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otris software AG AG

Dortmund ·HRB 15040 Dortmund
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Königswall 21
44137 Dortmund
Handelsregister
HRB 15040, Dortmund
Eintragungsdatum
30 kwietnia 1998
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Unternehmenszweck
die Entwicklung, der Erwerb und der Vertrieb von Produkten, Lizenzen und Konzeptionen der objektorientierten Unternehmungsmodelierung. und 00- Technologien/Werkzeuge ( objectoriented Software Solutions ) der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie die unterstützende Beratung ( Service ) insbesondere auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie .

Finanzen

Umsatz 2025
19,36 Mio. €
Mitarbeiter 2025
119
Bilanzsumme 2025
10,96 Mio. €
Jahresergebnis 2025
3,90 Mio. €
19 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 10,96 Mio
  • Umlaufvermögen 53,4 % 5,85 Mio
  • Anlagevermögen 46,0 % 5,04 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 % 74,2 k
Passivseite 10,96 Mio
  • Eigenkapital 70,2 % 7,69 Mio
  • Rückstellungen 20,3 % 2,22 Mio
  • Verbindlichkeiten 7,0 % 763,0 k
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 2,6 % 285,6 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 20,22 Mio
  • Umsatzerlöse 95,7 % 19,36 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,4 % 290,5 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,3 % 260,4 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,6 % 128,6 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,5 % 98,1 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,4 % 89,0 k
Aufwendungen 15,74 Mio
  • Personalaufwand 67,6 % 10,64 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 13,2 % 2,08 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11,5 % 1,82 Mio
  • Materialaufwand 7,3 % 1,15 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,3 % 50,2 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % 1,6 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 1,1 k
  • Ergebnis nach Steuern 3,90 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 3,90 Mio
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GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Christoph Norbert Dr.-Ing. Niemann seit 2003 Vorstandsmitglied
  • Frank Dr.-Ing. Hofmann seit 2003 Vorstandsmitglied
  • Carsten Belzer seit 2009 Prokura
  • Michael Eismann seit 2015 Prokura
  • Thomas Richter seit 2005 Prokura
  • Wolfgang Kleefeldt seit 2008 Prokura

Eigentum & Beteiligungen

Beteiligungen an

1 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2022
  2. 06.07.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Christoph Norbert Dr.-Ing. Niemann · Board Member
  3. 2018
  4. 04.06.
    Satzungsänderung
    otris software AG
  5. 04.06.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    otris software AG
  6. 2015
  7. 22.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    Michael Eismann · Procura
  8. 20.05.
    Satzungsänderung
    otris software AG
  9. 2012
  10. 04.05.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Christoph Norbert Dr.-Ing. Niemann · Board Member
  11. 04.05.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Frank Dr.-Ing. Hofmann · Board Member
  12. 04.05.
    Satzungsänderung
    otris software AG
38 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2025 Jahresabschluss
  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2024

Veröffentlicht am 21 lipca 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

otris software AG

Dortmund

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.523,00 23,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 788.627,00 618.118,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 223.719,35 230.093,35
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.471.647,12 3.819.531,64
3. Sonstige Ausleihungen 78.883,00 3.774.249,47 129.883,20 4.179.508,19
4.710.399,47 4.797.649,19
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.726.215,11 2.718.410,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 37.812,25
3. Sonstige Vermögensgegenstände 262.077,26 1.988.292,37 193.320,45 2.949.543,47
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.167.757,14 1.995.638,02
5.156.049,51 4.945.181,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.425,76 15.627,71
9.899.874,74 9.758.458,39

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 1.600.000,00 1.600.000,00
Eigene Anteile -80.000,00 1.520.000,00 -80.000,00 1.520.000,00
II. Kapitalrücklage 23.500,00 23.500,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 136.500,00 136.500,00
2. Andere Gewinnrücklagen 1.600.000,00 1.736.500,00 1.000.000,00 1.136.500,00
IV. Bilanzgewinn 3.702.105,75 3.797.376,53
6.982.105,75 6.477.376,53
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 615.617,00 319.436,19
2. Sonstige Rückstellungen 1.095.938,34 1.578.877,92
1.711.555,34 1.898.314,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102.181,17 43.046,26
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 100.801,68 76.510,90
3. Sonstige Verbindlichkeiten 423.191,60 554.306,26
- davon aus Steuern EUR 400.913,64 (i. Vj. EUR 519.765,95) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 20.982,00 (i. Vj. EUR 20.179,85) -
626.174,45 673.863,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 580.039,20 708.904,33
9.899.874,74 9.758.458,39

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 17.492.175,81 17.162.343,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 605.831,38 293.393,55
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.320,56 30.224,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 772.990,87 811.311,43 703.797,42 734.021,82
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.720.544,93 8.492.421,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.295.466,66 10.016.011,59 1.122.084,69 9.614.506,12
- davon für Altersversorgung EUR 54.791,08 (i. Vj. EUR 43.636,79) -
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 217.594,51 225.273,84
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.898.791,52 1.682.741,06
7 . Erträge aus Beteiligungen - sämtliche aus verbundenen Unternehmen - 147.180,00 251.120,00
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 94.773,00 116.049,20
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.051,83 73.671,89
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 140.618,08 106.750,47
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30,00 3.891,67
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.662.530,64 1.779.100,36
13. Ergebnis nach Steuern 3.698.124,25 3.750.292,30
14. Sonstige Steuern 1.395,03 2.161,86
15. Jahresüberschuss 3.696.729,22 3.748.130,44

