058,27
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
12.810.168,12 2.045.570,54 356.225,80 14.499.512,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
13.654.056,13 2.466.893,92 356.225,80 15.764.724,25
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Nettobuchwerte
Stand am 31.03.2025 Vorjahr
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 80.050,31 316
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen und Lizenzen 266.421,12 185
346.471,43 501
II. Sachanlagen
1. Mietereinbauten 247.683,63 331
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.008.086,02 1.076
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.135.556,52 4.032
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 436.517,81 0
4.827.843,98 5.439
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 320.156,09 320
320.156,09 320
5.494.471,50 6.260

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2024 bis zum 31. März 2025

1. Geschäftstätigkeit und organisatorische Struktur

Die ARRK Engineering GmbH ist ein Entwicklungsdienstleistungsunternehmen mit am Bilanzstichtag 1.189 Mitarbeiter/innen an fünf Standorten in Deutschland. Der Großteil der Dienstleistungen wird für deutsche Premium-Automobilhersteller erbracht. Ein weiteres wichtiges Standbein sind internationale Start-Up Unternehmen im Bereich E-Fahrzeuge.

Die ARRK Engineering GmbH hat folgende Kompetenzen entwickelt, die sie Ihren Kunden anbietet und in den dort gewonnenen Entwicklungsprojekten anwendet:

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MODULE Karosserie Hochvoltspeicher Antrieb Fahrwerk Interior & Exterior Optische Systeme
QUERSCHNITTSTHEMEN Elektronik & Software CAE Material Akustik Composite Digitalisierung & Software
GESAMTFAHRZEUG-SYSTEME Automatisiertes Fahren Passive Sicherheit Thermo-management
NACHHALTIGE TRANSFORMATION Nachhaltigkeits-management

Die Gesellschaft ist Teil der weltweit tätigen ARRK Gruppe (Konzern der ARRK Corporation, Osaka, Japan). Die bestehenden Verbindungen und Kundenkontakte der ARRK Gruppe, insbesondere in Japan und China, können erfolgreich genutzt werden. Zudem ergänzen sich die Unternehmen der ARRK Gruppe in ihren Angebotsportfolios und damit können verschiedene Leistungen im Produktentwicklungszyklus angeboten werden. So konnte die ARRK Engineering GmbH im Berichtsjahr auch Kundenprojekte mit Schwesterunternehmen zusammen abwickeln, bei denen Teilleistungen der Entwicklung, des Engineerings und des Prototypenbaus integriert erbracht wurden.

Seit 2018 ist die ARRK Gruppe Teil der Mitsui Chemicals Group, Japan, einem weltweit agierenden Konzern, der unter anderem Materialien für die Automobilindustrie entwickelt.

Die ARRK Engineering GmbH hielt zum Bilanzstichtag 31.03.2025 folgende Beteiligungen:

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Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
ARRK Research & Development S.R.L., Cluj, Rumänien 100%
ARRK Engineering (Shanghai) Co. Ltd, China 100%

Die Tochtergesellschaft ARRK Research & Development S.R.L. in Rumänien ist mit ca. 420 Mitarbeitern ein wichtiger Teil der ARRK Engineering Gruppe. Die dort beschäftigten Mitarbeiter werden nach Firmenstandards aus- und weitergebildet, wodurch ein Einsatz als vollwertige Projektbearbeiter und eine damit verbundene hohe Wertschöpfung möglich ist.

Die Mitarbeiter/innen der im Oktober 2019 gegründeten Tochtergesellschaft in Shanghai betreuen insbesondere unsere chinesischen Kunden in Projekten, die größtenteils in Deutschland bearbeitet werden. Inzwischen arbeiten dort ca. 40 Mitarbeiter, und der Schwerpunkt verlagert sich immer mehr auf direkt bei chinesischen Kunden gewonnene Projekte. Darüber hinaus fungiert der Standort als wichtige Vertriebseinheit für Aufträge chinesischer Kunden der ARRK Engineering GmbH.

Für interne Forschung und Entwicklung ohne direkten Kundenauftrag wurden im Berichtsjahr TEUR 1.747 (VJ: TEUR 2.093) aufgewendet. Es wird angewandte Forschung und experimentelle Entwicklung mit Bezug zu bestehenden oder zukünftigen Kundenaufträgen sowie eigenen Produkten betrieben.

Es werden insbesondere interdisziplinäre Entwicklungen und Projekte, sowie die Zusammenarbeit mehrerer Bereiche gefördert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2024 blieb die weltwirtschaftliche Entwicklung trotz geopolitischer Spannungen und struktureller Herausforderungen insgesamt stabil. Die globale Inflation setzte ihren Rückgang fort, wenn auch langsamer als im Vorjahr. In den G7-Staaten lag die Inflationsrate im Oktober 2024 bei rund 2,8%, was auf eine weiterhin rückläufige Entwicklung der Energiepreise und eine Normalisierung der Lieferketten zurückzuführen ist.

Die deutsche Wirtschaft hingegen verzeichnete 2024 erneut ein leichtes Minus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von -0,2 %, nachdem bereits 2023 ein Rückgang von -0,3 % zu verzeichnen war. Die Unsicherheit bei Unternehmen und Konsumenten blieb hoch, bedingt durch anhaltende geopolitische Konflikte (Ukraine, Nahost), wirtschaftliche Spannungen (USA/China), sowie eine schleppende wirtschaftspolitische Koordination innerhalb der EU. Die privaten Konsumausgaben stagnierten, während die Investitionstätigkeit weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie lag.

2.2 Entwicklung der Branchen

2.2.1 Entwicklung der Gesellschaft im Marktumfeld

Die Entwicklung der ARRK Engineering GmbH als Entwicklungsdienstleister ist weiterhin eng mit der Automobilindustrie als Hauptkundenbranche verknüpft. Die Transformation hin zu elektrifizierten, vernetzten und autonomen Fahrzeugen prägt das Marktumfeld und erfordert kontinuierliche Anpassung der Kompetenzen und Dienstleistungen.

2.2.2 Entwicklung der Automobilmärkte

Die internationalen Automobilmärkte entwickelten sich 2024 uneinheitlich. Während der chinesische Pkw-Markt zum fünften Mal in Folge wuchs, blieb der europäische Markt insgesamt schwach. In Deutschland gingen die Neuzulassungen um 1 % auf rund 2,8 Millionen Fahrzeuge zurück und lagen damit weiterhin 22 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019.

In Europa insgesamt stagnierte der Markt, wobei insbesondere hohe Energiepreise, regulatorische Unsicherheiten und eine zögerliche Nachfrage hemmend wirkten. Der indische Markt konnte hingegen seine Position als drittgrößter Einzelmarkt weltweit behaupten und wuchs um 4 % auf 4,3 Millionen Fahrzeuge. Auch in Mexiko und Brasilien wurden leichte Zuwächse verzeichnet.

Die deutsche Automobilproduktion belief sich 2024 auf rund 4,2 Millionen Pkw, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Exportanteil blieb hoch, jedoch unter dem Niveau vor der Pandemie.1

Zu Ende des Geschäftsjahres zeichnete sich jedoch weltweit ein starker Rückgang der Verkaufszahlen ab. Vor allem die deutschen Hersteller mussten starke Umsatzrückgänge an allen wichtigen Märkten in China, USA und Europa hinnehmen23.

2.2.3 Entwicklung und Ausblick des Entwicklungsdienstleistungsmarktes

Der Zeitraum von Anfang 2024 bis Mitte 2025 war für die Entwicklungsdienstleistungsbranche im Automotive-Sektor von tiefgreifenden Veränderungen und erheblichen Herausforderungen geprägt. Während die technologische Transformation der Fahrzeugindustrie weiterhin Impulse für Innovation und Wachstum liefert, führten wirtschaftliche Rahmenbedingungen und strukturelle Engpässe zu einer deutlichen Belastung der Branche.

1 Institut der deutschen Wirtschaft (IW) - Bericht zur Automobilindustrie 2024. Verfügbar unter: https://www.iwkoeln.de/studien/thomas-puls-die-automobilindustrie-im-jahr-2024.html
2 EY Branchenanalyse: Globale Autoindustrie 2025: Gewinne brechen ein - chinesische Hersteller im Aufwind. Verfügbar unter: https://carpixx.ch/globale-autoindustrie-2025-gewinne-brechen-ein-chinesische-hersteller-im-aufwind/ (1100)
3 Ecomomento - E-Mobilität in China: Deutsche Autobauer geraten ins Hintertreffen. Verfügbar unter: https://ecomento.de/2025/04/22/e-mobilitaet-in-china-deutsche-autobauer-geraten-ins-hintertreffen (1200)

Die Umstellung auf elektrische Antriebe, softwaredefinierte Fahrzeuge und vernetzte Mobilitätslösungen hat die Nachfrage nach Entwicklungsleistungen in den Bereichen Software, IT, Elektronik und Systemintegration weiter steigen lassen. Entwicklungsdienstleister wurden zunehmend als strategische Partner in Innovationsprojekten eingebunden. Laut Mittelstand Heute4 sind sie entscheidend für die Umsetzung digitaler Fahrzeugkonzepte und datengetriebener Geschäftsmodelle.

