aktiv Rechtsform GmbH

Stadtwerke Energie Jena- Pößneck GmbH

Jena ·HRB 202419 Jena ·stadtwerke-jena.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

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Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Rudolstädter Straße 39
07745 Jena
Handelsregister
HRB 202419, Jena
Eintragungsdatum
26. August 1992
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Allgemeine öffentliche Verwaltung
Öffentliche Verwaltung des Umwelt- und Naturschutzes
Unternehmenszweck
die Wahrnehmung kommunaler Ver- und Entsorgungs-, Gebäude- und Grundstücksverwaltungs- sowie Dienstleistungsaufgaben, die Versorgung mit leitungsgebundener Energie, wie z.B. Fernwärme, Strom, Gas, die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sowie die Abfallentsorgung einschließlich des Baus und Betriebes der dazu erforderlichen Anlagen, ferner Wohnungsbau, Dienstleistungen in den Bereichen Gebäudewirtschaft, Energieeinsparung, Umweltentlastung, Telekommunikation, Rundfunk und Fernsehen inkl. Netzbetrieb, Programmeerstellung und -verbreitung
40 Produkte, Dienstleistungen und Stichworte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Finanzen

Umsatz 2024
219,30 Mio. €
Bilanzsumme 2024
215,72 Mio. €
Jahresergebnis 2024
0 €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 215,72 Mio
  • Anlagevermögen 71,8 % 154,83 Mio
  • Umlaufvermögen 28,2 % 60,81 Mio
Passivseite 215,72 Mio
  • Verbindlichkeiten 50,6 % 109,24 Mio
  • Eigenkapital 38,5 % 83,15 Mio
  • Rückstellungen 8,0 % 17,25 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 288,29 Mio
  • Umsatzerlöse 76,1 % 219,30 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 8,5 % 24,51 Mio
  • Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abzuführender Gewinn 8,3 % −23,81 Mio
  • Ausgleichszahlungen an außenstehende Gesellschafter 3,0 % −8,68 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,7 % −4,95 Mio
  • Erträge aus Gewinnabführung 1,2 % 3,50 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,7 % 2,07 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 707,2 k
  • Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,2 % 517,0 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,1 % −259,0 k
Aufwendungen 212,91 Mio
  • Materialaufwand 88,8 % −189,15 Mio
  • Personalaufwand 5,9 % −12,50 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 3,6 % −7,56 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,8 % −1,62 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,4 % −906,7 k
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,4 % −800,0 k
  • Sonstige Steuern 0,2 % −363,8 k
  • Ergebnis nach Steuern 24,17 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • André Sack seit 2024 Geschäftsführer
  • Claudia, geb. Hänel Budich seit 2021 Geschäftsführer
  • André Kliem seit 2024 Prokura
  • Christian Jeske seit 2026 Prokura
  • Peggy von Damaras seit 2010 Prokura
13 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Top 3 halten 98,0 %
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Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 4 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2026
  2. 15.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Christian Jeske · Gesamtprokura
  3. 19.02.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Energie Jena- Pößneck GmbH
  4. 2024
  5. 07.02.
    Austritt einer Position
    G**** S****** · Geschäftsführer
  6. 07.02.
    Austritt einer Position
    André Sack · Gesamtprokura
  7. 07.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    André Kliem · Gesamtprokura
  8. 07.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    André Sack · Geschäftsführer
  9. 2023
  10. 05.05.
    Austritt einer Position
    C****** B****** · Gesamtprokura
  11. 2021
  12. 02.12.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Energie Jena- Pößneck GmbH
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Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 4. Februar 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

Stadtwerke Energie Jena- Pößneck GmbH

Jena

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 Grundlagen der Gesellschaft

1.1 Geschäftsmodell

1.1.1 Organisatorische und rechtliche Struktur

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (Stadtwerke Energie), Jena, ist aufgrund der gehaltenen Mehrheitsbeteiligung durch die Stadtwerke Jena GmbH (Stadtwerke Jena), Jena, in die Konzernstruktur der Stadtwerke Jena Gruppe eingebunden. Die Stadtwerke Jena befinden sich zu 100 % im Eigentum der Stadt Jena.

Zum 31. Dezember 2023 halten die Stadtwerke Jena 72,1 %, die Thüga AG 20,0 %, die Stadtmarketing Pößneck GmbH 5,9 % sowie die BürgerEnergie Jena eG 2,0 % der Geschäftsanteile.

Die Stadtwerke Energie sind direkt oder über ihre Tochtergesellschaften auf den Gebieten der Ver- und Entsorgung, der Wohnungswirtschaft, des Facilitymanagements, der Anlageninstandhaltung und der Softwareentwicklung und -betreuung sowie weiterer Dienstleistungen tätig.

Eigene unmittelbare Tochtergesellschaften mit wirtschaftlicher Betätigung sind die

- Stadtwerke Jena Netze GmbH (Stadtwerke Netze), Jena,

- jenawohnen GmbH (jenawohnen), Jena,

- job Jenaer Objektmanagement- und Betriebsgesellschaft mbH (job), Jena,

- ASI Anlagen, Service, Instandhaltung GmbH (ASI), Jena,

- varys. Gesellschaft für Software und Abrechnung mbH (varys), Jena,

- Biogas Jena Beteiligungs GmbH (Biogas), Jena,

- Biogas Milda GmbH & Co. KG (Biogas Milda), Milda,

- Biogas Jena GmbH & Co. KG (Biogas Jena), Jena sowie die

- jENERGIE GmbH (jENERGIE), Jena.

Die Stadtwerke Energie halten darüber hinaus Beteiligungen u.a. an der

- TV Produktions- und Betriebsverwaltungs GmbH (Jena TV), Jena,

- TV Produktions- und Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG (Jena TV KG), Jena,

- Trianel GmbH (Trianel), Aachen,

- Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG (TWB), Aachen,

- Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (THEE), Hamburg

- Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG (TOW), Aachen sowie an der

- Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG (TWS), Aachen.

Die Stadtwerke Energie sind Stifter der Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen, Jena. Die Stiftung wurde im Jahr 2003 gegründet und hat zum 31. Dezember 2023 ein Stiftungskapital von 5,25 Mio. €.

1.1.2 Produkte und Dienstleistungen

Die Stadtwerke Energie sind ein Mehrspartenunternehmen mit Strom- und Erdgasvertrieb sowie Fernwärme. Darüber hinaus betreiben und errichten sie Erzeugungsanlagen. Damit bewegen sich die Stadtwerke Energie einerseits im Wettbewerbsumfeld (Erzeugung, Vertrieb) und andererseits mit der 100%igen Tochter Stadtwerke Netze im regulierten Umfeld (Netzbetrieb).

Als moderner Energiedienstleister bieten die Stadtwerke Energie darüber hinaus ihren Kunden eine breite Dienstleistungspalette rund um Energie - von dezentralen Wärmelösungen, Solaranlagen, Batteriespeichern sowie Angeboten zur Elektromobilität bis hin zu individueller Energieberatung für Unternehmen und Haushalte.

Zu weiteren Geschäftsfeldern der Stadtwerke Energie zählen die Vermarktung von Glasfasernetz-Infrastruktur sowie die Vermietung von Gewerbeimmobilien. Außerdem obliegen der Stadtwerke Energie kaufmännische Betriebsführungen.

Seit ihrer Gründung 1991 ist die Verbindung von Wirtschaftlichkeit, Schutz der Umwelt und regionaler Verbundenheit fest in den Unternehmenszielen der Stadtwerke Energie verankert. Im Sinne des aktiven Klimaschutzes regt das Unternehmen seine Kunden seit Jahren zum Energiesparen an, bietet Förderprogramme für umweltbewusste Maßnahmen an und verkauft seit dem Jahr 2013 an seine Privat- und Gewerbekunden ausschließlich Ökostrom. Auch im Geschäftskundenvertrieb bieten die Stadtwerke Energie ihren Kunden die Option des Bezugs von 100 % Ökostrom an. Die Stadtwerke Energie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor der Region und Auftraggeber für Handwerk, Gewerbe und Industrie. Gleichzeitig sind sie ein bedeutender regionaler Arbeitgeber und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Ausbildung junger Menschen. Außerdem engagieren sich die Stadtwerke Energie als Partner von Kultur, Sport, Umwelt und sozialen Projekten in Jena, Pößneck und der Region.

Geänderte energiepolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie ein sich dynamisch entwickelndes Wettbewerbsumfeld veranlassten die Stadtwerke Energie dazu, im Jahr 2022 ihre langfristige Unternehmensstrategie neu zu formulieren. In die Strategie sind die zentralen Herausforderungen der heutigen Zeit eingeflossen: Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung. Oberste Prämisse ist die Sicht auf alle Kundengruppen und Partner. Einer steigenden Nachfrage nach klimaneutralen und zunehmend dezentralen Strom-, Wärme- und Kälteversorgungskonzepten wollen die Stadtwerke Energie mit ganzheitlichen Lösungen aus einer Hand begegnen und sich so als Macher und Impulsgeber einer sicheren, bezahlbaren und möglichst klimaneutralen Versorgung etablieren. Parallel werden die bestehenden Kerngeschäfte Energievertrieb sowie Energieerzeugung weiterentwickelt.

1.1.3 Wesentliche Absatzmärkte

Im Kerngeschäft Vertrieb werden Strom und Erdgas von verschiedenen Anbietern bezogen und ohne Zwischenspeicherung sowohl im Verteilnetzgebiet der Stadtwerke Netze als auch in fremden Verteilnetzgebieten verkauft. Die Stadtwerke Netze betreibt Strom- und/oder Gasverteilnetze in 22 Konzessionsgebieten, darunter in den Städten Jena, Pößneck, Dornburg-Camburg, Hermsdorf, Bürgel und Magdala.

Weiterhin unterhalten die Stadtwerke Energie Fernwärmenetze in Jena, Pößneck und Blankenhain sowie über die Tochtergesellschaft job auch in Hermsdorf.

Im Geschäftsfeld Vermarktung des IT-Netzes sind die Stadtwerke Energie im Stadtgebiet Jena aktiv. Die vermieteten Gewerbeimmobilien befinden sich in Jena und Pößneck.

1.2 Forschung und Entwicklung

Mit Partnern aus Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Industrie arbeiten die Stadtwerke Energie zusammen mit ihren Tochtergesellschaften jenawohnen und Stadtwerke Jena Netze im Forschungsprojekt JenErgieReal zusammen. Ziel ist es, Lösungen für eine bedarfsgerechte und kostengünstige Energiewende in Städten zu entwickeln und in der Praxis zu erproben. Dafür sollen bis 2027 über das Stadtgebiet von Jena verteilt elektrische Großspeichersysteme sowie Photovoltaik- und Solarthermieanlagen errichtet werden. Diese neuen, sowie bereits vorhandene Erzeuger, Speicher und Verbraucher von Energie sollen über eine digitale Infrastruktur vernetzt und so zu einem virtuellen Kraftwerk verbunden werden. So können sie abhängig von der jeweiligen Lastverteilung im Netz hochflexibel gesteuert werden.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Umsetzung des Projektes JenErgieReal in Jena über einen Zeitraum von fünf Jahren mit rund 20 Millionen Euro.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen sind weiterhin geprägt von einer hohen Taktrate an extern induzierten Veränderungen, insbesondere mit Blick auf die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Die Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben und die Anpassung an die vielfältigen Herausforderungen stellen hohe Anforderungen an die Energiewirtschaft insgesamt und damit auch an die Stadtwerke Energie.

Eine weitere Herausforderung stellt zuletzt außerdem die angespannte Haushaltslage auf Bundesebene dar, die maßgeblich durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klima- und Transformationsfonds verschärft wurde. Der Klima- und Transformationsfonds als Sondervermögen des Bundes sah von 2024 bis 2027 insgesamt 211,8 Milliarden Euro für Vorhaben vor, die auch für die Energiebranche von Relevanz sind, u. a. für Strompreiskompensation, den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft, die Entlastung von der EEG-Umlage sowie die Förderung der Elektromobilität.

Preisentwicklungen an den Energiemärkten

Bereits im Jahr 2021 waren die Energiemärkte geprägt von Preisanstiegen und Volatilitäten. Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine kam es 2022 zu zusätzlichen Turbulenzen in Form von erhöhten Versorgungsrisiken und Preisausschlägen. Die Bundesregierung reagierte auf diese Situation an den Energiemärkten mit einer Reihe von Entlastungsmaßnahmen.

Im Vergleich dazu war im Jahr 2023 insgesamt eine deutliche Entspannung an den Energiemärkten zu verzeichnen. Die Situation der Gasversorgung hat sich insgesamt stabilisiert. Dennoch gilt weiterhin die Alarmstufe des Notfallplans. Auch die Stromversorgung in Deutschland war ungeachtet des finalen Atomausstiegs im Jahr 2023 stabil und geprägt von weiter steigenden Erneuerbare-Energien-Anteilen. Die Entspannung der Versorgungssituation schlug sich auch in deutlich niedrigeren Börsenpreisen (Strom und Gas) im Jahresverlauf nieder.

Klimaschutzpolitik auf nationaler und lokaler Ebene

Weiterhin werden die energiepolitischen Rahmenbedingungen maßgeblich von den Klimazielen auf den verschiedenen politischen Ebenen bestimmt. Dies betrifft auf EU-Ebene Vorhaben, welche zur Erreichung der Klimaziele der EU beitragen sollen, u. a. aktuell die Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie und die Ökodesign-Richtlinie. Dieses supranationale Recht hat auch Auswirkungen auf die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland. Auf Bundesebene wurden im Jahr 2023 eine ganze Reihe von Gesetzen auf den Weg gebracht bzw. beschlossen, die einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten sollen, u. a. die EnWG-Novellierung für das Wasserstoff-Kernnetz, das Solarpaket I, das Gebäudeenergiegesetz und das Wärmeplanungsgesetz. Das Klimaschutzgesetz selbst wurde ebenfalls novelliert. Dabei wurde die bisherige sektorenspezifische Betrachtung der Treibhausgasemissionen aufgeweicht.

Auch auf kommunaler Ebene sind Klimaschutzmaßnahmen von erheblicher Bedeutung für die Stadtwerke Energie. Als Folge des Stadtratsbeschlusses über die angestrebte Klimaneutralität der Stadt Jena bis zum Jahr 2035 wurde im Jahr 2022 ein Klima-Aktionsplan (KAP) unter Federführung der Stadt Jena erarbeitet und im April 2023 vom Stadtrat beschlossen. Die Stadtwerke Energie hat sich in den Prozess der Erstellung des Klima-Aktionsplanes durch Mitwirkung in den relevanten Arbeitsgruppen und Workshops aktiv eingebracht und ist relevanter Akteur bei der Umsetzung von einer Reihe von Maßnahmen.

