active Legal form GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Thales Deutschland GmbH

DitzingenStuttgart, DEU ·HRB 728000 Stuttgart ·thalesgroup.com

Overview

Legal form
GmbH
Address
Thalesplatz 1
71254 Ditzingen
Commercial register
HRB 728000, Stuttgart
Registration date
December 29, 1954
Industry
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Registered capital
27,124,000.00 EUR
Representation rules

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.

Purpose
Gegenstand des Unternehmens ist - die Forschung, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit elektrischen und elektronischen Erzeugnissen, insbesondere von Geräten, Einrichtungen, Komponenten und Systemen in den Bereichen zivile Sicherheit, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie verwandter Technologien, - der Erwerb und die Vergabe von Lizenzen und gewerblichen Schutzrechten, - der Erwerb, das Halten, Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich der Erbringung konzerninterner dienstleistungen; und - die erlaubnisfreie Gewährung von Krediten ausschließlich an Gesellschaften der Thales-Konzerns im Rahmen des § 2 Abs. 1 Nr. 7 Kreditwesengesetz, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Financials

Employees 2022
77.676
Total assets 2022
34.421 €
3 previous years · values unlocked with an API key Get API key →

Balance sheet

2024
Assets 1,21 Mrd
  • Current Assets 79,5 % 966,17 Mio
  • Fixed Assets 20,1 % 244,39 Mio
  • Active Balancing Item from Asset Offset 0,2 % 2,05 Mio
  • Prepaid Expenses 0,2 % 1,95 Mio
Liabilities and Equity 1,21 Mrd
  • Equity 41,3 % 501,10 Mio
  • Provisions 34,9 % 423,59 Mio
  • Liabilities 23,9 % 289,87 Mio
  • Accrued Expenses 0,0 % 0
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Balance sheet data available for 17 earlier fiscal years.

Profit & loss

2024
Income 1,06 Mrd
  • Revenue 44,7 % 472,35 Mio
  • Material expenses 23,5 % −248,16 Mio
  • Personnel expenses 16,1 % −170,10 Mio
  • Other operating expenses 6,3 % −66,89 Mio
  • Other operating income 2,3 % 24,39 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 2,1 % −22,49 Mio
  • Other interest and similar income 1,8 % 19,38 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,7 % 7,30 Mio
  • Result after taxes 0,7 % 7,22 Mio
  • Annual net profit/loss 0,7 % 7,02 Mio
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,7 % −7,00 Mio
  • Interest and similar expenses 0,2 % −1,76 Mio
  • Erträge aus Ergebnisübernahme 0,1 % 1,17 Mio
  • Income and profit taxes 0,1 % −1,12 Mio
  • Other taxes 0,0 % −207,0 k
  • Other capitalized own work 0,0 % 129,0 k
Expenses 3,46 Mio
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 100,0 % −3,46 Mio
  • Gesamtleistung 504,17 Mio
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P&L data available for 13 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Andrea Lauber since 2026 Managing Director
  • Christoph Erich Ruffner since 2024 Managing Director
  • Daniela Christine Scharr since 2026 Managing Director
  • Jean-Christophe Laurent Bouteiller since 2026 Managing Director
  • Christian Metfies since 2019 Procura
  • Claudia Budde since 2026 Procura
  • Jochen Reinhold Rinker since 2025 Procura
  • Kai Taylor since 2024 Procura
  • Katja Krahn since 2025 Procura
  • Marc Hartmann since 2025 Procura
  • Meike Carls since 2024 Procura
  • Ralf Gnädig since 2022 Procura
  • Stephanie Barth since 2025 Procura
  • Tim Teubler since 2026 Procura
  • Timo Schwegmann since 2023 Procura
  • Timo Sehwegmann since 2023 Procura
30 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Shareholders

Ultimate beneficial owners (UBOs)

The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.

Holds shares in

6 more holdings · viewable with an API key Get API key →

History

  1. 2026
  2. 11.08.
    Exit of position
    Vincent Piante · Procura
  3. 11.08.
    Member entry
    Claudia Budde · Procura
  4. 11.08.
    Exit of position
    Till Baur · Procura
  5. 11.08.
    Member entry
    Tim Teubler · Procura
  6. 08.04.
    Merger
    Thales Deutschland GmbH
  7. 04.02.
    Member entry
    Daniela Christine Scharr · Managing Director
  8. 04.02.
    Correction of personal data
    Oliver Dr. Jochim-Freesen · Procura
  9. 04.02.
    Exit of position
    Jean-Christophe Laurent Bouteiller · Procura
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Annual statements

Original published statements, ordered by fiscal year.

5 documents
Fiscal year Document Published Access
2024 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Published Read full text
2022 Jahresabschluss Published Via the API
2021 Jahresabschluss Published Via the API
2020 Jahresabschluss Published Via the API
2023 Jahresabschluss Full text

Thales Deutschland GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Thales Deutschland GmbH, Stuttgart

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Thales Deutschland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thales Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

―

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

―

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

―

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

―

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

―

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

―

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

―

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

―

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

―

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 24. April 2024

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Alexander Karthaus, Wirtschaftsprüfer

Christoph Mack, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

AKTIVA

Anhang 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (1)
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 340 484
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 134 144
3. Geschäfts- oder Firmenwert 191.253 205.965
191.727 206.593
II. Sachanlagen (1)
1. Grundstücke und Bauten 5.295 6.106
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.372 11.824
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.057 4.591
4. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau 4.564 2.638
30.288 25.159
III. Finanzanlagen (2)
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 28.590 17.590
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.000 8.500
3. Beteiligungen 2.749 2.749
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.287 1.291
34.625 30.129
256.641 261.882
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte (3)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.379 17.906
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 115.967 115.561
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.039 4.827
4. Geleistete Anzahlungen 12.534 6.817
158.918 145.111
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.668 40.812
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 639.309 724.772
3. Sonstige Vermögensgegenstände 10.205 5.229
686.183 770.813
III. Guthaben bei Kreditinstituten (5) 1.310 18
846.411 915.942
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN (6) 1.308 1.799
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG (7) 1.677 4.354
Summe Aktiva 1.106.036 1.183.978

PASSIVA

Anhang 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
A. EIGENKAPITAL (8)
I. Gezeichnetes Kapital 27.124 27.124
II. Kapitalrücklage 695.755 695.755
III. Verlustvortrag -237.908 -237.681
IV. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 9.113 -227
494.083 484.971
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 196.069 197.084
2. Sonstige Rückstellungen (9) 233.736 179.276
429.805 376.360
C. VERBINDLICHKEITEN (10)
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 40.745 66.937
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.415 5.686
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105.028 242.872
4. Sonstige Verbindlichkeiten 15.572 6.962
181.760 322.456
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 388 191
Summe Passiva 1.106.036 1.183.978

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

(Vorjahr zum Vergleich)

Anhang 2023
TEUR
2022
TEUR
1. Umsatzerlöse (11) 458.478 409.935
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen (12) -382 120.388
3. Sonstige betriebliche Erträge (13) 24.386 57.935
4. Gesamtleistung 482.482 588.259
5. Materialaufwand (14) -235.041 -308.955
6. Personalaufwand (15) -160.515 -173.438
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (16) -21.419 -26.528
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (17) -64.865 -83.165
9. Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 643 -3.827
10. Erträge aus Beteiligungen (18) 0 6
11. Erträge aus der Veräußerung von Finanzanlagen 0 190.497
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (19) 14.738 1.560
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (19) -2.628 -11.112
14. Erträge aus Ergebnisübernahme (18) 813 0
15. Verluste aus Ergebnisübernahme (18) 0 -176.150
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.185 -1.052
17. Ergebnis nach Steuern 9.380 -79
18. Sonstige Steuern -267 -147
19. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 9.113 -227

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die Firmierung der Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 in Thales Deutschland GmbH geändert. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (Reg. Nr. HRB 728000).

Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242 bis 256a HGB und den §§ 264 bis 289 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Gemäß § 267 Absatz 3 HGB erfüllt die Gesellschaft die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft.

Die Gliederungen sind unverändert zum Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen sind im Anhang enthalten.

Der Abschluss wird in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten enthalten. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Der im Rahmen der Aufnahme des Defense & Avionics Geschäfts entstanden Geschäfts- oder Firmenwert wird unter Berücksichtigung eventueller Wertminderrungen linear über die Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Abschreibungen auf Mietereinbauten erfolgen entsprechend der Grundmietzeit. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Die Nutzungsdauer liegt in der Regel zwischen drei und 15 Jahren.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Absatz 2 Satz 1 EStG mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. In Vorjahren erfolgte bei Anschaffungswerten von größer EUR 150 bis EUR 1.000 eine Aktivierung als Sammelposten, welcher über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung.

Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten enthalten. Bestandsrisiken werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Für erkennbare Einzelrisiken werden Wertberichtigungen gebildet. Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. § 256a Satz 2 HGB wird beachtet.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Periode nach diesem Tag darstellen.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet den Unterschiedsbetrag zwischen dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen und dem Erfüllungsbetrag für die Altersteilzeitverpflichtung.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung von biometrischen Wahrscheinlichkeiten (Heubeck Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Zusätzlich wird bei der Bewertung eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,83%.

Der Bewertung des Anwartschaftsbarwerts lagen folgende Annahmen zu Grunde:

in % 31.12.2023 31.12.2022
Rechnungszinsfuß 1,83 1,78
Lohn- und Gehaltstrend 4,00 4,00
Rententrend 2,00 2,00

Das im Rahmen der Aufnahme des Defense & Avonics Geschäfts übergegangene Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersversorgungsverpflichtung des Geschäftsbereiches saldiert.

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Anschaffungskosten 8.528 8.528
beizulegender Zeitwert 9.342 8.627
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 50.634 44.284

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Minderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 2.167 (Vorjahr: TEUR 10.992). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Es wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.619 (Vorjahr TEUR 2.526) und Erträge aus der Änderung des Rechnungszinssatzes in Höhe von TEUR 1.233 (Vorjahr Aufwand: TEUR-2.452) mit Gewinnen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 715 (Vorjahr Verlust: TEUR -1.570) zusammengefasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Aufgrund der Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert bestehen für die Abführung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von TEUR 814 (Vorjahr: TEUR 99).

Die bestehenden Versorgungswerke wurden zum 31. Dezember 2016 für Neueintritte geschlossen. Im Rahmen einer Überarbeitung der betrieblichen Altersversorgung hat die Gesellschaft die neue "Versorgungsordnung 2017" eingeführt. Der Pensionsplan ist beitragsorientiert aufgebaut und vollständig kongruent über eine Lebensversicherung ausfinanziert. Das Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 3 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersversorgungsverpflichtung saldiert.

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
beizulegender Zeitwert 2.864 2.583
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 2.864 2.583

Zusätzlich zu Aufwendungen aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtung in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr TEUR 38) sind Erträge aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 62) angefallen.

Im Rahmen einer Zusage zur betrieblichen Altersversorgung aus Entgeltumwandlung können Mitarbeiter Bezügeanteile anhand eines festen Versicherungstarifes umwandeln, die jährlich zum Versorgungsguthaben addiert werden. Zusätzlich werden dem Versorgungskonto auch nach dem Versicherungstarif anfallende Gewinnanteile gutgeschrieben. Das Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 3 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersversorgungsverpflichtung saldiert.