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

I. Allgemeine Angaben

Die otris software AG, Dortmund, wird im Handelsregister B des Amtsgerichtes Dortmund unter der Nummer HRB 15040 geführt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Für die Überleitung des Jahresergebnisses auf den Bilanzgewinn wird das Wahlrecht gem. § 158 Abs. 1 Satz 2 AktG in Anspruch genommen und die Angaben entsprechend im Anhang gemacht.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Davon-Vermerke zu Restlaufzeiten oder Zugehörigkeit zu anderen Posten, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, sind im Anhang aufgeführt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 HGB wird von der Gesellschaft nicht in Anspruch genommen. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Es handelt sich um entgeltlich erworbene EDV-Programme, die über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bzw. fünf Jahren abgeschrieben werden.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro-rata-temporis abgeschrieben. Bereits vollständig abgeschriebene Anlagegüter werden mit einem Anhaltewert von jeweils € 1,00 zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, wenn der beizulegende Wert einzelner Gegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreitet.

Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und im Berichtsjahr als Abgang gezeigt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Wenn die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen, wird auf den Wert der Anschaffungskosten zugeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 0,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden dabei nicht berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt und beinhalten im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Grundkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind für Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

III. Angaben zur Bilanz und GuV

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in einer gesonderten Übersicht als Anlage zum Anhang dargestellt.

Es wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Wertpapiere im Berichtsjahr von € 140.618,08 (i. VJ. € 106.750,47) vorgenommen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gg. verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von € 0,00 (i. VJ. € 37.812,25) aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte Grundkapital beträgt € 1.600.000,00. Das Grundkapital ist in 400.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.

Die Gesellschaft hält eigene Aktien in Höhe von 5% des Grundkapitals. Dies entspricht 20.000 Aktien und einem Betrag von € 80.000,00.

Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB und die gesetzliche Rücklage entsprechen € 23.500,00 und € 136.500,00 und somit dem zehnten Teil des Grundkapitals der Gesellschaft.

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von € 3.797.376,53 wurden € 3.192.000,00 an die Aktionäre ausgeschüttet und € 600.000,00 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Rest von € 5.376,53 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Entwicklung des Bilanzgewinns:

31.12.2024 31.12.2023
Jahresüberschuss € 3.696.729,22 € 3.748.130,44
Gewinnvortrag € 3.797.376,53 € 2.909.246,09
Ausschüttungen. /. € 3.192.000,00 € 2.660.000,00
Andere Gewinnrücklagen ./. € 600.000,00 € 200.000,00
Bilanzgewinn € 3.702.105,75 € 3.797.376,53

4. Sonstige Rückstellungen

Die wesentlichsten sonstigen Rückstellungen betreffen die Rückstellungen für Boni sowie die Urlaubsrückstellung.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Unter dem Posten werden Erträge aus der Verzinsung der im Anlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere und aus der Verzinsung von Mitarbeiterdarlehen ausgewiesen.

7. Sonstige betriebliche Erträge

Es wurden im Berichtsjahr Zuschreibungen in Höhe von T€ 22 (i. VJ. T€ 76) auf Wertpapiere des Anlagevermögens vorgenommen. Aus dem Abgang von Wertpapieren des Anlagevermögens wurde ein Gewinn in Höhe von T€ 304 verzeichnet (i. VJ. T€ 0).

8. Nachtragsbericht

Ereignisse und Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet oder sind in dem vorliegenden Jahresabschluss bereits vollständig berücksichtigt.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre
T€ T€ T€
Mietverpflichtungen gesamt 489 1.438 0
Leasingverpflichtungen gesamt 11 22 0
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gesamt 500 1.460 0

2. Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 115 Mitarbeiter (sämtlich Angestellte) beschäftigt, davon 22 weibliche Mitarbeiterinnen und 93 männliche Mitarbeiter.

3. Aufsichtsrat

Als Mitglieder des Aufsichtsrates waren im Berichtsjahr die folgenden Herren bestellt:

Hans-Peter Gier, Verwaltungsratsvorsitzender trustwise.io AG, Champfer, (Schweiz) - Vorsitzender -

Andreas Nowottka, Geschäftsführer, Mülheim an der Ruhr - Stellvertretender Vorsitzender -

Benedikt Niemann, Wirtschaftsinformatiker, Essen - Mitglied -

4. Vorstand

Zu den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr die folgenden Herren bestellt:

Dr. Frank Hofmann; Dipl.-Ing., Bochum

Dr. Christoph Niemann; Dipl.-Ing., Essen

Bezüglich der Angaben zu den Gesamtbezügen des Aufsichtsrates und des Vorstandes macht die Gesellschaft von den Erleichterungen des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

5. Angaben über den Anteilsbesitz

Die otris software AG ist an den folgenden Unternehmen beteiligt:

Firma, Sitz Anteil am Stammkapital Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresüberschuss(+) / Jahresfehlbetrag(-) 2023
T€ * T€ *
otris systems GmbH, Oldenburg (bis 21. Februar 2025 bytemine GmbH) 98,12% 419 189
amicaldo GmbH, Dortmund, bis zum 30.08.2024 51,00% 31 26
otrisPROJECTS GmbH, Ulm 51,00% 665 185

* letzter vorliegender Jahresabschluss

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 3.702.105,75 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttungen: € 3.192.000,00
Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen: € 500.000,00
Vortrag auf neue Rechnung: € 10.105,75

 