Wärmewende

Zur Erreichung der Klimaziele stand zuletzt verstärkt die Wärmewende im politischen Fokus. So war das energiepolitische Jahr 2023 stark geprägt durch das Wärmeplanungsgesetz (WPG) und die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Beide Gesetze sind miteinander verzahnt und sollen dazu beitragen, dass der Anteil der erneuerbaren Energien (EE) in der Wärmeversorgung in den kommenden Jahren deutlich steigen wird.

Das Gebäudeenergiegesetz beinhaltet Regelungen, wonach neu eingebaute Heizungen mindestens 65 % EE-Anteil aufweisen müssen. Dabei enthält das Gesetz eine Reihe von Übergangszeiträumen, insbesondere für den Zeitraum vom Inkrafttreten des GEG bis zum Vorliegen einer kommunalen Wärmeplanung sowie bei einem perspektivischen Anschluss an ein Wärmenetz. Auch wenn die Anforderungen keine Auswirkungen auf Bestandsheizungen haben und diese weiterhin repariert werden können, hat das Gesetz erhebliche Auswirkungen auf die künftige Rolle von fossilem Erdgas in der Gebäudebeheizung.

Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) führt dazu, dass Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern bis Mitte 2026, Kommunen mit weniger als 100.000 Einwohnern bis spätestens Mitte 2028, Wärmepläne zu erstellen haben. Diese schaffen Planungssicherheit sowohl für die Bevölkerung als auch für die Energiewirtschaft. Darüber hinaus stellt das Wärmeplanungsgesetz auch spezifische Anforderungen an Wärmenetzbetreiber. Insbesondere ist der EE-Anteil sukzessive zu steigern, auf mindestens 30 % EE bzw. unvermeidbare Abwärme bis 2030 und mindestens 80 % bis 2040.

Das Ende 2023 in Kraft getretene Energieeffizienzgesetz enthält eine Reihe von Anforderungen u. a. hinsichtlich von Effizienzsteigerungen, der Nutzung von Abwärme sowie der Einführung von Energie- bzw. Umweltmanagementsystemen. Darüber hinaus ergeben sich Informationspflichten von Abwärme emittierenden Unternehmen gegenüber Fernwärmeversorgern mit dem Ziel, Abwärme nutzbar zu machen.

Fernwärme

Nicht zuletzt bedingt durch die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen, die rund um die Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) teils hitzig geführt wurden, hat das Interesse an der Fernwärme von verschiedenen Seiten zugenommen. Seitens der (Bundes-)Politik gelten Wärmenetze als wichtige Säule der Wärmewende. Die im Rahmen des Fernwärmegipfels des Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministeriums sowie des Bundesbauministeriums im Juni 2023 abgegebene Erklärung sieht vor, dass mittelfristig jährlich mindestens 100.000 Gebäude an die Fernwärme angeschlossen werden sollen. Auch von Seiten potenzieller Kunden hat das Interesse an einem Wärmenetzanschluss zugenommen. Der Ausbau und die Verdichtung bestehender Fernwärmenetze sind dabei von einer Reihe von Rahmenbedingungen abhängig, nicht zuletzt von den Planungs- und Baukapazitäten.

Parallel zur Weiterentwicklung der Fernwärmenetze der Stadtwerke Energie laufen die Planungen für den Umbau des Erzeugungsparks, um den steigenden gesetzlichen Dekarbonisierungsanforderungen gerecht zu werden. Die im Rahmen der Anforderungen des § 8 Abs. 5 ThürKlimaG bis Ende 2022 von der Stadtwerke Energie und ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke Jena Netze GmbH und job Jenaer Objektmanagement- und Betriebsgesellschaft mbH erstellten Wärmenetzstrategien bilden eine Grundlage für die Erstellung von Transformationsplänen gemäß Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW).

Elektromobilität

Das Jahr 2023 war, wie auch die Jahre zuvor, mit Blick auf den Mobilitätssektor stark geprägt vom anhaltenden Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland. Erstmals wurden im Jahr 2023 mehr als 500.000 batterieelektrische Fahrzeuge verkauft. Die Stadtwerke Energie sind im Bereich der Elektromobilität bereits seit vielen Jahren aktiv und partizipieren an dieser Entwicklung.

Gleichzeitig zeigt sich die Marktentwicklung aktuell noch relativ stark abhängig von der bestehenden Förderkulisse. Statt, wie ursprünglich geplant, auf niedrigerem Niveau auch 2024 die Elektromobilität über den Umweltbonus zu fördern, fiel die E-Auto-Förderung Ende 2023 abrupt weg. Die Auswirkungen auf den weiteren Hochlauf der Elektromobilität in Deutschland sind derzeit noch nicht klar absehbar.

2.2 Wettbewerbssituation und Marktstellung der Gesellschaft

Strom und Gas

Dank einer langfristigen Beschaffungsstrategie konnten die Stadtwerke Energie ihren Strom- und Gaskunden im Krisenjahr 2022 weitgehend stabile Energiepreise sichern. Discountanbieter mit kurzfristigen Beschaffungsstrategien schieden aus dem Markt. Die Stadtwerke Energie konnten in diesem Umfeld ihre Kundenzahlen steigern. Seit Beginn des Lieferjahres 2023 drängen Wettbewerber mit kurzfristigen Beschaffungsstrategien zurück auf den Markt. Die gesunkenen Einkaufspreise erlauben es diesen Anbietern, Preise zu kalkulieren, die unterhalb der Durchschnittspreise längerfristiger Beschaffungsstrategien liegen. Zur Abmilderung des Preisabstandes zu diesen Wettbewerbern und als Gegenmaßnahme zum verstärkten Kundenrückgang reduzierten die Stadtwerke Energie im Jahr 2023 in mehreren Schritten die Preise für Bestands- und Neukunden. Dennoch verloren die Stadtwerke Energie im Jahr 2023 in den Sparten Strom und Gas sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber der Planung Kunden.

In der Sparte Strom treten zunehmend Anbieter mit dynamischen und zeitvariablen Tarifen auf den Markt. Bei diesen Tarifen zahlen die Kunden keinen festen Arbeitspreis. Der zu zahlende Preis ändert sich viertelstündlich in Abhängigkeit von den Preisen am Großhandelsmarkt. Durch das individuelle Verbrauchsverhalten können die Kunden so ihre Stromkosten senken. Voraussetzung für dynamische Tarife sind intelligente Messsysteme. Mit der zunehmenden Verbreitung dieser Messsysteme wird die Nachfrage nach dynamischen Tarifen steigen. Auch die Stadtwerke Energie arbeiten daran, ab dem Jahr 2025 einen derartigen Tarif anzubieten.

Einhergehend mit dem Hochlauf der Elektromobilität und der Verbreitung von Wärmepumpen zur Gebäudebeheizung wird der Stromverbrauch im Privat- und Gewerbekundenbereich ansteigen. Gleichzeitig ist der Trend zur Eigenerzeugung von Strom mittels Photovoltaik in Verbindung mit Speichersystemen ungebrochen. Im Saldo gehen die Stadtwerke Energie von konstanten Durchschnittsverbräuchen ihrer Kunden aus.

Entlang des Transformationspfades für den Umbau der Wärmeversorgung wird es zu einem Rückbau der Gasnetze und zu einer Verdrängung von fossilem Erdgas als Energieträger kommen. Vor diesem Hintergrund werden die Kundenzahlen in der Sparte Gas in den kommenden Jahren zurückgehen.

Fernwärme

Fernwärme liefern die Stadtwerke Energie in Jena, Blankenhain und Pößneck. In Hermsdorf erfolgt die Belieferung über die Tochtergesellschaft job. Hauptproduzent für die Fernwärme in Jena ist die Thüringer Energie AG (Thüringer Energie). Mit der Gesellschaft als Eigentümerin des Heizkraftwerkes in Jena-Winzerla besteht ein langfristiger Fernwärme-Liefervertrag bis 2037. Weitere Fernwärmemengen werden in eigenen BHKW, einer Biogasanlage und einer Solarthermie-Anlage erzeugt. Aktuell werden 98 % der Fernwärme in Jena, Pößneck, Hermsdorf und Blankenhain aus fossilem Erdgas erzeugt. Der Transformationspfad für eine grüne Fernwärmeversorgung bis zum Jahr 2040 sieht die künftige Wärmeerzeugung mittels Großwärmepumpe, Geo- und Solarthermie, Biogas und Wasserstoff vor.

Mit dem beschriebenen Rückbau der Erdgasnetze wird die Fernwärme nach aktueller Einschätzung und nach Maßgabe der klimapolitischen Agenda an Bedeutung zunehmen. Der Anschluss an das Fernwärmenetz wird für ehemals gasversorgte Mieter und Hauseigentümer die Alternative zur bisherigen Heizungsform darstellen.

Energiedienstleistungen und Erzeugung

Aus den übergeordneten energiepolitischen Zielsetzungen Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung ergeben sich für Energieversorger Wachstumsmöglichkeiten in den Bereichen Energiedienstleistungen und Erzeugung. In den Bereichen dezentrale Energieversorgungslösungen, Elektromobilität, Photovoltaik, Energieeffizienz, sind die Stadtwerke Energie bereits seit Jahren aktiv. Mit dem Ziel, diese Geschäftsfelder auszubauen und sich in diesen Wachstumsmärkten langfristig strategisch zu positionieren, wurden im Jahr 2022 diese Themen in einem eigenen Bereich gebündelt und personell verstärkt.

Elektromobilität/Ladeinfrastruktur:

Die Dynamik im Ausbau von Ladeinfrastruktur hat im Jahr 2023 abgenommen. Insbesondere im Bereich der Privatkunden und Gewerbekunden war das Auslaufen von Förderprogrammen in Verbindung mit den gestiegenen Strompreisen mit einem Nachfragerückgang verbunden. Mittel- und langfristig wird wieder eine Zunahme von Wallboxverkäufen erwartet, da die Zulassungszahlen von Elektroautos weiterhin kontinuierlich steigen. Die Stadtwerke Energie haben ihr Privatkundenangebot umgestellt, von Individual- hin zu Standardlösungen. Im Jahr 2024 wird der Fokus auf der Markteinführung von Kombinationsangeboten (Wallbox, Solardach, Speicher, intelligente Steuerungseinrichtungen) liegen.

Auch die Ausbauziele von Ladepunkten im öffentlichen Raum konnten im Jahr 2023 nicht erreicht werden. Unter anderem haben Insolvenzen von Herstellern zu Verzögerungen in der Bauplanung und -umsetzung geführt.

Solardächer/Speicher:

Die Verfügbarkeit von Komponenten und die Kapazitätssituation bei Handwerkspartnern haben sich im Jahr 2023 verbessert. Vor dem Hintergrund ausgesetzter Förderprogramme, gestiegener Lebenshaltungskosten sowie der allgemeinen politischen Unsicherheit ist die Nachfrage im Geschäftsfeld Solardächer/Speicher im Jahr 2023 jedoch zurück gegangen. Die geplante Absatzzahl von Solardächern/Speichern wurde im zurückliegenden Geschäftsjahr leicht verfehlt.

Energiemanagement:

Im Jahr 2023 wurde die geplante Anzahl an Projekten zu Energieeffizienzmaßnahmen (Energiemanagementsysteme, Energieaudits, Lastganganalysen) umgesetzt.

Mit dem im November 2023 in Kraft getretenen Energieeffizienzgesetz (EnEfG) legt der Gesetzgeber konkrete Energieeffizienzmaßnahmen für Unternehmen fest. Damit werden alle Unternehmen mit einem jährlichen Gesamtenergieverbrauch von mehr als 2,5 GWh verpflichtet, verbindliche Energieeffizienz- bzw. Energieeinsparziele zu erreichen. Der zu erwartenden höheren Nachfrage nach Energiemanagementdienstleistungen wurde bei den Stadtwerken Energie mit Personalaufbau begegnet.

Erneuerbare Energien und Erzeugung

Der Fokus im Bereich Erneuerbare Energien und Erzeugung liegt auf der wirtschaftlichen Optimierung der bestehenden Erzeugungsanlagen sowie perspektivisch auf der Dekarbonisierung im Rahmen der verabschiedeten Wärmenetzstrategie. Eine weitere Kernaufgabe besteht darin, neue Anlagen zu entwickeln und das Portfolio um neue Erzeugungsanlagen zu erweitern.

2.3 Geschäftsverlauf der Stadtwerke Energie

Der Jahresüberschuss vor Gewinnverwendung in Höhe von 36,2 Mio. € liegt um 3,8 Mio. € über dem geplanten Ergebnis (32,4 Mio. €). Im Wesentlichen führt das um 2,4 Mio. € höhere Betriebsergebnis zu dieser Entwicklung. Auch das Finanzergebnis befindet sich über dem Planniveau (+1,5 Mio. €). Das Ergebnis aus Beteiligungen entspricht den Vorgaben aus der Wirtschaftsplanung.

Stromvertrieb

In der Sparte Stromvertrieb konnten die für das Jahr 2023 geplanten Kundenzahlen nicht erreicht werden. Statt geplanten 67.919 Zählpunkten wurden im Jahresdurchschnitt 67.073 Zählpunkte (-846 ggü. Plan) beliefert.

Die abgesetzte Menge liegt mit 268 GWh um 60 GWh unter der des Plans. Grund für den Mengenrückgang sind der beschriebene Kundenrückgang und ein gesunkener Durchschnittsverbrauch. Im Segment der Geschäftskunden konnten Großkunden mit hoher Abnahmemenge nicht gehalten werden.

Der Rohertrag in der Sparte Strom beträgt im Jahr 2023 3,4 Mio. € (-2,3 Mio. € ggü. Plan). Kunden- und Mengenverluste sowie Preissenkungen zur Eindämmung der Kundenabwanderungen sind die wesentlichen Gründe für die Rohertragsunterschreitung.

Gasvertrieb

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden im Mittel 15.853 Zählpunkte beliefert (-311 ggü. Plan).

Die an die Kunden abgesetzte Menge beläuft sich auf 493 GWh. Die Verkaufsmenge liegt damit merklich unter dem Planniveau von 599 GWh (-106 GWh ggü. Plan). Der hohe Absatzrückgang gegenüber Plan ergibt sich zum einen aus dem Kundenrückgang, zum anderen aus den milden Temperaturen im Jahresverlauf. Preisbedingte, temperaturunabhängige Einsparungen waren in der Planung bereits berücksichtigt.

Mit 6,8 Mio. € liegt der Rohertrag deutlich über Plan (+3,8 Mio. €). Die niedrigen Roherträge der Jahre 2021 und 2022 konnten damit zum Teil ausgeglichen werden. In der Preiskalkulation berücksichtigte Risiken für unvorhersehbare Absatz- und Beschaffungspreisentwicklungen sind nicht in voller Höhe eingetreten.

Fernwärme

Im Segment Fernwärme wurden im vergangenen Geschäftsjahr 1.516 Zählpunkte beliefert (+11 ggü. Plan). Temperaturbedingt fiel der Fernwärmeabsatz (353 GWh) deutlich unter die geplante Menge (398 GWh).

