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Gebr. Heinemann SE & Co. KG SE & Co. KG

Hamburg ·HRA 15017 Hamburg ·gebr-heinemann.de
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Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
SE & Co. KG
Anschrift
20457 Hamburg
Handelsregister
HRA 15017, Hamburg
Branche
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Finanzen

Umsatz 2022
2,86 Mrd. €
Mitarbeiter 2022
7.344
Bilanzsumme 2022
1,50 Mrd. €
Jahresergebnis 2022
112,65 Mio. €
6 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 1,50 Mrd
  • Umlaufvermögen 62,6 % 938,76 Mio
  • Anlagevermögen 26,1 % 391,82 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 10,7 % 161,06 Mio
  • Aktive latente Steuern 0,5 % 7,05 Mio
Passivseite 1,50 Mrd
  • Verbindlichkeiten 59,3 % 888,07 Mio
  • Eigenkapital 30,5 % 457,79 Mio
  • Rückstellungen 8,4 % 126,35 Mio
  • Passive latente Steuern 1,0 % 14,83 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 % 11,64 Mio
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Bilanzdaten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
Erträge 3,20 Mrd
  • Umsatzerlöse 89,4 % 2,86 Mrd
  • Sonstige betriebliche Erträge 5,3 % 170,80 Mio
  • Nicht beherrschende Anteile 3,5 % −112,60 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,5 % 46,47 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 0,1 % −4,38 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 3,15 Mio
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,1 % 2,13 Mio
Aufwendungen 2,87 Mrd
  • Materialaufwand 52,6 % −1,51 Mrd
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 35,1 % −1,01 Mrd
  • Personalaufwand 10,7 % −307,29 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,8 % 23,98 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,5 % −14,07 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,3 % −7,37 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % −660,0 k
  • Ergebnis nach Steuern 113,31 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 112,65 Mio
  • Konzernjahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen 49,0 k
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GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • A*** S****** G***** seit 2025 Kommanditist
  • A****** S****** seit 2012 Kommanditist
  • C**** H***** O*** H******** seit 2012 Kommanditist
  • C**** H******** seit 2012 Kommanditist
  • C****** H**************** seit 2026 Kommanditist
  • F******** H**************** seit 2012 Kommanditist
  • H**** H******** seit 2002 Kommanditist
  • M**** H**************** seit 2026 Kommanditist
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Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2026
  2. 30.03.
    Sonstiges Personenereignis
    F******** H**************** · Limited Partner
  3. 30.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    M**** H**************** · Limited Partner
  4. 30.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    C****** H**************** · Limited Partner
  5. 2025
  6. 18.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Gebr. Heinemann SE & Co. KG · Limited Partner
  7. 18.12.
    Austritt einer Position
    G***** H******** · Limited Partner
  8. 18.12.
    Austritt einer Position
    J*** T***** · Limited Partner
  9. 18.12.
    Sonstiges Personenereignis
    A****** S****** · Limited Partner
  10. 18.12.
    Sonstiges Personenereignis
    C**** H***** O*** H******** · Limited Partner
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Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2022 Konzernabschluss
  • 2021 Konzernabschluss
  • 2020 Konzernabschluss
  • 2019 Konzernabschluss
  • 2018 Konzernabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Konzernabschluss 2021

Veröffentlicht am 18 gennaio 2023 · Quelle: Bundesanzeiger

Gebr. Heinemann Verwaltungs SE

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Grundlagen des Konzerns

Die Gebr. Heinemann Gruppe (nachfolgend: Gebr. Heinemann, das Unternehmen oder die Gruppe) gehört zu den bedeutendsten Akteuren des globalen Travel-Retail-Markts. Das Unternehmen betreibt und beliefert Duty Free & Travel Value Shops, in Lizenz geführte Markenboutiquen und Concept Stores an internationalen Flughäfen, auf Kreuzfahrtschiffen und Fähren sowie an Grenzübergängen (Bordershops) und ist Lieferant für Fluggesellschaften (Inflight Retail).

Seit seiner Gründung im Jahr 1879 wird das Unternehmen von Mitgliedern der Familie Heinemann geführt. Heute ist die vierte Generation mit den Inhabern Claus und Gunnar Heinemann im Verwaltungsrat und die fünfte Generation durch Inhaber und Co-CEO Max Heinemann in der Geschäftsführung vertreten. Die weiteren Mitglieder der Geschäftsführung sind Co-CEO Raoul Spanger, Chief Sales Officer (CSO) Florian Seidel, Chief Commercial Officer (CCO) Dr. Dirk Schneider sowie Chief Financial Officer (CFO) Dr. Kai Deneke. Die Geschäftsführung in ihrer jetzigen Konstellation besteht seit dem 30.06.2022. Bis zu diesem Datum setzte sich die Geschäftsführung aus Max Heinemann (CEO), Raoul Spanger (COO), Dr. Dirk Schneider (CCO) und Stephan Ernst (CFO) zusammen.

Das weltweite operative Geschäft der Gruppe umfasst 44 Konzerngesellschaften, die in vier regionalen Unterstrukturen zusammengefasst sind. Davon werden 28 Gesellschaften vollkonsolidiert, 8 Gesellschaften quotal konsolidiert und 6 Gesellschaften werden at Equity in den Konzernabschluss einbezogen.

Von seinem Sitz in der Hamburger HafenCity unterhält Gebr. Heinemann internationale Geschäftsbeziehungen mit regionalen Schwerpunkten in Europa und Asia Pacific. Die Tochtergesellschaft Heinemann Asia Pacific betreibt von ihrem Standort in Singapur aus geschäftliche Aktivitäten von Australien bis Malaysia. Durch seine Tochtergesellschaft Heinemann Americas mit Sitz in Miami agiert Gebr. Heinemann als Shopbetreiber und Lieferant an Bord zahlreicher Kreuzfahrtreedereien in Nord- und Südamerika sowie der Karibik. Gebr. Heinemann hat sich zu einem der modernsten Logistiker auf dem Travel-Retail-Markt entwickelt. Der Warenfluss rund um den Globus wird von zwei Logistikzentren in Hamburg-Allermöhe und Erlensee bei Frankfurt gesteuert.

Die Strategie der Gruppe zielt darauf ab, ihre Ertrags- und Finanzkraft durch profitables Wachstum nachhaltig zu steigern und damit ihre führende Marktposition im globalen Travel-Retail-Markt langfristig zu festigen. Hierfür spielen der Gewinn und die Verlängerung von attraktiven Flughafenkonzessionen, der weitere Ausbau des Distributionsgeschäfts, die Entwicklung von innovativen Retailkonzepten zur Steigerung des Umsatzes pro Passagier sowie die Erhöhung von Kundenorientierung und Effizienz in allen kommerziellen und logistischen Kernprozessen eine bedeutende Rolle. Die zentralen Steuerungsgrößen des Konzerns sind Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. Daneben sind auch Kapitaleinsatz und -struktur (Verschuldungsgrad, Eigenmittelquote) wichtige Kennzahlen.

2. Gesamtwirtschaftliches und branchenbezogenes Umfeld

Auch im Jahr 2021 stand die weltweite Reisebranche im Schatten der Covid-19-Pandemie. Allerdings zeichnete sich eine leichte Erholung ab, die auf der schrittweisen Lockerung oder Aufhebung von Reisebeschränkungen in Kombination mit steigenden Impfquoten in vielen Ländern beruhte.

Die "United Nations World Tourism Organisation" (UNWTO) zählte für das Jahr 2021 415 Millionen internationale Touristenankünfte. Das sind 15 Millionen mehr als 2020 und entspricht einem Wachstum von 4 Prozent. Dennoch lag der internationale Tourismus damit immer noch 72 Prozent unter dem Wert des Jahres 2019 vor der Pandemie.

Auch der internationale Flugverkehr zog wieder an. Die "International Air Transport Association" (IATA) stellte fest, dass die wachsende Nachfrage selbst durch die Reisebeschränkungen aufgrund der Omikron-Variante des Coronavirus nicht ausgebremst, sondern nur kurzzeitig - um zwei Wochen im Dezember - verlangsamt wurde. Der Passagierflugverkehr, gemessen in umsatzwirksamen Passagierkilometern, lag 2021 58,4 Prozent unter dem Niveau von 2019. Das ist eine Erholung um 7,4 Prozentpunkte gegenüber dem Jahr 2020, in dem die umsatzwirksamen Passagierkilometer um 65,8 Prozent gegenüber 2019 zurückgegangen waren. Die Gesamtzahl der Flugreisenden lag 2021 rund 53 Prozent unter dem Level von 2019.

Das Kreuzfahrtgeschäft war im Jahr 2021 noch in vielen Regionen durch "No-sail-Orders", Stilllegungen einzelner Schiffe oder geringe Passagierauslastungen aufgrund staatlich vorgeschriebener Regelungen und/oder strenger Hygienemaßnahmen beeinträchtigt. Insgesamt lag das weltweite Passagieraufkommen bei knapp 14 Millionen Reisenden und damit 96 Prozent über 2020, jedoch noch fast 50 Prozent unter dem Niveau von 2019. CLIA (Cruise Lines International Association), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, schätzte, dass zur Jahreswende 2021/2022 etwa 70 Prozent der rund 360 Kreuzfahrtschiffe weltweit wieder in Betrieb waren.

Die Pandemie hat sich auf die grundsätzliche Beliebtheit des Reisens mit der Fähre positiv ausgewirkt: Die Marktforschungen sowohl des internationalen Branchenverbands Interferry als auch des deutschen Verbands der Fährschifffahrt und Fährtouristik (VFF) zeigen ein stabiles bis wachsendes Interesse an dieser Art des Reisens. Weltweite Online-Suchanfragen nach Fährverbindungen hatten im Herbst 2021 weitgehend wieder das Vor-Covid-Niveau erreicht, während die Suchanfragen nach Flügen noch deutlich niedriger waren. Fähren werden als sichere Reiseform wahrgenommen. Der VFF hat für den deutschen Quellmarkt ermittelt, dass über die vergangenen fünf Jahre 23 Millionen Passagiere Fährreisen in Nord- und Südeuropa gebucht hatten und dass während der Pandemie die Möglichkeit der Mitnahme des eigenen Pkws als Entscheidungskriterium von wachsender Bedeutung war.

Das Bordershop-Geschäft war 2021 weiterhin durch Einschränkungen des Grenzverkehrs betroffen. Hier zeigten sich große regionale Unterschiede im Zeitverlauf der Pandemie und in Abhängigkeit der jeweils gültigen Reiserestriktionen. Die Pandemie hat den Trend zu "erdgebundenen" Reisen, sprich Reisen mit dem eigenen Fahrzeug deutlich verstärkt - davon profitierten auch die Bordershops. Bereits im Jahr 2020, als der Flug- und Kreuzfahrtverkehr erstmals zum Erliegen gekommen war, gewann der Reisehandel an den Grenzübergängen an Bedeutung. Sobald die Grenzen nach den strengen Schließungen allmählich wieder geöffnet wurden, waren die Bordershops schnell wieder im Geschäft und erzielten gute Umsätze. Für 2021 zeichnete die Central & Eastern European Travel Retail Association (CEETRA) ein ähnliches Bild und stellte fest, dass die Grenzshops die vielversprechendsten Anzeichen für eine Erholung des Duty-Free-Geschäfts in Mittel- und Osteuropa boten.