Dortmund, 14. Mai 2025

Der Vorstand

Dr. Frank Hofmann

Dr. Christoph Niemann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.422,42 150.000,00 0,00 225.422,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.743.211,47 386.620,51 57.355,39 2.072.476,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 279.817,35 0,00 12.748,00 267.069,35
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 4.206.583,06 1.442.056,92 1.671.221,24 3.977.418,74
3. Sonstige Ausleihungen 129.883,20 -51.000,20 0,00 78.883,00
4.616.283,61 1.391.056,72 1.683.969,24 4.323.371,09
6.434.917,50 1.927.677,23 1.741.324,63 6.621.270,10
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2024 Zugänge Zuschreibungen Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 75.399,42 2.500,00 0,00 0,00 77.899,42
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.125.093,47 215.094,51 0,00 56.338,39 1.283.849,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 49.724,00 0,00 0,00 6.374,00 43.350,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 387.051,42 140.618,08 21.897,88 0,00 505.771,62
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
436.775,42 140.618,08 21.897,88 6.374,00 549.121,62
1.637.268,31 358.212,59 21.897,88 62.712,39 1.910.870,63
Buchwerte
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.523,00 23,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 788.627,00 618.118,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 223.719,35 230.093,35
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.471.647,12 3.819.531,64
3. Sonstige Ausleihungen 78.883,00 129.883,20
3.774.249,47 4.179.508,19
4.710.399,47 4.797.649,19

Lagebericht 2024

der otris software AG

1. Grundlagen

1.1 Geschäftsmodell

Die otris software AG ist im Jahre 2000 aus der 1998 gegründeten otris GmbH & Co. KG hervorgegangen. Das Unternehmen ist eine 53,22 %-ige Tochtergesellschaft der otrisVENTURE GmbH, Essen. Außerdem hält die otris software AG 5,0 % eigene Anteile.

Im Jahresdurchschnitt 2024 wurden 115 Mitarbeitende beschäftigt. Das operative Leitungsorgan wird durch den Vorstand gebildet, der aus zwei Mitgliedern besteht. Den Vorstand kontrolliert der aus drei Mitgliedern bestehende Aufsichtsrat.

Zur otris software AG gehören weiterhin die Unternehmen otris systems GmbH (Oldenburg; bis 21. Februar 2025 bytemine GmbH) und die otrisPROJECTS GmbH (Ulm). An der otrisPROJECTS GmbH hält die otris software AG einen Anteil in Höhe von 51,0 %. Der Anteil an der otris systems GmbH beträgt 98,12 %. Die Anteile in Höhe von 51,0 % an der amicaldo GmbH (Dortmund) wurden zum 30.08.2024 an die übrigen Gesellschafter der amicaldo GmbH verkauft.

Die otris software AG entwickelt Software-Produkte für den eigenen Vertrieb bzw. den Vertrieb durch Partner auf eigene Rechnung. Den Partnern werden Dienstleistungen z. B. im Bereich Kundensupport angeboten. Im Gegenzug ergänzen die Partner die otris-Produkte um eigene Dienstleistungen oder Erweiterungen und schaffen damit einen Mehrwert für die Kunden. Die otris software AG berät die eigenen Kunden und die Kunden der Partner beim Einsatz der Produkte und führt Schulungen durch.

Die otris software AG vertreibt direkt oder indirekt folgende Produkte:

Das Dokumenten-Management- und Workflow-System documentsOS (vormals DOCUMENTS) wird als OEM-Produkt über die EASY SOFTWARE AG vertrieben.

Die documentsOS-Plattform dient ebenfalls als Basis für die otris compliance SUITE. Hierbei handelt es sich um ein Werkzeug zur Umsetzung eines Richtlinien-Managements, das ausschließlich im Direktvertrieb angeboten wird. Compliance enthält auch eine Komponente zur Realisierung eines Hinweisgebersystems und zur Umsetzung eines Risikomanagements.

Die Software otris legal SUITE adressiert die Themen Vertrags- und Beteiligungs-Management. Auch diese Lösung nutzt die documentsOS- Plattform und wird im Direktvertrieb angeboten. Die Teillösung otris contract wird auch im Partnervertrieb angeboten.

Die otris privacy SUITE wird im Direktvertrieb angeboten und unterstützt Datenschutzbeauftragte bei ihrer Tätigkeit. Über das Modul ISMS (Informationssicherheits-Management-System) wird auch das Thema IT- Sicherheit abgedeckt.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt keine Forschungsaktivitäten. Insgesamt sind ca. 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Neu- und Weiterentwicklung von Softwareprodukten betraut.

Der Fokus bei der Weiterentwicklung von documentsOS lag im Geschäftsjahr 2024 unter anderem in der Bereitstellung neuer Erweiterungen im AdminCenter. Neben der Nutzung von Webservices und der Einrichtung verschiedener Benutzerimporte kann im AdminCenter zusätzlich auch der Lebenszyklus von Vorgängen konfiguriert werden. Für diese administrativen Vorgänge war zuvor noch ein zu installierender separater Client erforderlich. Die konsequente Arbeit am Al-Toolkit ermöglicht die Einbindung eines Kl-Copiloten mit Chatfunktion, sowie die Nutzung von Vektordatenbanken als weiteres KI-Wissen. Die Planung und Implementierung eines SelfService-Portals auf Basis von documentsOS wurde gestartet und wird zuerst Anwendung in der Nutzung der legal SUITE als "Legal Front Door" finden.

Die legal SUITE Version 2.0 entwickelt den Funktionsumfang der einzelnen Lösungen in den jeweiligen Fachkonzepten weiter, adaptiert und übernimmt zudem neue Funktionen aus der Serverplattform documentsOS und harmonisiert letztlich den Funktionsumfang, indem Erweiterungen (wie der CREATOR oder das Anlegen individueller Felder via Web) auf weitere Lösungen ausgerollt wurden.