Mit 15,3 Mio. € konnte der Rohertrag gegenüber Plan um 0,6 Mio. € verbessert werden. Der Absatzmengenrückgang konnte durch höhere Verkaufspreise und periodenfremde Effekte ausgeglichen werden.

2.4 Geschäftsverlauf der Tochtergesellschaften und der Beteiligungsunternehmen

Die Beteiligungsunternehmen der Stadtwerke Energie haben sich wie folgt entwickelt.

Die wesentlichen Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit der Stadtwerke Netze sind, neben dem als Verteilnetzbetreiber für Strom und Erdgas, das Erbringen von Dienstleistungen für den Betrieb sowie die Errichtung von Anlagen der Konzernunternehmen sowie für den Zweckverband JenaWasser (JenaWasser). Energiekonzepte für die Wohnungswirtschaft und Kommunen bilden einen weiteren Bestandteil des Leistungsportfolios.

Die Stadtwerke Netze erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss nach Steuern von 4,4 Mio. € und lagen damit leicht unter Plan (4,7 Mio. €). Diese Abweichung resultiert hauptsächlich aus geringeren Roherträgen für Strom und Gas (-2,1 Mio. €) aufgrund niedrigerer Durchleitungsmengen, die teilweise durch höhere Dienstleistungserträge, geringere Betriebskosten sowie ein besseres Zinsergebnis kompensiert werden konnten.

In eigene Netze und Anlagen wurden insgesamt 10,1 Mio. € investiert, davon 6,1 Mio. € in das Stromnetz, 1,4 Mio. € in das Gasnetz sowie 1,5 Mio. € in das IT-Netz.

jenawohnen ist mit 23 % des Wohnungsbestandes das größte Wohnungsunternehmen der Stadt Jena mit dem Kerngeschäft Vermietung von Wohnungen an den Standorten Jena, Blankenhain und Hermsdorf.

Die Gesellschaft beendet das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 28,5 Mio. € (Plan: 17,2 Mio. €). Das außerordentliche Ergebnis ergibt sich aus der Umstellung der bilanziellen Abbildung der Modernisierungsumlage. In Höhe der damit verbundenen zusätzlichen Erträge von 11,5 Mio. € erfolgt eine Thesaurierung von 10,5 Mio. € und eine zusätzliche Ausschüttung von 1,0 Mio. € im Rahmen der Verwendung des Jahresergebnisses 2023.

Die durchschnittliche Wohnungsmiete (Bestand und Neubau) für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 6,11 €/m 2 (Plan: 6,14 €/m 2 ). Die durchschnittliche Leerstandsquote im vermietbaren Bestand ist unverändert sehr niedrig. jenawohnen erfüllt zum 31.12.2023 mit den Mietpreisen für 11.907 Wohnungen, das sind ca. 85%, in Jena die Bedingungen des "Angemessenen Wohnraumes" für die Kosten der Unterkunft nach den Festlegungen der Stadt Jena zum 01.01.2022.

Von den für 2023 geplanten Investitionen in Höhe von 37,2 Mio. € wurden 1,7 Mio. € für Neubaumaßnahmen und 27,2 Mio. € für Bestandssanierungen umgesetzt. Außerdem flossen rund 11,3 Mio. € in die Instandhaltung und Instandsetzung von Bestandsobjekten.

Die job schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis nach Steuern i. H. v. 1,5 Mio. € (Plan 2023: 1,7 Mio. €) ab.

Im Betriebsteil Jena wurde ein Ergebnis vor Steuern von 1,6 Mio. € erzielt, welches damit um 0,7 Mio. € über dem Plan (0,9 Mio. €) liegt. Die Rohmarge (Umsatzerlöse Wärmedienst abzüglich Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Wärmedienst) für Fernwärme und Gas i. H. v. 2,9 Mio. € liegt über dem Plan (Plan 2023: 2,6 Mio. €). Ursache hierfür ist im Wesentlichen die zeitversetzte Berechnung der Gaskosten für den Wärmedienst Gas von den Stadtwerken Energie an die job und auch die Auflösung von Rückstellungen.

Im Betriebsteil Hermsdorf wurde ein Ergebnis vor Steuern von 0,4 Mio. € erzielt, welches damit 1,3 Mio. € unter dem Plan liegt. Maßgeblicher Grund für diese negative Entwicklung ist die deutliche Gaspreissteigerung gegenüber dem Vorjahr, die auf Grund der bestehenden Fernwärmepreisklausel nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden konnte. Weiterhin wirkte sich der deutlich geringere EEX-Börsenpreis Strom für den erzeugten Strom der iKWK-Anlage im Rahmen der Einspeisung ergebnisschmälernd aus, da die Kosten des Gasbezugs demgegenüber nicht in gleichem Maße gesunken sind. Die verspätete Inbetriebnahme der iKWK-Anlage aufgrund von Lieferverzögerung des Herstellers der Wärmepumpen führte darüber hinaus zu deutlich geringeren erzeugten und eingespeisten Strommengen (Plan: 6.374 MWh, Ist: 2.385 MWh).

Die varys erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresergebnis vor Steuern i. H. v. 0,5 Mio. €, das damit deutlich über dem Planwert von 0,03 Mio. € liegt. Die Umsatzziele konnten nicht erreicht werden, jedoch blieben auch die Personal- und sonstigen Aufwendungen unter den Erwartungen.

Die ASI erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen um 1,2 Mio. € über Plan liegenden Jahresüberschuss von 4,6 Mio. €. Wesentlichen Einfluss auf das gute Jahresergebnis haben die gute Auftragslage und die Tatsache, dass in erheblichem Maße Ergebnisse aus in Vorjahren begonnenen Projekten realisiert werden konnten. Die geplante Gesamtleistung in Höhe von 47,9 Mio. € wurde mit 54,9 Mio. € um 7,0 Mio. € überschritten.

Die Biogas Jena schließt das Geschäftsjahr 2023 mit einem um 0,2 Mio. € über dem Plan liegenden Jahresüberschuss von 0,7 Mio. € ab. Aufgrund der hohen Strompreiserlöse wurde in der Planung das Risiko einer Erlösabschöpfung berücksichtigt, welches im Geschäftsjahr 2023 nicht zur Anwendung gekommen ist.

Die Biogas Milda hat im Jahr 2023 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -0,2 Mio. € erzielt und liegt damit unter dem Planergebnis (0,5 Mio. €). Im Jahr 2023 führten diverse Störungen der Anlage sowie die geplante Fermenterrevision, die mit einem Stillstand der Anlage über zwei Wochen einherging, zu einer reduzierten Leistung des BHKW. Durch den deutlichen Rückgang der Strommarktpreise im Vergleich zum Planungszeitpunkt und der reduzierten Stromerzeugung konnte der geplante Jahresüberschuss nicht erreicht werden.

Die Trianel erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 79,7 Mio. € (+58,3 Mio. € ggü. Plan). Die Steigerung resultiert vorrangig aus einem deutlich stärkeren operativen Geschäft (+27,5 Mio. €, insbesondere Energiehandel und Dienstleistungen), höheren Erträgen aus Projektentwicklungen (+5,6 Mio. €) sowie aus der Auflösung von Risikorückstellungen (+20,4 Mio. €).

Die TWB betreibt einen Windpark in der Nordsee. Die Stadtwerke Energie sind mit einem Leistungsanteil von 7 MW beteiligt. Das für das Geschäftsjahr 2023 geplante Ergebnis vor Steuern in Höhe von -8,7 Mio. € wird die TWB mit einem erwarteten Ergebnis von -29,1 Mio. € deutlich unterschreiten. Ursächlich hierfür sind insbesondere die mit 76,5 Mio. € deutlich unter der Planung (102,0 Mio. €) liegenden Umsatzerlöse. Der Planung lag ein deutlich höheres Strompreisniveau zugrunde. Bezogen auf die bestehenden Darlehens- und Zinsforderungen zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 8,5 Mio. € war für 2023 eine Rückführung in Höhe von 2,9 Mio. € geplant. Hiervon wurde im Jahr 2023 ein Betrag von 2,5 Mio. € zurückbezahlt.

Die TOW betreibt ein Portfolio von Onshore-Windparks. Die Stadtwerke Energie sind mit 4,57 % an der TOW beteiligt. Die Gesellschaft prognostiziert für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 1,5 Mio. € (Plan: 1,6 Mio. €). Der Windertrag des Gesamtportfolios im Geschäftsjahr 2023 lag mit 102 % leicht über den Erwartungen. Die technische Verfügbarkeit der Anlagen lag bei 98 %.

Gegenstand der THEE ist die Planung, die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung mit dem Schwerpunkt Onshore-Wind. Die Stadtwerke Energie sind mit 4,08 % an der THEE beteiligt. Die THEE prognostiziert für das Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von 15,0 Mio. € (Plan: 14,3 Mio. €). Die Planüberschreitung resultiert im Wesentlichen aus einem um 0,6 Mio. € höheren Finanz- und Beteiligungsergebnis. Der Windertrag des Gesamtportfolios lag im Geschäftsjahr 2023 bei ca. 90 % des geplanten Niveaus. Die Solarerträge erreichten ca. 80 % des Planansatzes.

Die Ergebnisse der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften aus 2023 werden sich, mit Ausnahme der Stadtwerke Netze, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, erst im Folgejahr nach Vorliegen der Ergebnisverwendungsbeschlüsse im Ergebnis der Stadtwerke Energie niederschlagen.

2.5 Lage der Gesellschaft

2.5.1 Ertragslage

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Stadtwerke Energie sind neben dem Ergebnis vor Steuern der Rohertrag und das Beteiligungsergebnis. Das Geschäftsjahr 2023 schließt das Unternehmen mit einem Ergebnis vor Steuern (ohne Ertrags- und sonstige Steuern sowie ohne Ausgleichszahlungen und Ergebnisabführung) in Höhe von 38,2 Mio. € (Vorjahr: 37,6 Mio.) ab.

Die Roherträge in den Geschäftsfeldern Strom-, Gas- und Fernwärmevertrieb sowie Erzeugung (Deckungsbeitrag I: variable Erlöse abzgl. variable Kosten) betragen 25,9 Mio. € (Vorjahr: 24,5 Mio. €).

Das Beteiligungsergebnis (Erträge aus Beteiligungen und Ausleihungen, Ab-/Zuschreibungen auf Finanzanlagen sowie Erträge aus Gewinnabführungsverträgen) hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um 1,8 Mio. € auf 28,7 Mio. € erhöht. Wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung haben die höheren Ausschüttungsergebnisse der ASI (+1,4 Mio. €), der Trianel (+1,0 Mio. €) sowie der THEE (+0,7 Mio. €). Die Ergebnisabführung der Stadtwerke Netze liegt dagegen um 1,5 Mio. € unter dem Vorjahr.

In der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt 157 Mitarbeiter (davon 101 weibliche und 56 männliche Beschäftigte) tätig. Die Personalaufwendungen (11,0 Mio. €) sind insbesondere durch den Aufbau von Stellen und höhere Sonderzahlungen (Inflationsausgleichsprämie, Jahressonderzahlungen) im Vergleich zum Vorjahr (9,9 Mio. €) um 1,1 Mio. € gestiegen.

2.5.2 Finanzlage

Die Stadtwerke Energie sind in den Cash- und Kapital-Pool der Stadtwerke Jena Gruppe integriert.

Kernziel des Finanzmanagements innerhalb der Stadtwerke Jena Gruppe ist die Deckung des kurz-, mittel- und langfristigen Finanzbedarfs der teilnehmenden Gesellschaften bei gleichzeitiger Förderung der Rentabilität, Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit.

Das Finanzmanagement der Stadtwerke Jena Gruppe umfasst den gesamten Finanzierungsprozess. Darin eingeschlossen sind unter anderem die Bestandsverwaltung der Darlehensverträge, die Bewertung und Steuerung des Kreditportfolios sowie die Auswahl der Finanzierungsinstrumente. Grundlage für die optimale Abwicklung des Finanzierungsprozesses für die Stadtwerke Energie bildet die kurz- und mittelfristige Finanzplanung.

Die aus der Kapitalflussrechnung abgeleiteten Cashflows werden im Folgenden dargestellt:

2023
Mio. €
2022
Mio. €
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 24,1 38,2
Cashflow aus Investitionstätigkeit 19,0 10,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -35,3 -21,5
Cashflow 7,8 26,8

Der Cashflow für das Geschäftsjahr und das Vorjahr wurde nach DRS21 aufgestellt. Es ergibt sich daher eine Anpassung und Neuberechnung des Vorjahres.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist geprägt von einer signifikanten Zunahme sowohl der Forderungen (+25,4 Mio. €) als auch der Verbindlichkeiten (+39,0 Mio. €) aus Lieferungen und Leistungen. Der Rückgang des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer geringeren Zunahme der Rückstellungen.

Bestimmend für den Cashflow aus Investitionstätigkeit sind die erhaltenen Beteiligungserträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen und anderen Beteiligungen, welche im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. € angestiegen sind.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrifft Gewinnabführungen und Ausschüttungen an die Gesellschafter sowie Kreditaufnahmen und -tilgungen. Der höhere Mittelabfluss im Vergleich zum Vorjahr resultiert daraus, dass den Tilgungen im Vorjahr eine Kreditaufnahme von 14 Mio. € gegenüberstand. In 2023 wurden hingegen keine Kredite aufgenommen.

Finanzmittel (Cash- und Kapitalpool sowie Bankguthaben) bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 47,1 Mio. € (Vorjahr: 39,3 Mio. €).

Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Zur kurzfristigen Finanzierung der Gesellschaft stehen ausreichende Kontokorrentlinien zur Verfügung.

2.5.3 Vermögenslage

Investitionstätigkeit

Die Investitionen in die immateriellen Vermögensgegenstände, sowie Sach- und Finanzanlagen beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 11,9 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €). Schwerpunkte hierbei waren insbesondere Investitionen in das Fernwärme-Netz sowie der Neubau eines Büro- und Laborgebäudes in Jena.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Entwicklung der Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Delta
T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 463 0,2% 458 0,2% 5
Sachanlagen 56.608 22,3% 49.507 23,2% 7.101
Finanzanlagen 95.242 37,5% 95.131 44,6% 111
Langfristiges Vermögen 152.313 60,0% 145.096 68,0% 7.217
Vorräte 2.760 1,1% 3.073 1,4% -313
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 51.411 20,2% 25.456 11,9% 25.955
Cash-Pool 46.123 18,2% 36.921 17,4% 9.202
Flüssige Mittel 956 0,4% 2.376 1,1% -1.420
Aktive Rechnungsabgrenzung 289 0,1% 339 0,2% -50
kurzfristiges Vermögen 101.539 40,0% 68.165 32,0% 33.374
Gesamtvermögen 253.852 100,0% 213.261 100,0% 40.591
31.12.2023 31.12.2022 Delta
T€ % T€ % T€
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 83.146 32,8% 83.146 39,0% 0
Eigenkapitalanteil des Sonderpostens (2/3) 2.182 0,9% 1.811 0,8% 371
Wirtschaftliches Eigenkapital 85.328 33,7% 84.957 39,8% 371
Fremdkapitalanteil des Sonderpostens (1/3) 1.091 0,4% 905 0,4% 186
Pensionsrückstellungen 2.115 0,8% 2.581 1,2% -466
Andere langfristige Rückstellungen 50 0,0% 51 0,0% -1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.786 14,9% 40.301 18,9% -2.515
Langfristiges Fremdkapital 41.042 16,1% 43.838 20,5% -2.796
Kurzfristige Rückstellungen 17.811 7,0% 17.232 8,1% 579
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.224 5,6% 14.178 6,6% 46
Übrige Verbindlichkeiten und Abgrenzungen 95.447 37,6% 53.056 25,0% 42.391
Kurz- und mittelfristiges Fremdkapital 127.482 50,2% 84.466 39,7% 43.016
Fremdkapital insgesamt 168.524 66,3% 128.304 60,2% 40.220
Gesamtkapital 253.852 100,0% 213.261 100,0% 40.591

Die Entwicklung des langfristigen Vermögens ist insbesondere durch Investitionen in Sachanlagen (11,3 Mio. €) bei planmäßigen Abschreibungen von 4,1 Mio. € geprägt.