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
beizulegender Zeitwert 5.611 9.308
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden aus der Entgeltumwandlung 8.005 7.281

Aufwendungen aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtung in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 22) wurden mit Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr TEUR 305) verrechnet und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die Differenz zwischen beizulegendem Zeitwert des Deckungsvermögens und dem Erfüllungsbetrags der verrechneten Schulden resultiert aus Ablaufleistungen (Eintritt der Berechtigten in die Auszahlungsphase im kommenden Geschäftsjahr), die nicht mehr im Deckungsvermögen enthalten sind.

Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. Januar 2017 eine Gesamtbetriebsvereinbarung zur Altersteilzeit abgeschlossen. Damit können 4% aller Beschäftigten, die das 57. Lebensjahr vollendet haben, Altersteilzeitverträge abschließen.

Der Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der Altersteilzeitrückstellungen lagen folgende Annahmen zu Grunde:

in % 31.12.2023 31.12.2022
Rechnungszinsfuß 1,76 1,45
Lohn- und Gehaltstrend 4,00 4,00

Für Beschäftigte, die das sogenannte Blockmodell gewählt haben, hat die Gesellschaft zur Absicherung des Wertguthabens am 18. Dezember 2017 ein Contractual Trust Arrangement errichtet. Das Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersteilzeitverpflichtung saldiert.

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Anschaffungskosten 6.770 15.358
beizulegender Zeitwert 6.997 13.973
Erfüllungsrückstand der verrechneten Schulden 9.005 9.619

Es sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 110) sowie Erträge aus der Änderung des Rechnungszinsen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 10) angefallen. Diese Aufwendungen bzw. Erträge wurden mit Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 959 (Vorjahr TEUR 1.101 Aufwand) zusammengefasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.

Mit Ergänzungsvereinbarung vom 29. Juni 2023 wurde das Deckungsvermögen für die im Zuge des Carve-Outs auf die Gesellschaft übergegangenen in Altersteilzeit befindlichen Arbeitnehmer auf die Gesellschaft übertragen. Der korrespondierende Anteil der übergegangenen Arbeitnehmer an der Summe des zu sichernden Altersteilzeitwertguthaben beträgt 43,55%. Entsprechend wurde der Gesellschaft ein Sicherungsvermögen von 43,55% zugewiesen.

Für die Abführung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB bestehen in Höhe von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 0).

Aus der Verrechnung mit dem Deckungsvermögen ergibt sich gem. § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.677 (Vorjahr: TEUR 4.354).

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie alle drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Inflationsausgleichsprämie wird über die Laufzeit des Tarifvertrags mit der IG Metall angesammelt. Die letzte Teilzahlung für die Inflationsausgleichsprämie wurde im Januar 2024 geleistet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Nicht kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. § 256a Satz 2 HGB wird beachtet.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich werden saldiert ausgewiesen.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern diese einen Aufwand für eine bestimmte Periode nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Periode nach diesem Stichtag darstellen.

Steuerlatenzen, die zur Bildung eines entsprechenden Aktivpostens führen, ergeben sich insbesondere aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Wertdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffend einzelne Rückstellungen. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 HGB, auf die Aktivierung latenter Steuern zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht. Der unternehmensindividuelle kombinierte Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt 29,4%.

Die Gesellschaft hält keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken. Die Geschäfte dienen ausschließlich der Kurssicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft oder der Absicherung von Zahlungsströmen.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der als Anlage zum Anhang angefügt ist.

(2) Finanzanlagen

Kapitalanteil
in %
Eigenkapital Ergebnis
Anteilsbesitz zum 31.12.2023 direkt indirekt in TEUR in TEUR
Verbundene Unternehmen
a) mit Ergebnisabführungsvertrag
THALES Immobilien Deutschland GmbH, Stuttgart 1) 90,00 1.047 813
b) ohne Ergebnisabführungsvertrag
SYSGO GmbH, Klein-Winternheim 2) 100,00 -1.937 -2.765
Thales Simulation & Training GmbH, Wedel 2) 100,00 3.758 -877
Beteiligungen
EURO-ART Advanced Radar Technology GmbH, München 3) 50,00 204 -4
Helicopter Training Media International GmbH, Koblenz 2) 50,00 -829 115
HFTS Helicopter Flight Training Services GmbH, Hallbergmoos 2) 25,00 68.482 3.934

1) Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 (vor Ergebnisabführung)
2) Ergebnis auf Basis des vorläufigen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023
3) Ergebnis auf Basis des Jahresabschlusses per 30. September 2022

Mit Beschluss vom 14. März 2023 wurde bei der SYSGO GmbH eine Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 11,0 durchgeführt. Die Leistung der Einlage erfolgte zum einen durch Umwandlung des bis dahin unter den Ausleihungen ausgewiesenen Darlehen in Höhe von Mio. EUR 8,5 und zum anderen durch Umwandlung einer Cash-Pool Forderung in Höhe von Mio. EUR 2,5.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Gegenüber dem verbundenen Unternehmen Thales Simulation & Training GmbH, Wedel, wurde in dem laufenden Geschäftsjahr 2023 ein Darlehen in Höhe von Mio. EUR 2,0 gewährt.

(3) Vorräte

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 26.379 17.906
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 115.967 115.561
Fertige Erzeugnisse und Waren 4.039 4.827
Geleistete Anzahlungen 12.534 6.817
davon an verbundene Unternehmen [12.078] [644]
158.918 145.111

Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen setzen sich hauptsächlich aus den Eigenleistungen für Customer Design Engineering (TEUR 42.922; Vorjahr: TEUR 103.566), den Beständen an in Bearbeitung befindlichen fertigen Fremderzeugnissen und Fremdleistungen (TEUR 48.046; Vorjahr: TEUR 43.024) und den in Bearbeitung befindlichen Eigenerzeugnissen (TEUR 59.958; Vorjahr: TEUR 6.653) zusammen, die projektbezogen abgerufen werden. Des Weiteren sind Wertberichtigungen für langlaufende Projekte in Höhe von TEUR 34.959 (Vorjahr: TEUR 37.682) in den unfertigen Erzeugnissen enthalten.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in TEUR 31.12.2023 Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 31.12.2022 Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.668 0 40.812 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 639.309 0 724.772 0
Sonstige Vermögensgegenstände 10.205 1.361 5.229 1.361
686.183 1.361 770.813 1.361

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber inländischen Behörden (TEUR 21.369; Vorjahr: TEUR 23.322) sowie gegen weitere Kunden im In- und Ausland (TEUR 15.299; Vorjahr: TEUR 17.490).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Darlehensforderung gegen die GTS Deutschland GmbH 0 301.329
Cash-Pool Forderungen gegen die
• THALES Immobilien Deutschland GmbH 15.786 16.972
• SYSGO GmbH 5.668 5.770
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 72.143 29.981
Forderungen aus dem Organschaftsverhältnis (Umsatzsteuer) 0 0
Forderungen aus der Ergebnisabführung mit der THALES Immobilien Deutschland GmbH 813 0
Forderungen gegen die Gesellschafterin 544.899 370.720
639.309 724.772

Das ausgegebene Darlehen wurde im Berichtsjahr von der GTS Deutschland GmbH zurückbezahlt. Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen aus den Cash-Pool-Forderungen. Die Veränderung ist insbesondere auf die Rückzahlung des Darlehens durch die GTS Deutschland GmbH und den Ausgleich der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der GTS Deutschland GmbH zurückzuführen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Rückdeckungsversicherungen der Pensionsverpflichtungen (TEUR 1.687; Vorjahr: TEUR 1.361) sowie aus Forderungen gegen Steuerbehörden (TEUR 820; Vorjahr: TEUR 916) und debitorischer Kreditoren (TEUR 7.698; Vorjahr: TEUR 2.952).

(5) Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel betreffen ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten. Aufgrund einer unmittelbar vor dem Bilanzstichtag eingegangenen Zahlung konnte dieses Guthaben nicht in den Cash Pool übergeführt werden.

(6) Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.308 (Vorjahr TEUR 1.799) beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus Wartungsverträgen, die das Geschäftsjahr 2024 betreffen.

(7) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung mit dem Deckungsvermögen ergibt sich gem. § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.677 (Vorjahr: TEUR 4.354).

(8) Eigenkapital

Das Stammkapital beträgt TEUR 27.124 und ist voll eingezahlt.

Es besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von TEUR 1.041 (Vorjahr: TEUR 99). Diese entfällt auf die Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert, die gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen bzw. Altersteilzeitverpflichtungen saldiert wurden.

Es besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 2.167 (Vorjahr: TEUR 10.992). Diese entfällt auf den Unterschiedsbetrag, der sich bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren für die Pensionsrückstellungen und die Rückstellung für Sterbegeld gemäß § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB ergibt.

(9) Sonstige Rückstellungen

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 195.402 129.842
Markt-/ produktbezogene Rückstellungen 17.490 20.297
Personalbezogene Rückstellungen 16.174 21.544
Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen 4.670 7.594
233.736 179.276

Der Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ist ausschließlich auf stichtagsbezogene Gründe zurückzuführen.

Bei den markt- bzw. produktbezogenen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen aus der Risikovorsorge für die Projektabwicklung.

In den personalbezogenen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Bonuszahlungen und für die freiwillige betriebliche Altersvorsorge ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten Maßnahmen der Transformation der Geschäftsbereiche MIS sowie Mittel zur zukünftigen Verringerung der Funktionskosten. Im Vorjahr waren außerdem noch Maßnahmen in Folge der Veräußerung des AMS Geschäftes an Thales Italien enthalten.

(10) Verbindlichkeiten

in TEUR 31.12.2023 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit > 1 Restlaufzeit über 5 Jahre 31.12.2022
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 40.745 (40.745) 0 0 66.937
(Vorjahr) (66.937) (66.937)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.415 (20.415) 0 0 5.686
(Vorjahr) (5.686) (5.686) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105.028 (105.028) 0 0 242.872
(Vorjahr) (242.872) (242.872) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 15.572 (15.572) 0 0 6.962
(Vorjahr) (6.962) (6.962) (0) (0)
davon aus Steuern [9.847] [9.847] [0] [0] [6.962]
181.760 181.760 0 0 322.456

Pfandrechtliche oder durch ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus:

in TEUR 31.12.2023 31.12.2022
Cash-Pool-Verbindlichkeiten 53.315 47.916
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51.713 186.134
Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung mit der THALES Immobilien Deutschland GmbH 0 5.914
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin 0 2.907
105.028 242.872

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus der Bezahlung der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der GTS Deutschland GmbH aus dem Jahr 2022.

Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestanden aus stichtagsbedingten Gründen und beinhalteten im Wesentlichen Gebühren für von der Gruppe erbrachten Dienstleistungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.572 (Vorjahr TEUR 6.962) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber den Steuerbehörden (TEUR 9.847).

Haftungsverhältnisse

Die Thales Deutschland GmbH hat am 17. Oktober 2016 als Sicherheit einer Zuwendung der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH als Projektträger "Elektroniksysteme; Elektromobilität" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an die SYSGO GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Mit der Patronatserklärung verpflichtet sich die Gesellschaft, die SYSGO GmbH finanziell so auszustatten, dass diese den geforderten Eigenanteil an den Vorhabenkosten in Höhe von TEUR 976 aufbringen kann. Weiterhin hat die Gesellschaft am 10. März 2017 als Sicherheit einer Bundeszuwendung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an die SYSGO GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Mit dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die Gesellschaft, die SYSGO GmbH finanziell so auszustatten, dass diese den geforderten Eigenanteil an den Vorhabenkosten in Höhe von TEUR 917 aufbringen kann.