Inflight Retail, der Einzelhandel an Bord von Flugzeugen, ist als Vertriebskanal durch eine komplexe Logistik und ein Einkaufserlebnis gekennzeichnet, das sich hauptsächlich auf Trolley-Verkäufe und Kataloge konzentriert. Durch die limitierte Anzahl von Flügen bei gleichzeitig strengen Hygieneauflagen, wurde Inflight Retail von den Auswirkungen der Pandemie besonders hart getroffen. In einem Artikel vom Februar 2022 kommentiert das Fachmagazin TR Business die aktuellen Rahmenbedingungen des Vertriebskanals: "Eine vorsichtige Erholung des Verbrauchervertrauens hat laut IATA dazu beigetragen, die kränkelnden Passagierzahlen im Jahr 2021 anzukurbeln, wobei die globale Luftfahrtindustrie einen Rückgang der Einnahmen pro nachgefragtem Passagierkilometer von 58,4 Prozent gegenüber dem Gesamtjahr 2019 verzeichnete." Aufgrund der Bemühungen der Fluggesellschaften, ihren CO 2 -Ausstoß zu verringern, haben Airlines wie Qantas oder SAS in den vergangenen Jahren bereits den Duty-Free-Verkauf an Bord eingestellt, um Gewicht und damit Treibstoff einzusparen. Andere Airlines setzen für die Zukunft auf ein hybrides Modell, das den Verkauf vom Trolley und digitale Bestellmöglichkeiten vereint sowie auf ein nachhaltigeres, spezielleres Sortiment fokussiert ist.

Insgesamt verlief die Erholung der Reisebranche langsam und in den einzelnen Weltregionen uneinheitlich, was auf verschiedene Regularien, Impfquoten und das unterschiedliche Vertrauensniveau der Reisenden zurückzuführen ist. Europa und Nordamerika machten die größten Schritte auf dem Weg in die "neue Normalität", mit einem Wachstum der internationalen Touristenankünfte um 19 beziehungsweise 17 Prozent gegenüber dem historischen Tiefstand im Jahr 2020. Die Asien-Pazifik-Region dagegen hinkt dem Erholungskurs hinterher, da vor allem der Schlüsselmarkt China weiterhin nur geringe Anzeichen für eine baldige Lockerung seiner strengen internationalen Reisebeschränkungen erkennen lässt.

Mit der sich abzeichnenden Erholung der Reisebranche gewann 2021 auch der Travel Retail wieder an Stärke. So verzeichnete die "European Travel Retail Confederation"

(ETRC) in ihrer Auswertung für 203 europäische Flughäfen ein Umsatzwachstum von 8,8 Prozent gegenüber 2020. Dabei stieg der durchschnittliche Umsatz pro Passagier an diesen Flughäfen deutlich, und zwar um 14 Prozent gegenüber dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019.

Die Pandemie hat weltweit viele Industriezweige stark geschwächt, was eine erhöhte Inflation und die Unterbrechung globaler Lieferketten nach sich zog. Die Lieferkrise führte auch im Travel Retail zeitweise zu Engpässen in der Produktverfügbarkeit.

3. Geschäftsentwicklung der Gebr. Heinemann Gruppe

3.1. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Zu Beginn des Jahres 2021 startete Gebr. Heinemann in allen Vertriebskanälen auf einem niedrigen Niveau, bedingt durch die aus der andauernden Coronakrise resultierenden starken Restriktionen für den Reisemarkt. Bis Ende März 2021 war die Hälfte aller Shops von Gebr. Heinemann geschlossen. Auch die Nachfrage der Distributionskunden war zurückhaltend. Eine Erholung stellte sich übergreifend erst in der zweiten Jahreshälfte ein, als insbesondere innerhalb der EU das Reisen für Geimpfte deutlich einfacher wurde.

Der größte Umsatzanteil am Gesamtgeschäft entfiel auch im Jahr 2021 auf die Shops an den Flughäfen (insbesondere in der ersten Jahreshälfte). Je nach Reisebeschränkung und Entwicklung des Pandemiegeschehens waren Standorte mehr (Nord- und Westeuropa) oder weniger (Istanbul, Moskau, Kiew) stark von Schließungen und Umsatzeinbußen betroffen. An größeren Flughäfen (z.B. Frankfurt) konzentrierte sich das Geschäft auf wenige Terminals, sodass einige Shops das gesamte Jahr geschlossen blieben. Andere Flughäfen erlaubten eine teilweise Schließung von Shops, um das Geschäft an den verbleibenden Passagieren ausrichten zu können. An den meisten Flughäfen gaben Kunden im Durchschnitt mehr aus.

Der zweitstärkste Vertriebskanal 2021 waren Bordershops. Die Shops konnten zumeist das ganze Jahr über geöffnet bleiben (mit wenigen Ausnahmen wie Ukraine und Tschechien), und der Umsatz ging dort im Vergleich zu 2019 deutlich weniger zurück als in den anderen Vertriebskanälen. Gegenüber dem Jahr 2020 ist der Bordershop-Umsatz 2021 insgesamt (Groß- und Einzelhandel) um 16 Prozent gesunken. Im Zuge der Portfolio-Optimierung wurden die Gesellschaft Travel Free Kroatien (4 Shops) und die Bordershops der Gesellschaft Regal GH Slowenien (9 Shops) verkauft.

Trotz der oben beschriebenen anhaltenden Reiserestriktionen für Kreuzfahrtschiffe und Fähren konnte das niedrige Umsatzniveau des Vorjahres in diesem Vertriebskanal um 12 Prozent gesteigert werden, es blieb aber mit 40 Prozent des Umsatzes von 2019 noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau. Heinemann Americas hat in der zweiten Jahreshälfte 2021 die neuen Kreuzfahrtschiffe "Odyssey of the Seas" und "Mardi Gras" in Dienst gestellt und den Betrieb auf den Schiffen "Carnival Liberty", "Sky Princess" und "Independence of the Seas" wieder aufgenommen. Das Fährgeschäft war 2021 durch geringe Passagierauslastungen geprägt, allerdings lag der Umsatz pro Passagier weitestgehend deutlich über Normalniveau. Neues Geschäft gab es vor allem zum Ende des Jahres auf den "Brexit"-Routen.

Der Umsatz der Gebr. Heinemann Gruppe nach Warengruppen wies im Jahr 2021 Spirituosen, Tabakwaren, Süßwaren und Delikatessen als stärkste Kategorie aus, gefolgt von Parfüm und Kosmetik sowie der Warengruppe Mode, Accessoires, Uhren und Schmuck. Ein anhaltender Trend zu Luxusartikeln und Geschenken sowie nachhaltigen Produkten war erkennbar.

Gebr. Heinemann hat seine Produktpalette anhand marktspezifischer Verkaufsdaten und Wirtschaftlichkeit analysiert und optimiert. Dabei setzt das Unternehmen auf die Erhöhung der Anteile von Top-Artikeln mit hoher Marktrelevanz, regionalen Produkten, exklusiv im Reisemarkt bzw. exklusiv bei Gebr. Heinemann verfügbaren Produkten sowie raren und trendigen Artikeln.

Operativ standen im Jahr 2021 die Sicherung der wirtschaftlichen Handlungsfähigkeit von Gebr. Heinemann sowie die Vorbereitung auf den Hochlauf des Geschäfts im Fokus. Das Management führte dafür erneut intensive Verhandlungen mit den Lieferanten. Ein wichtiges Thema war zudem die Warenverfügbarkeit, die aufgrund der begrenzten Frachtkapazitäten sowie Rohstoff- und Produktionsengpässen bei den Lieferanten teilweise nicht zufriedenstellend war. Eine Herausforderung stellten die Preissteigerungen und Verknappungen z.B. bei Transportpaletten und Seecontainern dar, die 2021 unter anderem durch die "Ever Given"-Blockade des Suezkanals getrieben wurden. Diese Auswirkungen werden auch 2022 spürbar sein. Um die Nachfrage dennoch bestmöglich zu bedienen, wurde unter anderem der datengestützte Austausch mit Kunden und Lieferanten entlang der gesamten Prozesskette deutlich intensiviert. Die Lieferfähigkeit der Logistikzentren war während des gesamten Jahres sichergestellt.

3.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gebr. Heinemann erwirtschaftete 2021 ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) von 25 Millionen Euro (Vorjahr: -328 Millionen Euro). Das gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte Ergebnis wirkte sich positiv auf die Finanzlage aus, so dass die Nettofinanzschulden (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abzgl. Kassenbestand und Bankguthaben) um 37 Millionen Euro auf 265 Millionen Euro (Vorjahr: 302 Millionen Euro) reduziert werden konnten. Neben der Wertschöpfung aus dem operativen Geschäft profitierte die Liquidität insbesondere von den weiterhin reduzierten Vorratsbeständen sowie der Beschränkung der Investitionen auf operativ notwendige Themen.

Trotz des Konzernjahresüberschusses von 44 Tausend EUR verringerte sich das Eigenkapital zuzüglich der Verrechnungskonten der Gesellschafter 2021 von 465 Millionen Euro um 18 Millionen auf 447 Millionen EUR, was an dem Rückgang der nicht beherrschendenen Anteile sowie der Verbindlichkeiten ggü. den Gesellschaftern liegt. Die so errechnete wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 35 Prozent zum Ende 2021 (Vorjahr: 38 Prozent) entsprach aber weiterhin mehr als einem Drittel der Bilanzsumme. Die bilanzielle Eigenkapitalquote ohne Berücksichtigung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 28 Prozent (Vorjahr: 30 Prozent). Zusammen mit dem zu Beginn 2020 abgeschlossenen syndizierten Kredit mit einer Laufzeit von fünf Jahren und den beiden Waivern (2020 und 2021) war die Finanzierung der Gebr. Heinemann Gruppe zu jeder Zeit gesichert.

Abschließend lässt sich festhalten, dass sich das Geschäftsvolumen 2021 mit einer Steigerung der Umsatzerlöse von 26 Prozent zum Vorjahr (43 Prozent des 2019er-Niveaus) im Rahmen der Erwartungen entwickelt hat. Prognostiziert waren 40 bis 50 Prozent des Umsatzes von 2019. Demgegenüber hat das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 25 Millionen Euro die Planung deutlich übertroffen - erwartet war ein Verlust von 35 bis 45 Millionen Euro. Insgesamt blickt die Gruppe daher trotz der noch immer massiven Auswirkungen der Pandemie auf ein erfolgreiches Jahr zurück.

3.2.1 Umsatzentwicklung

Der Gruppenumsatz im Geschäftsjahr 2021 betrug insgesamt 1.560 Millionen Euro (Vorjahr: 1.243 Millionen Euro) und lag damit 26 Prozent über dem Vorjahr. Der Einzelhandelsumsatz lag 2021 mit 866 Millionen Euro 18 Prozent über dem Vorjahr (736 Millionen Euro). Dabei entwickelten sich die Umsätze an den Flughäfen (+25 Prozent) und auf den Kreuzfahrtschiffen (+26 Prozent) am stärksten. Der Bordershop-Umsatz sank dagegen (-9 Prozent). Das Distributionsgeschäft verzeichnete 2021 mit 619 Millionen Euro (Vorjahr: 448 Millionen Euro) eine Umsatzsteigerung von 38 Prozent.

Regional betrachtet war der europäische Markt mit einem Umsatzanteil von 86 Prozent (Vorjahr: 82 Prozent) und einem Umsatz von 1.347 Millionen Euro (Vorjahr: 1.023 Millionen Euro) weiterhin der bedeutendste Markt für die Gebr. Heinemann Gruppe. An zweiter Stelle lag der Markt Asien-Pazifik mit einem Umsatzanteil von 6 Prozent (Vorjahr: 11 Prozent), dicht gefolgt von dem Markt Naher Osten mit 5 Prozent Umsatzanteil (Vorjahr: 4 Prozent). Die übrigen Gebiete (Amerika und Afrika) blieben 2021 beide unter jeweils 2 Prozent Umsatzanteil.