Gleichzeitig verschärfte sich der Fachkräftemangel, insbesondere im Bereich Software und IT, weiter. Laut electronica.de5 fehlen qualifizierte Fachkräfte in Schlüsselbereichen wie Embedded Systems, Cloud-Architekturen und künstlicher Intelligenz. Die hohe Nachfrage trifft auf ein begrenztes Angebot, was zu steigenden Personalkosten und Projektverzögerungen führt.

Ab dem zweiten Halbjahr 2024 zeichnete sich eine weltweite Absatzkrise ab, die sich bis Mitte 2025 deutlich verschärfte. Besonders betroffen waren die Märkte in China, den USA und Europa, wo deutsche Hersteller wie Mercedes-Benz, BM W und Audi teils zweistellige Rückgänge verzeichneten67.

Die Folge waren massive Sparprogramme der OEM s, die sich direkt auf die Entwicklungsbudgets auswirkten. Laut Automobilwoche8 sanken die Umsätze der größten Entwicklungsdienstleister bereits 2024 um durchschnittlich 1,7 %. Der EY-Jahresbericht 20259 prognostiziert für 2025 den stärksten Rückgang der Entwicklungsausgaben seit über einem Jahrzehnt.

4 Mittelstand Heute: Trends der Automobilindustrie - Womit IT die Zukunft prägt. https://www.mittelstand-heute.com/sap-forward/artikel/trends-der-automobilindustrie-womit-it-die-zukunft-pr%C3%A4gt
5 electronica.de: Fachkräftemangel in der Automobilindustrie. https://electronica.de/de/branchenportal/detail/fachkraeftemangel-in-der-automobilindustrie.html
6 NADR.de: Absatzkrise in China - Deutsche Autobauer verlieren Marktanteile. https://www.nadr.de/aktuelles/wirtschaft/absatzkrise-in-china-deutsche-autobauer-verlieren-marktanteile-und-millionen-gewinne/
7 t-online.de: Mercedes-Absatzkrise - 19 Prozent Verlust in China. https://www.tonline.de/mobilitaet/aktuelles/id_100809394/mercedes-absatzkrise-19-prozent-verlust-in-china-leichtes-wachstum-in-eu.html
8 Automobilwoche: Ranking - Die größten Entwicklungsdienstleister der Autobranche. https://www.automobilwoche.de/automobilzulieferer/ranking-die-grossten-entwicklungsdienstleister-der-autobranche
9 EY Jahresbericht 2025: Automobilstandort Deutschland. https://www.ey.com/content/dam/ey-unified-site/ey-com/de-de/newsroom/2025/03/ey-automobilstandort-deutschland-2025.pdf

Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind gravierend: Fallende Preise für Entwicklungsleistungen, Kurzarbeit und Entlassungen bei Dienstleistern und Zulieferern sowie Insolvenzen einzelner Anbieter10.

Die Branche befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Innovationsdruck und Kostensensitivität. Für Entwicklungsdienstleister bedeutet dies, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken, Effizienzpotenziale zu heben und sich strategisch neu zu positionieren, um auch unter schwierigen Marktbedingungen zukunftsfähig zu bleiben.

2.3 Beschreibung des Geschäftsverlaufs

Im Geschäftsjahr 2024/2025 der ARRK Engineering GmbH ging der Umsatz leicht um 3% auf EUR 148 Millionen zurück.

Vor allem bei internationalen Start-Ups wurden in Großprojekten Umsatzzuwächse erzielt. Gleichzeitig gab es viele zusätzliche Aufträge von den deutschen Premiumautomobilherstellern in den Bereichen Autonomes Fahren, Software und Digitalisierung, so konnten im Bereich Adas und Digitalisierung weiterhin die Umsätze gesteigert werden.

Im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres war die Auslastung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen teilweise stark schwankend und die Umsätze gingen zurück, was das Ergebnis belastete. Hier war vor allem das herkömmliche Geschäft bei den deutschen Herstellern betroffen. Eine kurzfristige Erholung ist hier nicht in Sicht und das Unternehmen muss in größerem Maße die Kapazitäten in Deutschland anpassen und Mitarbeiter abbauen. Hierzu wurde ein Restrukturierungsplan kommuniziert und gestartet. Insgesamt soll über natürliche Fluktuation und Aufhebungsvereinbarungen der Personalstand in Deutschland um 120 Personen reduziert werden. Die Kosten hierzu wurden mit EUR 3,8 Millionen berechnet und eine entsprechende Rückstellung gebildet.

Der gesamte Auftragsbestand ist zum Bilanzstichtag mit ca. EUR 292 Millionen weiterhin hoch im Vergleich zum jährlichen Umsatzvolumen, liegt jedoch unter dem Vorjahreswert von EUR 331 Millionen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass viele laufende Großaufträge im Bestand jetzt aktuell nicht zur Verlängerung anstehen und in ihrer Laufzeit im Vergleich zum Vorjahr fortgeschritten ist.

Vor allem wegen dem allgemeinen Nachfragerückgang in der zweiten Jahreshälfte war das Geschäftsjahr ein schwieriges Jahr.

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2.4 Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.4.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Als zentrale finanzielle Leistungsindikatoren dienen die Umsatzerlöse inklusive Bestandsveränderungen sowie das Ergebnis vor Steuern und Zinsen.

Die Entwicklung der Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2024/2025 werden in Kapitel 2.5.1 zur Ertragslage und in Kapitel 2.6 Gesamtaussage erläutert, in Kapitel 5 werden Erwartungen in Bezug auf diese Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2025/2026 formuliert.

2.4.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als Dienstleistungsgesellschaft ist die ARRK Engineering GmbH in erhöhtem Maße von den eigenen Mitarbeiter/innen und deren Leistung abhängig, daher handelt es sich bei der Qualifikation und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter/innen um wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die allerdings nicht zu Steuerungszwecken eingesetzt werden. Ziel dabei ist es, die Fluktuationsrate möglichst gering zu halten und eine effizient geführte Organisation aufrecht erhalten zu können. Dies erreichen wir durch aktives Management unserer Mitarbeiterstruktur, Vergütungsmodelle und Arbeitszeitmodelle bzw. Sozialleistungen sowie Fortbildungsmaßnahmen und interne Fördermaßnahmen.

Personal der ARRK Engineering GmbH:

Die ARRK Engineering GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2024/2025 durchschnittlich 1.211 (Vorjahr 1.206) festangestellte Mitarbeiter/innen.

Zum wiederholten Male wurde ARRK Engineering GmbH unter die besten Arbeitgeber im Branchen-Ranking bei Kununu ausgezeichnet mit einem Wert von 4,0 (von 5,0) bei insgesamt über 522 Bewertungen durch Mitarbeiter/innen und Bewerber/innen!

Mit der ARRK Engineering Academy an unserem Hauptsitz in München unterstreicht die ARRK Engineering GmbH den Anspruch, jede(n) Mitarbeiter/in individuell zu fördern und weiterzuentwickeln, um Erfahrungen und Wissen gezielt weiterzugeben.

Die primäre Aufgabe der ARRK Engineering Academy ist die Beratung von Mitarbeiter/innen und Führungskräften, die Konzeption bedarfsgerechter Entwicklungsmodelle und die Organisation aller Weiterbildungsmöglichkeiten. Das Schulungs- und Trainingskonzept der ARRK Engineering Academy wird konstant verbessert, so dass die neuesten Entwicklungen abgedeckt werden.

Neben Trainings zum Auf- und Ausbau der fachlichen Kompetenz, wie Simulationsmethoden und CAD-Tools bietet die ARRK Engineering Academy in ihrem Trainingsprogramm Weiterbildungsmaßnahmen zum Auf- und Ausbau der Methoden-Kompetenz, wie z.B. Projektmanagement, der persönlichen und sozialen Kompetenz, sowie der Führungskompetenz. Mit letzterem Angebot unterstützt die ARRK Engineering Academy gezielt Führungs- und Führungsnachwuchskräfte bei der Reflexion und Erweiterung ihrer Management- und Leadership-Kompetenz.