Die Gesellschaft geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer fortlaufenden Bewertung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse geht die Gesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in TEUR 2024 2025-2028 nach 2028 Gesamt
Leasingverbindlichkeiten Kfz 712 2.850 0 3.562
Mietverbindlichkeiten 12.062 48.248 88.294 148.604
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 10.829 43.314 79.265 133.408
12.774 51.098 88.294 152.166

Die Mietverbindlichkeiten bestehen überwiegend gegenüber der Thales Immobilien Deutschland GmbH und sind kongruent mit der Laufzeit der Hauptmietverträge berücksichtigt.

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo für Investitionen, liegen im geschäftsüblichen Rahmen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Umsatzerlöse

in TEUR Inland 2023 Ausland 2023 1.1.- 31.12.2023 1.1.- 31.12.2022
Avionics 29.866 74.739 104.604 102.089
Defence Mission Systems 58.020 21.818 79.838 79.365
Land and Air Systems 24.252 66.037 90.289 95.351
Secure Communications & Information Systems 75.636 104.874 180.510 100.885
Dienstleistungen für Unternehmen der deutschen Thales-Organisation 2.601 0 2.601 31.226
Dienstleistungen für verbundene Unternehmen außerhalb der deutschen Thales-Organisation 0 635 635 1.019
190.375 268.103 458.478 409.935

Der Anstieg der Umsatzerlöse ist maßgebend geprägt durch den Anstieg der Navalprogramme und der Unterstützungsleistungen für die Ukraine. Dieser Effekt ist insbesondere bei den Geschäftsbereichen "Secure Communication & Information Systems" und "Land and Air Systems" deutlich sichtbar. Gegenläufig haben sich die Dienstleistungen aufgrund von einmaligen Carve-Outeffekten im Vergleichsjahr 2022 im Berichtsjahr 2023 deutlich reduziert.

(12) Bestandsveränderung

in TEUR 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -658 120.388
Andere aktivierte Eigenleistungen 276 0
-382 120.388

Die Veränderung resultiert überwiegend aus der erfolgreichen Realisierung von Projektmeilensteinen.

(13) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Weiterverrechnung von Kosten innerhalb des Thales Konzerns 14.608 29.401
Erträge aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen 0 23.108
Auflösung von Rückstellungen 1.800 1.338
Währungsgewinne 3.466 1.278
Übrige Erträge 4.512 2.810
davon periodenfremde Erträge [1.800] [1.338]
24.386 57.935

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert insbesondere daraus, dass im Vergleichsjahr die Erträge durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs AMS enthalten waren.

Die Weiterverrechnungen von Kosten innerhalb des Thales Konzerns beinhalten im Wesentlichen Weiterverrechnungen für "Information Systems" und "Procurement" sowie Weiterbelastungen an Thales Italien.

Die Auflösung von Rückstellungen beinhaltet primär die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs AMS.

(14) Materialaufwand

in TEUR 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 147.270 212.228
Aufwendungen für bezogene Leistungen 87.771 96.727
235.041 308.955

(15) Personalaufwand

in TEUR 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Löhne und Gehälter 133.502 136.323
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 27.013 37.115
davon für Altersversorgung [1.958] [4.689]
160.515 173.438
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Angestellte 1.451 1.550
Auszubildende 41 56
1.492 1.606

In den Personalaufwendungen und Mitarbeiterzahlen des Vorjahres sind für den Zeitraum bis zum 30. September 2022 Mitarbeiter der "Shared Services" enthalten, die ausschließlich für die GTS Deutschland GmbH tätig waren.

(16) Abschreibungen

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 21.419 (Vorjahr: TEUR 26.528) resultieren aus der planmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 14.712 sowie planmäßigen Abschreibungen von sonstigen Vermögensgegenständen.

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Konzerngebühren 3.673 8.598
Reparaturen und Instandhaltungen 6.825 7.720
Mieten 14.208 13.382
Aufwendungen für Dienstleistungen 25.301 24.694
Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen 2.341 2.689
Sonstige 12.517 26.082
64.865 83.165

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund von einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit den in 2022 ausgeführten Carve Out Aktivitäten zurückzuführen.

(18) Beteiligungsergebnis

in TEUR 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Erträge aus Beteiligungen 0 6
Erträge aus der Veräußerung von Finanzanlagen 0 190.497
Erträge aus Gewinnübernahme 813 0
Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 -176.150
813 14.353

Die deutliche Veränderung des Beteiligungsergebnisses ist auf einmalige Effekte im Vergleichsjahr 2022 zurückzuführen. In 2022 waren sowohl die Erträge aus dem Verkauf an die Centelec UK Limited, Reading, Großbritannien als auch die Verlustübernahme der GTS Deutschland GmbH, Stuttgart enthalten.

(19) Zinsergebnis

in TEUR 1.1.-31.12.2023 1.1.-31.12.2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14.738 1.560
davon aus verbundenen Unternehmen (-12.110) (1.520)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.628 -11.112
davon an verbundene Unternehmen (133) (-712)
davon aus der Aufzinsung langfristige Rückstellungen [-18] [-2.118]
12.110 -9.552

Aufgrund des hohen Bestandes and Cash Pool Forderungen und der positiven Zinsentwicklung konnte die Gesellschaft aus den daraus resultierenden Zinserträgen profitieren, so dass das Zinsergebnis mit Mio. EUR 12,1 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR -9,5) liegt.

Die Gesellschaft nutzt das Wahlrecht und weist die Auswirkung der Änderung des Rechnungszinses sowie die Erträge aus dem Deckungsvermögen im Zinsergebnis und nicht im Personalaufwand aus.

(20) Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

(21) Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.113 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.113 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Angaben

Gründung

Die Gesellschaft ist mit dem Gesellschaftsvertrag vom 29. Dezember 1954 errichtet und am 12. Juli 2006 in das Handelsregister eingetragen worden. Der Gesellschaftsvertrag wurde letztmalig durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 22. August 2022 geändert.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Im Wirtschaftsjahr 2023 fand die turnusmäßige Wahl des Aufsichtsrates statt. Die Amtszeit des sich am 29. November 2018 konstituierenden Aufsichtsrats endete satzungsgemäß mit Beschlussfassung des Gesellschafters über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit am 4. August 2023. Bis zum Ende der Amtszeit setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen:

Durch Beschluss des Gesellschafters bestellte Mitglieder des Aufsichtsrates:

―

Bernhard Gerwert (Vorsitzender), Rentner

―

Philippe Duhamel, Executive Vice President Defence Mission Systems, THALES S.A.

―

Dr. Ursula Biernert, Vorstand Personal, LEONI AG

―

Dr. Gwendoline Blandin-Roger, Vice President Strategy and Marketing DMS GBU, THALES S.A.

―

Nathalie Ravilly, Vice President Defense Strategy and Corporate Development, THALES S.A.

―

Patricia Viviani, Vice President Human Resources Operations and Performance, THALES S.A.

Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewählte Mitglieder des Aufsichtsrates:

―

Gerlinde Hohlweg (stellvertretende Vorsitzende), Betriebsrätin Ulm, Thales Deutschland GmbH

―

Stefan Thiele, Betriebsratsvorsitzender Kiel, Thales Deutschland GmbH

―

Lena Lehmann, Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Kiel-Neumünster

―

Nora Leser, Gewerkschaftssekretärin, IG Metall

Durch Beschluss des Amtsgerichts Stuttgart vom 27. März 2023 wurden Silvia Plattek und Viktoria Stürmer-Kuchelmeister gerichtlich bestellte Mitglieder des Aufsichtsrates. Grund für die gerichtliche Bestellung war der Verlust der Wählbarkeit von gesetztes Wegen für die scheidenden Mitglieder Ulrike Hagenlocher und Markus Gerwig. Hintergrund des Ausscheidens war die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Transportation und die daraus resultierende Abtretung der Geschäftsanteile an der GTS Deutschland GmbH von der Thales Deutschland GmbH an Centelec UK Ltd., wodurch die GTS Deutschland GmbH nicht mehr Konzernunternehmen der Thales Deutschland GmbH im Sinne des § 5 Abs. 1 MitbestG war und folglich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gesellschaft nach § 5 Abs. 1, § 7 Abs. 2 Nr. 1 MitbestG ihre Wählbarkeit verloren und folglich ihr Amt nach § 24 Abs. 1 MitbestG erlosch.

Entsprechend vorstehenden Ausführungen gerichtlich bestellte Mitglieder:

―

Silvia Plattek, (Betriebsrätin Ditzingen), Thales Deutschland GmbH

―

Viktoria Stürmer-Kuchelmeister, VP Sales, Account Management & Marketing, Thales Deutschland GmbH

Der im Wirtschaftsjahr 2023 scheidende Aufsichtsrat tagte am 15. Juni 2023 als auch am 28. Juni 2023.

Die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrates fand am 04. Oktober 2023 statt.

Durch Beschluss des Gesellschafters bestellte Mitglieder des Aufsichtsrates:

―

Bernhard Gerwert (Vorsitzender), Rentner

―

Philippe Duhamel, Executive Vice President Defence Mission Systems, THALES S.A.

―

Dr. Ursula Biernert, Vorstand Personal, LEONI AG

―

Dr. Gwendoline Blandin-Roger, Vice President Strategy and Marketing DMS GBU, THALES S.A.

―

Nathalie Ravilly, Vice President Defense Strategy and Corporate Development, THALES S.A.

―

Patricia Viviani, Vice President Human Resources Operations and Performance, THALES S.A.

Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewählte Mitglieder des Aufsichtsrates:

―

Stefan Thiele (stellvertretender Vorsitzender), Betriebsratsvorsitzender Kiel, Thales Deutschland GmbH

―

Lena Lehmann, Gewerkschaftssekretärin, IG Metall Kiel-Neumünster

―

Nora Leser, Gewerkschaftssekretärin, IG Metall

―

Silvia Plattek, (Betriebsrätin Ditzingen), Thales Deutschland GmbH

―

Achim Binder, (Betriebsrat Ulm), Thales Deutschland GmbH

―

Dr. Oliver Freesen, Director Legal & Contracts, Thales Deutschland GmbH

Neben der konstituierenden Sitzung am 04. Oktober 2023 tagte der neue Aufsichtsrat am 06. Dezember 2023.

Gesamtbezüge

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen TEUR 60 (Vorjahr TEUR 100). Für frühere Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre Hinterbliebenen bestehen keine Pensionsverpflichtungen (Rückstellungen).

Geschäftsführung

Oliver Dörre, Chief Executive Officer und Country Director Thales Deutschland, Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 31. Oktober 2023)

Christoph Ruffner, Chief Executive Officer und Country Director Thales Deutschland, Vorsitzender der Geschäftsführung (seit 1. Januar 2024)

Dr. Anusch Arezki, Chief Operating Officer

Axel Schlatter, Chief Financial Officer

Die Geschäftsführer haben im Vorjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 944 erhalten. Im Berichtsjahr wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen sind die Geschäftsführer der Gesellschaft sowie deren nahen Familienangehörige. Die Thales Deutschland GmbH als Obergesellschaft der deutschen Thales-Organisation hat darüber hinaus Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Geschäftsführer der deutschen Thales-Organisation als nahestehende Personen definiert. Zudem gelten auch die Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung der Thales Deutschland GmbH als nahestehende Personen. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Thales Deutschland GmbH wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen der Gesellschaft getätigt. Nahestehenden Personen wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt.

Nahestehende Unternehmen beinhalten Minderheitsbeteiligungen und Konsortien sowie die nicht konsolidierten Tochterunternehmen der Konzernobergesellschaft THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich. In 2023 haben Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen bestanden. Die stattgefundenen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie durch die Gesellschaft auch fremden Dritten gewährt worden wären. Insgesamt sind die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft THALES S.A. nicht einbezogen werden, von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Konzernabschluss

THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, eine Gesellschaft Société Anonyme nach französischem Recht, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen, in den die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen einbezogen sind. Die Thales Deutschland GmbH erstellt keinen Teilkonzernabschluss (Befreiung gemäß § 291 HGB).