3.2.2 Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2021 betrug 25 Millionen Euro und lag damit um +353 Millionen Euro über dem Vorjahr (-328 Millionen Euro).

Zu der deutlichen Erhöhung des EBT trug die Währungsumstellung der türkischen Tochtergesellschaft Unifree Duty Free Isletmeciligi A.S. (Unifree), Istanbul / Türkei, zum 1. Januar 2021 mit einem in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Ertrag in Höhe von 45 Millionen EUR bei. Gegenläufig wirkte sich die Währungsumstellung der ATÜ Turizm Isletmeciligi A.S (ATÜ), Istanbul / Türkei mit einem in dem Ergebnis aus Beteiligungen ausgewiesenen Aufwand in Höhe von -22 Millionen EUR aus.

In den Vorjahren wurden Unifree und ATÜ auf Grundlage von in Türkischer Lira aufgestellten Abschlüssen in den Konzernabschluss einbezogen. Wegen der hauptsächlich in der Währung Euro abgewickelten Transaktionen und der in Euro aufgestellten, türkischen handelsrechtlichen Jahresabschlüsse wurde die Konsolidierung dieser Gesellschaften zum 1. Januar auf die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse in der Währung Euro umgestellt, aus der sich die genannten ergebniswirksamen Auswirkungen ergaben. Ohne Berücksichtigung dieser einmaligen Umstellungseffekte trugen die Gesellschaften Unifree bzw. ATÜ im Berichtsjahr auf Grundlage der konsolidierten Euro-Abschlüsse mit einem Jahresüberschuss von 4 Millionen Euro bzw. einem anteiligen Jahresfehlbetrag von 495 Tausend Euro zum Konzernergebnis bei.

Die in den Konzernabschluss des Vorjahres einbezogenen Ergebnisse von Unifree (-120 Millionen Euro) und ATÜ (+3 Millionen Euro) sind daher nicht vergleichbar mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Im Vorjahr wurden in den Euro-Abschlüssen der Gesellschaften Unifree bzw. ATÜ Ergebnisse in Höhe von -49 Millionen Euro bzw. +13 Millionen Euro ausgewiesen.

Ein wesentlicher Hebel für die deutliche Steigerung des Ergebnisses war auch das im Jahr 2020 gestartete und 2021 fortgeführte umfangreiche Maßnahmenprogramm für die Gebr. Heinemann Gruppe, welches 2021 seine volle Wirkung entfaltete und gleichermaßen die Basis für die Absicherung der zukünftigen Ertragskraft des Unternehmens ist.

Durch den 2020 eingeleiteten Personalabbau und die Nutzung von Kurzarbeitergeld in Deutschland und vergleichbaren staatlichen Unterstützungsgeldern in anderen Ländern konnten die Personalkosten 2021 im Vergleich zu 2019 um 44 Prozent reduziert werden; im Vergleich zu 2020 ergab sich eine Reduzierung von 14 Prozent. Ohne die Nutzung von Kurzarbeitergeld wären die Personalaufwendungen im Berichtsjahr um circa 19 Millionen Euro höher ausgefallen. Die erfolgreichen Verhandlungen mit den Flughäfen zur Anpassung der Konzessionsabgaben waren ein weiterer großer Hebel zur Reduzierung der Kosten. Im Jahr 2021 konnten die Konzessionsabgaben im Vergleich zu 2019 von 23 Prozent auf 20 Prozent des Umsatzes gesenkt werden. Der strukturelle Personalabbau und die Reduzierung der Konzessionsabgaben an mehreren Flughäfen über das Jahr 2021 hinaus sind kurz- bis mittelfristig die wesentlichen Hebel, um während des erwarteten Hochlaufs weiterhin von einer reduzierten Kostenbasis zu profitieren. Nachhaltig verbesserte Lieferkonditionen und der Erhalt des im Jahr 2020 erreichten geringeren Bestandsniveaus waren ebenfalls wichtige Maßnahmen zur Kostensenkung und Liquiditätsabsicherung. Es wurden nur notwendige Investitionen getätigt, und alle operativen Kosten wurden soweit möglich reduziert.

Bei der Umsatzerhöhung von 26 Prozent stieg der Materialaufwand (2021: 908 Millionen EUR; 2020: 761 Millionen EUR) unterproportional um 19 Prozent, was hauptsächlich an der hohen Materialaufwandsquote 2020 in Höhe von 61 Prozent (2021: 58 Prozent) aufgrund von Sonder- und Ausverkäufen wegen der Covid-19-Krise lag. Dadurch stieg der Deckungsbeitrag um 3 Prozentpunkte und lag 2021 bei 42 Prozent (Vorjahr: 39 Prozent).

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen deutlich um 31 Prozent von 175 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro und resultierten im Wesentlichen aus der im Berichtsjahr erfolgten Währungsumstellung von türkischer Lira auf Euro der Unifree (+45 Millionen Euro), aus Erträgen, die als Ergebnis erfolgreicher Verhandlungen mit Flughäfen hinsichtlich Konzessionen entstanden sind (+41 Millionen Euro) sowie aus Einnahmen aus staatlichen Coronahilfen (+26 Millionen Euro). Gegenläufig hierzu waren niedrigere Währungserträge (-63 Millionen Euro), die im Wesentlichen auf die Währungsumstellung der Unifree von Lira auf Euro (-52 Millionen Euro) zurückzuführen sind.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken um 110 Millionen Euro (-17 Prozent), was im Wesentlichen auf niedrigere Währungsverluste (-165 Millionen Euro) zurückzuführen ist. Davon entfielen -142 Millionen Euro auf die weggefallenen Währungsverluste aufgrund der Währungsumstellung der Unifree von türkischer Lira auf Euro. Gegenläufige Effekte wurden primär bei den Konzessionsabgaben (leicht überproportionale Erhöhung zu den Einzelhandelsumsätzen um 21 Prozent) verzeichnet.

Das Ergebnis aus Beteiligungen sank von -13 Millionen Euro im Vorjahr auf -18 Millionen Euro im Berichtsjahr. Die assoziierten Unternehmen erwirtschafteten deutlich bessere Ergebnis als im Vorjahr, aber die Währungsumstellung der ATÜ wirkte sich mit Aufwendungen von -22 Millionen Euro negativ aus. Das Ergebnis aus Beteiligungen betrifft auch Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, in denen Abschreibungen auf Goodwill in Höhe von 5 Millionen Euro (Vorjahr: 19 Millionen Euro Abschreibungen auf Goodwill und Equityansätze) enthalten sind.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens bestanden aus Wertberichtigungen auf den Beteiligungsansatz nicht konsolidierter Unternehmen sowie aus Wertberichtigungen auf Ausleihungen an Quotengesellschaften.

Das Zinsergebnis verbesserte sich mit -22 Millionen Euro um 4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, was im Wesentlichen auf die bereits dargestellte Umstellung der Währung von Lira auf Euro bei Unifree zurückzuführen ist. Im Vorjahr war das Zinsergebnis durch diesbezügliche Währungsumrechnungseffekte entsprechend belastet.

Die Ertragsteuern betrugen im Berichtsjahr -24 Millionen EUR. Die laufende Steuerlast betrug -11 Millionen Euro und die Veränderung der latenten Steuern -13 Millionen EUR. Die Veränderung der latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus der Währungsumstellung des Unifree-Abschlusses und den daraus resultierenden veränderten Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz.

Der Konzernjahresüberschuss nach nicht beherrschenden Anteilen lag bei 44 Tausend Euro (Vorjahr: 53 Tausend Euro). Damit entsprach das Ergebnis der Ergebniserwartung für das Geschäftsjahr 2021.

3.2.3 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Gebr. Heinemann Gruppe lag mit 1.291 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 1.234 Millionen Euro). Dabei sank das Sachanlagevermögen, da die Abschreibungen das Investitionsvolumen überstiegen, und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des erhöhten Geschäftsvolumens. Die Vorräte (2021: 320 Millionen Euro ; 2020: 323 Millionen Euro) konnten trotz des höheren Umsatzes auf Vorjahresniveau gehalten werden. Die liquiden Mittel (2021: 147 Millionen Euro; 2020: 82 Millionen Euro) waren im Berichtsjahr um 65 Millionen Euro höher als im Vorjahr. Gegenläufig wirkten sich hauptsächlich die niedrigeren latenten Steuern aus. Auf der Passivseite führten im Wesentlichen höhere sonstige Rückstellungen (+34 Millionen Euro), höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (+28 Millionen Euro) und ein Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+30 Millionen Euro) zur höheren Bilanzsumme.

Das Anlagevermögen machte 32 Prozent (Vorjahr: 37 Prozent) der Bilanzsumme aus. Der Anlagendeckungsgrad (das Verhältnis Eigenkapital inklusive langfristiger Bankverbindlichkeiten zum Anlagevermögen) betrug zum Bilanzstichtag 130 Prozent (Vorjahr: 126 Prozent). Unter Berücksichtigung der Verrechnungskonten der Gesellschafter betrug der Anlagendeckungsgrad 140 Prozent (Vorjahr: 146 Prozent). Die Investitionen in das Anlagevermögen wurden auch 2021 aufgrund der Covid-19-Krise auf das Notwendige beschränkt. Hauptsächlich wurde in die Ausstattung der Shops an den Flughäfen, notwendige IT-Ausrüstung sowie in Schulungen, Aus- und Weiterbildungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert, wobei auch hier im Jahr 2021 weiterhin eine bewusste Kostenreduzierung stattfand.

Das Umlaufvermögen lag zum Bilanzstichtag mit 701 Millionen Euro 19 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Bestände wurden gezielt auf einem niedrigeren Niveau gehalten, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen durch das höhere Geschäftsvolumen um 53 Prozent. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen dagegen um 28 Prozent, was primär aus Forderungen aus Rückerstattungen von Konzessionsabgaben resultierte. Der Bestand an liquiden Mitteln lag 80 Prozent über dem Vorjahr, was aus höheren Guthaben bei Kreditinstituten einiger Tochtergesellschaften resultierte.

Die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus bezahlte Konzessionsabgaben bzw. im Voraus erhaltene Konzessionsabgaben von Untermietern am Flughafen Istanbul. Die aktiven latenten Steuern sanken von 35 Millionen Euro im Vorjahr auf 8 Millionen Euro, da im Berichtsjahr eine Saldierung von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge mit den passiven latenten Steuern vorgenommen wurde. Im Vorjahr waren die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge nicht mit den passiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB saldiert. Bei einer entsprechenden Saldierung wie im Berichtsjahr hätte sich eine Verminderung der aktiven latenten Steuern um 19 Millionen Euro auf 16 Millionen Euro ergeben.

Die Fähigkeit der Unternehmensgruppe, ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war jederzeit gewährleistet. Allerdings hatte die Coronakrise auch Auswirkungen auf den bestehenden Konsortialkreditvertrag und die damit verbundenen Informations- und Finanzverpflichtungen - insbesondere der vertraglich vereinbarte Verschuldungsgrad-Covenant war von der negativen Geschäftsentwicklung betroffen und musste für mehrere Quartale ausgesetzt werden (Covenant Holiday). Die Aussetzung des Sonderkündigungsrechts aufgrund des nicht eingehaltenen Verschuldungsgrad-Covenants wurde im Mai 2020 und Mai 2021 mit den Kernbanken der Gebr. Heinemann SE & Co. KG verhandelt und von allen Banken bis zum 30. Juni 2022 akzeptiert. Auf dieser Grundlage ist die Finanzierung der Gebr. Heinemann Gruppe derzeit sichergestellt. Das Bankenkonsortium setzt sich aus europäischen Großbanken mit gutem bis sehr gutem Credit Rating zusammen. Die Bankverbindlichkeiten stiegen 2021 von 384 Millionen Euro auf 412 Millionen Euro aufgrund der höheren Inanspruchnahme der Kreditlinien bei der Muttergesellschaft. Zum Bilanzstichtag bestanden zugesagte, aber nicht ausgenutzte Barkreditlinien in Höhe von 235 Millionen Euro (Vorjahr: 319 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Berichtsjahr durch das höhere Einkaufsvolumen um 17 Prozent.