Zudem wird zur Erweiterung der Kompetenzen der Mitarbeiter/innen auch auf externe Schulungen zurückgegriffen. Seit 2022 haben Mitarbeiter/innen auch Zugriff auf die Online Plattform LinkedIn Learning, die ein breites Angebot an E-Learning Kursen aufweist. Dieser Ausbau der digitalen Lernformate zusätzlich zum Trainingsprogramm der ARRK Engineering Academy, dient unter anderem zum Aufbau von Basis-Know-how und als Voraussetzung für spätere, tiefergehende Weiterbildungsveranstaltungen, ist aber auch im Nachgang von Trainings ideal zum "Refreshen" des Know-hows und zum Nachlesen. Wegen des auslaufenden Rahmenvertrags mit Mitsui Chemicals, der es uns ermöglicht hat, LinkedIn Learning zu attraktiven Konditionen zu nutzen, wurde LinkedIn Learning im Juli 2024 eingestellt. Auch hat die geringe Nutzungsrate gezeigt, dass die Plattform nicht mehr die optimale Lösung für die Qualifizierungsbedarfe der Mitarbeiter/innen darstellt. Die ARRK Engineering GmbH ist jedoch bereits auf der Suche nach einer geeigneten Alternative.

Personal der Tochtergesellschaften:

Immer wichtiger für die Profitabilität der Gesellschaft ist die Mitarbeiterentwicklung der Tochtergesellschaften in Rumänien und China, da mit Einbindung dieser Mitarbeiter/innen größere Margen erreicht werden können.

Um unseren Ergebniserwartungen für das Berichtsjahr und die kommenden Jahre gerecht zu werden, haben wir das Personal unserer Tochtergesellschaft in China um 25 auf ca. 40 Mitarbeiter erhöht. Der Kostenvorteil in Rumänien bleibt weiterhin bestehen, dennoch mussten wir im Zuge der Restrukturierungsmaßnahmen auch dort die Mitarbeiteranzahl im Geschäftsjahr um 40 auf 420 leicht reduzieren.

Auslastung:

Ein weiterer wichtiger Leistungsindikator, der aber nicht zu Steuerungszwecken verwendet wird, ist die Auslastung unserer Mitarbeiter. Diese gibt den Prozentanteil der Mitarbeiterstunden, welche für Kundenprojekte verwendet werden, zu den Gesamtanwesenheitsstunden an.

Die Auslastung blieb im ersten Quartal auf dem niedrigen Niveau des vierten Quartals des Vorjahres. Dies ist weiterhin auf die verzögerte Projektaufnahme sowie auf die Reduktion mancher Beauftragungen infolge von Budgetkürzungen seitens der Kunden zurückzuführen. Auch durch den steigenden Einsatz von Kurzarbeit in Deutschland begann ab dem zweiten Quartal die Auslastung zu steigen, wobei sie deutliche Schwankungen zeigte.

Die Gründe für den Anstieg sind vielfältig: Einerseits hat ARRK Engineering GmbH eine organisatorische Umstrukturierung im Bereich E&S (Electronics & Software) vorgenommen und überflüssige Kapazitäten in anderen Bereichen, insbesondere im E&S-Bereich abgebaut. Andererseits wurde ein US-amerikanisches Startup-Projekt im Bereich People Mover erfolgreich akquiriert, das zur Auslastung mehrerer Teams beiträgt. Zusätzlich bleibt die Nachfrage nach Lösungen in den Bereichen Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) sowie Digitalisierung unverändert hoch und zeigt sich bislang weitgehend resistent gegenüber den Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Lage. Im klassischen Engineering und im Testing Umfeld konnte die Auslastung auch mit Hilfe von Kurzarbeit stabilisiert werden.

ARRK Engineering GmbH ist national wie international mit seiner Expertise und seinen Standorten weiterhin gut aufgestellt. Kurzfristig ist der Erfolg der deutschen Automobilindustrie - insbesondere von BMW - für ARRK Engineering GmbH von großer Bedeutung. Eine spürbare Erholung wird frühestens ab Mitte 2026 erwartet.

Umweltschutz

Umweltschutz ist ein wichtiger Bestandteil bei ARRK Engineering GmbH. Die Ernennung eines Umweltmanagementbeauftragten und die erfolgreiche Zertifizierung nach ISO 14001 im Jahr 2023 ist ein weiterer Meilenstein hierfür. Dies zeigt auch der Aufbau unseres neues Geschäftsfeldes Nachhaltigkeitsmanagement und die Schaffung der Position eines internen Nachhaltigkeitsmanagers, welcher unter anderem für das CSRD Reporting (EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung) und die Nachhaltigkeitsstrategie verantwortlich ist. Als Entwicklungsdienstleister sind wir oft der Erste in der Lieferkette, wenn neue Produkte auf den Markt kommen. Dabei achten wir besonders darauf, dass unsere entwickelten Produkte sowohl nachhaltig in der Produktion und im Betrieb als auch im Recycling sind. Wir legen großen Wert auf die fachgerechte Entsorgung und das Recycling von Arbeitsmitteln in unseren Versuchshallen und der verwendeten IT-Hardware. Veraltete IT-Hardware wird sukzessive durch neue sparsamere Geräte ersetzt, um unseren Energieverbrauch zu reduzieren. Im Moment beziehen wir bereits überwiegend Ökostrom und wollen, wenn möglich, auf 100 % Ökostrom umstellen.

Wir stellen eine Energie- und CO2 Bilanz auf. Dadurch stellen wir sicher, Potentiale zu erkennen und Maßnahmen zu identifizieren, um den Stromverbrauch und CO2 -Ausstoß zu reduzieren. Dies erreichen wir unter anderem durch die Reduzierung der Dienstreisen durch Online-Meetings, durch die Anwendung von LED- Beleuchtungstechnologie und der Durchführung von Lastganganalysen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei eine schrittweise Umstellung unserer Firmenwägen auf Hybrid- und Elektroantriebe. Zusätzlich bieten wir unseren Mitarbeiter/innen Dienstrad-Leasing und Jobtickets an, um den Umstieg vom Auto zu erleichtern.

2.5 Beschreibung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.5.1 Beschreibung der Ertragslage

In der untenstehenden Grafik sind die Umsatzerlöse der Bereiche im Vergleich zum Vorjahr ersichtlich, die von TEUR 152.016 im Vorjahr auf TEUR 147.717 leicht fielen. Die Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderungen sind ähnlich von TEUR 154.017 auf TEUR 150.177 gefallen. Obwohl es allgemein einen leichten Rückgang gab, verzeichnet der Bereich ADAS dennoch mit rund EUR 5 Millionen das stärkste Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr.

Die wichtigsten Gründe für den in dieser Krise vergleichsweise geringen Umsatzrückgang waren die sehr hohe Nachfrage von unseren Bestandskunden für alle Themen im Zusammenhang mit Elektromobilität und autonomen Fahren, das sehr starke Wachstum im Themenfeld Software und Digitalisierung, sowie die Projekte mit internationalen Start Up Unternehmen im Bereich der Elektromobilität. Dort ist vor allem die Gesamtentwicklungskompetenz gefragt.

Der Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 331.659 auf TEUR 291.693 leicht gesunken, da einige laufende Großaufträge in ihrer Laufzeit im Vergleich zum Vorjahr fortgeschritten sind und nicht zur Verlängerung anstehen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 2.010 (Vorjahr: TEUR 2.059) resultieren im Wesentlichen aus Kostenweiterbelastungen an Schwestergesellschaften der ARRK Gruppe und an die Tochtergesellschaft ARRK Research & Development S.r.l.. Darüber hinaus sind Erträge aus der Auflösung der Rückstellung für Nachzahlung der Sozialversicherungs- und Steueranteile von nicht erhaltenen, aber ausgezahlten Kurzarbeitergeldzuschüssen sowie staatliche Fördergeldern in Rahmen von geförderten Projekten enthalten.

Dem Umsatzrückgang standen auch reduzierte Aufwendungen gegenüber.

Der Materialaufwand enthält insbesondere Aufwendungen für bezogene Leistungen und ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.051 auf TEUR 28.835 zurückgegangen. Die Materialaufwandsquote (Verhältnis von Materialaufwand zu Umsatzerlösen inkl. Bestandsveränderung) liegt nun bei 19,2% ungefähr auf dem Vorjahresniveau (Vorjahreswert: 19,4%). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf verringerten projektbezogenen Wareneinkauf in Höhe von TEUR 1.684 (Vorjahr: TEUR 2.355) zurückzuführen. Zusätzlich wurde die Unterbeauftragung externer Dienstleister zur Unterstützung in den Großprojekten sehr stark reduziert (Rückgang: TEUR 2.081), was durch die Kapazitäten unserer rumänischen Tochtergesellschaft sowie unserer Schwestergesellschaft ARRK Europe Ltd - Barcelona ersetzt wurde (Anstieg: TEUR 1.358).