Die compliance SUITE wurde auf die documentsOS-Plattform umgestellt. Außerdem wurde damit begonnen, das ISMS aus der privacy SUITE als Modul der compliance SUITE umzusetzen. Flankierend waren dazu umfangreiche Umbauarbeiten an anderen Modulen der compliance SUITE erforderlich.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen/Marktumfeld

Die deutsche Wirtschaft befand sich im Jahr 2024 weiterhin in einer konjunkturellen Schwächephase. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands ist im Jahr 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies markiert das zweite Jahr in Folge mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung, nachdem bereits 2023 ein Minus von 0,3 % verzeichnet wurde. Solch eine zweijährige Schrumpfung der Wirtschaft gab es zuletzt in den Jahren 2002 und 2003.

Im Jahr 2024 hat sich die Inflationsdynamik in Deutschland deutlich abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr, nachdem die Inflationsrate 2023 noch bei 5,9 % gelegen hatte. Diese Entwicklung ist vor allem auf gesunkene Energiepreise zurückzuführen: Haushaltsenergie verbilligte sich im Jahresmittel um 3,1 %, darunter Strom (-6,4 %) und Erdgas (-3,5 %). Im Jahr 2024 erlebten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland einen signifikanten Anstieg ihrer Reallöhne. Die Nominallöhne stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 %, während die Verbraucherpreise lediglich um 2,2 % zunahmen.

Im Jahr 2024 verzeichnete die deutsche ITK-Branche laut Bitkom ein Umsatzwachstum von 3,3 % auf 222,6 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag das Wachstum bei 2,0 % mit einem Gesamtumsatz von 215,6 Milliarden Euro. In Deutschland waren 2024 rund 1,351 Millionen Menschen in der ITK-Branche beschäftigt, während gleichzeitig etwa 149.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt blieben, was den anhaltenden Fachkräftemangel in diesem Sektor unterstreicht. Die otris software AG wirkt dem mit verstärkten Anstrengungen in der Ausbildung eigener Mitarbeitender entgegen. So wurden 2024 vier neue dual Studierende eingestellt.

Für die Steuerung der otris software AG im Gesamtkontext und die Analyse ihres Geschäftsverlaufs sind diese Faktoren von geringer Bedeutung. Wir gehen auch weiterhin nicht davon aus, dass es zu wesentlichen negativen Einflüssen auf die weitere Geschäftsentwicklung kommt.

2.2 Geschäftsverlauf

Die finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir unser Unternehmen steuern, sind die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern.

Im Jahr 2024 stiegen die Umsätze um 1,9 % auf TEUR 17.492 an.

Das Lizenzgeschäft (Kauflizenzen) sank gegenüber dem Vorjahr um 24,07 % auf TEUR 2.780. Im Direktgeschäft hielt der Trend zu SaaS-Lizenzen (Software as a Service) an, d.h. der Umsatz verlagerte sich vom Lizenzgeschäft mit anschließender Software- Pflege hin zu SaaS. Entsprechend stieg der Umsatz mit Miet- bzw. SaaS-Lizenzen um 48,0 % auf TEUR 2.929 und übertraf damit erstmals den Umsatz mit Kauflizenzen.

Ein detaillierterer Blick auf die Lizenzumsätze inklusive Miete/SaaS zeigt folgendes Bild:

Das Geschäft mit documentsOS und documentsOS-Lösungen im Partnervertrieb (im Wesentlichen über EASY SOFTWARE AG) sank im Vergleich zum Vorjahr: Der Umsatz fiel von TEUR 2.365 um 5,1 % auf TEUR 2.244. Der Anteil der EASY Software AG am Partnervertrieb (Lizenzen) erhöhte sich leicht und liegt nun bei 83,9 % nach 75,1 % im Vorjahr. Daraus folgt, dass der Umsatz mit den übrigen Partnern rückläufig war.

Im Direktvertrieb wurde ein Umsatzanstieg um 5,7 % erreicht: Der Umsatz stieg von TEUR 3.219 auf TEUR 3.401. Auf die legal SUITE entfielen dabei TEUR 1.764 (i. Vj. TEUR 1.810), auf die compliance SUITE einschließlich Hinweisgebersystem TEUR 1.075 (i. Vj. TEUR 864). Mit der privacy SUITE wurden TEUR 562 (i. Vj. TEUR 545) umgesetzt. TEUR 2.601 dieses Umsatzes (76,5 %) wurden im Rahmen wiederkehrender Miet- bzw. SaaS-Erlöse erzielt.

Die Software-Pflege und der -Support konnten ebenfalls wieder eine Steigerung verbuchen: Der Umsatz stieg um 5,69 % auf TEUR 7.864. Der Anteil am Gesamtumsatz liegt nun bei 45,0 % nach 43,4 % im Vorjahr.

Da die Softwarepflege zum größten Teil bereits im Januar jeden Geschäftsjahres fakturiert wird, ist eine planbare und hohe Liquidität in diesem Bereich bei der otris software AG gesichert.

Im Dienstleistungsbereich (Software-Pflege und -Support betrachten wir gesondert) sank der Umsatz auf TEUR 3.863 (- 3,72 %). Überproportional gewachsen sind das Hostinggeschäft und die Projektwartung, die um 21,15 % bzw. 29,07 % zulegten.

