Thales Deutschland GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Thales Deutschland GmbH, Stuttgart PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Thales Deutschland GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Thales Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 24. April 2024 Mazars
GmbH & Co. KG
Alexander Karthaus, Wirtschaftsprüfer Christoph Mack, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023(Vorjahr zum Vergleich)AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023(Vorjahr zum Vergleich)
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Allgemeine AngabenDie Firmierung der Gesellschaft wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 in Thales Deutschland GmbH geändert. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Stuttgart und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Stuttgart (Reg. Nr. HRB 728000). Der vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft wurde gemäß §§ 242 bis 256a HGB und den §§ 264 bis 289 HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Gemäß § 267 Absatz 3 HGB erfüllt die Gesellschaft die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft. Die Gliederungen sind unverändert zum Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die nach den gesetzlichen Vorschriften zu den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erforderlichen Vermerke sowie weitergehende Erläuterungen sind im Anhang enthalten. Der Abschluss wird in Tausend Euro (TEUR) aufgestellt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten enthalten. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibung liegt in der Regel eine Nutzungsdauer von drei Jahren zugrunde. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Der im Rahmen der Aufnahme des Defense & Avionics Geschäfts entstanden Geschäfts- oder Firmenwert wird unter Berücksichtigung eventueller Wertminderrungen linear über die Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Abschreibungen auf Mietereinbauten erfolgen entsprechend der Grundmietzeit. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Die Nutzungsdauer liegt in der Regel zwischen drei und 15 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Absatz 2 Satz 1 EStG mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. In Vorjahren erfolgte bei Anschaffungswerten von größer EUR 150 bis EUR 1.000 eine Aktivierung als Sammelposten, welcher über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens dauerhaft über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie anteilige Verwaltungskosten enthalten. Bestandsrisiken werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bewertet. Für erkennbare Einzelrisiken werden Wertberichtigungen gebildet. Währungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. § 256a Satz 2 HGB wird beachtet. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Periode nach diesem Tag darstellen. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung beinhaltet den Unterschiedsbetrag zwischen dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen und dem Erfüllungsbetrag für die Altersteilzeitverpflichtung. Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung von biometrischen Wahrscheinlichkeiten (Heubeck Richttafeln 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Zusätzlich wird bei der Bewertung eine alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeit berücksichtigt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts von § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,83%. Der Bewertung des Anwartschaftsbarwerts lagen folgende Annahmen zu Grunde:
Das im Rahmen der Aufnahme des Defense & Avonics Geschäfts übergegangene Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersversorgungsverpflichtung des Geschäftsbereiches saldiert.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre eine Minderung der Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 2.167 (Vorjahr: TEUR 10.992). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt gemäß § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre. Es wurden Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.619 (Vorjahr TEUR 2.526) und Erträge aus der Änderung des Rechnungszinssatzes in Höhe von TEUR 1.233 (Vorjahr Aufwand: TEUR-2.452) mit Gewinnen aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 715 (Vorjahr Verlust: TEUR -1.570) zusammengefasst und im Finanzergebnis ausgewiesen. Aufgrund der Bewertung des Deckungsvermögens zum Zeitwert bestehen für die Abführung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von TEUR 814 (Vorjahr: TEUR 99). Die bestehenden Versorgungswerke wurden zum 31. Dezember 2016 für Neueintritte geschlossen. Im Rahmen einer Überarbeitung der betrieblichen Altersversorgung hat die Gesellschaft die neue "Versorgungsordnung 2017" eingeführt. Der Pensionsplan ist beitragsorientiert aufgebaut und vollständig kongruent über eine Lebensversicherung ausfinanziert. Das Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 3 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersversorgungsverpflichtung saldiert.
Zusätzlich zu Aufwendungen aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtung in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr TEUR 38) sind Erträge aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 62) angefallen. Im Rahmen einer Zusage zur betrieblichen Altersversorgung aus Entgeltumwandlung können Mitarbeiter Bezügeanteile anhand eines festen Versicherungstarifes umwandeln, die jährlich zum Versorgungsguthaben addiert werden. Zusätzlich werden dem Versorgungskonto auch nach dem Versicherungstarif anfallende Gewinnanteile gutgeschrieben. Das Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 3 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersversorgungsverpflichtung saldiert.
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Altersversorgungsverpflichtung in Höhe von TEUR 154 (Vorjahr TEUR 22) wurden mit Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr TEUR 305) verrechnet und im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Differenz zwischen beizulegendem Zeitwert des Deckungsvermögens und dem Erfüllungsbetrags der verrechneten Schulden resultiert aus Ablaufleistungen (Eintritt der Berechtigten in die Auszahlungsphase im kommenden Geschäftsjahr), die nicht mehr im Deckungsvermögen enthalten sind. Die Gesellschaft hat mit Wirkung zum 1. Januar 2017 eine Gesamtbetriebsvereinbarung zur Altersteilzeit abgeschlossen. Damit können 4% aller Beschäftigten, die das 57. Lebensjahr vollendet haben, Altersteilzeitverträge abschließen. Der Bewertung des Anwartschaftsbarwerts der Altersteilzeitrückstellungen lagen folgende Annahmen zu Grunde:
Für Beschäftigte, die das sogenannte Blockmodell gewählt haben, hat die Gesellschaft zur Absicherung des Wertguthabens am 18. Dezember 2017 ein Contractual Trust Arrangement errichtet. Das Deckungsvermögen wurde nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Absatz 1 Satz 4 HGB zum Zeitwert bewertet und mit der entsprechenden Altersteilzeitverpflichtung saldiert.
Es sind Aufwendungen aus der Aufzinsung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 110) sowie Erträge aus der Änderung des Rechnungszinsen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 10) angefallen. Diese Aufwendungen bzw. Erträge wurden mit Erträgen aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 959 (Vorjahr TEUR 1.101 Aufwand) zusammengefasst und im Finanzergebnis ausgewiesen. Mit Ergänzungsvereinbarung vom 29. Juni 2023 wurde das Deckungsvermögen für die im Zuge des Carve-Outs auf die Gesellschaft übergegangenen in Altersteilzeit befindlichen Arbeitnehmer auf die Gesellschaft übertragen. Der korrespondierende Anteil der übergegangenen Arbeitnehmer an der Summe des zu sichernden Altersteilzeitwertguthaben beträgt 43,55%. Entsprechend wurde der Gesellschaft ein Sicherungsvermögen von 43,55% zugewiesen. Für die Abführung gesperrte Beträge im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB bestehen in Höhe von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 0). Aus der Verrechnung mit dem Deckungsvermögen ergibt sich gem. § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.677 (Vorjahr: TEUR 4.354). Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten sowie alle drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bilanziert. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Inflationsausgleichsprämie wird über die Laufzeit des Tarifvertrags mit der IG Metall angesammelt. Die letzte Teilzahlung für die Inflationsausgleichsprämie wurde im Januar 2024 geleistet. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Nicht kursgesicherte Währungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag nach § 256a HGB bewertet. § 256a Satz 2 HGB wird beachtet. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Verbundbereich werden saldiert ausgewiesen. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern diese einen Aufwand für eine bestimmte Periode nach diesem Tag darstellen. Auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Periode nach diesem Stichtag darstellen. Steuerlatenzen, die zur Bildung eines entsprechenden Aktivpostens führen, ergeben sich insbesondere aus körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen sowie aus Wertdifferenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffend einzelne Rückstellungen. Von dem Wahlrecht gemäß § 274 HGB, auf die Aktivierung latenter Steuern zu verzichten, wurde Gebrauch gemacht. Der unternehmensindividuelle kombinierte Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer beträgt 29,4%. Die Gesellschaft hält keine derivativen Finanzinstrumente zu Spekulationszwecken. Die Geschäfte dienen ausschließlich der Kurssicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten aus dem operativen Geschäft oder der Absicherung von Zahlungsströmen. Erläuterungen zur Bilanz(1) AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der als Anlage zum Anhang angefügt ist. (2) Finanzanlagen
1) Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023
(vor Ergebnisabführung)
Mit Beschluss vom 14. März 2023 wurde bei der SYSGO GmbH eine Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 11,0 durchgeführt. Die Leistung der Einlage erfolgte zum einen durch Umwandlung des bis dahin unter den Ausleihungen ausgewiesenen Darlehen in Höhe von Mio. EUR 8,5 und zum anderen durch Umwandlung einer Cash-Pool Forderung in Höhe von Mio. EUR 2,5. Ausleihungen an verbundene UnternehmenGegenüber dem verbundenen Unternehmen Thales Simulation & Training GmbH, Wedel, wurde in dem laufenden Geschäftsjahr 2023 ein Darlehen in Höhe von Mio. EUR 2,0 gewährt. (3) Vorräte
Die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen setzen sich hauptsächlich aus den Eigenleistungen für Customer Design Engineering (TEUR 42.922; Vorjahr: TEUR 103.566), den Beständen an in Bearbeitung befindlichen fertigen Fremderzeugnissen und Fremdleistungen (TEUR 48.046; Vorjahr: TEUR 43.024) und den in Bearbeitung befindlichen Eigenerzeugnissen (TEUR 59.958; Vorjahr: TEUR 6.653) zusammen, die projektbezogen abgerufen werden. Des Weiteren sind Wertberichtigungen für langlaufende Projekte in Höhe von TEUR 34.959 (Vorjahr: TEUR 37.682) in den unfertigen Erzeugnissen enthalten. (4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber inländischen Behörden (TEUR 21.369; Vorjahr: TEUR 23.322) sowie gegen weitere Kunden im In- und Ausland (TEUR 15.299; Vorjahr: TEUR 17.490). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus
Das ausgegebene Darlehen wurde im Berichtsjahr von der GTS Deutschland GmbH zurückbezahlt. Die Forderungen gegenüber der Gesellschafterin bestehen aus den Cash-Pool-Forderungen. Die Veränderung ist insbesondere auf die Rückzahlung des Darlehens durch die GTS Deutschland GmbH und den Ausgleich der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der GTS Deutschland GmbH zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus Rückdeckungsversicherungen der Pensionsverpflichtungen (TEUR 1.687; Vorjahr: TEUR 1.361) sowie aus Forderungen gegen Steuerbehörden (TEUR 820; Vorjahr: TEUR 916) und debitorischer Kreditoren (TEUR 7.698; Vorjahr: TEUR 2.952). (5) Guthaben bei KreditinstitutenDie flüssigen Mittel betreffen ausschließlich Guthaben bei Kreditinstituten. Aufgrund einer unmittelbar vor dem Bilanzstichtag eingegangenen Zahlung konnte dieses Guthaben nicht in den Cash Pool übergeführt werden. (6) RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 1.308 (Vorjahr TEUR 1.799) beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen aus Wartungsverträgen, die das Geschäftsjahr 2024 betreffen. (7) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungAus der Verrechnung mit dem Deckungsvermögen ergibt sich gem. § 246 Absatz 2 Satz 3 HGB ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.677 (Vorjahr: TEUR 4.354). (8) EigenkapitalDas Stammkapital beträgt TEUR 27.124 und ist voll eingezahlt. Es besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von TEUR 1.041 (Vorjahr: TEUR 99). Diese entfällt auf die Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert, die gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsverpflichtungen bzw. Altersteilzeitverpflichtungen saldiert wurden. Es besteht eine Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 2.167 (Vorjahr: TEUR 10.992). Diese entfällt auf den Unterschiedsbetrag, der sich bei Anwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren für die Pensionsrückstellungen und die Rückstellung für Sterbegeld gemäß § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB ergibt. (9) Sonstige Rückstellungen
Der Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen ist ausschließlich auf stichtagsbezogene Gründe zurückzuführen. Bei den markt- bzw. produktbezogenen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen aus der Risikovorsorge für die Projektabwicklung. In den personalbezogenen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub, Bonuszahlungen und für die freiwillige betriebliche Altersvorsorge ausgewiesen. Die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen enthalten Maßnahmen der Transformation der Geschäftsbereiche MIS sowie Mittel zur zukünftigen Verringerung der Funktionskosten. Im Vorjahr waren außerdem noch Maßnahmen in Folge der Veräußerung des AMS Geschäftes an Thales Italien enthalten. (10) Verbindlichkeiten
Pfandrechtliche oder durch ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus:
Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert aus der Bezahlung der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der GTS Deutschland GmbH aus dem Jahr 2022. Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestanden aus stichtagsbedingten Gründen und beinhalteten im Wesentlichen Gebühren für von der Gruppe erbrachten Dienstleistungen. Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.572 (Vorjahr TEUR 6.962) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber den Steuerbehörden (TEUR 9.847). HaftungsverhältnisseDie Thales Deutschland GmbH hat am 17. Oktober 2016 als Sicherheit einer Zuwendung der VDI/VDE Innovation + Technik GmbH als Projektträger "Elektroniksysteme; Elektromobilität" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an die SYSGO GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Mit der Patronatserklärung verpflichtet sich die Gesellschaft, die SYSGO GmbH finanziell so auszustatten, dass diese den geforderten Eigenanteil an den Vorhabenkosten in Höhe von TEUR 976 aufbringen kann. Weiterhin hat die Gesellschaft am 10. März 2017 als Sicherheit einer Bundeszuwendung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung an die SYSGO GmbH eine Patronatserklärung abgegeben. Mit dieser Patronatserklärung verpflichtet sich die Gesellschaft, die SYSGO GmbH finanziell so auszustatten, dass diese den geforderten Eigenanteil an den Vorhabenkosten in Höhe von TEUR 917 aufbringen kann. Die Gesellschaft geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer fortlaufenden Bewertung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse geht die Gesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird daher als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Mietverbindlichkeiten bestehen überwiegend gegenüber der Thales Immobilien Deutschland GmbH und sind kongruent mit der Laufzeit der Hauptmietverträge berücksichtigt. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen, insbesondere das Bestellobligo für Investitionen, liegen im geschäftsüblichen Rahmen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(11) Umsatzerlöse
Der Anstieg der Umsatzerlöse ist maßgebend geprägt durch den Anstieg der Navalprogramme und der Unterstützungsleistungen für die Ukraine. Dieser Effekt ist insbesondere bei den Geschäftsbereichen "Secure Communication & Information Systems" und "Land and Air Systems" deutlich sichtbar. Gegenläufig haben sich die Dienstleistungen aufgrund von einmaligen Carve-Outeffekten im Vergleichsjahr 2022 im Berichtsjahr 2023 deutlich reduziert. (12) Bestandsveränderung
Die Veränderung resultiert überwiegend aus der erfolgreichen Realisierung von Projektmeilensteinen. (13) Sonstige betriebliche Erträge
Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert insbesondere daraus, dass im Vergleichsjahr die Erträge durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs AMS enthalten waren. Die Weiterverrechnungen von Kosten innerhalb des Thales Konzerns beinhalten im Wesentlichen Weiterverrechnungen für "Information Systems" und "Procurement" sowie Weiterbelastungen an Thales Italien. Die Auflösung von Rückstellungen beinhaltet primär die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit der Veräußerung des Geschäftsbereichs AMS. (14) Materialaufwand
(15) Personalaufwand
In den Personalaufwendungen und Mitarbeiterzahlen des Vorjahres sind für den Zeitraum bis zum 30. September 2022 Mitarbeiter der "Shared Services" enthalten, die ausschließlich für die GTS Deutschland GmbH tätig waren. (16) AbschreibungenDie Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 21.419 (Vorjahr: TEUR 26.528) resultieren aus der planmäßigen Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 14.712 sowie planmäßigen Abschreibungen von sonstigen Vermögensgegenständen. (17) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund von einmaligen Aufwendungen im Zusammenhang mit den in 2022 ausgeführten Carve Out Aktivitäten zurückzuführen. (18) Beteiligungsergebnis
Die deutliche Veränderung des Beteiligungsergebnisses ist auf einmalige Effekte im Vergleichsjahr 2022 zurückzuführen. In 2022 waren sowohl die Erträge aus dem Verkauf an die Centelec UK Limited, Reading, Großbritannien als auch die Verlustübernahme der GTS Deutschland GmbH, Stuttgart enthalten. (19) Zinsergebnis