Der Anstieg des kurzfristigen Vermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie des Cashpools. Der Anstieg des Fremdkapitals ist auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen. Demgegenüber sind die Kreditverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgungen gesunken Geleaste, gepachtete, gemietete oder selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die für die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von wesentlicher Bedeutung sind, gibt es bei der Stadtwerke Energie nicht.

Zusammenfassend ist die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Stadtwerke Energie als stabil einzuschätzen.

3 Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risikomanagementsystem

Die Stadtwerke Energie sind in das konzernübergreifende Risikomanagementsystem der Stadtwerke Jena Gruppe eingebunden. Im Rahmen dessen erfolgt eine fortlaufende Risikoanalyse und -bewertung, um im Bedarfsfall rechtzeitig gegensteuern zu können.

Es besteht eine Dienstanweisung zum Risikomanagementsystem, in der die Risikogrundsätze des Konzerns niedergelegt sind. In dieser Dienstanweisung sind die Berichterstattungspflichten und die Intervalle der Berichtspflicht festgelegt. Risikopotenziale werden für externe Risiken (Markt-, Beteiligungs-, rechtliche und gesellschaftliche Risiken) und interne Risiken (Prozess-, Mitarbeiter-, technische und strategische Risiken) kategorisiert, analysiert und bewertet.

Das Risikomanagementsystem wurde bezugnehmend auf neue gesetzliche Bestimmungen, insbesondere das "Gesetz über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen" (StaRUG) und Prüfungsstandard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW PS) 340 n.F. überarbeitet und die Dienstanweisung zum 1. Oktober 2023 aktualisiert.

Das Risikohandbuch Energiebeschaffung dient dem Management der Risiken im Bereich Beschaffung von Strom und Gas und unterliegt einer laufenden Aktualisierung. Der Energieeinkauf für Strom und Gas erfolgt auf Grundlage einer verabschiedeten Beschaffungsstrategie. Offene Positionen dürfen nur bis zur Höhe definierter Risikolimits entstehen. Absatzprognosen werden regelmäßig aktualisiert.

Das Risikomanagement der Energiebeschaffungsaktivitäten der Stadtwerke Energie nimmt einen wesentlichen Platz im Risikomanagement des gesamten Unternehmens ein. Die wesentlichen beeinflussbaren Risikoelemente an den Energiemärkten sind unvorhersehbare Preis- und Bedarfsschwankungen beim Vertriebslastgang sowie Ausfallrisiken auf Lieferantenseite. Das Risikomanagement im Bereich Energiebeschaffung hat die Aufgabe, diese Risiken durch geeignete Techniken und Instrumente transparent zu machen, zu begrenzen und somit den langfristigen Unternehmenserfolg der Stadtwerke Energie sicherzustellen. Die Richtlinie dokumentiert die identifizierten Risiken und legt Kontrollmethoden sowie Steuerungsmaßnahmen fest, um den kontrollierten Umgang mit den Risiken in der Energiebeschaffung zu gewährleisten.

So wie unvorhersehbare Preis- und Bedarfsschwankungen beim Vertriebslastgang als Risiken eingestuft werden, können sie unter günstigen Umständen für die Stadtwerke Energie auch Chancen bieten. Sie zu erkennen und zu nutzen ist ebenfalls Inhalt und Ziel des genannten Risikohandbuchs Energiebeschaffung sowie der Konzerneinkaufsordnung.

Im Bereich Finanzen dürfen nur im Rahmen der Konzernfinanzrichtlinie ausdrücklich zugelassene Finanzinstrumente eingesetzt werden (Positivliste). Neue Finanzinstrumente, die in der Positivliste nicht genannt sind, bedürfen der Genehmigung durch die Geschäftsführung der Stadtwerke Jena. Von der Gesellschaft dürfen ausschließlich Zinssicherungsinstrumente zur Begrenzung des Zinsrisikos und zur Optimierung des Finanzportfolios eingesetzt werden.

Es besteht ein umfassendes Compliance-Management-System, welches in den Dienstanweisungen verankert ist. Die Compliance-Risiken sind Bestandteil der Risikoberichterstattung.

3.2 Einzelrisiken und Chancen

Politische und geopolitische Risiken

Die Risiken der Stadtwerke Energie können aus politischen Entscheidungen (z. B. Einführung neuer Gesetze und Verordnungen), aus der Tätigkeit von Regulierungsbehörden und aus signifikanten Veränderungsprozessen im Marktumfeld resultieren. Im September 2024 finden in Thüringen Landtagswahlen statt. Inwieweit eine mögliche Regierungsumbildung Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der Stadtwerke Energie haben könnte, kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht bewertet werden.

Die langfristigen Auswirkungen kriegerischer Auseinandersetzungen (Ukraine, Israel u. a.) ergeben eine Verschärfung der geopolitischen Risiken. Steigende Energiepreise und unterbrochene Lieferketten von Material und Rohstoffen könnten die Geschäftsfelder der Stadtwerke Energie und ihrer Tochtergesellschaften negativ beeinflussen.

Branchenrisiken und -chancen

Die Energiebranche befindet sich seit einigen Jahren in einem fundamentalen Wandel. Strom aus erneuerbaren Energien ersetzt sukzessive Erdöl und Erdgas in den Bereichen Mobilität und Wärme sowie in vielen industriellen Prozessen. Die Steuerung von Angebot und Nachfrage über Sektoren und Marktteilnehmer hinweg ist dabei zu einer großen Herausforderung geworden. Im Zuge der Energiewende entsteht ein massiver Bedarf an Investitionen und Innovationen. Kurz- bis mittelfristig erfordern Änderungen im Strommarktdesign, aber auch die Wärmewende, die Verkehrswende, die Stadtsanierung sowie Effizienzsteigerungen eine Reaktion der Marktteilnehmer. Die Geschäftsmodelle von Stadtwerken sowie von regionalen und überregionalen Energieversorgungsunternehmen befinden sich somit in einem fortlaufenden und weitreichenden Anpassungsprozess.

Gleichzeitig erhöht die zunehmende Digitalisierung den Anpassungsdruck in der Branche. Chancen und Risiken für die Energieversorger liegen darin, ob ihnen der Wandel vom reinen Versorgungsunternehmen und Infrastrukturbetreiber mit langen Planungszyklen hin zu einem agilen Dienstleister, der erfolgreich neue energienahe Geschäftsfelder aufbaut, gelingt. Risiken bestehen vor allem in der neuen Konkurrenz außerhalb der klassischen Versorger, die oftmals ausgesprochene Spezialisten bei der Datenverarbeitung und -auswertung sind und auch ohne physische Infrastruktur Schnittstellen zum Kunden finden. Die Chancen bestehen darin, sich aufbauend auf langjährigen Kundenbeziehungen rechtzeitig als Experte für energienahe Dienstleistungen zu positionieren.

Betriebliche Risiken und Chancen

Entsprechend dem Risikokatalog wurden die folgenden für die Stadtwerke Energie unternehmensrelevanten Risiken identifiziert und bewertet.

Strom und Gas

Im Gas- und Stromvertrieb sind die Stadtwerke Energie nicht nur im Netzgebiet der Tochter Stadtwerke Netze, sondern auch regional und überregional aktiv. Grundsätzlich haben die Stadtwerke Energie mit ihrem Marktanteil bei den Privat- und Gewerbekunden eine gute Ausgangsbasis, um dem starken Verdrängungswettbewerb standzuhalten. Oberste Priorität für den Strom- und Gasvertrieb haben die Bindung von Bestandskunden und die Kundenneugewinnung im eigenen Netz. Hier können die Stärken der Stadtwerke Energie, wie Image, Service und Kundennähe besonders wirkungsvoll eingebracht werden, um die Marktanteile zu verteidigen. Die Kooperation mit externen Dienstleistern schafft die Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Gas- und Strombezug einschließlich des erforderlichen Portfoliomanagements. Dennoch besteht das Risiko sinkender Marktanteile im eigenen Netz sowie sinkender Margen. In Phasen langfristig fallender Großhandelspreise haben Unternehmen mit kurzfristigeren Beschaffungsstrategien einen Kostenvorteil.

Wie im Geschäftsjahr 2023 zu beobachten war, kommt es in diesen Marktphasen zu Kundenverlusten. Bei langfristig steigenden Beschaffungspreisen haben die Stadtwerke Energie gegenüber Wettbewerbern mit kurzfristiger Beschaffungspolitik einen Wettbewerbsvorteil und damit die Chance auf steigende Kundenzahlen. Grundsätzlich besteht im Strom- und Gasvertrieb ein hoher Preiswettbewerb. Durch Preisvergleichsportale im Internet herrscht eine hohe Preistransparenz. Bundesweit agierende Anbieter können ihre Angebote ohne hohe Transaktionskosten im Netzgebiet der Stadtwerke Energie platzieren.

Mit zunehmender Digitalisierung, dem Hochlauf der Elektromobilität und dem verstärkten Einsatz von Wärmepumpen zu Heizzwecken steigt dauerhaft die Stromnachfrage der Verbraucher. Hier bieten sich vertriebliche Chancen in Bezug auf die Gewinnung neuer Kunden und die Erhöhung der Absatzmengen. Der anhaltende Trend zur Eigenerzeugung mittels Photovoltaik könnten diesen Effekt kompensieren.

Mit dem Vertrieb von Strom und Gas gehen branchentypische Beschaffungsrisiken einher.

Marktpreisänderungen offener Positionen und Abweichungen zwischen Prognose- und Ist-Absätzen können erhebliche negative Ergebnisauswirkungen haben. Unvorhergesehene Bedarfsschwankungen ergeben sich regelmäßig aus Temperaturabweichungen von Normjahreswerten. Risiken aus Bedarfsschwankungen gehen darüber hinaus von ungeplanten Kundenabgängen aus. Der aktuelle Preisrückgang auf den Energiemärkten führt dazu, dass Strom- und Gasanbieter mit kurzfristigen Beschaffungsstrategien zurück auf den Markt drängen. Für die Stadtwerke Energie können sich daraus erhebliche finanzielle Nachteile aus Margen- und Beschaffungsverlusten ergeben. Ein durch verstärkten Wettbewerb ausgelöster Kundenrückgang führt bei sinkenden Energiepreisen dazu, dass Mengen zu Preisen abverkauft werden müssen, die deutlich unter den Beschaffungskosten liegen.

Mit ungeplanten Marktpreis- und Bedarfsänderungen können sich unter günstigen Umständen auch Ergebnisvorteile ergeben. So wie unerwartete Minderabsätze bei gesunkenen Preisen zu Beschaffungsnachteilen führen, können Mehrabsätze ungeplante Gewinne aus dem preisgünstigen Zukauf fehlender Mengen mit sich bringen.

Bei einem langfristigen Preisanstieg für Strom und Gas besteht ein Risikopotential für Lieferantenausfälle im Energiehandel. In der Vergangenheit zu günstigen Konditionen beschaffte Terminmarktmengen müssen bei Ausfall eines oder mehrerer Lieferanten zu höheren Preisen nachbeschafft werden. Die Kosten für die Ersatzbeschaffung können je nach Zeitpunkt des Vertragsabschlusses um ein Vielfaches über den ursprünglichen Konditionen liegen. Mit der seit Ende 2022 bestehenden Abwärtskorrektur der Energiepreise haben sich diese Ausfallrisiken zwar reduziert, bei einem neuerlichen Preisanstieg kann sich das Lieferantenausfallrisiko jedoch wieder kurzfristig erhöhen. Um die Ausfallrisiken zu begrenzen, werden Handelspartner einer regelmäßigen Bonitätsanalyse unterzogen. Jedem Lieferanten ist ein maximales Kreditrisikolimit zugeordnet. Die Höhe der Kreditausfallrisiken wird fortlaufend überwacht.

Risiken werden darüber hinaus im Hinblick auf Forderungsausfälle gesehen. Ein Teil der Geschäfts- und Privatkunden könnte durch den Wegfall der Preisbremsen für Strom, Gas und Fernwärme sowie die allgemeine Teuerung Schwierigkeiten haben, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die Geschäftsjahre 2022 und 2023 waren vor dem Hintergrund einer drohenden Gasmangellage und stark gestiegener Energiepreise geprägt durch eine Vielzahl regulatorischer Eingriffe in die Energiewirtschaft. Aus deren hoher Komplexität ergeben sich mögliche Regelungslücken und Interpretationsspielräume, welche zu Risiken hinsichtlich der Rechtssicherheit führen.

Fernwärme

Mögliche Risiken ergeben sich im Hinblick auf den Anstieg der Fernwärmeverkaufspreise. Durch diesen besteht ein Risiko der Nichtakzeptanz der Fernwärmepreise auf Kundenseite.

Der Fernwärmebezugsvertrag mit der Thüringer Energie zum Fernwärmebezug in Jena wurde 2018 neugefasst und bis 2037 verlängert.

Mit der Transformation des Fernwärmesystems gemäß den Erfordernissen des Thüringer Klimagesetzes ergeben sich Chancen darin, mit Angeboten zu klimaneutralen, dezentralen Wärmelösungen neue Kundengruppen zu erschließen.

Erzeugung

Aus dem Betrieb des Offshore Windparks Borkum I resultieren Risiken hinsichtlich der technischen Verfügbarkeit sowie des zu realisierenden Windertrages. Damit im Zusammenhang steht das Risiko ausreichender Werthaltigkeit des eingezahlten Eigenkapitals, der ausgereichten Gesellschafterdarlehen sowie der gestundeten Zinsforderungen. Dem stehen Chancen aus der Entwicklung der Marktwerte für Erneuerbare Energien gegenüber.