Der Konzernabschluss von THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, wird gemäß den IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt. Wesentliche Abweichungen (Angaben gemäß § 291 Absatz 2 Satz 1 Nr. 3c HGB) in den angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden gegenüber den handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen bestehen durch

―

die Aktivierung des Geschäfts- und Firmenwerts

―

die Aktivierung von latenten Steuern

―

die Bilanzierung von Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen auf Basis IAS 19

―

die Realisierung von Umsatz und Ergebnis für langfristige Verträge entsprechend dem Projektfortschritt und der erbrachten Leistung

―

Leasingbilanzierung gemäß IFRS 16

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht von THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, ist auf Anforderung am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Beherrschungsvertrag / Gewinnabführungsvertrag

Die Gesellschaft hat mit der THALES Immobilien Deutschland GmbH, Stuttgart, am 9./12. März 2007 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, der unverändert fortbesteht.

Währungsabsicherungen

in TEUR Nominalbetrag
in TEUR
beizulegender Zeitwert
in TEUR
Buchwert Bilanzposition
Währungsbezogene Geschäfte (Käufe) 67.234 372 - -
Währungsbezogene Geschäfte (Verkäufe) - - - -

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Abdeckung von Grundgeschäften eingesetzt. Importverbindlichkeiten und Exportforderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in Fremdwährung zu stellen sind, sind durch Devisentermingeschäfte kursgesichert. Zusätzlich zur Kurssicherung von Exportforderungen und Importverbindlichkeiten werden bereits in der Angebotsphase Fremdwährungsgarantien abgeschlossen, die gegen Zahlung einer Garantieprämie eine entsprechende Kurssicherung zum Zeitpunkt der Angebotsphase ermöglichen. Im Falle der Auftragserteilung werden diese Fremdwährungsgarantien zum gesicherten Kurs in Devisentermingeschäfte umgewandelt. Wird aus dem Angebot kein Auftrag gewonnen, so verfällt die Fremdwährungsgarantie ohne weitere Kosten.

Kurssicherungsgeschäfte werden ausschließlich über die Abteilung Corporate Treasury des Thales-Konzerns abgeschlossen. Ausfall- und Liquiditätsrisiken aus der Verwendung von Devisentermingeschäften beziehungsweise aus der Verwendung von Fremdwährungsgarantien bestehen nicht.

Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Rückkaufswert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung der abgeschlossenen Derivate am Bilanzstichtag. Sie wurden auf Basis anerkannter, von Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden ermittelt.

Bewertungseinheiten

Die von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB.

Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:

Grundgeschäft / Sicherungsgeschäft Risiko / Art der Bewertungseinheit einbezogener Betrag Höhe des abgesicherten Volumens
Kundenumsätze / Devisentermingeschäfte Währungsrisiko / Micro Hedge 522 TEUR -465 TGBP
Kundenumsätze / Devisentermingeschäfte Währungsrisiko / Micro Hedge 66.712 TEUR -78.894 TUSD

Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Komponenten gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften über den gesamten Sicherungszeitraum vollständig aus. Die Effektivität der Sicherungsmaßnahmen wird im Rahmen des bestehenden Risikomanagements regelmäßig überwacht. Gegebenenfalls erforderliche Anpassungen der Sicherungsstrategie werden zeitnah vorgenommen.

Prüferhonorare

Da die Prüferhonorare im übergeordneten Konzernabschluss der THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, angegeben werden, macht die Gesellschaft vom Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch und veröffentlicht diese Angaben nicht zusätzlich.

 

Stuttgart, den 27. März 2024

Thales Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Christoph Ruffner, Vorsitzender der Geschäftsführung

Dr. Anusch Arezki

Axel Schlatter

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungskosten
1.1.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Umbuchungen
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2023
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.624 0 0 0 3.624
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.403 291 0 0 9.694
3. Geschäfts- oder Firmenwert 233.811 0 0 0 233.811
246.837 291 0 0 247.128
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 11.897 0 0 0 11.897
2. Technische Anlagen und Maschinen 86.191 5.476 0 406 91.261
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.840 2.947 1.199 790 30.197
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.638 3.125 -1.199 0 4.564
127.567 11.549 0 1.196 137.919
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.840 11.000 0 0 58.840
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.500 2.000 0 8.500 2.000
3. Beteiligungen 2.749 0 0 0 2.749
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.296 0 0 0 1.296
60.385 11.000 0 8.500 64.885
434.789 22.839 0 9.696 449.933
Abschreibungen Restbuchwert
1.1.2023
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.140 144 0 3.284 340 484
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.259 301 0 9.560 134 144
3. Geschäfts- oder Firmenwert 27.845 14.712 0 42.557 191.253 205.965
40.245 15.157 0 55.401 191.727 206.593
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 5.791 811 0 6.602 5.295 6.106
2. Technische Anlagen und Maschinen 74.367 2.709 187 76.889 14.372 11.824
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 22.250 2.738 847 24.140 6.057 4.591
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 4.564 2.638
102.408 6.258 1.035 107.631 30.288 25.159
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.250 0 0 30.250 28.590 17.589
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 2.000 8.500
3. Beteiligungen 0 0 0 0 2.749 2.749
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 5 4 0 9 1.287 1.291
30.255 4 0 30.259 34.625 30.129
172.908 21.419 1.035 193.292 256.641 261.882

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1 Grundlagen

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Thales Deutschland GmbH gehört zum Thales-Konzern mit der Konzernobergesellschaft THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, einer Société Anonyme nach französischem Recht.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Forschung, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit elektrischen und elektronischen Erzeugnissen, insbesondere von Geräten, Einrichtungen, Komponenten und Systemen in den Bereichen zivile Sicherheit, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie verwandter Technologien, der Erwerb und die Vergabe von Lizenzen und gewerblichen Schutzrechten, der Erwerb, das Halten, Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen; und die erlaubnisfreie Gewährung von Krediten ausschließlich an Gesellschaften des Thales-Konzerns im Rahmen des § 2 Abs. 1 Nr. 7 Kreditwesengesetz, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Der Satzungssitz der Gesellschaft ist Stuttgart. Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Ditzingen.

1.1.1 Thales Deutschland GmbH

Die Thales Deutschland GmbH folgt der Global Business Unit-Struktur des Thales-Konzerns, welche die Einheiten "Land and Air Systems" (LAS) und "Secure Communications & Informations Systems" (SIX), "Avionics" (AVS) "Defence Mission Systems" (DMS) umfasst. Diese bestehen in Deutschland aus den nachfolgend abgebildeten Geschäftseinheiten:

Thales Deutschland GmbH
Global Business Unit Avionics (AVS) Defence Mission Systems (DMS) Land Air Systems (LAS)
Geschäftseinheit MIS T&S AWS OME SRA
Verwaltungssitz Ditzingen
Zweigniederlassung Ulm Koblenz Kiel & Wilhelmshaven Koblenz
Thales Deutschland GmbH
Global Business Unit Secure Communications & Informations Systems (SIX)
Geschäftseinheit NIS PRS SCT RCP A&L RCP Naval
Verwaltungssitz Ditzingen
Zweigniederlassung Kiel
Thales Simulation & Training GmbH
Global Business Unit Off-GBU Avionics (AVS)
Geschäftseinheit Thales Corporate T&S
Verwaltungssitz Ditzingen Wedel
Zweigniederlassung Ditzingen Wedel

Avionics

Die Aktivitäten der Global Business Unit "Avionics" umfassen in Deutschland die in Ulm ansässige Geschäftseinheit "Microwave & Imaging Sub-Systems" sowie die in Koblenz angesiedelte Geschäftseinheit "Training & Simulation".

"Microwave & Imaging Sub-Systems" ist in der Entwicklung und Herstellung von elektronischen Röhren, Röhren-Verstärkern und Triebwerken für die Raumfahrt (Telekommunikation über Satelliten) sowie für Radarsysteme in Flugkörpern aktiv. Marketing und Vertriebsaktivitäten erfolgen durch die Thales Microwave & Imaging Sub-Systems Business Line, mit Sitz in Vélizy, Frankreich. Der Geschäftsbereich "Training & Simulation" betreibt die Entwicklung, die Herstellung, den Service und den Vertrieb der Produktlinie "SAGITTARIUS" (Simulationssysteme für Handwaffen & taktische Ausbildung für Militär sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)). Ein weiterer Baustein des Portfolios sind Projektmanagement und Servicedienstleistungen für Luftraumüberwachungsradare, Avionic-Baugruppen, Verkehrsführungssysteme sowie Kommunikationserfassungs- und Störsimulationssysteme. Weiterhin zählt ein Laser Competence Center mit Entwicklung & Produktion von hoch präzisen Lasern für virtuelles und live Training Solutions in das Portfolio.

Defence Mission Systems

Die in Kiel und Wilhelmshaven angesiedelte Geschäftseinheit "Above Water Systems", welche der Global Business Unit "Defence Mission Systems" zugeordnet ist, verfügt über Kernkompetenzen im Umfeld der Führungswaffeneinsatzsysteme der Deutschen Marine. Ebenso werden Navigationssysteme entwickelt und geliefert, die für die Bereitstellung von Navigationsdaten für die Schiffsführung einerseits und für die Integration dieser Daten in ein Führungs- und Waffeneinsatzsystem andererseits verantwortlich sind. Im Bereich maritimer Ausbildungssysteme werden taktische Verfahrenstrainer entwickelt, produziert und gewartet. Weiterhin werden Komponenten für Radaranlagen vertrieben, die speziell für den Einsatz auf U-Booten ausgelegt sind. Darüber hinaus werden Torpedo-Steuerungssysteme und Simulationssysteme für Marineeinheiten entwickelt und gefertigt. Das Portfolio wird durch die technisch-logistische Betreuung für durch den Thales-Konzern gelieferte Geräte, die bei der Deutschen Marine im Einsatz sind, abgerundet.

Land and Air Systems

Innerhalb der Geschäftseinheit "Land and Air Systems" sind am Standort Ditzingen mehrere Aktivitäten angesiedelt. In der Geschäftseinheit "Surface Radar" werden hochmobile Radare zur Boden- und Küstenüberwachung entwickelt, gefertigt und vertrieben, die zur stationären oder mobilen Absicherung komplexer Umgebungen bei Streit- und Sicherheitskräften weltweit im Einsatz sind. Radare von Thales sichern den Luftraum, Küstenabschnitte sowie im mobilen Einsatz Ereignisse wie Gipfeltreffen oder kritische Infrastrukturen. Das Portfolio besteht aus Radargeräten mit kurzer, mittlerer und langer Reichweite und einer hochgradig intuitiven Mensch-Maschine-Schnittstelle, mit der der Kunde Personen, Fahrzeuge, Boote und Drohnen identifizieren und verfolgen kann. Es sind auch spezialisierte Lösungen für Türme und Fahrzeugintegration möglich. Als verlässlicher Partner liefert "Surface Radar" auch mobile Warnsysteme, die vor einem Beschuss durch Raketen und Mörser warnen. Darüber hinaus führt die Geschäftseinheit "Surface Radar" Serviceaktivitäten am Standort Koblenz aus.