Aufgrund des hohen Bestandes and Cash Pool Forderungen und der positiven Zinsentwicklung konnte die Gesellschaft aus den daraus resultierenden Zinserträgen profitieren, so dass das Zinsergebnis mit Mio. EUR 12,1 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR -9,5) liegt. Die Gesellschaft nutzt das Wahlrecht und weist die Auswirkung der Änderung des Rechnungszinses sowie die Erträge aus dem Deckungsvermögen im Zinsergebnis und nicht im Personalaufwand aus. (20) NachtragsberichtNach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. (21) ErgebnisverwendungDas Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.113 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.113 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige AngabenGründungDie Gesellschaft ist mit dem Gesellschaftsvertrag vom 29. Dezember 1954 errichtet und am 12. Juli 2006 in das Handelsregister eingetragen worden. Der Gesellschaftsvertrag wurde letztmalig durch Beschluss der Gesellschafterversammlung am 22. August 2022 geändert. Organe der GesellschaftAufsichtsratIm Wirtschaftsjahr 2023 fand die turnusmäßige Wahl des Aufsichtsrates statt. Die Amtszeit des sich am 29. November 2018 konstituierenden Aufsichtsrats endete satzungsgemäß mit Beschlussfassung des Gesellschafters über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit am 4. August 2023. Bis zum Ende der Amtszeit setzte sich der Aufsichtsrat wie folgt zusammen: Durch Beschluss des Gesellschafters bestellte Mitglieder des Aufsichtsrates:
Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewählte Mitglieder des Aufsichtsrates:
Durch Beschluss des Amtsgerichts Stuttgart vom 27. März 2023 wurden Silvia Plattek und Viktoria Stürmer-Kuchelmeister gerichtlich bestellte Mitglieder des Aufsichtsrates. Grund für die gerichtliche Bestellung war der Verlust der Wählbarkeit von gesetztes Wegen für die scheidenden Mitglieder Ulrike Hagenlocher und Markus Gerwig. Hintergrund des Ausscheidens war die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Transportation und die daraus resultierende Abtretung der Geschäftsanteile an der GTS Deutschland GmbH von der Thales Deutschland GmbH an Centelec UK Ltd., wodurch die GTS Deutschland GmbH nicht mehr Konzernunternehmen der Thales Deutschland GmbH im Sinne des § 5 Abs. 1 MitbestG war und folglich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Gesellschaft nach § 5 Abs. 1, § 7 Abs. 2 Nr. 1 MitbestG ihre Wählbarkeit verloren und folglich ihr Amt nach § 24 Abs. 1 MitbestG erlosch. Entsprechend vorstehenden Ausführungen gerichtlich bestellte Mitglieder:
Der im Wirtschaftsjahr 2023 scheidende Aufsichtsrat tagte am 15. Juni 2023 als auch am 28. Juni 2023. Die konstituierende Sitzung des neuen Aufsichtsrates fand am 04. Oktober 2023 statt. Durch Beschluss des Gesellschafters bestellte Mitglieder des Aufsichtsrates:
Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gewählte Mitglieder des Aufsichtsrates:
Neben der konstituierenden Sitzung am 04. Oktober 2023 tagte der neue Aufsichtsrat am 06. Dezember 2023. GesamtbezügeDie Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betragen TEUR 60 (Vorjahr TEUR 100). Für frühere Mitglieder des Aufsichtsrates und ihre Hinterbliebenen bestehen keine Pensionsverpflichtungen (Rückstellungen). GeschäftsführungOliver Dörre, Chief Executive Officer und Country Director Thales Deutschland, Vorsitzender der Geschäftsführung (bis 31. Oktober 2023) Christoph Ruffner, Chief Executive Officer und Country Director Thales Deutschland, Vorsitzender der Geschäftsführung (seit 1. Januar 2024) Dr. Anusch Arezki, Chief Operating Officer Axel Schlatter, Chief Financial Officer Die Geschäftsführer haben im Vorjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 944 erhalten. Im Berichtsjahr wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Angaben über Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenNahestehende Personen sind die Geschäftsführer der Gesellschaft sowie deren nahen Familienangehörige. Die Thales Deutschland GmbH als Obergesellschaft der deutschen Thales-Organisation hat darüber hinaus Mitglieder des Aufsichtsrates sowie die Geschäftsführer der deutschen Thales-Organisation als nahestehende Personen definiert. Zudem gelten auch die Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung der Thales Deutschland GmbH als nahestehende Personen. Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Thales Deutschland GmbH wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen der Gesellschaft getätigt. Nahestehenden Personen wurden keine Vorschüsse und Kredite gewährt. Nahestehende Unternehmen beinhalten Minderheitsbeteiligungen und Konsortien sowie die nicht konsolidierten Tochterunternehmen der Konzernobergesellschaft THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich. In 2023 haben Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen bestanden. Die stattgefundenen Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, sind zu Bedingungen ausgeführt worden, wie sie durch die Gesellschaft auch fremden Dritten gewährt worden wären. Insgesamt sind die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen, die in den Konzernabschluss der Konzernobergesellschaft THALES S.A. nicht einbezogen werden, von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. KonzernabschlussTHALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, eine Gesellschaft Société Anonyme nach französischem Recht, erstellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen, in den die Gesellschaft und ihre Tochterunternehmen einbezogen sind. Die Thales Deutschland GmbH erstellt keinen Teilkonzernabschluss (Befreiung gemäß § 291 HGB). Der Konzernabschluss von THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, wird gemäß den IFRS Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt. Wesentliche Abweichungen (Angaben gemäß § 291 Absatz 2 Satz 1 Nr. 3c HGB) in den angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden gegenüber den handelsrechtlichen Rechnungslegungsgrundsätzen bestehen durch
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht von THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, ist auf Anforderung am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Beherrschungsvertrag / GewinnabführungsvertragDie Gesellschaft hat mit der THALES Immobilien Deutschland GmbH, Stuttgart, am 9./12. März 2007 einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen, der unverändert fortbesteht. Währungsabsicherungen
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Abdeckung von Grundgeschäften eingesetzt. Importverbindlichkeiten und Exportforderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in Fremdwährung zu stellen sind, sind durch Devisentermingeschäfte kursgesichert. Zusätzlich zur Kurssicherung von Exportforderungen und Importverbindlichkeiten werden bereits in der Angebotsphase Fremdwährungsgarantien abgeschlossen, die gegen Zahlung einer Garantieprämie eine entsprechende Kurssicherung zum Zeitpunkt der Angebotsphase ermöglichen. Im Falle der Auftragserteilung werden diese Fremdwährungsgarantien zum gesicherten Kurs in Devisentermingeschäfte umgewandelt. Wird aus dem Angebot kein Auftrag gewonnen, so verfällt die Fremdwährungsgarantie ohne weitere Kosten. Kurssicherungsgeschäfte werden ausschließlich über die Abteilung Corporate Treasury des Thales-Konzerns abgeschlossen. Ausfall- und Liquiditätsrisiken aus der Verwendung von Devisentermingeschäften beziehungsweise aus der Verwendung von Fremdwährungsgarantien bestehen nicht. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Rückkaufswert bei vorzeitiger fiktiver Auflösung der abgeschlossenen Derivate am Bilanzstichtag. Sie wurden auf Basis anerkannter, von Marktteilnehmern üblicherweise angewandter, finanzmathematischer Methoden ermittelt. BewertungseinheitenDie von der Gesellschaft verwendeten Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den dazugehörigen Grundgeschäften eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. Folgende Bewertungseinheiten wurden gebildet:
Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Komponenten gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften über den gesamten Sicherungszeitraum vollständig aus. Die Effektivität der Sicherungsmaßnahmen wird im Rahmen des bestehenden Risikomanagements regelmäßig überwacht. Gegebenenfalls erforderliche Anpassungen der Sicherungsstrategie werden zeitnah vorgenommen. PrüferhonorareDa die Prüferhonorare im übergeordneten Konzernabschluss der THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, angegeben werden, macht die Gesellschaft vom Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch und veröffentlicht diese Angaben nicht zusätzlich.
Stuttgart, den 27. März 2024 Thales Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Christoph Ruffner, Vorsitzender der Geschäftsführung Dr. Anusch Arezki Axel Schlatter Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231 Grundlagen1.1 Geschäftsmodell des UnternehmensDie Thales Deutschland GmbH gehört zum Thales-Konzern mit der Konzernobergesellschaft THALES S.A., Paris La Défense, Frankreich, einer Société Anonyme nach französischem Recht. Gegenstand der Gesellschaft ist die Forschung, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit elektrischen und elektronischen Erzeugnissen, insbesondere von Geräten, Einrichtungen, Komponenten und Systemen in den Bereichen zivile Sicherheit, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie verwandter Technologien, der Erwerb und die Vergabe von Lizenzen und gewerblichen Schutzrechten, der Erwerb, das Halten, Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen; und die erlaubnisfreie Gewährung von Krediten ausschließlich an Gesellschaften des Thales-Konzerns im Rahmen des § 2 Abs. 1 Nr. 7 Kreditwesengesetz, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Der Satzungssitz der Gesellschaft ist Stuttgart. Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Ditzingen. 1.1.1 Thales Deutschland GmbHDie Thales Deutschland GmbH folgt der Global Business Unit-Struktur des Thales-Konzerns, welche die Einheiten "Land and Air Systems" (LAS) und "Secure Communications & Informations Systems" (SIX), "Avionics" (AVS) "Defence Mission Systems" (DMS) umfasst. Diese bestehen in Deutschland aus den nachfolgend abgebildeten Geschäftseinheiten:
AvionicsDie Aktivitäten der Global Business Unit "Avionics" umfassen in Deutschland die in Ulm ansässige Geschäftseinheit "Microwave & Imaging Sub-Systems" sowie die in Koblenz angesiedelte Geschäftseinheit "Training & Simulation". "Microwave & Imaging Sub-Systems" ist in der Entwicklung und Herstellung von elektronischen Röhren, Röhren-Verstärkern und Triebwerken für die Raumfahrt (Telekommunikation über Satelliten) sowie für Radarsysteme in Flugkörpern aktiv. Marketing und Vertriebsaktivitäten erfolgen durch die Thales Microwave & Imaging Sub-Systems Business Line, mit Sitz in Vélizy, Frankreich. Der Geschäftsbereich "Training & Simulation" betreibt die Entwicklung, die Herstellung, den Service und den Vertrieb der Produktlinie "SAGITTARIUS" (Simulationssysteme für Handwaffen & taktische Ausbildung für Militär sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS)). Ein weiterer Baustein des Portfolios sind Projektmanagement und Servicedienstleistungen für Luftraumüberwachungsradare, Avionic-Baugruppen, Verkehrsführungssysteme sowie Kommunikationserfassungs- und Störsimulationssysteme. Weiterhin zählt ein Laser Competence Center mit Entwicklung & Produktion von hoch präzisen Lasern für virtuelles und live Training Solutions in das Portfolio. Defence Mission SystemsDie in Kiel und Wilhelmshaven angesiedelte Geschäftseinheit "Above Water Systems", welche der Global Business Unit "Defence Mission Systems" zugeordnet ist, verfügt über Kernkompetenzen im Umfeld der Führungswaffeneinsatzsysteme der Deutschen Marine. Ebenso werden Navigationssysteme entwickelt und geliefert, die für die Bereitstellung von Navigationsdaten für die Schiffsführung einerseits und für die Integration dieser Daten in ein Führungs- und Waffeneinsatzsystem andererseits verantwortlich sind. Im Bereich maritimer Ausbildungssysteme werden taktische Verfahrenstrainer entwickelt, produziert und gewartet. Weiterhin werden Komponenten für Radaranlagen vertrieben, die speziell für den Einsatz auf U-Booten ausgelegt sind. Darüber hinaus werden Torpedo-Steuerungssysteme und Simulationssysteme für Marineeinheiten entwickelt und gefertigt. Das Portfolio wird durch die technisch-logistische Betreuung für durch den Thales-Konzern gelieferte Geräte, die bei der Deutschen Marine im Einsatz sind, abgerundet. Land and Air SystemsInnerhalb der Geschäftseinheit "Land and Air Systems" sind am Standort Ditzingen mehrere Aktivitäten angesiedelt. In der Geschäftseinheit "Surface Radar" werden hochmobile Radare zur Boden- und Küstenüberwachung entwickelt, gefertigt und vertrieben, die zur stationären oder mobilen Absicherung komplexer Umgebungen bei Streit- und Sicherheitskräften weltweit im Einsatz sind. Radare von Thales sichern den Luftraum, Küstenabschnitte sowie im mobilen Einsatz Ereignisse wie Gipfeltreffen oder kritische Infrastrukturen. Das Portfolio besteht aus Radargeräten mit kurzer, mittlerer und langer Reichweite und einer hochgradig intuitiven Mensch-Maschine-Schnittstelle, mit der der Kunde Personen, Fahrzeuge, Boote und Drohnen identifizieren und verfolgen kann. Es sind auch spezialisierte Lösungen für Türme und Fahrzeugintegration möglich. Als verlässlicher Partner liefert "Surface Radar" auch mobile Warnsysteme, die vor einem Beschuss durch Raketen und Mörser warnen. Darüber hinaus führt die Geschäftseinheit "Surface Radar" Serviceaktivitäten am Standort Koblenz aus. Ebenfalls am Standort in Ditzingen ist die Geschäftseinheit "Optronics & Missile Electronics" mit dem Vertrieb, der Projektabwicklung, der Systemtechnik, der Instandsetzung und der technisch-logistischen Betreuung von Nachtsichtbrillen, handgehaltenen Wärmebildkameras und anderer optronischer Systeme für das militärische und polizeiliche Kundenspektrum vertreten. Secure Communications & Information SystemsDie Geschäftseinheit "Secure Communications & Information Systems" ist an den Standorten Ditzingen und Kiel vertreten. Sie umfasst die Geschäftseinheiten "Radio Communication Products", "Protection Systems", "Network & Infrastructure Systems" und "Sovereign Cybersecurity Technologies" (ehemals "Cyber Defence Solutions" (CDS)). Angeboten werden Produkt- und Systemlösungen im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich. Das Portfolio für den Verteidigungsbereich beinhaltet kombinierte abhörsichere Multiband-Truppenfunksysteme, komplexe Führungsinformations- und Aufklärungssysteme, taktische Funk- und Führungssysteme für den mobilen Einsatz, Software Defined Radios (SDR), Systeme zur taktischen Aufklärung und Datenauswertung, Ausbildungssysteme sowie Systeme für den Feldlagerschutz. Cyber Security-Produkte und Dienstleistungen der französischen Geschäftseinheit sowie nationale Schlüsselmanagementsysteme werden in den beiden Bereichen Verteidigung und Sicherheit ebenfalls angeboten. CorporateThales Corporate ist am Standort in Ditzingen tätig und erbringt konzerninterne Dienstleistungen (Shared Services). Darüber hinaus ist Gegenstand der Tätigkeit der Erwerb und die Gründung von Beteiligungen. 1.1.2 Personal- und Sozialbereich/BeschäftigteDie Gesellschaft beschäftigte zum Jahresende 2023 insgesamt 1.532 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 41 Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Stammsitz der Gesellschaft in Ditzingen sowie in den Niederlassungen Kiel, Wilhelmshaven, Berlin, Koblenz und Ulm tätig.
1.2 Forschung und EntwicklungDie Aktivitäten in der Entwicklung haben im Geschäftsjahr 2023 dazu beigetragen, die technologische Kompetenz der deutschen Thales-Organisation weiter auszubauen, zusätzlichen Kundennutzen zu schaffen und damit die Markt- und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Thales-Organisation zu sichern. Dazu investierte die Gesellschaft in hohem Maße in Forschung und Entwicklung. Der Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Entwicklungsbereich betrug zum Ende des Geschäftsjahres rund 26,9% der Gesamtbeschäftigtenzahl. In 2023 hat die Gesellschaft Mio. EUR 6,5 in die Weiterentwicklung der technologischen Kompetenz investiert. AvionicsSchwerpunkte der Entwicklungsaktivität der Domain "Microwave & Imaging Sub-Systems" waren die Produktentwicklung des elektronischen Satellitentriebwerks EVO, die Produktentwicklung der nächsten Generation von gepulsten Wanderfeldröhren zum Einsatz in militärischen Erdbeobachtungsatelliten und Missile-Suchköpfen, sowie der Industrialisierung einer neuen Produktgeneration von Wanderfeldröhren zum Einsatz in aktiven Antennen. Der Geschäftsbereich "Training & Simulation" hat in 2023 die bisherige Weiterentwicklung der Simulationseingabegeräte weiter fortgeführt. Defence Mission SystemsDie Entwicklungstätigkeiten in der Geschäftseinheit "Above Water Systems" konzentrieren sich zukünftig - ausgerichtet an der aktuellen sicherheitspolitischen Ausrichtung in Deutschland - vermehrt auf die Deutsche Marine und hier auf zwei Bereiche: einerseits auf die Softwareentwicklung im Rahmen von Kundenprojekten im Segment "Combat Management System" in enger Zusammenarbeit mit der BL AWS in Hengelo sowie "Naval Training Systems" und andererseits auf eine deutliche Stärkung der eigenen Systemintegrationsfähigkeit mit Fokus auf die im Dienst befindlichen Einheiten der Deutschen Marine. Land and Air SystemsWesentliche Entwicklungsaktivitäten in der Geschäftseinheit "Surface Radar" lagen auf der Entwicklung von neuen Radarkonzepten für Ground Surveillance Radar-Systemen (GSR) sowie auf weiteren Produktverbesserungen der aktuellen Produktfamilien. Secure Communications & Information SystemsDie Entwicklungsaktivitäten der Geschäftseinheiten richteten sich auf die Produktion, Weiterund Neuentwicklung von System- und Produktlösungen in den Bereichen Funkkommunikation, Führungsinformations- und Schlüsselmanagementsystemen. Angesichts des starken Wettbewerbsumfeldes ist neben der Erfüllung hoher Anforderungen an Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit, Sicherheit und Qualität der Lösungen auch die Markteinführung innovativer Lösungen von großer Bedeutung. Entsprechend stellt ein Kernbereich der Entwicklungsaktivitäten die Entwicklung neuer Schlüsselmanagementsysteme für den Einsatz in nationalen und internationalen Systemlösungen für den zivilen als auch militärischen Markt dar. Für die Entwicklungstätigkeiten im Funkgerätebereich zeichnet sich ebenfalls ein positiver Trend ab, da die Geschäftseinheit erwartet, dass die Bundeswehr im Einsatz befindliche Geräte noch über Jahre einsatzfähig zu halten sind und sich daraus Aufträge zur Beseitigung von Obsoleszenzen ergeben. Für den Bereich Sovereign Cybersecurity Technologies ist ein Aufbau eines Cyber Competence Centers geplant, um mittel- und langfristig den deutschsprachigen europäischen Markt mit Cybersecurity Lösungen zu bedienen. Auch in diesem Berichtsjahr wurden Studien- und Forschungsaktivitäten im Auftrag nationaler und internationaler Kunden durchgeführt. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenIn dem im Januar 2024 veröffentlichtem "World Economic Outlook" teilte der Internationale Währungsfonds mit, dass das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 3,1 % betrug. Nach einer starken anfänglichen Erholung hat sich gegen Ende des Jahres das Tempo der Erholung verlangsamt. Zu dieser Entwicklung tragen die Rücknahme der fiskalpolitischen Unterstützung angesichts der hohen Verschuldung sowie Russlands Krieg in der Ukraine bei. Schätzungen des IMF (International Monetary Fund) rechnen mit einem gleichbleibenden Wachstum von 3,1% in 2024 und einem um 0,1 Prozentpunkte ansteigenden Wachstum im Jahr 2025. Die Aktivitäten im Bereich Sicherheit und Verteidigung in Deutschland erstrecken sich im Wesentlichen über die deutschen Teile der Global Business Units "Defence Mission Systems" "Secure Communications & Information Systems", "Land and Air Systems" und "Avionics". Im Jahr 2023 lag der Verteidigungsetat bei rund Mrd. EUR 52. Für rüstungsinvestive Maßnahmen waren rund Mrd. EUR 16 vorgesehen, davon allein Mrd. EUR 10 für militärische Beschaffungen. Bundeskanzler Scholz hatte bereits in seiner Zeitenwende-Rede am 27. Februar 2022, wenige Tage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine ein, "100-Milliarden-Paket" zur Ergänzung des Verteidigungsbudgets angekündigt. Es soll dazu beitragen, die Ausstattung der Bundeswehr schneller zu beschaffen als dies im üblichen Haushaltsrhythmus möglich ist. Im Juni 2022 wurde dann das Bundeswehr Sondervermögen in Höhe von Mrd. EUR 100 vom Bundestag verabschiedet. Für das kreditfinanzierte Sondervermögen war eine Grundgesetzänderung notwendig, da dieses nicht unter die Schuldenbremse fällt. Zusätzlich zum regulären Verteidigungsbudget sind im Jahr 2023 rund EUR Mrd. 8,5 aus dem Sondervermögen in Beschaffungen für die Bundeswehr geflossen. Im laufenden Jahr wird eine Neuregelung der deutschen Exportkontrollbestimmungen in einem Rüstungsexportkontrollgesetz erwartet. In diesem Zusammenhang wird allgemein mit einer Erweiterung der Liste der NATO-ähnlichen Staaten, dem Wegfall des Doppelgenehmigungserfordernisses und mit einer Vereinfachung der Regelungen für Re-Exporte gerechnet. Jedoch stehen auch Vorschläge, beispielsweise zur Erweiterung der Kriegswaffenliste im Raum, die die Zusammenarbeit bei europäischen Kooperationsprojekten erschweren könnten. 2.2 Geschäftsverlauf 2023Neben den organisatorischen Herausforderungen in Folge des Carve-Outs war das Geschäftsjahr 2023 geprägt durch operative Herausforderungen, die insbesondere wegen des Umbruchs der globalen Ordnung und der daraus resultierenden Anforderungen unserer Kunden sehr kurzfristig abgearbeitet werden mussten. Insgesamt war das operative Geschäft der Thales Deutschland GmbH im Geschäftsjahr 2023 von einer weiterhin sehr positiven Entwicklung geprägt und es konnten Auftragseingänge in Höhe von Mio. EUR 402,4 (Vorjahr: Mio. EUR 371,1) verzeichnet werden. Die erzielten Umsatzerlöse der Gesellschaft sind signifikant um ca. 11,8% auf Mio. EUR 458,5 (Vorjahr: Mio. EUR 409,9) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von Mio. EUR 24,4 sind aufgrund der Veräußerung des AMS-Geschäfts im Jahr 2022 deutlich unter dem Vorjahresniveau (Mio. EUR 57,9). Die Abschreibungen (Mio. EUR -21,4) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Mio. EUR -64,9) liegen - insbesondere bedingt durch den Carve-Out im Geschäftsjahr 2022 - signifikant unter dem Vorjahresniveau. Trotz der negativen Auswirkungen durch die gestiegenen Herausforderungen bei der Projektabwicklung hat sich die Ertragslage positiv entwickelt, so dass das handelsrechtliche EBIT von Mio. EUR -3,8 im Vorjahr auf Mio. EUR 0,6 gesteigert werden konnte. Des Weiteren konnte die Gesellschaft von der positiven Zinsentwicklung und der daraus resultierenden Zinserträge aus dem Cash-Pool profitieren, so dass das Jahresergebnis mit Mio. EUR 9,1 deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Mio. EUR -0,2) liegt. Aufgrund dieser Entwicklung beurteilt die Gesellschaft die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 als sehr zufriedenstellend. Die Thales Deutschland GmbH konnte ihre Wettbewerbsposition im Vergleich zu den Vorjahren weiter behaupten und ausbauen. Hierzu trugen im Wesentlichen Aufträge aus den Bereichen "Land and Air Systems" (LAS), "Secure Communications & Information Systems" (SIX) und "Defence Mission Systems" (DMS) bei. Die Erwartungen an die nationalen und internationalen Märkte konnten, trotz verschärften Exportbestimmungen, erfüllt werden. Dies konnte positiv zur Geschäftsentwicklung der Gesellschaft beitragen und erfüllte insbesondere die Erwartungen an die Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und den Cash Flow. 2.3 Lage2.3.1 Finanzielle LeistungsindikatorenIn den folgenden Kapiteln zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren der Gesellschaft erläutert. Intern orientiert sich die Thales Deutschland GmbH grundsätzlich nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) beziehungsweise nach den International Accounting Standards (IAS) ermittelten Größen. Die THALES S.A. als Konzernobergesellschaft steuert den Thales-Konzern im Wesentlichen über die Kennzahlen Auftragseingang, Umsatzerlöse, Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie dem Operating Cash Flow. 2.3.2 ErtragslageDer IFRS-Umsatz (Mio. EUR 404,0) lag mit 4,3% bzw. Mio. EUR 16,9 ebenfalls über dem Vorjahreswert. Dank des in den letzten Jahren gestiegenen Auftragsbestands und der erfolgreichen Projektabwicklungen konnte der Umsatz sowohl das Vorjahresniveau als auch die Budgeterwartungen übertreffen.
Das Umsatzniveau nach HGB konnte im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 48,5 auf Mio. EUR 458,5 deutlich gesteigert werden. Mit einem Exportanteil von 58% war die Gesellschaft sowohl international als auch national sehr erfolgreich. Insbesondere die erzielten Umsatzerlöse in den Bereichen Surface Radar, Above Water Systems und Radio Communication Products Naval haben zu dieser positiven Entwicklung beigetragen. Der deutsche Teil der Global Business Unit "Avionics" hat einen Umsatz von Mio. EUR 104,6 erzielt und konnte damit das Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 102,1) leicht übertreffen. Insbesondere aufgrund der Realisierung von Umsätzen beim Großprojekt Korvette K130 konnte die Business Unit "Defence Mission Systems" Umsatzerlöse in Höhe von Mio. EUR 79,8 (Vorjahr: Mio. EUR 79,4) erzielen und führt damit das Vorjahresniveau fort. Die Geschäftseinheit "Land and Air Systems" konnte beim Umsatz mit Mio. EUR 90,3 das Niveau des Vorjahres (Mio. EUR 95,4) nicht ganz erreichen. Die Geschäftseinheit "Secure Communications & Information Systems" konnte im Vergleich zum Vorjahr einen signifikant gesteigerten Umsatz verzeichnen. Infolge von Großaufträgen einerseits, und zusätzlichen Aufträgen aufgrund der allgemeinen Veränderung der Sicherheitssituation andererseits, sind die Umsatzerlöse um Mio. EUR 79,6 auf Mio. EUR 180,5 gestiegen. Die Thales Corporate konnte im Bezug zum Vorjahr beim Umsatz einen Rückgang um Mio. EUR 29,0 auf Mio. EUR 3,2 verzeichnen. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf einen Saldierungseffekt zurückzuführen, der keine Auswirkung auf die Ertragslage hat. Bereinigt um die im Vorjahr enthaltenen Shared Service Aktivitäten sind die Personalaufwendungen in Folge von gestiegenen Mitarbeiterzahlen erhöht. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere Kosten aus erhaltenen Dienstleistungen (Mio. EUR 25,3), Mietaufwendungen (Mio. EUR 14,2), sowie Reparaturen und Instandhaltungen (Mio. EUR 6,8) enthalten. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurde eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (Mio. Euro -3,8) auf Mio. Euro +0,6 erzielt. Gründe hierfür sind die bereits erwähnte positive Entwicklung der Umsätze sowie die Reduzierung der Aufwände. Das EBIT nach IFRS und inklusive Joint Ventures war mit Mio. EUR 45,1 (Vorjahr Mio. EUR 47,8) positiv und übertraf die Budgeterwartungen. Das Beteiligungsergebnis mit Mio. EUR 0,8 hat sich im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 14,4) deutlich verschlechtert. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass in dem Vorjahreswert der Ertrag aus der Veräußerung der GTS Deutschland GmbH (Mio. EUR 190,5) sowie deren Verlustübernahme (Mio. EUR -170,2) enthalten waren. Das Ergebnis der Thales Immobilien Deutschland GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 6,7 auf Mio. EUR 0,8 verbessert. Das Zinsergebnis ist mit Mio. EUR 12,1 (Vorjahr: Mio. EUR -9,6) deutlich positiv. Das Ergebnis resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Forderungen gegenüber der Gesellschafterin sowie der positiven Zinsentwicklung und der daraus entstandenen Zinserträge aus dem Cash-Pool. Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen den entstandenen Jahresüberschuss in Höhe von Mio. EUR 9,1 auf neue Rechnung vorzutragen. Mit Mio. EUR 402,4 lag der gesamte Auftragseingang um rund 8,4% über dem Vorjahreswert von Mio. EUR 371,1 und übertraf den geplanten Wert signifikant. Zu dieser sehr zufriedenstellenden Entwicklung haben insbesondere die Geschäftseinheiten "Surface Radar" und "Radio Communication Products" beigetragen. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 betrug Mio. EUR 822,6 (Vorjahr: Mio. EUR 824,6). 2.3.3 FinanzlageDie Thales Deutschland GmbH bildet das zentrale Finanzmanagement der deutschen Thales-Organisation ab und finanziert sich konzernintern über das bestehende Cash-Pooling. Hierdurch wird sichergestellt, dass jederzeit ausreichende finanzielle Flexibilität gegeben ist. Die Gesellschaft beendete das Geschäftsjahr mit einem positiven Finanzsaldo. Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2023 mit einem positiven Operating Cash Flow (IFRS) in Höhe von Mio. EUR 43,6 (Vorjahr: Mio. EUR 4,0) abgeschlossen und liegt deutlich über dem Planwert (Mio. EUR 12,0). Grund hierfür sind realisierte Zahlungseingänge aufgrund realisierter Zahlungsmeilensteinen insbesondere im letzten Quartal. 2.3.4 Vermögenslage
Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 78,0 auf Mio. EUR 1.106,0 gemindert. Bei der Vermögensstruktur ist das langfristig gebundene Vermögen nahezu auf Vorjahresniveau und wurde im Wesentlichen aufgrund von planmäßigen Abschreibungen verringert. Die Veränderungen des kurzfristig gebundenen Vermögens ergeben sich im Wesentlichen aus der Rückzahlung des Darlehen durch die GTS Deutschland GmbH und somit einer Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen.