Die Chancen und Risiken aus den Beteiligungen an den Projektgesellschaften THEE, TOW und TWS werden wie folgt beurteilt: Chancen bestehen in höheren Winderträgen, einer höheren Anlagenverfügbarkeit sowie aus der Entwicklung der Marktwerte für Erneuerbare Energien. Risiken bestehen in einer Minderung des Windertrages für die Bestandsprojekte der Gesellschaften in windschwachen Jahren, eine Verschlechterung der EEG-Regelungen für Bestandsprojekte, verlorene Projektentwicklungskosten für nicht realisierte Wind- und Solarprojekte sowie steigende Preise für Windparks, die sich in frühem Entwicklungsstadium befinden. Ein weiteres Risiko besteht in der Verfügbarkeit geeigneter Flächen. Bei erfolgreicher Umsetzung der Erzeugungsprojekte besteht die Chance, langfristig einen Ergebnisbeitrag zu leisten.

Beteiligungen

Chancen und Risiken für die Stadtwerke Energie sind aufgrund der für die Ertragslage bedeutenden Beteiligungsergebnisse eng mit den Chancen und Risiken für die Ergebnisbeiträge der wesentlichen Tochtergesellschaften verknüpft.

Bestandsgefährdende Risiken

Derzeit sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

4 Prognosebericht

Die Wirtschaftsplanung 2024 sieht ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 34,4 Mio. € vor.

Die Roherträge im Strom-, Gas-, Fernwärmevertrieb sowie in der Erzeugung werden mit 25,3 Mio. € prognostiziert. Gesunkene Kundenzahlen und eine intensivere Wettbewerbssituation führen in den Sparten Strom und Gas zu rückläufigen Roherträgen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Auch in der Sparte Fernwärme wird ein leicht geringeres Ergebnis erwartet. Für den Bereich Erzeugung gehen die Stadtwerke Energie von einem höheren Rohertrag im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr aus.

Die Erträge aus Beteiligungen und Finanzanlagen sind für das Jahr 2024 in Höhe von 27,7 Mio. € geplant und damit im Vergleich zum Ist 2023 um ca. 1 Mio.€ niedriger. Dies ist insbesondere auf die um 1,0 Mio. € geringer erwartete Gewinnabführung der Stadtwerke Netze zurückzuführen.

Langfristig ist das Wachstum der Roherträge in den Hauptgeschäftsfeldern Strom- und Gasvertrieb begrenzt. Dem gegenüber steigen inflationsbedingt die Personalkosten und die Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Um langfristig stabile Ergebnislinien zu sichern, investieren die Stadtwerke Energie in die Errichtung und den Betrieb von klimaneutralen Erzeugungsanlagen und Quartierslösungen sowie in energienahe Dienstleistungen wie Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Dazu sind in den kommenden Jahren hohe Investitionen erforderlich. Der wirtschaftliche Erfolg der Stadtwerke Energie wird in den folgenden Jahren wesentlich von der Entwicklung der neuen Geschäftsfelder geprägt. Gleichzeitig besteht weiterhin ein hoher Preiswettbewerb in den angestammten Geschäftsfeldern Strom- und Gasvertrieb.

 

Jena, 19. April 2024

Geschäftsführung

Claudia Budich

André Sack

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Lizenzen, Konzessionen, sonstige Rechte 114.185,00 115.395,00
2. Entgeltlich erworbene Software 349.171,00 342.469,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
463.356,00 457.864,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.783.005,72 14.191.445,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.322.576,00 17.887.462,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 360.392,47 362.809,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.141.592,99 17.065.817,80
56.607.567,18 49.507.534,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.861.645,05 76.861.645,05
2. Beteiligungen 15.507.896,58 15.010.837,58
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.871.987,87 3.258.063,04
95.241.529,50 95.130.545,67
152.312.452,68 145.095.944,32
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Emissionszertifikate 2.760.450,80 3.060.499,80
2. geleistete Anzahlungen für Vorräte 0,00 12.435,00
2.760.450,80 3.072.934,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.983.248,38 656.720,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 69.019.516,49 51.984.977,89
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.698.643,38 5.302.959,85
4. Sonstige Vermögensgegenstände 14.832.765,02 4.432.216,15
97.534.173,27 62.376.874,59
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 956.150,07 2.376.108,65
101.250.774,14 67.825.918,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 288.742,54 339.351,69
253.851.969,36 213.261.214,05

PASSIVA

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 20.000.000,00 20.000.000,00
II. Kapitalrücklage 21.898.573,28 21.898.573,28
III. Gewinnrücklagen
1. Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 2.763.560,67 2.763.560,67
2. Andere Gewinnrücklagen 38.484.094,54 38.484.094,54
41.247.655,21 41.247.655,21
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
83.146.228,49 83.146.228,49
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen 3.273.178,28 2.715.642,83
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.252.075,99 2.711.624,78
2. Steuerrückstellungen 147.971,19 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 17.576.128,80 17.152.242,42
19.976.175,98 19.863.867,20
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52.009.400,83 54.479.462,74
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.408.741,40 11.555.820,68
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 36.595.862,73 29.127.707,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.060.652,12 4.112.033,09
5. Sonstige Verbindlichkeiten 32.380.411,81 8.260.265,35
(davon aus Steuern € 1.353.519,42; Vorjahr € 999.073,94)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; Vorjahr € 0,00)
147.455.068,89 107.535.289,41
E. Rechnungsabgrenzungsposten 1.317,72 186,12
253.851.969,36 213.261.214,05

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung 2023
2022
1. Umsatzerlöse 282.026.103,26 214.803.466,14
abzüglich Strom- und Energiesteuer -7.707.109,78 -9.025.768,36
274.318.993,48 205.777.697,78
2. Bestandsveränderungen fertige Erzeugnisse -156.235,52 -286.581,16
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.058.935,80 2.729.628,55
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -189.431.238,87 -113.254.918,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -51.615.539,03 -52.019.745,82
-241.046.777,90 -165.274.663,96
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -9.108.139,16 -8.194.898,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.861.593,48 -1.675.336,51
(davon für Altersversorgung € 285.460,32; Vorjahr € 244.320,03)
-10.969.732,64 -9.870.234,92
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.226.654,32 -3.781.632,50
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -10.831.118,31 -17.708.719,20
8. Erträge aus Beteiligungen 23.747.063,23 20.357.434,75
(davon aus verbunden Unternehmen € 21.380.764,61; Vorjahr € 19.921.217,14)
9. Erträge aus Gewinnabführung 4.387.436,63 5.884.393,83
10. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 534.138,17 613.421,44
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.326.136,12 116.700,38
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.236.188,33; Vorjahr € 104.123,17)
(davon aus Abzinsung € 841,56; Vorjahr € 327,93)
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -930.335,35 -925.899,41
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00; Vorjahr € 2.524,60)
(davon aus Aufzinsung € 33.055,23; Vorjahr € 40.293,87)
13. Ausgleichszahlungen an außenstehende Gesellschafter -9.093.344,00 -7.030.648,00
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.692.966,00 -1.308.940,31
15. Ergebnis nach Steuern 27.425.539,39 29.291.957,27
16. Sonstige Steuern -331.161,84 -373.814,76
17. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abzuführender Gewinn -27.094.377,55 -24.918.142,51
18. Jahresüberschuss 0,00 4.000.000,00
19. Einstellung in die Gewinnrücklagen 0,00 -4.000.000,00
20. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (Stadtwerke Energie) hat ihren Sitz in Jena und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena unter der Registernummer HRB 202419. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften unter Beachtung des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie des Gesellschaftsvertrages.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge mit der Stadtwerke Jena GmbH (Stadtwerke Jena), Jena sowie der Stadtwerke Jena Netze GmbH (Stadtwerke Netze), Jena.

Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft sind latente Steuern grundsätzlich dem Organträger zuzurechnen, so dass nach § 285 Nr. 29 HGB keine Angaben gemacht werden.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Gemeinkostenzuschläge (Material- und Fertigungsgemeinkosten). Das abnutzbare Anlagevermögen wird überwiegend nach der linearen Methode abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betrieblichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften in Anlehnung an die amtlichen AfA-Tabellen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert.

Abweichend zur linearen Abschreibungsmethode wurden Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen aus dem Zeitraum 1999 bis 2010 nach der degressiven Methode abgeschrieben. Sobald die nach der linearen Methode berechneten Abschreibungen höher sind als die sich nach der degressiven Methode ergebenden Abschreibungen erfolgt der Übergang zur linearen Methode. Von dem in der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 4 EGHGB vorgesehenen Wahlrecht zur Fortführung der bisherigen Wertansätze wurde Gebrauch gemacht.

In den Vorjahren wurden steuerliche Sonderabschreibungen vorgenommen. Diesbezüglich wurde von dem Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und die steuerlichen Sonderabschreibungen beibehalten.

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis bis zu 800 € werden im Jahr ihres Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für eine solche Abschreibung nicht mehr bestehen, wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung wieder zugeschrieben. Die Ausleihungen sind zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken sind durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Geschäftskunden beruhen in der Regel auf Stichtagsablesungen. Den Forderungen gegen Privatkunden liegt die rollierende Jahresverbrauchsabrechnung zugrunde, wobei die zum Bilanzstichtag abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Lieferungen auf Grundlage einer Hochrechnung ermittelt wurden. Von diesen Forderungen wurden die erhaltenen Abschlagszahlungen sowie die noch auszuzahlenden Entlastungen nach EWPBG und StromPBG abgesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben bis zum Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

2.2 Passiva

Der Sonderposten für Investitionszuwendungen umfasst erhaltene Baukostenzuschüsse sowie Investitionszuschüsse und -zulagen und wird entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens erfolgswirksam aufgelöst.

Die Auflösungsbeträge des Sonderpostens für Baukostenzuschüsse werden für bis zum31. Dezember 2002 vereinnahmte Zuschüsse unter den Umsatzerlösen, für die nach diesem Datum vereinnahmten Baukostenzuschüsse unter den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt. Die bis zum 31. Dezember 2002 vereinnahmten Baukostenzuschüsse werden pauschal mit 5 % p. a. aufgelöst.

Die Pensionsrückstellungen basieren auf versicherungsmathematischen Berechnungen nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,82 % p. a., einem Anwartschaftstrend von 0 % p.a. sowie einem Rententrend von 2,2 % p. a. Als Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Die Aktivwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen bzw. Festgeldkonten werden nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet.

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Rückstellungen werden mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr, wurden mit dem durch die Deutsche Bundesbank veröffentlichten Zinssatz diskontiert.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen bis zum Bilanzstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

3 Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ergeben sich wie folgt:

Stammkapital Haftkapital Grundkapital
Anteil
%
Buchwert zum 31.12.2023
Eigenkapital zum 31.12.2023
Jahresergebnis 2023
Stadtwerke Jena Netze GmbH, Jena 8.000.000,00 100,00 24.288.396,22 27.788.396,22 4.387.436,63
varys. Gesellschaft für Software und Abrechnung mbH, Jena 100.000,00 100,00 1.617.934,61 2.544.166,51 390.792,84
jENERGIE GmbH, Jena 25.000,00 100,00 25.000,00 161.523,47 62.592,99
Biogas Jena Beteiligungs GmbH, Jena 25.000,00 100,00 25.000,00 65.176,12 2.858,34
Jenaer Gebäudemanagement GmbH, Jena 25.564,60 100,00 30.703,89 24.997,44 0,00
ASI Anlagen, Service, Instandhaltung GmbH, Jena 100.000,00 100,00 6.127.552,20 7.590.733,38 4.642.235,23
job Jenaer Objektmanagement- und Betriebsgesellschaft mbH, Jena 300.000,00 94,50 1.844.278,56 4.747.260,37 1.514.844,11
jenawohnen GmbH, Jena 20.000.000,00 94,00 41.818.779,57 303.592.456,89 28.470.926,54
Biogas Jena GmbH & Co. KG, Jena 1.200.000,00 50,00 684.000,00 2.633.931,08 665.185,35
Biogas Milda GmbH & Co. KG, Milda 800.000,00 50,00 400.000,00 666.216,13 -188.558,94
WAB Wasser und Abwasserbetrieb Thüringen GmbH, Jena 25.000,00 100,00 0,00 25.679,37 0,00
Verbundene Unternehmen 76.861.645,05
TV Produktions- und Betriebsverwaltungs-GmbH, Jena 26.000,00 17,00 15.474,90 29.173,64 2) 780,00 2)
TV Produktions- und Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Jena 600.000,00 17,00 0,00 49.321,34 2) -13.475,97 2)
Trianel GmbH, Aachen 20.152.575,00 2,99 1.927.680,00 117.060.868,66 2) 27.629.930,42 2)
Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG, Aachen 18.324.382,31 1,92 0,00 302.011.235,62 2) 10.486.464,43 2)
Meter1 GmbH & Co. KG, Halle 2.500.002,00 33,33 0,00 224.968,89 2) -16.900,65 2)
Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG, Hamburg 251.045.000,00 3,59 9.841.484,67 274.383.512,45 2) 10.680.520,64 2)
Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG, Aachen 5.467.500,00 4,57 1.867.423,80 51.448.257,88 2) 10.387.920,61 2)
Trianel Wind und Solar GmbH & Co.KG, Aachen 5.100.000,00 9,80 1.355.833,21 11.667.272,84 2) -1.585.096,32 2)
Energy 13 GmbH 29.412,00 10,00 500.000,00 231,11 2) -24.768,89 2)
Beteiligungen 15.507.896,58

1) Vor Verlustübernahme/Gewinnabführung

2) Zahlen zum 31. Dezember 2022

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

In 2022 war in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 657 T€ auch der abgegrenzte, zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechnete Strom-, Gas- und Fernwärmeabsatz von 55.265T€ enthalten. Hiervon wurden Abschläge in Höhe von 67.617 T€ abgesetzt.

Aufgrund der Tatsache, dass in 2023 dieser Posten - auch wegen der noch auszuzahlenden Entlastungen nach EWPBG und StromPBG - umgeschlagen ist, wurde dieser Betrag in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen:

Jahr Lieferungen und Leistungen
T€
Finanzverkehr
T€
Unternehmensverträge
T€
Sonstiges
T€
Gesamt
T€
Forderungen gegen Gesellschafterin 2023 1.481 46.123 0 18.151 65.755
2022 992 36.970 0 12.303 50.265
Forderungen gegen sonstige verbundene Unternehmen 2023 2.377 0 888 0 3.265
2022 1.703 0 17 0 1.720
2023 3.858 46.123 888 18.151 69.020
2022 2.695 36.970 17 12.303 51.985

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

Jahr Lieferungen und Leistungen
T€
Finanzverkehr
T€
Unternehmensverträge
T€
Sonstiges
T€
Gesamt
T€
Forderungen gegen Gesellschafter 2023 30 0 0 0 30
2022 17 0 0 0 17
Forderungen gegen andere Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2023 0 0 0 3.669 3.669
2022 0 0 0 5.286 5.286
2023 30 0 0 3.669 3.699
2022 17 0 0 5.286 5.303

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Pensionsrückstellungen (7.850 T€) werden mit dem Zeitwert der Aktivwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen nach § 246 Abs. 2 HGB (3.191 T€) und einem Festgeldguthaben (2.407 T€) verrechnet. Die Anschaffungskosten und der Zeitwert der Aktivwerte entsprechen dem Buchwert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 100 T€.