Ebenfalls am Standort in Ditzingen ist die Geschäftseinheit "Optronics & Missile Electronics" mit dem Vertrieb, der Projektabwicklung, der Systemtechnik, der Instandsetzung und der technisch-logistischen Betreuung von Nachtsichtbrillen, handgehaltenen Wärmebildkameras und anderer optronischer Systeme für das militärische und polizeiliche Kundenspektrum vertreten.

Secure Communications & Information Systems

Die Geschäftseinheit "Secure Communications & Information Systems" ist an den Standorten Ditzingen und Kiel vertreten. Sie umfasst die Geschäftseinheiten "Radio Communication Products", "Protection Systems", "Network & Infrastructure Systems" und "Sovereign Cybersecurity Technologies" (ehemals "Cyber Defence Solutions" (CDS)). Angeboten werden Produkt- und Systemlösungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich. Das Portfolio für den Verteidigungsbereich beinhaltet kombinierte abhörsichere Multiband-Truppenfunksysteme, komplexe Führungsinformations- und Aufklärungssysteme, taktische Funk- und Führungssysteme für den mobilen Einsatz, Software Defined Radios (SDR), Systeme zur taktischen Aufklärung und Datenauswertung, Ausbildungssysteme sowie Systeme für den Feldlagerschutz. Cyber Security-Produkte und Dienstleistungen der französischen Geschäftseinheit sowie nationale Schlüsselmanagementsysteme werden in den beiden Bereichen Verteidigung und Sicherheit ebenfalls angeboten.

Corporate

Thales Corporate ist am Standort in Ditzingen tätig und erbringt konzerninterne Dienstleistungen (Shared Services). Darüber hinaus ist Gegenstand der Tätigkeit der Erwerb und die Gründung von Beteiligungen.

1.1.2 Personal- und Sozialbereich/Beschäftigte

Die Gesellschaft beschäftigte zum Jahresende 2023 insgesamt 1.532 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 41 Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Stammsitz der Gesellschaft in Ditzingen sowie in den Niederlassungen Kiel, Wilhelmshaven, Berlin, Koblenz und Ulm tätig.

31.12.2023
Avionics 587
Defence Mission Systems 371
Land and Air Systems 85
Secure Communications & Information Systems 267
Thales Corporate 222
1.532

1.2 Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten in der Entwicklung haben im Geschäftsjahr 2023 dazu beigetragen, die technologische Kompetenz der deutschen Thales-Organisation weiter auszubauen, zusätzlichen Kundennutzen zu schaffen und damit die Markt- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Thales-Organisation zu sichern.

Dazu investierte die Gesellschaft in hohem Maße in Forschung und Entwicklung. Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Entwicklungsbereich betrug zum Ende des Geschäftsjahres rund 26,9% der Gesamtbeschäftigtenzahl. In 2023 hat die Gesellschaft Mio. EUR 6,5 in die Weiterentwicklung der technologischen Kompetenz investiert.

Avionics

Schwerpunkte der Entwicklungsaktivität der Domain "Microwave & Imaging Sub-Systems" waren die Produktentwicklung des elektronischen Satellitentriebwerks EVO, die Produktentwicklung der nächsten Generation von gepulsten Wanderfeldröhren zum Einsatz in militärischen Erdbeobachtungsatelliten und Missile-Suchköpfen, sowie der Industrialisierung einer neuen Produktgeneration von Wanderfeldröhren zum Einsatz in aktiven Antennen.

Der Geschäftsbereich "Training & Simulation" hat in 2023 die bisherige Weiterentwicklung der Simulationseingabegeräte weiter fortgeführt.

Defence Mission Systems

Die Entwicklungstätigkeiten in der Geschäftseinheit "Above Water Systems" konzentrieren sich zukünftig - ausgerichtet an der aktuellen sicherheitspolitischen Ausrichtung in Deutschland - vermehrt auf die Deutsche Marine und hier auf zwei Bereiche: einerseits auf die Softwareentwicklung im Rahmen von Kundenprojekten im Segment "Combat Management System" in enger Zusammenarbeit mit der BL AWS in Hengelo sowie "Naval Training Systems" und andererseits auf eine deutliche Stärkung der eigenen Systemintegrationsfähigkeit mit Fokus auf die im Dienst befindlichen Einheiten der Deutschen Marine.

Land and Air Systems

Wesentliche Entwicklungsaktivitäten in der Geschäftseinheit "Surface Radar" lagen auf der Entwicklung von neuen Radarkonzepten für Ground Surveillance Radar-Systemen (GSR) sowie auf weiteren Produktverbesserungen der aktuellen Produktfamilien.

Secure Communications & Information Systems

Die Entwicklungsaktivitäten der Geschäftseinheiten richteten sich auf die Produktion, Weiterund Neuentwicklung von System- und Produktlösungen in den Bereichen Funkkommunikation, Führungsinformations- und Schlüsselmanagementsystemen. Angesichts des starken Wettbewerbsumfeldes ist neben der Erfüllung hoher Anforderungen an Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Sicherheit und Qualität der Lösungen auch die Markteinführung innovativer Lösungen von großer Bedeutung. Entsprechend stellt ein Kernbereich der Entwicklungsaktivitäten die Entwicklung neuer Schlüsselmanagementsysteme für den Einsatz in nationalen und internationalen Systemlösungen für den zivilen als auch militärischen Markt dar. Für die Entwicklungstätigkeiten im Funkgerätebereich zeichnet sich ebenfalls ein positiver Trend ab, da die Geschäftseinheit erwartet, dass die Bundeswehr im Einsatz befindliche Geräte noch über Jahre einsatzfähig zu halten sind und sich daraus Aufträge zur Beseitigung von Obsoleszenzen ergeben. Für den Bereich Sovereign Cybersecurity Technologies ist ein Aufbau eines Cyber Competence Centers geplant, um mittel- und langfristig den deutschsprachigen europäischen Markt mit Cybersecurity Lösungen zu bedienen. Auch in diesem Berichtsjahr wurden Studien- und Forschungsaktivitäten im Auftrag nationaler und internationaler Kunden durchgeführt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

In dem im Januar 2024 veröffentlichtem "World Economic Outlook" teilte der Internationale Währungsfonds mit, dass das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 3,1 % betrug. Nach einer starken anfänglichen Erholung hat sich gegen Ende des Jahres das Tempo der Erholung verlangsamt. Zu dieser Entwicklung tragen die Rücknahme der fiskalpolitischen Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung sowie Russlands Krieg in der Ukraine bei. Schätzungen des IMF (International Monetary Fund) rechnen mit einem gleichbleibenden Wachstum von 3,1% in 2024 und einem um 0,1 Prozentpunkte ansteigenden Wachstum im Jahr 2025.

Die Aktivitäten im Bereich Sicherheit und Verteidigung in Deutschland erstrecken sich im Wesentlichen über die deutschen Teile der Global Business Units "Defence Mission Systems" "Secure Communications & Information Systems", "Land and Air Systems" und "Avionics".

Im Jahr 2023 lag der Verteidigungsetat bei rund Mrd. EUR 52. Für rüstungsinvestive Maßnahmen waren rund Mrd. EUR 16 vorgesehen, davon allein Mrd. EUR 10 für militärische Beschaffungen.

Bundeskanzler Scholz hatte bereits in seiner Zeitenwende-Rede am 27. Februar 2022, wenige Tage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ein, "100-Milliarden-Paket" zur Ergänzung des Verteidigungsbudgets angekündigt. Es soll dazu beitragen, die Ausstattung der Bundeswehr schneller zu beschaffen als dies im üblichen Haushaltsrhythmus möglich ist. Im Juni 2022 wurde dann das Bundeswehr Sondervermögen in Höhe von Mrd. EUR 100 vom Bundestag verabschiedet. Für das kreditfinanzierte Sondervermögen war eine Grundgesetzänderung notwendig, da dieses nicht unter die Schuldenbremse fällt. Zusätzlich zum regulären Verteidigungsbudget sind im Jahr 2023 rund EUR Mrd. 8,5 aus dem Sondervermögen in Beschaffungen für die Bundeswehr geflossen.

Im laufenden Jahr wird eine Neuregelung der deutschen Exportkontrollbestimmungen in einem Rüstungsexportkontrollgesetz erwartet. In diesem Zusammenhang wird allgemein mit einer Erweiterung der Liste der NATO-ähnlichen Staaten, dem Wegfall des Doppelgenehmigungserfordernisses und mit einer Vereinfachung der Regelungen für Re-Exporte gerechnet. Jedoch stehen auch Vorschläge, beispielsweise zur Erweiterung der Kriegswaffenliste im Raum, die die Zusammenarbeit bei europäischen Kooperationsprojekten erschweren könnten.

2.2 Geschäftsverlauf 2023

Neben den organisatorischen Herausforderungen in Folge des Carve-Outs war das Geschäftsjahr 2023 geprägt durch operative Herausforderungen, die insbesondere wegen des Umbruchs der globalen Ordnung und der daraus resultierenden Anforderungen unserer Kunden sehr kurzfristig abgearbeitet werden mussten.

Insgesamt war das operative Geschäft der Thales Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2023 von einer weiterhin sehr positiven Entwicklung geprägt und es konnten Auftragseingänge in Höhe von Mio. EUR 402,4 (Vorjahr: Mio. EUR 371,1) verzeichnet werden.

Die erzielten Umsatzerlöse der Gesellschaft sind signifikant um ca. 11,8% auf Mio. EUR 458,5 (Vorjahr: Mio. EUR 409,9) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Mio. EUR 24,4 sind aufgrund der Veräußerung des AMS-Geschäfts im Jahr 2022 deutlich unter dem Vorjahresniveau (Mio. EUR 57,9). Die Abschreibungen (Mio. EUR -21,4) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Mio. EUR -64,9) liegen - insbesondere bedingt durch den Carve-Out im Geschäftsjahr 2022 - signifikant unter dem Vorjahresniveau. Trotz der negativen Auswirkungen durch die gestiegenen Herausforderungen bei der Projektabwicklung hat sich die Ertragslage positiv entwickelt, so dass das handelsrechtliche EBIT von Mio. EUR -3,8 im Vorjahr auf Mio. EUR 0,6 gesteigert werden konnte. Des Weiteren konnte die Gesellschaft von der positiven Zinsentwicklung und der daraus resultierenden Zinserträge aus dem Cash-Pool profitieren, so dass das Jahresergebnis mit Mio. EUR 9,1 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR -0,2) liegt. Aufgrund dieser Entwicklung beurteilt die Gesellschaft die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 als sehr zufriedenstellend.

Die Thales Deutschland GmbH konnte ihre Wettbewerbsposition im Vergleich zu den Vorjahren weiter behaupten und ausbauen. Hierzu trugen im Wesentlichen Aufträge aus den Bereichen "Land and Air Systems" (LAS), "Secure Communications & Information Systems" (SIX) und "Defence Mission Systems" (DMS) bei. Die Erwartungen an die nationalen und internationalen Märkte konnten, trotz verschärften Exportbestimmungen, erfüllt werden. Dies konnte positiv zur Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beitragen und erfüllte insbesondere die Erwartungen an die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den Cash Flow.

2.3 Lage

2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

In den folgenden Kapiteln zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft erläutert. Intern orientiert sich die Thales Deutschland GmbH grundsätzlich nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) beziehungsweise nach den International Accounting Standards (IAS) ermittelten Größen. Die THALES S.A. als Konzernobergesellschaft steuert den Thales-Konzern im Wesentlichen über die Kennzahlen Auftragseingang, Umsatzerlöse, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie dem Operating Cash Flow.