Die Personalaufwendungen sind leicht um TEUR 2.387 angestiegen, die Personalaufwandsquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Umsatzerlösen inkl. Bestandsveränderung) ist mit 67,7% (Vorjahreswert: 64,4%) angestiegen. Der Anstieg der Personalaufwendungen ist überwiegend auf die Gehaltssteigerungen der Mitarbeiter/innen zurückzuführen.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 3.406 TEUR auf TEUR 24.669 ist im Wesentlichen auf die Rückstellung für Freistellung und Abfindungen für Mitarbeiter (TEUR 3.800) zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch den Rückgang der Aufwendungen für sonstige Personalkosten, wie z. B. Personalbeschaffungs- und Schulungskosten, ausgeglichen.

Insgesamt führte dies zu einem Jahresfehlbetrag vor Ertragsteuern und Zinsen von TEUR -5.439 nach einem Jahresüberschuss vor Ertragsteuern und Zinsen von TEUR 3.631 im Vorjahr.

2.5.2. Beschreibung der Vermögenslage und Finanzlage

Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich im Berichtszeitraum um TEUR 766 auf TEUR 5.494 leicht reduziert. Im Anlagenvermögen enthalten ist die Aktivierung von Eigenleistung mit fortgeführten Herstellungskosten in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 316) für die Entwicklung unserer Apix Converter, in der Bilanz getrennt ausgewiesen unter „Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte“. IT-Hardware und Lizenzen wurden planmäßig erneuert, dafür wurden Neuinvestitionen von insgesamt TEUR 703 getätigt.

Der Anstieg der unfertigen Leistungen um TEUR 2.461 auf TEUR 17.066 und der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 716 auf TEUR 8.390 resultieren aus der zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahr verringerten Abrechnungsquote der erbrachten Leistungen. Einzelrisiken wurden in Form einer Wertberichtigung in Höhe von TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 98) berücksichtigt. Eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen wurde aufgrund der ansonsten einwandfreien Bonität unserer Kunden nicht gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 178 auf TEUR 1.122 leicht gestiegen zum Vorjahr und ausschließlich kurzfristiger Natur.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen wegen der steuerlichen Vorauszahlung um TEUR 1.711 auf TEUR 2.585 angestiegen.

Der Bankbestand ist um TEUR 3.529 auf TEUR 4.533 stark gesunken, was im Wesentlichen aus der Rückzahlung des gruppenweiten Cash Pooling Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.000 resultiert. Im Rahmen der Investitionstätigkeit wurde das Anlagevermögen um TEUR 1.885 erhöht. Eine externe Fremdfinanzierung durch den Forderungsverkauf an die SMBC ist ab Dezember 2024 beschlossen worden. Zum Stichtag waren keine Forderungen im Rahmen des Factorings verkauft. Kapitalmaßnahmen der Gesellschafterin oder Ausschüttungen haben - wie bereits im Vorjahr - nicht stattgefunden. Die Gesellschaft war in der Lage, die fälligen Zahlungsverpflichtungen jederzeit zur erfüllen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 753 (Vorjahr: TEUR 1.066) enthalten wie im Vorjahr größtenteils Abgrenzungen für Lizenzrechnungen, die das Folgejahr betreffen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 13.729 (Vorjahr: TEUR 17.485). Die Eigenkapitalquote beträgt 32,7 % (Vorjahr 42,2 %).

Aufgrund dieser Kapitalstruktur und der Unterstützung durch den Anteilseigner durch das gruppenweite Cash Pooling sowie einer konzerninternen Kreditlinie ist die Gesellschaft auch für zukünftige Investitionen und einen Ausbau des Geschäftsumfangs vorbereitet.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 2.086 auf TEUR 12.088 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aufgrund sonstiger Gehaltsrückstellungen, die Aufwendungen aus Freistellung und Abfindungen an Mitarbeiter in Höhe von TEUR 3.800 enthalten. Aufgrund steuerlicher Vorauszahlungen reduzierten sich die Steuerrückstellungen um TEUR 1.505 auf null Euro und kompensierten somit zum Teil diese Entwicklung.

Der deutliche Rückgang der erhaltenen Anzahlungen um TEUR 668 auf TEUR 7.546 resultiert aus der Beendigung eines größeren Projektes mit einem Start-Up Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund eines im Geschäftsjahr von der direkten Gesellschafterin ausgereichten Darlehns um TEUR 3.294 auf TEUR 5.037 angestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um TEUR 1.349 auf TEUR 1.299, was insbesondere auf die verspätet erfolgte Umsatzsteuervorauszahlung von 1/11 im Vorjahr zurückzuführen ist.

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 494 auf TEUR 41.952 (Vorjahr: TEUR 41.455) erhöht.

2.6 Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Unternehmensentwicklung war im Hinblick auf die schwierige Lage in der Automobilindustrie insgesamt angemessen und grundsätzlich so erwartet worden. Vor allem im internationalen Umfeld und bei den deutschen Premiumherstellern in den Bereichen Software, Digitalisierung und ADAS konnte das Geschäft deutlich ausgebaut werden. Es konnten viele wichtige Projekte gewonnen werden und das Auftragsbuch hat zum Geschäftsjahresende mit circa 292 Mio. EUR weiterhin einen hohen Stand erreicht. Jedoch belasten Auslastungsschwankungen und der Nachfragerückgang bei den anderen Geschäftsfeldern die Situation deutlich. Um die Kosten den erwarteten Umsätzen anzupassen, wurde ein Programm zur Korrektur des Personalstands gestartet. Über Fluktuation, Rentenanreize und Abfindungen sollen im kommenden Geschäftsjahr insgesamt 120 Stellen abgebaut werden.

Die Vorjahresprognose des Umsatzes inkl. Bestandsveränderungen betrug EUR 162 Millionen, diese wurde mit EUR 154 Millionen aufgrund der in der zweiten Jahreshälfte schwankenden Auslastung nicht erreicht.

Im Vorjahr wurde eine Prognose für das Berichtsjahr für das Ergebnis vor Steuern von EUR 0,5 Millionen aufgestellt. Dieses wurde mit 0,1 Millionen EUR vor Restrukturierungsmaßnahmen trotz des starken Umsatzrückgangs nur knapp verfehlt. Der Verlust vor Steuern inklusive der Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen betrug EUR 3,8 Millionen.

3. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB

Zur Erfüllung unserer gesetzlichen Berichterstattungspflicht gemäß § 289f Abs. 4 HGB erklärt die Geschäftsführung, dass im Beschluss vom März 2023 für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsleitung das Ziel einer Frauenquote von mindestens 10 % bis zum 31. März 2026 festgelegt wurde.

Zum Stichtag 31. März 2025 lag der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsleitung bei 12,5 %, in der zweiten Führungsebene bei 6,3 % und wurde somit nur teilweise erreicht.

Hintergrund dieser Entwicklung ist die nach wie vor bestehende strukturelle Herausforderung im technischen und insbesondere im ingenieurgeprägten Umfeld der Automobilindustrie: In diesen Bereichen arbeiten prozentual weiterhin deutlich mehr männliche als weibliche Beschäftigte. Zum Stichtag 31. März 2025 lag der Anteil männlicher Beschäftigter bei 79,39 % (944 Mitarbeiter), der Anteil weiblicher Beschäftigter bei 20,61 % (245 Mitarbeiterinnen). Entsprechend spiegelt sich diese Verteilung auch in den Führungsebenen wider. Die gezielte Rekrutierung weiblicher Fach- und Führungskräfte mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung im Automobilsektor bleibt daher eine zentrale, aber herausfordernde Aufgabe.

Ungeachtet dessen bleibt die Gesellschaft weiterhin bestrebt, den Anteil weiblicher Führungskräfte zu erhöhen. Dieses Ziel wird insbesondere durch interne Entwicklungs- und Beförderungsprogramme aktiv unterstützt. Gleichzeitig halten wir konsequent an dem Grundsatz fest, dass bei der Besetzung von Führungspositionen stets die bestqualifizierte Person ausgewählt wird - unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen persönlichen Merkmalen.