Die sonstigen Rückstellungen (17.576 T€) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (4.913 T€), für abzugebende Emissionszertifikate (2.638 T€), für ungewisse Verbindlichkeiten (2.214 T€), für Umbau- und Rückbaukosten (1.681 T€), für Abrechnungsverpflichtungen (1.175 T€) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (1.831 T€) und für Rückforderungen aus Insolvenzen (686 T€) bzw. Preisbremsen (937 T€). Weiterhin sind Rückstellungen aus dem Personalbereich (891 T€) enthalten.

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 stellen sich wie folgt dar:

davon mit einer Restlaufzeit
Jahr Gesamt
T€
bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2023 52.009 3.496 48.513 37.786
2022 54.479 3.118 51.361 40.301
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2023 20.409 20.409 0 0
2022 11.556 11.556 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2023 36.596 36.596 0 0
2022 29.128 29.128 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2023 6.061 6.061 0 0
2022 4.112 4.112 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2023 32.380 32.380 0 0
2022 8.260 8.260 0 0
2023 147.455 98.942 48.513 37.786
2022 107.535 56.174 51.361 40.300

Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen:

Jahr Lieferungen und Leistungen
T€
Finanzverkehr
T€
Unternehmensverträge
T€
Sonstiges
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 2023 0 0 27.094 0 27.094
2022 0 0 24.918 0 24.918
Verbindlichkeiten gegenüber anderen verbundenen Unternehmen 2023 10.389 0 -887 0 9.502
2022 6.594 0 -2.384 0 4.210
2023 10.389 0 26.207 0 36.596
2022 6.594 0 22.534 0 29.128

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht:

Jahr Lieferungen und Leistungen
T€
Finanzverkehr
T€
Unternehmensverträge
T€
Sonstiges
T€
Gesamt
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2023 0 0 3.409 0 3.409
2022 0 0 1.890 0 1.890
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2023 2.652 0 0 0 2.652
2022 2.222 0 0 0 2.222
2023 2.652 0 3.409 0 6.061
2022 2.222 0 1.890 0 4.112

In den sonstigen Verbindlichkeiten von 32.380 T€ sind Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden aus der Verbrauchsabrechnung i.H.v. 18.935 T€ enthalten. Diese ergeben sich aus dem abgegrenzten, zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechneten Strom-, Gas- und Fernwärmeabsatz von 77.993 T€ abzüglich der hiervon noch nicht abgesetzten Abschläge i.H.v. 74.524 T€ und der noch auszuzahlenden Entlastungen nach EWPBG und StromPBG i.H.v. 22.404 T€.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse (abzüglich Strom- und Energiesteuer) gliedern sich wie folgt auf:

2023
T€
2022
T€
Strom 89.489 88.145
Erdgas 59.258 49.269
Wärme 100.095 44.497
Nebengeschäfte 25.975 23.867
Gesamtumsätze 274.817 205.778

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Sie sind in Höhe von 5.388 T€ periodenfremd. Die periodenfremden Umsatzerlöse resultieren i.H.v. 462 T€ aus der Verbrauchsabrechnung für Strom, Gas und Fernwärme sowie aus der Mehr- und Mindermengenabrechnung für Strom und Gas (4.500 T€).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Baukostenzuschüssen (103 T€) sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuwendungen (130 T€). Des Weiteren beinhaltet der Posten periodenfremde Erträge in Höhe von 657 T€. Diese betreffen im Wesentlichen die Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen mit 465 T€.

Der Materialaufwand enthält 4.822 T€ periodenfremde Aufwendungen, davon resultieren 4.313 T€ aus der Mehr-/Mindermengenabrechnung.

Die in den Vorjahren vorgenommenen Sonderabschreibungen wirkten sich im Geschäftsjahr 2023 durch niedrigere planmäßige Abschreibungen von 60 T€ erhöhend auf das Jahresergebnis aus.

Die Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen (141 T€) wurden nach § 246 Abs. 2 HGB mit den Erträgen aus dem verpfändeten Deckungsvermögen (108 T€) saldiert.

5 Haftungsverhältnisse

Die Stadtwerke Energie sind dem Sicherheitenpool der Trianel GmbH (Trianel), Aachen, beigetreten und haben sich verpflichtet, der Trianel für deren Handelsgeschäfte Sicherheiten bis zu einem Betrag von 8.918 T€ zur Verfügung zu stellen. In diesem Zusammenhang haben die Stadtwerke Energie gegenüber der Euler Hermes KreditVersicherungs-AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten der Trianel in Höhe von 1.184 T€ übernommen. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Verpflichtung wird wegen der stabilen wirtschaftlichen Verhältnisse und der positiven Ertragsaussichten der Trianel als gering eingeschätzt.

Mit dem Handelspartner Syneco besteht eine Regressvereinbarung. Syneco ist ein Handelspartner, der wiederum selbst über ein breites Portfolio an Handelspartnern verfügt. Die Regressvereinbarung kann dazu führen, dass bei Ausfall eines Lieferanten der Syneco die Stadtwerke Energie an den durch den Ausfall verursachten Adressrisiken/Nachbeschaffungskosten beteiligt wird, wodurch die Stadtwerke Energie einen Anteil am Gesamtkreditausfallrisiko der Syneco übernimmt. Der Anteil ist abhängig vom Umfang der Beschaffungsaktivitäten mit der Syneco. Durch ein regelmäßiges Reporting werden die Stadtwerke Energie über die Handelspartner der Syneco und die jeweils auf die Stadtwerke Energie entfallende anteilige Risikohöhe informiert.

Außerdem hat die Gesellschaft mit Datum vom 18. April 2007 ihren Beitritt zum Kreditrisikopool der Trianel erklärt. Die hieraus möglichen Ausgleichsverpflichtungen ergeben sich im Falle des Ausfalls von Forderungen der Trianel und/oder deren Tochtergesellschaft gegen Poolmitglieder in Höhe des Betrages, der sich aus dem Geschäftsvolumen errechnet, das über die Trianel abgewickelt wird. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Höhe einer möglichen Ausgleichsverpflichtung 1.361 T€. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da die Bonität von Handelspartnern der Trianel fortlaufend beobachtet wird und Handelspartner gesperrt werden, sobald die Bonität nicht ausreichend ist.

Die Stadtwerke Energie haben ihre Geschäftsanteile an der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG (TWB) an die Gläubigerbank der TWB verpfändet. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Buchwert der Anteile an der TWB 0 T€. In Vorjahren wurde der Beteiligungsbuchwert um 10.430 T€ wertberichtigt.

Die Stadtwerke Energie haben zudem zur Besicherung eines Darlehens zur Finanzierung der Biogasanlage der Biogas Jena GmbH & Co. KG (Biogas Jena), Jena, eine Bürgschaft von 1.100 T€ übernommen. Die Biogas Jena geht in der mittelfristigen Unternehmensplanung von weiterhin positiven Jahresergebnissen aus. Mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft ist daher nicht zu rechnen.

6 Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse aus Geschäftsbesorgungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 15.181 T€ sowie Umsatzerlöse aus Druck- und Abrechnungsdienstleistungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.551 T€ erzielt. Die Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungen und technischen Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen betrugen 27.371 T€. Davon betreffen 21.107 T€ technische Dienstleistungen der Stadtwerke Netze und 1.562 T€ IT-Dienstleistungen der Stadtwerke Jena.

7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus dem Bestellobligo für Investitionen in Höhe von 37 T€ und für Instandhaltungen und Dienstleistungsaufträge in Höhe von 574 T€.

Aus konzerninternen Geschäftsbesorgungsverträgen, Dienstleistungsverträgen zur Abrechnung und EDV-Betreuung sowie für Managementleistungen erwachsen jährliche Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von ca. 27.371 T€.

Die zum Bilanzstichtag kontrahierten Beschaffungs- und die Absatzgeschäfte im Strom und Gas wurden unter Anwendung des § 252 Abs. 2 HGB zusammengefasst bewertet. Hierbei sind die im Jahr 2023 eingegangenen Verpflichtungen aus Beschaffungsgeschäften und den vereinbarten bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Absatzgeschäfte an Tarifvertragskunden im Rahmen eines Portfolio-Hedge bewertet worden. Bei den Sondervertragskunden erfolgte grundsätzlich eine Back-to-Back Bewertung. Abgesichert wird hierdurch das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. Das Gesamtvolumen (Nominalwert in T€) der Einkaufsgeschäfte der durch diese zusammenfassende Bewertung abgesicherten Risiken ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

Strom
T€
Gas
T€
Jahr 2024 25.387 19.622
Jahr 2025 10.878 12.601
Gesamtvolumen 36.265 32.223

Darüber hinaus besteht in den Jahren 2024 bis 2035 gegenüber der Thüringer Energie AG, Erfurt, eine Verpflichtung zur Abnahme von jährlich 186 bis 221 GWh Fernwärme. Entsprechend den Erfahrungen der Vergangenheit ist davon auszugehen, dass diese Menge über bestehende langfristige Absatzverträge an Kunden geliefert wird.

Aus langfristigen Konzessions- und Gestattungsverträgen mit der Stadt Jena und der Stadt Pößneck ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen zur Zahlung entsprechender Entgelte in Abhängigkeit von den jeweiligen Energiemengen. In 2023 betrugen die entsprechenden Aufwendungen 1.988 T€.

Aus dem mit der Trianel abgeschlossenen Rahmendienstleistungsvertrag resultiert eine jährliche finanzielle Verpflichtung in Höhe der Grundvergütung. Diese beträgt für 2024 73 T€. Zudem resultiert aus dem Dienstleistungsvertrag mit der Energieunion eine finanzielle Verpflichtung i.H.v. 48 T€ für das Jahr 2024.

Die Stadtwerke Energie haben im Geschäftsjahr 2003 die Klimaschutzstiftung Jena-Thüringen, Jena, gegründet. Ergebnisabhängig haben sich die Stadtwerke Energie verpflichtet, eine jährliche Zustiftung vorzunehmen. Die hieraus entstehende Belastung ist auf maximal 250 T€ p. a. begrenzt. Die jährliche Zustiftung in Höhe von maximal 250 T€ p. a. ist solange durch die Gesellschaft zu zahlen, bis das Stiftungsvermögen den Wert von 10.000 T€ erreicht hat. Das Stiftungsvermögen beträgt zum 31. Dezember 2023 5.250 T€.

Die Stadtwerke Energie nehmen für die Umsetzung der betrieblichen Altersversorgung ihrer Beschäftigten eine Zusatzversorgungskasse in Anspruch. Die Gesellschaft ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse Thüringen (ZVK-T), Artern. Die Zusatzkasse erbringt Leistungen der Alters-, Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung an die Beschäftigten ihrer Mitglieder. Der Umlagesatz 2023 betrug für das gesamte Jahr 1,5 % bezogen auf die umlagepflichtigen Gehälter. Darüber hinaus war ein Zusatzbeitrag in Höhe von 4,4 % der umlagepflichtigen Gehälter zu leisten (davon umfasste der Arbeitgeberanteil 2,0 %). Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter betrug im Geschäftsjahr 2023 ca. 8.036 T€. Der Umlagesatz für 2024 beträgt 1,7 % der umlagepflichtigen Gehälter. Außerdem ist ein Zusatzbeitrag von 4,4 % der Gehälter zu leisten.

Zur Deckung von Fehlbeträgen kann die Zusatzversorgungskasse von den Arbeitgebern pauschale Sanierungsgelder erheben.

Aus Sponsoringvereinbarungen ergeben sich finanzielle Verpflichtungen von ca. 308 T€.

Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages mit der Stadtwerke Netze.

8 Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Die Stadtwerke Energie hat zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken für künftige mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Darlehensaufnahmen ein Zinssicherungsgeschäft abgeschlossen. Hinsichtlich der bilanziellen Abbildung macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht zur Bildung einer Bewertungseinheit Gebrauch und behandelt daher das Sicherungsgeschäft sowie die künftige Transaktion als ein einheitliches Bewertungsobjekt (antizipativer Micro-Hedge). Marktwertänderungen des Sicherungsgeschäfts werden daher nicht ergebniswirksam erfasst (Einfrierungsmethode).

Das Volumen des mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Grundgeschäfts beträgt 18.000 T€. Die Absicherung erfolgt durch einen hinsichtlich Betrag, Laufzeitbeginn, Laufzeit, Zinsberechnungsbasis sowie Zins- und Tilgungstermin identischen Zins-SWAP. Das Sicherungsgeschäft (Payer-SWAP) führt zum vollständigen Ausgleich des Zinsänderungsrisikos aus dem antizipierten variabel verzinsten Grundgeschäft. Die Beurteilung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wurde nach der Critical Term Match-Methode vorgenommen und wird prospektiv und retrospektiv geprüft. Im Ergebnis wird von einer vollständigen Effektivität ausgegangen.

Der beizulegende Zeitwert des Zins-SWAP zum 31. Dezember 2023 beträgt 503 T€ und entspricht dem Marktwert. Die Ermittlung erfolgte auf Grundlage vorliegender Marktdaten für Zinssätze und FX-Kurse durch Anwendung der Barwertmethode.

9 Nachtragsbericht

Über Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, ist nicht zu berichten.

10 Ergänzende Angaben

Aufsichtsrat

Dr. Thomas Nitzsche, Jena

Aufsichtsratsvorsitzender

(Oberbürgermeister der Stadt Jena)

Dr. Matthias Cord, Helmstedt

1. Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden

(Stellvertr. Vorstandsvorsitzender der Thüga AG München)

Prof. Dr. Clemens Beckstein, Jena

(Universitätsprofessor an der Fakultät für Mathematik und Informatik der Friedrich-Schiller-Universität Jena)

Christian Gerlitz, Jena

(Bürgermeister und Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Jena)

Prof. Dr. Reinhard Guthke, Jena

(Rentner)

Jürgen Häkanson-Hall, Jena

(selbständiger Elektrotechnikermeister)

Otto Huber, Vaterstetten

(Leiter Unternehmensentwicklung der Thüga AG)

Dirk Hucke, Jena

(Betriebsratsvorsitzender des Gemeinschaftsbetriebs der Stadtwerke Jena)

Benjamin Koppe, Jena

(Dezernent für Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice der Stadt Jena)

Michael Modde, Jena

(Bürgermeister der Stadt Pößneck)

Peter Popp, Jena

(Rentner)

Max Schmidl, Jena

(Systemtechniker IT-Netze und Telekommunikation)

Bastian Stein, Jena

(Beauftragter Managementsysteme)

Isabell Welle, Jena

(Studentin)

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr auf 31 T€.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer/-in sind

Claudia Budich, Jena,

Gunar Schmidt, Magdala, (bis einschließlich 31.01.2023) und

André Sack, Jena, (ab 01.02.2023)

bestellt.