Das kurzfristige Fremdkapital hat sich gegenüber dem Vergleichsjahr 2022 insbesondere aufgrund der Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Folge der Begleichung der Verlustausgleichsverpflichtung gegenüber der GTS Deutschland GmbH verringert. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und der Lage der GesellschaftDer Geschäftsverlauf war aus Sicht der Geschäftsführung sehr zufriedenstellend. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet. Die Ertragslage kann als zufriedenstellend bezeichnet werden. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht3.1 PrognoseberichtDie Prognosen für den Heimatmarkt der Thales Deutschland GmbH sind für das Geschäftsjahr 2024 deutlich positiv angekündigt. Renommierte Forschungsinstitute gehen davon aus, dass die Inflationsrate weiter zurückgeht. Der Höchststand der Inflationsrate soll somit nun überwunden sein und es folgt ein Geschäftsjahr, indem sich die Konjunktur zunächst erholen kann und positive Entwicklungen erwartet werden. Weiterhin haben jedoch wirtschaftspolitische Unsicherheiten oder strukturelle Veränderungen sowie die Folgen des Ukraine Krieges einen großen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen und somit auch auf den Heimatmarkt der Thales Deutschland GmbH. Die Prognosen für die Entwicklung der folgenden Geschäftsjahre der Gesellschaft sind aufgrund der erfreulichen Entwicklungen in den zivilen Marktsegmenten sowie durch die geplanten Beschaffungsvorhaben auf dem Verteidigungs- und Sicherheitsmarkt positiv. Als wesentliche wirtschaftliche Einflussfaktoren für die Gesellschaft sind insbesondere die Entwicklung des weltweiten Verteidigungs- und Sicherheitsmarktes sowie des globalen Luft- und Raumfahrtmarktes zu nennen. Die Thales Deutschland GmbH beziehungsweise der Thales-Konzern befindet sich dabei im Wesentlichen mit anderen weltweit agierenden Konzernen der jeweiligen Branchen im Wettbewerb. Im Planungszeitraum bis 2024 wird damit gerechnet, dass der finanzielle Leistungsindikator EBIT, bemessen nach IFRS leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. Der Operating Cash Flow bleibt weiterhin deutlich positiv, wird jedoch das Niveau von 2023 nicht erreichen können. Während der Auftragseingang auf dem Niveau von 2023 erwartet wird, wird bei den Umsatzerlösen 2024 von einer deutlichen Steigung ausgegangen. 3.2 Risikobericht3.2.1 RisikomanagementsystemDie deutsche Thales-Organisation und die Thales Deutschland GmbH als übergeordnete Gesellschaft der deutschen Thales-Organisation sind Teil des Thales-Konzerns. Dieser verfügt über umfassende technische und technologische Kompetenzen sowie finanzielle Ressourcen und spielt daher eine führende Rolle in den Märkten Luft- und Raumfahrt, Sicherheit und Verteidigung. Die Gesellschaft ist wie der Thales-Konzern Risiken und Ungewissheiten ausgesetzt. Diese können die Geschäftstätigkeit, die Reputation, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage oder die Fähigkeit, gesteckte Ziele zu erreichen, maßgeblich beeinträchtigen. Auf Ebene des Thales-Konzerns wurden operative und strategische Risiken, rechtliche Risiken und Compliance Risiken sowie finanzielle Risiken identifiziert. Darüber hinaus können weitere Risiken auftreten, die zum jetzigen Zeitpunkt unbekannt sind oder aktuell unbedeutend erscheinen mögen. Von diesen Risiken können ungünstige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die Rentabilität und die Finanzlage des Thales-Konzerns oder seine Fähigkeit, seine Ziele zu erreichen, ausgehen. Als Teil des Thales-Konzerns ist die Thales Deutschland GmbH grundsätzlich denselben Risiken ausgesetzt - möglicherweise nicht in allen Ausprägungen und nicht mit denselben Auswirkungen, beziehungsweise zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt. Die Gesellschaft ist in das Finanz- und Risikomanagement des Thales-Konzerns eingebunden. Bestandteile des Finanz- und Risikomanagementsystems sind unter anderem die monatliche Berichterstattung, laufende Soll-Ist-Vergleiche sowie zentrale Vorgaben und Prüfungen bestimmter Sachverhalte. 3.2.2 RisikenAls Risiken wurden identifiziert: 3.2.2.1 Operative und strategische Risiken3.2.2.1.1 Kontrolle über Projekte und ProgrammeDie Gesellschaft entwickelt in Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften aus den jeweiligen Global Business Units "Avionics", "Defence Mission Systems", "Land and Air Systems" und "Secure Communications & Information Systems" in einem hochgradig technologischen Umfeld Produkte und Systeme, die sehr komplex sind und strenge sicherheitsrelevante Vorgaben erfüllen müssen. Da die tatsächlichen Aufwendungen für Konzeption, Entwicklung und Herstellung die ursprünglichen Kostenvoranschläge übersteigen können, ist eine frühzeitige sowie umfangreiche Steuerung und Kontrolle der Projekte und Programme sowie im Vorfeld der Angebotserstellung ein wesentliches Element zur Identifikation von Einflüssen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Thales Deutschland GmbH, insbesondere im Hinblick darauf, dass die jeweiligen Kundenaufträge überwiegend auf festen Pauschalpreisen basieren. Auch die vertraglich vereinbarten anspruchsvollen Leistungsniveaus und enge Zeitpläne für die Lieferung der verkauften Produkte oder Systeme können einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, da bei Nichteinhaltung des Lieferzeitplans im Einzelfall Strafzahlungen an den Kunden oder sogar Vertragskündigungen folgen können. Aus diesem Grund wird das Angebots- und Projektmanagement einem detaillierten Risikomanagement- und Risikobewertungsprozess unterzogen. Die Überwachung des Angebotsmanagements kann dabei unterschiedliche Stufen innerhalb der Geschäftseinheiten sowie des nationalen und internationalen Managements durchlaufen. Besonders aufmerksam werden langfristige Verkaufsverträge mit über die gesamte Vereinbarungsdauer geltenden Festpreisen oder Verkaufsverträge mit einem höheren Risiko betrachtet. Eine Bewertung der Vertragsrisiken ist dabei ein integraler Bestandteil. Bei Aufträgen, die mehrere Jahre umfassen und hochgradig komplexe Produkte und Dienstleistungen beinhalten, finden regelmäßige Überprüfungen zur Überwachung des technischen und finanziellen Fortschritts statt. Dies beinhaltet auch Projekte, bei denen länderspezifische Anpassungen im Bereich der Softwareerstellung vorzunehmen sind. Durch den Thales-Konzern und die Thales Deutschland GmbH wird "Product & Project Efficiency" sowohl für die Angebotsphase als auch entlang des gesamten Projektlebenszyklus betrieben. Durch die Implementierung der sogenannten "Product & Project Efficiency Essentials" werden bewährte Projektmanagementpraktiken eingeführt, deren Umsetzung überwacht und sofern notwendig, durch Korrekturmaßnahmen kontinuierlich optimiert werden. 3.2.2.1.2 Risiko in Bezug auf den Ausfall von Ausrüstung oder TechnologieDie Thales Deutschland GmbH ist aufgrund ihrer technischen und komplexen Systemlösungen und Produkten einem Risiko des Ausfalls von Technologie oder Produkten ausgesetzt. Dies umso mehr, da die Systeme und Produkte in hochwertige zivile oder militärische Plattformen integriert werden. Eine Fehlfunktion dieser Systeme, Ausrüstungen oder Technologien kann zur Beschädigung fremden Eigentums oder zu Personenschäden führen. Haftungsansprüche oder Rechtsstreitigkeiten können neben der Reputation der Gesellschaft auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Thales Deutschland GmbH beeinträchtigen. Um die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu begrenzen, sind konzernweite Verfahren hinsichtlich des Risikomanagements, der Design Authority, der Qualitätssicherung und Dokumentation sowie der Vertragsabwicklung implementiert. Außerdem besteht eine geeignete Versicherungsdeckung. 3.2.2.1.3 Kompensationsgeschäfte (Offsets)In einigen Staaten kann die Vergabe von Aufträgen, insbesondere von Aufträgen im Verteidigungsbereich, von gesetzlichen oder behördlichen Anforderungen abhängig gemacht werden, direkte, teilweise direkte oder indirekte Kompensationsverpflichtungen einzugehen. Die Fähigkeit der Thales Deutschland GmbH, dies in ein Angebot mit aufzunehmen, kann eine wichtige Differenzierungsmaßnahme sein und damit einen entscheidenden Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Sofern die vertraglichen Kompensationsverpflichtungen innerhalb der vorgeschriebenen Fristen nicht erfüllt werden, kann dies zu Strafzahlungen führen, deren Begleichung die Gesellschaft nicht immer von den jeweiligen Verpflichtungen befreit. Hierdurch kann auch die Fähigkeit der Thales Deutschland GmbH oder des gesamten Thales-Konzerns beeinträchtigt werden, Aktivitäten in einem bestimmten Land fortzuführen und weiterzuentwickeln. Angesichts dieser Risiken hat der Thales-Konzern sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Exportländern eine eigenständige Struktur eingerichtet, die für die Integration und Überwachung dieser Verpflichtungen bereits in der Angebotsphase verantwortlich ist. Ergänzt wird dies durch einen nationalen Ansprechpartner der bei der Thales Deutschland GmbH angesiedelt ist und im Rahmen der Shared-Service-Aktivitäten für die Exportaktivitäten der deutschen Thales-Organisation zur Verfügung steht. 