Vielfalt (Diversity) ist dabei ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmenskultur und fest in den Werten unseres Gesellschafters Mitsui Chemicals verankert. Vielfalt verstehen wir nicht nur als gesellschaftliche Verantwortung, sondern als klaren Erfolgsfaktor für Innovation, Leistungsfähigkeit und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Daher setzen wir uns nachhaltig dafür ein, ein inklusives Arbeitsumfeld zu fördern, das Chancengleichheit aktiv lebt.

Für die Geschäftsleitung selbst wurde im genannten Beschluss eine Zielgröße von 0 % Frauenanteil bis zum 31. März 2026 festgelegt. Hintergrund hierfür war, dass zu diesem Zeitpunkt weder eine personelle Erweiterung der Geschäftsführung noch ein Wechsel des damaligen (männlichen) Alleingeschäftsführers vorgesehen war. Die zum 15. April 2024 erfolgte Erweiterung der Geschäftsführung um zwei weitere männliche Geschäftsführer ändert an den damaligen Zielgrößen formal nichts.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1 Risikobericht

Als Entwicklungsdienstleistungsunternehmen ist unsere Gesellschaft einer Reihe von operativen und strategischen Risiken ausgesetzt, denen wir mit regelmäßigen und sich an die jeweiligen Gegebenheiten anpassenden Kontrollen und Maßnahmen zur Früherkennung begegnen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, verantwortungsvoll mit der Übernahme angemessener Risiken unseres unternehmerischen Handelns umzugehen. Mögliche Risiken werden insbesondere von der IT Security, der Finanzabteilung, dem Qualitätsmanagementteam, dem Compliance-Team, sowie den Bereichsleitern in regelmäßigen internen Terminen identifiziert und an die Geschäftsleitung kommuniziert, um mögliche nötige Maßnahmen vorzubereiten. Über die wichtigsten bestehenden Risiken und die ergriffenen Maßnahmen werden in einem monatlichen Report unsere Shareholder informiert.

Zur Überprüfung unserer Kontrollsysteme und Prozesse werden jährlich Audits durchgeführt sowohl intern durch unser Qualitätsmanagementteam als auch durch externe Prüfer. Im Geschäftsjahr 2023/ 2024 fand wieder eine externe JSOX-Prüfung durch unseren Mutterkonzern statt. Die Zertifizierungen nach ISO 27001 (Informationssicherheit), ISO 9001 (Qualität) und ISO 45001 (Arbeitssicherheit) konnten erfolgreich bestätigt werden. Auch die für die deutsche Automobilindustrie unabdingbare Zertifizierung nach TISAX wurde bestätigt.

Risiken sind grundsätzlich als mögliche negative Abweichung von der Ergebnisprognose für das jeweilige Geschäftsjahr definiert, wohingegen Chancen als positive Abweichung von der Ergebnisprognose zu verstehen sind.

Nachfolgende Matrix stellt die wichtigsten durch die Geschäftsführung identifizierten Risiken dar:

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Risikobezeichnung Risiko Rang Eintrittswahrscheinlichkeit finanzielle Auswirkung
Marktvolatilität, Fehlende Auslastung 1 hoch hoch
IT Sicherheit / Datenschutz 2 mittel sehr hoch
Bewaffnete Konflikte/Ukraine / Iran 3 hoch mittel
Kundenabhängigkeit 4 mittel hoch
Finanzierungsrisiken 5 gering sehr hoch
Inflation 6 mittel mittel
Währungsrisiken 7 mittel mittel
Zölle 8 hoch gering
Qualitätsrisiken 9 gering hoch
Zahlungsausfall 10 gering mittel
Pandemien 11 gering mittel
Compliance in der Lieferkette 12 sehr gering gering
Interne Prozesse Compliance 13 sehr gering gering

Marktvolatilität, Fehlende Auslastung, fehlende Aufträge:

Zur Sicherstellung der Profitabilität des Unternehmens ist es entscheidend, eine ausreichende Anzahl profitabler Kundenprojekte zu gewinnen. Mehr Mitarbeiter/innen sind mittlerweile in Großprojekten gebunden, was eine bessere Planung und standortübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht. Allerdings kommt es zunehmend vor, dass Aufträge kurzfristig reduziert oder gestrichen werden, ohne vorherige Ankündigung. Dies führt zu Auslastungslücken. Neben flexiblen Arbeitszeitmodellen und Gleitzeitkonten wird auch vermehrt auf Untervergaben an Lieferanten gesetzt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Kurzarbeit einzuführen, um Kosten bei nicht ausgelastetem Personal zu senken. Aktuell wird ein Programm zur Personalreduktion durchgeführt, das auch Entlassungen umfasst.

IT Sicherheit / Datenschutz:

In der jährlichen Umfrage „Risk in Focus“ des Deutschen Instituts für Interne Revision e.V. haben 2023 haben 82% der befragen Revisionsleiter IT Sicherheit als Top 5 Risiko eingestuft. Dieser hohen Risikobewertung von Cyberkriminalität schließen wir uns an.11 Als Dienstleister für die Automobil-Branche arbeiten wir mit vertraulichen Daten. In Verträgen mit unseren Kunden verpflichten wir uns zur Vertraulichkeit und Sicherheit, Verfehlungen würden sowohl finanzielle Schäden als auch großen Schaden an unserer Reputation als verlässlicher Partner verursachen.

Wir legen daher größtes Augenmerk auf die sachgerechte Ausstattung unserer IT und eine ständige Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter/innen in diesem Bereich, um jederzeit auf dem aktuellen Stand der Sicherheitstechnologie zu bleiben. Wir verpflichten alle unsere Mitarbeiter/innen und Dienstleister zu absoluter Geheimhaltung. Die Einhaltung dieser Regelungen wird regelmäßig durch die Fachbereiche und die IT überprüft.

Global steigt die Anzahl der Cyberangriffe deutlich an, in Deutschland verharren die vom Bundeskriminalamt erfasste Straftaten im Jahr 2023 in diesem Zusammenhang auf hohem Niveau12.

Viele Firmen, mittlerweile auch Mittelstandsbetriebe und kleinere Unternehmen, sind betroffen. Wir investieren weiter in unsere IT-Sicherheitssysteme und setzen auch speziell geschultes Personal für die IT Sicherheit ein. Dennoch gibt hier keine 100%ige Sicherheit.

Daher ist es neben guter Prävention auch wichtig, ausreichende Notfallpläne für den Ernstfall entwickelt zu haben. Wir sind hier gut aufgestellt, werden uns aber in den kommenden Jahren weiter verbessern.

Bewaffnete Konflikte/ Ukraine:

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses gehen die heftigsten kriegerischen Auseinandersetzungen in Europa seit 1945 unvermindert weiter. Russland und die Ukraine befinden sich im Krieg und es kommt zu hohen militärischen Opferzahlen auf beiden Seiten sowie auf Seiten der ukrainischen Zivilbevölkerung.

Die westlichen Länder reagieren zum einen mit Waffenlieferungen und finanzieller bzw. humanitärer Unterstützung, zum anderen mit weitreichenden Boykotten auf russische Güter. Russland wiederum droht mit der Einstellung von Energielieferungen.

Der direkte Einfluss auf unsere Gesellschaft ist gering. Wir haben keine Standorte in diesen Ländern und auch keine Kunden oder Lieferanten.

11 Vgl. Risk in Focus 2023; Deutsches Institut für Interne Revision e.V.(DIIR); https://www.diir.de/fileadmin/fachwissen/downloads/Risk_in_Focus_2023.pdf abgerufen am 31.05.2023
12 https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/JahresberichteUndLagebilder/Cybercrime/cybe rcrimeBundeslagebild2023.html

Jedoch waren viele Automobilhersteller durch Ihre unterbrochenen Lieferketten teilweise stark beeinträchtigt und die Produktion konnte in einigen Fällen nur mit erheblichen Mehrkosten oder gar nicht mehr aufrechterhalten werden. Mittlerweile sind aber kaum noch direkte Auswirkungen zu verspüren.

Bei sinkenden Umsätzen könnte es zu Einsparungen in der Entwicklung bei unseren Kunden kommen. Jedoch sehen wir aktuell noch keine Anzeichen dafür.

Aufgrund der unsicheren Versorgungslage kam es zu starken Schwankungen der Energiepreise. Hier sind wir zum einen direkt betroffen, zum anderen sind jedoch Energiekosten bei uns nur von untergeordneter Bedeutung. Falls es tatsächlich zu Engpässen beim Erdgas kommen sollte, hätte das weitreichende Folgen für die Produktion vieler Güter in Europa und unsere Kunden wären direkt betroffen, was mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mit starken Einsparungen in der Entwicklung einhergehen würde. Wie im Vorjahr sehen wir dieses Risiko als gering, da die meisten westlichen Staaten ihre Abhängigkeit von russischem Erdgas maßgeblich reduzieren konnten.