Die Umsatzerlöse entwickelten sich insgesamt jedoch unter den für das Geschäftsjahr geplanten Umsätzen in Höhe von TEUR 18.526. Dies lag unserer Einschätzung nach hauptsächlich an längeren Projektlaufzeiten als geplant. Da in der Regel die Abrechnung der SaaS-Verträge erst nach Projektabschluss beginnen kann, kommt es dadurch zu Umsatzverschiebungen. Auch in einigen Lizenzverträgen wurden entsprechende Regelungen aufgenommen, die eine Abnahme der Lizenz erst nach Erbringung der Dienstleistungen vorsahen. Außerdem wurde der Dienstleistungsumsatz nach dem sehr starken Jahr 2023 zu optimistisch geplant.

Das Ergebnis vor Steuern im Jahr 2024 beträgt TEUR 5.359 und liegt damit unter dem geplanten Vorsteuerergebnis in Höhe von TEUR 5.831. Das hängt natürlich auch mit den geringeren Umsatzerlösen zusammen, da eine frühere Abrechnung der SaaS- Verträge und Lizenzen nicht zu nennenswert höheren Kosten geführt hätte.

2.3 Lage

2.3.1 Ertragslage

Die größten Umsatzanteile entfielen mit 45,0 % (im Vorjahr 43,4 %) auf die Erlöse aus der Software-Pflege. Die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft (Einmalzahlungen plus Miete/SaaS) erreichten einen Anteil von 32,7 % (32,9 % im Vorjahr) am Umsatz. Der Rest verteilt sich auf Dienstleistungen (22,1 %) und sonstige Erlöse (0,2 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus den Erlösen aus den Verkäufen von Wertpapieren in Höhe von TEUR 304 (i.Vj. TEUR 0). Zusätzliche TEUR 19 wurden mit dem Verkauf der amicaldo-Anteile erlöst.

Die Aufwendungen für die Betriebsleistung (Material-, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen) sind von TEUR 12.257 um 5,6 % auf TEUR 12.944 gestiegen. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen den erhöhten Personalaufwand (+TEUR 402) im Zusammenhang mit Gehaltsveränderungen sowie zusätzlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die Erträge aus Beteiligungen sind 2024 von TEUR 251 auf TEUR 147 gesunken. Auf Grund der Aussichten für 2024 hat otrisPROJECTS GmbH auf eine Ausschüttung verzichtet. Die Ausschüttung von otris systems GmbH stieg von TEUR 98 auf TEUR 147.

Obwohl es in 2024 zu einer Erholung der Aktienmärkte kam und eine Zuschreibung auf Wertpapiere von TEUR 22 (im Vorjahr TEUR 76) erfolgen konnte, waren weitere Abschreibungen auf die Wertpapiere in Höhe von TEUR 141 erforderlich (nach TEUR 107 in 2023).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind aufgrund des gesunkenen Vorsteuerergebnisses gegenüber dem Vorjahr von TEUR 1.779 um TEUR 116 auf TEUR 1.663 gesunken. Im Jahre 2024 sank der Jahresüberschuss um 1,4 % auf TEUR 3.697 (gegenüber TEUR 3.748 in 2023).

2.3.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 141 auf TEUR 9.900 (i. Vj. TEUR 9.758) gestiegen.

Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 4.798 um TEUR 88 auf TEUR 4.710 gesunken.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich 2024 um TEUR 1.172 auf TEUR 3.168 erhöht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Kunden (einschließlich Forderungen gegen verbundene Unternehmen) haben sich im Vergleich zum letzten Bilanzstichtag um TEUR 1.030 auf TEUR 1.726 verringert Hier waren zwei Ereignisse wesentlich für die Reduzierung: Zum einen wurden die offenen Forderungen eines Großkunden deutlich reduziert und zum anderen wurde ein systematisches Forderungsmanagement etabliert.

Auf der Passivseite stieg das Eigenkapital. Es erfolgte eine Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen von TEUR 600. Die Rückstellungen sanken um TEUR 187 und die Verbindlichkeiten nahmen ebenfalls um TEUR 48 ab. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sanken deutlich um TEUR 129. Diese ergaben sich durch Wartungs- und SaaS-Erlöse, die bereits für Erträge in Folgejahren als Einzahlungen vereinnahmt wurden.

Das Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.572 um TEUR 234 auf TEUR 2.338 reduziert. Das Fremdkapital teilt sich in Rückstellungen (TEUR 1.712) und Verbindlichkeiten (TEUR 626) auf. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert, da insbesondere die Bonusrückstellung geringer ist. Dies wird durch die höheren Steuerrückstellungen nicht ausgeglichen. Die niedrigeren Bonusrückstellungen kommen dadurch zustande, dass das geplante Ergebnis in 2024 nicht erreicht werden konnte.

2.3.3 Finanzlage

Im Jahr 2024 wurden wiederum keine Fremdmittel in Anspruch genommen. Es bestanden Kreditlinien im Rahmen der Kontokorrentkonten, die aber zum Stichtag nicht in Anspruch genommen worden sind. Zum Jahresende standen der Gesellschaft liquide Mittel in Höhe von TEUR 3.168 zur Verfügung, was einer Erhöhung um 58,7 % gegenüber dem gleichen Zeitpunkt des Vorjahres entspricht. Die Gesellschaft konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht nachkommen.

Bei einem Eigenkapital von TEUR 6.982 vor Ergebnisverwendung ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 70,5 % nach 66,4 % im Vorjahr.

Aufgrund eines hohen Volumens von Zahlungen aus Softwarewartungsverträgen und SaaS-Verträgen, die zum Jahresbeginn vorschüssig bis zum Jahresende vereinnahmt werden, ist eine ausreichende Finanzierung aus eigenen liquiden Mitteln ohne die Aufnahme von Bankdarlehen aus Sicht des Vorstandes gesichert.

Die Investitionsmittel konnten wie auch in den Vorjahren vollständig aus der Innenfinanzierung bereitgestellt werden.