3.2.2.1.4 Abhängigkeit von öffentlicher AuftragsvergabeEinfluss auf die Ertragskraft der Gesellschaft haben insbesondere die öffentlichen Haushalte sowie die Beschaffungsbudgets der Ministerien und der Unternehmen der öffentlichen Hand. Geringere Haushaltsmittel der staatlichen Kunden könnten zu Verzögerungen bei der Auftragsvergabe, der Auftragsabwicklung, der Bezahlung oder auch zu einem Rückgang der Finanzmittel für Forschungs- und Entwicklungsprogramme führen. Um die Abhängigkeit von der öffentlichen Auftragsvergabe im Heimatmarkt zu reduzieren, hat die deutsche Thales-Organisation erfolgreich eine Marktstrategie zur Diversifikation des Kundenstamms in den Benelux-Staaten, Skandinavien und Südosteuropa sowie in Zentral- und Nordafrika, der arabischen Halbinsel sowie Südamerika implementiert. Hierdurch ist es teilweise gelungen, die Schwankungen der staatlichen Ausgaben und die Abhängigkeit von politischen und wirtschaftlichen Faktoren zu reduzieren und die Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch die restriktivere Haushaltspolitik, insbesondere in Europa, zu verringern. 3.2.2.1.5 Politische RisikenDie deutsche Thales-Organisation generiert einen Teil ihres Umsatzes auf Märkten und in Ländern, die politische Risiken bergen, welche die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft beeinträchtigen können. Ein Regierungswechsel, ein bewaffneter Konflikt oder Terroranschlag, eine deutliche Verschlechterung der Zahlungsbilanz, die Industriepolitik, Streiks oder Proteste könnten zu unterschiedlichen Arten von Risiken führen. Zur Beschränkung der finanziellen Auswirkungen dieser Risiken greift die Gesellschaft, sofern erforderlich, auf staatliche und privatwirtschaftliche Versicherungsunternehmen zurück, um eine angemessene Absicherung zu bieten. Außerdem partizipiert die Gesellschaft an einem konzernweit eingeführten Verfahren, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter in den Ländern, in denen sie arbeiten, über eine angemessene Absicherung verfügen. 3.2.2.2 RechtsstreitigkeitenAufgrund der internationalen Ausrichtung ihrer Geschäftsaktivitäten ist die deutsche Thales-Organisation einem grundsätzlichen Risiko hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Rechtsverfahren ausgesetzt. Zur Vermeidung von Streitfällen oder zur Begrenzung ihrer Auswirkungen besteht die Politik der Gesellschaft darin, systematisch alternative Rechtsstreitbeilegungsmethoden zu identifizieren. Diese Politik wird regelmäßig überprüft. Sämtliche zivil- und strafrechtlichen Rechtsstreitigkeiten werden zentral durch den Rechtsbereich der Thales Deutschland GmbH im Rahmen der Shared-Service-Aktivitäten für die deutsche Thales-Organisation betreut. Die Gesellschaft kennt derzeit keine weiteren staatlichen oder gesetzlichen Verfahren oder Schiedsverfahren, schwebend oder angedroht, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in den vergangenen zwölf Monaten wesentlich beeinträchtigt haben. 3.2.2.3 Finanzielle RisikenBei dem Liquiditätsrisiko der Gesellschaft handelt es sich um das Risiko, dass die Thales Deutschland GmbH nicht in der Lage sein könnte, ihren Liquiditätsbedarf durch ihre finanziellen Ressourcen zu decken. Insbesondere bezieht es sich auf die Anfälligkeit der Gesellschaft in Bezug auf Veränderungen der wichtigsten Marktindikatoren, die zu einem Anstieg der Aufwendungen für Kredite oder sogar einer temporären Einschränkung des Zugangs zu Fremdfinanzierungsquellen führen könnten. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko indem sie versucht, den Liquiditätsbedarf vorauszusehen und sicherzustellen, dass er durch die kurzfristigen und langfristigen finanziellen Ressourcen abgedeckt ist. Neben einem aktiven und konsequenten Forderungsmanagement profitiert die Thales Deutschland GmbH von einem Cash Pooling auf nationaler Ebene sowie mit dem Thales-Konzern. Hierdurch ist eine Konsolidierung und Zentralisierung des Liquiditätsbedarfs und der Überschüsse der deutschen Thales-Organisation sowie des Thales-Konzerns möglich. Neben Bürgschaften und Garantien bei der Konzernobergesellschaft stehen - über die von Banken und Kreditversicherern gewährten Kreditlinien über einen dreistelligen Millionenbetrag hinaus - in ausreichendem Volumen Avalkreditlinien zur Verfügung. Das Avalkreditvolumen ist für die Gesellschaften der deutschen Thales-Organisation nutzbar. Hieraus ergeben sich keine zusätzlichen Haftungsrisiken für die Gesellschaft. 3.2.3 Beurteilung der Risikosituation der GesellschaftBei der Analyse der bestehenden Risiken lässt sich für das Jahr 2024 keine Bestandsgefährdung der Thales Deutschland GmbH erkennen. Das praktizierte Risikomanagement ermöglicht es, Risiken zeitnah zu erfassen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. 3.2.4 ChancenAufgrund einer allgemeinen Einschätzung hinsichtlich der weltweiten Wirtschaftslage geht die Thales Deutschland GmbH von einem steigenden Nachfrageverhalten im staatlichen Sektor aus. Hierdurch eröffnen sich für die Geschäftseinheiten der deutschen Thales-Organisation Chancen im In- und Ausland. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der in den Country Business Units zusammengefassten Geschäftseinheiten bilden dabei die Basis für die positive Markteinschätzung. Die wehrtechnischen Aktivitäten der Gesellschaft, die sich über den deutschen Teil der Global Business Units "Avionics" (AVS) und "Defence Mission Systems" (DMS) sowie die Geschäftseinheit "Land and Air Systems" (LAS) und die Geschäftseinheit "Secure Communications & Information Systems" (SIX) erstrecken, stehen im Kontext einer sicherheitspolitischen Gesamtlage, die sich von angenommener Stabilität mit einigen Auslandseinsätzen sichtbar hin zu einer Priorisierung der Landes- und Bündnisverteidigung verändert hat. Beispielsweise soll mit dem angesprochenen Bundeswehr-Sondervermögen das Auffüllen von Beständen und für die Erneuerung überalterter Ausrüstung beschleunigt werden und ist grob in vier Kategorien - Land, Luft, See, sowie Führung und Digitalisierung - unterteilt. In der Kategorie Führung und Digitalisierung bieten sich für SIX erhebliche Chancen auch über das Programm Digitalisierung landbasierter Operationen (D-LBO) hinaus, insbesondere mit German Mission Network (GMN) oder der Krypto-Modernisierung der Bundeswehr. Auch im Landbereich bietet das Sondervermögen Chancen für die Geschäftseinheit SIX, da daraus beispielsweise PUMA Schützenpanzer und gepanzerte Boxer Fahrzeuge beschafft werden sollen, die wiederum mit Thales Technologie ausgerüstet werden könnten. Für den Bereich Luft ist hervorzuheben, dass durch das Sondervermögen die nächsten beiden Entwicklungsstufen des Future Combat Air Systems (FCAS) sichergestellt werden, was wiederum Chancen für AVS und SIX bietet. Zudem besteht im Bereich Luft erhebliches Geschäftspotential für Lösungen des AVS Geschäftsbereichs Training & Simulation. Mit Aufträgen für H145M und POLYGONE wurde dies durch den Geschäftsbereich gerade erst kürzlich bestätigt. In der Kategorie See bieten sich Chancen insbesondere für DMS. Die Vertragsoption für die Schiffe fünf und sechs der Fregatte F126 bleibt ihrer Größe wegen das Primärziel 2024 für den Geschäftsbereich. Für die CBU LAS mit den Teilbereichen Surface Radar und Optronics & Missile Electronics liegen Chancen insbesondere im Exportbereich. Beispielhaft als Katalysatoren für das LAS Exportgeschäft sind hier Grenzsicherung und Terrorismusabwehr anzuführen. Durch eine Verdopplung des Budgets für militärische Unterstützung der Ukraine im Haushalt 2024 wird die Finanzierung dieser Unterstützungsmaßnahmen durch die deutsche Regierung öffentlich priorisiert. Der konstante Bedarf der Ukraine an Rüstungsgütern, um sich auf eigenem Boden gegen den Angreifer Russland verteidigen zu können bietet denn auch signifikantes Absatzpotential für Thales. Dieses Potenzial wird weiter durch bereits etablierte, exzellente Kundenbeziehungen zwischen Thales Deutschland einerseits, und der Ukraine auf Botschafts-, Ministeriums- und Anwenderebene andererseits, gestärkt. Im Jahr 2023 hat Thales Deutschland im Rahmen der militärischen Unterstützung der Ukraine Aufträge im wesentlichen Umfang erhalten. Die Bestellungen betreffen die Portfolios der CBUs LAS und SIX. Für das laufende Geschäftsjahr werden Auftragsvolumina in äquivalenter Höhe angestrebt. Der zunehmende erfolgreiche Einsatz von Thales-Produkten im Krieg in der Ukraine erhöht schließlich auch das Interesse der deutschen Bundeswehr, insbesondere an LAS-Produkten, wie z.B. Bodenüberwachungsradaren. Dies birgt für die CBU LAS weiteres Geschäftspotenzial. Weitere Bereiche, in denen sich für Thales Deutschland Chancen bieten, sind Cyber- / IT-Security sowie Cloud Technologien. Die Geschäftsbereiche AWS und RCP Naval in Kiel und Wilhelmshaven konnten ein signifikantes Wachstum verzeichnen und setzt den Aufbau von Ressourcen und Fähigkeiten, unterstützt von Produkten und Expertise aus der Thales-Gruppe, weiter fort. Neben den anstehenden nationalen Großprojekten werden Exportprojekte basierend auf bestehende Produkte vorangetrieben. Ein besonderer Fokus liegt auf der gemeinsamen Weiterentwicklung innovativer Konzepte im Bereich der Digitalisierung, des sicheren Datenaustauschs und von Serviceangeboten in den Bereichen "Above Water Systems" und "Radio Communication Products Naval". 4 Risikoberichterstattung über die Verwendung von FinanzinstrumentenAufgrund der ausschließlich im Euro-Währungsraum bestehenden Geschäftsbeziehungen der Gesellschaft und der damit einhergehenden Fakturierung in Euro können Wechselkursschwankungen ausgeschlossen werden. Sollte eine Geschäftstransaktion in Fremdwährung erfolgen, wird diese gemäß den Richtlinien des Thales-Konzerns mittels Devisentermingeschäften konzernintern kursgesichert.