Iran/ Naher Osten

Im März 2026 kam es militärischen Auseinandersetzungen zwischen dem Iran und Israel und den USA. Zusätzlich sind noch weitere Länder im nahen Osten betroffen. Überwiegend werden im Iran militärische Infrastruktur und Atominfrastruktur durch die USA und Israel angegriffen. Der Iran reagiert mit Angriffen auf US-Militärbasen und Angriffen auf Isreal und weitere Nachbarländer. Darüber hinaus wird die für Transport von Rohöl wichtige Schiffsroute durch die Straße von Hormus militärisch bedroht und damit faktisch geschlossen. Dies führt zu einem geringeren weltweiten Ölangebot und zu Preissteigerungen beim Öl.

Hier kommt es bereits kurzfristig zu weltweit hohen Auswirkungen auf die Produktionskosten und zu einer Verlangsamung der Konjunktur. Sollte diese Situation länger andauern, erwarten wir mittlere bis starke Auswirkung auf die Automobilproduktion und damit können auch Kürzungen in den Entwicklungsbudgets unserer Kunden eintreten.

Kundenabhängigkeit:

Historisch entwickelte sich die ARRK Engineering GmbH mit der BMW AG als Hauptkunde. Auch wenn der Umsatzanteil mit BMW rückläufig ist, beträgt er im Geschäftsjahr 2024/25 noch ca. 77 % und veränderte sich im Geschäftsjahr 2025/26 auf 76%. Die starke Marktposition von BMW stellt sowohl ein Risiko als auch eine Chance dar. Die langjährige Geschäftsbeziehung ist stabil und technologisch innovative Themen werden oft gemeinsam entwickelt. Zur Risikominimierung wird das Kundenportfolio aktiv erweitert, insbesondere in den Regionen Japan und China. Die Vertriebsaktivitäten in diesen Märkten werden intensiviert und eng überwacht.

Finanzierungsrisiken:

Eine ausreichende und jederzeit vorhandene Liquidität ist essenziell für das Bestehen des Unternehmens. Verzögerte Zahlungen an Mitarbeiter/innen oder Lieferanten könnten Vertrauensverhältnisse beeinträchtigen. Eine regelmäßige, mindestens monatliche Überwachung der zukünftigen Zahlungen und die Überprüfung des zukünftigen Kapitalbedarfs ist ein wichtiger Teil des Risikomonitorings. Die Bedeutung des Forderungsmanagements und insbesondere des Mahnwesens hat zugenommen.

Die Projekte werden im Vergleich zur Vergangenheit größer und werden überwiegend durch ARRK vorfinanziert, so dass unterjährig kurzfristige Darlehen beim Finanzierungssystem („Group Finance“) der Konzernmutter aufgenommen werden. In den Monaten um den Jahreswechsel werden hingegen hohe Beträge in diesem System angelegt. Die Kreditlinie wurde im Geschäftsjahr 2024/2025 aufgrund der über die letzten Jahre gewachsenen Größe der Einzelprojekte von EUR 16 Mio. auf EUR 31 Mio., für 2025/26 auf EUR 40 Mio. erhöht. Diese Linie wird jährlich überprüft und dann für 12 Monate vereinbart. Während des Jahres wurden bis ca. EUR 22 Millionen in Anspruch genommen. Am 31. März 2025 war die Kreditlinie in Höhe von EUR 3,4 Millionen genutzt. Zusätzlich wurde im Geschäftsjahr 2024/2025 eine Factoring Linie mit einem Rahmen von EUR 25 Mio. mit einem Kreditinstitut vereinbart, so dass alternativ hierüber kurzfristig Liquidität generiert werden kann.

Inflation:

Nach der hohen Inflation in 2021, 2022 und 2023 normalisiert sich die Situation langsam und beträgt im März 2025 in Deutschland 2,2%. 13

Das hauptsächliche Risiko für unsere Gesellschaft ist, dass sich die höheren Einstandskosten für Gehälter, Energie und IT-Komponenten sofort auswirken, ein Anstieg unserer Verkaufspreise aber, aufgrund des starken Wettbewerbs und auch der längerfristigen Preisbindung bei unseren Kundenverträgen begrenzt ist.

Uns ist bewusst, dass sich diese Entwicklung noch verstärken kann.

Währungsrisiken:

Durch den steigenden Anteil an Fremdwährungsbeauftragungen, vor allem durch Start Up Unternehmen, steigt das Währungsrisiko für die ARRK Engineering GmbH in nicht unerheblichem Maße. Aus diesem Grund wird bei jeder Fremdwährungsbeauftragung eine Risikoanalyse erstellt und eventuelle Maßnahmen zur Risikominimierung, wie z.B. eine Währungsabsicherung über eine Bank oder in der ARRK Gruppe festgelegt.

13 Vgl. Statistisches Bundesamt: Inflationsrate im März 2025 bei +2,2 % - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Zölle:

Zölle stellen insbesondere bei Exporten in die USA ein Risiko für unsere Kunden dar. Die daraus resultierenden Mehrkosten können zu Einsparmaßnahmen auf Kundenseite führen und somit indirekt unsere Entwicklungsaufträge betreffen. Dieses Risiko wird als mittel in Eintrittswahrscheinlichkeit und finanzieller Auswirkung bewertet.

Qualitätsrisiken:

Als Lieferant für Premium-Automobilhersteller ist es unser eigener Anspruch, höchste Qualität zu liefern. Damit werden eine gute Kundenbeziehung und Vertrauen aufgebaut und das Risiko zu Nacharbeiten minimiert.

Wir sehen uns als verlässlichen Entwicklungspartner, der höchste Qualität für seine Kunden liefert. Darauf ist unser Image aufgebaut und das transportieren wir auch. Qualitätsprobleme könnten Kundenbeziehungen nachhaltig schädigen und sich nicht nur auf das konkrete Projekt, sondern auch auf zukünftige Auftragsvergaben negativ auswirken.

Zur Sicherstellung einer sehr hohen Leistungsqualität wurden in den letzten Jahren das Projekt- und Qualitätsmanagement laufend verbessert. Je nach Projektgröße und Komplexität werden umfangreiche Maßnahmen zur Sicherstellung und Überwachung des Projektmanagements gefordert und umgesetzt. Wir sind nach der folgenden Qualitäts-Norm zertifiziert und werden jährlich auditiert:

ISO 9001, Qualitätsmanagementnorm für Dienstleistungen

Regelmäßige externe und interne Qualitätsaudits sorgen für die Dokumentation der Einhaltung der Vorschriften und geben der Geschäftsführung die Möglichkeit, diese auch an den Standorten und in den verschiedenen Bereichen zu überprüfen.

Zentral ist die Qualität abhängig von den eigenen Mitarbeiter/innen und deren Leistungen. Ziel dabei ist es, die Fluktuationsrate möglichst gering zu halten und eine effizient geführte Organisation aufrecht erhalten zu können. Dies erreichen wir durch aktives Management unserer Mitarbeiterstruktur, Vergütungsmodelle und Arbeitszeitmodelle bzw. Sozialleistungen sowie Fortbildungsmaßnahmen und interne Fördermaßnahmen.

Zahlungsausfall:

Zur Vermeidung von Zahlungsausfällen findet eine konsequente Bonitätsprüfung bestehender und neuer Kunden statt. Insbesondere vor dem Hintergrund der Diversifikation des Kundenstamms mit Erhöhung des Anteils internationaler Kunden stellt dies eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Zahlungsausfällen dar.

Ein Großteil der Umsätze wird jedoch weiterhin mit den großen OEMs (Original Equipment Manufacturer) der Automobilindustrie generiert. Dadurch besteht ein grundsätzlich geringes Risiko von Zahlungsausfällen, und Zahlungen erfolgen in der Regel zu vereinbarten Terminen, was das Cash Management erleichtert und Risiken minimiert.

Die strategische Ausrichtung zu internationalen Start-Up Unternehmen erhöht das Risiko von Zahlungsausfällen. Diesem wird aktuell v.a. durch Zahlungspläne und Anzahlungen begegnet.

Pandemien:

Das Unternehmen hat in den Jahren 2020 und 2021 gelernt mit den Auswirkungen einer Pandemie umzugehen.

Maßnahmen wie Homeoffice und Hygienevorschriften wurden umgesetzt und von unseren Mitarbeitern positiv aufgenommen. Während die Pandemie in den letzten Geschäftsjahren einen großen Einfluss auf das Arbeitsleben ausgeübt hat, ist dies inzwischen nun nicht mehr der Fall. Wir sind jedoch durch unsere Hygienekonzepte und der Möglichkeit des mobilen Arbeitens auch für den Fall einer künftigen Pandemie gut gewappnet.