An die Aktionäre wurde im Jahr 2024 aus dem Bilanzgewinn 2023 eine Dividende in Höhe von TEUR 3.192 (im Vorjahr TEUR 2.660) ausgeschüttet, TEUR 600 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und TEUR 5 auf neue Rechnung vorgetragen.

Insgesamt beurteilen wir das Geschäftsjahr sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der otris software AG auch 2024 als sehr gut.

3. Chancen- und Risikobericht

Mit den bestehenden Produkten können in den nächsten Jahren weiter steigende Erlöse erwartet werden, was die kontinuierlich steigende Wartungsbasis und die zunehmende Zahl an SaaS-Kunden zeigt. Der Betrieb der Lösungen in der Cloud (Hosting oder SaaS) bietet für die nähere Zukunft noch weiteres Wachstumspotential.

Durch die Einführung der otris legal SUITE, mit den drei Komponenten contract management, matter management und corporate housekeeping, ergeben sich Chancen im Bestandskundengeschäft, da die Einzelprodukte sich ohne zusätzlichen Aufwand kombinieren lassen. Weitere Impulse erwarten wir durch die Einführung erster Kl-Module für unsere Produkte. Seit 2024 wird das bisherige Modul otris ISMS unabhängig von otris privacy vertrieben. Auch hiervon erwarten wir weiter neue Verkaufschancen. Perspektivisch wird das ISMS in die compliance SUITE integriert.

Der erwartete Erfolg ist gefährdet, wenn eines oder mehrere der folgenden Risiken eintreten. Die Risiken sind absteigend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung genannt:

Kündigung von Wartungs- bzw. SaaS-Verträgen

Die otris software AG übernimmt den 2nd-Level-Support für die Vertriebspartner und den kompletten Support für Direktkunden sowie Produktschulungen für die Partner. Um die Bindung der Kunden weiter zu verbessern, unterstützt die otris software AG verstärkt die Vertriebspartner direkt in Projekten. Ein relativ geringer Teil der Direktkunden kündigt jedes Jahr (von den wiederkehrenden Erlösen sind zum 31.12.2024 ca. 5,4 % gekündigt worden). Das Risiko, dass diese Kündigungsrate deutlich steigt, schätzen wir als gering ein, die Auswirkung wäre hoch.

Cyber-Sicherheitsvorfälle

Die otris software AG betreibt in zunehmendem Maße die Software für ihre Kunden im SaaS-Modell. Die Kunden gehen davon aus, dass ihre Daten bei otris in sicheren Händen sind. Dies wird durch verschiedene Maßnahmen wie Penetration-Tests, Redundanzen und Zertifizierungen (nach ISO 27001) sichergestellt. Das Risiko, dass es zu einem Cyber-Sicherheitsvorfall mit gravierenden Auswirkungen kommt, schätzen wir daher als gering ein. Die kurzfristige finanzielle Auswirkung wäre dank einer Cyber-Versicherung gering. Langfristig könnte ein gravierender Vorfall aber zu einem Vertrauensverlust und somit zu einem großen Schaden führen.

Ausfall mehrerer Vertriebspartner

Der indirekte Vertrieb basiert auf Vertriebspartnern. Fallen hiervon zwei oder mehr Partner oder der größte Partner EASY aus, wird es zu starken Umsatzeinbußen kommen. Gegenmaßnahmen sind die permanente Weiterentwicklung der Produkte und die enge Kooperation mit den Partnern. Die Wahrscheinlichkeit schätzen wir als gering ein. Im Fall der Kündigung eines Vertriebspartners fällt zunächst nur das Neugeschäft weg, so dass die Auswirkung als mittelgroß einzuschätzen ist. Die Software-Pflegeverträge bleiben nach einer Kündigung eines Vertriebspartners grundsätzlich erhalten.

Produktqualität

Wenn die Qualität der otris-Produkte nicht den Erwartungen der Kunden entspricht, ist kein dauerhafter Erfolg möglich. Durch kontinuierliche Verbesserungen der eingesetzten Frameworks konnte die Qualität weiter gesteigert werden. Eine regelmäßige Qualitätssicherung findet anhand automatisierter Tests für die Produkte und die Plattform documentsOS statt. Diese werden vor jedem Release durch umfassende manuelle Tests ergänzt. Darüber hinaus finden regelmäßig Pentests durch externe Dienstleister statt. Auf Grund dieser Gegenmaßnahmen schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit als gering ein. Ein Schaden wäre kurzfristig relativ gering, könnte langfristig aber sehr hoch werden.

Abwanderung von Mitarbeitenden

Als Software-Hersteller ist otris insbesondere auf hochqualifizierte Mitarbeitende angewiesen. Die Abwanderung von Mitarbeitenden in größerer Zahl würde die Handlungsfähigkeit von otris stark einschränken und zu einem hohen Schaden führen. Das Unternehmen ergreift daher regelmäßig Maßnahmen, um das Risiko gering zu halten. In 2024 wurde z.B. ein umfassendes Werte-Assessment durchgeführt und es wurden Führungskreise in der ersten und zweiten Führungsebene etabliert. Feedbackgespräche finden regelmäßig statt und wir versuchen, alle Mitarbeitenden zu fördern. Deswegen schätzen wird das Risiko als gering ein.

4. Prognosebericht

Für 2025 wird aus heutiger Sicht ein um ca. 9,4 % höherer Umsatz als 2024 erwartet. Bei einem prognostizierten Umsatz von TEUR 19.132 im Jahr 2025 liegt das geplante Ergebnis vor Steuern mit ca. TEUR 5.729 um etwa 6,9 % über dem des Jahres 2024. Insbesondere im Bereich Software-Miete/SaaS wird wieder ein deutliches Umsatzwachstum erwartet.