2.3.2 Ertragslage

Der IFRS-Umsatz (Mio. EUR 404,0) lag mit 4,3% bzw. Mio. EUR 16,9 ebenfalls über dem Vorjahreswert. Dank des in den letzten Jahren gestiegenen Auftragsbestands und der erfolgreichen Projektabwicklungen konnte der Umsatz sowohl das Vorjahresniveau als auch die Budgeterwartungen übertreffen.

2023 2022
in Mio. EUR % in Mio. EUR %
Umsatzerlöse 458,5 77,9 409,9 69,7
Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen -0,4 -0,1 120,4 20,5
Sonstige betriebliche Erträge 24,4 5,1 57,9 9,8
Gesamtleistung 482,5 100,0 588,3 100,0
Materialaufwand -235,0 -48,7 -309,0 -52,5
Personalaufwand -160,5 33,3 -173,4 29,5
Abschreibungen auf Anlagevermögen -21,4 4,4 -26,5 4,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -64,9 13,4 -83,2 14,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 0,6 0,1 -3,8 -0,7
Erträge aus Beteiligungen 0,0 0,0
Erträge aus der Veräußerung von Finanzanlagen 0,0 190,5
Erträge aus Ergebnisübernahme 0,8 0,0
Verluste aus Ergebnisübernahme 0,0 -176,2
Beteiligungsergebnis 0,8 14,4
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 14,7 1,6
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2,6 -11,1
Zinsergebnis 12,1 -9,6
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4,2 -1,1
Ergebnis nach Steuern 9,4 -0,1
Sonstige Steuern -0,3 -0,1
Jahresfehlbetrag /-Überschuss 9,1 -0,2

Das Umsatzniveau nach HGB konnte im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 48,5 auf Mio. EUR 458,5 deutlich gesteigert werden. Mit einem Exportanteil von 58% war die Gesellschaft sowohl international als auch national sehr erfolgreich. Insbesondere die erzielten Umsatzerlöse in den Bereichen Surface Radar, Above Water Systems und Radio Communication Products Naval haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen.

Der deutsche Teil der Global Business Unit "Avionics" hat einen Umsatz von Mio. EUR 104,6 erzielt und konnte damit das Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 102,1) leicht übertreffen. Insbesondere aufgrund der Realisierung von Umsätzen beim Großprojekt Korvette K130 konnte die Business Unit "Defence Mission Systems" Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 79,8 (Vorjahr: Mio. EUR 79,4) erzielen und führt damit das Vorjahresniveau fort.

Die Geschäftseinheit "Land and Air Systems" konnte beim Umsatz mit Mio. EUR 90,3 das Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 95,4) nicht ganz erreichen. Die Geschäftseinheit "Secure Communications & Information Systems" konnte im Vergleich zum Vorjahr einen signifikant gesteigerten Umsatz verzeichnen. Infolge von Großaufträgen einerseits, und zusätzlichen Aufträgen aufgrund der allgemeinen Veränderung der Sicherheitssituation andererseits, sind die Umsatzerlöse um Mio. EUR 79,6 auf Mio. EUR 180,5 gestiegen. Die Thales Corporate konnte im Bezug zum Vorjahr beim Umsatz einen Rückgang um Mio. EUR 29,0 auf Mio. EUR 3,2 verzeichnen. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf einen Saldierungseffekt zurückzuführen, der keine Auswirkung auf die Ertragslage hat.

Bereinigt um die im Vorjahr enthaltenen Shared Service Aktivitäten sind die Personalaufwendungen in Folge von gestiegenen Mitarbeiterzahlen erhöht.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Kosten aus erhaltenen Dienstleistungen (Mio. EUR 25,3), Mietaufwendungen (Mio. EUR 14,2), sowie Reparaturen und Instandhaltungen (Mio. EUR 6,8) enthalten.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Mio. Euro -3,8) auf Mio. Euro +0,6 erzielt. Gründe hierfür sind die bereits erwähnte positive Entwicklung der Umsätze sowie die Reduzierung der Aufwände. Das EBIT nach IFRS und inklusive Joint Ventures war mit Mio. EUR 45,1 (Vorjahr Mio. EUR 47,8) positiv und übertraf die Budgeterwartungen.

Das Beteiligungsergebnis mit Mio. EUR 0,8 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 14,4) deutlich verschlechtert. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass in dem Vorjahreswert der Ertrag aus der Veräußerung der GTS Deutschland GmbH (Mio. EUR 190,5) sowie deren Verlustübernahme (Mio. EUR -170,2) enthalten waren. Das Ergebnis der Thales Immobilien Deutschland GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 6,7 auf Mio. EUR 0,8 verbessert.

Das Zinsergebnis ist mit Mio. EUR 12,1 (Vorjahr: Mio. EUR -9,6) deutlich positiv. Das Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin sowie der positiven Zinsentwicklung und der daraus entstandenen Zinserträge aus dem Cash-Pool.

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den entstandenen Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 9,1 auf neue Rechnung vorzutragen.

Mit Mio. EUR 402,4 lag der gesamte Auftragseingang um rund 8,4% über dem Vorjahreswert von Mio. EUR 371,1 und übertraf den geplanten Wert signifikant. Zu dieser sehr zufriedenstellenden Entwicklung haben insbesondere die Geschäftseinheiten "Surface Radar" und "Radio Communication Products" beigetragen. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 betrug Mio. EUR 822,6 (Vorjahr: Mio. EUR 824,6).

2.3.3 Finanzlage

Die Thales Deutschland GmbH bildet das zentrale Finanzmanagement der deutschen Thales-Organisation ab und finanziert sich konzernintern über das bestehende Cash-Pooling. Hierdurch wird sichergestellt, dass jederzeit ausreichende finanzielle Flexibilität gegeben ist. Die Gesellschaft beendete das Geschäftsjahr mit einem positiven Finanzsaldo.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Operating Cash Flow (IFRS) in Höhe von Mio. EUR 43,6 (Vorjahr: Mio. EUR 4,0) abgeschlossen und liegt deutlich über dem Planwert (Mio. EUR 12,0). Grund hierfür sind realisierte Zahlungseingänge aufgrund realisierter Zahlungsmeilensteinen insbesondere im letzten Quartal.

2.3.4 Vermögenslage

2023 2022
in Mio. EUR % in Mio. EUR %
Immaterielle Vermögensgegenstände 191,7 17,3 206,6 17,4
Sachanlagen 30,3 2,7 25,2 2,1
Finanzanlagen 34,6 3,1 30,1 2,5
Langfristig gebundenes Vermögen 256,6 23,2 261,9 22,1
Vorräte 158,9 14,4 145,1 12,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36,7 3,3 40,8 3,4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 639,3 57,8 724,8 61,2
Sonstige Vermögensgegenstände 10,2 0,9 5,2 0,4
Guthaben bei Kreditinstituten 1,3 0,1 0,0 0,0
Rechnungsabgrenzungsposten 1,3 0,1 1,8 0,2
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1,7 0,2 4,4 0,4
Kurzfristig gebundenes Vermögen 849,4 76,8 922,1 77,9
Vermögensstruktur 1.106,0 100,0 1.184,0 100,0

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 78,0 auf Mio. EUR 1.106,0 gemindert. Bei der Vermögensstruktur ist das langfristig gebundene Vermögen nahezu auf Vorjahresniveau und wurde im Wesentlichen aufgrund von planmäßigen Abschreibungen verringert. Die Veränderungen des kurzfristig gebundenen Vermögens ergeben sich im Wesentlichen aus der Rückzahlung des Darlehen durch die GTS Deutschland GmbH und somit einer Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

2023 2022
in Mio. EUR % in Mio. EUR %
Gezeichnetes Kapital 27,1 2,5 27,1 2,3
Kapitalrücklage 695,8 62,9 695,8 58,8
Verlustvortrag -237,9 -21,5 -237,7 -20,1
Jahresfehlbetrag 9,1 0,8 -0,2 0,0
Eigenkapital 494,1 44,7 485,0 41,0
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 196,1 17,7 197,1 16,6
Langfristiges Fremdkapital 196,1 17,7 197,1 16,6
Steuerrückstellungen 0,0 0,0 0,0 0,0
Sonstige Rückstellungen 233,7 21,1 179,3 15,1
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 40,7 3,7 66,9 5,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20,4 1,8 5,7 0,5
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 105,0 9,5 242,9 20,5
Sonstige Verbindlichkeiten 15,6 1,4 7,0 0,6
Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 0,0 0,2 0,0
Kurzfristiges Fremdkapital 415,9 37,6 501,9 42,4
Kapitalstruktur 1.106,0 100,0 1.184,0 100,0

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vergleichsjahr 2022 insbesondere aufgrund der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Folge der Begleichung der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der GTS Deutschland GmbH verringert.

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage der Gesellschaft

Der Geschäftsverlauf war aus Sicht der Geschäftsführung sehr zufriedenstellend. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Ertragslage kann als zufriedenstellend bezeichnet werden.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Prognosen für den Heimatmarkt der Thales Deutschland GmbH sind für das Geschäftsjahr 2024 deutlich positiv angekündigt. Renommierte Forschungsinstitute gehen davon aus, dass die Inflationsrate weiter zurückgeht. Der Höchststand der Inflationsrate soll somit nun überwunden sein und es folgt ein Geschäftsjahr, indem sich die Konjunktur zunächst erholen kann und positive Entwicklungen erwartet werden. Weiterhin haben jedoch wirtschaftspolitische Unsicherheiten oder strukturelle Veränderungen sowie die Folgen des Ukraine Krieges einen großen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen und somit auch auf den Heimatmarkt der Thales Deutschland GmbH.

Die Prognosen für die Entwicklung der folgenden Geschäftsjahre der Gesellschaft sind aufgrund der erfreulichen Entwicklungen in den zivilen Marktsegmenten sowie durch die geplanten Beschaffungsvorhaben auf dem Verteidigungs- und Sicherheitsmarkt positiv. Als wesentliche wirtschaftliche Einflussfaktoren für die Gesellschaft sind insbesondere die Entwicklung des weltweiten Verteidigungs- und Sicherheitsmarktes sowie des globalen Luft- und Raumfahrtmarktes zu nennen. Die Thales Deutschland GmbH beziehungsweise der Thales-Konzern befindet sich dabei im Wesentlichen mit anderen weltweit agierenden Konzernen der jeweiligen Branchen im Wettbewerb.

Im Planungszeitraum bis 2024 wird damit gerechnet, dass der finanzielle Leistungsindikator EBIT, bemessen nach IFRS leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. Der Operating Cash Flow bleibt weiterhin deutlich positiv, wird jedoch das Niveau von 2023 nicht erreichen können. Während der Auftragseingang auf dem Niveau von 2023 erwartet wird, wird bei den Umsatzerlösen 2024 von einer deutlichen Steigung ausgegangen.

3.2 Risikobericht

3.2.1 Risikomanagementsystem

Die deutsche Thales-Organisation und die Thales Deutschland GmbH als übergeordnete Gesellschaft der deutschen Thales-Organisation sind Teil des Thales-Konzerns. Dieser verfügt über umfassende technische und technologische Kompetenzen sowie finanzielle Ressourcen und spielt daher eine führende Rolle in den Märkten Luft- und Raumfahrt, Sicherheit und Verteidigung.

Die Gesellschaft ist wie der Thales-Konzern Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt. Diese können die Geschäftstätigkeit, die Reputation, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die Fähigkeit, gesteckte Ziele zu erreichen, maßgeblich beeinträchtigen. Auf Ebene des Thales-Konzerns wurden operative und strategische Risiken, rechtliche Risiken und Compliance Risiken sowie finanzielle Risiken identifiziert. Darüber hinaus können weitere Risiken auftreten, die zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt sind oder aktuell unbedeutend erscheinen mögen. Von diesen Risiken können ungünstige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Rentabilität und die Finanzlage des Thales-Konzerns oder seine Fähigkeit, seine Ziele zu erreichen, ausgehen.