Am Jahresende verfügte die Gebr. Heinemann Gruppe über ein Eigenkapital zuzüglich der Verrechnungskonten der Gesellschafter in Höhe von 447 Millionen Euro (Vorjahr: 465 Millionen), was einer Reduzierung um 18 Millionen Euro entspricht. Die so berechnete wirtschaftliche Eigenkapitalquote sank im Berichtsjahr um 3 Prozentpunkte auf 35 Prozent.

4. Unternehmerische Verantwortung

Als weltweit tätiges Einzelhandelsunternehmen ist sich Gebr. Heinemann der Auswirkungen seiner Tätigkeit auf die Umwelt und die Gesellschaft bewusst. So werden die eingekauften Produkte oft mit Ressourcen aus verschiedenen Ländern und unter unterschiedlichen Arbeitsbedingungen hergestellt. Die Waren werden häufig über weite Strecken transportiert. Außerdem fällt in allen logistischen Prozessen und in den Beschaffungs- und Produktionsprozessen selbst Abfall an. Darauf basierend hat Gebr. Heinemann im Jahr 2021 die wesentlichen nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 definiert:

Energie und Emissionen: Klimaneutralität, indem CO2 -Emissionen vor allem durch die Reduzierung des Energieverbrauchs in der Hamburger Unternehmenszentrale und in den Logistikzentren eingespart werden.

Abfall und Verpackungen: Vorbeugende Maßnahmen wie Reduktion, Kreislaufwirtschaft und Recycling werden für jeden Teil der Wertschöpfungskette gelten.

Produktportfolio: Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird mit nachhaltigen Produkten von verantwortungsvollen Lieferanten generiert.

Menschen: Ein faires, sicheres, diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld wird durch globale Gesundheits- und Sicherheitsstandards garantiert.

Aktuell werden Maßnahmen zur Teilzielerreichung bis 2024 erarbeitet, die in allen Geschäftsprozessen verankert werden. Gebr. Heinemann hat zudem sein Engagement für die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen weiter fortgesetzt. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr den dritten UN Global Compact Fortschrittsbericht veröffentlicht.

5. Risiko- und Prognosebericht

5.1. Geschäftsrisiken und Chancen

2021 hat Gebr. Heinemann seine Compliance-Abteilung weiter ausgebaut und das Compliance-Management-System stärker auf einen präventiven Ansatz ausgerichtet. Auf Basis des Code of Ethics wurden die Compliance-Themen Antikorruption, Kartellrecht und Datenschutz systematisch aufgebaut und durch Richtlinien und Pflichtschulungen in das Unternehmen integriert. Die neuen Online-Trainings wurden zielgruppenspezifisch in der Zentrale durchgeführt und wurden verpflichtend von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern absolviert. Daneben wurden Classroom Trainings zu den Themen Geldwäsche und Sanktionen durchgeführt, die aufgrund der pandemischen Lage per Videoübertragung stattfanden.

Eine hohe Aktivität in Sachen Regulierung durch unterschiedliche Gesetzgeber besteht weiterhin rund um das Thema Tabak. Das wirkte sich 2021 vor allem durch das Verbot von Titandioxid und Plastik in Filtern, Verbote verschiedener Displays sowie die Ausweitung der Werbeverbote aus. Zudem existiert eine Initiative der EU zur Verringerung der intra-EU Freimengen für Duty-Paid-Ware sowie eine Diskussion bzgl. der Besteuerung von sogenannten Next Generation Products (NGPs).

Seit dem Kriegsbeginn in der Ukraine im Februar 2022 hat Gebr. Heinemann seine Geschäftstätigkeiten in dem Land auf unabsehbare Zeit eingestellt. Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat oberste Priorität für Gebr. Heinemann, sodass umgehend Unterstützungsleistungen angeboten und umgesetzt wurden. Gebr. Heinemann ist seit 2010 in der Ukraine vertreten. Aktuell betreibt das Unternehmen gemeinsam mit dem ukrainischen Joint Venture BF&GH Travel Retail Shops an den Flughäfen Boryspil (15 Shops) und Zhuliany (4 Shops) in Kiew sowie am Flughafen in Lwiw (1 Shop). Der geplante Konzernumsatz 2022 wird durch die aktuelle Einstellung der Geschäftsaktivitäten in der Ukraine und in Russland voraussichtlich um 120 Millionen geringer ausfallen, das Konzernergebnis um etwa 15 Millionen Euro belastet. Daneben führt die Entwicklung des Kriegs zu noch nicht absehbaren Auswirkungen auf den Reisemarkt, vornehmlich in Russland. Dies insbesondere vor dem Hintergrund strenger Sanktionsregelungen, an die sich Gebr. Heinemann strikt hält. In der Folge sind ein geringeres Verkehrsaufkommen und ein verminderter Umsatz an den russischen Standorten eingetreten. Durch u.a. eine geringere Kaufkraft aufgrund der Abwertung des russischen Rubels, Einreiseverbote und die Einschränkungen des Flugverkehrs sind negative Auswirkungen auf andere Standorte der Gebr. Heinemann Gruppe nicht auszuschließen. Die im März 2022 stark angestiegenen Öl- und Treibstoffpreise wirken sich zudem auf die Flugpreise aus, woraus Implikationen auf das weltweite Reiseverhalten zu erwarten sind.

Weitere allgemeine Risiken liegen insbesondere in Währungsschwankungen, die zu Kaufkraftverlusten in den lokalen Märkten führen können (z.B. türkische Lira, russischer Rubel). Zudem besteht das Risiko von länger anhaltenden Engpasssituationen in einzelnen Beschaffungsmärkten, vor allem aufgrund von Rohstoffknappheiten infolge des Kriegs in der Ukraine sowie fortgesetzter Lockdowns in China und den dadurch unterbrochenen Lieferketten nach Europa.

Chancen liegen für die Gruppe vor allem in der wieder stark zunehmenden Dynamik bei Ausschreibungen von Flughafenkonzessionen - besonders an Standorten und in Regionen, wo das Unternehmen bisher nicht vertreten ist (z.B. Frankreich, Spanien) oder seine Präsenz weiter ausbauen kann (z.B. Asien, Australien). Zudem könnte auch eine weitere Konsolidierung des internationalen Travel-Retail-Marktes der Gruppe weitere Möglichkeiten zum Ausbau ihrer Marktposition eröffnen.

Wie in Kapitel 2 beschrieben, führen die Aufhebung von Reiserestriktionen vielerorts zu einem starken Anstieg der Reiseaktivitäten sowie deutlich höheren Umsätzen pro Passagier im Vergleich zum Vorkrisenniveau. Hier zeigt sich der hohe Nachholbedarf der Reisenden bezüglich des Produktangebotes im Travel Retail, was vor allem im "Erholungsjahr" 2022 weitere Chancen für die Gruppe birgt.

Insbesondere mit Blick auf das hohe Wachstumspotential des globalen Reisemarkts und die bereits hohe Diversifizierung der Gruppe in unterschiedlichsten Regionen und Vertriebskanälen bestehen für Gebr. Heinemann - trotz der momentanen Beeinträchtigungen des Marktes - sehr gute Umsatz- und Ertragsperspektiven, sowohl in 2022 als auch darüber hinaus.

5.2. Prognosebericht

Derzeit geht Gebr. Heinemann davon aus, dass die Gruppe 2022 ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 60 bis 80 Millionen Euro erwirtschaften wird. Dieser Einschätzung liegt eine detaillierte Planungsrechnung eines als wahrscheinlich erachteten Szenarios (Base Case) zugrunde, welches im Wesentlichen auf folgenden Annahmen basiert:

Berücksichtigung der Auswirkungen von Reiserestriktionen zu Beginn des Jahres sowie des Kriegs in der Ukraine auf das Distributions- und Einzelhandelsgeschäft

Hochlauf des Geschäftsvolumens im Jahr 2022 auf 70 bis 75 Prozent des Niveaus von 2019

Fortführung der Einsparungen aus Kostenreduktionsmaßnahmen, insbesondere aus den Anpassungen von Organisationsstrukturen und Konzessionsverträgen

Mit Blick auf die unterschiedlichen Regionen und Segmente wird prognostiziert, dass sich vor allem das Geschäft an den Flughäfen in der Türkei, Israel und Skandinavien überdurchschnittlich stark erholen wird, ebenso wie das Bordershop-Geschäft, welches bei Lockerung von Reisebeschränkungen erfahrungsgemäß eine deutlich schnellere Erholung verzeichnet als das Flughafen-Geschäft.

Ergebnisse der zwischenzeitlich eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wurden nur insoweit berücksichtigt, als sie schon vereinbart bzw. umgesetzt wurden. Die Annahmen bezüglich der Erholung des Reisemarkts stimmen mit den veröffentlichten Prognosen der Luftfahrt überein. Die IATA prognostiziert, dass die Zahl der Fluggäste 2022 insgesamt 83 Prozent und 2023 voraussichtlich 94 Prozent des Niveaus vor Covid-19 im Jahr 2019 erreichen wird. Das Überschreiten des Niveaus von 2019 wird für 2024 erwartet. Dieser Trend gilt auch für die international Reisenden. Die IATA erwartet hier für 2022, dass die Passagierzahl 69 Prozent des Vor-Corona-Jahres erreicht, nachdem die Zahl der international Reisenden 2021 auf 27 Prozent des Niveaus von 2019 gesunken war. Das Vor-Corona-Niveau wird bei den international Reisenden nach dieser Prognose allerdings erst wieder 2025 erreicht sein. Je nach Region wird die Erholung jedoch variieren.

Umsatzseitig wird für das Jahr 2022 - in Abhängigkeit von der Aufhebung der Reisebeschränkungen und der damit verbundenen Erholung des Passagieraufkommens - mit einem Wachstum von 60 bis 80 Prozent gerechnet. Die Umsatzerwartung bleibt damit weiterhin 20 bis 30 Prozent unter dem Umsatz von 2019.

Der Krieg in der Ukraine und seine individuellen Auswirkungen auf einzelne Konzerngesellschaften wurden im betrachteten Szenario berücksichtigt. Dabei wurde für die unmittelbar betroffenen Beteiligungen bis zum Jahresende 2022 die Umsatzerwartung vollständig auf null gesetzt (Ukraine) bzw. in Russland deutlich reduziert (zwischen - 50 Prozent und -75 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Planung). Trotz der mit dem Krieg in der Ukraine einhergehenden Reduzierung der Wertschöpfung geht Gebr. Heinemann aufgrund der verbesserten Kostenstrukturen sowie deren hoher Variabilität davon aus, das Ergebnis vor Steuern aus dem Jahr 2021 (+25 Millionen Euro) deutlich übertreffen zu können.

Wie in Kapitel 3.2.3 ausgeführt, wurde die Aussetzung des Sonderkündigungsrechts des Konsortialkreditvertrags aufgrund des nicht eingehaltenen Verschuldungsgrad-Covenants von allen Konsortialbanken bis zum 30. Juni 2022 akzeptiert. Auf Basis der oben beschriebenen Planung geht Gebr. Heinemann davon aus, dass ab dem 30. Juni 2022 alle Covenants eingehalten werden.