Bezüglich der Organbezüge (einschließlich der Bezüge an ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung) wurde vom Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Beschäftigte

In der Gesellschaft waren im Jahresdurchschnitt 157 Mitarbeitende (davon 101 weibliche und 56 männliche Beschäftigte) tätig.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Jena einbezogen und ist daher von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernjahresabschlusses und Konzernlageberichtes befreit. Die Stadtwerke Jena haben ihren Sitz in Jena und halten zum Bilanzstichtag 72,1 % der Anteile an den Stadtwerken Energie. Der Konzernabschluss wird beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht und ist unter der HRB Nr. 200602 (Amtsgericht Jena) abrufbar.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB zum Honorar des Abschlussprüfers werden im Konzernabschluss der Stadtwerke Jena GmbH, Jena, zum 31. Dezember 2023 gemacht.

Geschäfte mit nahe stehenden Personen

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen werden nicht durchgeführt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der vollständigen Ergebnisverwendung aufgestellt.

 

Jena, 31. März 2024

Geschäftsführung

Claudia Budich

André Sack

Anlagespiegel

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 01.01.2023
Zugang
Umbuchungen
Abgang
31.12.2023
1. Entgeltich erworbene Lizenzen, Konzessionen, sonstige Rechte 313.815,94 8.897,00 71,88 0,00 322.784,82
2. Entgeltlich erworbene Software 2.882.350,64 146.727,35 0,00 0,00 3.029.077,99
3.196.166,58 155.624,35 71,88 0,00 3.351.862,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.888.668,98 3.924.786,01 12.785.144,74 245.331,56 57.353.268,17
2. Technische Anlagen und Maschinen 67.288.955,72 3.050.025,02 1.282.665,69 0,00 71.621.646,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.798.834,12 145.425,70 0,00 248.466,91 2.695.792,91
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.065.817,80 4.143.657,50 -14.067.882,31 0,00 7.141.592,99
128.042.276,62 11.263.894,23 -71,88 493.798,47 138.812.300,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.941.145,05 0,00 0,00 0,00 76.941.145,05
2. Beteiligungen 26.748.877,08 497.059,00 0,00 0,00 27.245.936,08
3. Ausleihungen an Beteiligungen 3.258.063,04 0,00 0,00 386.075,17 2.871.987,87
106.948.085,17 497.059,00 0,00 386.075,17 107.059.069,00
238.186.528,37 11.916.577,58 0,00 879.873,64 249.223.232,31
Abschreibungen Restbuchwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 01.01.2023
Zugang
Abgang
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
1. Entgeltich erworbene Lizenzen, Konzessionen, sonstige Rechte 198.420,94 10.178,88 0,00 208.599,82 114.185,00 115.395,00
2. Entgeltlich erworbene Software 2.539.881,64 140.025,35 0,00 2.679.906,99 349.171,00 342.469,00
2.738.302,58 150.204,23 0,00 2.888.506,81 463.356,00 457.864,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.697.223,60 2.031.250,41 158.211,56 28.570.262,45 28.783.005,72 14.191.445,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.401.493,72 1.897.576,71 0,00 51.299.070,43 20.322.576,00 17.887.462,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.436.024,65 147.622,97 248.247,18 2.335.400,44 360.392,47 362.809,47
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 7.141.592,99 17.065.817,80
78.534.741,97 4.076.450,09 406.458,74 82.204.733,32 56.607.567,18 49.507.534,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 79.500,00 0,00 0,00 79.500,00 76.861.645,05 76.861.645,05
2. Beteiligungen 11.738.039,50 0,00 0,00 11.738.039,50 15.507.896,58 15.010.837,58
3. Ausleihungen an Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 2.871.987,87 3.258.063,04
11.817.539,50 0,00 0,00 11.817.539,50 95.241.529,50 95.130.545,67
93.090.584,05 4.226.654,32 406.458,74 96.910.779,63 152.312.452,68 145.095.944,32

Segmentberichterstattung

Tätigkeitsabschluss und Anlagen gem. § 6 Abs. 3 Satz 7 EnWG für die

Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und den Messstellenbetrieb zum 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023 - Elektrizitätsverteilung

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Software 103.219,29 103.076,31
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 103.219,29 0,00 103.076,31
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 386.403,76 411.837,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.296,99 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.516,43 9.726,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 84,00 415.301,18 710,59 422.275,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
518.520,47 525.351,62
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 0,00 0,00 1.865,25 1.865,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
davon gegen Gesellschafter: -34 T€
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.018,61 34.457,59
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 214.619,71 102.082,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.870,35 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
4. Sonstige Vermögensgegenstände 41.001,75 85.915,48
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
5. Interne Forderungen 152.176,18 426.686,60 24.687,16 247.142,41
III. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
426.686,60 249.007,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 10.792,01 10.288,15
955.999,08 784.647,42

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Zugeordnetes Eigenkapital 347.792,54 347.792,54
II. Bilanzgewinn 0,00 347.792,54 0,00 347.792,54
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen 27.055,33 28.366,23
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 225.207,60 271.162,48
2 .Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 139.172,03 364.379,63 99.685,60 370.848,08
D. Verbindlichkeiten
davon gegenüber Gesellschaftern: 0 T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.880,44 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 40 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 161.402,24 16.251,36
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 161 T€ (Vorjahr: 16 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 2.732,67
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 3 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.357,13 18.637,94
davon aus Steuern: 12 T€
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 T€
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 15 T€ (Vorjahr: 19 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
6. Interne Verbindlichkeiten 0,00 0,00
216.639,81 37.621,97
E. Rechnungsabgrenzungsposten 131,77 18,61
955.999,08 784.647,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 - Geschäftsbesorgung Stadtwerke Jena Netze / Elektrizitätsverteilung

2023
2022
1. Umsatzerlöse 2.052.059,12 2.292.168,22
abzüglich Strom- und Energiesteuer 0,00 0,00
2.052.059,12 2.292.168,22
2. Andere aktivierte Eigenleistung 0,00 0,00
3. Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 28.984,40 11.795,16
5. Materialaufwand -272.437,08 -186.338,75
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -730,99 -1.484,84
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -271.706,09 -184.853,91
6. Personalaufwand -965.769,36 -1.060.912,55
a) Löhne und Gehälter -801.203,45 -874.084,75
b) Soziale Abgaben und Aufwenungen für Altersvorsorge -164.565,91 -186.827,80
(davon für Altersvorsorge € 25.422,02)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -132.824,03 -145.693,28
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -819.456,91 -874.534,28
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 53.279,69 4.926,82
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.306,67 -9.214,65
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00)
(davon aus Aufzinsung € 1.305,19)
12. Ergebnis nach Steuern -57.470,83 32.196,69
13. Sonstige Steuern -2.115,47 -2.342,62
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag -1.148,02 0,00
15. Jahresergebnis vor Gewinnabführung und Ergebnisverwendung -60.734,32 29.854,06
16. Aufwendungen/Erträge aus vertraglicher Gewinnabführung/Verlustübernahme außenstehende Gesellschafter 15.261,48 -6.569,68
17. Aufwendungen/Erträge aus vertraglicher Gewinnabführung/Verlustübernahme SWJ 45.472,84 -23.284,38
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00
19. Einstellunf in die Gewinnrücklagen 0,00 0,00
20. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023 - Gasverteilung

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Software 40.202,94 43.773,49
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 40.202,94 0,00 43.773,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 134.515,58 155.154,54
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.609,21 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.839,06 3.246,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28,00 144.991,85 236,86 158.637,56
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
0,00 0,00
185.194,79 202.411,05
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 0,00 0,00 870,45 870,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
davon gegen Gesellschafter: -13 T€
1. Forderungen aus Lieferung und Leistung 6.407,44 13.783,04
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 85.847,88 40.832,87
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
4. sonstige Vermögensgegenstände 722,50 25.406,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
5. Interne Forderungen 113.267,92 206.245,75 19.664,75 99.686,80
III. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
206.245,75 100.557,25
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.309,01 4.115,26
395.749,55 307.083,56

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Zugeordnetes Eigenkapital 123.769,74 123.769,74
II. Bilanzgewinn 0,00 123.769,74 0,00 123.769,74
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen 10.822,13 11.346,49
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 90.083,04 108.464,99
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 55.668,81 145.751,85 39.874,24 148.339,23
D. Verbindlichkeiten
davon gegenüber Gesellschafter: 0 T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.908,59 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 16 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 91.101,99 14.290,86
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 91 T€ (Vorjahr: 14 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.199,69 1.668,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2 T€ (Vorjahr: 2 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.142,85 7.661,31
davon aus Steuern: 5 T€
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 T€
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 6 T€ (Vorjahr: 8 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
6. Interne Verbindlichkeiten 0,00 115.353,12 0,00 23.620,65
E. Rechnungsabgrenzungsposten 52,71 7,44
395.749,55 307.083,56

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 - Geschäftsbesorgung Stadtwerke Jena Netze / Gasverteilung

2023
2022
1. Umsatzerlöse 947.644,80 815.975,86
abzüglich Strom- und Energiesteuer 0,00 0,00
947.644,80 815.975,86
2. Andere aktivierte Eigenleistung 0,00 0,00
3. Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 12.450,11 3.538,03
5. Materialaufwand -95.579,71 -51.308,53
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -337,84 -544,43
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -95.241,87 -50.764,10
6. Personalaufwand -477.427,10 -381.031,37
a) Löhne und Gehälter -396.603,00 -313.916,85
b) Soziale Abgaben und Aufwenungen für Altersvorsorge -80.824,11 -67.114,53
(davon für Altersvorsorge € 12.602,03)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -53.817,38 -38.997,69
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -346.709,37 -324.343,79
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.419,52 1.761,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -651,78 -3.404,14
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00)
(davon aus Aufzinsung € 651,18)
12. Ergebnis nach Steuern 12.329,09 22.189,38
13. Sonstige Steuern -614,66 -519,29
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag -463,01 0,00
15. Jahresergebnis vor Gewinnabführung und Ergebnisverwendung 11.251,43 21.670,09
16. Aufwendungen/Erträge aus vertraglicher Gewinnabführung/Verlustübernahme außenstehende Gesellschafter -2.827,29 -4.768,72
17. Aufwendungen/Erträge aus vertraglicher Gewinnabführung/Verlustübernahme SWJ -8.424,14 -16.901,37
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00
19. Einstellunf in die Gewinnrücklagen 0,00 0,00
20. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00

Bilanz zum 31. Dezember 2023 - Messstellenbetrieb

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Software 3.864,34 4.034,88
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 3.864,34 0,00 4.034,88
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
3.864,34 4.034,88
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen für Vorräte 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
davon gegen Gesellschafter: -13 T€
1. Forderungen aus Lieferung und Leistung 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
4. sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 T€
5. Interne Forderungen 20.672,05 20.672,05 3.806,53 3.806,53
III. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 0,00 0,00
20.672,05 3.806,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
24.536,39 7.841,41

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Zugeordnetes Eigenkapital 2.612,96 2.612,96
II. Bilanzgewinn 0,00 2.612,96 0,00 2.612,96
B. Sonderposten für Investitionszuwendungen 0,00 0,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 0,00 0,00 0,00 0,00
D. Verbindlichkeiten
davon gegenüber Gesellschafter: 0 T€
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.473,72 4.740,19
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 19 T€ (Vorjahr: 5 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.449,71 359,48
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 2 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 128,78
davon aus Steuern: 0 T€
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 0 T€
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit über 1 Jahr: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren: 0 T€ (Vorjahr: 0 T€)
6. Interne Verbindlichkeiten 0,00 21.923,43 0,00 5.228,44
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
24.536,39 7.841,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 - Geschäftsbesorgung Stadtwerke Jena Netz / Grundzuständiger Messstellenbetrieb

2023
2022
1. Umsatzerlöse 89.177,20 63.773,39
abzüglich Strom- und Energiesteuer 0,00 0,00
89.177,20 63.773,39
2. Andere aktivierte Eigenleistung 0,00 0,00
3. Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen 0,00 0,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 437,37 145,75
5. Materialaufwand -1.128,54 -731,94
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -12,69 -23,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.115,85 -708,43
6. Personalaufwand -17.722,44 -13.758,50
a) Löhne und Gehälter -14.559,82 -11.328,97
b) Soziale Abgaben und Aufwenungen für Altersvorsorge -3.162,62 -2.429,53
(davon für Altersvorsorge € 457,15)
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.273,16 -9.984,93
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -35.342,05 -33.252,96
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 955,92 61,07
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -22,41 -153,86
(davon an verbundene Unternehmen € 0,00)
(davon aus Aufzinsung € 22,34)
12. Ergebnis nach Steuern 26.081,88 6.098,03
13. Sonstige Steuern -23,16 -20,40
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag -49,27 0,00
15. Jahresergebnis vor Gewinnabführung und Ergebnisverwendung 26.009,44 6.077,63
16. Aufwendungen/Erträge aus vertraglicher Gewinnabführung/Verlustübernahme außenstehende Gesellschafter -6.535,72 -1.337,44
17. Aufwendungen/Erträge aus vertraglicher Gewinnabführung/Verlustübernahme SWJ -19.473,72 -4.740,19
18. Jahresüberschuss 0,00 0,00
19. Einstellunf in die Gewinnrücklagen 0,00 0,00
20. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,00 0,00

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für die Tätigkeitsbereiche

Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und den grundzuständigen Messstellenbetrieb Strom für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeines

Die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH (Stadtwerke Energie) haben gem. § 6b Abs. 1 EnWG ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr für die Bereiche

- Elektrizitätsverteilung,

- Gasverteilung,

- Grundzuständiger Messstellenbetrieb von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen (Messstellenbetrieb)

aufgrund der energiespezifischen Dienstleistungserbringung an die Stadtwerke Jena Netze GmbH (Stadtwerke Netze) aufzuteilen und entsprechende Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen.

Grundlage für die Aufteilung auf die Bereiche sind die in SAP auf Kostenstellen gebuchten Aufwendungen und Erträge. Der Kostenstellenaufbau der Stadtwerke Energie unterteilt sich in Servicebereichs-Kostenstellen und Geschäftsfelder.

Auf den Servicebereichs-Kostenstellen (Servicekostenstellen) fallen im Wesentlichen Umsatzerlöse aus Geschäftsbesorgungen und Dienstleistungen, Personalaufwand, Abschreibungen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung und sonstige betriebliche Aufwendungen an.