Compliance in der Lieferkette:

Wir sind uns der Verantwortung bewusst, auch in der Lieferkette die Einhaltung der Menschenrechte zu überwachen und mögliche Umweltrisiken zu minimieren. Hier haben wir auch auf Grund des neuen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) unsere Risikoanalyse erweitert. Aktuell wurden hier keine materiellen Risiken ermittelt.

Interne Prozesse / Compliance:

Verstöße gegen regulatorische Compliance-Vorschriften können zu Strafen, Bußgeldern und vor allem zu einem Imageschaden des Unternehmens führen. Bei größeren Verstößen kann der Fortbestand des Unternehmens gefährdet sein.

Die Einhaltung interner Compliance Vorgaben wird regelmäßig von der Geschäftsführung geprüft und Prozesse werden im Rahmen des Qualitätsmanagements laufend geprüft und verbessert.

Neben den üblichen Jahresabschlussprüfungen werden wir von der ARRK Corporation, Osaka, Japan, über deren Interne Revision geprüft. Monatlich werden von der ARRK Corporation zusätzliche Berichte angefordert, die auch spezielle Risiken bezogen auf Compliance beinhalten.

Vorjahresvergleich der Risiken und Gesamtaussage Risikobericht:

Im Vergleich zum Vorjahr wurden neue Risiken wie Zölle und die verstärkte Marktvolatilität bei Aufträgen aufgenommen. Die Inflation hat sich zwar reduziert, jedoch bleibt der Druck steigender Löhne und Kosten bestehen. Die Projektfinanzierung gewinnt weiter an Bedeutung. Diese ist ausreichend durch eine Konzernfinanzierung, die jeweils für das Geschäftsjahr unkündbar vereinbart ist, und zusätzlich durch Factoring abgesichert. Ein Personalabbauprogramm wurde gestartet, um auf Auslastungsschwankungen zu reagieren. Die Geschäftsführung sieht auf Basis der aktuellen Informationen keine Risiken, die einzeln oder in Kombination den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

4.2 Chancenbericht

Die zweite Hälfte des Jahres 2025 markiert einen Wendepunkt für Entwicklungsdienstleister in der Automobilindustrie. Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und struktureller Herausforderungen eröffnen sich vielfältige Chancen durch technologische Innovationen, politische Zielsetzungen und neue Marktbedarfe bei Software- und Elektronikkompetenz.

Die zunehmende Komplexität moderner Fahrzeuge - insbesondere softwaredefinierter Architekturen - führt zu einem wachsenden Bedarf an externen Entwicklungsleistungen. OEMs und Tier-1-Zulieferer setzen verstärkt auf spezialisierte Partner für Softwareentwicklung, Embedded Systems und Elektronikintegration. Diese Bereiche gelten als Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft.14

OEM - Fokussierung und Outsourcing

OEMs konzentrieren sich zunehmend auf ihre Kernkompetenzen wie Batteriezellenfertigung, Fahrzeugplattformen und Softwareintegration. Gleichzeitig steigt die Bereitschaft, standardisierte Entwicklungsumfänge und nicht-strategische Aufgaben an externe Partner auszulagern. Dies führt zu größeren Vergabepaketen und langfristigen Partnerschaften mit Engineering-Dienstleistern.15

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Die EU-Vorgaben zur CO2 -Reduktion und zur Kreislaufwirtschaft fördern neue Fahrzeugkonzepte und Produktionsmethoden. Entwicklungsdienstleister können hier durch Lifecycle-Engineering, Materialsimulation und nachhaltige Produktentwicklung einen entscheidenden Beitrag leisten.16

14 Mittelstand Heute: Trends der Automobilindustrie - https://www.mittelstand-heute.com/sapforward/artikel/trends-der-automobilindustrie-womit-it-die-zukunft-pr%C3%A4gt
15 KPMG Branchenreport 2025 - https://kpmg.com/de/de/home/themen/2025/05/branchenreportautomobilindustrie.html
16 VDA - Verband der Automobilindustrie: Kreislaufwirtschaft in der Automobilindustrie, Berlin 2024 - https://www.vda.de/

KI und Automatisierung in der Entwicklung

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Produktentwicklung - etwa bei Simulationen, Testautomatisierung oder Codegenerierung - eröffnet neue Effizienzpotenziale. Laut einer Studie von Berylls Strategy Advisors erwarten 78 % der Entwicklungsdienstleister bis 2030 eine signifikante Produktivitätssteigerung durch KI.17

Talententwicklung und neue Arbeitsmodelle

Der Fachkräftemangel in Deutschland ist nicht flächendeckend, sondern berufs- und regionenspezifisch. In der Automobilindustrie bestehen strukturelle Engpässe vor allem in zukunftsrelevanten Bereichen wie Software, Elektronik und Digitalisierung. Laut KOFA sank die Zahl der nicht besetzbaren Stellen im Bereich Naturwissenschaft, Geografie und Informatik im Jahr 2025 um 59,2 % gegenüber dem Vorjahr. Dennoch bleibt der Bedarf perspektivisch hoch. Unternehmen reagieren mit hybriden Arbeitsmodellen, internen Akademien und Kooperationen mit Hochschulen.18

Neue Märkte und Mobilitätsformen

Die Diversifizierung der Mobilitätsangebote - etwa durch Mikromobilität, urbane Transportlösungen und softwarebasierte Flottensteuerung - schafft neue Geschäftsfelder für Entwicklungsdienstleister. Besonders gefragt sind Kompetenzen in Cloud-Architekturen, Connectivity und UX-Design.19

5. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Prognosen

Die Weltwirtschaft steht weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Geopolitische Spannungen, protektionistische Maßnahmen und strukturelle Unsicherheiten prägen das globale Umfeld.

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Laut dem World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds (IMF) vom Oktober 2025 wird das globale Wachstum von 3,3 % im Jahr 2024 auf 3,2 % im Jahr 2025 und 3,1 % im Jahr 2026 zurückgehen. Die fortgeschrittenen Volkswirtschaften wachsen mit etwa 1,5 %, während Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von über 4 % verzeichnen. Die Prognose betont die Risiken durch Protektionismus, institutionelle Schwächen und geopolitische Unsicherheiten. Inflation geht weltweit zurück, bleibt jedoch in den USA über dem Zielwert.20

17 Berylls Strategy Advisors: KI in der Entwicklung - https://www.all-electronics.de/karriere-und-co/wie-ki-gegenden-fachkraeftemangel-in-der-autobranche-hilft/767771
18 KOFA_Studie_Fachkraefte_finden_und_binden.pdf
19 VDA - Verband der Automobilindustrie: Automotive Insights 2024 - Insights & Trends of Germany's Automotive Industry.2024- https://www.vda.de/en/news/publications
20 IMF World Economic Outlook, Oktober 2025.
ht tps://meetings.imf.org/en/IMF/Home/Publications/WEO/Issues/2025/10/14/world-economic-outlook-october-2025

Die OECD bestätigt in ihrem Interim Economic Outlook vom September 2025 diese Einschätzung. Sie prognostiziert eine Abschwächung des Wachstums aufgrund gestiegener Zölle und stagnierender Disinflation. Gleichzeitig werden Chancen durch technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz hervorgehoben.21

Entwicklung in Deutschland

Die Deutsche Bundesbank prognostiziert in ihrer Deutschland-Prognose vom Juni 2025 ein reales BIP-Wachstum von 1,1% im Jahr 2025 und 1,4% im Jahr 2026. Die Erholung wird durch steigenden privaten Konsum, Exportzuwächse und expansive Fiskalpolitik getragen. Besonders ab 2026 sollen staatliche Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung das Wachstum deutlich stärken.22

Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete im August 2025 für das zweite Quartal 2025 einen Rückgang des BIP um 0,3% gegenüber dem Vorquartal. Die Industrieproduktion und der private Konsum entwickelten sich schwächer als erwartet. Dennoch wird für das Gesamtjahr ein moderates Wachstum erwartet.23

Branchenbezogene Prognosen

1. Produktionsentwicklung und Marktanteile

Die deutsche Automobilproduktion wird bis 2030 voraussichtlich auf 5,3 Millionen Fahrzeuge steigen, was einem jährlichen Wachstum von 2,5 % entspricht. Dieses Wachstum übertrifft das prognostizierte BIP-Wachstum von 1,4 % pro Jahr. Dennoch bestehen Risiken durch Produktionsverlagerungen und die Abhängigkeit vom Premiumsegment deutscher OEM s. Im Worst Case könnte Deutschland bis 2030 einen Rückgang auf 3,6 Millionen Fahrzeuge erleben, was einem negativen Effekt von 1,6 % auf das BIP entspricht.24