Nach Auffassung von Gebr. Heinemann wird der internationale Reiseverkehr auch in Zukunft eine große Bedeutung haben und Duty Free & Travel Value wird zu jedem Zeitpunkt ein wichtiger Bestandteil des Reisens bleiben. Das Jahr 2021 hat eindrucksvoll bewiesen, dass gekauft wurde, wenn gereist wurde, und dass der Durchschnittsbon in dieser Zeit sogar höher ausfiel als vor der Pandemie. Das Geschäftsmodell von Gebr. Heinemann funktioniert. Daher bereitet sich das Unternehmen weiter aktiv auf das Hochfahren der globalen Mobilität und die damit verbundenen länderspezifischen Regelungen vor.

 

Hamburg, 21. Juli 2022

Max Heinemann

Dr. Kai Deneke

Dr. Dirk Schneider

Raoul Spanger

Florian Seidel

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVSEITE

Vorjahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.025 7.497
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.753 14.970
3. geleistete Anzahlungen 2.903 338
20.681 22.804
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 218.345 208.367
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.339 86.253
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.489 4.389
293.173 299.009
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275 3.969
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24 230
3. Anteile an assoziierten Unternehmen 68.475 87.549
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 4 9.022
5. sonstige Beteiligungen 12.277 12.262
6. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.940 13.566
7. sonstige Ausleihungen 9.475 8.588
8. Wertpapiere des Umlaufvermögens 97 53
101.567 135.238
415.421 457.051
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 940 1.611
2. fertige Erzeugnisse und Waren 318.706 320.095
3. geleistete Anzahlungen 446 1.228
320.092 322.934
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98.861 64.522
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 192 1.201
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.900 33.746
4. sonstige Vermögensgegenstände 108.805 84.787
233.758 184.257
III. Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 1.905
IV. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 146.866 81.953
700.716
C. Rechnungsabgrenzungsposten 165.858 150.408
D. Aktive latente Steuern 8.673 35.125
1.290.668 1.233.634

PASSIVSEITE

Vorjahr
TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000
II. Bilanzgewinn 505 461
III. Nicht beherrschende Anteile 362.492 370.293
363.997 371.755
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.339 7.312
2. Steuerrückstellungen 4.029 5.484
3. sonstige Rückstellungen 118.974 84.163
130.342 96.959
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 412.027 384.261
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 365 1.226
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 201.058 171.150
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 8
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.122 9.832
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 82.967 91.949
7. sonstige Verbindlichkeiten 60.531 62.013
760.070 720.439
D. Rechnungsabgrenzungsposten 17.279 24.361
E. Passive latente Steuern 18.080 20.120
1.290.668 1.233.634

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Vorjahr
TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.559.731 1.242.707
2. sonstige betriebliche Erträge 229.756 175.470
3. Materialaufwand - 907.655 - 761.087
4. Personalaufwand - 214.293 - 247.971
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 48.347 - 50.732
6. sonstige betriebliche Aufwendungen - 532.729 - 643.133
86.464 - 284.745
7. Erträge aus Beteiligungen - 17.729 - 13.107
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.784 1.924
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 992 993
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens - 21.575 - 4.386
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 24.806 - 28.511
25.130 - 327.831
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 24.337 21.186
13. Ergebnis nach Steuern 794 - 306.645
14. sonstige Steuern - 567 - 845
15. Konzernjahresüberschuss (+) / -fehlbetrag (-) 226 - 307.490
16. Nicht beherrschende Anteile - 182 307.543
17. Konzernjahresüberschuss (+) / -fehlbetrag (-) nach nicht beherrschenden Anteilen 44 53

Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2021

in TEUR

gezeichnetes Kapital Bilanzgewinn Summe
Stand 1.1.2020 1.000 408 1.408
veränderter Konsolidierungskreis
Ausschüttungen / Ergebnisverwendung
Währungsdifferenzen
Konzernjahresüberschuss 53 53
Korrektur Vorjahre (*)
Stand 31.12.2020 1.000 461 1.461
veränderter Konsolidierungskreis
Ausschüttungen / Ergebnisverwendung
Währungsdifferenzen
Konzernjahresüberschuss 44 44
Stand 31.12.2021 1.000 505 1.505
Nicht beherrschende Anteile
Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinne / Verluste Summe
Stand 1.1.2020 559.517 -1.229 100.539 658.827
veränderter Konsolidierungskreis
Ausschüttungen / Ergebnisverwendung -136.694 145.498 8.805
Währungsdifferenzen -13.442 23.647 10.205
Konzernjahresüberschuss -307.543 -307.543
Korrektur Vorjahre (*) -13.673 13.673
Stand 31.12.2020 422.824 -28.344 -24.186 370.293
veränderter Konsolidierungskreis -3.006 -3.006
Ausschüttungen / Ergebnisverwendung -132.351 130.379 -1.972
Währungsdifferenzen -13.820 10.814 -3.006
Konzernjahresüberschuss 30.921 -30.739 182
Stand 31.12.2021 273.647 13.391 75.454 362.492
Konzerneigenkapital
Summe
Stand 1.1.2020 660.235
veränderter Konsolidierungskreis
Ausschüttungen / Ergebnisverwendung 8.805
Währungsdifferenzen 10.206
Konzernjahresüberschuss -307.490
Korrektur Vorjahre (*)
Stand 31.12.2020 371.755
veränderter Konsolidierungskreis -3.006
Ausschüttungen / Ergebnisverwendung -1.972
Währungsdifferenzen -3.006
Konzernjahresüberschuss 226
Stand 31.12.2021 363.997

(*) Der Vorjahresausweis der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung wurde von TEUR - 1.229 auf TEUR -14.902 korrigiert. Korrespondierend wurde der Bilanzgewinn von TEUR 100.539 auf TEUR 114.212 angepasst.

Konzernkapitalflussrechnung

2021 2020
TEUR TEUR
1. Konzernjahresüberschuss (+)/ -fehlbetrag (-) einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 225 -307.490
2. Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 69.922 54.786
3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 36.113 -401
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -5.315
5. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -46.929 245,832
6. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 21.011 -117.973
7. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 526 4.514
8. Zinsaufwendungen / Zinserträge 23.830 27.533
9. Sonstige Beteiligungserträge 17.780 14.553
10. Aufwendungen / Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -58.400
11. Ertragsteueraufwand/-ertrag 24.329 -21.196
12. Ertragsteuerzahlungen -472 -4.811
13. Veränderung übriges Nettovermögen/ sonstige nicht zahlungswirksame Vorgänge -4.448 53.189
14. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 78.172 -51.464
15. Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen und Gegenständen des Sachanlagevermögens 524 238
16. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sowie in das Sachanlagevermögen -15.103 -21.824
17. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 269 1.787
18. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -8.103 -5.790
19. Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 3.511
20. Erhaltene Zinsen 992 993
21. Erhaltene Dividenden 9.169 3.990
22. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -8.741 -20.606
23. Auszahlungen an Gesellschafter -10.954 -820
24. Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 0 22.212
25. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -31.523 -22.592
26. Gezahlte Zinsen -24.822 -28.527
27. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -67.299 -29.727
28. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 2.133 -101.797
29. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 2.165 -8.827
30. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -58.331 52.294
31. Finanzmittelfonds am Ende der Periode -54.033 -58.330

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der Gebr. Heinemann Verwaltungs SE (Amtsgericht Hamburg, HR A 121139) und ihrer Tochtergesellschaften wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit werden einzelne Posten in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. §§ 298 Abs. 1, 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden inklusive der Gebr. Heinemann Verwaltungs SE 41 Unternehmen (Vorjahr: 50) einbezogen, bei denen die Gebr. Heinemann Verwaltungs SE direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Außerdem werden 16 Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: 14) und 8 assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 18) in den Konzernabschluss einbezogen. Nicht einbezogen werden 16 Tochtergesellschaften (Vorjahr: 18) und 8 Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 6), die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind.

Die Unternehmen, die von einem in den Konzernabschluss einbezogenen Konzernunternehmen gemeinsam mit einem nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen geführt werden, werden gemäß § 310 HGB im Rahmen der Quotenkonsolidierung und die assoziierten Unternehmen gemäß § 311 HGB nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

In 2021 wurden die Gesellschaften Heinemann Macau Ltd., Macau, und GHARAGE Ventures GmbH, Hamburg, erstmalig als vollkonsolidierte Unternehmen und die Gesellschaften GATEZERO GmbH, Berlin, und Smartseller Sl d.o.o., Brnik / Slowenien, als quotenkonsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Gesellschaft BF & GH Holding Ukraine Ltd., Nicosia / Zypern, wurde auf den 1.1.2021 mit der als assoziierter Gesellschaft einbezogenen T.R.P. Travel Retail Partners Ltd., Larnaka / Zypern, verschmolzen und daher im Berichtsjahr entkonsolidiert.

Die Gesellschaften Regal Gebr. Heinemann d.o.o. Ljubljana / Slowenien, Travel Free d.o.o., Zagreb / Kroatien, Heinemann Egypt for Trading, Sharm el Sheikh / Ägypten, Heinemann Egypt Duty Free, Kairo / Ägypten, Sambur AG, Samnaun / Schweiz, BF & GH Travel Retail Ltd., Kyiv / Ukraine und KievRianta LCC, Kyiv / Ukraine wurden im Berichtsjahr aufgrund von Veräußerungen bzw. Änderungen der Anteilsverhältnisse entkonsolidiert. Die Gesellschaften Heinemann Scorpio International Holding Limited, London / Vereinigtes Königreich und Scorpio Worldwide Limited, London / Vereinigtes Königreich, wurden wegen geplanter Liquidierung entkonsolidiert.

Im Vorjahr wiesen die entkonsolidierten Gesellschaften kumuliert eine Bilanzsumme von TEUR 25.180 aus und erzielten bei einem Umsatz von TEUR 48.713 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 560.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB ist in der Anlage 2 zum Anhang enthalten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die in den Konzernabschluss einbezogenen voll- und quotenkonsolidierten Gesellschaften werden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach den für Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften im Sinne von § 264a HGB geltenden Vorschriften angewandt. Eine Anpassung der Bewertungsmethoden der assoziierten Unternehmen an die konzerneinheitlichen Bewertungsmethoden erfolgte nicht.

Der Konzernabschluss wurde unter der Zugrundelegung des Grundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Im Berichtsjahr wurde die Gliederung der Kapitalflussrechnung zur Erfüllung aller Anforderungen des DRS 21 im Vergleich zum Vorjahresausweis angepasst. Zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend dem Berichtsjahresausweis angepasst.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Rechnungslegung der in den Konzern einbezogenen Tochtergesellschaften erfolgte einheitlich auf den Stichtag 31. Dezember. Die assoziierten Unternehmen Big Five Duty Free (Pty) Ltd., Gauteng / Südafrika, und RET Retail Export Trading Ltd., Gauteng / Südafrika mit einem abweichenden Geschäftsjahr haben einen Zwischenabschluss zum 31. Dezember 2021 erstellt.