Die Servicekostenstellen sind:

- Bereich Geschäftsführung,

- Bereich Unternehmensentwicklung,

- Bereich Betriebswirtschaft,

- Bereich Rechnungswesen (mit den Sachgebieten Anlagenbuchhaltung, Bilanzen und Steuern, Kontokorrentbuchhaltung),

- Bereich Energiewirtschaftliche Dienstleistungen (mit den Sachgebieten Energiedaten-/Prozessmanagement, Marktkommunikation/Marktprozesse, Abrechnung und Backoffice),

- Bereich Markt (Overhead mit den Teams Produktmanagement, Marketingkommunikation, Privatkundenvertrieb und Geschäftskundenvertrieb sowie Archiv/Empfang)

- Berufsausbildung/Betriebsrat

- Liegenschaften Eigennutzung

Auf den Geschäftsfelder-Kostenstellen (Geschäftsfelder) werden alle den Bereichen unmittelbar zuordenbaren Geschäftsvorfälle - dies betrifft im Wesentlichen die Umsatzerlöse, Aufwendungen für Lieferungen und Leistungen, Abschreibungen auf die Fernwärme- und Erzeugungsinfrastruktur sowie sonstige betriebliche Aufwendungen gebucht. Die Geschäftsfelder sind wie folgt aufgeteilt:

- Stromvertrieb

- Gasvertrieb

- Fernwärmevertrieb

- Energienahe Dienstleistungen

- Netzbetrieb Fernwärme

- Erzeugung

- IT-Netz

- Liegenschaften (Vermietung)

- Beteiligungsergebnis

- Geschäftsbesorgungen

Im Geschäftsfeld Geschäftsbesorgungen werden die Umsatzerlöse und Aufwendungen aus den Dienstleistungen Geschäftsbesorgung separat je Unternehmen dargestellt.

Die einzelnen Servicekostenstellen und Geschäftsfelder werden jeweils durch eigene Kontierungsobjekte (Kostenstellen) in SAP abgebildet. Das Geschäftsfeld Geschäftsbesorgungen wird nur mit direkt zugeordneten oder geschlüsselten Aufwendungen und Erlösen/Erträgen dargestellt.

Ausgangspunkt für die Ermittlung der Aktivitäten-Gewinn- und Verlustrechnung und der Aktivitäten-Bilanzen ist die Kostenstellen- bzw. Profitcenter-Auswertung aus dem SAP-Buchhaltungssystem. Die direkt auf den Geschäftsfelder-Kostenstellen gebuchten Sachverhalte werden unverändert übernommen.

Die auf den Servicekostenstellen erfassten Geschäftsvorfälle werden im Rahmen des Unbundling mittels geeigneter Schlüssel den Geschäftsfeldern anteilig zugeordnet.

Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Ermittlung der Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Schritte durchgeführt:

Schritt 1 - Ermittlung der Gesamtkosten der Servicekostenstellen, das heißt

- Eliminierung /Umbuchung der direkt zuordenbaren Umsatzerlöse (im Wesentlichen Geschäftsbesorgungsentgelte) sowie direkt zuordenbaren Aufwendungen zwecks Ermittlung der Gesamtkosten.

Schritt 2 - Ermittlung des geeigneten Schlüssels je Servicekostenstelle

Je Servicekostenstelle gibt es einen eigenen Schlüssel, mit dem die Aufwendungen und Erträge möglichst verursachungsgerecht auf die Bereiche verteilt werden. Hierbei gibt es folgende Schlüssel/Schlüsselungsprinzipien:

- Schlüssel "Umsätze Geschäftsbesorgungsentgelte" Dieser Schlüssel setzt die gebuchten Geschäftsbesorgungsentgelte ins Verhältnis und wird nur in Kombination mit anderen Schlüsseln angewandt.

- Schlüssel "Mischschlüssel" Dieser Mischschlüssel setzt sich aus 2 Teilen zusammen. Teil 1 sind die Anschaffungs- und Herstellkosten der entsprechenden technischen Anlagen und Teil 2 die Roherträge. Dieser Mischschlüssel wird immer in Kombination mit anderen Schlüsseln und nur für die Geschäftsfelder der Stadtwerke Energie angewandt.

- Schlüssel "Mitarbeiteranzahl" Dieser Schlüssel setzt die Mitarbeiteranzahl je Bereich ins Verhältnis. Er wird ebenso nur in Kombination mit anderen Schlüsseln angewandt und nur für die Verteilung innerhalb der Servicebereiche.

- Schlüssel "Mitarbeiterzuordnung" Hier wird anhand der Mitarbeiterzuordnung zu den Tätigkeitsfeldern ein Schlüssel ermittelt. Dieser Schlüssel wird ebenso nur in Kombination mit anderen Schlüsseln angewandt und nur für die Verteilung des Servicebereiches "Energiewirtschaftliche Dienstleistungen" sowie innerhalb des Bereiches Markt verwendet.

- Schlüssel "Anzahl Briefe" Mit diesem Schlüssel wird anhand der Anzahl der versendeten Briefe der Bereich Archiv (inkl. Empfang) geschlüsselt.

- Schlüssel "Nutzfläche" Dieser Schlüssel wird nur für die Kostenstellen der eigengenutzten Liegenschaften angewandt. Mit diesem Schlüssel wird anhand der genutzten Büro- und Gewerbeflächen ein Verteilungsschlüssel für die Servicekostenstellen gebildet.

- Schlüssel "Umsatzerlöse Tochtergesellschaften" Für diesen Schlüssel wurden die Umsatzerlöse (Vorjahr) der Tochtergesellschaften der Stadtwerke Energie als Grundlage genommen.

- Schlüsselungsprinzipien Die oben aufgeführten Schlüssel werden oft in Kombination angewandt, insbesondere dann, wenn Servicebereiche Ihre Dienstleistungen (Geschäftsbesorgung) für die Geschäftsfelder der Stadtwerke Energie und für beteiligte Unternehmen sowie Dritte erbringen.

Für die entsprechenden Servicebereiche wurden folgende Schlüssel / Schlüsselungsprinzipien angewandt:

Servicebereiche Schlüssel / Schlüsselungsprinzip
Geschäftsführung Schlüsselungsprinzip "Mitarbeiteranzahl, Mischschlüssel und Umsatzerlöse Tochtergesellschaften"
Unternehmensentwicklung Schlüsselungsprinzip "Umsätze Geschäftsbesorgungsentgelte und Mischschlüssel"
Betriebswirtschaft Schlüsselungsprinzip "Umsätze Geschäftsbesorgungsentgelte und Mischschlüssel"
Rechnungswesen Schlüsselungsprinzip "Umsätze Geschäftsbesorgungsentgelte und Mischschlüssel"
Energiewirtschaftliche Dienstleistungen Schlüssel "Mitarbeiterzuordnung"
Overhead Bereich Markt Schlüssel " Mitarbeiterzuordnung"
Berufsausbildung/Betriebsrat Schlüssel "Mitarbeiteranzahl"
Liegenschaften Eigennutzung Schlüsselungsprinzip "Nutzfläche und Mitarbeiteranzahl"
Archiv Schlüssel "Anzahl Briefe"

Schritt 3 - Umlage zwischen den Servicebereichen

- Sachkontenspezifische Schlüsselung des Servicebereichs Geschäftsführung für die anderen Servicebereiche (kaufmännische Dienstleistungen von Stadtwerke Jena GmbH) anhand der Anzahl der Mitarbeiter,

- Pauschale Schlüsselung von Erträgen/Aufwendungen des Servicebereichs Geschäftsführung für die anderen Servicebereiche für die restlichen Sachkonten (mittels Schlüsselungsprinzip "Mitarbeiteranzahl, Mischschlüssel und Umsatzerlöse Tochtergesellschaften"),

- Schlüsselung von Erträgen/Aufwendungen der Kostenstelle Gebäude Rudolstädter Straße für die anderen Servicebereiche (mittels Schlüsselungsprinzip "Nutzflächen und Mitarbeiteranzahl").

Schritt 4 - Umlage der Service-Kostenstellen auf Geschäftsfelder

- Sachkontenspezifische Schlüsselung von Erträgen/Aufwendungen des Servicebereichs Geschäftsführung auf die Geschäftsfelder Strom-, Gas- und Fernwärmevertrieb (Erträge/Aufwendungen aus EWB/PWB mittels der jeweiligen Roherträge),

- Pauschale Schlüsselung von Erträgen/Aufwendungen des Servicebereichs Geschäftsführung auf alle Geschäftsfelder für die Sachkonten, welche nicht spezifisch zugeordnet wurden,

- Pauschale Schlüsselung von Erträgen/Aufwendungen der restlichen Servicebereiche auf alle Geschäftsfelder.

Schritt 5 - Ermittlung der Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung der vier Bereiche SWJN

Die Tätigkeiten-Gewinn- und Verlustrechnung der Geschäftsfelder ist die Summe aus den direkt auf den Geschäftsfeldern gebuchten Sachverhalten zuzüglich der anhand obiger Schlüsselungssystematik ermittelten Anteile an den Aufwendungen und Erträgen der einzelnen Servicekostenstellen. Für die Geschäftsbesorgung Stadtwerke Netze wird so ein Gesamtergebnis ermittelt, welches dann mittels der bei der Stadtwerke Netze ermittelten Schlüssel auf die Tätigkeitsfelder der Stadtwerke Energie geschlüsselt wird.

Bilanz

Die direkt zurechenbaren Bilanzpositionen werden auf Grundlage der Profit-Center-Auswertung direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet.

Zur Aufteilung aller nicht direkt zuordenbaren Beträge der Servicebereichs-Profitcenter auf die Geschäftsbereiche werden die Schlüssel analog der unter Schritt 2 und Schritt 5 zur Gewinn- und Verlustrechnung beschriebenen Prinzipien verwendet. Ausnahmen bilden das Anlagevermögen, welches nach dem Verhältnis der zugeordneten Abschreibungen geschlüsselt wird und die Forderungen aus Vor- bzw. Umsatzsteuer, welche nach dem Verhältnis der Umsatzerlöse bzw. des Materialaufwands des jeweiligen Bereichs zu den Gesamt-GuV-Positionen aufgeteilt werden.

Die Bilanzpositionen aus dem Bereich der Fremdvermietung von Liegenschaften, welche nicht das Objekt in der Grietgasse 4 betreffen, werden direkt dem sonstigen Bereich zugeordnet. Die übrigen Positionen werden mit Hilfe des Schlüssels "Nutzfläche" auf die Tätigkeitsbereiche verteilt.

Unter dem Posten Interne Forderungen und Verbindlichkeiten werden die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen die / gegenüber den anderen Tätigkeitsbereichen ausgewiesen.

Die Zuordnung des Eigenkapitals auf die Tätigkeitsbereiche wird aus dem Vorjahr beibehalten. Hierzu wurde in 2020 der Schlüssel aus dem Verhältnis des Anlagevermögens des jeweiligen Tätigkeitsbereiches zum Gesamt-Anlagevermögen verwendet.

Die Gesellschaft weist die Gewinnabführung auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages, wie sie im Gesamtabschluss ausgewiesen ist, auch für jeden Tätigkeitsbereich aus.

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse in den Tätigkeitsbereichen Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie im Grundzuständigen Messstellenbetrieb.

Geschäfte größeren Umfangs gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse aus Geschäftsbesorgungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 15.181 T€ sowie Umsatzerlöse aus Druck- und Abrechnungsdienstleistungen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.551 T€ erzielt. Die Aufwendungen aus Geschäftsbesorgungen und technischen Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen betrugen 27.371 T€. Davon betreffen 21.107 T€ technische Dienstleistungen der Stadtwerke Netze und 1.562 T€ IT-Dienstleistungen der Stadtwerke Jena.

Die Erträge und Aufwendungen wurden den Tätigkeiten einzeln zugeordnet und im Übrigen geschlüsselt.

Zusätzliche Angaben

Grundlage für die Verrechnung der Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen sind die angefallenen Kosten.

Bezüglich der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang des Jahresabschlusses 2023.

 

Jena, 28. März 2024

Geschäftsführung

Claudia Budich

André Sack

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH, Jena

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH, Jena, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 S. 2 MSBG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Messstellenbetrieb nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

• Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

• Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG" weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

• ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

• ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 S. 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können."

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

 

Erfurt, 19. April 2024

BBH AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Gold, Wirtschaftsprüfer

Bianca Engel, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrates

Bericht des Aufsichtsrates

Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat während des Geschäftsjahres 2023 in vier regulären und einer außerordentlichen Sitzung sowie in einer Beschlussfassung im Umlaufverfahren über die Lage und die zu erwartenden Entwicklungen der Gesellschaft sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge mündlich und schriftlich unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat die ihm gesetzlich zukommenden Aufgaben erfüllt und darüber hinaus, neben Lage und Entwicklung der Gesellschaft, insbesondere die längerfristige Unternehmensplanung sowie wichtige Investitionsvorhaben und -maßnahmen, erörtert.

Die mit Gesellschafterbeschluss vom 13. September 2023 zum Abschlussprüfer bestellte und vom Aufsichtsrat beauftragte BBH AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahresabschluss der Stadtwerke Jena GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes geprüft und den BEstätigungsvermerk in uneingeschränkter Form erteilt.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Er erhebt gegen den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen und empfiehlt dem Gesellschafter, den Jahresabschluss 2023 der Stadtwerke Jena GmbH festzustellen

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sprechen der Geschäftsführung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete, erfolgreiche Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Feststellung

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2023 festgestellt.

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
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Website-Inhalt

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AI-Assistenten

Dieses Unternehmen in Claude oder ChatGPT

Verbinde handelsregister.ai einmal mit deinem AI-Assistenten – danach fragst du ihn einfach nach diesem und jedem anderen Unternehmen.

Alle MCP-Tools in der Dokumentation →
  1. In Claude auf Einstellungen → Connectors → „Eigenen Connector hinzufügen“ gehen.
  2. Diese Server-URL eintragen: https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Im Dialog mit deinem handelsregister.ai-Konto anmelden. Der Connector steht danach in jedem Chat unter „Tools“ bereit.
  1. In ChatGPT unter Einstellungen → Connectors → Erweitert den Entwicklermodus einschalten und „Erstellen“ wählen.
  2. Name „handelsregister“, Authentifizierung OAuth und diese Server-URL eintragen: https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Im Dialog mit deinem handelsregister.ai-Konto anmelden und den Connector im Chat unter „Weitere“ aktivieren.
  1. Einmal im Terminal ausführen:
    claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
      --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
  2. Fertig – der Server ist ab jetzt in jeder Claude-Code-Sitzung verfügbar.

Für eigene Anwendungen: den Server als Tool mitgeben, authentifiziert über deinen API-Key.

from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Stadtwerke Energie Jena- Pößneck GmbH: Geschäftsführung, Gesellschafter, Kennzahlen?",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

Cursor, Windsurf und andere MCP-Clients: diesen Block in die MCP-Konfiguration eintragen.

{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch deinen Key ersetzen – nach dem Login ist er hier automatisch eingesetzt.

Zum Ausprobieren im Chat:
Was weißt du über Stadtwerke Energie Jena- Pößneck GmbH? Nutze die entity_id 84b160ce5854d0f2dbcd945d81ecc953 und zeig mir Geschäftsführung, Gesellschafter und die letzten Geschäftszahlen.
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Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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