Stuttgart, den 27. März 2024 Thales Deutschland GmbH Die Geschäftsführung Christoph Ruffner, Vorsitzender der Geschäftsführung Dr. Anusch Arezki Axel Schlatter Geschlechterparität im Aufsichtsrat und in den FührungsebenenDas am 1. Mai 2015 in Kraft getretene "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" verlangt, dass sich der Aufsichtsrat paritätisch mitbestimmter Gesellschaften zu mindestens 30% aus Frauen und zu mindestens 30% aus Männern zusammensetzt. Der Aufsichtsrat und die Geschäftsführung der Gesellschaft hat für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung Ziele für den Frauenanteil festgelegt. Demzufolge sollte der Anteil von Frauen bis 2023 in der 1. Führungsebene auf 8% (Level of Responsibility ["LR"] 12) bzw. 28% (LR 11) und in der 2. Führungsebene auf 20% angehoben werden. Im Berichtsjahr 2023 konnten nicht alle von Aufsichtsrat und Geschäftsführung vorgegebenen Ziele zur Förderung von Frauen in Führungsfunktionen erreicht werden. Obwohl der Frauenanteil in der ersten Führungsebene die gesetzten Zielvorgaben teilweise übertraf und eine positive Entwicklung zu verzeichnen ist, konnten nicht alle Zielwerte erreicht werden. Dies ist hauptsächlich auf den intensiven Wettbewerb um Talente auf dem Recruiting-Markt zurückzuführen, der trotz erheblicher Anstrengungen dazu führte, dass nicht genügend Bewerberinnen gewonnen werden konnten. Zur Verteilung der Geschlechterstruktur:
1) Angaben in Prozent, basierend auf dem
Mitarbeiterbestand zum 31. Dezember 2023 in der jeweiligen
Vergleichsgruppe.
Die Geschäftsführung wird für zukünftige Geschäftsjahre neue Ziele definieren und entsprechende Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele ergreifen.
Ditzingen, 26.06.2024 THALES S.A. Vertreten durch / represented by Marc Hartmann handelnd aufgrund Vollmacht der Gesellschafterin. acting on the basis of a power of attorney of the Shareholder. |
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Thales Deutschland GmbH
Overview
- Legal form
- GmbH
- Address
-
Thalesplatz 1
71254 Ditzingen - Commercial register
- HRB 728000, Stuttgart
- Registration date
- December 29, 1954
- Industry
-
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Registered capital
- 27,124,000.00 EUR
- Representation rules
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
- Purpose
- Gegenstand des Unternehmens ist - die Forschung, Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb sowie Dienstleistungen im Zusammenhang mit elektrischen und elektronischen Erzeugnissen, insbesondere von Geräten, Einrichtungen, Komponenten und Systemen in den Bereichen zivile Sicherheit, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie verwandter Technologien, - der Erwerb und die Vergabe von Lizenzen und gewerblichen Schutzrechten, - der Erwerb, das Halten, Verwalten und die Veräußerung von Beteiligungen an anderen Unternehmen, einschließlich der Erbringung konzerninterner dienstleistungen; und - die erlaubnisfreie Gewährung von Krediten ausschließlich an Gesellschaften der Thales-Konzerns im Rahmen des § 2 Abs. 1 Nr. 7 Kreditwesengesetz, sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.
Financials
Balance sheet
2024- Current Assets 79,5 % 966,17 Mio
- Fixed Assets 20,1 % 244,39 Mio
- Active Balancing Item from Asset Offset 0,2 % 2,05 Mio
- Prepaid Expenses 0,2 % 1,95 Mio
- Equity 41,3 % 501,10 Mio
- Provisions 34,9 % 423,59 Mio
- Liabilities 23,9 % 289,87 Mio
- Accrued Expenses 0,0 % 0
Balance sheet data available for 17 earlier fiscal years.
Profit & loss
2024- Revenue 44,7 % 472,35 Mio
- Material expenses 23,5 % −248,16 Mio
- Personnel expenses 16,1 % −170,10 Mio
- Other operating expenses 6,3 % −66,89 Mio
- Other operating income 2,3 % 24,39 Mio
- On intangible assets and property, plant, and equipment 2,1 % −22,49 Mio
- Other interest and similar income 1,8 % 19,38 Mio
- Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 0,7 % 7,30 Mio
- Result after taxes 0,7 % 7,22 Mio
- Annual net profit/loss 0,7 % 7,02 Mio
- Depreciation on financial assets and current asset securities 0,7 % −7,00 Mio
- Interest and similar expenses 0,2 % −1,76 Mio
- Erträge aus Ergebnisübernahme 0,1 % 1,17 Mio
- Income and profit taxes 0,1 % −1,12 Mio
- Other taxes 0,0 % −207,0 k
- Other capitalized own work 0,0 % 129,0 k
- Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 100,0 % −3,46 Mio
- Gesamtleistung 504,17 Mio
P&L data available for 13 earlier fiscal years.
Authorized representatives
-
Andrea Lauber
since 2026 Managing Director
-
Christoph Erich Ruffner
since 2024 Managing Director
-
Daniela Christine Scharr
since 2026 Managing Director
-
Jean-Christophe Laurent Bouteiller
since 2026 Managing Director
-
Christian Metfies
since 2019 Procura
-
Claudia Budde
since 2026 Procura
-
Jochen Reinhold Rinker
since 2025 Procura
-
Kai Taylor
since 2024 Procura
-
Katja Krahn
since 2025 Procura
-
Marc Hartmann
since 2025 Procura
-
Meike Carls
since 2024 Procura
-
Ralf Gnädig
since 2022 Procura
-
Stephanie Barth
since 2025 Procura
-
Tim Teubler
since 2026 Procura
-
Timo Schwegmann
since 2023 Procura
-
Timo Sehwegmann
since 2023 Procura
Ownership & holdings
Shareholders
- Thales Deutschland GmbH DEU 90.0 % 900k €
Ultimate beneficial owners (UBOs)
The ultimate beneficial owners behind these holdings could not be conclusively identified.
Holds shares in
- Unknown party 100.0 %
- SYSGO GmbH 100.0 %
- Thales Simulation & Training GmbH 100.0 %
History
- 2026
-
11.08.
Exit of positionVincent Piante · Procura
-
11.08.
Member entryClaudia Budde · Procura
-
11.08.
Exit of positionTill Baur · Procura
-
11.08.
Member entryTim Teubler · Procura
-
08.04.
MergerThales Deutschland GmbH
-
04.02.
Member entryDaniela Christine Scharr · Managing Director
-
04.02.
Correction of personal dataOliver Dr. Jochim-Freesen · Procura
-
04.02.
Exit of positionJean-Christophe Laurent Bouteiller · Procura
Annual statements
Original published statements, ordered by fiscal year.
| Fiscal year | Document | Published | Access |
|---|---|---|---|
| 2024 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2023 | Jahresabschluss | Published | Read full text |
| 2022 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2021 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
| 2020 | Jahresabschluss | Published | Via the API |
2023 Jahresabschluss Full text
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Ask about directors, ownership and financial figures. Our MCP server connects your assistant to the Handelsregister API.
Connect your assistant
- Open Connectors in Claude and add a custom connector.
-
Enter this server URL and add the connector:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Connect with your handelsregister.ai account, then enable the connector in your chat via “+” → “Connectors”.
- In ChatGPT on the web, open Settings → Apps and create a custom app. Developer mode must be enabled for your account.
-
Use “handelsregister” as the name, OAuth for authentication and this server URL:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Sign in with your handelsregister.ai account, create the app and select it from the tools menu in your chat.
Run once in your terminal:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this MCP server as a tool in your application:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Show me the directors, shareholders and latest available financial figures for Thales Deutschland GmbH. Include fiscal years and sources.\n\nentity_id: 6686cfc23e196feab40a95d24dca3547",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
Add this configuration to your MCP client:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
Replace YOUR_API_KEY with your handelsregister.ai API key.
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