Bei der erstmaligen Einbeziehung von voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen in den Konzernabschluss wird für die Kapitalkonsolidierung die Neubewertungsmethode auf den Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder Gründung der Tochtergesellschaft angewandt. Dabei werden die Anschaffungskosten für die Anteile an den Tochtergesellschaften mit dem auf den Konzern entfallenden Anteil am Eigenkapital aufgerechnet. Hierbei entstehende Unterschiedsbeträge werden den zu übernehmenden Vermögensgegenständen und Schulden bis zur Höhe der Zeitwerte zugerechnet. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer wird grundsätzlich nach der ursprünglichen Laufzeit derjenigen Verträge bemessen, welche die Geschäftsgrundlage der betreffenden Gesellschaft bilden (z.B. dem jeweiligen Konzessionsvertrag). Sofern die wirtschaftliche Entwicklung der betreffenden Gesellschaft schon im Erwerbszeitpunkt mit größeren Unsicherheiten behaftet ist, wird diesem Umstand durch den Ansatz einer kürzeren Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts Rechnung getragen.

Die Konsolidierung der assoziierten Unternehmen erfolgt grundsätzlich nach der Buchwertmethode. Im Anschaffungs- oder Gründungszeitpunkt ist ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von insgesamt TEUR 41.121 entstanden; davon sind TEUR 36.378 abgeschrieben.

Aufgrund der Fortführung des anteiligen Eigenkapitals zu historischen Kursen werden Währungskursveränderungen insoweit nicht in den Equityansätzen der Beteiligungen zum Abschlussstichtag abgebildet. Aufgrund der Langfristigkeit der Engagements sehen wir keine Notwendigkeit für eine Abbildung dieser Währungsschwankungen in den Wertansätzen und wenden daher weiterhin die zulässige Bewertung des Eigenkapitals unserer at-Equity einbezogenen Beteiligungen zu historischen Kursen an.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen Konzerngesellschaften werden ebenso eliminiert wie konzerninterne Anlagenverkäufe. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung herausgerechnet. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

Im Berichtsjahr werden erstmals für alle wesentlichen konzerninternen Darlehen mit beteiligungsähnlichem Charakter die währungskursbedingten Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Aus der rückwirkenden Anpassung resultiert ein periodenfremder Ertrag in Höhe von TEUR 9.684.

In den Vorjahren wurden die türkische Tochtergesellschaft Unifree Duty Free Isletmeciligi A.S. (Unifree), Istanbul / Türkei, und das assoziierte Unternehmen ATÜ Turizm Isletmeciligi A.S. (ATÜ), Istanbul / Türkei, auf Grundlage von in Türkischer Lira aufgestellten Abschlüssen in den Konzernabschluss einbezogen. Wegen der hauptsächlich in der Währung Euro abgewickelten Transaktionen und der in Euro aufgestellten, türkischen handelsrechtlichen Jahresabschlüsse wurde die Konsolidierung dieser Gesellschaften zum 1. Januar 2021 auf die handelsrechtlichen Jahresabschlüsse in der Währung Euro umgestellt. Aus dieser Umstellung resultierte ein in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesener Ertrag in Höhe von TEUR 45.130 für Unifree und ein im Ergebnis aus Beteiligungen ausgewiesener Aufwand in Höhe von TEUR - 21.851 für ATÜ.

Ohne Berücksichtigung dieser einmaligen Umstellungseffekte trugen die Gesellschaften Unifree bzw. ATÜ im Berichtsjahr auf Grundlage der konsolidierten Euro-Abschlüsse mit einem Jahresüberschuss von TEUR 4.238 bzw. einem anteiligen Jahresfehlbetrag von TEUR 495 zum Konzernergebnis bei. Die in den Konzernabschluss des Vorjahres 2020 auf der Grundlage der Türkische Lira-Abschlüsse einbezogenen Jahresergebnisse von Unifree (TEUR - 120.249) und ATÜ (TEUR + 3.185) sind aufgrund der Währungsumstellung nicht vergleichbar mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2021. In den zum Geschäftsjahr 2021 vergleichbaren Euro-Abschlüssen der Gesellschaften Unifree bzw. ATÜ des Vorjahres 2020 wurden Ergebnisse in Höhe von TEUR - 48.705 bzw. TEUR 13.420 ausgewiesen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten - vermindert um planmäßige Abschreibungen - angesetzt. Als Nutzungsdauer wird bei den immateriellen Vermögenswerten die Dauer der Nutzungsrechte zugrunde gelegt. Standardsoftware wird über 3, Spezialsoftware über 10 Jahre abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wird grundsätzlich nach der ursprünglichen Laufzeit derjenigen Verträge bemessen, welche die Geschäftsgrundlage der betreffenden Gesellschaft bilden (z. B. dem jeweiligen Konzessionsvertrag). Sofern die wirtschaftliche Entwicklung der betreffenden Gesellschaft schon im Erwerbszeitpunkt mit größeren Unsicherheiten behaftet ist, wird diesem Umstand durch den Ansatz einer kürzeren Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts Rechnung getragen. Soweit erforderlich werden außerordentliche Abschreibungen vorgenommen.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um die kumulierten Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode. Um einheitliche Bewertungsmethoden im Konzernabschluss zu erzielen, wird seit 2006 für die HB II der Gebr. Heinemann SE & Co. KG als Abschreibungsmethode die lineare Methode angewandt. Bei den Gebäuden beträgt die Nutzungsdauer 20 bis 50 Jahre, Mietereinbauten werden grundsätzlich über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über 3 bis 15 Jahre, überwiegend jedoch über 8 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zur Höhe von 800 EUR im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu historischen Anschaffungskosten, vermindert um die vorgenommenen Abschreibungen, bewertet. Ausleihungen und sonstige Darlehen sind zu den Nennwerten bzw. zu den Barwerten abzüglich Wertberichtigungen angesetzt.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet; es wird grundsätzlich das Verfahren der gleitenden Durchschnitte angewandt. Den Risiken der Lagerhaltung wird - soweit erforderlich - durch besondere Abschläge Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere

Die Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Erkennbaren Risiken wird durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Latente Steuern

Die aktiven latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus Abweichungen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften. Weiterhin werden Steuerabgrenzungen auf erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge vorgenommen. Im Vorjahr wurde erstmalig der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge vorgenommen.

Die passiven latenten Steuern resultieren ausschließlich aus Abweichungen zwischen den Wertansätzen in Handels- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften.

Rückstellungen

Die Bewertung der inländischen Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischer Methode errechnet. Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wird als dynamischer Barwert auf der Basis eines Zinsfußes von 1,87 % bzw. 1,90 % sowie der "Richttafeln 2018 G" der HEU-BECK AG ermittelt. Ferner wird eine Rentendynamik von bis zu 1,75 % p.a. berücksichtigt. Die Aktivwerte der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 500) werden mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Die entsprechenden Aufwendungen und Erträge in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 33) werden ebenfalls saldiert. Darüber hinaus werden die im Ausland beim Ausscheiden der Mitarbeiter tariflich fälligen Zahlungen ebenfalls mit ihrem Teilwert berücksichtigt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und anderen ungewissen Verbindlichkeiten in erforderlicher Höhe. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Währungsumrechnung

Im Konzernabschluss erfolgt die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse mit dem Mittelkurs des Bilanzstichtages bzw. für die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs. Hieraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in den Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Kursdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung für alle wesentlichen konzerninternen Darlehen mit beteiligungsähnlichem Charakter, werden ergebnisneutral in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt, alle übrigen währungskursbedingten Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam erfasst.

In den Abschlüssen der einzelnen Konzerngesellschaften werden monetäre Posten in Fremdwährung mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles bewertet. Gewinne und Verluste aus Kursänderungen werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Wechselkurse der für den Konzernabschluss wichtigsten Währungen betrugen im Berichtsjahr:

Durchschnittskurs Kurs am Bilanzstichtag
Norwegische Kronen (NOK) 10,1874 9,9888
Dänische Kronen (DKK) 7,4371 7,4364
Russische Rubel (RUB) 87,6479 85,3004
Tschechische Kronen (CZK) 25,6942 24,8580
Rumänische Leu (RON) 4,9207 4,9490
US Dollar (USD) 1,1851 1,1326
Australische Dollar (AUD) 1,5792 1,5615

Erläuterung der Konzernbilanz

Sofern nicht gesondert vermerkt, sind die Werte in den nachfolgenden Übersichten und Erläuterungen in TEUR angegeben.

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2021 sind im Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt.

Die ausgewiesenen aktiven Unterschiedsbeträge (Geschäfts- oder Firmenwerte) resultieren aus Anteilskäufen und Kapitalerhöhungen. Die Veränderung zum Vorjahr ist auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Der Bilanzausweis betrifft zwei Geschäfts- oder Firmenwerte, die entsprechend der Vertragslaufzeit des jeweiligen wirtschaftlichen Engagements über 10 Jahre und 15 Jahre abgeschrieben werden.

Die Sachanlagenzugänge betreffen insbesondere Soft- und Hardware, Ladenbau und -Einrichtungen sowie übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Vorräte

Bei den Vorräten handelt es sich hauptsächlich um zum Verkauf stehende Handelsware für den Groß- und Einzelhandel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2021 31.12.2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 98.861 64.522
davon mit einer RLZ > 1 Jahr 97 117
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 192 1.201
Forderungen gegen quotal konsolidierte Unternehmen, Fremdanteil 6.717 6.045
Forderungen an assoziierte Unternehmen 10.306 21.384
Forderungen an sonstige Beteiligungsunternehmen 8.877 6.317
Sonstige Vermögensgegenstände 108.805 84.787
davon mit einer RLZ > 1 Jahr 1.316 2.353
233.758 184.256

Latente Steuern

Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuersalden haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

1.1.2021 Veränderung 31.12.2021
Aktive latente Steuern 35.125 - 26.452 8.673
Passive latente Steuern 20.120 - 1.140 18.980

Von den aktiven latenten Steuern entfallen -12.775 (Vorjahr: TEUR 1.157) auf Wertunterschiede zwischen Steuer- und Handelsbilanz, TEUR 1.477 (Vorjahr: TEUR 3.007) auf Konsolidierungsvorgänge und TEUR 16.131 (Vorjahr: TEUR 14.839) auf steuerliche Verlustvorträge. Der Wert der steuerlichen Verlustvorträge beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 95.867 (Vorjahr: TEUR 108.316). Die latenten Steuern sind mit dem jeweilig gültigen Steuersatz des Landes (Steuersätze zwischen 9,0 % und 32,28 %) berechnet. Der Steuersatz für Konsolidierungsvorgänge beträgt 17,5 % (Vorjahr: 17,5 %).

Im Vorjahr waren die aktiven latenten Steuern nicht mit den passiven latenten Steuern gemäß § 274 HGB saldiert. Bei einer entsprechenden Saldierung wie im Berichtsjahr hätten sich im Vorjahr um TEUR 19 327 geringere aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 15 797 ergeben.

Eigenkapital

Da die Gebr. Heinemann Verwaltungs SE an der Gebr. Heinemann SE & Co. KG ohne Kapitaleinlage beteiligt ist, wird das Konzerneigenkapital des Teilkonzerns der Gebr. Heinemann SE & Co. KG als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.

Im Übrigen verweisen wir zur Entwicklung des Konzerneigenkapitals auf den Eigenkapitalspiegel (Anlage 5).

Rückstellungen

31.12.2021 31.12.2020
Pensionsrückstellungen 7.339 7.312
Steuerrückstellungen 4.029 5.484
Sonstige Rückstellungen 118.874 84.163
130.342 96.959

Der Ausweis der Pensionsrückstellungen ist im Berichtsjahr aufgrund der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren um TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 259) geringer als bei einem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren.

Die Steuerrückstellungen enthalten Beträge für das laufende Jahr und die noch nicht veranlagten Zeiträume. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich, Boni sowie sonstige Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsverkehr.