2. Elektromobilität und F&E-Investitionen

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen erreichte im ersten Halbjahr 2025 neue Höchststände. Die Bundesregierung verfolgt weiterhin das Ziel, bis 2030 15 Millionen vollelektrische Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Zur Erreichung dieses Ziels investieren Hersteller und Zulieferer zwischen 2024 und 2028 rund 280 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.25

21 OECD: Interim Economic Outlook, September 2025. https://www.oecd.org/en/publications/oecd-economic-outlook-interim-report-september-2025_67b10c01-en/full-report.html
22 Deutsche Bundesbank: Deutschland-Prognose, Juni 2025. https://publikationen.bundesbank.de/publikationende/
berichte-studien/monatsberichte/deutschland-prognose-deutsche-wirtschaft-fasst-langsam-wieder-trittperspektiven-bis-2026-932984
23 Destatis: BIP-Daten, August 2025. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/08/PD25_310_811.html
24 Berylls Strategy Advisors, Status Quo Automobilproduktion in Deutschland, Januar 2024
25 VDA, Automobil-Insight Jahresbericht 2023, veröffentlicht 2025

3. Wettbewerb durch chinesische Hersteller

Chinesische OEMs wie BYD, Geely und SAIC gewinnen zunehmend Marktanteile in Europa. 2024 exportierten diese Hersteller über eine Million Elektrofahrzeuge, was einer Steigerung von 40 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Marktanteil deutscher OEMs in China sank von 26 % (2018) auf unter 18 % (2024), was sich negativ auf deren globale Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.26

4. Fachkräftesituation in der Softwareentwicklung

Die Beschäftigung in IT-Berufen innerhalb der Automobilindustrie ist seit 2019 um etwa 25 % gestiegen. Dennoch bestehen strukturelle Engpässe, insbesondere bei Softwareentwicklern. Laut einer VDA-Studie sind mittelständische Unternehmen besonders betroffen und setzen auf Weiterbildungsprogramme und internationale Rekrutierung.27

5. Auswirkungen auf Entwicklungsdienstleister

Wir beobachten insgesamt folgende Entwicklungen:

Die fortschreitende Transformation der Automobilindustrie wirkt sich unmittelbar auf das Geschäftsmodell von Entwicklungsdienstleistern aus. OEMs setzen im Zuge zunehmender Komplexität von Fahrzeugarchitekturen, kürzerer Innovationszyklen und steigender Software-Anteile verstärkt auf strategische Zusammenarbeit mit externen Entwicklungspartnern, um spezifisches Know-how in Schlüsseltechnologien aufzubauen und Innovationsprozesse effizient zu gestalten.

Besonders stark nachgefragt sind dabei Kompetenzen in der Softwareentwicklung, der Elektronik- und Systemintegration sowie im Bereich Embedded Systems. Vor diesem Hintergrund ist unserer Meinung nach davon auszugehen, dass sich Entwicklungsdienstleister im Zuge des industriellen Wandels zunehmend strategisch neu ausrichten und ihr Leistungsportfolio verstärkt auf softwarebasierte Fahrzeugfunktionen sowie E/E-Architekturen fokussieren.

Gleichzeitig eröffnen die neuen EU-Vorgaben zur Kreislaufwirtschaft zusätzliche Geschäftsfelder. Die Verordnung über Anforderungen an die kreislauforientierte Konstruktion von Fahrzeugen und die Entsorgung von Altfahrzeugen erweitert den Entwicklungsbedarf über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg - insbesondere in den Bereichen Lifecycle-Engineering, Materialsimulation, Design-for-Recycling sowie nachhaltige Produktentwicklung.28 Entwicklungsdienstleister können hier als spezialisierte Partner entlang des gesamten Lebenszyklus einen wesentlichen Beitrag leisten.

26 Berylls, Transformation in Europa - China als Beschleuniger, Juli 2025
27 VDA, Prognos-Studie zur Beschäftigung in der Automobilindustrie, Oktober 2024
28 Europäisches Parlament: Verordnung über Anforderungen an die kreislauforientierte Konstruktion von Fahrzeugen und die Entsorgung von Altfahrzeugen, verabschiedet am 9. September 2025.

Der internationale Wettbewerbsdruck für Entwicklungsdienstleister nimmt weiter zu. Anbieter aus Asien und Nordamerika drängen verstärkt auf den europäischen Markt und erweitern ihre Entwicklungsaktivitäten insbesondere in den Bereichen Elektronik, Batterietechnik und softwarebasierter Fahrzeugfunktionen. Damit zeichnet sich nach unserer Auffassung für deutsche Entwicklungsdienstleister ein Anpassungsbedarf ab, der eine fokussiertere strategische Ausrichtung, den Ausbau spezifischer Kompetenzen und eine stärkere Profilierung des Leistungsportfolios umfasst

ARRK Engineering GmbH:

Die marktprägenden Themen - Digitalisierung, autonomes Fahren und alternative Antriebe - sorgen weiterhin für einen hohen Entwicklungsbedarf. Gleichzeitig führt die angespannte Lage in der Automobilindustrie sowie rückläufige Verkaufszahlen bei vielen Kunden zu teils drastischen Einsparungen, auch im Bereich der Entwicklung. Zahlreiche Projekte wurden gekürzt oder verzögert, und die Anzahl neuer Vorhaben am Markt ist rückläufig, was zu einem intensiven Wettbewerb um verfügbare Projekte führt.

ARRK Engineering GmbH ist strategisch gut positioniert und in den relevanten Zukunftsfeldern aktiv. Insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und autonomes Fahren konnte für die Geschäftsjahre 2025/26 weiteres Wachstum generiert werden. Klassische Entwicklungsbereiche hingegen sind stark vom Preisdruck betroffen, wodurch die Integration kostengünstiger Entwicklungskapazitäten aus Osteuropa und Asien zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Anfragen aus den USA und China bestehen weiterhin. Über die Tochtergesellschaft in Shanghai können die Vertriebsaktivitäten in China gezielt ausgebaut werden. ARRK Engineering GmbH erwartet ein deutliches Wachstum aus diesen Märkten und unterstützt dabei auch deutsche Kunden bei ihren Aktivitäten vor Ort.

Der Arbeitsmarkt hat sich stark gewandelt. Zahlreiche Wettbewerber reduzieren ihre Belegschaft, und auch ARRK Engineering GmbH ersetzt Fluktuation in Deutschland bewusst nicht und baut darüber hinaus aktiv Personal ab. Die entsprechenden Maßnahmen wurden größtenteils bereits im Geschäftsjahr 2024/25 beschlossen und bilanziell berücksichtigt. Die Rekrutierung neuer Mitarbeitender gestaltet sich zwar einfacher, hat derzeit jedoch nur geringe Relevanz.

Trotz grundsätzlich guter Auftragslage kommt es zu Auslastungsproblemen. Aufgrund der Einsparungen auf Kundenseite müssen Kapazitäten teilweise deutlich reduziert und Personal abgebaut werden. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025/26 betrug der Rückgang der Mitarbeiter in Deutschland 175.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Lageberichts ist das Geschäftsjahr 2025/26 bereits abgeschlossen. Vor Restrukturierungskosten, Steuern und Zinsen wurde ein Fehlbetrag von rund EUR 0,55 Millionen erreicht, bei einem Umsatz inklusive Bestandsveränderungen von etwa EUR 133 Millionen. Zusätzlich wurden Belastungen aus weiteren Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere im Personalbereich, in Höhe von rund EUR 3,5 Millionen erfasst. Der Jahresfehlbetrag betrug EUR 3,2 Mio.

Für das Geschäftsjahr 2026/27 wird mit einem Umsatz von EUR 130 Millionen gerechnet. Aufgrund der durchgeführten Optimierungen wird ein Anstieg des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen auf rund EUR 3,3 Millionen erwartet.

 

München, den 27. April 2026

Dr. Thomas Schneider, Geschäftsführer

Daniel Gerauer, Geschäftsführer

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Prefer to connect it yourself? Create a custom app in ChatGPT’s developer mode with this server URL:

https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  1. Open Connectors in Claude and add a custom connector.
  2. Enter this server URL and add the connector:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.

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Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.

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Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Who runs ARRK Engineering GmbH, who owns it and how have its financials developed? Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: 51383c22b3f1a0e780733a2e6cdc7276",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

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