Im Direktvertrieb der otris-SUITEN (Lizenzen und SaaS) rechnen wir 2025 mit einem Umsatz von ca. TEUR 4.330, was einer Steigerung von 27,3 % gegenüber 2024 entspräche. Ein weiter zunehmender Anteil der Lizenzerlöse wird nicht mehr in Form von Verkäufen von Lizenzen (Einmalzahlungen), sondern als jährliche oder quartalsweise Zahlungen für Mieten anfallen (Saas-Modell).

Ein deutlich verringertes Wachstum erwarten wir im Bereich der Software-Pflege (von TEUR 7.864 auf ca. TEUR 7.919). Ein Großteil dieser Erlöse kann wie bisher bereits im Januar 2025 fakturiert werden. Daher ist davon auszugehen, dass die sehr gute Liquiditätslage der otris software AG auch in Zukunft erhalten bleibt.

Weiteres Umsatzwachstum erwarten wir im Bereich Dienstleistung (+ 12,7 %). Hier soll sich besonders der Bereich Projektwartung/SLA (Service Level Agreement) entwickeln, der auch zu den wiederkehrenden Erlösen zählt. Die Umsätze sollen hier von zuletzt TEUR 369 auf TEUR 548 steigen.

In unsere Prognose fließen dabei sowohl vergangenheitsorientierte Indikatoren (unternehmensspezifische, historische Wachstumsraten) als auch zukunftsorientierte Größen aus der Absatzplanung ein.

5. Sonstige Angaben

Bezüglich der Angaben zu den eigenen Aktien gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter "III. Angaben zur Bilanz und GuV 3. Eigenkapital".

6. Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Aufgrund der 53,22 %-igen Beteiligung der otrisVENTURE GmbH an der otris software AG hat der Vorstand der otris software AG einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG erstellt, in dem die folgende Schlusserklärung abgegeben wurde:

"Unsere Gesellschaft hat bei den in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen "

 

Dortmund, den 14. Mai 2025

otris software AG

Der Vorstand

Dr. Frank Hofmann

Dr. Christoph Niemann

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die otris software AG, Dortmund

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der otris software AG, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der otris software AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 19. Mai 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kis, Wirtschaftsprüfer

Görsch, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates für die Hauptversammlung am 26. Mai 2025 über das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der otris software AG übertragenen Aufgaben wahrgenommen. Regelmäßig und ausführlich hat uns der Vorstand über die wirtschaftliche Situation der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge mündlich und schriftlich unterrichtet. Dabei bilden die Aufsichtsratssitzungen, an denen auch der Vorstand teilnimmt, einen besonderen Schwerpunkt.

Die otris software AG entwickelt Produkte für den eigenen Vertrieb bzw. den Vertrieb durch Partner. Das Angebot ist in dem Geschäftsmodell um das Dokumenten- Management- und Workflow-System DOCUMENTS und darauf basierende Lösungen gebündelt. Diese Produktpalette wird ständig weiterentwickelt.

Die Erlös-, Kosten- und Risikosituation wird gesteuert durch den monatlichen Plan/Ist Vergleich und in Vierteljahresberichten schriftlich dargestellt und erläutert. Im Geschäftsjahr 2024 konnte der Umsatz mit 17,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % gesteigert werden.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2024 vier Sitzungen abgehalten. Ausschüsse des Aufsichtsrates sind auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gebildet worden. Änderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gab es 2024 nicht.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Der Jahresabschluss einschließlich der Buchführung sowie der Lagebericht der Gesellschaft sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Der Bericht des Abschlussprüfers liegt uns vor. Mitarbeiter der KPMG haben das Prüfungsergebnis in einer Sitzung des Aufsichtsrates erläutert und entsprechende Fragen beantwortet. Die WP-Gesellschaft hat in ihrer Eigenschaft als Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht des Vorstandes und seinen Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Aufgrund der eigenen Prüfung erheben wir keine Einwendungen und treten dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2024 durch den Abschlussprüfer bei.

Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Dieser ist damit festgestellt.

Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 3.702.105,75 Euro soll auf Vorschlag des Vorstandes in die Gewinnrücklage ein Betrag in Höhe von 500.000,00 eingestellt werden. Ferner schlägt der Vorstand vor, eine Dividende In Höhe von 3.192.000,00 Euro auszuschütten. Der verbleibende Betrag von 10.105,75 Euro wird der Position Gewinnvortag zugeführt. Der Aufsichtsrat schließt sich diesem Votum an. Der ordentlichen Hauptversammlung wird ein entsprechender Vorschlag unterbreitet.

Da die otris software AG eine Tochtergesellschaft der otrisVENTURE GmbH ist, muss otris gemäß §312 Abs. 1 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufstellen. Dieser Bericht wurde ebenfalls von der KPMG geprüft und führte zu keinen Feststellungen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand für die geleistete gute Arbeit in diesem Geschäftsjahr.

 

Dortmund, den 26. Mai 2025

Der Aufsichtsrat

Hans-Peter Gier, Aufsichtsratsvorsitzender

Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2024 nach § 312 AktG

1. Rechtsverhältnisse zu verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist am Stichtag 31. Dezember 2024 eine unmittelbar von der otrisVENTURE GmbH, Essen, abhängige Gesellschaft i. S. d. § 17 AktG. Die Beteiligung der otrisVENTURE GmbH an der Gesellschaft beträgt 53,22 %.