Verbindlichkeiten

31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 412.027 384.261
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 232.730 178.035
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 17.316
davon durch Pfandrechte gesichert 0 15.232
davon durch Sicherungsübereignung gesichert 0 0
Erhaltene Anzahlungen 365 1.226
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 365 1.226
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 201.058 171.150
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 197.340 171.103
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -187 8
davon mit einer RLZ < 1 Jahr -187 9
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber quotal konsolidierten Unternehmen, Fremdanteil 2.823 2.760
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 2.823 2.760
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 486 7.072
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 486 7.072
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber übrige Beteiligungsunternehmen 0 0
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 0 0
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 82.967 91.949
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 82.967 91.949
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 60.531 62.013
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 57.293 62.013
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
davon aus Steuern 13.400 8.236
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.206 1.747
760.070 720.439

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2021 31.12.2020
Bürgschaften 0 0
Haftung aus der Bestellung für fremde Verbindlichkeiten 0 0
Gewährleistungen 0 106
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 15.134 53.019
Fällig < 1 Jahr 4.267 9.000
Fällig 2 <> 5 Jahren 5.347 23.839
Fällig nach 5 Jahren 5.520 20.180
Bestellobligo für Investitionen 0 26

Finanzinstrumente

31.12.2021 31.12.2020
Devisentermin- und Optionsgeschäfte
Nominalvolumen 13.726 12.081
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 13.726 12.081
davon mit einer RLZ 1 < > 5 Jahre 0 0
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Zeitwert am Bilanzstichtag 26 102
Zinsswaps
Nominalvolumen 40.000 40.000
davon mit einer RLZ < 1 Jahr 0 0
davon mit einer RLZ 1 < > 5 Jahre 40.000 40.000
davon mit einer RLZ > 5 Jahren 0 0
Zeitwert am Bilanzstichtag -1.046 -1.668

Das oben aufgeführte Devisentermin- und Optionsgeschäft dient der Absicherung der Darlehenstilgung einer Tochtergesellschaft in den Fremdwährungen Australische Dollar und US Dollar und bildet mit dem entsprechenden Grundgeschäft eine Bewertungseinheit. Die Zinsswaps dienen der Absicherung von Zinsänderungsrisiken, die aus dem Abschluss variabel verzinslicher Darlehen entstanden sind. Die Absicherungsinstrumente bilden mit den zugrunde liegenden Kreditverträgen eine Bewertungseinheit. Das abgesicherte Nominalvolumen entspricht dem Kreditvolumen. Wirtschaftlich führt dieses Vorgehen zu einer Verzinsung zu einem Festzinssatz.

Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2021 2020
Aufgliederung nach Segmenten:
Einzelhandel 865.544 736.242
Großhandel 618.599 448.225
Sonstige Leistungen 75.588 58.240
1.559.731 1.242.707
Aufgliederung nach Regionen:
Europa 1.346.527 1.024.562
davon in Deutschland 199.338 168.418
Mittlerer Osten 81.380 44.950
Asia & Asia Pacific 88.450 133.141
Afrika 26.694 25.973
Nordamerika 13.855 10.728
Mittel- und Südamerika 2.825 3.353
1.559.731 1.242.707

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 229.756 (Vorjahr: TEUR 175.470) umfassen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung, Kostenerstattungen und Werbeerträge. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 12.404 (Vorjahr: TEUR 74.631).

Im Berichtsjahr sind folgende außergewöhnliche Erträge enthalten:

a) Periodenfremder Ertrag aus der Währungsumstellung des einbezogenen Abschlusses der Unifree Duty Free Isletmeciligi A.S. auf Euro: TEUR 45.130
b) Periodenfremder Ertrag aus der Minderung von Konzessionsaufwendungen für Vorjahre: TEUR 40.603
c) Erträge aus Corona-Unterstützungsmaßnahmen: TEUR 25.657

Materialaufwand

2021 2020
Aufwendungen für bezogene Waren 897.321 748.650
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.334 12.437
907.655 761.087

Personalaufwand

2021 2020
Löhne und Gehälter 177.199 208.393
Soziale Abgaben 32.980 33.994
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung 4.114 5.584
214.293 247.971

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 6.913 (Vorjahr: 8.231) Mitarbeiter beschäftigt. Von den Konzernmitarbeitern entfallen 1.205 (Vorjahr: 978) auf Gemeinschaftsunternehmen.

Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr aufgrund der Inanspruchnahme von Kurzarbeitsregelungen um ca. TEUR 19.000 vermindert.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Bezüglich der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen verweisen wir auf den als Anlage 1 zum Anhang aufgeführten Anlagespiegel.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 532.729 (Vorjahr: TEUR 643.133) enthalten im Wesentlichen Pacht- und Konzessionsabgaben, Kosten für ausgehende Ware, Miet- und Raumkosten sowie Werbekosten. Die Aufwendungen aus Währungsumrechnung betragen TEUR 9.447 (Vorjahr: TEUR 174.281).

Die Prüfungshonorare des Konzernabschlussprüfers betrugen im Geschäftsjahr TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 176) für Abschlussprüfungsleistungen, Steuerberatungsleistungen TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 295) und TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 53) für sonstige Leistungen.

Ergebnis aus Beteiligungen

Das Beteiligungsergebnis besteht aus vereinnahmten Beteiligungserträgen nicht konsolidierter Gesellschaften sowie aus den anteiligen Ergebnissen der "at Equity" in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften.

2021 2020
Erträge aus sonstigen Beteiligungen 51 0
Ergebnisse der "at Equity" einbezogenen Gesellschaften -17.780 -13.107
-17.729 -13.107

Die Summe der in der Konzernbilanz nicht erfassten negativen Equity-Werte aus der Nebenrechnung beträgt TEUR 770.

Im Berichtsjahr sind folgende außergewöhnliche Aufwendungen im Beteiligungsergebnis enthalten:

a) Periodenfremder Aufwand aus der Währungsumstellung des einbezogenen Abschlusses der ATÜ Turizm Isletmeciligi A.S. auf Euro: TEUR - 21.851

Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

2021 2020
Abschreibungen auf Ausleihungen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 21.575 4.386

Zinsergebnis

2021 2020
Zinserträge 992 993
Erträge Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.784 1.924
Zinsaufwendungen -24.806 -28.511
davon aus Abzinsungen -130 -161
-22.030 -25.594

Die Zinsaufwendungen des Vorjahres waren aufgrund von Währungsumrechnungseffekten im Zusammenhang mit einem Darlehen der Unifree Duty Free Isletmeciligi A.S. um TEUR 2.918 höher, als sie bei einer Einbeziehung des Euro-Abschlusses im Vorjahr gewesen wären.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2021 2020
Steuern vom Einkommen und Ertrag 11.345 -2.212
Latente Steuern (aktive latente Steuern) 24.005 -21.244
Latente Steuern (passive latente Steuern) -11.013 2.270
Sonstige Steuern 567 845
24.904 -20.341

Erläuterung zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds

2021 2020
Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 146.866 81.953
jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -200.899 -140.283
-54.033 -58.330

Finanzmittel bei quotal einbezogenen Unternehmen

Vom ausgewiesenen Finanzmittelfonds entfallen TEUR 55.502 (Vorjahr: TEUR 18.325) auf Unternehmen, die quotal in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Nachtragsbericht

Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist der Russisch-Ukrainische Krieg zu betrachten. Aus diesem Grund hat die Gebr. Heinemann Gruppe im Februar 2022 ihre Geschäftstätigkeit in der Ukraine eingestellt. Aufgrund der unabsehbaren Entwicklung des Kriegs ist mit wesentlichen Auswirkungen auf den russischen Reisemarkt, aber auch auf andere Standorte der Gebr. Heinemann Gruppe zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aber nicht erkennbar. Zu detaillierten Erläuterungen verweisen wir auf Abschnitt 5. Risiko- und Prognosebericht des Konzernlageberichts.

 

Hamburg, den 21. Juli 2022

Max Heinemann

Raoul Spangen

Florian Seidel

Dr. Dirk Schneider

Dr. Kai Deneke

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2021 Auswirkung Währungsumstellung 1.1.2021 Währungsdifferenzen Zugänge
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.495 1.886 456 1.115
2. Geschäfts- oder Firmenwert 106.039 0 0 46
3. Geleistete Anzahlungen 338 0 7 2.503
140.872 1.886 464 4.064
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 292.374 35.441 1.122 2.440
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 294.098 7.647 2.971 6.728
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.389 0 181 1.347
590.861 43.088 4.274 10.515
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 7.258 -64 0 3.100
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 230 0 -4 73
3. Anteile an assoziierte Unternehmen 129.109 -20.319 701 12.150
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 9.022 0 0 77
5. sonstige Beteiligungen 12.575 0 0 15
6. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 34.397 0 0 1.435
7. sonstige Ausleihungen 10.455 0 1 3.338
8. Wertpapiere des Anlagevermögens 53 0 -1 64
203.099 -20.382 697 20.253
Anlagevermögen gesamt 934.832 24.591 5.435 34.832
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Zu-/Abgänge (-) wg. Veränderung Konso kreis Umbuchungen Stand 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.151 -164 350 29.988
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.121 -8.408 0 91.556
3. Geleistete Anzahlungen 0 1 -344 2.503
14.272 -8.572 6 124.447
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.350 -1.840 64 328.251
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.183 -6.700 992 295.553
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 99 -267 -1.061 4.489
11.632 -8.807 -6 628.294
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 7.057 7.708 0 10.945
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 4.404 0 4.704
3. Anteile an assoziierte Unternehmen 36.995 11.284 8.923 104.853
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 -9.095 4
5. sonstige Beteiligungen 0 0 172 12.762
6. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 53 0 0 35.780
7. sonstige Ausleihungen 197 -8 0 13.589
8. Wertpapiere des Anlagevermögens 19 0 0 97
44.321 23.388 0 182.733
Anlagevermögen gesamt 70.225 6.009 0 935.474
kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2021 Auswirkung Währungsumstellung 1.1.2021 Währungsdifferenzen Zugänge Abgänge
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.999 1.476 196 3.506 8.083
2. Geschäfts- oder Firmenwert 91.069 0 0 3.263 6.121
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
118.068 1.476 196 6.769 14.204
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 84.008 12.233 462 15.933 1.333
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 207.845 4.027 2.293 25.645 8.997
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
291.853 16.260 2.755 41.578 10.330
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 3.289 0 0 10.670 3.289
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 -1 4.681
3. Anteile an assoziierte Unternehmen 41.560 0 0 4.549 18.139
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0 0
5. sonstige Beteiligungen 313 0 0 172 0
6. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20.832 0 0 4.008 0
7. sonstige Ausleihungen 1.867 0 0 2.248 0
8. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0
67.860 0 -1 26.326 21.427
Anlagevermögen gesamt 477.781 17.736 2.949 74.674 45.961
kumulierte Abschreibungen
Zuschreibungen Zu-/Abgänge (-) wg. Veränderung Konsokreis Umbuchungen Stand 31.12.2021
TEUR TEUR TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 -131 0 23.963
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 -8.408 79.803
3. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
0 -131 -8.408 103.766
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9 -1.388 0 109.906
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29 -5.570 0 225.214
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
38 -6.958 0 335.120
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 0 0 0 10.670
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 4.680
3. Anteile an assoziierte Unternehmen 0 0 8.408 36.378
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0
5. sonstige Beteiligungen 0 0 0 485
6. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 24.840
7. sonstige Ausleihungen 0 0 0 4.114
8. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0
0 0 8.408 81.166
Anlagevermögen gesamt 38 -7.089 0 520.052
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
TEUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.025 7.497
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.753 14.970
3. Geleistete Anzahlungen 2.903 338
20.681 22.804
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 218.345 208.367
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.339 86.253
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.489 4.389
293.173 299.009
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundene Unternehmen 275 3.969
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 24 230
3. Anteile an assoziierte Unternehmen 68.475 87.549
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 4 9.022
5. sonstige Beteiligungen 12.277 12.262
6. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.940 13.566
7. sonstige Ausleihungen 9.475 8.588
8. Wertpapiere des Anlagevermögens 97 53
101.567 135.238
Anlagevermögen gesamt 415.421 457.051