Als Teil des Thales-Konzerns ist die Thales Deutschland GmbH grundsätzlich denselben Risiken ausgesetzt - möglicherweise nicht in allen Ausprägungen und nicht mit denselben Auswirkungen, beziehungsweise zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt. Die Gesellschaft ist in das Finanz- und Risikomanagement des Thales-Konzerns eingebunden. Bestandteile des Finanz- und Risikomanagementsystems sind unter anderem die monatliche Berichterstattung, laufende Soll-Ist-Vergleiche sowie zentrale Vorgaben und Prüfungen bestimmter Sachverhalte.

3.2.2 Risiken

Als Risiken wurden identifiziert:

3.2.2.1 Operative und strategische Risiken

3.2.2.1.1 Kontrolle über Projekte und Programme

Die Gesellschaft entwickelt in Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften aus den jeweiligen Global Business Units "Avionics", "Defence Mission Systems", "Land and Air Systems" und "Secure Communications & Information Systems" in einem hochgradig technologischen Umfeld Produkte und Systeme, die sehr komplex sind und strenge sicherheitsrelevante Vorgaben erfüllen müssen. Da die tatsächlichen Aufwendungen für Konzeption, Entwicklung und Herstellung die ursprünglichen Kostenvoranschläge übersteigen können, ist eine frühzeitige sowie umfangreiche Steuerung und Kontrolle der Projekte und Programme sowie im Vorfeld der Angebotserstellung ein wesentliches Element zur Identifikation von Einflüssen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Thales Deutschland GmbH, insbesondere im Hinblick darauf, dass die jeweiligen Kundenaufträge überwiegend auf festen Pauschalpreisen basieren. Auch die vertraglich vereinbarten anspruchsvollen Leistungsniveaus und enge Zeitpläne für die Lieferung der verkauften Produkte oder Systeme können einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, da bei Nichteinhaltung des Lieferzeitplans im Einzelfall Strafzahlungen an den Kunden oder sogar Vertragskündigungen folgen können. Aus diesem Grund wird das Angebots- und Projektmanagement einem detaillierten Risikomanagement- und Risikobewertungsprozess unterzogen. Die Überwachung des Angebotsmanagements kann dabei unterschiedliche Stufen innerhalb der Geschäftseinheiten sowie des nationalen und internationalen Managements durchlaufen. Besonders aufmerksam werden langfristige Verkaufsverträge mit über die gesamte Vereinbarungsdauer geltenden Festpreisen oder Verkaufsverträge mit einem höheren Risiko betrachtet. Eine Bewertung der Vertragsrisiken ist dabei ein integraler Bestandteil. Bei Aufträgen, die mehrere Jahre umfassen und hochgradig komplexe Produkte und Dienstleistungen beinhalten, finden regelmäßige Überprüfungen zur Überwachung des technischen und finanziellen Fortschritts statt. Dies beinhaltet auch Projekte, bei denen länderspezifische Anpassungen im Bereich der Softwareerstellung vorzunehmen sind.

Durch den Thales-Konzern und die Thales Deutschland GmbH wird "Product & Project Efficiency" sowohl für die Angebotsphase als auch entlang des gesamten Projektlebenszyklus betrieben. Durch die Implementierung der sogenannten "Product & Project Efficiency Essentials" werden bewährte Projektmanagementpraktiken eingeführt, deren Umsetzung überwacht und sofern notwendig, durch Korrekturmaßnahmen kontinuierlich optimiert werden.

3.2.2.1.2 Risiko in Bezug auf den Ausfall von Ausrüstung oder Technologie

Die Thales Deutschland GmbH ist aufgrund ihrer technischen und komplexen Systemlösungen und Produkten einem Risiko des Ausfalls von Technologie oder Produkten ausgesetzt. Dies umso mehr, da die Systeme und Produkte in hochwertige zivile oder militärische Plattformen integriert werden. Eine Fehlfunktion dieser Systeme, Ausrüstungen oder Technologien kann zur Beschädigung fremden Eigentums oder zu Personenschäden führen. Haftungsansprüche oder Rechtsstreitigkeiten können neben der Reputation der Gesellschaft auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Thales Deutschland GmbH beeinträchtigen. Um die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu begrenzen, sind konzernweite Verfahren hinsichtlich des Risikomanagements, der Design Authority, der Qualitätssicherung und Dokumentation sowie der Vertragsabwicklung implementiert. Außerdem besteht eine geeignete Versicherungsdeckung.

3.2.2.1.3 Kompensationsgeschäfte (Offsets)

In einigen Staaten kann die Vergabe von Aufträgen, insbesondere von Aufträgen im Verteidigungsbereich, von gesetzlichen oder behördlichen Anforderungen abhängig gemacht werden, direkte, teilweise direkte oder indirekte Kompensationsverpflichtungen einzugehen. Die Fähigkeit der Thales Deutschland GmbH, dies in ein Angebot mit aufzunehmen, kann eine wichtige Differenzierungsmaßnahme sein und damit einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Sofern die vertraglichen Kompensationsverpflichtungen innerhalb der vorgeschriebenen Fristen nicht erfüllt werden, kann dies zu Strafzahlungen führen, deren Begleichung die Gesellschaft nicht immer von den jeweiligen Verpflichtungen befreit. Hierdurch kann auch die Fähigkeit der Thales Deutschland GmbH oder des gesamten Thales-Konzerns beeinträchtigt werden, Aktivitäten in einem bestimmten Land fortzuführen und weiterzuentwickeln.

Angesichts dieser Risiken hat der Thales-Konzern sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Exportländern eine eigenständige Struktur eingerichtet, die für die Integration und Überwachung dieser Verpflichtungen bereits in der Angebotsphase verantwortlich ist. Ergänzt wird dies durch einen nationalen Ansprechpartner der bei der Thales Deutschland GmbH angesiedelt ist und im Rahmen der Shared-Service-Aktivitäten für die Exportaktivitäten der deutschen Thales-Organisation zur Verfügung steht.

3.2.2.1.4 Abhängigkeit von öffentlicher Auftragsvergabe

Einfluss auf die Ertragskraft der Gesellschaft haben insbesondere die öffentlichen Haushalte sowie die Beschaffungsbudgets der Ministerien und der Unternehmen der öffentlichen Hand. Geringere Haushaltsmittel der staatlichen Kunden könnten zu Verzögerungen bei der Auftragsvergabe, der Auftragsabwicklung, der Bezahlung oder auch zu einem Rückgang der Finanzmittel für Forschungs- und Entwicklungsprogramme führen. Um die Abhängigkeit von der öffentlichen Auftragsvergabe im Heimatmarkt zu reduzieren, hat die deutsche Thales-Organisation erfolgreich eine Marktstrategie zur Diversifikation des Kundenstamms in den Benelux-Staaten, Skandinavien und Südosteuropa sowie in Zentral- und Nordafrika, der arabischen Halbinsel sowie Südamerika implementiert. Hierdurch ist es teilweise gelungen, die Schwankungen der staatlichen Ausgaben und die Abhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Faktoren zu reduzieren und die Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch die restriktivere Haushaltspolitik, insbesondere in Europa, zu verringern.

3.2.2.1.5 Politische Risiken

Die deutsche Thales-Organisation generiert einen Teil ihres Umsatzes auf Märkten und in Ländern, die politische Risiken bergen, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen können. Ein Regierungswechsel, ein bewaffneter Konflikt oder Terroranschlag, eine deutliche Verschlechterung der Zahlungsbilanz, die Industriepolitik, Streiks oder Proteste könnten zu unterschiedlichen Arten von Risiken führen. Zur Beschränkung der finanziellen Auswirkungen dieser Risiken greift die Gesellschaft, sofern erforderlich, auf staatliche und privatwirtschaftliche Versicherungsunternehmen zurück, um eine angemessene Absicherung zu bieten. Außerdem partizipiert die Gesellschaft an einem konzernweit eingeführten Verfahren, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter in den Ländern, in denen sie arbeiten, über eine angemessene Absicherung verfügen.

3.2.2.2 Rechtsstreitigkeiten

Aufgrund der internationalen Ausrichtung ihrer Geschäftsaktivitäten ist die deutsche Thales-Organisation einem grundsätzlichen Risiko hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Rechtsverfahren ausgesetzt. Zur Vermeidung von Streitfällen oder zur Begrenzung ihrer Auswirkungen besteht die Politik der Gesellschaft darin, systematisch alternative Rechtsstreitbeilegungsmethoden zu identifizieren. Diese Politik wird regelmäßig überprüft. Sämtliche zivil- und strafrechtlichen Rechtsstreitigkeiten werden zentral durch den Rechtsbereich der Thales Deutschland GmbH im Rahmen der Shared-Service-Aktivitäten für die deutsche Thales-Organisation betreut. Die Gesellschaft kennt derzeit keine weiteren staatlichen oder gesetzlichen Verfahren oder Schiedsverfahren, schwebend oder angedroht, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in den vergangenen zwölf Monaten wesentlich beeinträchtigt haben.

3.2.2.3 Finanzielle Risiken

Bei dem Liquiditätsrisiko der Gesellschaft handelt es sich um das Risiko, dass die Thales Deutschland GmbH nicht in der Lage sein könnte, ihren Liquiditätsbedarf durch ihre finanziellen Ressourcen zu decken. Insbesondere bezieht es sich auf die Anfälligkeit der Gesellschaft in Bezug auf Veränderungen der wichtigsten Marktindikatoren, die zu einem Anstieg der Aufwendungen für Kredite oder sogar einer temporären Einschränkung des Zugangs zu Fremdfinanzierungsquellen führen könnten. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko indem sie versucht, den Liquiditätsbedarf vorauszusehen und sicherzustellen, dass er durch die kurzfristigen und langfristigen finanziellen Ressourcen abgedeckt ist. Neben einem aktiven und konsequenten Forderungsmanagement profitiert die Thales Deutschland GmbH von einem Cash Pooling auf nationaler Ebene sowie mit dem Thales-Konzern.

Hierdurch ist eine Konsolidierung und Zentralisierung des Liquiditätsbedarfs und der Überschüsse der deutschen Thales-Organisation sowie des Thales-Konzerns möglich. Neben Bürgschaften und Garantien bei der Konzernobergesellschaft stehen - über die von Banken und Kreditversicherern gewährten Kreditlinien über einen dreistelligen Millionenbetrag hinaus - in ausreichendem Volumen Avalkreditlinien zur Verfügung. Das Avalkreditvolumen ist für die Gesellschaften der deutschen Thales-Organisation nutzbar. Hieraus ergeben sich keine zusätzlichen Haftungsrisiken für die Gesellschaft.

3.2.3 Beurteilung der Risikosituation der Gesellschaft

Bei der Analyse der bestehenden Risiken lässt sich für das Jahr 2024 keine Bestandsgefährdung der Thales Deutschland GmbH erkennen. Das praktizierte Risikomanagement ermöglicht es, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten.

3.2.4 Chancen

Aufgrund einer allgemeinen Einschätzung hinsichtlich der weltweiten Wirtschaftslage geht die Thales Deutschland GmbH von einem steigenden Nachfrageverhalten im staatlichen Sektor aus. Hierdurch eröffnen sich für die Geschäftseinheiten der deutschen Thales-Organisation Chancen im In- und Ausland. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der in den Country Business Units zusammengefassten Geschäftseinheiten bilden dabei die Basis für die positive Markteinschätzung.