Da ein Beherrschungsvertrag gemäß § 291 AktG zur otrisVENTURE GmbH, Essen, nicht besteht, erstatten wir gemäß § 312 AktG den folgenden Bericht über die Beziehungen unserer Gesellschaft zur otrisVENTURE GmbH sowie zu den Tochtergesellschaften amicaldo GmbH (bis 30.08.2024), otris systems GmbH (vormals bytemine GmbH, Umfirmierung im Februar 2025) und otrisPROJECTS GmbH.

Im Geschäftsjahr 2024 war die otrisVENTURE GmbH mittelbar über die otris software AG an den folgenden Unternehmen beteiligt:

zu 51,00 % an der amicaldo GmbH, Dortmund (bis 30.08.2024)

zu 98,12 % an der otris systems GmbH, Oldenburg

zu 51,00 % an der otrisPROJECTS GmbH, Ulm

2. Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte der Gesellschaft mit dem herrschenden Unternehmen

Berichtspflichtiges Rechtsgeschäft im Geschäftsjahr 2024 war die Buchhaltungstätigkeit der otris software AG für die otrisVENTURE GmbH. Für diese Leistung der Jahre 2023 und 2024 wurde im Jahr 2024 ein Betrag in Höhe vom € 1.428,00 berechnet. Diese Leistung an die otrisVENTURE GmbH erfolgte kostendeckend.

Die otrisVENTURE GmbH erhielt von der Gesellschaft im Jahr 2024 gem. Beschluss der Hauptversammlung vom 29.05.2024 eine Dividendenzahlung für den Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023 in Höhe von € 1.788.024,00 vor Abzug der Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.

3. Berichtspflichtige Rechtsgeschäfte der Gesellschaft mit einem mit dem herrschenden Unternehmen verbundenen Unternehmen

Berichtspflichtiges Rechtsgeschäft im Geschäftsjahr 2024 war auch hier die Buchhaltungstätigkeit der otris software AG für die Tochtergesellschaften.

Darüber hinaus bestand zwischen der Gesellschaft und der amicaldo GmbH ein Untermietvertrag für Räumlichkeiten und Stellplätze in Dortmund.

Außerdem erhielt die amicaldo GmbH von der Gesellschaft bereits im Jahr 2023 ein verzinsliches Darlehen in Höhe von € 40.000,00. Der Vertrag wurde zu angemessenen Konditionen geschlossen, Die Verzinsung betrug 2% p.a. . Die Rückzahlung erfolgte vollständig bis zum 29.08.2024.

An die otrisPROJECTS GmbH wurden zur Projektunterstützung Leistungen von Mitarbeitern der Gesellschaft berechnet. Die Berechnung erfolgte als Dienstleistung auf der Basis geleisteter Stunden.

Alle Leistungen erfolgten kostendeckend.

Firma, Sitz Buchhaltungstätigkeit Untermietvertrag Projektunterstützung Darlehen
amicaldo GmbH, Dortmund € 2.670,00 € 9.280,00 € 40.000,00
otris systems GmbH, Oldenburg € 8.745,00
otrisPROJECTS GmbH, Ulm € 9.000,00 € 17.910,00

Berichtspflichtiges Rechtsgeschäft der amicaldo GmbH an die Gesellschaft war im Geschäftsjahr die Pflege der Website und Softwarewartung, es wurde kostendeckend berechnet.

Rechtsgeschäfte der otris systems GmbH im Jahr 2024 an die Gesellschaft waren die Erbringung von Dienstleistungen für Software-As-A-Service und Lieferung von Hardware. Die Berechnung erfolgte für die Hardware kostendeckend, für Leistungen im Rahmen Software-As-A-Service erfolgte sie unter Berücksichtigung einer Marge von 30% seitens der otris software AG, die die durchschnittliche Zielumsatzrendite mit externen Kunden darstellt.

Die otrisPROJECTS GmbH erbrachte Leistungen im Jahr 2024 in Form der Gestellung von Mitarbeitern an die Gesellschaft zur Unterstützung von Projektarbeiten für Kunden sowie Leistungen im Rahmen des mit der otris software AG geschlossenen Kooperationsvertrages vom 12.12.2024. Die Gestellung der Mitarbeiter erfolgte kostendeckend in Form der Weiterberechnung des Lohnaufwandes sowie mit 70% des Tagessatzes, den die otris software AG für die erbrachte Leistung mit dem eigenen Kunden vereinbart hat.

Darüber hinaus erhielt die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 aufgrund des Gesellschafterbeschlusses zur Feststellung des Jahresabschlusses und der Ergebnisverwendung der otris systems GmbH eine Dividendenzahlung in Höhe von € 147.180,00 vor Abzug von Steuern.

Von der otrisPROJECTS GmbH erhielt die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2024 aufgrund des Gesellschafterbeschlusses zur Feststellung des Jahresabschlusses und der Ergebnisverwendung keine Dividendenzahlung.

Firma, Sitz Website und Softwarewartung Dienstleistungen SaaS und Hardware Projektarbeiten / Kooperationsvertrag Dividendenzahlungen
amicaldo GmbH, Dortmund € 12.474,45
otris systems GmbH, Oldenburg € 995.808,35 € 147.180,00
otrisPROJECTS GmbH, Ulm € 248.075,03

4. Wesentliche Maßnahmen des Vorstandes

Es wurden keine berichtspflichtigen Maßnahmen durchgeführt oder veranlasst.

5. Schlusserklärung

Unsere Gesellschaft hat bei den in diesem Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.

 

Dortmund, den 14. Mai 2025

Der Vorstand

Dr. Frank Hofmann

Dr. Christoph Niemann

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