Anhang - Liste § 313 Abs. 2 HGB zum 31.12.2021

Name / Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis Jahr
TEUR TEUR
Gebr. Heinemann SE & Co. KG, Hamburg / Deutschland (2) *
Frankfurt Airport Retail GmbH & Co. KG, Hamburg / Deutschland 50,0%
Frankfurt Airport Retail Verwaltungs GmbH, Frankfurt am Main / Deutschland 50,0% 21 1 (2021)
GATEZERO GmbH 50,0%
Gebr. Heinemann Beauty Consultant GmbH, Hamburg / Deutschland (1) 100,0%
Gebr. Heinemann Bulgaria OOD, Sofia / Bulgaria 50,0%
a) Travel Free MA DOOEL, Skopje / Mazedonien (50,0%)
Gebr. Heinemann Cruise Liner GmbH & Co. KG, Hamburg / Deutschland (2) 100,0%
Gebr. Heinemann Cruise Liner Verwaltungs GmbH, Hamburg / Deutschland 100,0% 33 0 (2021)
Gebr Heinemann Danismanlik ve Yönetim Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul / Türkei 100,0 % *** kein Abschluss vorhanden
Gebr. Heinemann Duty Free Spain S.L., Algeciras / Spanien 100,0%
Gebr. Heinemann Egypt GmbH, Hamburg / Deutschland (1) 100,0%
Gebr. Heinemann Maroc SARL AU, Tanger / Marokko 100,0%
Gebr. Heinemann Moscow GmbH, Hamburg / Deutschland 50,0%
Gebr. Heinemann Retail ApS, Kopenhagen / Dänemark 100,0%
Gebr. Heinemann Russia Holding Verwaltungs GmbH, Hamburg / Deutschland 100,0% 23 0 (2021)
Gebr. Heinemann Russia Holding GmbH & Co. KG, Hamburg / Deutschland 100,0%
a) JSC KAPO Duty Free, Vyborg / Russland (33,375 %) **
b) Weigela Ltd, Nicosia / Zypern (33,34%) (2021)
c) Longonia Enterprises Ltd. Nicosia / Zypern (50,0)% -68 -12 (2020)
GH Retail St. Petersburg Ltd., Nicosia / Zypern 33,33%
a) LLC Travel Retail St Petersburg, St. Petersburg / Russland (33,33%)
Heinemann Airport Beteiligungs GmbH, Hamburg / Deutschland (1) 100,0%
a) JR-Heinemann Management Ltd., Tel Aviv / Israel (50,0%) *** -8 3 (2021)
b) JR-Heinemann LP, Tel Aviv / Israel (50,0%)
GHARAGE GmbH & Co. KG, Hamburg/Deutschland (2) 100,0%
GHARAGE GmbH, Hamburg / Deutschland 100,0% *** 24 0 (2021)
GHARAGE Ventures GmbH, Hamburg / Deutschland 100,0 % *** 24 -1 (2021)
Heinemann Africa GmbH, Hamburg / Deutschland (1) 100,0%
a) Big Five Duty Free (Pty) Ltd., Gauteng. / Südafrika (21,66%) **
ab) Big Five Duty Free Lanseria (Pty) Ltd., Gauteng. / Südafrika (21,66%) 1 -14 (2020)
b) RET Retail Export Trading Ltd., Johannesburg / Südafrika (50,0%) **
c) Tourvest Duty Free(Nigeria) (Pty) Limited, Lagos/Nigeria (29,8%) -798 -83 (2021)
Heinemann Asia Pacific GmbH, Hamburg / Deutschland 100,0%
a) Heinemann Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur 100,0%
aa) Heinemann Australia Pty. Ltd., East Lindfield / Australien (100,0%)
aaa) Travel Retail Australia Ltd., Sydney / Australien (100,0%)
ab) Heinemann Commercial & Trading (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai / China (100,0%)
ac) Heinemann Duty Free Malaysia Sdn Bhd., Kuala Lumpur / Malaysia (70,0%)
ad) Heinemann Hongkong Limited, Hongkong/China (100,0%)
ae) Heinemann Asia Pacific International Cruise Pte Ltd (100,0%)
af) Heinemann Asia Pacific Cruise Pte. Ltd., Singapur (100,0%)
ag) Heinemann Macau Ltd., Macau (100,0%)
Heinemann Austria GmbH, Wien / Österreich 100,0%
Heinemann Italia S.r.l. a socio unico, Bologna / Italien 100,0%
Heinemann USA GmbH, Hamburg / Deutschland (1) 100,0%
a) Heinemann Americas Inc., Miami / USA (100,0%)
aa) Heinemann Americas Cruise Retail LLC, Miami / USA (100,0%)
Heinemann Scorpio International Holdings Limited, West Sussex / Großbritannien 100,0%
a) Scorpio Worldwide Limited, West Sussex / Großbritannien (100,0%)
Heinemann Testverek Kft., Budapest / Ungarn 100,0%
Heinemann Yönetim Hizmetleri Limited Sirketi, Istanbul / Türkei 100,0% kein Abschluss vorhanden
Hungarian Duty Free Ltd., Budapest / Ungarn 71,0%
Jullianita Ltd., Nicosia / Zypern 50,0%
Logistic Services Kft., Budapest / Ungarn 50,0 % *** 1 -2 (2021)
Paul Ockert GmbH, Hamburg / Deutschland 100,0% *** -379 -10 (2021)
Rubis Holdings Ltd., Nicosia / Zypern 50,0%
a) Travel Retail Domodedovo LLC, Moskau / Russland (50,0%)
Sambur AG, Samnaun / Schweiz 100,0% *** 118 -217 (2021)
S.C. Heinrig Impex S.R.L, Constanta / Rumänien 100,0%
a) Millenium PRO Design, Bukarest / Rumänien (27,83%) **
b) Heinrig Slovakia s.r.o., Letisko Kosice / Slowakei (100,0%) -27 28 (2021)
c) Elibex Marketing S.R.L., Otopeni / Rumänien (27,83%) 744 746 (2021)
S.C. Heinrig Impex S.R.L. Filiala Bucuresti, Bukarest / Rumänien 100,0%
Schiphol Airport Retail B.V., Amsterdam / Niederlande 60,0%
SkyRianta Ltd., London/Großbritanien 42,0% **
smartseller GmbH & Co. KG, Hamburg / Deutschland 50,0%
a) Smartseller Sl d.o.o. (50%)
smartseller Verwaltungs GmbH, Hamburg / Deutschland 50,0% *** 17 -3 (2021)
Travel Frees.r.o., Prag/Tschechien 50,0%
Travel Free Poland Sp. z.o.o., Kostrzyn n. Odra / Polen 100,0%
Travel Market Services Amsterdam B.V. , Hoofddorp / Niederlande 50,0%
Travel Retail Norway A/S, Gardermoen / Norwegen 50,0%
Travel Retail Slovakia TRS s.r.o., Bratislava / Slowakei 100,0%
T.R.P. Travel Retail Partners Limited, Nicosia / Zypern 42,0% **
UAB Travel Retail Vilnius, Vilnius / Litauen 100,0%
Unifree Duty Free Isletmeciligi A.S., Istanbul / Türkei 60,7%
a) ATÜ Magazacilik Isletmeleri A.ș., Istanbul/Türkei (30,35%) **
b) ATÜ Turizm Isletmeciligi A.S., Istanbul/Türkei (30,35 %) **
c) LLC Unifree Georgia, Tblisi / Georgien (60,7%)
d) SIA Unifree Latvia, Riga / Lettland (60,7%)
e) Take-Off Duty Free Limited, Lefkose / Zypern (57,67%) -30 -5 (2020)
f) Unifree Dutyfree Operating & Supplying Ltd., Lefkose / Zypern (60,7%) -218 -37 (2020)
g) Unifree Kosovo SH. P.K., Pristina / Kosovo (60,7 %)
h) Unifree Kosovo Airport Retailing LLC, Prestina / Kosovo (60,7%)
i) Unifree Macedonia DOOEL, Petrovec/Mazedonien (60,7%) *** -10 -12 (2020)
j) UNITAT Perakende Maģazacilik Ișl.A.Ș ., Istanbul / Türkei (60,7%) -26 0 (2020)
ja) Unitat Kosovo Retailing LLC, Prestina / Kosovo (60,7%) 129 -13 (2020)

* Die Gebr. Heinemann Verwaltungs SE ist an der Gebr. Heinemann SE & Co. KG ohne Kapitaleinlage beteiligt Zur Klarheit werden die übrigen Beteiligungen aus der Sicht der Gebr. Heinemann SE & Co. KG dargestellt.
** at Equity
*** in den Konzernabschluss nicht einbezogene Gesellschaften
(1) Befreiungsmöglichkeit gem. § 264 Abs. 3 HGB wird in Anspruch genommen.
(2) Befreiungsmöglichkeit gem. § 264 b HGB wird in Anspruch genommen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Gebr. Heinemann Verwaltungs SE, Hamburg

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der Gebr. Heinemann Verwaltungs SE, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gebr. Heinemann Verwaltungs SE, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Im Konzernanhang wurden entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB die für die Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gewährten Gesamtbezüge nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 21. Juli 2022

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Cornelia von Oertzen, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Preisegger, Wirtschaftsprüfer

Der Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde in der Verwaltungsratssitzung am 7. November 2022 gebilligt.

Bericht des Verwaltungsrats über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der von den Geschäftsführenden Direktoren nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Gebr. Heinemann Verwaltungs SE für das Geschäftsjahr 2021 wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem (allein wegen fehlender Anhangangaben zu den Organbezügen) eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Allen Verwaltungsratsmitgliedern wurden die Prüfungsberichte rechtzeitig zugestellt. Mit gleicher Post haben alle Verwaltungsratsmitglieder den von den Geschäftsführenden Direktoren nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss der Gebr. Heinemann Verwaltungs SE für das Geschäftsjahr 2021 erhalten. Der Verwaltungsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der für den Abschlussprüfer handelnden Personen überzeugt. Alle Verwaltungsratsmitglieder haben die Abschlussunterlagen und den Prüfungsbericht pflichtgemäß selbst geprüft.

Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung vom 7. November 2022 die Ergebnisse seiner Prüfung erörtert. An dieser Sitzung nahmen die den Konzernabschluss unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer teil. Sie berichteten über die Prüfung insgesamt und über die in der Prüfungsplanung festgelegten Prüfungsschwerpunkte. Darüber hinaus beantworteten sie die Fragen der Mitglieder des Verwaltungsrats eingehend. Der Verwaltungsrat nahm den Prüfungsbericht zustimmend zur Kenntnis und billigte nach eigener Prüfung den von den Geschäftsführenden Direktoren aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss. Damit sind diese festgestellt. Unter Berücksichtigung der derzeitigen und zu erwartenden finanziellen Situation des Konzerns hat der Verwaltungsrat den Vorschlag der Geschäftsführenden Direktoren zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft, für ausgewogen befunden und sich ihm angeschlossen.

 

Hamburg, den 17. November 2022

Claus Heinemann

Gunnar Heinemann

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  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
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