Die wehrtechnischen Aktivitäten der Gesellschaft, die sich über den deutschen Teil der Global Business Units "Avionics" (AVS) und "Defence Mission Systems" (DMS) sowie die Geschäftseinheit "Land and Air Systems" (LAS) und die Geschäftseinheit "Secure Communications & Information Systems" (SIX) erstrecken, stehen im Kontext einer sicherheitspolitischen Gesamtlage, die sich von angenommener Stabilität mit einigen Auslandseinsätzen sichtbar hin zu einer Priorisierung der Landes- und Bündnisverteidigung verändert hat.

Beispielsweise soll mit dem angesprochenen Bundeswehr-Sondervermögen das Auffüllen von Beständen und für die Erneuerung überalterter Ausrüstung beschleunigt werden und ist grob in vier Kategorien - Land, Luft, See, sowie Führung und Digitalisierung - unterteilt.

In der Kategorie Führung und Digitalisierung bieten sich für SIX erhebliche Chancen auch über das Programm Digitalisierung landbasierter Operationen (D-LBO) hinaus, insbesondere mit German Mission Network (GMN) oder der Krypto-Modernisierung der Bundeswehr.

Auch im Landbereich bietet das Sondervermögen Chancen für die Geschäftseinheit SIX, da daraus beispielsweise PUMA Schützenpanzer und gepanzerte Boxer Fahrzeuge beschafft werden sollen, die wiederum mit Thales Technologie ausgerüstet werden könnten.

Für den Bereich Luft ist hervorzuheben, dass durch das Sondervermögen die nächsten beiden Entwicklungsstufen des Future Combat Air Systems (FCAS) sichergestellt werden, was wiederum Chancen für AVS und SIX bietet. Zudem besteht im Bereich Luft erhebliches Geschäftspotential für Lösungen des AVS Geschäftsbereichs Training & Simulation. Mit Aufträgen für H145M und POLYGONE wurde dies durch den Geschäftsbereich gerade erst kürzlich bestätigt.

In der Kategorie See bieten sich Chancen insbesondere für DMS. Die Vertragsoption für die Schiffe fünf und sechs der Fregatte F126 bleibt ihrer Größe wegen das Primärziel 2024 für den Geschäftsbereich.

Für die CBU LAS mit den Teilbereichen Surface Radar und Optronics & Missile Electronics liegen Chancen insbesondere im Exportbereich. Beispielhaft als Katalysatoren für das LAS Exportgeschäft sind hier Grenzsicherung und Terrorismusabwehr anzuführen.

Durch eine Verdopplung des Budgets für militärische Unterstützung der Ukraine im Haushalt 2024 wird die Finanzierung dieser Unterstützungsmaßnahmen durch die deutsche Regierung öffentlich priorisiert. Der konstante Bedarf der Ukraine an Rüstungsgütern, um sich auf eigenem Boden gegen den Angreifer Russland verteidigen zu können bietet denn auch signifikantes Absatzpotential für Thales. Dieses Potenzial wird weiter durch bereits etablierte, exzellente Kundenbeziehungen zwischen Thales Deutschland einerseits, und der Ukraine auf Botschafts-, Ministeriums- und Anwenderebene andererseits, gestärkt.

Im Jahr 2023 hat Thales Deutschland im Rahmen der militärischen Unterstützung der Ukraine Aufträge im wesentlichen Umfang erhalten. Die Bestellungen betreffen die Portfolios der CBUs LAS und SIX. Für das laufende Geschäftsjahr werden Auftragsvolumina in äquivalenter Höhe angestrebt.

Der zunehmende erfolgreiche Einsatz von Thales-Produkten im Krieg in der Ukraine erhöht schließlich auch das Interesse der deutschen Bundeswehr, insbesondere an LAS-Produkten, wie z.B. Bodenüberwachungsradaren. Dies birgt für die CBU LAS weiteres Geschäftspotenzial.

Weitere Bereiche, in denen sich für Thales Deutschland Chancen bieten, sind Cyber- / IT-Security sowie Cloud Technologien.

Die Geschäftsbereiche AWS und RCP Naval in Kiel und Wilhelmshaven konnten ein signifikantes Wachstum verzeichnen und setzt den Aufbau von Ressourcen und Fähigkeiten, unterstützt von Produkten und Expertise aus der Thales-Gruppe, weiter fort. Neben den anstehenden nationalen Großprojekten werden Exportprojekte basierend auf bestehende Produkte vorangetrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf der gemeinsamen Weiterentwicklung innovativer Konzepte im Bereich der Digitalisierung, des sicheren Datenaustauschs und von Serviceangeboten in den Bereichen "Above Water Systems" und "Radio Communication Products Naval".

4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Aufgrund der ausschließlich im Euro-Währungsraum bestehenden Geschäftsbeziehungen der Gesellschaft und der damit einhergehenden Fakturierung in Euro können Wechselkursschwankungen ausgeschlossen werden. Sollte eine Geschäftstransaktion in Fremdwährung erfolgen, wird diese gemäß den Richtlinien des Thales-Konzerns mittels Devisentermingeschäften konzernintern kursgesichert.

 

Stuttgart, den 27. März 2024

Thales Deutschland GmbH

Die Geschäftsführung

Christoph Ruffner, Vorsitzender der Geschäftsführung

Dr. Anusch Arezki

Axel Schlatter

Geschlechterparität im Aufsichtsrat und in den Führungsebenen

Das am 1. Mai 2015 in Kraft getretene "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verlangt, dass sich der Aufsichtsrat paritätisch mitbestimmter Gesellschaften zu mindestens 30% aus Frauen und zu mindestens 30% aus Männern zusammensetzt.

Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Gesellschaft hat für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Ziele für den Frauenanteil festgelegt. Demzufolge sollte der Anteil von Frauen bis 2023 in der 1. Führungsebene auf 8% (Level of Responsibility ["LR"] 12) bzw. 28% (LR 11) und in der 2. Führungsebene auf 20% angehoben werden.

Im Berichtsjahr 2023 konnten nicht alle von Aufsichtsrat und Geschäftsführung vorgegebenen Ziele zur Förderung von Frauen in Führungsfunktionen erreicht werden. Obwohl der Frauenanteil in der ersten Führungsebene die gesetzten Zielvorgaben teilweise übertraf und eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist, konnten nicht alle Zielwerte erreicht werden. Dies ist hauptsächlich auf den intensiven Wettbewerb um Talente auf dem Recruiting-Markt zurückzuführen, der trotz erheblicher Anstrengungen dazu führte, dass nicht genügend Bewerberinnen gewonnen werden konnten.

Zur Verteilung der Geschlechterstruktur:

Gesamt Frauen 1) Männer 1)
Aufsichtsrat 12 58,3% 41,7%
Geschäftsführung 3 33,3% 74,4%
1. Führungsebene 2) 39 25,6% 74,3%
2. Führungsebene 3) 100 15,0% 85,0%

1) Angaben in Prozent, basierend auf dem Mitarbeiterbestand zum 31. Dezember 2023 in der jeweiligen Vergleichsgruppe.
2) Unter 1. Führungsebene versteht der Thales-Konzern sowohl die Führung von Mitarbeitern als auch die Führung durch Fachexpertise entsprechend den Stellenprofilen zugeordneten "Level of Responsibility" von 11 und 12.
3) Unter 2. Führungsebene versteht der Thales-Konzern das "Level of Responsibility" von 10.

Die Geschäftsführung wird für zukünftige Geschäftsjahre neue Ziele definieren und entsprechende Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele ergreifen.

Gesellschafterbeschluss Shareholders' resolution
der of
Thales Deutschland GmbH
mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 728000 (die "Gesellschaft"). with its seat in Stuttgart, registered with the commercial register of the local court of Stuttgart under HRB 728000 (the "Company").
THALES S.A.
mit Sitz in Tour Carpe Diem - Esplanade Nord - Place des Corolles - 92400 Courbevoie (Frankreich), (die "Gesellschafterin") ist alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft. Das gesamte Stammkapital der Gesellschaft ist vertreten. Unter Verzicht auf alle gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Anforderungen hinsichtlich Form und Frist der Einberufung und der Abhaltung einer Gesellschafterversammlung bei der Gesellschaft sowie der Beschlussfassung auf dieser hält die Gesellschafterin hiermit eine außerordentliche Gesellschafterversammlung bei der Gesellschaft ab und beschließen einstimmig, mit allen Stimmen, was folgt: 1. Der von der Geschäftsführung vorgelegte und von MAZARS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft am 24. April 2024 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wird festgestellt. with its seat in Tour Carpe Diem - Esplanade Nord - Place des Corolles - 92400 Courbevoie (France) (the "Shareholder") is the sole shareholder of the Company. The total share capital of the Company is represented. Waiving all requirements under law and the Company's articles of association regard ing form and time limits for the summoning and holding of a Shareholders' meeting of the Company as well as for the adoption of a resolution by the Shareholders' meeting of the Company the Shareholder hereby holds an extraordinary Shareholders' meeting of the Company and resolves unanimously, with all votes, as follows: 1. The annual accounts of the Company for the fiscal year 2023 as prepared by the Managing Directors and as without any limitation formally certified by MAZARS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft as of April 24, 2024 shall be determined herewith.
2. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von insgesamt EUR 9.112.720,72 wird auf neue Rechnung vorgetragen. 2. The annual net loss for the fiscal year 2023 in the amount of 9,112,720.72 shall be carried forward to the next annual accounts.
3. Den Geschäftsführern der Gesellschaft Oliver Dörre, Dr. Anusch Arezki, Axel Schlatter wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 3. The Managing Directors of the Company, Oliver Dörre, Dr. Anusch Arezki, Axel Schlatter are discharged from their duties with regard to the fiscal year 2023.
4. Den Mitgliedern des Aufsichtsrates der Gesellschaft Bernhard Gerwert, Philippe Duhamel, Dr. Ursula Biernert, Dr. Gwendoline Blandin-Roger, Viktoria Stürmer-Kuchelmeister, Silvia Plattek, Lena Lehmann, Nora Leser, Nathalie Ravilly, Stefan Thiele, Patricia Viviani, Achim Binder und Dr. Oliver Freesen wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 4. The members of the Supervisory Board of the Company, Bernhard Gerwert, Philippe Duhamel, Dr. Ursula Biernert, Dr. Gwendoline Blandin-Roger, Viktoria Stürmer-Kuchelmeister, Silvia Plattek, Lena Lehmann, Nora Leser, Nathalie Ravilly, Stefan Thiele, Patricia Viviani, Achim Binder and Dr. Oliver Freesen are released from their duties with regard to the fiscal year 2023.
5. Zum Jahresabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 wird MAZARS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestellt. 5. MAZARS GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft is appointed as statutory auditor of the Company for the fiscal year 2024.
Es werden keine weiteren Gesellschafterbeschlüsse gefasst. Die Gesellschafterversammlung ist hiermit beendet. No further resolutions are adopted. Therewith, the Shareholders' meeting is herewith closed.
Die deutsche Fassung dieser Urkunde ist bei Widersprüchen oder Unklarheiten maßgeblich. The German language version of this deed shall be governing in the event of any contradiction or ambiguity.

 

Ditzingen, 26.06.2024

THALES S.A.

Vertreten durch / represented by

Marc Hartmann

handelnd aufgrund Vollmacht der Gesellschafterin. acting on the basis of a power of attorney of the Shareholder.

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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
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    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
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